DE20002000U1 - Panzerung, insbesondere für Sicherheitskraftfahrzeuge - Google Patents

Panzerung, insbesondere für Sicherheitskraftfahrzeuge

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    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62DMOTOR VEHICLES; TRAILERS
    • B62D31/00Superstructures for passenger vehicles
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41HARMOUR; ARMOURED TURRETS; ARMOURED OR ARMED VEHICLES; MEANS OF ATTACK OR DEFENCE, e.g. CAMOUFLAGE, IN GENERAL
    • F41H5/00Armour; Armour plates
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Description

Be s ehreibung Panzerung, insbesondere für Sicherheitskraftfahrzeuge
Die Erfindung betrifft eine Panzerung, insbesondere für Sicherheitskraftfahrzeuge, die unter Verwendung wenigstens eines Elementes aus Stahl die Energie auftreffender Geschosse absorbiert und deren Durchdringung verhindert.
Panzerungen von Panzerfahrzeugen bestanden ursprünglich aus einer Anordnung harter Panzerstahlplatten auf einem zähen Grundgestell, um zum einen eine hohe Beschußsicherheit zu gewährleisten und zum anderen den harten Einsatzbedingungen der Panzerfahrzeuge zu entsprechen. Später verwendete man gegossene oder geschmiedete Panzerstahlsegmente, die bei besserer Konturrealisierung weniger hart als die ursprünglichen Panzerstahlplatten und weniger zäh als die ursprünglichen Grundgestelle waren. Schließlich kamen besser verformbare Verbundlösungen zum Einsatz, wobei die Härte der Schichten zugunsten der Zähigkeit von außen nach innen abnahm.
Verbundlösungen sind auch bei Sicherheitskraftfahrzeugen üblich (z. B. DE 197 29 979 Cl), jedoch tritt hier zur kaltumgeformten Kraftfahrzeugkarosserie (deren Zähigkeit zur Verringerung des Gewichts und zur Meisterung von Crashsituationen bekanntermaßen immer mehr erhöht wird)
-2-
eine beschußhemmende Innenverkleidung aus beispielsweise Polyethylen- oder Aramidfasermatten hinzu, die unter Hitze- und Druckeinwirkung zu einem Schichtkörper verbunden sind, der nicht nur einen großen Fertigungs- und Montageaufwand repräsentiert, sondern auch Zuverlässigkeitsrisiken birgt, die aufgrund der Elementeanzahl jedem Verbund eigen sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Panzerung, insbesondere für Sicherheitskraftfahrzeuge, zu schaffen, die einfach herzustellen ist und einen sicheren Schutz gewährleistet.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Um die Energie auftreffender Geschosse zu absorbieren und deren Durchdringung zu verhindern, ist für die Panzerung wenigstens ein Element aus Mehrphasenstahl, insbesondere Transformation-Induced-Plasticity-Stahl, (TRIP-Stahl) oder Komplexphasenstahl vorgesehen, das die Karosserie bildet und/oder verstärkt. Dabei kann das Element mehrlagig ausgebildet sein, wobei die Lagen zumindest bereichsweise miteinander verschweißt und gemeinsam umgeformt sind, oder mit beschußhemmendem Material, beispielsweise Verbundfasermatten, hinterfüttert sein (backing) und/oder zumindest bereichsweise mit der Karosserie oder Karosserieteilen verschweißt und gemeinsam mit diesen umgeformt sein (taylored blanks). Die Festigkeit
der Elemente liegt bei wenigstens 600 N/itm2, die Dicke zwischen etwa 1,5 mm und etwa 3,5 mm.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Die zugehörigen Zeichnungen zeigen schematisierte Türausschnitte eines
Sicherheitspersonenkraftwagens im Querschnitt, und zwar
Fig. 1 mit einer die Karosserie bildenden Panzerung,
Fig. 2 mit einer die Karosserie verstärkenden Panzerung,
Fig. 3 mit einer die Karosserie bildenden hinterfütterten Panzerung und
Fig. 4 mit einer die Karosserie verstärkenden
hinterfütterten Panzerung.
Fig. 1 zeigt in schematisierter Weise den Querschnitt des äußeren Teils einer Fahrzeugtür, deren Innen- und Außenhaut 2 vollständig aus Mehrphasenstahl, beispielsweise TRIP-Stahl oder Komplexphasenstahl besteht, dessen Dicke im Bereich von etwa 2,5 mm bis 3,5 mm liegt, die nicht nur flächenhafte Stoßbelastungen aufgrund eines Fahrzeug-Crashs, sondern auch punktförmige Stoßbelastungen aufgrund von Beschüß der Beschußklassen FB3 und FB4 nach DIN EN 1522 abhält, und zwar sowohl in ebenen als auch in gekrümmten Türbereichen. Diese Art von Panzerung läßt sich aufgrund der guten Kaltumformbarkeit der eingesetzten
Mehrphasenstähle sehr einfach realisieren, woraus auch eine hohe Zuverlässigkeit der Beschußabwehr resultiert. Nicht dargestellt sind mehrere Lagen dieser Mehrphasenstähle, die bereichsweise miteinander verschweißt und gemeinsam umgeformt sind. Ihre Gesamtdicke liegt wiederum bei etwa 2,5 bis 3,5 mm.
In Fig. 2 ist eine weitere Variante dargestellt, bei der das Karosserieblech 4 von etwa 1 mm Dicke durch eine innenliegende Panzerung 2 aus Mehrphasenstahl der Dicke von wenigstens 1,5 mm verstärkt ist. Obwohl ausschnittsweise vollflächig dargestellt, kann diese Verstärkung selbstverständlich auf besonders gefährdete Bereiche beschränkt bleiben, die auch stark geformt sein dürfen.
Eine andere Art der Verstärkung ist Fig. 3 zu entnehmen.
Hier ist die aus Mehrpasenstahl bestehende Außenhaut 2 der Dicke von etwa 2,5 mm bis etwa 3,5 mm durch ein Fasermaterial 6, beispielsweise ein Faserverbundmaterial, vollflächig oder bereichsweise hinterfüttert.
Eine Kombination, bei der das Karosserieblech 4 durch eine mit Faserverbundmaterial hinterfütterte Panzerung 2 aus Mehrphasenstahl verstärkt ist, zeigt Fig. 4.
Insgesamt wurde mit der Erfindung eine Panzerung realisiert, die eine sichere Beschußabwehr bietet und auf einfache Weise gewünschten Fahrzeugkonturen nachformbar ist.

Claims (11)

1. Panzerung, insbesondere für Sicherheitskraftfahrzeuge, die unter Verwendung wenigstens eines Elementes (2) aus Stahl die Energie auftreffender Geschosse absorbiert und deren Durchdringung verhindert, dadurch gekennzeichnet, daß das Element (2) aus Mehrphasenstahl besteht.
2. Panzerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Element (2) aus Transformation-Induced-Plasticity- Stahl (TRIP-Stahl) besteht.
3. Panzerung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Element (2) aus Komplexphasenstahl besteht.
4. Panzerung nach einem der Ansprüche von 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Element (2) die Karosserie bildet.
5. Panzerung nach einem der Ansprüche von 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Element (2) die Karosserie (4) verstärkt.
6. Panzerung nach einem der Ansprüche von 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Element mehrlagig ausgebildet ist.
7. Panzerung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagen zumindest bereichsweise miteinander verschweißt und gemeinsam umgeformt sind.
8. Panzerung nach einem der Ansprüche von 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Element (2) mit beschußhemmendem Material (6) hinterfüttert ist.
9. Panzerung nach einem der Ansprüche von 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Element (2) zumindest bereichsweise mit einem oder mehreren Karosserieteilen (4) verschweißt und gemeinsam mit diesen umgeformt ist.
10. Panzerung nach einem der Ansprüche von 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Element (2) eine Festigkeit von wenigstens 600 N/mm2 aufweist.
11. Panzerung nach einem der Ansprüche von 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Element (2) eine Stärke von etwa 1,5 mm bis etwa 3,5 mm aufweist.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102009012251A1 (de) * 2009-03-07 2010-09-09 Rheinmetall Landsysteme Gmbh Schutzeinrichtung zum Schutz eines Objektes gegen projektilbildende Minen

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