DE2000292C3 - Verfahren zur kontinuierlichen Behandlung von Flüssigkeiten mit enzymproduzierenden Mikroorganismen - Google Patents

Verfahren zur kontinuierlichen Behandlung von Flüssigkeiten mit enzymproduzierenden Mikroorganismen

Info

Publication number
DE2000292C3
DE2000292C3 DE19702000292 DE2000292A DE2000292C3 DE 2000292 C3 DE2000292 C3 DE 2000292C3 DE 19702000292 DE19702000292 DE 19702000292 DE 2000292 A DE2000292 A DE 2000292A DE 2000292 C3 DE2000292 C3 DE 2000292C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
microorganisms
liquid
layer
microorganism
enzyme
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19702000292
Other languages
English (en)
Other versions
DE2000292A1 (de
DE2000292B2 (de
Inventor
Auf Nichtnennung Antrag
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
INTERMAG GETRAENKE-TECHNIK AG AARAU (SCHWEIZ)
Original Assignee
INTERMAG GETRAENKE-TECHNIK AG AARAU (SCHWEIZ)
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by INTERMAG GETRAENKE-TECHNIK AG AARAU (SCHWEIZ) filed Critical INTERMAG GETRAENKE-TECHNIK AG AARAU (SCHWEIZ)
Priority to DE19702000292 priority Critical patent/DE2000292C3/de
Publication of DE2000292A1 publication Critical patent/DE2000292A1/de
Publication of DE2000292B2 publication Critical patent/DE2000292B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2000292C3 publication Critical patent/DE2000292C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C12—BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12C—BEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
    • C12C11/00—Fermentation processes for beer
    • C12C11/07—Continuous fermentation
    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C12—BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12C—BEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
    • C12C11/00—Fermentation processes for beer
    • C12C11/09—Fermentation with immobilised yeast
    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C12—BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12P—FERMENTATION OR ENZYME-USING PROCESSES TO SYNTHESISE A DESIRED CHEMICAL COMPOUND OR COMPOSITION OR TO SEPARATE OPTICAL ISOMERS FROM A RACEMIC MIXTURE
    • C12P1/00—Preparation of compounds or compositions, not provided for in groups C12P3/00 - C12P39/00, by using microorganisms or enzymes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Mycology (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Distillation Of Fermentation Liquor, Processing Of Alcohols, Vinegar And Beer (AREA)
  • Micro-Organisms Or Cultivation Processes Thereof (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur
)5 kontinuierlichen Behandlung von Flüssigkeiten mit enzymproduzierenden Mikroorganismen hoher Konzentration, bei dem die Flüssigkeit an fixierten Mikroorganismen vorbeigeleitet wird, wobei man die Flüssigkeit durch eine Anschwemmung der f«.ikroorganismen auf wenigstens einem porösen Körper und durch den porösen Körper hindurchleitet, dessen Porenweite so bemessen ist, daß die Mikroorganismen im wesentlichen vollständig auf dem porösen Körper zurückgehalten werden, der Durchtritt der zu behan-
-,5 delnden Flüssigkeit aber gestattet wird, nach Anspruch 1 des Patents 1517814.
Die Erfindung betrifft Verbesserungen des Verfahrens nach dem oben genannten Patent, die sowohl eine Steigerung der Wirtschaftlichkeit dieses Verfahrens
J0 als auch die Gewinnung spezieller Verfahrensprodukte möglich machen.
Das Verfahren nach dem Hauptpatent beruht im wesentlichen auf der Überlegung, daß man durch Erhöhung der Menge der Mikroorganismen und somii der Enzymkonzentration innerhalb einer relativ kui zen Durchflußstrecke der zu behandelnden Flüssigkeit eine sehr kräftige Enzymwirkung in einer kurzen Zeitspanne erzielen kann. Wenn man dabei für die jeweils erwünschten oder herbeizuführenden Vorgänge, z. B. eine Gärung oder eine Biosynthese, die Temperaturen im Bereich des bisher bekannten Optimums hält, gegebenenfalls sogar etwas oberhalb eines solchen Temperaturbereichs arbeitet, ist es möglich, mit relativ kleinen Apparaturen hohe Produktionsergchnisse zu erzielen.
Es wurde nun gefunden, daß sich die Produktivität des Verfahrens durch Anwendung relativ hoher Drücke, insbesondere eines Differenzdrucks von bis zu 4 oder 5 at für das Hindurchtreiben der Flüssigkeit
so durch die Mikroorganismenschicht vor allem dann weiter steigern läßt, wenn man die Mikroorganismenschicht in ihrer Stärke und/oder Porosität derart einsteilt, daß die Kontakt- oder Durchflußzeit in der Größenordnung von Minuten bleibt.
Infolge der relativ hohen Drücke bzw Differenzdrücke wird die Kontaktintensität zwischen den in der Flüssigkeit enthaltenen Stoffen und den Enzymen der die Schicht bildenden Mikroorganismen, beispielsweise Hefezcllen, infolge besseren Durchdringens der
(,ο semipermeablen Zellenmembranen der Mikroorganismen beim Stoffaustausch und F.nzymtransport stark gesteigert. Die unter Druck durch die engen, noch offen gebliebenen Pörenkanäle innerhalb des Mikroorganismcn-ftKuchens« hindurchströmende
Flüssigkeit umspült die ihrerseits unbeweglichen Grenzflächen mil dtier relativ höhen Strömungsgeschwindigkeit, Durch den Drück und die relativ hohe Strömungsgeschwindigkeit ergibt sich eine Steigerung
der Reaktionen zwischen Geschwindigkeit, dem Substrat in der Flüssigkeit und den Enzymen der Mikroorganismen wie Hefe. Bei einigen durchgeführten Versuchen zeigten sich überraschende Ergebnisse.
So konnte beispielsweise bei einem Gärversuch mit Bierhefe normale Bierwürze mit einem Extraktgehalt von 11,87 % in einem einzigen Durchgang durch einen Hefezellenkuchen von etwa 15 bis 20 mm Stärke bis auf einen scheinbaren Extraktgehalt von 2,8% vergoren werden.
Wenn man bedenkt, daß bei üblichen Gärverfahren zur Bereitung von Bier eine Kontaktdauer zwischen Würze und Bierhefezellen in der Größenordnung von zumindest einer Stunde unbedingt erforderlich ist, läßt sich der erzielte Fortschritt klar ermessen.
Eine einwandfreie und wissenschaftlich sicher belegbare Erklärung für die bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens erzielten vorteilhaften Ergebnisse kann zur Zeit noch nicht gegeben werden; es besteht jedoch begründeter Anlaß zu der Annahme, daß der angewandte Druck und die verhältnismäßig hohe Reliiifvgeschwindigkeit zwischen Flüssigkeit und Mikroorganismen eine zunächst nicht zu erwartende Steigerung der Enzymwirkung der Mikroorganismen durch Steigerung des Stoffaustausches durch die semipermeablen Zellwände ergeben und daß gleichzeitig mit dem schnellen Abführen der Reaktionsprodukte auch gegebenenfalls an den Zellwänden der Mikroorganismen in Form von Gasbläschen austretende Gase »abgespült« werden, so daß sie die Strömung an den Zellwänden und damit den Stoffaustausch zwischen Flüssigkeit und Zelle ganz wesentlich weniger behindern als bei um Größenordnungen kleineren Relativgesthwindiokeiten, wie sie beispielsweise durch sehr intensi /e? Rühren einer Hefeaufschwemmung zwischen der Flüssigkeit und den Hefezellen erzielbar sind.
Bei der Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens für Enzymreaktionen, insbesondere tür Gärvorgänge, die in einer Mikroorganismenschicht im wesentlichen durch das Zusammenwirken der Ecto- und Endoenzymc der Organismen der Schicht ausgelöst werden, empfiehlt es sich, die Stärke oder Dicke der Mikroorganismenschicht in einer Größenordnung von 0,5 bis wenigen Zentimetern zu wählen und die durch die Mikroorganismenschicht hindurchgetretene Flüssigkeit unter Bedingungen zu halten, bei denen die Einwirkung der Enzyme, insbesondere der Ectnenzyme. abgeschlossen werden kann.
Um eine unerwünscht hohe Steigerung des zum Hindurchtreiben der Flüssigkeil durch die Mikroorganismenschicht erforderlichen Druckes zu vermeiden, erweist es sich als zweckmäßig, der Mikroorganismenschicht Auflockerungsstoffe, wie Biospäne. Asbestfasern und/oder Kieselgur beizumischen, um den Durchflußwiderstand der Flüssigkeit durch die Mikroorganismenschicht zu verringern.
Der Durchflußwiderstand durch eine Mikroorganismenschicht und einen die Schicht abstützenden porösen Stiitzkörper läßt sich unter anderem auch dadurch verringern, daß man einen grobporösen Stützkörper verwendet und auf dessen zuflußseitiger Oberfläche zunächst eine dünne Schicht aus K ieselgur oder einem anderen neutralen Filterhilfsmittel anschwemmt, ehe die Mikroorganismen ihrerseits auf die nun eine Feinfilterschicht bildende Filtermaterial-Anschwemmung angeschwemmt werden, In einem derartigen Fall ist auch die Entfernung einer »verbrauchten« oder durch Vermehrung der Mikroorganismen ungenügend durchlässig gewordenen Schicht leicht möglich, indem man bekannte Rückspülverfahren, z. B. mit stoßweisem hohem Rückspüldruck, anwendet, um die Schicht aus Mikroorganismen und Kieselgur vom grobporösen Stützkörper »abzusprengen«.
Für derartige Arbeitsweisen sind besonders Anschwemmfilter mit einem elastisch verformbaren
ίο grobporösen Träger der Feinfilterschicht zweckmbCig, beispielsweise Filter mit einer eng gewickelten Drahtwendel aus einem elastischen Metall- oder Kunststoffdraht, auf die nach bekannten Anschwemmverfahren eine Kieselgurschicht als eigentliche Feinfilterschicht aufgebracht wird. Beim Rückspülen kann man die Plastizität des Drahtes der Drahtspirale mit besonderem Vorteil für das Absprengen der Filterschiebt und der Mikroorganismenanschwemmung ausnutzen.
Ein spezieller Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens in seiner Anwendung für die Herstellung von Bier ergibt sich dadurch, daß man durch das relativ schnelle Hindurchtreiben einer Bierwürze durch die Schicht von Hefezellen auf einem Stützträger einerseits eine sehr intensive Gärwirkung erzielen, andererseits die Vermehrung der in der Schicht befindlichen Hefezellen - etwa durch Drosseln oder Sperren der Sauerstoffzugabe - mehr oder weniger stark bremsen kann. Man vermeidet so eine relativ starke
jo Hefevermehrung, die nach Ansicht zahlreicher Forscher mit einer Bildung unerwünschter höherer Alkohole (Fuselöle) verbunden ist, selbst ungewöhnlich hohen Gärtemperaturen von bis zu 40° C und darüber.
Eis konnte außerdem festgestellt werden, daß von den in der Ausgtiiigs-Bierwürze enthaltenen Protein-Bausteinen beim erfindungsgemäßen Verfahren ein ganz wesentlich größerer Anteil in das Bier übergeht als bei üblichen Gärverfahren; dies gilt insbesondere für wertvolle essentielle Aminosäuren.
Ein Beispiel mag dies näher erläutern: Es wurde Würze in einem einzigen Durchgang mit etwa 2 min Durchflußzeit durch einen Bierhefekuchen von 15 bis 20 mm Dicke unter Anwendungeines Differenzdrukkes von 3 bis 4 at vergoren. Das aus dem Hefekuchen abfließende Bierwurd·· lntersucht; dabei ergaben sich folgende Werte:
Tabelle 1
Dichte des Bieres bei 20 C (g ml) 1.01097
Scheinbarer Extrakt (V) 2.Xl
Wirklicher Extrakt (V) 4.15
Alkohole*) 2.90
Stamrrwürze (V) 9,84
Ausstoßvergärungsgrad.
scheinbar (V) 71,4
Ausstoßvergärungsgrad.
wirklich (Of-) 57,8
Endvcrgärungsgrad. scheinbar (V) 78,5
pH des Bieres 4,87
Farbe nach EBC und Brand 6,9 bzw. 0,43
Ein auf diese Weise gewonnenes Bier enthält wesentlich mehr Aminosäuren als ein aus im wesentlichen gleicher Würze, aber dach einem normalen Gär^ verfahren gewonnenes Bier. Die folgende Tabelle 2 zeigt einen Vergleich zwischen den Anteilen der essentiellen Aminosäuren in einem erfindungsgemäß hergestellten und einem normalen Bier, wobei auch
der Gehalt der Würze an den entsprechenden Aminosäuren angegeben ist.
Tabelle 2
Essentielle Aminosäuren in Würze und Bier
(mg/100 ml):
in der im erfin im her
Würze dungs kömmlich
gemäß hergestell
herge ten Bier
stellten (Ver
Bier gleich)
Lysin 10,3 7,8 3,3
Tryptophan 4,0 3,7 Sp.
Phenylalanin 15,0 12,4 8,8
Leucin 21,1 15,7 4,7
Isoleucin 9,2 6,8 3,0
Threonin 8,0 3,5 nur Spuren
Methionin 2,8 4,2 nur Spuren
10
15
20
Dieses überraschende trgebnis läßt sich wahrscheinlich dadurch erklären, daß der Abbau der Würze-Proteine durch die Proteine spaltenden Ectoenzyme während der relativ kurzen Durchflußzeit von nur 2 Minuten noch nicht so weit beendet war, daß wesentliche Mengen der Protein-Spaltprodukte von den Hefezellen hätten aufgenommen werden können; es darf angenommen werden, daß die Wirkung der als Proteinasen bzw. Peptidasen wirkende Ectoenzyme zu einem großen Teil erst nach dem Hindurchtreten der Flüssigkeit durch die Hefezellenschicht, d. h. im fertigen Bier, erfolgt, in dem sich wegen der Filterung auf dem Staukörper keine Hefezellen und damit keine Verbraucher für die Protein-Spaltprodukte mehr befinden.
Es sei noch erwähnt, daß der Geschmack eines nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltenen Bieres als durchaus annehmbar bezeichnet werden kann; es steht außerdem zu erwarten, daß hier noch erhebliche Fortschritte gemacht werden können.
Bei Anwendung des Verfahrens für die Vermehrung oder Züchtung von Mikroorganismen ist die oben beschriebene, bei Gärvorgängen vorteilhafte ungenügende Ausnutzung der Protein-Bestandteile oder -Verbindungen eines Nährsubstrats nicht günstig; in diesen Fällen empfiehlt es «ich, ein in üblicher spezifischer Weise zubereitetes, proteinhaltiges Nährsubstrat, zweckmäßigerweise unter Zugabe von Sauerstoff, zweimal oder mehrere Male durch die gleiche oder durch zwei oder mehrere Mikroorganismenschichten nacheinander hindurchzutreiben. Dann können die Mikroorganismen der zweiten oder folgenden Schicht auch diejenige* Peptide oder Peptidverbindungen aufnehmen, die von Jen Mikroorganismen der ersten Schicht wegen der verhältnismäßig kurzen Verweilzeit nicht aufgenommen werden konnten.
rjei derartigen Züchtungs- oder Vermehrungsverfahren kann man auch die Kontaktzeit über mehrere Minuten ausdehnen; für die angestrebte Wirkung kommt es im wesentlichen nur darauf an, unter Druck, insbesondere einem so hohen DiFferenzdruck zu arbeiten, daß der Stoffwechsel durch die semipermeablen Zellmembranen der Mikroorganismen in erheblichem Maße gesteigert und begünstigt wird.

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur kontinuierlichen Behandlung von Flüssigkeiten mit enzymproduzierenden Mikroorganismen hoher Konzentration, bei dem die Flüssigkeit an fixierten Mikroorganismen vorbeigeleitet wird, wobei man die Flüssigkeit durch eine Anschwemmung der Mikroorganismen auf wenigstens einem porösen Körper und durch den porösen Körper hindurchleitet, dessen Porenvveite so bemessen ist, daß die Mikroorganismen im wesentlichen vollständig auf dem porösen Körper zurückgehalten werden, der Durchtritt der zu behandelnden Flüssikgiet aber gestattet wird, nach Anspruch 1 des Patents 1517814, dadurch gekennzeichnet, daß man die Flüssigkeit unter Anwenden eines Differenzdruckes von bis zu 4 oder 5 at mit einer Kontakt- oder Durchflußzeit in der Größenordnung von Minuten durch die in ihrer Schichtstärke und/oder Porosität entsprechend einzustellende Mikroorganiürnep.schächt hindurchtreibt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mikroorganismen bei der Behandlung der - zumindest vorübergehend mit Sauerstoff oder Stickstoff versehenen - Flüssigkeit Gase entwickeln und daß man durch Erhöhen des Differenzdruckes die Durchflußgeschwindigkeit der Flüssigkeit durch die Mikroorganismenschicht auf einen Wert vergrößert, der ein frühzeitiges »Abspulen« der sich an den Zellwänden der Mikroorganismen bildenden Gasbläschen ergibt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Stärke uder Dicke der Mikroorganismenschicht, in der die Enzymreaktionen im wesentlichen durch Ekto- und Endoenzyme der Mikroorganismen der Schicht bewirkt werden, in der Größenordnung von 0,5 bis wenigen Zentimetern wählt und die durch die Mikroorganismenschicht hindurchgetretene Flüssigkeit unter Bedingungen hält, bei denen die Einwirkung der E;.ktoenzyme abgeschlossen werden kann
4. Verfahren nach einem der Ansprüche I bis
3. dadurch gekennzeichnet, daß man der Mikroorganismenxihieht Auflockerungsstoffe wie Biospane. Asbestfasern und oder Kieselgur beimischt, die den Durchflußwidersland der Flüssigkeit durch die Mikroorganismenschicht verringern
5 Verfahren nach Anspruch 3 oder 4. dadurch gekennzeichnet, daß man zur Herstellung von Bic, das im Vergleich zu üblichem Bier wesentlich größere Mengen essentieller Aminosäuren enthalt, cmc normale, die üblichen Proteine enthaltende Wut ze mit einer ein Aufnehmen der Protein-Bestandteile durch die (iärhcfezcltcn der Mikroorg.imsnicnschicht nur in geringem Maße zulas .„'iiden kontakt- und Durchflußzeit von nur ungefahi "! Minuten hindurehtieiht.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnctj daft man ein in üblichcr spezifischer Weise zubereitetes, proteinhaltl· ges Nührsubstrat, gegebenenfalls uiitef Zugabe von Sauerstoff, zwei- oder mehrmals durch die gleich« oder durch zwei oder mehrere verschie^ dcnc Mikroorganismenschichten nacheinander
hindurch treibt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß man ein rückspülbares Anschwemmfilter mit elastischem, grobporösem Staukörper einsetzt, auf dem eine feinporöse Filterschicht, etwa aus Kieselgur, als Unterlage für die Mikroorganismenschicht angeschwemmt ist.
DE19702000292 1970-01-05 1970-01-05 Verfahren zur kontinuierlichen Behandlung von Flüssigkeiten mit enzymproduzierenden Mikroorganismen Expired DE2000292C3 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19702000292 DE2000292C3 (de) 1970-01-05 1970-01-05 Verfahren zur kontinuierlichen Behandlung von Flüssigkeiten mit enzymproduzierenden Mikroorganismen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19702000292 DE2000292C3 (de) 1970-01-05 1970-01-05 Verfahren zur kontinuierlichen Behandlung von Flüssigkeiten mit enzymproduzierenden Mikroorganismen

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2000292A1 DE2000292A1 (de) 1971-07-15
DE2000292B2 DE2000292B2 (de) 1979-10-11
DE2000292C3 true DE2000292C3 (de) 1980-07-03

Family

ID=5759062

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19702000292 Expired DE2000292C3 (de) 1970-01-05 1970-01-05 Verfahren zur kontinuierlichen Behandlung von Flüssigkeiten mit enzymproduzierenden Mikroorganismen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE2000292C3 (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3564700D1 (en) * 1985-08-27 1988-10-06 Henninger Brau Ag Process for the production of alcohol-free beverages

Also Published As

Publication number Publication date
DE2000292A1 (de) 1971-07-15
DE2000292B2 (de) 1979-10-11

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE4110252C1 (de)
EP0351363B1 (de) Filtrationsverfahren, Verwendung von Stabilisierungsmitteln, Anlage für ein Filtrationsverfahren und Verfahren zum Betreiben der Anlage
DE4332175C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Cross-Flow-Filtration von Flüssigkeiten mittels CMF-Modulen
DE69419296T2 (de) Mikrofiltrationsverfahren zum Entfernen von Trübung verursachenden Verbindungen aus einer Flüssigkeit
DE3517886A1 (de) Verfahren zur gewinnung von fluessigkeit aus einer restsubstanz und vorrichtung zur durchfuehrung derselben
DE2243800B1 (de) Verfahren zum herstellen von alkoholreduziertem bier
DE2906998C2 (de) Filtriermaterial für eine Feststoff-Flüssigkeits-Phasentrennung und dessen Verwendung
EP0041610A2 (de) Coimmobilisate aus gärfähigen Hefen mit angekoppelten Enzymen sowie ihre Herstellung und Verwendung
DE2611258C2 (de) Verfahren zum Extrahieren eines Polypeptids aus einer wäßrigen Lösung
DE2807339C2 (de) Verfahren zur Behandlung von sauren Hydrolysaten von pflanzlichen Materialen und die Verwendung der Verfahrensprodukte
DE2000292B2 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Behandlung von Flüssigkeiten mit enzymproduzierenden Mikroorganismen
EP0213220B1 (de) Verfahren zur Herstellung von alkoholfreien Getränken
DE1517800A1 (de) Kontinuierliches Verfahren zur Bierherstellung
DE710785C (de) Verfahren zur Herstellung eines haltbaren, sich nicht truebenden, pasteurisierfesten Bieres
DE660070C (de) Verfahren und Einrichtung zum fortlaufenden Gewinnen von Bierwuerze
DE2429574A1 (de) Verfahren zur kontinuierlichen herstellung einer vergorenen fluessigkeit, und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
DE3709959C2 (de)
DE2416987A1 (de) Verfahren zur herstellung von maltose
AT289009B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Enzymbehandlung, insbesondere zur alkoholischen Gärung, einer Flüssigkeit
DE10156829A1 (de) Verfahren zur optimierten Herstellung von Bierwürze
DE893180C (de) Verfahren zum Reinigen von Fluessigkeiten, insbesondere von waessrigen Loesungen organischer Stoffe, wie Zuckerloesungen od. dgl.
DE3045588A1 (de) Kontinuierliches verfahren zur herstellung von sekt
EP0114161B1 (de) Verfahren zur Gewinnung von Äthanol aus vergärbaren Zuckerlösungen
DE747728C (de) Verfahren zum Entfernen des Wuerzegeschmacks aus alkoholarmem oder alkoholfreiem Bier bzw. bieraehnlichem Getraenk
AT332845B (de) Verfahren und vorrichtung zur regulierung der konzentration einer, in einer losung oder suspension vorliegenden verbindung, insbesondere zur entfernung abbaubarer unerwunschter bestandteile der milch

Legal Events

Date Code Title Description
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
8340 Patent of addition ceased/non-payment of fee of main patent