DE20003617U1 - Gebiß für Fahrpferde - Google Patents

Gebiß für Fahrpferde

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    • B68SADDLERY; UPHOLSTERY
    • B68BHARNESS; DEVICES USED IN CONNECTION THEREWITH; WHIPS OR THE LIKE
    • B68B1/00Devices in connection with harness, for hitching, reining, training, breaking or quietening horses or other traction animals
    • B68B1/04Bridles; Reins
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Description

Gebiß für Fahrpferde
Die Neuerung betrifft ein Gebiß für Fahrpferde. Bei Gebissen für Fahrpferde ist die Anwendung von stabförmig zylindrischen Gebißstangen bekannt.. Außerdem sind Gebisse mit über ihre ganze Länge nach oben gekrümmten Gebißstangen gebräuchlich. Wärend die erstgenannten Gebisse wegen Fehlens eines Freiraumes für die Zunge zu Quetschungen der Zunge Anlaß geben, üben die letztgenannten Gebisse durch einen übergroßen Freiraum einen unerwünscht großen Druck auf die Kieferäste aus. Außerdem legen die bekannten Gebisse mit den quer zur Längsachse der Gebißstangen ausgerichteten Ober- und Unterbäumen Druckkräfte und Klemmeffekte auf die Maulaussenflachen.
Es ist Aufgabe der Neuerung ein Gebiß für Fahrpferde zu schaffen, das eine ausreichende Zungenfreiheit gewährleistet und vom Pferd behinderungsfrei tragbar ist.
Neuerungsgemäß ist hierzu vorgesehen, daß die Gebißstange im mittleren Bereich ihrer Länge einen nach oben und vorne um den Winkel y zur aufrechten Mittellängsebene zylindrisch gerader Abschnitte der Gebißstange gekippten bogenförmigen Abschnitt als Zungenfreiraum aufweist und daß die beiden Oberbäume um den Winkel &agr; gegenüber einer zur Mittellängsachse der Gebißstange geführten Senkrechten schräg zum freien Ende und außen und die beiden Unterbäume schräg zur vorgenannten Senkrechten um den Winkel &bgr; schräg zum freien Ende und außen hin sich erstreckend und zur Seite außen um den Winkel &bgr; gegenüber der Mittellängsachse der Gebißstange geneigt ausgebildet ist. Durch den gekippten Mittelabchnitt der Gebißstange sind, abgesehen der Zungenfreiheit, die Kinnladen des Pferdes verletzungsfrei Lind störungsfrei mit rechtwinkeligem Einfluß
mit dem Gebiß kontaktierbar, während die Neigungen der Unter- und Oberbäume eine behinderungs- und klemmfreie Führung des Gebisses in den äußeren Maulbereichen ergeben .
In Ausgestaltung des Gebisses ist vorgesehen, die Neigungen für die Ober- und Unterbäume sowie die Abkippung des bogenförmigen Abschnitts der Gebißstange im wesentlichen mit &agr; = 102°, &bgr; = 96°, y = 30° auszuführen. Es ist denkbar, daß unwesentliche Änderungen der Winkel &agr;, &bgr; und y eine gefühlvolle Verwendung des Gebisses unbeeinträchtigt lassen.
Fernerhin ist vorgesehen, die Ober- und Unterbäume von der Gebißstange ausgehend zum freien Ende hin bogenförmig zur Längsachse derselben sich erstreckend auszubilden. Auch besteht die Möglichkeit, die Ober- und Unterbäume in beliebig anderer Weise, z.B. von der Gebißstange ausgehend, gradlinig schräg nach oben bzw. unten außen und freiem Ende sich erstreckend auszubilden. Es versteht sich, daß die Ober- und Unterbäume beliebig gestaltet, z.B. stangenförmig oder aber durch Ringkörper gebildet sein können. Beim Einsatz stangenförmiger Oberbäume sind im Bereich des freien Endes derselben Befestigungsaugen zum Einhängen einer Kinnkette vorgesehen. Als vorteilhaft für die Unterbäume hat sich die Anordnung eines oder mehrerer geschlossener, mit der Gebißstange und miteinander fest verbundener Ringkörper erwiesen, die als Einhängeelemente für die Fahrleine dienen.
Schließlich ist noch vorgesehen, den bogenförmigen Abschnitt der Gebißstange im Querschnitt kreisrund auszubilden. Es ist auch denkbar, den bogenförmigen Abschnitt, auf der dem Maulinnenraum zugewandten Seite in Richtung
des Scheitels mit einer zunehmenden Abflachung zu versehen. Es versteht sich außerdem, daß der als Zungenfreiraum dienende bogenförmige Abschnitt der Gebißstange in der Querschnittsgröße und in der Länge im wesentlichen der Zunge des Fahrpferdes entsprechend ausgeführt ist.
Die Neuerung ist anhand eines Ausführungsbeispiels in den Figuren verdeutlich. Es zeigen:
Fig. 1 ein Gebiß in Vorderansicht, Fig. 2 ein Gebiß in Seitenansicht, Fig. 3 einen Schnitt einer Gebißstange nach der
Linie III-III der Fig. 1,
Fig. 4 einen Schnitt einer Gebißstange nach der
Linie IV-IV der Fig. 1 und
Fig. 5 ein Gebiß in Draufsicht, schematisch, verkleinert.
Beim Gebiß 1 der Fig. 1 ist die Gebißstange mit 2 bezeichnet, die bevorzugt aus einem nichtrostenden metallischen Werkstoff, z.B. V2A, gebildet oder aus einem Eisenwerkstoff mit einem nichtrostenden metallischen Überzug besteht. Die Gebißstange 2 weist mittig einen, eine Zungenfreiheit 3 bildenden bogenförmigen Abschnitt 4 auf, an dessen beiden stirnseitigen Enden 4', 4'' sich zylindrisch gerade Abschnitte 4'*' anschließen. An den freien Enden der Abschnitte 4'*' weist die Gebißstange 2 Seitengestelle 5 auf, die durch je zwei Oberbäume 6 und Unterbäume 7 gebildet sind. Die Ober- 6 und Unterbäume 7 sind mit der Gebißstange 2 durch Schweißen od.dgl. fest verbunden .
Beim Ausführungsbeispiel sind die Oberbäume 6 durch um den Winkel &agr; = 102° zur Senkrechten 12 nach außen gebogene Abschnitte mit an den freien Enden angeordeten Befe-
stigungsaugen 8 für eine Kinnkette 9 gebildet. Die Unterbäume 7 hingegen sind durch miteinander und der Gebißstange 2 verbundene Ringkörper 10, 10' gebildet an die eine Fahrleine (nicht gezeigt) befestigt werden kann
Die Unterbäume 7 sind schäg nach außen um den Winkel &bgr; = 96° ausgebogen und um den Winkel &bgr; = 96° nach außen geneigt .
Die Fig. 2 und 4 zeigen eine Gebißstange mit einem bogenförmigen Mittelabschnitt 4, der gegenüber der durch die zylindrischen Abchnitte 4''' verlaufenden Mittellängsebene 10 nach vorne um den Winkel y = 30° gekippt ist. Die Abkippung führt dazu, daß das Gebiß rechtwinkelig auf die Kinnladen des Pferdes einwirken kann. Durch Einhängen der Fahrleinen (nicht gezeigt) in den einen oder anderen Ringkörper 10, 10' ist die durch die Fahrleine gegebene Zugbeeinflussung auf die Kieferäste veränderbar, wobei mit zunehmendem Abstand der Einhängestelle von der Gebißstange 2 die Zugeinwirkungen vergrößerbar sind. Mit 11 sind Einhängehaken für die Kinnkette 9 bezeichnet.

Claims (7)

1. Gebiß, insbesondere für Fahrpferde, mit einer durch einen einstückigen Formkörper gebildeten Gebißstange mit kreisrundem oder ovalem Querschnitt und an den beiden stirnseitigen Enden der Gebißstange fest angreifenden Seitengestellen mit Oberbäumen sowie Unterbäumen, bei dem die Oberbäume je ein Befestigungsauge für eine Kinnkette, Kinnriemen od. dgl. und die Unterbäume Öffnungen zum Befestigen einer Fahrleine aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß die Gebißstange (2) im mittleren Bereich ihrer Länge einen nach oben und vorne um den Winkel y zur aufrechten Mittellängsebene (10") zylindrisch gerader Abschnitte (4''') der Gebißstange (2) gekippten bogenförmigen Abschnitt (4) als Zungenfreiraum aufweist, daß die beiden Oberbäume (6) um den Winkel α schräg gegenüber der zur Mittellängsachse (10') der Gebißstange (2) geführten Senkrechten (12) zum freien Ende nach außen, die beiden Unterbäume (7) schräg zur Senkrechten (12) um den Winkel β zum freien Ende und außen sich erstreckend und zur Seite außen um den Winkel β gegenüber der Mittellängsachse (10''') der Gebißstange (2) geneigt ausgebildet sind.
2. Gebiß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abwinkelungen bzw. Neigungen für die Ober- (6) und Unterbäume (7) sowie die Abkippung des bogenförmigen Abschnitts (4) der Gebißstange (2) im wesentlichen
α = 102°
β = 96°
y = 30°
betragen.
3. Gebiß nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ober- (6) und Unterbäume (7) von der Gebißstange (2) ausgehend zum freien Ende außen hin mit bogenförmiger Mittellängsachse (10') ausgebildet sind.
4. Gebiß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ober- (6) und Unterbäume (7) von der Gebißstange (2) ausgehend gradlinig schräg zum freien Ende außen hin sich erstreckend ausgebildet sind.
5. Gebiß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberbäume (6) im Bereich des freien Endes Befestigungsaugen (8) für die Kinnkette (9) aufweisen.
6. Gebiß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterbäume (7) durch geschlossene miteinander und der Gebißstange fest verbundene Ringkörper gebildet sind, die als Einhängeelemente für eine Fahrleine dienen.
7. Gebiß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterbäume (7) in ihrer Längsausrichtung gerade oder bogenförmig um den Winkel β schäg zum freien Ende nach außen hin sich erstreckend ausgebildet und zur Seite außen um den Winkel β geneigt sind.
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WO2007030895A1 (en) * 2005-09-15 2007-03-22 Macram Pty Ltd Horse bit
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IT201700098334A1 (it) * 2017-09-01 2019-03-01 Acavallo S R L Imboccatura per cavalli

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