DE20003280U1 - Mauersturz - Google Patents

Mauersturz

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    • C04—CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B14/00—Use of inorganic materials as fillers, e.g. pigments, for mortars, concrete or artificial stone; Treatment of inorganic materials specially adapted to enhance their filling properties in mortars, concrete or artificial stone
    • C04B14/02—Granular materials, e.g. microballoons
    • C04B14/04—Silica-rich materials; Silicates
    • C04B14/22—Glass ; Devitrified glass
    • C04B14/24—Glass ; Devitrified glass porous, e.g. foamed glass
    • E—FIXED CONSTRUCTIONS
    • E04—BUILDING
    • E04C—STRUCTURAL ELEMENTS; BUILDING MATERIALS
    • E04C3/00—Structural elongated elements designed for load-supporting
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Description

Mauersturz
Die Erfindung betrifft einen Mauersturz nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Nach dem Stand der Technik ist es bekannt, zum Überspannen von Mauerwerks-Wanddurchbrüchen an Bauwerken einen sogenannten Mauersturz zu verwenden. Ein solcher Mauersturz ist üblicherweise aus einer Mehrzahl hintereinander angeordneter Steine gebildet, die im Querschnitt ein U-förmiges Profil aufweisen. In dem durch das U-förmige Profil gebildeten Kanal ist als Bewehrung mindestens ein von Beton umgossener Betonstabstahl aufgenommen. - Ein solcher herkömmlicher Mauersturz weist keine besonders gute Wärmedämmfähigkeit auf.
Zur Verbesserung der Wärmedämmfähigkeit von Mauerstürzen ist man dazu übergegangen, den U-förmigen Kanal nicht vollständig mit Beton auszugießen, sondern darin einen wiederum U-förmigen weiteren Kanal freizulassen. In diesen weiteren U-0 förmigen Kanal ist zur Verbesserung der Wärmedämmfähigkeit ein aus Polysterol hergestellter Balken formschlüssig aufgenommen. - Die Herstellung eines solchen Mauersturzes ist aufwendig. Sie erfordert zum einen die Herstellung des weiteren U-förmigen Kanals und zum anderen das manuell durchzuführende Einstecken des aus Polysterol hergestellten Balkens.
Aufgabe der Erfindung ist es, die Nachteile nach dem Stand der Technik zu beseitigen. Es soll insbesondere ein möglichst einfach und kostengünstig herstellbarer Mauersturz angegeben werden, der eine verbesserte Wärmedämmfähigkeit aufweist.
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Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Zweckmäßige Ausgestaltungen ergeben sich aus den Merkmalen der Ansprüche 2 bis 12.
Nach Maßgabe der Erfindung ist vorgesehen, daß dem Beton als Zuschlagstoff Blähglas zugesetzt ist und der Beton eine Wärmeleitfähigkeit &lgr;&igr;&ogr;^ von 0,08 bis 0,1 W (mK) hat. - Der Zusatz von Blähglas bewirkt eine drastische Verbesserung der Wärmedämmfähigkeit des erfindungsgemäßen Mauersturzes.
Blähglas bzw. die Herstellung von Blähglas und Blähglasgranulat sind aus der DE 43 42 996 sowie der EP 94 101 310.4 bekannt. Der Offenbarungsgehalt der vorgenannten Druckschriften wird hiermit einbezogen.
Bevorzugt wird dem Beton Blähglasgranulat mit einer Korngröße bis zu 4 mm zugesetzt. Die Schüttdichte des Blähglasgranulats beträgt vorzugsweise 0,19 bis 0,3 0 kg/dm3. Die Kornrohdichte kann 0,2 9 bis 0,54 kg/dm3 und die Körnung 0,2 5 mm bis 4,0 mm 0 betragen.
Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, daß eine, mindestens einen sich parallel zur Längskante des Mauersturzes angeordneten Stahlstab aufweisende Armierung mit dem Beton umgössen ist. Die Ummantelung mit Beton beträgt zweckmäßigerweise mindestens 2 cm.
Die Armierung kann auch zwei sich parallel zur Längskante des Mauersturzes angeordnete Stahlstäbe aufweisen oder aus einem Drahtgitter gebildet sein. Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, daß die beiden Stahlstäbe in der Nähe der betonsei t igen Außenseite eingegossen sind. In diesem Fall kann der erfindungsgemäße Mauersturz "verkehrt herum", d.h. mit
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seiner betonseitigen Außenseite zum Mauerdurchbruch hingewandt eingemauert werden.
Nach einem weiteren Ausgestaltungsmerkmal ist die U-förmige Schale aus einem Ziegel gebildet. Der Ziegel kann extrudiert sein. Sie kann aber auch aus einer Vielzahl mittels Mörtel verbundener Ziegel mit U-förmigem Querschnitt hergestellt sein.
Zur weiteren Verbesserung der Wärmedämmfähigkeit ist es zweckmäßig, daß die U-förmige Schale parallel zu deren Längskanten sich erstreckende Hohlkanäle aufweist. Die Hohlkanäle können im Querschnitt im wesentlichen rechteckig ausgebildet sein. Das erleichtert deren Herstellbarkeit.
Die Wärmedämmfähigkeit kann noch weiter erhöht werden, wenn der Ziegel ein aus geschlossenen und offenen Poren gebildetes Porenvolumen aufweist. Ein solches Porenvolumen kann durch den Zusatz von leicht brennbaren Stoffen, wie Polysterol oder Papierflugstoffe, zur Masse erzielt werden. Die leicht brennbaren Stoffe brennen beim Brennen des Ziegels aus und bilden so die geschlossenen Poren.
Dem Beton kann als weiterer Zuschlagstoff auch Blähton zugesetzt sein. Es kann sich bei dem Beton um einen Leichtbeton mit einer Rohdichte von etwa 1,2 kg/dm3 handeln.
Der erfindungsgemäße Mauersturz kann als Flachsturz ausgebildet sein. Er kann aber auch in seiner Höhe so ausgebildet sein, daß eine Übermauerung nicht erforderlich ist.
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Erfindungsgemäß ist des weiteren ein Mauerwerk vorgesehen, bei dem der die Öffnung überspannende Mauersturz mit halbhohen Mauersteinen übermauert ist. Vorteilhafterweise weist die betonseitige Außenseite des Mauersturzes zur überspannten Mauerwerksöffnungen. Die vorgeschlagene Anordnung hat den Vorteil, daß die betonseitige Außenseite glatt ausgebildet ist. Es bedarf keines weiteren Verputzes.
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert. Hierin zeigen:
Fig.l eine schematische Querschnittsansicht eines Flachsturzes ,
Fig.2 eine schematische Querschnittsansicht eines Balkensturzes,
Fig.3 eine Seitenansicht eines ersten Mauerwerks,
Fig.4 eine Querschnittsansicht entlang der Schnittlinie A-A in Fig.3 mit einem Flachsturz in erster Einbaulage,
Fig. 5 eine Querschnittsansicht gemäß der Schnittlinie A-A in Fig.3 mit einem Flachsturz in einer zweiten Ein
baulage,
Fig.6 eine Seitenansicht eines zweiten Mauerwerks,
Fig.7 eine Schnittansicht entlang der Schnittlinie B-B mit einem Balkensturz in erster Einbaulage und
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Fig. 8 eine Schnittansicht entlang der Schnittlinie B-B mit einem Balkensturz in zweiter Einbaulage.
Fig.l zeigt einen Flachsturz. Der Flachsturz besteht aus einem Ziegel I7 der im Querschnitt U-förmig ausgebildet ist. Der Flachsturz kann auch aus mehreren Ziegeln 1 bestehen, die in Längsrichtung aneinander gesetzt sind.
Ein durch den U-förmigen Querschnitt gebildeter Kanal ist mit Leichtbeton 2 verfüllt. Der Leichtbeton 2 enthält als Zuschlag Blähglasgranulat. Der Leichtbeton 2 zeichnet sich durch eine Rohdichte von < 0,8 kg/m3 aus. Seine Druckfestigkeit liegt im Bereich von > 10 MPa.
Mit 3 sind Stahlstäbe bezeichnet, die parallel zur Längskante des Ziegels 1 im Kanal verlaufen. Der Abstand der Stahlstäbe 3 vom Boden 4 sowie der Innenwand 5 des Ziegels 1 beträgt > 2 cm. Der Ziegel 1 weist Hohlräume 6 auf, die sich parallel zu dessen Längskante erstrecken.
Die Fig.3 bis 5 zeigen ein erstes Mauerwerk. Dabei überspannt der Flachsturz eine Öffnung O. Die Höhe des Flachsturzes entspricht etwa der halben Höhe der Mauersteine 7. Zur Erzielung der durch die Mauersteine 7 vorgegebenen Höhe ist der Flachsturz mit halbhohen Mauersteinen 8 übermauert. Der Flachsturz kann - wie aus Fig.4 ersichtlich ist - in herkömmlicher Weise eingemauert werden. Dabei weist die ziegelseitige Seite Z des Flachsturzes zur Öffnung 0 im Mauerwerk. Wie aus Fig.5 ersichtlich ist kann es aber auch sein, daß der Flachsturz mit seiner betonseitigen Seite B zur Öffnung O weist. Eine solche Anordnung ist vorteilhaft, weil die betonseitige Seite B herstellungsbedingt glatt ausgeführt ist. Sie muß nicht mehr verputzt werden. Außerdem nimmt in dieser Anordnung die aus
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den Ziegeln 1 gebildete Schalung die Druckkräfte im Mauerwerk auf. In der zur Öffnung O zugewandten Zugzone nehmen die Stahlstäbe 3 die Zugkräfte auf. Die gewählte Anordnung zeichnet sich durch eine verbesserte Festigkeit aus.
5
Fig. 2 zeigt einen Balkensturz. Er ist prinzipiell genauso aufgebaut wie er in Fig.l gezeigte Flachsturz. Es sind insoweit dieselben Bezugszeichen verwendet worden. Gegenüber dem Flachsturz weist der Balkensturz eine größere Höhe auf.
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Im Gegensatz zum Flachsturz kann es beim Balkensturz sein, daß die Stahlstäbe 3 in der Nähe, d.h. > 2 cm, unterhalb der betonseitigen Seite B angeordnet sind (hier nicht gezeigt).
In den Fig. 6 bis 8 ist ein zweites Mauerwerk gezeigt. Dabei überspannt der Balkensturz die Öffnung O. Der Balkensturz kann, wie aus den Fig. 7 und 8 hervorgeht, entweder mit der ziegelseitigen Seite Z oder mit der betonseitigen Seite B zur Öffnung 0 weisen. Falls die betonseitige Seite B - wie in Fig.8 gezeigt - zur Öffnung 0 weist, ist es vorteilhaft, daß die Stahlstäbe 3 insbesondere in der Zugzone, d.h. in der Nähe der betonseitigen Seite B angeordnet sind.
Bei dem erfindungsgemäßen Mauersturz ist es auch möglich, daß der Ziegel 1 als verlorene Schalung ausgebildet ist. In diesem Fall weist der Ziegel 1 keine Hohlräume 6 auf. Er ist dünnwandig ausgebildet. Die Zug- und Druckkräfte werden in diesem Fall ausschließlich durch den Leichtbeton 2 und die darin aufgenommene Stahlstäbe 3 abgetragen.
30
Es ist ferner möglich, daß die Außenseiten des erfindungsgemäßen Mauersturzes zur Verwendung in einem Planziegelmauerwerk geschliffen sind.
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Der Mauersturz kann eine Breite von 24, 30, 36,5, 42,5 und 49 und eine Höhe von 2 8,8 und 24,9 cm aufweisen.
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Bezugszeichenliste
1 Ziegel
2 Leichtbeton
3 Stahlstab
4 Boden
5 Innenwand
6 Hohlkanal
7 Mauerstein
8 halbhoher Mauerstein
B betonseitige Seite
C ziegelseitige Seite
O Öffnung
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Claims (12)

1. Mauersturz bei dem eine im Querschnitt U-förmigen Schale mit Beton (2) verfüllt ist, dadurch gekennzeichnet, daß dem Beton (2) als Zuschlagstoff Blähglas zugesetzt ist und der Beton (2) eine Wärmeleitfähigkeit &lambda;10tr von 0,08 bis 0,1 W(mk) hat.
2. Mauersturz nach Anspruch 1, wobei eine mindestens einen sich parallel zur Längskante des Mauersturzes angeordneten Stahlstab (3) aufweisende Armierung mit dem Beton (2) umgossen ist.
3. Mauersturz nach Anspruch 2, wobei die Armierung zwei sich parallel zur Längskante des Mauersturzes angeordneten Stahlstäbe (3) aufweist oder aus einem Drahtgitter gebildet ist.
4. Mauersturz nach Anspruch 3, wobei die beiden Stahlstäbe (3) in der Nähe der betonseitigen Seite (B) eingegossen sind.
5. Mauersturz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die U-förmige Schale aus einem Ziegel (1) gebildet ist.
6. Mauersturz nach Anspruch 5, wobei die U-förmige Schale parallel zu deren Längskanten sich erstreckende Hohlkanäle (6) aufweist.
7. Mauersturz nach Anspruch 5 oder 6, wobei die Hohlkanäle (6) im Querschnitt im wesentlichen rechteckig ausgebildet sind.
8. Mauersturz nach einem der Ansprüche 5 bis 7, wobei der Ziegel (1) ein aus geschlossenen Poren gebildetes Porenvolumen aufweist.
9. Mauersturz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei dem Beton (2) als weiterer Zuschlagstoff Blähton zugesetzt ist.
10. Mauersturz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Beton (2) ein Leichtbeton mit einer Rohrdichte von etwa 1,2 kg/dm ist.
11. Mauerwerk bei dem ein eine Öffnung (O) überspannender Mauersturz nach Anspruch 1 mit halbhohen Mauersteinen (8) übermauert ist.
12. Mauerwerk nach Anspruch 11, wobei die betonseitige Außenseite (B) des Mauersturzes zur überspannten Öffnung (O) weist.
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