DE20002901U1 - Fadenanker - Google Patents
FadenankerInfo
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Description
Merete Management GmbH
Fasanenstraße 51
10719 Berlin Berlin 08.02.00
ana-ag-gbl99
Fadenanker
Die Neuerung betrifft einen Fadenanker für die Fixation bei Knochenfrakturen, wobei der mit einem Werkzeug einbringbare Anker mit mehr als einer Bohrung zur Anbringung von Fixationsdrähten oder -faden versehen ist.
Derartige Anker sind in einer Vielzahl in unterschiedlicher Gestaltung marktüblich vorhanden. Die am häufigsten genutzten Formen weisen im Kopf des wie eine Schraube gestalteten Ankers, eine henkelartigen Öse auf durch ein oder auch mehrere Fixationsfa'den durchgeführt werden können. Andere Anker tragen am Kopf eine Querbohrung durch die gerade nur ein Faden oder Draht gebracht werden kann. Wiederum andere Anker besir
Aus der EP 0916 311 ist ein implantierbarer Fadenanker bekannt, wobei der Kopf als Sechskant zum Einschrauben des Ankers ausgebildet ist, durch den eine Bohrung fuhrt. Da Anker prinzipiell klein gehalten sind, ist damit auch diese Bohrung sehr klein. Dies fuhrt dazu, daß bei wechselnder oder anhaltender Belastung des Fadens, dieser an den Umlenkpunkten der Bohrung reißen kann.
Durch die EP 0916 312 ist ebenfalls ein implantierbarer Fadenanker bekannt, mit einem Sechskantkopf zum Einschrauben, auf dem eine Öse befestigt ist. Neben den bereits genannten Nachteilen des Einkerbens des Fadens an den Umlenkpunkten ist dieser Anker besonders aufwendig in der Herstellung und somit teuer.
Weiterhin ist durch die EP 0908 143 und durch Kataloge der Fa. Arthrex Inc./USAein Anker mit mit im Kopf befindlichen Innensechskant bekannt, wobei direkt unterhalb des Innensechskant eine Querbohrung vorhanden ist, wobei der Fixationsfaden noch durch eine gelochte Scheibe geführt wira. Auch hier gilt, daß der Faden an den Austrittstellen der Querbohrung besonderer Scherwirkung bei Belastung unterliegt und genau dort reißen kann.
Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, einen Fadenanker so auszugestalten, daß eine Scherwirkung an den Umlenkpunkten der in der den Faden aufnehmenden Bohrung oder Öse gemindert ist, bei einer preiswerten Herstellung des Ankers.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruch 1 gelöst.
Als Neuerung an einem derartigen Fadenanker wird vorgeschlagen, nahe dem Ankerkopf zwei Bohrungen untereinander vorzusehen. Der Faden wird dann zunächst durch die unter Bohrung eingefädelt, dann durch die obere Bohrung wieder zurück zur unteren Bohrung und noch oben weggeführt. Diese Führung kann auch anders verlaufen, nämlich zunächst durch die obere Bohrung, dann untere, zurück zur oberen Bohrung und nach oben wegfuhren. Es leuchtet ein, daß bei Belastung auf den Faden eine Reibkraft zur Selbsthemmung des Fadens in beiden Bohrungen auftritt, so daß die Scherwirkung an den Austrittstellen nunmehr auf vier Punkte verteilt wird.
Abgesehen davon können mit diesem Anker auch zwei Fäden parallel gespannt werden, wobei diese auch nach dem Ankeraustritt miteinander verdreht sein können.
Weitere Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und den Zeichnungen. Es zeigt:
Fig. 1 den erfindungsgemäßen Fadenanker,
Fig. 2 eine Draufsicht,
Fig. 3 ein Fadenanker mit integrierten Fäden.
Fig. 1 zeigt den erfindungsgemäßen Fadenanker 10 in einem Halbschnitt, vorzugsweise mit einem Kortikalisgewinde 1, welches im oberen Teil 2 nahezu voll ausgebildet ist und im unteren Teil als Kegel 3 zu einer Spitze 4 ausläuft. Quer zur senkrechten Achse des Fadenankers 10 sind zwei Bohrungen 5, 6 übereinander liegend vorhanden. Im Bereich dieser beiden Bohrungen 5, 6 sind gegenüberliegende Nuten 7 und 8 vorgesehen, wobei diese am Kopf des Fadenankers Rundungen 9 tragen. Diese beiden Nuten 7, 8 dienen der Aufnahme eines entsprechenden Werkzeuges zum Eindrehen oder Einschlagen des Fadenankers 10 in Knochenbereiche.
Fig 2 zeigt deutlich, dass der Austritt 11 der Bohrungen 5,6 in die Nuten 7,8 gerundet ist, um dem später durchgezogen Faden eine größere Anlagefläche zu geben und damit die Scher- oder Trennwirkung an der Wendestelle des Fadens stark herab zusetzen.
Ein durch die Bohrungen 5, 6 eingefädelter Faden wird durch die Nuten 7, 8 am Kopf des Fadenankers heraus gefuhrt und verbleibt somit innerhalb des Umfanges des Fadenankers 10.
Fig 3 zeigt eine von mehreren Lösungen zum Durchstecken eines Fadens 20 durch zwei übereinander liegende Bohrungen 5,6. Es ist erkennbar, dass die hintere Part 21 des Fadens zunächst durch das obere Loch 5 geführt ist, auf dem Betrachter zugewandten Seite abwärts in die Bohrung 6 führt, dann auf der abgewandten Seite wieder aufwärts durch die obere Bohrung 5 nach oben.
So entsteht eine doppelte Umschlingung des Fadenankers.
Entsteht nun Zug auf beide Parts des Fadens so teil sich die sonst auf einer Bohrung liegende Scherwirkung an den Umlenkpunkten von zwei Stellen auf vier Punkte.
So entsteht eine erhöhte Sicherheit bei ruckartigen Bewegung an dem Faden und damit erhöhte Standsicherheit.
Der Fadenanker besteht aus Metall in bekannten Legierungen, wie beispielsweise Chrom-Nickelstahl.
Claims (6)
1. Fadenanker mit Gewinde am Umfang und einer Öffnung in oder am Kopf, dadurch gekennzeichnet, daß nahe dem Kopf des Fadenankers (10) zwei Bohrungen (5, 6) und zwei Nuten (7, 8) vorhanden sind.
2. Fadenanker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Bohrungen (5, 6) parallel und übereinander angeordnet sind.
3. Fadenanker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Bohrungen (5, 6) im Bereich der beiden Nuten (7, 8) liegen.
4. Fadenanker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Austritt der Nuten (7, 8) am Kopf Rundungen (9) sind.
5. Fadenanker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Austritt der Bohrungen (5, 6) in die Nuten (7, 8) gerundet ist.
6. Fadenanker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fadenanker als Gewinde ein Spongiosa- oder Kortikalisgewinde (1) trägt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE20002901U DE20002901U1 (de) | 2000-02-17 | 2000-02-17 | Fadenanker |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE20002901U DE20002901U1 (de) | 2000-02-17 | 2000-02-17 | Fadenanker |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE20002901U1 true DE20002901U1 (de) | 2000-04-20 |
Family
ID=7937497
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE20002901U Expired - Lifetime DE20002901U1 (de) | 2000-02-17 | 2000-02-17 | Fadenanker |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE20002901U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10161970A1 (de) * | 2001-12-17 | 2003-06-18 | Tutogen Medical Gmbh | Knochenanker |
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2000
- 2000-02-17 DE DE20002901U patent/DE20002901U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10161970A1 (de) * | 2001-12-17 | 2003-06-18 | Tutogen Medical Gmbh | Knochenanker |
| WO2003051205A1 (de) * | 2001-12-17 | 2003-06-26 | Tutogen Medical Gmbh | Knochenanker |
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