DE20002918U1 - Probennehmer für Schmelzen - Google Patents
Probennehmer für SchmelzenInfo
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Description
Hanau, den 18.02.2000 SSR/Kü/ec/P0264 4.doc
Die Erfindung betrifft einen Probennehmer für Schmelzen, insbesondere für auf einer Metallschmelze aufliegende Schlacke mit einem an einem Halter angeordneten, ein- oder mehrteiligen Körper, der einen Einlauf und eine Probenkammer aufweist.
Derartige Probennehmer sind beispielsweise aus JP 61-271452 oder aus DE 197 52 743 A1 bekannt. Diese Schlackenprobennehmer nutzen die gegenüber einer Stahl- oder Eisenschmelze geringere Dichte der Schlacke aus, um saubere Proben zu erhalten. Beim Aufsteigen der Schlacke durch den Einlauf in die Probenkammer kann es zu einem Anhaften der Schlacke an den Probenkammerwänden führen mit der Folge, daß der Einlauf der Schlacke in die Probenkammer gestört oder in extremen Fällen sogar verhindert wird.
Der Erfindung liegt ausgehend vom Stand der Technik die Aufgabe zugrunde, die bekannten Probennehmer zu verbessern und eine hochwertige Probennahme zu ermöglichen.
Die Aufgabe wird für einen eingangs charakterisierten Probennehmer durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Durch das schlackeabweisende Material der Oberfläche des Einlaufs wird ein Anhaften der Schlacke in dem Einlauf und im Extremfall ein Verstopfen des Einlaufs mit Schlacke verhindert.
Insbesondere geeignet sind Oberflächen, die Kohlenstoff oder Graphit aufweisen, wobei das Graphit oder der Kohlenstoff vorzugsweise gleichmäßig über die gesamte Oberfläche verteilt
Zweckmäßig ist es, die Oberfläche als Graphitschicht auszubilden oder aus Pappe oder Papier zu bilden. Auch andere Materialien wie Öl oder Kalkmilch können geeignet sein.
-2-
lnsbesondere kann der den Einlauf aufweisende Teil des Körpers ganz oder teilweise aus dem Schlacke abweisenden Material gebildet sein.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Einlauf kegelförmig ausgebildet, wobei das Ende mit dem geringeren Querschnitt an der Probenkammer angeordnet ist. Vorzugsweise ist der Einlauf in Eintauchrichtung zumindest teilweise unterhalb der Probenkammer angeordnet. In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Probenkammer zylindrisch ausgebildet und es weist die Grundfläche der Probenkammer einen etwa kreisförmigen Querschnitt auf, dessen Durchmesser größer ist als die Dicke der Probenkammer. Der Einlauf mündet etwa zentrisch in die Grundfläche der Probenkammer, die vorzugsweise allseitig Metallwände aufweist. Dabei ist es vorteilhaft, daß die Öffnung in der Probenkammer bzw. in der Metallwand der Probenkammer, durch die die Schlacke in die Probenkammer einläuft, die gleiche Größe und Form aufweist wie das Ende des kegelförmigen Einlaufe, so daß eine Stufenbildung an der Öffnung der Probenkammer vermieden wird. Die Öffnung/Mündung des Einlaufs in die Probenkammer weist vorzugsweise einen Durchmesser von etwa 3 bis 7 mm, insbesondere von etwa 5 mm auf, um einen optimalen Einlauf der Schlacke in die Probenkammer zu gewährleisten und um beim Anheben des Probennehmers nach der Probennahme ein Herausfließen von Schlacke aus der Probenkammer zu verhindern. Es kann vorteilhaft sein, die ringförmige seitliche Metallwand dünner auszubilden als die Metallwände der Grundflächen der Probenkammer.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Die Zeichnung zeigt einen erfindungsgemäßen Probennehmer.
In einem feuerfesten Körper 1, beispielsweise aus Gießereisand, der am Ende eines Papprohres 2 als Träger gehaltert ist, ist eine Probenkammer 3 angeordnet. Die Probenkammer 3 ist etwa axialsymmetrisch in dem feuerfesten Körper 1 angeordnet. Sie ist im wesentlichen zylindrisch ausgebildet, wobei die Höhe des Zylinders wesentlich geringer ist als dessen Durchmesser. Die Wände der Probenkammer 3 sind mit Metall ausgekleidet. Dabei sind die Metallwände der Grundflächen 4;4' (Stahlplatten) dicker als die ringförmige seitliche Metallwand 5 als Mantelfläche aus Stahl. Diese ist etwa halb so dick wie die Metallwände der Grundflächen 4;4'.
Die dem Eintauchende zugewandte Grundfläche 4 der Probenkammer 3 weist eine Öffnung 6 mit einem Durchmesser von etwa 5 mm auf, die zentrisch angeordnet ist und an die der Einlauf 7 stufenlos mit dem gleichen Durchmesser anschließt. Der Einlauf 7 ist kegelförmig ausgebildet, seine Wände sind mit einer Beschichtung 8 aus Graphit ausgekleidet.
-3-
Beim Eintauchen des Probennehmers in die Schlackeschicht gelangt zunächst Schlacke in den Einlauf 7. Durch den kegelförmigen Verlauf wird gesichert, daß nur Schlacke in die gegenüber dem Volumen des Einlaufs 7 wesentlich geringervolumige Probenkammer 3 (höchstens etwa 30 bis 50%) gelangt. Die auf der Schmelze aufliegende Schlacke wird großflächig erfaßt, so
daß auch bei einer geringen Dicke der Schlackeschicht ausreichend Schlacke zur Füllung der Probenkammer mit Schlacke aufgenommen wird. Die Kegelform sichert eine gleichmäßige und kontinuierliche Einengung des Einlaufs 7, wobei durch die Beschichtung 8 ein Anhaften der
Schlacke an der Wand verhindert wird. Die mit der erfindungsgemäßen Einrichtung erhaltenen Proben sind einer Analyse unmittelbar zugänglich.
daß auch bei einer geringen Dicke der Schlackeschicht ausreichend Schlacke zur Füllung der Probenkammer mit Schlacke aufgenommen wird. Die Kegelform sichert eine gleichmäßige und kontinuierliche Einengung des Einlaufs 7, wobei durch die Beschichtung 8 ein Anhaften der
Schlacke an der Wand verhindert wird. Die mit der erfindungsgemäßen Einrichtung erhaltenen Proben sind einer Analyse unmittelbar zugänglich.
Claims (9)
1. Probennehmer für Schmelzen, insbesondere für auf einer Metallschmelze aufliegende Schlacke, mit einem an einem Träger angeordneten, ein- oder mehrteiligen Körper, der einen Einlauf und eine Probenkammer aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Einlauf (7) eine Oberfläche aufweist, die zumindest teilweise aus einem schlackeabweisenden Material gebildet ist.
2. Probennehmer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche Kohlenstoff, insbesondere Graphit, aufweist.
3. Probennehmer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche als Graphitschicht ausgebildet oder aus Pappe oder Papier gebildet ist.
4. Probennehmer nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der den Einlauf aufweisende Teil des Körpers (1) mindestens teilweise aus dem schlackeabweisenden Material gebildet ist.
5. Probennehmer nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Einlauf (7) kegelförmig ausgebildet ist, wobei das Ende mit dem geringeren Querschnitt an der Probenkammer (3) angeordnet ist.
6. Probennehmer nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Einlauf (7) in Eintauchrichtung zumindest teilweise unterhalb der Probenkammer (3) angeordnet ist.
7. Probennehmer nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Probenkammer (3) zylindrisch ausgebildet ist, daß ihre Grundflächen (4; 4') einen etwa kreisförmigen Querschnitt aufweisen, dessen Durchmesser größer ist als die Dicke der Probenkammer (3), daß der Einlauf (7) etwa zentrisch in die Grundfläche (4) der Probenkammer (3) mündet und daß die Probenkammer (3) allseitig Metallwände aufweist.
8. Probennehmer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die ringförmige seitliche Metallwand (5) dünner ist als die Metallwände der Grundflächen (4; 4') der Probenkammer (3).
9. Probennehmer nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der Mündung des Einlaufes (7) in die Probenkammer (3) etwa 3 bis 7 mm, insbesondere etwa 5 mm, beträgt.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Applications Claiming Priority (1)
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2000
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| R207 | Utility model specification |
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| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20030221 |
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| R151 | Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years |
Effective date: 20060309 |
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| R152 | Utility model maintained after payment of third maintenance fee after eight years |
Effective date: 20080228 |
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