DE199908C - - Google Patents

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DE199908C
DE199908C DENDAT199908D DE199908DA DE199908C DE 199908 C DE199908 C DE 199908C DE NDAT199908 D DENDAT199908 D DE NDAT199908D DE 199908D A DE199908D A DE 199908DA DE 199908 C DE199908 C DE 199908C
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thermo
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02NELECTRIC MACHINES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H02N10/00Electric motors using thermal effects

Landscapes

  • Measuring Temperature Or Quantity Of Heat (AREA)

Description

■KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JYS 199908 -KLASSE 21 d. GRUPPE
ALBERT LOTZ in CHARLOTTENBURG. Thermo-Wechselstrom-Motor.
Zusatz zum Patente 199906 vom 12. Februar 1907.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. April 1907 ab. Längste Dauer: 11. Februar 1922.
Bei LJnipolar-Thermo-Elektromotoren brauchen in den Thermoelementen, welche nebst ihren Stromschlußleitern zu an einer Stelle nicht festgefügt geschlossenen Windungen geformt sind, lediglich konstante Gleichströme erzeugt zu werden, um mittels der Zugkraft der letzteren auf den unipolaren Feldmagneten die Motorteile selbsttätig fortdauernd in kreisenden Bewegungen zu erhalten.
Die gegenpoligen Kontaktstellen desThermo-Leitergebildes sind also keinen periodischen Temperaturwechseln unterworfen, sondern dieselben können bei Bedarf ständig auf der höchstzulässigen Temperaturdifferenz erhalten und somit die höchstmöglichen Leistungen mittels derartiger Thermo-Elektromotoren erzielt werden.
Diese können nun auch gleichzeitig zu Thermo-Elektro-Turbinen ausgebildet werden, indem Teile der Thermo-Leitergebilde als Turbinenschaufeln geformt werden, so daß sie • außer durch die in ihnen fließenden Thermoströme auch noch durch die unter Druck zuströmenden Erregerflüssigkeiten, Gase oder Dämpfe in Bewegung gesetzt werden, wobei diese Erregerstoffe gleichzeitig zur Erwärmung bzw. Kühlung der Thermoelemente dienen.
Oder Thermo-Elektromotor und Turbine können voneinander getrennt ausgeführt, aber mechanisch miteinander gekuppelt sein und die Erregermedien nacheinander auf beide Maschinen einwirken.
In beiden Fällen wird also die in den Betriebsstoffen gebundene Energie in doppelter Hinsicht in motorische Leistungen umgesetzt. Einmal durch die unmittelbare kinetische Wirkung dieser Erregerstoffe auf die Turbinenschaufeln, zweitens durch von denselben gleichzeitig bewirkte thermoelektrische Erregung der Thermo-Leitergebilde.
Dagegen haften solchen Unipolar-Thermoelektro-Motorturbinen die Nachteile an, daß ihre Thermo-Leitergebilde (Windungen) an mindestens einer Stelle statisch und elektrisch offen belassen und durch Schleif- oder Flüssigkeitskontakte o. dgl. leitend überbrückt bzw. elektrisch geschlossen sind.
Die hiermit verbundenen Umstände, nachteiligen Wirkungen, Abnutzungen und insbesondere Reibungsmomente sind jedoch für viele Zwecke der Anwendung solcher Unipolar-Thermoelektro-Motorturbinen nachteilig oder lassen deren Anwendung überhaupt nicht zu.
So z. B- müssen die mit Flüssigkeitskontakten ausgerüsteten derartigen Motoren wohl in den meisten Fällen in gewissen Stellungen erhalten werden, sollen die angewendeten flüssigen Kontaktstoffe nicht auslaufen usw.
Des ferneren bilden Kontakte irgendwelcher Art, wenn auch noch so sorgfältig konstruiert, ausgeführt und unterhalten, immerhin einen
gewissen Unsicherheitsfaktor. . Namentlich bleibt deren Ohmscher Leitwiderstand nicht konstant und ist im Verhältnis zu dem inneren Ohmschen Widerstände des Thermo - Leitergebildes groß.
Diese Übelstände müssen nun für viele Zwecke der Anwendung solcher Thermo-Elektromotor - Turbinen von vornherein ausgeschaltet werden, und zwar auch dann, wenn
ίο Thermo-Elektromotor und Turbine voneinander getrennt ausgeführt und die Betriebsstoffe nacheinander auf beide geleitet werden. Dies wird nun durch die vorliegende Erfindung dadurch erzielt, daß die wesentlichen thermoelektrischen Kontaktstellen oder diesen anliegende Teile festgefügt geschlossener Thermo-Leitergebilde von Thermo-Wecbselstrom-Motoren nach Patent 199906 als Turbinenschaufeln ausgebildet werden, und daß diese zu einem Teil von dem jeweils angewendeten, unter Druck zuströmenden Betriebsstoff in der Bewegungsrichtung der Motorteile derart periodisch abwechselnd nacheinander betroffen werden, daß außer der an ihnen durch die unmittelbare kinetische Wirkung des Betriebsstoffes erzeugten motorischen Leistung auch noch durch die gleichzeitig erfolgenden periodischen Temperatur wechsel der Schaufeln bzw. der anliegenden thermoelektrischen Kon-
■3" taktstellen, in dem Thermo-Leitergebilde periodisch unterdrückte bzw. dessen Aufbau und demjenigen der Gegenmagnetfelder bzw. deren Polzahl entsprechend periodisch pulsierende oder Wechsel-Thermoströme entstehen, deren
dementsprech'ende Wechselzugkraft ebenfalls motorische Leistungen ausübt.
Derart wird die in den unter Druck zuströmenden Betriebsstoffen gebundene Energie ebenfalls in zweifacher Hinsicht in motorische
Leistungen umgewandelt, jedoch unter Fortfall jeglicher elektrischer Kontakte und deren Nachteile.
Die Leistungen von mit pulsierenden oder • auch ihre Richtung wechselnden Thermo-Be-
triebsströmen arbeitenden Thermo - Wechselstrom-Motorturbinen nach vorliegender Erfindung werden im allgemeinen gegenüber den mit Thermo - Elektro - Motorturbinen unipolarer Bauart erzielbaren zurückbleiben, indem
bei ersteren die in sich kurzgeschlossenen Thermo-Leitergebilde innerhalb oft sehr kurzer Zeiten verschieden hohe Wärmepotentiale annehmen müssen, also demzufolge nicht auf ihre bei konstanter Erregung mögliche Höchst-
leistung an Thermoströmen ausgenutzt werden können.
Diese Nachteile werden dagegen wiederum zum Teil, unter Umständen auch völlig ausgeglichen, in manchen Fällen wohl sogar positiv
überholt, indem bei den Thermo - Wechselstrom-Motorturbinen nach vorliegender Erfindung jegliche Schleif- oder Flüssigkeitskontakte in den kurzgeschlossenen Stromkreisen der Thermo-Leitergebilde und deren oft sehr beträchtliche Ohmsche Widerstände wegfallen und demzufolge von den erzielbaren Wechsel - Thermostromspannungen in ihren völlig kurzgeschlossenen Leitern (Windungen) dennoch verhältnismäßig hohe Strom-, stärken und damit Zugkräfte erzeugt werden können.
In den Fig. 1 bis 8 beiliegender Zeichnung sind mehrere Beispiele von Ausführungsformen solcher Thermo-Wechselstrom-Motorturbinen gezeigt und ist daraus ersichtlich, daß gleichzeitig sowohl unmittelbar die kinetische Energie als auch die Thermalwirkung der zur Anwendunggelangenden Betriebsstoffe irgendwelcher Art in motorische Leistungen umgewandelt werden können, sofern die Stoffe unter Druck und in geeigneter Richtung und Lage auf wirksame Stellen der geeignet geformten Thermo - Leitergebilde geleitet werden.
In der Zeichnung bedeuten: t, t1 usw. wirksame Kontaktstellen der Thermoelemente, f°, i01 deren thermisch nicht beeinflußte Kontaktstellen, w, w1 usw. die Stromschlußleiter der Thermoelemente bzw. Teile derselben bzw. die eigentlich wirksamen, den Gegen- "90 magnetfeidern N, S usw. ausgesetzten Leiter der Windungen, TV1, S' Magnetfelder der Thermoströme, m thermoelektrische Leitkörper (Scheiben, Ringe, Zylinder o. dgl. sonstige Hohlkörper), an welchen gemeinsam sämtliche unter verschiedenen Drehwinkeln angeordnete Thermoelemente bzw. Windungen (w usw.) verbunden sind, w1 die letzteren ebenfalls gemeinsam verbindende, gegebenenfalls aber thermoelektrisch nicht, wirksame Leitkörper (Scheiben, Ringe, Zylinder usw.), w2 usw. dem gemeinsamen thermoelektrischen Leitkörper m angegliederte weitere, abwechselnd aus je thermoelektrisch verschiedenem Material bestehende Leitkörper (Scheiben, Ringe, Zylinder usw.), welche derart eine in Reihenschaltung in die Windungen des Thermo-Leitergebildes eingefügte Mehrzahl von Thermoelementen bilden, ν Mittelleiter der Thermo-Leitergebilde (z. B. zwischen m und Ot1), welche gegebenenfalls gleichzeitig die Drehachse α bilden können, e paramagnetische Leiter (Eisenkerne) der Gegenmagnetfelder oder innerhalb der Thermo-Leitergebilde eingeschlossen angeordnet, h, h1 bzw. k, k1 die Betriebsstoffe bzw. Erregerflüssigkeiten; Gase, Dämpfe usw. bzw. deren Richtung und Wirkungszonen, r, r1 die Vorrichtungen bzw. Düsen o. dgl. zur Auslösung der kinetischen Energie der unter Druck zuströmenden Betriebsstoffe, r2, rz Ableitungsrohre o. dgl., g, g1 denselben Zwecken dienende oder lediglich zur
Aufnahme von Erregerstoffen, wie z. B. Kühlwasser k, bestimmte Gehäuse, welche auch gleichzeitig zur Abschirmung der Wirkungszonen der Erregerwärmepotentiale dienen können und mit Wärmeschutzmasse aus- oder bekleidet oder völlig aus solcher hergestellt sein können.
Die Turbinenschaufeln können durch die thermoelektrischen Materialien (Metalle) an
to den Kontaktstellen der Thermoelemente selbst gebildet sein, wie z. B. t, t1 (Fig. i, 7 und 8)
■ oder t21 und i22 (Fig. 2), oder sie können in die Kontaktstellen eingesetzt werden, wie z. B.
t, t1 usw. (Fig. 2). Die Schaufeln in Fig. 3
'5 und 3 a befinden sich beispielsweise je zur Hälfte an je einem der zwei thermoelektrisch verschiedenen Materialien bzw. Scheiben o. dgl. m bzw. m2 und sind zur Kontaktstelle f zusammengefügt, während zwischen den beiden thermoelektrisch verschiedenen Leiterstücken in, in2 (Fig. 3 b) aus einem Stück bestehende Schaufeln die leitende Verbindung bzw. Kontaktstellen t, t herstellen.
Nach Fig. 5 a sind die Turbinenschaufeln beispiels\veise aus dem gemeinsamen Leitkörper (Ring m) des z. B. scheibenförmigen dünnen Thermo - Leitergeb'ildes durch teilweises Ausstanzen und Ausbiegen hergestellt, während nach Fig. 6 beispielsweise in dem thermoelektrischen Kontaktrand t, t1, zu, welcher die Verbindung zwischen der Scheibe m und dem die Windung bildenden zylindertopfförmigen Hohlleitkörper w, zu, m1 bildet, die Turbinenschaufeln durch Ausarbeitung (schrägfräsen o. dgl.) hergestellt sein können. In ähnlicher Weise können z. B. die dagegen für tangentiale Beaufschlagung bestimmten und daher in anderer Richtung angeordneten Schaufeln t, t1 usw. bei dem ähnlichen Thermo-Leitergebilde (Fig. 8) gebildet oder aber in den Kontaktrand m, w usw. eingesetzt sein. Fig. 5 b zeigt z. B. eine durch einen wirksamen Leiter (Windung) zu durch Verdrehen und sonstiges Formen desselben gebildete Turbinenschaufel einer Mehrzahl solcher, welche z. B. mit den zwei den gemeinsamen thermoelektrisch verschiedenen Leitkörper m,m (ähnlich wie in Fig. 5 a) bildenden Ringen verbunden sein können und mit diesen die wirksamen thermoelektrischen Kontaktstellen bilden.
Im übrigen können in einer der vorbeschriebenen als Beispiele angeführten Arten, oder sonstwie, alsdann auch die Turbinenschaufeln beliebiger anders geformter oder zusammengesetzter Thermo-Leitergebilde gebildet \verden, wie z. B. derjenigen nach Fig. 4, 5, 7 USAV.
In Fig. ι ist nun z. B. ein einfaches Thermo-, leitergebilde dargestellt und bilden in, zu, zu, zu eine Windung, auf welche das durch Pfeile bezeichnete Gegenmagnetfeld N, S einwirkt, während das Thermo - Leitergebilde um die Achse α drehbar angeordnet ist, wie in dem Hauptpatent beschrieben.
Die Flächen der beiden die wirksamen Kontaktstellen dieses in sich geschlossenen Thermoelementes bildenden seitlichen Lappen t, t1 sind nun nach vorliegender Erfindung zu Turbinenschaufeln ausgebildet, d. h. in vorliegendem Falle der Einfachheit und Übersichtlichkeit halber z. B. schräg zur Achse α angeordnet.
Wird nun z. B. durch die Düse r ein unter Druck zuströmender Betriebsstoff geleitet, welcher das auf t einwirkende, z. B. höhere Erregerwärmepotential erzeugen soll, wie z. B. ein durch fortlaufende Explosionen erzeugter Heißgasstrom oder Dampf, Heißwasser oder ein sonstiger warmer flüssiger, gas^ oder dampfförmiger Strom, so wird durch dessen Thermalwirkung die betroffene Kontaktstelle t erwärmt, bei geeigneter Wahl der thermoelektrischen Metalle m, zv ein in Richtung der eingezeichneten Pfeile in m, zu, zu} w verlaufender Thermostrom und durch dessen Wechselwirkung auf das Gegenmagnetfeld N, S eine in der Richtung des Pfeiles neben t sich äußernde Zugkraft erzeugt.
Gleichzeitig wird diese aber verstärkt durch die in r aus h freigewordene und auf die untere Fläche von t unmittelbar wirkende kinetische Energie von h.
Die Folge . hiervon ist, daß das Thermoleitergebilde sich in der Pfeilrichtung dreht, bis die Zugkraft zufolge Austrittes von t aus der Wirkungszone von h nachläßt bzw. aufhört.
Dreht sich das Thermoelement weiter, so rückt t1 an die Stelle von t und es entsteht in demselben ein Strom umgekehrter Richtung, der jedoch örtlich dieselbe Richtung gegenüber N, S hat und folglich wiederum ein Drehmoment in gleicher Richtung wie vordem ausübt.
Gleichzeitig würde t an die Stelle von t1 gerückt, aber wahrscheinlich noch so stark erwärmt sein, daß keine große Differenz der beiderseitigen Wärmepotentiale an t bzw. t1, trotz nunmehriger Erwärmung von i1, und damit auch kein Stromfluß in dem Maße wie vordem eintreten würde.
Diesem. Übelstande kann dadurch abgeholfen werden, daß etwa diametral gegenüber von h die durch Pfeile angedeutete Wirkungszone eines durch Kühlmittel irgendwelcher Art erzeugten niedrigeren Erregerwärmepotentials k angeordnet wird, so daß die Kontaktstelle des Thermoelementes, welche in dieser Lage zweckmäßig ein niedriges Wärmepotential haben soll, dieses rascher und vollkommener annimmt, als wenn lediglich die Einwirkung des umgebenden Mediums, also z, B. der Luft,
in Frage käme. Selbstverständlich wird die Wirkungszone von k zweckmäßig etwas umfangreicher, namentlich entgegen der Drehricntung ,bis zum toten Punkt, zu bemessen sein, um die bestmögliche Wirkung des Apparates zu erzielen.
Da nun aber die meisten der in Frage kommenden Kühlmittel, wie z. B. AVasser, von einer Kühlanlage kommende Kühlflüssigkeit
ίο oder Kaltluft usw., ohnehin häufig unter Druck zugeführt werden, so kann dieser ebenfalls in Düsen o. dgl., wie z. B. r1 (Fig. i, 2, 5 ,6 und 8) in kinetische Energie und diese durch Lenkung auf die gleichzeitig" abzukühlenden Turbinenschaufeln und anliegenden Teile, wie z. B. t1 (Fig. i, 2, 5, 6 und 8), in motorische Leistungen umgewandelt werden.
Ordnet man nun z.'B. in Einwirkung auf das einspulige Thermo-Leitergebilde (Fig. 1) eine Hilfskraft beliebiger Art, wie z. B. einen auf der Achse α sitzenden, in bekannter Weise von einem Magneten beeinflußten Hilfsanker, oder eine in bekannter Weise von Federn beeinflußte Kurbel, oder die Sdrwerkraft, oder einen Elektromotor, oder sonstige Hilfsmittel derart an, daß das Gebilde über' die toten Punkte hinausbewegt wird, so ist dasselbe bei geeigneter thermoelektrischer Erregung zur Ausführung eines größeren. Drehungswinkels wie i8o° bzw. auch zu einer vollen Umdrehung und zu deren beliebig häufigen Wiederholung befähigt.
Zur Vervollkommnung der Wirkung solcher einfachen Thermo - Leitergebilde können nun mehrere solcher um die Achse α gegeneinander verdreht angeordnet werden, so daß bei Drehung jedes derselben an Stelle des vorhergehenden tritt und die von letzterem oder mehreren zusammen . eingeleitete Drehung fortsetzt, also volle Umdrehungen ohne die genannten Hilfsmittel eintreten können.
Die eigentlichen Windungen w, 1 usw. können dabei auch alle gemeinsam, z. B. in ihren Mitten, verbunden oder an einen gemeinsamen Leitkörper, wie z. B. m1 (Fig. 4, 5, 5a und 6), angeschlossen werden. Schließlich können auch sämtliche wirksame Kontaktstellen der Thermoelemente, wie t bis i23 (Fig. 5 a), oder t, t1 (Fig. 4, 6 und 8) und t, i2, t1, ts (Fig. 5) an einem das andere thermoelektrische Material bildenden gemeinsamen Leitkörper hergestellt werden, wie z. B. an einer Scheibe wie m (Fig. 4, 5 und 8), oder an einem bzw. zwei Ringen, wie z. B. m, m (Fig. 5 a bzw. 5 b), oder an einem Zylinder, wie z. B. m. (Fig. 6 und 8), oder an einem Hohlkörper beliebiger sonstiger Form.
Hierdurch wird natürlich eine insbesondere für die Ausbildung zu Turbinen erwünschte Vereinfachung des Aufbaues solcher Thermoleitergebilde sowie eine weit größere Festigkeit und Haltbarkeit bei geringem Gewicht, ferner Gleichmäßigkeit der Wirkungsweise unter allen Drehwinkeln und schließlich eine trotz der geringen Thermo-Stromspannungen größere Thermo-Stromstärken ermöglichende Verringerung des inneren Ohmschen Widerstandes der geschlossenen Thermo - Leitergebilde und damit eine höhere motorische Leistungsfähigkeit erzielt.
Fig. 5 zeigt z. B. ein aus zwei aus homogenem Material bestehenden, thermoelektrisch verschiedenen Scheiben m, m1 an deren Peripherien zu einer fortlaufenden ringförmigen Kontaktstelle t, t2, t1, ts zusammengesetztes Thermo-Leitergebilde, welches z. B. einen Eisenkern e einschließt.
Bei Erregung im Ruhezustand durch h würden die entstehenden Thermoströme in dem Gebilde etwa wie die eingezeichneten Pfeile verlaufen und zufolge Einwirkung des beispielsweise durch Stromspulen N, S gebildeten Gegenmagnetfeldes eine Zugkraft in Richtung des Uhrzeigers ausüben, welche durch die kinetischen Wirkungen von h und k aus r, r1 noch verstärkt würde.
Die eine mit dem kleineren spezifischen Leitungswiderstand behaftete Scheibe m1 könnte zwecks Vermeidung schädlicher Nebenschlüsse zu der bei t, t1 auftretenden Thermo-Stromspannung auch unterteilt bzw. z. B. in Form der strahlenförmigen Leiter w bis w23 nebst Scheibe m1 (Fig. 5 a) ausgeführt und an m (Fig. 5) verbunden sein.
Aus homogenem Material und mit glatter Obeifläche können natürlich auch beliebige andere Thermo-Leitergebilde ausgeführt werden, so z. B. in Form eines durch eine Scheibe m geschlossenen zylinderförmigen Gebildes w, w, Ot1, wie in Fig. 6 gezeigt. Jedoch too könnte dieses auch aus einzelnen an den Stirnseiten des Gebildes leitend untereinander verbundenen Stäben oder sonstigen Drähten, ähnlich den Käfigankern für Ferrarismotoren, zusammengesetzt werden.
In solchen massiven Thermo-Leitergebilden bietet die Anordnung von Turbinenschaufeln naturgemäß keine großen Schwierigkeiten.
Bei allen derartigen Gebilden mit größerer Leiterzahl und gemeinsamen Leitkörpern, so z. B. bei scheibenförmigen, wie in Fig. 5 a gezeigt, können erforderlichenfalls auch mehrpolige Gegenmagnetfelder, wie z. B. N,S1N,S, und auch eine entsprechende Mehrzahl von abwechselnd verschieden hohen Erregerwärme-Potentialen (warme, kalte Ströme von Betriebsstoffen) angeordnet werden.
Da jedoch die Materialien der Thermoelemente den erforderlichen Temperaturwechseln nicht allzu rasch folgen können, empfiehlt es sich, möglichst nur zweipolige Anordnungen zu wählen.
Da außerdem die in den Thermo - Leitergebilden selbst in nur einer Windung auftretenden elektromotorischen Gegenspannungen verhältnismäßig groß sind gegenüber der bekanntlich selbst bei ruhender Höchsterregung nur geringen Spannung eines Thermoelementes, so ist es erforderlich, zwecks Erzielung hoher Umdrehungsgeschwindigkeiten der Thermo-Wechselstrom-Motorturbinen in deren
to Thermo-Leitergebilde für jede wirksame Windung derselben je eine Mehrzahl von Thermoelementen in Reihenschaltung einzubauen, wie z. B. in Fig. 7 schematisch gezeigt, während nach Fig. 4 zu diesem Zweck der das erste Thermoelement bildenden Scheibe in weitere Scheiben m2 bis m7 durch abwechselnde innere bzw. äußere konzentrische Verbindung leitend ■ angegliedert sind, wodurch die ringförmigen
Kontaktstellen /, i\ i°, f01 usw. bis t"', t entstehen und eine Mehrzahl von Thermoelementen in den Windungen w, w1.
Wie aus Fig. 7 und 4 ersichtlich ist, können derartige Anordnungen durch Zwischenfügen von Leiträdern, wie z. B. r' usw. (Fig. 4), leicht zu mehrstufigen Turbinen beliebiger Art ausgebildet werden.
Um die in den Thermo-Leitergebilden auftretenden Thermo-Stromspannungen den elektromotorischen Gegenspannungen überlegen zu machen und hohe Umdrehungszahlen der Motorturbinen nach vorliegender Erfindung zu ermöglichen, werden oft mehrere hundert Thermoelemente in Reihenschaltung in die Thermo-Leitergebilde einzufügen sein.
Lediglich als Beispiel laufen nun die Thermoelemente i, t1 usw. (Fig. 4) in einem in dem Behälter g1 befindlichen Kühlmittel k, jedoch empfiehlt, sich eine Anordnung, wie z. B. r1 (Fig. 5) oder r1, g1 (Fig. 8), um das Schleudem von k zu verhüten.
Schließlich können, wie beispielsweise in Fig, 2 gezeigt, auch vorhandene Konstruktionen von Elektromotoren angewendet und z. B. an deren Stromwenderstegen,' wie w, w bzw. w1, w1 usw., Thermoelemente nebst Turbinenschaufeln angegliedert werden. ■· w, w, w1, w1 usw. können z. B. auch nur je eine oder zwei Windungen bildende Leitschienen sein, so daß in diesem Falle, wie in Fig. 2 dargestellt, ebenfalls eine Mehrzahl von Thermoelementen auf jede Windung entfallen würde. Insbesondere den dem Einfluß der Erregerwärmepotentiale ausgesetzten Teilen der Thermo-Leitergebilde werden zweckmäßig große Heiz- und Kühlflächen verliehen; damit sie zu den für die Erzeugung der Wechsel-Thermoströmeerforderlichenmöglichst raschen Wechseln der Wärmepotentiale bzw. zu der wechselnden Anpassung an die Erregerwärmepotentiale befähigt sind. Dies kann z. B. durch die Anordnung von Einschnitten, Löchern, mehrblätterige oder mehrdrähtige Ausführung oder sonstige gute Unterteilung des Materials bewirkt werden, wobei die Unterteilung gleichzeitig zur Unterbindung der schädlichen Nebenschlüsse zu den Thermo-Stromspannungen innerhalb der Thermo - Leitergebilde mit gemeinsamen Leitkörpern dienen kann, wie z. B. Fig. 5 a.
Des ferneren können auch Teile der Thermo-Leitergebikle nach Art der Ventilatoren bzw. Schraubenpumpen derart geformt werden, daß sie die sie umgebenden Medien bzw. die ihnen zugeführten Erregerstoffe anzusaugen vermögen, wobei diese ebenfalls gleichzeitig thermisch auf die Thermoelemente einwirken können.
Schließlich können die Thermo-Leitergebilde feststehend und dagegen die Gegenmagnetfelder (Feldmagnete) drehbar oder beide Gruppen drehbar angeordnet werden. In diesen Fällen können auch die paramagnetischen Leiter der Feldmagnete mit Turbinenschaufein versehen bzw. mit turbinenartig wirkenden Ansätzen usw. oder überhaupt mit Türbinen gekuppelt werden, während die Thermo-Leitergebilde als Leiträder ausgebildet und angewendet werden können. (Umkehrung z. B. der Anordnung nach Fig. 4.)
Es sind jedoch alsdann derart Vorkehrungen bezüglich der. Einwirkung der Erregerwärmepotentiale zu treffen, daß deren Wirkungszonen bzw. wirksame Lagen gegenüber den von ihnen zu erregenden Thermo-Leitergebilden ebenfalls drehbar angeordnet werden, und zwar naturgemäß synchron mit den Gegenmagnetfeldern, bzw. können beide zusammengekuppelt sein, wie z. B. g, r,rx bzw. ^1, k, mit N, S (Fig. 4) usw.
Wie in Fig. 6 an einem Beispiel gezeigt ist, kann schließlich das höhere Erregerwärmepotential (Wärme) durch einen nicht unter ausgesprochenem Druck zugeführten Betriebsstoff, wie z. B. durch eirie Heizvorrichtung wie g, r für beliebiges Brennmaterial (wie K) erzeugt, und dagegen nur der das niedrigere Erregerwärmepotential (Kälte) erzeugende Stoff (Wasser usw.) k unter Druck durch r1 bzw. r2 zu- bzw. abgeführt und die Wirkungszone durch ein z. B. mit einem Abzugsrohr r3 versehenes Gehäuse, wie z. B. g1, begrenzt bzw. wärmegeschützt sein.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Thermo - Wechselstrom - Motor nach Patent 199906, dadurch gekennzeichnet, daß die wesentlichen thermoelektrischen Kontaktstellen oder diesen anliegende Teile festgefügt geschlossener, aus Thermoelementen und ihren Stromschlußleitern bestehender, der Einwirkung von Gegen-
    η?agnetfeidern ausgesetzte Windungen bildender Thermo - Leitergebilde zu Turbinenschaufeln geformt sind, welche zufolge der motorischen Bewegung zu einem Teil derart periodisch wechselnd von dem unter Druck zuströmenden Betriebsstoffe betroffen und von diesem sowohl kinetisch als auch thermisch beeinflußt werden, daß in den Thermo-Leitergebilden gleichzeitig sowohl durch die in ihnen auftretenden, ihrem und dem Aufbau der Gegenmagnetfelder bzw. deren Polzahl entsprechend periodisch unterdrückten bzw. Wechsel-Thermoströme als auch durch die unmittelbar auf die Schaufeln ausgeübte kinetische Wirkung der Betriebsstoffe motorische Zugkräfte auftreten, unter Wegfall jeglicher elektrischer Kontakte und deren elektrischer und betriebstechnischer Nachteile.
  2. 2. Motor nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Thermo-Elektromotor und Turbine voneinander getrennt ausgeführt, aber mechanisch miteinander gekuppelt und die Erregermedien nacheinander auf beide Maschinen zur Einwirkung gebracht werden.
  3. 3. Motor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß statt des Thermo-Leitergebildes die Feldmagnete und synchron mit diesen die Wirkungszonen der Erregerwärmepotentiale drehbar angeordnet sind, oder beide Gruppen zugleich.
  4. 4. Motor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Feldmagnete mit Turbinenschaufeln versehen oder mit den Lauf rädern einer Turbine gekuppelt, die Thermo-Leitergebilde dagegen als Leiträder hierfür ausgebildet und angewendet sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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