DE2000295A1 - Bolzen und Mutterverbindung und in dieser Verbindung anzuwendendes Element - Google Patents
Bolzen und Mutterverbindung und in dieser Verbindung anzuwendendes ElementInfo
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Description
VB/Pi MSinterm0trilc »
Direktor, Dipl.-Ing. Eigil Brandt Harby, Klampenborg, Dänemark
Balzen- und Mutterverbindung und in dieser Verbindung anzuwendendes'
Element.
Bolzen- und Mutterverbindungen zum Zusammenspannen von Maschinenteilen
sollen, wie bekannt, nach Möglichkeit im Besitze einer gewissen Elastizität sein, damit man den Zusammenspanndruck in etwa
nach Belieben abpassen und diesen Zusammenspanndruck aufrechterhalten kann. Es ist bekannt geworden, zu diesem Zweck die Muttern
mit Federringen zu unterlegen, doch haben solche Federringe in der Regel nur eine sperrende Funktion, die die Muttern daran hindert, sich zu lösen, und tragen zur Elastizität der Verbindung
nicht wesentlich bei. Der üblichste Ausweg bei Verbindungen, bei denen die Zusammenspannkräfte von erheblicher Grosse sein sollen
und bei denen ziemlich grosse und unberechenbare Bewegungen auftreten können, z.B. ungleichmässiges Werfen oder durch Hitze verursachtes Ausdehnen der zusammengespannten Maschinenelemente und/
oder Nachgeben einer zwischen diesen befindlichen Dichtung, ist die Anwendung langer, schlanker Bolzen unter Ausnutzung der Elastizität
des Bolzenschaftes. Bei vielen Konstruktionen ist es jedoch schwierig oder unmöglich, Platz für Bolzen abzusehen, die so
lang sind, dass ihre Elastizität zu wirklichem Nutzen sein kann. In solchen Fällen ist es auch bekannt, sich Tellerfedern in der
Form einer Reihe gewölbter, federnder Scheiben zu bedienen, die abwechselnd einander zugekehrt und voneinander abgekehrt sind,
doch ist es ebenfalls schwierig, für eine solche Vorrichtung den notwendigen Platz abzusehen und sie richtig zu dimensionieren,
so dass man die gewünschte Federungscharakteristik erhält.
Erfindungsgemäss kann nunmehr dadurch eine Bolzen- und Mutter'/erbindung
zum elastischen Zusammenspannen von Maschinenelemente!!
geschaffen werden, dass die Verbindung ein mit dem Eusammenspanndruck
belastetes Element umfasst, das aus Sintermetall mit wesentlich
grösserer Porösität und niedrigerem Elast!»itätsraodul ala
kompaktes Material gleicher Zusammensetzung besteht.
Die Erfindung beruht mit anderen Worten auf der Erkenntnis, dass
Sintermetalle mit Eigenschaften hergestellt werden können, die sie zur Anwendung als das prinzipale federnde Element in Bolzen-
und Mutterverbindungen wie den hier besprochenen geeignet machen.
Unter Sintermetall versteht man, wie bekannt, einen Metallgegenstand,
der dadurch hergestellt ist, dass ein Pulver aus feinen
Metallpartikßln in eine Form gebrächt und in dieser gepresst wird,
die dem anzufertigenden Gegenstand entspricht, woraufhin der in dieser Weise gebildete Körper bei geeignet hoher Temperatur gesintert
wird. Es ist möglich, durch richtige Wahl der Kornverteilungskurve und Kornform des angewendeten Metallpulvers, des angewendeten
Pressdruckes und der Sinterungsbedingungen Sintermetallkörper herzustellen, die ausgezeichnete Festigkeitseigenschaften
und gleichzeitig eine Struktur mit einem beliebig hohen Porösitätsgrad sowie ein wohldefiniertes Elastizitätsmodul aufweisen, das
sich fast nach Belieben festlegen lässt und wesentlich niedriger als das Elastizitätsmodul eines kompakten Metallkörpers gleicher
Zusammensetzung ist. Dies ist darauf zurückzuführen, dass ein poröses Sintermetall eine Raumnetζstruktur hat, bei der die einzelnen
Körner oder Partikeln in ihren Berührungspunkten fest miteinander verbunden sind, so dass die Elastizitätseigenschaften des
Körpers ausser auf der Eigenelastizität der einzelnen Partikeln in überwiegendem Grad auf elastischer Deformation der Raumnetzstruktur
beruht. Durch Zwischenlegen eines Sintermetallkörpers geeigneter Auslegungen und Elastizitätsmoduls ist es somit erfindungsgemäss
möglich, der Verbindung auf äusserst einfache, sichere und billige Weise jeden beliebigen Elastizitätsgrad zu verleihen.
Speziell können Elastizität, Form und Ausdehnung des Sintermetallelements
in der Kraftrichtung beim Zusammenspannen von Maschinenelementen mit zwischenliegender, nachgiebiger Dichtung erfindungsgemäss
so gewählt werden, dass der Zusammenspanndruck durch Nachgeben der Dichtung und/oder durch Deformationen der Maschinenelemente
durch die auf diese einwirkenden Kräfte und Tenperaturbeanspruchungen nur unwesentlich geändert wird. Dies gilt insbesondere
für das Festspannen von Zylindtrköpfen, und swar sowohl für Zylinderblöcke als auch für Einaeliylinder, moderner Brennkraft rna schinen mit hohen Arbeltedrücken und -temperatüren.
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Die Erfindung umfasst auch in einer Bolzen- und Mutterverbindung der genannten Art anzuwendende Elemente, die dadurch gekennzeichnet
sind, dass sie aus Sintermetall mit wesentlich grösserer Porösität
und niedrigerem Elastizitätsmodul als kompaktes Material gleicher Zusammensetzung bestehen und als Buchse oder dicke Unterlegscheibe
ausgebildet Bind. Ein solches" Element kann z.B. für
sich allein hergestellt sein und ohne weiteres in eine übliche Bolzen- und Mutterverbindung als Zwischenglied zwischen der Mutter
oder dem Bolzenkopf und dem Maschinenteil eingesetzt werden, gegen welches es festgespannt werden soll. Solche Buchsen oder
Unterlegscheiben können für sich serienweise mit variierenden Dimensionen und/oder variierender Elastizität des Sintermetalls
hergestellt werden, so dass für eine gegebene Konstruktion der am besten geeignete Typ gewählt werden kann.
Das elastische Element kann auch als trompetenförmige oder schwach sanduhrförmige Buchse ausgebildet sein, wodurch erreicht
wird, dass die Federung ausser der reinen elastischen Kompression des Sintermetalls auch noch eine elastische Biegung desselben umfasst,
so wie es aus dem Nachstehenden hervorgeht.
Sintermetallelemente wie die oben angegebenen können erfindungsgemäss
auch einen Teil einer Mutter bilden, z.B. einen Teil ihres Gewindes, das dadurch selbstsperrend wird, oder aber einen nicht
mit Gewinde versehenen Schaft, wodurch grössere Sicherheit dagegen geschaffen wird, dass das Sinterelement bei der Herstellung
der Verbindung durch einen Fehler weggelassen oder ein verkehrtes Element gewählt wird.
Erfindungsgemässe Sintermetallelemente lassen sich aus jedem beliebigen,
hierzu geeigneten Material herstellen. Für die meisten Anwendungszwecke sind Sintermetalle, die aus Stahl- oder Eisenpulver
und eventuell pulverförmigen Legierungsmaterialien und/oder Zusätzen zum Bereichern des Stahl- oder Eisenpulvers mit Kohlenstoff
bestehen, am besten geeignet. Die Porösität und damit die Elastizität wird, wie gesagt, durch richtige Wahl der Kornverteilungskurve
und Korngrösse des.Metallpulvers festgelegt und kann
auseerdem durch Variieren des Pressdruckes und der Sinterungsbedingungen
beeinflusst werden, so dass die fertigen Sintermetall-
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körper je nach ihrer Struktur mit Elastizitätsmodulen hergestellt werden können, die von relativ hohen, in der Nähe der für kompaktes
Material gleicher Zusammensetzung geltenden Werte liegenden Werten bis hinab zu ganz niedrigen Werten von ungefähr 200 kg/mm ,
die einem spezifischen Gewicht von nur ea. 30$ desjenigen des
kompakten Materials entsprechen, variieren.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung veranschaulicht» Es zeigt
Pig· X schematisch einen Schnitt durch einen Teil einer Bolzen*· und Mutterverbindung von zwei Maschinenteilen mit einer
zwischen diesen befindlichen Dichtung,
Figι 2 in gröaserem Massstab teilweise im Schnitt eine
zum Teil aus Sintermetall bestehende Mutter,
Fig. 3 teilweise im Schnitt eine Ausführungsform eines erfindungsgemässen Sintermetallelements und
Fig« 4 in grösserem Massstab einen Teil eines Bolzens
mit einer erfindungsgemässen, selbstsperrenden Mutter.
In Fig. 1 bezeichnet 1 einen Teil eines nur schematisch gezeigten Motorblocks einer Brennkraftmaschine und 2 den entsprechenden
Teil des zugehörigen Zylinderkopfes, der zusammen mit einer zwi<schenliegenden
Dichtung 3 mit Hilfe einer Anzahl Bolzen, von denen nur ein einzelner Bolzen 4 gezeigt ist, gegen den Zylinderblock
gespannt ist. Die Bolzen 4 sind auf übliche Weise in an der Oberseite des Motorblocks befindliche, mit Gewinde versehene Bohrungen
eingeschraubt und mit geeignetem Spielraum durch Bohrungen 7 im Zylinderkopf zur Aufnahme einer Mutter 5 hindurchgeführt,
die über eine Unterlegscheibe 6 gegen die Oberseite des Zylinderkopfes
gespannt ist. In dem in Fig. 1 gezeigten Beispiel besteht die Unterlegscheibe 6 aus einer dicken Scheibe oder einer kurzen
Buchse aus einem Sintermetall mit einem solchen Elastizitätsmodul, dass sie beim Festziehen der Mutter 5 auf den für die Konstruktion
normalen Zusammenspanndruck genügend weit elastisch zusammengedrückt wird, damit sie Bewegungen, die der Zylinderblock 1 und ·
der Zylinderkopf 2 auf Grund des Nachgebens der Dichtung 3 an
dieser Stelle relativ zueinander aueführen, unglelchmäseige Defor-
aationen auf Grund der auftretenden Zusammenspannkräfte und Reak
tionen sowie der vom Betrieb der Maschine herrührenden variieren den Drucke und Temperaturen kompensieren kann, so dasa eich die
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ORIGINAL INSPtCTED
Zusammenspannkraft, mit der der Bolzen und die Mutter zum Anpres-
- sen des Zylinderkopfes gegen den Zylinderblock mitwirken, in der Hauptsache konstant hält.
Fig· 2 zeigt, wie gesagt»>eine zur Anwendung in einer solchen Ver»
bindung speziell ausgeführte! kutter, die als Öanzfes betrachtet
mit δ bezeichnet ist unti aui einem eigentlichen Mutterteil 9 üblicher Ausführung bestehtj der mit einem besonderen Schaft 10 aus
Sintermetall mit den für den Ahwendühgszweck geeigneten Dimensionen
und Eigenschaften vergehen ist.
Der Schaft 10 kann für4 sich hergestellt und durch Hartlöten an
der Berührungsfläche 11 oder auf andere Weise an der Mutter 9 befestigt sein, doch ist auch denkbar, dass der Schaft 10 direkt
auf der Mutter 9 geformt werden kann, und zwar dadurch, dass letztere als Begrenzungswand in der Form benutzt wird, in der das Metallpulver
vor dem Sintern geformt und gepresst wird. Schliess-Iich
besteht die Möglichkeit, dass die Mutter 9 ebenfalls als Sintermetallkörper hergestellt ist, z.B. dadurch, dass man einen
Formhohlraum mit der Form der gesamten Mutter zuerst in demjenigen
Teil, in dem die eigentliche Mutter geformt werden soll, mit einem Metallpulver füllt, das dazu geeignet ist, ein fast kompaktes Produkt zu bilden, und dann den Rest des Formhohlraumes mit
einem Pulver füllt, das sich dazu eignet, ein Sintermetall mit den für den Schaft gewünschten Eigenschaften hervorzubringen, woraufhin
dann das Ganze zusammen gepresst und gesintert wird.
In diesem Zusammenhang ist zu bemerken, dass es an sich bekannt
ist, Muttern pulvermetallurgiech anstatt durch spanabnehmendes
Bearbeiten herzustellen.
In FIg« 3 ist eine besondere Ausführungeform dee Sintermetallkörpere gezeigt, in der er ale fast trompetenförmige Buchse 12 aus
gebildet 1st. Es ist ersichtlich, dass axiales Belasten einer derartig geformten Buchse neben der reinen Kompression des Materials· der Buchse eine Deformation in Form eines verstärkten Biegung
der Buchsenwand mit sich fuhrt, so dass der gewünscht· Federung·-
grad alt einer kleineren axialen Länge der Buchee und/oder mit
einem kompakteren Sintermaterial erreicht werden kann. Ein derar-
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ORIGINAL INSPECTED
2000295 rotig geformtes Sintermetallelement kann ein Separates Element sein
oder einen Teil einer Mutter bilden, so wie es weiter vorn beschrieben worden ist*
Es ist einleuchtend, dass eine entsprechende Wirkung auch mit einem Element erzielt werden kann, das hauptsächlich die Form
einer Sanduhr oder eine entsprechende, hyperboloidähnliche Form besitzt.
Die in Fig. 4 gezeigte Mutter 5 hat einen Schaft 10 mit der für das beschriebene automatische Nachziehen erforderlichen Elastizität.
Der untere Teil 13 der Gewindepartie der Mutter besteht aus Sintermetall mit etwas höherem Elastizitätsmodul und entsprechend
höherem spezifischen Gewicht, das z.B. 75% des spezifischen Gewichts des kompakten Materials beträgt, während der Rest 14 der
Mutter aus Vollmaterial oder praktisch kompaktem Sintermetall besteht,
dessen spezifisches Gewicht lOOJi so nahe wie möglich kommt.
Das gesamte Gewinde der Mutter wird hierdurch selbstsperrend, da die unterschiedliche Elastizität der Teile 13 und 14 verschiedene
axiale Deformationen dieser beiden Gewindepartien und damit ein automatisches Sperren der Mutter auf dem Bolzen durch Friktion
bewirkt.
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Claims (5)
- Bolzen- und Mutterverbindung zum elastischen Zusammenspannen von Maschinenelementen, dadurch gekennzeichnet. dass sie eine mit dem Zusammenspanndruck belastetes Element (6) umfasst, das aus Sintermetall mit wesentlich grösserer Porösität und niedrigerem Elastizitätsmodul als kompaktes Material gleicher Zusammensetzung besteht«
- 2. Verbindung nach Anspruch 1 für Maschinenelemente mit zwischen diesen angebrachter, elastischer Dichtung, dadurch gekennzeichnet . dass Elastizität, Form und Ausdehnung des Sintermetallelements (6) in der Kraftrichtung so gewählt ist, dass der Zusammenspanndruck durch normales Nachgeben.der Achtung (3) und/ oder durch Deformation der Maschinerfelemente (1, 2) nur unwesent- W lieh geändert wird,
- 3· Element zur Anwendung in einer Bolzen- und Mutterverbindung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es aus Sintermetall mit wesentlich grösserer -Porösität und niedrigerem Elastizitätsmodul als kompaktes Material gleicher Zusammensetzung besteht und als Buchse oder dicke Unterlegscheibe ausgebildet ist.
- 4· Element nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet. dass es als trompetenförmige oder schwach sanduhrförmige Buchse (12) ausgebildet ist.
- 5. Element nach Anspruch 3 oder 4> dadurch gekennzeichnet, dass es einen Teil einer Mutter (5, Ö) bildet, z.B. einen Teil M (13) ihrer Gewindepartie und/oder einen nicht mit Gewinde versehenen Schaft (10).009829/1142
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