DE2000408A1 - Verbessertes Verfahren zur Rueckgewinnung von Loesungsmittelpraeparaten - Google Patents
Verbessertes Verfahren zur Rueckgewinnung von LoesungsmittelpraeparatenInfo
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Description
DR. W. SCHALK · DIPL.-INC. P, WlRTH · DIPL.-ING.G. DANNENBERG
DR.V. SCHMIED-KOWARZIK · DR. P.WEINHOLD
6 FRANKFURT AM MAIN qv/qif
RC-11M-M28
Dart Industries Inc.
QkU) Beverly Boulevard
Los Angeles, Ca. 90 05^ / USA
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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein verbessertes Verfahren zur
Rückgewinnung von Lösungsmittelpräparaten, die mit Extraktionsrückständen aus
einer Entaschung eines Qt -Olefinpo-lymerisates verunreinigt sind. Sie bezieht
sich insbesondere auf die Rückgewinnung praktisch des gesamten Lösungsmittels, das zum Entaschen z.B. von Polypropylen verwendet wurde, und auf die Entfernung
eines Rückstandes aus dem Lösungsmittel, der die Polymerisationskatalysatorrückstände
und amorphes Polypropylen enthält.
Bei verschiedenen Polymerisationsverfahren zur Herstellung von Polyäthylen,
'Polypropylen und höhex-en d -Olefinpolymerisaten .enthalten die Reaktionsprodukte
niedrig molekulare amorphe polymere Materialien und metallische Rückstände aus den organometallischen, im Verfahren verwendeten Katalysatoren.
Diese Materialien und Rückstände werden gewöhnlich von den festen polymeren Produkten durch ein sog. Entaschungsverfahren in einer oder mehreren
Stufen extrahiert. Bei diesen Extraktionsverfahren werden flüssig©
Lösungsmittel verwendet, die mit extrahierten Rückständen verunreinigt werden. Bei derartigen Verfahren werden groß© Mengen an Lösungsmittels verwendet,
so daß es wesentlich ist, praktisch die gesamten Lösungsmittel ?urerneuten
Verwendung in den Entaschungsverfahren
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Bei den bekannten Verfahren zur Rückgewinnung des Lösungsmittels zwecks
erneuter Verwendung in Entaschungsverfahren war es bisher notwendig, als
Mittel zum Fließbarmachen (der Einfachheit halber im folgenden Fließmedium = "flux medium" genannt) in der letzten Stufe der Abtrennung ein hoch siedendes
Kohlenwasserstofföl mit einem hohen Siedepunkt zu verwenden. Diese Verfahren umfassen die Stufen des Erhitzens des Kohlenwasserstofföles auf Temperaturen
oberhalb 93°C und Berührung mit einem Strom der flüchtigen Behandlungsmittel-
oder Lösungsmittelmischung, die die polymeren Materialien und Katalysatorrückstände
enthält, gewöhnlich nachdem die Lösungsmitteimischung eine Konzentration zwischen etwa 20-65 Gew.-^ erreicht hat. Das erhitzte Kohlenwasserstofföl
ist das zur Verminderung der Viskosität der Lösungsmitteimischung bei diesen hohen Konzentrationen und zum Erhitzen der Lösung zwecks
beschleunigter Abdampfung der flüchtigen Komponenten von der Mischung verwendete
Medium. Einzelheiten dieser bekannten Verfahren können den US-Patentschriften 3 311 5^-5, 3 360 W+ und 3 ^KX) 053 entnommen werden. Es wurde festgestellt,
daß die Verwendung derartiger Kohlenwasserstoff-Fließöle bestimmte Nachteile hat. Ein derartiger Nachteil besteht in der Möglichkeit, daß das aus
dem Überkopfmaterial des Verdampfungssystem zurückgewonnene Lösungsmittel durch
das Kohlenwasserstofföl verunreinigt wird. Ein anderer Nachteil besteht in den zusätzlichen Anlagen, die zur Handhabung des Fließöles notwendig sind. Würde
diese Anlage von den Erfordernissen der gesamten Anlage einer gegebenen Entaschungsvorrichtung
eliminiert, so wurden die Kosten der Vorrichtung wesentlich vermindert. Ein weiterer Nachteil bei der Verwendung des Fließöles ist das
Problem dar Beseitigung des die Rückstände enthaltenden Fließöles nach Rückgewinnungsdes
Lösungsmittels, d.h. durch Verbrennung des Öles in einer Verbrennung sanlage, ?s wäre äußerst vorteilhaft, wenn es ain Verfahren gäbe, in
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welchem die Entaschungslösungsmittel leicht vom Rückstand abgetrennt und
ohne die Notwendigkeit einer Verwendung von Kohlenwasserstoff-Fließölen zurückgewonnen
werden könnten»
Ziel der vorliegenden Erfindung ist daher die Schaffung eines Verfahrens zur
Rückgewinnung von Entaschungslösungsmitteln aus verunreinigten Strömen derselben,
die Mischungen polymerer Materialien und Katalysatorrückstände enthalten,
ohne die Verwendung eines fließbar machenden Kohlenwasserstoff Öles·
Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens
zur Abtrennung von Lösungsmittel aus den verunreinigten, amorphe polymere Materialien und Katalysstorrückstände enthaltenden Lösungsmittelströmen aus
der Entaschung polymerer ei -Olefin-produkte und zur Rückgewinnung des Lösungs- •mittels
und der Rückstände in Abwesenheit eines Fließöles.
Die vorliegende Erfindung schafft ein verbessertes Verfahren zur Rückgewinnung
eines in einem Entaschungsverfahren zum Extrahieren einer Mischung von Katalysator-
und niedrig molekularen polymeren Rückständen aus einem o( -Olef inpolym-erisat
verwendeten Lösungsmittels, bei dem die Mischung in dem mit den Rückständen verunreinigten Lösungsmittel in einem Verdampfungssystem konzentriert
wird. Die Verbesserung des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, daß man
(a) das Bodenmaterial aus dem Verdampfungssystem in einer Wärmebehandlungszone in Abwesenheit eines Fließmediums bei einer Temperatur oberhalb etwa
IA9 C. unter führen in einen Rückstandsstrom und einen Lösungsmittelstrom
trennt;
(b) den Rückstands strom aus der Wärmebehandlungszone entfernt und
(c) den Lösungsmittelstrom, der praktisch alles im Bodenmaterial aus dem
Verdampfungssystem verbleibende Lösungsmittel enthält, aus der Wärmebehandlungszone zurückgewinnt.
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Die Mischung der Rückstände im verunreinigten Lösungsmittel wird konzentriert,
so daß das Bodenmaterial aus dem Verdampfungssystem einen gesamten Feststoffgehalt von mindestens 10 Gew.-# hat. Der aus der Wärmebehandlungszone entfernte Rückstand enthält eine vorherrschende Menge an amorphem polymerem
Material, das - da es nicht um Fließblverunreinigt ist - an die Hersteller
soloher Materialien^ wie Klebstoffe, Auskleidungsmittel, Bindemittel und
Überzüge, verkauft werden kann, und zwar ohne weitere Behandlung.
Die vorliegende Erfindung wird durch die beiliegende Zeichnung weiter veranschaulicht; diese ist ein Flieüdiagramm des Verfahrens mit den zur Durchf|P führung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeigneten Einheiten und Fließ
wegen.
In der bevorzugten Ausführungeform der vorliegenden Erfindung wird das Bodenmaterial aus der letzten Stufe eines mehrstufigen Verdampi'ungssystems in
eine Wärmebehandlungszone geführt und in dieser in Abwesenheit eines Fließmediums auf eine Temperatur oberhalb etwa lA9°C. unter Rühren erhitzt und
in einen Rückstandest rom und einen Lösungsmittelstrom getrennt· Der Rückstandest rom, der eine vorherrschende Menge der amorphen, polymeren Materialien enthält, wird zwecks Lagerung entfernt, und der in wesentlichen aus prak-™ tisch dem gesamten, in der Bodenbeschiokung zur Zone verbleibenden Lösungsmittel bestehende Lösungsmittelstrom wird aus der V&aebehandltinfszone zurückgewonnen· Die Bodenbeschickung zur Wärmebehandlungezone enthält vorzugsweise
mindestens 20 Gew.-Jt Feststoffe.
Das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren behandeltet verunreinigte Lösungsmittel umfaßt die Lösung dee Kilt rates, das nach der Entaschung und Abtrennung
der b(-Olefinpolymerisate gewonnen wurde. Die Beschickung enthalt einen
Hauptanteil der Behandlunge- oder Lösungsmittel, löslich gemüht· metallische Verunreinigungen und anorganische und organische Feststoffe· Die
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metallischen Verunreinigungen und anorganischen und organischen Feststoffe
sind die sog. Katalysatorrückstände, die von den polymeren Produkten durch
Behandlung mit den Lösungsmitteln entfernt worden sind. Die Polymerisationskatalysatoren,
aus welchen diese Rückstände hergeleitet werden, umfassen die in den bekannten Verfahren zur Herstellung von z.B. Polypropylen und
Mischpolymerisaten aus Polypropylen mit geringeren Mengen anderer #( -Olefine
verwendeten Katalysatoren. Eine genaue Liste verwendbarer organischer
Schwermetallkatalysatoren befindet sich in den US-Patentschriften 2 962 488
und 3 012 023. Die bevorzugten Katalysatoren werden hergestellt aus Alkylaluminiumverbindungen,
wie Dialkylaluminiummonohalogeniden, Triäthylaluminium,
Triisobutylaluminium oder Trioctylaluminium, mit eher Titan- oder Zirkonverbindung,
wie das Tetrachlorid oder Trichlorid. Die genaue Zusammensetzung der Katalysatorrückstände in der Beschickung zur Wärmebehandlungszone ist
für das erfindungsgemäße Verfanren jedoch nicht entscheidend.
Die zum Entaschen des Polymerisates verwendeten Lösungsmittel umfassen
hydroxylgruppenhaltige Verbindungen, einschließlich Wasser und Alkenole mit
etwa 1-8 oder mehr Kohlenstoffatomen pro Molekül. Solche Alkanole sind z.B. Methanol, Äthanol, Propanol, Isopropanol, n-Butanol, Isobutanol, Pentanole,
Hexanole, Heptanole, Octanole usw. und Mischungen dieser Alkanole. Diese
Lösungsmittel enthalten gewöhnlich Mischungen der hydroxylhaltigen Verbindungen
mit Kohlenwasserstoffen, wie aliphatische, normalerweise flüssige Paraffine. Polyhydroxyverbindungen, wie Glykole einschließlich Äthylen- und
Polyäthylenglykole, und Glycerin, haben sich ebenfalls als geeignet erwiesen.
Die Kohlenwasserstoffe umfassen z.B'. Xylole, Toluol, Benzol, Hexan, Heptan, Isooctan, Decan, Decalin, Mischungen derselben sowie verflüssigte, normalerweise
gasförmige C„ bis C- Kohlenwasserstoffe· Eq wurde gefunden» daß ein
wirksames Lösungemittel für die Entfernung von Katalysatorrückständen und
niedrig molekularen wachartigen oder ataktischen Polypropylenreaktionsprodukten
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in einer Kombination aus Isopropanol·und n-Heptanazeotropen besteht. Präparate
in der Nähe von Azeotropen dieser beiden Materialien haben sich als besonders geeignete Entaschungslösungsmittel erwiesen.
In der beiliegenden Zeichnung wird die aus einem Azeotrop von Isopropanol und
η-Heptan, kristallinem und amorphem Polypropylen und Katalysatorrückständen,
die Titantrichlorid und Diäthylaluminiumchlorid umfassen, bestehende
Beschickung durch Leitung 1 in den Verdampfer der ersten Stufe 2 geleitet.
Der Verdampfer der ersten Stufe 2 wird gewöhnlich auf einem Druck vonQD7-l,75
ata und einer Temperatur von ??-91°C. gehalten. In diesem Verdampfer 2 wird
ein Hauptanteil des Isopropanol/Heptan-Azeotrops, d.h. über 50 % des im
Verdampfer anwesenden Lösungsmittels und bis zu etwa 98 %, über Kopf durch
Leitung 3 zurückgewonnen. Der Rückstand aus dem Verdampfer der ersten Stufe wird durch Leitung 4 und Pumpe 5 In Leitung 6 entfernt. Der Rückstand in
Leitung 6 wird erneut durch den Erhitzer 7 und durch Leitung 8 zirkuliert. Ein Teil des Rückstandes in Leitung 8 wird durch Leitung 9 zum Verdampfer 2
geführt» Der restliche Rückstand in Leitung 8 wird durch Leitung 10 zum Verdampfer der zweiten Stufe 11 geführt. Im zweiten Verdampfer H1 der auf einem
Druck von etwa 0,07-1,75 ata und einer Temperatur von 77-99°C. gehalten wird,
wird ein Hauptanteil des Isopropanol/Heptan-Azeotropes, d.h. über etwa ^tO %
des im Verdampfer 11 anwesenden Azeotrops, und bis zu 95 >
über Kapf durch Leitung 12 zurückgewonnen. Der Rückstand aus dem Verdampfer der zweiten Stufe
11 ist nun von etwa 1 # polymeren Materialien und Katalysatorrückständen im
Azeotrop auf etwa k0 # Feststoffe in dem den Verdampfer der zweiten Stufe
verlassenden Bodenmaterial konzentriert. Dieser Rückstand aus dem zweiten Verdampfer wird über Leitung 15 und durch Pumpe 16 in Leitung 17 geführt. Der
Rückstand in Leitung 17 wird durch den Erhitzer 19 und Leitung 20 geleitet.
Bin Teil des Rückstandes in Leitung 20 wird erneut durch Leitung 21 zum Ver-
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dämpfer der zweiten Stufe 11 zirkuliert. Der restliche Rückstand in Leitung
wird über Leitung 22 in die Wärmebehandlungszone 25 geführt. Die Wärmebehandlungszone
25 ist zur Trennung des Lösungsmittels von den polymeren und Katalysatörrückständen bei Temperaturen oberhalb etwa 1^9 C, vorzugsweise
oberhalb etwa 149-2O4°C., ausgestattet. Bei diesen Tempe-ratureh ist der
Feststoff genugiließbar, um gepumpt zu werden. Die Wärmebehandlungszone 25
kann aus einem Rührgefäß bestehen, in welchem das Bodenmaterial in Leitung 22 zwecks Entfernung des Lösungsmittels auf die gewünschte Temperatur erhitzt
wird, während das Bodenmaterial, das die Mischung aus polymeren und Katalysatorrückständen
enthält, zur erhöhten Wärme- und Massenübertragung gerührt wird. Als Heizmedium für die Wärmebehandlungszone 25 wird Wasserdampf
durch Leitung 28 zugeführt. Die Wärraebehandlungszone wird vorzugsweise bei weniger als atmosphärischem Drudf insbesondere unter einem verminderten
Druck von etwa 5Ö-20O mm Hg betrieben,, um die Lösungsmittelrückgewinnung
unter Verwendung einer (nicht gezeigten) Standard-Anlage zu verbessern. Die festen polymeren und Katalysatorrückstände, die vom Lösungsmittel praktisch
befreit sind, werden aus der Wärmebehandlungszone 25 durch Leitung 31 abgezogen
und über Pumpe 32 durch leitung 33 zur Lagerung gepumpt. Der Rückstand
in Leitung 33 besteht im wesentlichen aus einer vorherrschenden Mengen an amorphem Polypropylen, einer geringeren Menge, d.h. weniger als etwa 15 #*
kristallinem Polypropylen und einer geringeren Menge, d.h. weniger als 10 %,
Katalysatorrückständen, jeweils bezogen auf das. Gewicht des Rückstandes. Dieser Rückstand kann auf verschiedene Weise verwendet werden. Wie oben erwähnt,
hat der Rückstand aufgrund seines hohen Gehaltes an amorphem Polypropylen
einen Handelswert und wird daher vorzugs-weise zur Lagerung geführt.
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Das aus einem Isopropanol/Heptan-Azeotrop aus dem ersten Verdampfer 2 beste»
hende Überkopfmaterial wird durch Leitung 3 t durch Kühler 40 sowie Leitung 41 zum Sammelbehälter 42 Reführt. Aus diesem Behälter 42 kann das Azeotrop
über Leitung 43 und Pumpe 44 abgezogen werden, wobei ein Teil zum ersten
Verdampfer 2 über Leitung 4.6 zurückgeführt und der Rest über Leitung 48 und
zur weiteren Behandlung geleitet oder in das (nicht gezeigte) Entaschungsverfahren zurückgeführt werden kann. In ähnlicher Weise wird das aus dem
Azeotrop aus dem zweiten Verdampfer 11 bestehende Überkopfmaterial über Leitung 12 zum ersten Verdampfer 2 zurückgeführt. Das azeotrope Überkopfmaterial kann auch in einem (nicht gezeigten) getrennten Kühler und Sammelbehälter behandelt werden.
Alle in der Zeichnung dargestellten Gefäße und Hilfsanlagen sind vom Standard-Typ und im Handel verfügbar. So kann der Verdampfer der ersten Stufe \oitilböden oder ähnliche Massenübertragungsvorrichtungen enthalten, während der
Verdampfer der zweiten Stufe nicht mit diesen Vorrichtungen ausgerüstet zu sein braucht· Wie ausgeführt, kann die Wärmebehandlungszone in einem Rührgefäß
bestehen mit Mitteln, um den Gefäßinhalt auf dem gewünschten Temperaturbereich zu halten, d.h. durch Verwendung eines Heizmantels oder Heizschlangen. Wie
ober erwähnt, betritt Wasserdampf die Wärmebehandlungszone 25 durch Leitung
zwecke Zuführung des Heizmediums. Eine besonders bevorzugte Wärmebehandlungsz-one zur Durchführung der erfindungsgemäßen Verbesserung gemäß Darstellung in
den Beispielen umfaßt einen erhitzten Schneoken-Förderer, wie z.B. die
la Handel erhältliche "Holo-Flite"-Anlage, die Innerlich erhitzte Schraubengewindegänge aufweist.
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Obgleich oben bestimmte bevorzugte Temperaturen und Drucke als geeignet für
ein erfindungsgemäßen Arbeiten in den Verdampfern angegeben wurden,besteht die
Funktion dieser Einheiten einfach im Konzentrieren der Beschickung von etwa
weniger als 1 Gew.-^ fester Verunreinigungen auf mindestens 10 Gew.-^, vorzugsweise
20 Gew.-# und insbesondere **O Gew.-# Feststoffe, vor Eintritt in
die Wärmebehandlungszone. Im erfindungsgemäßen Verfahren können die Drucke
und Temperaturen oberhalb oder unterhalb der angegebenen liegen, und es.
können sogar Teilvakuumbedingungen und niedrigere Temperaturen angewendet werden, solange die gewünschte Konzentration der Feststoffe in den Lösungsmitteln
erreicht wird. Die Funktion der Heizeinheiten sowie der Sammelbehälter
ist in der Technik bekannt und braucht daher nicht weiter ausgeführt zu werden.
Die Wirksamkeit und Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Rückgewinnung
von Lösungsmitteln werden in den folgenden Beispielen dargestellt, die keine Einschränkung bedeuten·
Beispiele
Beispiele
Durch Leitung 1 wurde zum Verdampfer der ersten Stufe 2 ein Beschickungstrom
eingeführt, der im wesentlichen aus etwa 98,5-99 f0 # Isopropanol-Heptan in
praktisch azeotroper Kombination bestand. Der Rest des Beschickungsstromes bestand
aus etwa 1-1,5 # Verunreinigungen, einschließlich eines Hauptanteils
an amorphem Polypropylen, geringeren Mengen an kristallinem Polypropylen und Katalysatorrückständen und äußerst geringen rfengen anderer Verunreinigungen.
Das Uberkopfmaterial in Leitung 3 aus dem Verdampfer 2 enthielt 91-93 # d©s
gesamten Azeotrops in der Beschickung zum Verdampfer 2, wodurch 7-9 ί>
dieses Azeotrops im Bodenmaterial von Verdampfer 2 verbleiben. Das Bodenmaterial
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wurde durch Leitung 4, lampe 5 und Leitung 6 durcn den Erhitzer 7 in Leitung
Ö geführt .Ein Teil des Bodenmaterials in Leitung 8 wurde zum Verdampfer 2
zurUckgefünrt, um die Temperatur in diesem Gefäß auf etwa 89,5°C. zu halten. Der Verdampfer der ersten Stufe 2 wurde auf einem Druck von l,6l ata gehalten.
Der restliche Anteil des Bodenmaterials in Leitung 8, der etwa 90 $>
Isopro panol/Hept an-Azeotrop und etwa 10 £ Verunreinigungen enthielt, wurde
über Leitung 10 zu einem Verdampfer der zweiten Stufe 11 geleitet. Etwa
89-91 i> der gesamten azeotropen Mischung in der Beschickung zum Verdampfer
11 wurden über Kopf durch Leitung 12 zum Verdampfer 2 abgezogen, wodurch
etwa 9-11 % dieser Lösungsmittelmischung im Bodenmaterial von Verdampfer 11
verblieb. Das Bodenmaterial von Verdampfer 11 wurde über Leitung 15, Pumpe 16 und Leitung 17 durch den Erhitzer 19 zu Leitung 20 geführt. Ein Teil des
Bodenmateriaiβ in Leitung 20 wurde über Leitung 21 zurückgeführt, um die
Temperatur in diesem GefäÜ auf etwa 9O,5°C zu halten. Im Verdampfer 11
wurde derselben Druck wie im Verdampfer 2 aufrechterhalten*. Der restliche
Anteil des Bodenmaterials in Leitung/enthielt das Azeotrop in einer Menge
von Ψ^-50,5 # und Verunreinigungen in einer Menge von 49,5-56 # für Versuch
1 und 2 gemäß der folgenden Tabelle, Dieser Bodenmaterialanteil wurde durch Leitung 22 zur Wärmebehandlungszone 25 geführt.
Die Wärmebehandlungszone 25 bestand aus einem Schnecken-Förderer,
der im Handel als "Holo-Hite"-Anlage erhältlich ist. Die Anlage bestand aus
zwei ineinander greifenden Schrauben, die in einer ummantelten und abgedeckten Trog arbeiteten. Die beiden Schrauben drehen sich langsam gegeneinander,
während sie die Mischung aus Verunreinigungen und Lösungsmitteln sanft bewegen. Der Wasserdampf in Leitung 28 wurde durch einen hohlen Schaftund durch
die Schrauben der Anlage zirkuliert, um die notwendige Wärme zum Verdampfen
des Lösungsmittels und zum Erhitzen und Schmelzen der festen polymeren und Katalysatorverunreinigungen zu liefern· Zur Verminderung des Wärmeverlustes
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- li -
aus der Anlage wurde Wasserdampf auch durch den Heizmantel zirkuliert. Eine
Stickstoffspülung wurde verwendet, um die Lösungsmitteldämpfe durch die
Anlage zu führen» obgsich es zweckmäßiger ist, die Zone 25 unter einen verringerten
Druck zu geben, um die Entfernung dieser Lösungsmitteldämpfe zu unterstützen. Das Lösungsmittel aus der Anlage von Zone 25 wurde durch
Leitung 30 abgezogen, im Kühler 50 kondensiert und durch Leitung 51 in den
Sammelbehälter 52 geleitet. Dann wurde das akkumulierte Lösungsmittel über
Leitung 53t Pumpe 5^ und Leitung 55 geleitet, um sich mit dem akkumulierten
Lösungsmittel aus dem Verdampfersystem der zweiten Stufe zu vereinigen. Der geschmolzene Rückstand der polymeren und Katalysatorverunreinigungen wurde
durch ein Ablaßventil auf der Seite des Troges der Anlage entfernt und über Leitung 311 Pumpe 32 und Leitung 33 in Lagerbehältern gesammelt. Die Schraubengeschwindigkeit
wurde so hoch wie möglich gehalten, d.h. im Bereich von etwa 2-3»5 Umdr./min. Der geschmolzene Rückstand aus Zone 25 wurde, wie aus der
folgenden Tabelle ersichtlich, bei Temperaturen zwischen etwa 149-163°C.
gesammelt. Proben des aus Leitung 33 zurückgewonnenen Rückstandes wurden auf Lösungsmittelgehalt untersucht und enthielten gemäß Tabelle etwa 0,2-3 #
Lösungsmittel. Die anderen, den Rückstand ausmachenden Komponenten bestanden aus etwa 85 # amorphem Polypropylen, etwa 10 i» kristallinem Polypropylen und
etwa 5 %Katalysatoryerunreinigungen, jeweils bezogen auf das Gewicht des
Rückstandes ausschließlich des Lösungsmittels.
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- 12 Tabelle
Vera· j> Lösungsmittel in Austrittstemp.d. # Lösungsmittel im Rückstand
Beschickung >zur Rückstandes; C. aus der Wännebehandlungszone
| IA | ν* |
| IB | 50,5 |
| 2A | 50.5 |
| 2B | 50,5 |
| 20 | 50,5 |
| 2D | 50,5 |
| 2E | |
151 0,7
15^.5 0,2
160 0,8
163 0,2
Die obige Tabelle zeigt, daß der Prozentsatz an Lösungsmittel, der im Rückstand
WJ aus der Wännebehandlungszone verbleibt, eine Funktion der Austrittetemperatur
dee Rückstandes ist. Solange die Austrittstemperatur des Rückstandes oberhalb
.149°C. gehalten wurde, betrug, wie ersichtlich, die Lösungsmittelmenge im
Rückstand weniger als 1 #. Dies ist äußerst wünschenswert, nicht nur vom Stand·
punkt der Rückgewinnung größerer Lösungsmittelengen von der verunreinigten Mischung, sondern auch vom Standpunkt einer wesentlichen Verminderung der Menge
an flüchtigen Materialien, die in der erhaltenen Masse der Verunreinigungen
verbleiben; dadurch wird das Verfahren für die oben angegebenen Verwendungszwecke wirtschaftlieh attraktiver.
w Obgleich angegeben wurde, daß vorzugsweise in einem Entaschungssystem unter
Verwendung einer Isopropanol/Heptan-Kombination gearbeitet wj.ru, können in dieser
bevorzugten Ausfü-hrungsform andere Alkohol/Kohlenwaaseretoff-Azeotrope ebenfall· verwendet werden. So sind azeotrope Präparate aus Alkoholen und normalerweise flüssigen, bei einer Temperatur zwischen etwa 65,5-1^9 ν»siedenden
Kohlenwasserstoffen geeignet. Solche azeotropen Kombinationen können z.B. bestehen aus Isooctan und einem der folgenden Materialien: Äthanol, Propanol,
Isobutanol oder Isopropanol. Es können auch Toluol und andere der genannten
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Alkohole verwendet werden und sogar Xylol mit irgendeinem dieser Alkohole.
So hat eine azeotrope Kombination aus 47 $ Isooctan und 53 $ Äthanol einen
azeotropen Siedepunkt von etwa 720C,} 49,5 # Heptan und 5O»5 i>
Isopropanol hat einen azeotropen Siedepunkt von etwa 77°Cj und 14 % m-Xylöl und 86 #
Isobutanol hat einen azeotropen Siedepunkt von etwa 1080C. Die in jedem
der Verdampfer zu verwendende Mindesttemperatur sollte daher dem azeotropen Siedepunkt des besonderen Alkohol/Kohlenwasserstoff -Präparates entsprechen.
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Claims (1)
- - llf _Patentansprüche«Ώ- Verbessertes Verfahren zur Rückgewinnung eines beim Entaschen zwecks Extraktion einer Mischung von Katalysator- und niedrig molekularem polymeren» Rückstand aus einem ot. -Olefinpolymerisat verwendeten Lösungsmittels unter Konzentration der Mischung in dem mit diesen Rückständen verunreinigten Lösungsmittel in einem Verdampfungssystem und Rückgewinnung des Lösungsmittels aus dem Überkopfmaterial dieses Verdampfungssystems, dadurch gekennzeichnet, daß man(a) das mindestens 10 Gew.-j6 Feststoffe enthaltende Bodenmaterial aus dem Verdampfungssystem in einer Wärmebehandlungszone in Abwesenheit eines Mittels zum Fließbarmachen (Fließmedium) bei einer Tempe-ratur oberhalb etwa 1A9°C. unter Bewegen in einen Rückstandsstrom und einen Lösungsmittelstrom trennt;(b) den eine vorherrschende Menge an amorphen, polymeren Materialien enthaltenden Rückstandsstrom aus dieser Wärmebehandlungszone entfernt und(c) aus dieser Wärmebe hand lungs zone den praktisch alles im Bodenmaterial aus dem Verdampfungssystem verbleibende Lösungsmittel enthaltenden Lösungsmittelstrom zurückgewinnt.2·- Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das e£-Olefinpolymerisat Polypropylen ist und der Rückstand eine vorherrschende Menge an amorphem Polypropylen enthält.3·- Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein mehrstufiges Verdampfungssystem verwendet wird und manmindestens(a) das Bodenmaterial, das mindestens 20 Gew.-^, vorzugsweiseAo Gew.-^, Feststoffe aus der letzten Stufe des Verdampfungssystems enthält, in die Wärmabehandlungezone leitet und dort in Abwesenheit eines Fließmediums auf eine Temperatur von über etwa 1^90C unter Bewegen erhit-zt;009831/1722(b) das Bodenmaterial in der Wärmebehandlungszone in einen Rückstandestrom und .einen Lösungsmittelstrom trennt;(c) den eine vorherrschende Menge an amorphem, polymeren! Material enthaltenden Rückstandsstrom zwecks Lagerung entfernt; und(d) aus der Wärmebehandlungszqne den Lösungsmittelstrom zurückgewännt, der praktisch das gesamte, im Bodenbeschickungsmaterial zu dieser Zone verbleibende Lösungsmittel enthält·k,- Verfahren zur Rückgewinnung eines beim Entaschen zwecks Extraktion einer Mischung von Katalysator- und niedrig moleKularem polymerera Rückstand ^ aus Polypropylen verwendeten Lösungsmittels, wobei man die Mischung in dem mit den Rückständen verunreinigten Lösungsmittel- in einer ersten Verdampfungszone konzentriert, den Rückstand aus der ersten Verdampfungszone in einer zweiten Verdampfungszone auf einen gesamten Festetoffgehalt von mindestens 20 Gew.-# konzentriert und das Lösungsmittel aus der ersten und zweiten Verdampfungszone über Kopf zurückgewinnt, dadurch gekennzeichnet, daß man(a) das Bodenmaterial aus der zweiten Verdampfangszone in eine Wärmebehandlungezone leitet und in dieser in Abwesenheit eines' Fließmediums auf eine Temperatur oberhalb etwa 14>9O-204°C · unter Bewegen erhitzt;(b) das Bodenmaterial aus der Wärmebenandiungszone in einen Rückstandsstrom und einen Lösungsmittelstrom trennt;(c) den eine vorherrschende Menge an amorphem Polypropylen enthaltenden Rück-Standsstrom zwecks Lagerung entfernt und(d) aus der Wärmebehandlungszone den Lösungsmittelstrom zurückgewinnt, der praktisch das gesamte, im Bodenbeschickungsmaterial zur Wärmebehandlungszone verbleibende Lösungsmittel enthält.009831/17225.- Verfahren nach Anspruch 4·", dadurch gekennzeichnet, daß das Bodenmaterial aus der zweiten Verdampfungszone einen gesamten Feststoffgehalt von mindestens 40 Gew.-1^ aufweist.6.- Verfahren nach Anspruch 4· und 5· dadurch gekennzeichnet, daü der Rückstandsstrom mehr als 75 % amorphes Polypropylen, bezogen auf das Gesamtgewicht des Rückstandsstromes, enthält·7·- Verfahren nach Anspruch k bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Rückstandsstrom weniger als 1 £ Lösungsmittelstrom, bezogen auf das Gesamtgewicht des Rückstandsstromes, enthält.Der Patentanwalt:009831/1722
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