DE20002654U1 - Zugentlastung, insbesondere für Kabelanschlüsse - Google Patents
Zugentlastung, insbesondere für KabelanschlüsseInfo
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Description
Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Zugentlastung, insbesondere für Kabelanschlüsse.
Die Erfindung betrifft eine Zugentlastung, insbesondere für Kabelanschlüsse.
Zugentlastungen werden häufig für Kabel benötigt und eingesetzt. Kabel bestehen aus Leitern, wobei prinzipiell zwei Leitertypen zu unterscheiden sind - Lichtwellenleiter und elektrische Leiter. Die erfindungsgemäße Zugentlastung eignet sich für beide Typen.- Lichtwellenleitern liegen in Form von dünnen Polymerfäden oder dünnen Glasfäden vor, die von einer aufwendigen Hüllen/Mantelkonstruktion umgeben sind, um die empfindlichen dünnen Glasfäden, die das Licht leiten, vor Beschädigungen, die die Leitfähigkeit beeinträchtigen oder aber völlig unterbrechen, zu schützen. Bei den elektrischen Kabeln werden leitfähige Metalldrähte, die unterschiedliche Dicken und Beanspruchungsfähigkeit aufweisen können, eingesetzt, die ebenfalls mit aufwendigen Schutzschichten versehen sind, um die leitfähigen Drähte vor Zug und Biegung zu schützen.
Kabel bestehen üblicherweise aus mindestens einem Leiter, um den - zusätzlich zu den üblichen Isolationsschichten - häufig zugentlastende Fasern positioniert sind, die beim fertigen Kabel Zug in der Kabelhaupterstreckungsrichtung aufnehmen und so die Leiter vor Reißen schützen.
So lange die Mantelkonstruktion um ein Kabel unverletzt ist, sind die Kabel recht gut geschützt. Falls jedoch das Kabel installiert werden soll - bspw. an einem Stecker angeschlossen oder aber mit einem anderen Kabel verbunden werden soll - bei Lichtwellenleiter verspleißt werden soll - muß der schützende Mantel am Endabschnitt entfernt werden, um die freigelegten Leiter zu verbinden - sei es durch Löten, sei es durch Spleißen. Dabei treten extrem empfindliche und verletzungsanfällige Stellen im Bereich der Verbindung selbst auf als auch in der Nähe des Anschlusses. Besonders wichtig ist es, die neu installierten Kabel vor Zug zu schützen, da die im geschlossenen unverletzten Kabel vorhandenen Zugentlastungsfäden/gewebe unterbrochen sind und daher die empfindlichen Lichtwellenleiter oder Metallfasern nicht mehr vor Zug- oder auch Biegebelastungen zu schützen. Bisher wurden als Zugentlastungen bei Lichtwellenleiter- Spleißstellen in sog. „Spleißdosen" spezielle Vorrichtungen zur Befestigung von Kabelbindern geschaffen, die den unverletzten
Mantel des Kabels entfernt von der Spleißstelle durch Reibschluß an einer Spleißdosenwand befestigten. Auch bei elektrischen Kabeln ist dieses Prinzip bekannt - so werden bspw. in normalen elektrischen Steckern stets durch Rohrschellen am Austritt das Kabel durch Reib- und Formschluß am Kabelmantel gehalten und so ein Zug auf die Lötanschlußstellen vermieden. Ferner bestehen auch sogenannte „Pigtails" - d.h. Aufspleißeinrichtungen von Lichtwellenleiter, die aufwendig durch Panzergehäuse - meist mit Schraubeinrichtungen, geschützt sind.
Es war ein Nachteil bekannter Zugentlastungssysteme, daß sie zwar gegen Zug schützten, aber gegen das sehr schädigende scharfe Abknicken des Kabels beim Austritt aus der Komponente - sei es ein Stecker oder ein sonstiger Anschluß - nicht gefeit waren. Gerade durch die Knickbelastung wurden jedoch häufig Schäden hervorgerufen.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Zugentlastung zu schaffen, die Zug zuverlässig aufnimmt, aber auch gegen Abknicken des Kabels schützt.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Zugentlastung die : - einen im wesentlichen rechtwinkelig zur Haupterstreckungsrichtung der Zugentlastung gebogenen Komponentenanschlußabschnitt und einen Kabelstabilisierungsabschnitt aufweist, der einen Kabelbinderbefestigungsabschnitt und Begrenzer, die den Kabelbinderbefestigungsabschnitt umschließen, aufweist, gelöst.
Es ist sinnvoll, mindestens einen tiefer gebogenen Abschnitt im Kabelstabilisierungsabschnitt mit Befestigungseinrichtungen zur Befestigung der Zugentlastung vorzusehen, falls diese selbst bspw. auf einer Basis befestigt werden soll..
Insbesondere für die Anbringung der Zugentlastung in Verschraubungen, wie bei Pigtails, kann es günstig sein, daß der Komponentenanschlußabschnitt gabelartig ausgebildet ist, denn so ist er an verschiedene Kabeldurchmesser leicht anpaßbar, bspw. durch einfache Parallelverschiebung in der Verschraubung.
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Falls eine gewinkelte Kabelführung gewünscht ist, kann der Kabelstabilisierungsabschnitt ein gewinkelt zugeschnittener Zuschnitt sein, der einen gewinkelten Kabelverlauf stabilisiert.
Fertigungstechnisch kann es günstig sein, wenn die Zugentlastung einstückig ist.
Als Materialien eignen sich bspw. Metall oder Kunststoff, auch verstärkter Kunststoff oder Verbundmaterial.
Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Zugentlastung für Kabel liegt darin, daß sie für verschiedenste Kabeldicken eingesetzt werden kann. Sie kann nach dem Anschluß in das Modul eingesetzt werden und mit ihr können auch bereits konfektionierte Kabel nachgerüstet werden.
Dadurch, daß nun eine Stütze des Kabels im unmittelbaren Anschlußbereich vorgesehen wird, kann das Abknicken des Kabels dort vermieden werden, Ferner nimmt die erfindungsgemäße Zugentlastung auch selbst einen Teil des Zugs auf bzw. verteilt die Beanspruchung des Kabelmantels besser.
Nachfolgend soll die Erfindung näher anhand der begleitenden Zeichnung, die verschiedene Ausführungsformen zeigt, auf die die Erfindung aber keineswegs eingeschränkt ist, erläutert werden. Dabei zeigt:
Fig. 1a eine Ausführungsform einer Zugentlastung in perspektivischer A.nsicht Fig. 1b eine Draufsicht auf das Grundmodul der Fig. 1a
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht auf eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Zugentlastung
Fig. 3 die Zugentlastung der Fig. 2 im Einsatz bei einem Anschlußsystem, und
Fig. 4 eine weitere bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Zugentlastung bei einer um 90° abgebogenen Kabelführung.
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Wie in Fig. 1a gezeigt, bildet ein einstückig gebogenes flaches Metall- oder Kunststoffteil, das in einem einzigen entsprechend gebogenen Teil hergestellt ist, die erfindungsgemäße Zugentlastung 10. Ein Ende dessen ist zu einem Komponentenanschlußabschnitt 12" in etwa rechtwinkelig umgebogen, um so mittels dieses umgebogenen Teils an einem Anschluß einer Komponente befestigt zu werden. Der verbleibende Abschnitt besitzt einen flachen Bereich, auf dem das Kabel aufliegt. In dem flachen Bereich ist ein Kabelbinder-Befestigungsabschnitt 14 ausgebildet, an dem ein Kabelbinder od. dgl. unverschiebbar über dem daraufliegenden Kabel 18 aufgebracht werden kann und der durch Begrenzer 15 umgeben ist, die einen aufgebrachten Kabelbinder 22 daran hindern, sich aus dem Kabelbinder-Befestigungsabschnitt 14 bei Zug am Kabel 18 gemeinsam mit diesem herauszubewegen und so den Kabelmantel an der Zugentlastung ortsfest befestigt.
Der umgebogene Komponenten-Anschlußabschnitt 12 kann je nach Komponente unterschiedlich ausgebildet sein - beim hier vorliegenden Beispiel der Fig. 1a und 1b als ein zur Befestigung in einer Verschraubung - bspw. eines Pigtails - gabelartig, wobei der gabelartige Abschnitt in eine Schraubanordnung eingeschoben und dann festgeschraubt werden kann. Wie in Fig. 1a und 1b gezeigt, ist der Komponentenanschlußabschnitt 12 in eine Schraubverbindung eines Panzergewindes zugfest eingeschraubt, wodurch ein Herausziehen der Zugentlastung 10 aus der Schraubverbindung unmöglich wird. Hier dient die erfindungsgemäße Zugentlastung 10 der zusätzlichen Zugentlastung an einer vorhandenen Panzergewinde-Verschraubung, die auch richtungsstabilisierend vor und/oder nach einer vorhandenen, handelsüblichen Panzergewinde-Verschraubung für das Kabel eingesetzt wird, um Abknicken zu vermeiden. Nachträglicher Anbau ist auch an bereits vorhandenen Panzergewinde-Verschraubungen möglich, auch wenn diese bereits fest mit dem Kabel 18 verbunden ist. Durch die Öffnung in der Verschraubung mit dem Durchmesser des Panzergewinde-Teils kann das vorhandene Kabel eingelegt werden. Dieses Ausführungsform eignet sich insbesondere bei Schaltschränken, Gehäusen und Einschüben. Um eine Anbringung der Zugentlastung 10 auf einem Untergrund zu ermöglichen, sind bei der hier dargestellten Ausführungsform Bohrungen in der Zugentlastung 10 - hier im Abschnitt zwischen dem Komponentenanschlußabschnitt 12 und dem Kabelbinder-Befestigungsabschnitt 14 in einem vertieften Abschnitt 21
der Zugentlastung 10 vorgesehen, damit Schrauben od. dgl, die durch diese Bohrungen 20 verlaufen, nicht mit dem auf der Zugentlastung 10 aufliegenden Kabel interferieren. Eine Kabeldurchmesserangleichung ist durch Parallelverschiebung der Zugentlastung 10 aufgrund des gabelartigen Aufbaus des Komponentenanschlußabschnitts 12' leicht möglich.
Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung, wie sie in Fig. 2 und 3 dargestellt ist, ist bspw. für die SIEMENS-Anschlußtechnik FUTURE-COM. Die Zugentlastung 10 gilt insbesondere für die SIEMENS-Aschlußtechnik S100 und S100 plus - insbesondere für die direkte Zugentlastung eines Gehäuses, wie des Moduls S 45055-E 34-1778 und S45055-E34-A28 der SIEMENS AG.
Hierbei handelt es sich um eine spezielle Ausführungsform, bei der der Komponentenanschlußabschnitt 12' direkt in einen Einschub des Moduls eingeschoben und so mit diesem zugfest verbunden werden kann. Das Kabel 18,verläuft, wie insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich, durch eine Öffnung in der Modulwand unter der erfindungsgemäßen Zugentlastung 10' heraus. Dabei ist ein Kabelbinder 22 um den Kabelbefestigungsabschnitt 14' mit geringerem Durchmesser und Begrenzern 15', die das Verschieben des Kabelbinders 22 gemeinsam mit dem Kabel 18 aus dem Kabelbefestigungsabschnitt 14' heraus verhindern, befestigt, der das Kabel 18 über seinen Mantel fest an der Zugentlastung 10' befestigt, während diese das Kabel gegen Abknicken am Modulaustritt stabilisiert. Diese Ausführungsform ist zum besseren Verständnis nochmals ohne Modul und Kabel in Fig. 3 dargestellt.
In Fig. 4 ist eine spezielle Ausführungsform der erfindungsgemäßen Zugentlastung 10', bei das Kabel 18 kontrolliert gewinkelt vom Modul abgeführt werden sollen, gezeigt. Häufig ist es aufgrund ungünstiger Raumverhältnisse erwünscht, Kabel gewinkelt von einem Modul abzuführen. Dies ist aber insofern problematisch, weil bei zu geringem Biegeradius von Kabeln - insbesondere falls Lichtwellenleiter eingesetzt werden, leicht ein Brechen der Leiter auftreten kann. Um derartiges Auftreten eines geringen Biegeradius zu vermeiden, ist erfindungsgemäß vorgesehen, den Stützbereich der Zugentlastung 10' so gewinkelt auszubilden, daß das Kabel in diesem erwünschten, sicheren Winkel geführt werden kann, um Abknicken zu vermeiden. Das - in der dargestellten Ausführungsform - unter der Zugentlastung 10'
verlaufende Kabel 18 wird am Kabelanschlußabschnitt 14' mittels eines Kabelbinders befestigt und kann daher keiner weiteren Knickbelastung im Anschlußbereich unterliegen. Selbstverständlich ist der in Fig. 4 dargestellte rechte Winkel lediglich zur Illustration verwendet - derartige Winkel-Zugentlastungen 10' können selbstverständlich auch andere Winkel haben, wie 30° etc.
Obwohl die Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsformen beschrieben wurde, ist dem Fachmann offensichtlich, daß mannigfache Abwandlungen innerhalb des Schutzbereiches der Ansprüche möglich sind, so daß der Schutzbereich keinesfalls darauf eingeschränkt ist.
Bezugszeichenliste
10 Zugentlastung
12 Komponenten-Anschlußabschnitt
13 Kabelstabilisierungsabschnitt
14 Kabelbinderbefestigungsabschnitt
15 Begrenzer
16 Anschluß für Pigtail-Panzergewinde
20 Befestigungsöffnung
21 vertiefter Bereich
10' Zugentlastung
12' Komponenten-Anschlußabschnitt 13' Kabelstabilisierungsabschnitt 14' Kabelbinderbefestigungsabschnitt 15' Begrenzer
16' Anschluß für FutureCom 18 Kabel
22 Kabelbinder
Claims (6)
1. Zugentlastung, die:
1. einen im wesentlichen rechtwinkelig zur Haupterstreckungsrichtung der Zugentlastung gebogenen Komponentenanschlußabschnitt (12) und
2. einen Kabelstabilisierungsabschnitt (13) aufweist, der einen Kabelbinderbefestigungsabschnitt (14) und Begrenzer (15), die den Kabelbinderbefestigungsabschnitt (14) umschließen, aufweist.
2. Zugentlastung nach Anspruch 1, ferner gekennzeichnet durch mindestens einen vertieften Bereich (21) im Kabelstabilisierungsabschnitt (13) mit Befestigungseinrichtungen (20) zur Befestigung der Zugentlastung.
3. Zugentlastung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Komponentenanschlußabschnitt (12) gabelartig ausgebildet ist.
4. Zugentlastung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Kabelstabilisierungsabschnitt (13) ein gewinkelt ausgebildeter Abschnitt ist, um einen gewinkelten Kabelverlauf zu stabilisieren.
5. Zugentlastung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie einstückig ist.
6. Zugentlastung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie im wesentlichen aus Metall oder Kunststoff, auch verstärktem Kunststoff oder Verbundmaterial besteht.
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Cited By (2)
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2000
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