DE2000305A1 - Vorrichtung zum Warten von hydraulischen Systemen - Google Patents
Vorrichtung zum Warten von hydraulischen SystemenInfo
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Description
Vorrichtung zum Warten von hydraulischen
Die Erfindung betrifft das U/arten von hydraulischen Systemen,
insbesondere das Entlüften von Flüssigkeit von hydraulischen Systemen.
übliche hydraulische Systeme, z. B. solche, die für die Brems-
und Kupplungseinrichtungen von Kraftfahrzeugen verwendet werden, sind entsprechend dem Eindringen von Luft einem Kraftverlust
unterworfen. Solche Systeme weisen gewöhnlich einen hydraulischen Hauptzylinder auf mit einem durch ein Pedal
oder durch andere geeignete Mittel betätigten Arbeitskolben. Bekannte Verfahren, solche Systeme zu entlüften, sind
zeitraubend und umständlich, weil bei ihnen die mit Luft durchsetzte Flüssigkeit durch eine der hydraulischen Leitungen der Anlage herausgedrückt wird, indem man mit dem
Kolben des Hauptzylinder pumpt, während die Leitung periodisch während dee Druokhubee geöffnet werden muß, damit die
flüssigkeit herausgedrückt werden kann· Während des Zurück-
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hubs des Kolbens muß sie wieder geschlossen u/erden, um zu
verhindern, daß Luft in die Anlage eingesaugt wird. Diese Arbeitsweise erfordert die Aufmerksamkeit von mindestens
zu/ei Personen und es kann leicht ein Irrtum vorkommen, z.B. bei der Abstimmung der Kolbenhübe mit dem Öffnen und Schlieseen
der Druckleitung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Arbeit des Entlüftens
von hydraulischen Systemen zu vereinfachen und zu verbilligen.
Gemäß der Erfindung ujaist die Vorrichtung zum Warten hydraulischer
Systeme ein Druckgefäß auf, das einen Vorrat von Flüssigkeit des hydraulischen Systems enthält, ferner Verbindungsmittel,
um zwischen der Flüssigkeit in dem Gefäß und einer zu wartenden hydraulischen Anlage eine Leitungsverbindung
herzustellen. Dieses Gefäß ist mit einer Einrichtung verbunden, um die Flüssigkeit unter Druck zu setzen
und so in die hydraulische Anlage zu fördern. Unter "Druckgefäß" uiird ein Gefäß verstanden, das fähig ist, einem inneren
Luft- oder Gasdruck zu widerstehen. WIit "Unterdrucksetzen11
ist gemeint, daß sin Luft- oder Gasdruck auf die Flüssigkeit in dem Gefäß entweder vor oder während des Martens,
d. h. während der Entlüftungsarbeit, aufgebracht wird.
Bei einer bevorzugten Ausführungsart weisen die mittel zum
Verbinden des Gefäßes mit der hydraulischen Anlage eine Kappe oder einen Deckel auf, der abnehmbar in dichter Weise
auf einen Hauptzylinder der hydraulischen Anlege aufgesetzt werden kann, z. B. eine angepasste Ersatzschraubkappe, die
auf den Hauptzylinder anstelle der vorhandenen Schraubkappe passt. Diese Schraubkappe hat einen LeitungsanaohluQ, vor-
ZLQaweise von der Art eines üblichen Schraubgewindeenschluseea,
um eine Leitung zwischen der Kappe und einem am GefttQ be-
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findlichen Leitungsanschluß, der mit einem in die Flüssigkeit
getauchten inneren Siphonrohr verbunden ist, anzuschliessen."
Die mittel zum Unterdrucksetzen können eine von dem Gefäß
getragene Rohrleitung oder eine andere Leitungsverbindung aufweisen, um eine Druckmittelverbindung zwischen der Luft
oder dem Gas in dem Gefäß und einer äußeren Druckluft- oder Druckgasquelle zu schaffen. Bei der hydraulischen Anlage
eines Kraftfahrzeuge-kann die äußere Druckquelle ein Ersatzradreifen
sein. Anstelle dessen kann eine Luftpumpe verwendet werden. Bequemerweise wird jedoch eine äußere Druckquelle
mit im wesentlichen gleichbleibendem Druck verwendet und ein Steuerorgan, z. B. ein Rückschlagventil, kann in der
Druckleitung.zwischen dem Druckgefäß und der äußeren Druckquelle vorgesehen sein, um das Unterdrucksetzen der Flüssigkeit
in dem Gefäß zu steuern, während jegliche Fehlverbindung von einer der Druckleitungen zwischen der Druckquelle
und der zu wartenden hydraulischen Anlage vermieden wird.
Weitere Einzelheiten und l/orteile der Erfindung ergeben sich
aus der folgenden Beschreibung eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispisles.
In der Zeichnun-g ist ein hydraulischer Hauptzylinder 1 dargestellt
mit einem Kolben 2 und einer flüsstgkeitsdichten
Schraubkappe 3. Der Hauptzylinder 1 betätigt eine übliche hydraulische Anlage, die eine Zuleitung 4 aufweist, welche
mit einem hydraulischen Bremszylinder 5 verbunden ist, der mit Kolben 6 ein Paar von Bremsbacken 7 betätigt.
Die verbreitetste Art, solche hydraulischen Anlagen zu entlüften,
erfordert zwei Personen, eine, die den Kolben 2 des Hauptzylinders 1 betätigt, während die andere eine Entlüftungsventilschraube
9 am Hauptzylinder abschraubt und beo-
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bachtet, mann die herausgedrückte Flüssigkeit frei von Luft
ist.
Im Gegensatz hierzu ist erfindungsgemäß nur die Arbeit von
einer Person erforderlich. Ein DruckgefäS 11 hat eine luftdichte Schraubkappe 12, die über ein Steuerventil 13, einen
Anschluß 14 und eine biegsame Luftleitung 15 mit einer Druckluftquelle verbindbar ist. Eine solche Drudduftquelle
ist üblicherweise ein Ersatzrad 16, zu dessen Ventil eine Verbindung geschaffen wird mittels einem üblichen Aufpumpanschlußstück
17 oder einem anderen geeigneten Verbindungsstück und über ein Steuerventil 18. Das Druckgefäß 11 hat
ferner ein Siphonrohr 10, das über einen Anschluß 19, der ein Steuerventil enthalten kann, und über »ine Flüssigkeitsdruckleitung 20 mit einer Schraubkappe 21 verbunden ist, die
auf den Hauptzylinder in derselben U/eise u/ie die für den
normalen Gebrauch aufgeschraubte übliche Schraubkappe 3 aufgeschraubt
werden kann.
Im Betrieb u/ird das Druckgefäß 11 mit einer !Klenge von Flüssig'
keit der hydraulischen Anlage gefüllt, die ausreicht, um einen oder mehrere Hauptzylinder wieder zu füllen. Dann werden
die Verbindungen zu dem Hauptzylinder und zu dem Ersatzrad
16 geschaffen, wie die Zeichnung zeigt, wobei das Ersatzrad-Anschlußstück 17 und das Ventil 18 in passende
Nähe zu dem zu wartenden Bremszylinder gebracht werden. Die Bedienungsperson löst etwas die Entlüftungsventilschraube 9
und das Steuerventil 18, um Druckluft in das Druckgefäß 11 zu lassen und eine Menge von frischer hydraulischer Flüssigkeit
in den Hauptzylinder zu drücken. Dadurch wird eine entsprechende
!Klenge hydraulischer Flüssigkeit aus dem Entlüftungsventil 9 gedrückt. U/enn die hydraulische Anlage frei
von Luft ist, was durch Beobachten festgestellt werden kann, wird die Entlüftungsventilschraube 9 wieder festgezogen und
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das Anschlußventilstück 17 abgenommen. Diese Arbeit wird bei jeder zu wartenden hydraulischen Anlage wiederholt.
Es ist ersichtlich, daß an den Einzelheiten der vorstehend
beschriebenen Entlüftungsvorrichtung für hydraulische Anlagen Abwandlungen vorgenommen u/erden können. Z. B. sind
die Kupplungsverbindungen 14 und 19 des Druckgefäßes 11 vor- . teilhaft, weil sie gestatten, das Druckgefäß zum Wiederfüllen
leicht abzumontieren. Aber solche Kupplungsverbindungen, sowie die Ventile 13 und 1S können in einigen Fällen auch u/eggelassen
werden. Ferner kann das ,System, u/snn notwendig, ohne das neben dem üblichen Anschlußstück 17 vorgesehene
Steuerventil 18 betätigt werden. Dann wird die Zufuhr von Druckluft zu dam Druckgefäß nur durch das Anschlußventilstück
17 gesteuert.
Bei der oben beschriebenen besonderen Anwendung der Erfindung hat sich gezeigt, daß ein auf einen Druck von 2,1 atü
aufgeblasener Ersatzreifen einen ausreichenden Luftdruck hat, um die erfindungsgemäße Methode durchzuführen· Oedoch können
auch niedrigere oder höhere Drücke angewendet werden, z. ß. übliche Reifendrücke von etwa 1,7 bis 1,8 atü. Ferner kann
das Druckgefäß ein Flüssigkeitsbehälter sein, der vorher von einer Hochdruck-Luft- oder-gasquelle unter Druck gesetzt
ist. Anstelle eines Ersatzradreifens können auch andere pneumatische Druckquellen verwendet werden. Z. B. kann eine
andere konstante Druckluftquelle an das Ventil angeschlossen werden oder das Ventil kann mit einer Handpumpe verbunden werden.
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Claims (5)
1. /Vorrichtung zum Warten hydraulischer Systeme, g e k e η η
ζ eich 'η et durch ein Druckgefäß (11)» das eine
ITlenge von Flüssigkeit der hydraulischen Anlage enthält
bzw. damit gefüllt werden kann und das unter inneren Gas- oder Luftdruck setzbar ist, und durch eine Uerbindungs/\2c7 zwischen der in dem Gefäß unter Druck stehenden Flüssigkeit und der zu wartenden hydraulischen
Anlage.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Druckluftleitung (15), die einerseits
an das Druckgefäß (11) und andererseits an eine Druckluftquelle anschließbar ist, ferner durch eine Druckflüseigkaitsleitung (20), die einerseits en die menge
der hydraulischen Flüssigkeit in dem Druckgefäß (11) und
andererseits an einen Teil der zu wartenden hydraulischen anachließbar ist, und durch ein Steuerorgan für die
Zufuhr von Druckluft von der Druckluftquelle zu der unter Druck zu aetzenden hydraulischen Flüssigkeit.
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3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckgefäß (11)
ein in die hydraulische Flüssigkeit tauchendes Siphonrohr (10) aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet
durch eine' an die Druckflüssigkeitsleitung (20) angeschlossene Schraubkappe (21), die
druckdicht auf einen Hauptzylinder (1) des hydraulischen Systems aufbringbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Druckluftleitung
(15) ein Anschlußstück (17) aufweist für einen unter.
Druck stehenden Ersatzradreifen (16).
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Applications Claiming Priority (1)
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2362293A1 (fr) * | 1976-08-17 | 1978-03-17 | Reverse Injection Pty | Procede et dispositif de purge d'un circuit hydraulique |
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