DE20004251U1 - Transportvorrichtung zum Befördern oder Tragen von Lasten sowie Schlitten - Google Patents
Transportvorrichtung zum Befördern oder Tragen von Lasten sowie SchlittenInfo
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Description
Transportvorrichtung zum Befördern oder Tragen von Lasten sowie Schlitten
Die Erfindung betrifft eine Transportvorrichtung zum Befördern und/oder Tragen von Lasten mit einem Fahrgestell und einer an diesem angeordneten, vorzugsweise kippbaren Ladeflächenanordnung zum Aufnehmen einer Last.
Derartige Transportvorrichtungen sind als Anhänger bekannt, die von einem Lastkraftwagen, einem PKW mit Anhängerkupplung oder dgl. gezogen werden. Sie dienen zum Befördern von unterschiedlichsten Lasten wie Schüttgüter, landwirtschaftliche Produkte, Stückgüter oder auch zum Transport von Autos, Baumaschinen u. a. Als Tieflade-Anhänger ausgebildete Transportvorrichtungen sind besonders geeignet für den Transport von selbstfahrenden Arbeitsmaschinen, Baumaschinen oder sonstigen Geräten. Solche seit längerem kommerziell angebotene Tieflade-Anhänger können mit einer kippbaren Ladeflächenanordnung ausgestattet sein, so dass die eigentliche Ladefläche zum Be- und Entladen so geneigt werden kann, dass ein Automobil durch den eigenen Antrieb auf die Ladefläche auf- oder abfahren kann. Hierzu können zusätzliche Auffahrschienen zwischen der Ladefläche und dem Boden plaziert werden.
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Ferner sind Anhänger bekannt, bei denen im vorderen Bereich der Ladeflächenanordnung eine Seilwinde befestigt ist, mit der ein Automobil oder ein anderes Fahrzeug auf eine gekippte Ladefläche hinaufgezogen oder von dieser langsam heruntergelassen werden kann.
Ein Be- oder Entladen der bekannten Anhänger setzt entweder voraus, dass ein Fahrzeug mit einem eigenen Antrieb ausgestattet ist, oder dass es wenigstens mit einem eigenem Fahrwerk mit Rädern ausgestattet, um dann manuell oder mit Hilfe einer Seilwinde be- oder entladen werden kann oder aber dass eine separate Ladevorrichtung, etwa ein Kran, Bagger oder dgl. zum Be- oder Entladen von Lasten bereitgestellt ist. Alle diese bekannten Lösungen sind verhältnismäßig aufwendig. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass häufig keine separate Ladevorrichtung wie ein Kran, Gabelstapler oder dgl. vorhanden ist, so dass ein Be- oder Entladen einer Last mit vertretbarem Aufwand nicht möglich ist. Dies trifft insbesondere dann zu, wenn Lasten im Gelände oder anderen entlegenden Gebieten verladen werden müssen.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Transportvorrichtung anzugeben, die einfach aufgebaut ist und auf einfache Weise eine Be- oder Entladung von auch manuell nicht bewegbaren Lasten, insbesondere auch ein Be- und Entladen von schweren Lasten im freien Gelände ohne zusätzliche Hilfsmittel ermöglicht.
Die Erfindung löst die Aufgabe bei einer Transportvorrichtung der eingangs genannten Art einen separaten Last-Schlitten mit mindestens zwei länglichen Kufen, die auf die Ladeflächenanordnung aufsetzbar sind, und eine Zug- oder Verschiebeeinrichtung zum Heraufziehen des Schlittens auf die Ladeflächenanordnung.
Die erfindungsgemäße Transportvorrichtung mit einem separaten Last-Schlitten und einer Zug- oder Verschiebeeinrichtung zum Heraufziehen des Schlittens auf die Ladeflächenanordnung ermöglicht eine Be- und Entladung auch von schweren
Lasten und an beliebigen Orten, insbesondere auch an solchen Orten, wo keine separaten Be- oder Entladevorrichtungen wie Gabelstapler vorhanden sind. Erfindungsgemäß wird der die Last aufnehmende Schlitten mit Kufen auf eine vorzugsweise gekippte Ladeflächenanordnung heraufgezogen bzw. von der Ladeflächenanordnung langsam herabgelassen. Die vorzugsweise als Seilwinde oder Kettenantrieb ausgebildete Zug- oder Verschiebeeinrichtung ist vorzugsweise an der Ladeflächenanordnung befestigt. Der erfindungsgemäße Schlitten ist konstruktiv einfach ausgestaltet und benötigt keine Räder oder ein sonstiges Fahrwerk, so dass er einfach und kostengünstig herstellbar ist. So können auch sehr schwere oder sperrige Lasten mittels des Schlittens an beliebige Orte transportiert und verladen werden.
Gemäß eines weiteren Aspekts der Erfindung bzw. einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird vorgeschlagen, dass die Ladeflächenanordnung mindestens einen gegenüber einer Oberseite der Ladeflächenanordnung abgesenkten Tragabschnitt zum Tragen der Last bzw. des Schlittens aufweist.
Ein gegenüber einer Oberseite der regelmäßig ebenen Ladefläche abgesenkter Tragabschnitt zum Aufnehmen des Schlittens hat den Vorteil, dass für besondere Lasten die abgesenkten Tragabschnitte zur Verfügung stehen, die an die Last angepasst sein können, etwa eine besonders hohe Festigkeit aufweisen. Insbesondere zum Tragen eines erfindungsgemäßen Schlittens bieten sich abgesenkte Tragabschnitte an, in die die Kufen eingeführt und geführt werden, während der Be- oder Entladung. Zu diesem Zweck ist der Tragabschnitt vorzugsweise als längliche Vertiefung an der Ladeflächenanordnung ausgebildet, in welche eine Kufe des Schlittens oder ein Teil der Last einführbar ist und geführt wird. Eine konstruktiv einfache Gestaltung der Vertiefung wird dadurch erreicht, dass der Tragabschnitt als sich zur Oberseite der Ladeflächenanordnung öffnende, im wesentlichen U-profilförmigen Schiene ausgebildet, die eine gegenüber der Oberseite der Ladeflächenanordnung abgesenkte Trag- und Gleitfläche aufweist. Die Gleitfläche kann aus einem besonders festen oder reibungsarmen Material hergestellt sein.
Gemäß eines weiteren Aspekts der Erfindung vorgeschlagen, dass die Ladeflächenanordnung mehrere drehbar gelagerte Tragrollen zum Tragen der Last aufweist. Durch drehbar gelagerte Tragrollen wird die Reibung zwischen einer Last, insbesondere einem erfindungsgemäßen Schlitten und der Ladeflächenanordnung während der Be- und Entladung erheblich verringert, so dass Lasten entweder manuell be- oder entladen werden können oder von der Zug- oder Verschiebeeinrichtung vergleichsweise geringe Kräfte aufgewendet werden müssen.
Eine Weiterbildung dieser Ausführungsform sieht vor, dass die Tragrollen innerhalb der länglichen Vertiefung angeordnet sind, so dass die Ladeflächenanordnung alternativ entweder zum Aufnehmen eines erfindungsgemäßen Schlittens oder aber auch für sonstige Lasten verwendet werden kann, wobei in diesem Fall Tragrollen nicht stören, sondern in den Vertiefungen passiviert sind.
Zweckmäßigerweise erstreckt sich die längliche Vertiefung beginnend von einem Endbereich der Lageflächenanordnung über die gesamte Länge der Ladeflächenanordnung oder einen wesentlichen Abschnitt der Ladeflächenanordnung. Im gekippten Zustand kann der Schlitten zum Beladen einfach in die Endbereiche der Vertiefung eingeführt und anschließend hochgezogen werden. Sämtliche geometrische Größen sind vorzugsweise an Normen wie die sog. Europallettennorm angepaßt.
Das Be- oder Entladen wird weiter dadurch erleichtert, dass eine oder mehrere Rollen im Endbereich der Ladeflächenanordnung benachbart zu den länglichen Vertiefungen angeordnet sind, so dass die Last oder der Schlitten zunächst entlang den Rollen auf die Ladeflächenanordnung geführt wird. Zum vollständigen Verdecken der länglichen Vertiefungen, in welchen ggf. die Tragrollen angeordnet sind, dienen zweckmäßigerweise Abdeckplatten, die vorzugsweise fluchtend zur Oberseite der Ladefläche angeordnet sind, so das eine vollständig geschlossene und ebene Ladefläche gebildet werden kann.
Eine konstruktiv einfache und überall einsetzbare Verkippung der Ladeflächenanordnung lässt sich realisieren durch einen Hydraulikzylinder, der mit einer manuell betätigbaren Hydraulikpumpe mit Drucköl gefüllt werden kann. Alternativ kann auch eine elektrisch angetriebene Hubeinrichtung anstelle des Hydraulikzylinders eingesetzt werden. Vorzugsweise ist die Ladeflächenanordnung auf einem weit absenkbaren Transporter angeordnet, wie er z.B. als Typ BT1 5.30S - 30.3OS von einer Fa.Gremmler bekannt ist; auch können absenkbare Achsen der Fa. Knott eingesetzt werden.
Eine Seilwinde ist zweckmäßigerweise an einer der Kippachse der Ladeflächenanordnung gegenüberliegenden Seite der Ladeflächenanordnung befestigt, um eine Last auf die Ladeflächenanordnung ziehen bzw. die Last der Ladeflächenanordnung herablassen zu können. Zur einfachen Verbindung des Schlittens mit einem Seil der Seilwindenanordnung weist der Schlitten eine Oese oder dgl. auf.
Der erfindungsgemäße Schlitten ist gemäß einer Weiterbildung mit wenigstens einem höhenverstellbaren Stütz-Rad ausgestattet, so dass er im Bedarfsfall auf einfache Weise manuell verschiebbar ist.
Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung angegeben.
Die Erfindung ist nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen mit Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
Figur 1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Transportvorrichtung;
Figur 2 eine Draufsicht auf die Transportvorrichtung gemäß Figur 1;
Figur 3 eine Seitenansicht auf die Transportvorrichtung gemäß Figur 1;
Figur 4 ein erfindungsgemäßer Schlitten sowie ein Teil der Transportvorrichtung während des Beladens;
Figur 5 einen Teil des erfindungsgemäßen Schlittens in einer schematischen
Schnittdarstellung;
Figur 6 eine erfindungsgemäße Hebehilfsvorrichtung in einer Seitenansicht;
Figur 7 die Hebehilfsvorrichtung nach Fig. 6 in einer Draufsicht;
Figur 8 eine Transportvorrichtung mit Hebehilfsvorrichtung und Schlitten mit
Aufbau;
Figur 9 eine Draufsicht auf die Transportvorrichtung mit Hebehilfsvorrichtung.
Die in Figur 1 schematisch dargestellte Transportvorrichtung 1 ist nach Art eines Anhängers ausgebildet; sie könnte gleichermaßen an einem Lastkraftwagen mit einem eigenen Antriebsmotor befestigt sein. Sie ist speziell angepasst an den Transport eines in Figur 4 dargestellten Schlittens 2, der die eigentliche Last 3 trägt. Auf den Schlitten 2 kann eine Sanitärkabine mit mehreren einen geschlossenen Raum bildenden Wänden und mit mindestens einer Türöffnung oder ein Wohnwagenaufbau oder ein Tiertransportaufbau, insbesondere ein Pferdetransportaufbau oder ein Behälter, insbesondere zum Transport von Flüssigkeiten montiert sein.
Wie aus Figur 1 ersichtlich ist, ist an einem herkömmlichen Fahrgestell 4 eine um eine Kippachse 5 verschwenkbare Ladenflächenanordnung 6 mittels eins Scharniers befestigt, die in einem ungekippten und einem gekippten Zustand dargestellt ist. Das Fahrgestell 4 weist insgesamt vier Räder 8, eine Anhängerkupplung 10, ein höhenverstellbares Stützrad 12 und eine Handbremse 14 auf. Zum Verschwenken der Ladeflächenanordnung 6 ist ein Hydraulikzylinder 16 vorgesehen, der mit einer manuell betätigbaren, nicht dargestellten Hydraulikpumpe oder einem Elektromotor ausfahrbar ist, um die Ladenflächenanordnung 6 in die dargestellte geneigte Stellung zu bringen, bis ein an einem hinteren Ende der Ladeflächenanordnung befestigtes Stützrad 18 mit dem Boden in Kontakt steht.
Der Schlitten 2 oder eine andere Last kann mit Hilfe einer als Seilwinde 20 ausgebildeten Zug- oder Verschiebeeinrichtung auf die Ladeflächenanordnung 6 hin aufgezogen bzw. herabgelassen werden. Die Seilwinde 20 ist, wie aus Figur 2 ersichtlich ist, an einer Haltestange 22 längsverschieblich gelagert, so dass das Seil 24, an dessen Ende ein Haken 26 befestigt ist, quer zur Fahrtrichtung oder Längsachse der Transportvorrichtung 1 verfahrbar ist.
Wie Figur 3 veranschaulicht, weistdie Ladeflächenanordnung 6 mehrere gegenüber einer Oberseite oder der eigentliche Ladefläche 28 vertiefte und abgesenkte Tragabschnitte 30 auf, auf denen zusätzlich zu den Ladeflächen 28 der Schlitten 2 getragen werden kann. Die Tragabschnitte 30 sind als längliche, sich von einem hinteren Endbereich der Ladeflächenanordnung 6 bis zu einem - in Fahrtrichtung vorderen Endbereich erstreckende gerade Vertiefungen ausgebildet. Im Endbereich erweitert sich die Vertiefung trichterförmig, so dass eine Kufe 7 des Schlittens 2 während des Hochziehens eingeführt wird.
Jeder Tragabschnitt 30 weist eine Vielzahl von in den Vertiefungen in einer Reihe angeordneten Tragrollen 32 auf, die mittels Gleitlagern oder Wälzlagern und Bolzen 33 an parallel zueinander und vertikal verlaufenden Tragblechen 34 gelagert sind. Letztere können als Winkelbleche ausgebildet sein die an der Unterseite der die Ladefläche 28 aufweisenden Ladeplatte angeschweisst oder auf sonstige Weise befestigt sind. Die Rollen könnten auch versetzt zueinander angeordnet sein.
Alternativ könnten die Tragrollen 32 weggelassen werden und statt dessen eine im wesentlichen U-profilförmige Gleit-Schiene den Tragabschnitt 30 bilden, die eine Gleitfläche aufweist, entlang derer die Kufen 7 des Schlittens 2 gleiten können. In Figur 3 ist oberhalb des rechten Tragabschnitts 30 eine Abdeckplatte 36 dargestellt, die im montierten Zustand mit der Oberseite 28 der Ladeflächenanordnung
6 fluchtet und die Vertiefungen 30 vollständig verschließt, wenn diese nicht benötigt werden, so dass dann eine vollständig geschlossene ebene Ladefläche 20 gebildet ist und die Tragrollen 32 verdeckt und geschützt sind.
Der in Figur 4 dargestellte erfindungsgemäße Schlitten 2 weist zwei Kufen 7 mit einem im wesentlichen geraden unteren Abschnitt und zwei seitlichen schräg nach oben verlaufenden Führungsabschnitten sowie ein mit den Kufen fest verbündendes Traggestell 40 auf, welches die Last 3 aufnimmt. Die Last 3 kann in einem an dem Traggestell 40 befestigten Behältnis oder dgl. untergebracht sein. An beiden Führungsabschnitten der Kufen 7 sind Oesen 42 angebracht, die zur Befestigung eines Seils 24 mittels des Hakens 26 dienen.
Wie aus den Figuren 4 und 5 ersichtlich ist, sind an den Kufen 7 oder dem Traggestell 40 mehrere höhenverstellbare Tragräder 44 befestigt, so dass der Schlitten 7 einfach verfahren werden kann. In nicht dargestellter Weise ist auch im vorderen Bereich des Schlittens 2 ein höhenverstellbares vollständig einziehbares Stützrad 44 angeordnet. Jedes Stützrad 44 ist mit einem in einer Führung 46 geführten Bolzen 48 verbunden, der mittels eines Splints 50 oder dgl. an der Führung 46 gesichert ist. Der Splint 50 ist durch Bohrungen in dem Bolzen 48 einsteckbar.
Die in den Figuren 6 - 9 dargestellte Hebehilfsvorrichtung 52 weist ein aus Hohlprofilen zusammengesetztes, verschweisstes Gestell 54 und zwei drehbare Seil-Rollen 56 und 58 als Seilführungsabschnitte auf. Das Gestell 54 besteht aus zwei beabstandeten unteren Tragschienen 60, 62 (vgl. Fig. 7), zwei vertikal angeordneten Hohlstangen 64, 66, zwei verschiebbare und mittels jeweils eines Bolzens 68 fixierbare Auszugsstangen 70,72, sowie zwei gegenüberliegende, schräg angeordnete weitere Hohlstangen, 76, 78 und zwei weitere in die Hohlstangen 76, 78 einführbare höhenverstellbare Schiebestangen 80, 82 auf, die mittels weiterer Bolzen 68 höhenverstellbar und teleskopartig befestigbar sind. An den Enden der Verschiebestangen 70, 72, 80, 82 sind horizontale Stangen 84, 86 befestigt, die einerseits die längliche Rolle 56 und die Rolle 58 zum Führen des Seils 24 tragen.
Weitere Stangen 88 (Fig. 6) und 90 (Fig. 7) geben der Hebehilfsvorrichtung 52 eine ausreichende Festigkeit.
Wie die Figuren 8 und 9 veranschaulichen, wird die Hebehilfsvorrichtung 52 zum Beladen des eine Last 3 aufnehmenden Schlittens 2 auf die Ladeflächenanordnung 6 auf diese aufgesetzt. Die Tragschienen 60, 62 werden hierzu auf die Tragrollen 32 (Fig. 2) der Tragabschnitte 30 aufgesetzt, so dass sie dort einfach verfahrbar ist. Anschließend wird das Seil 24 von der Seilwinde 20 abgezogen, auf die Rolle 56 und die Rolle 58 aufgelegt und anschließend mit dem Haken 26 an dem Schlitten 2 befestigt (vgl. Fig. 8). Das Seil 24 wird dabei durch die Hebehilfsvorrichtung 52 so umgelenkt, dass es wie Fig. 8 zeigt, den Schlitten 2 im vorderen Bereich anhebt und bei weiterem Anziehen des Seils 34 auf die Ladeflächenanordnung 6 heraufhebt, so dass die Kufen 7 auf die Tragrollen 32 der Tragabschnitte 30 aufgesetzt werden. Anschließend kann das Seil 24 gelöst werden, so dass die Hebehilfsvorrichtung 52 manuell von der Ladeflächenanordnung 6 abgenommen werden kann. Anschließend wird das Seil 24 weiter aufgerollt und somit der Schlitten 7 und die Last 3 weiter auf die Ladeflächenanordnung 6 aufgezogen wird, bis sie vollständig auf der Ladeflächenanordnung 6 plaziert ist. Anschließend kann die Ladeflächenanordnung 6 wieder in ihre horizontale Stellung gebracht werden.
Die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist nachfolgend beschrieben:
Zum Beladen einer Last, insbesondere eines erfindungsgemäßen Schlittens 2, wird die Ladeflächenanordnung 6 zunächst aus ihrer horizontalen Position (Fig. 1) mit Hilfe des Hydraulikzylinders 16 in die geneigte Position gebracht und dort gehalten. Das Seil 24 wird von der Seiltrommel 20 abgezogen und der Haken 26 durch die Oese 42 (Fig. 4) des Schlittens 2 durchgesteckt. Der Schlitten wird dann mittels der Seiltrommel 20 in deren Richtung und auf die schräge Ladeflächenanordnung 6 gezogen. Die Kufen 7, die so beabstandet sind, dass sie in die parallelen Vertiefungen 30 passen, kommen dann in Kontakt mit den Tragrollen 32. Zunächst
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V. wird der hintere Abschnitt des Schlittens 2 noch von dem Stützrad 44 getragen, jedoch würde auch bei vollständig hochgefahrenem Stützrad 44 ein Heraufziehen des Schlittens 2 möglich sein. Nachdem der Schlitten 2 vollständig auf die Ladeflächenanordnung 6 aufgezogen wurde, wird das Hydrauliköl mittels eines Ventils aus dem Hydraulikzylinder 16 abgelassen, so dass diese zusammen mit der Last wieder in die horizontale Anordnung (Fig. 1) gelangt. Dann kann die gesamte Transportvorrichtung 1 zusammen mit der Last 3 an einen anderen Ort verfahren werden. Dort wird die Ladeflächenanordnung 6 wieder mittels des Hydraulikzylinders 1 6 und der manuell betätigbaren Hydraulikpumpe in die schräge Stellung gebracht und anschließend mit Hilfe der Seiltrommel 20 der Schlitten 2 langsam von der Ladeflächenanordnung 6 heruntergelassen, bis die in Figur 4 gezeigte Position erreicht ist; vorher können die Stützräder 44 heruntergelassen werden. Nach dem Lösen des Hakens 26 von der Oese 42 kann die Transportvorrichtung 1 verfahren werden, während der Schlitten 2 an einem gewünschten Ort verbleibt. Wie oben beschrieben ist, kann wahlweise die Hebehilfsvorrichtung 52 eingesetzt werden.
Claims (19)
1. Transportvorrichtung zum Befördern und/oder Tragen von Lasten, mit einem Fahrgestell (4) und einer an diesem angeordneten, vorzugsweise kippbaren Ladeflächenanordnung (6) zum Aufnehmen einer Last (3), gekennzeichnet durch einen separaten Last-Schlitten (2) mit mindestens zwei länglichen Kufen (7), die auf die Ladeflächenanordnung (6) aufsetzbar sind, und eine Zug- oder Verschiebeeinrichtung (20) zum Heraufziehen des Schlittens (7) auf die Ladeflächenanordnung.
2. Transportvorrichtung nach Anspruch 1 oder dem Oberbegriff von Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ladeflächenanordnung (6) mindestens einen gegenüber einer Oberseite (28) der Ladeflächenanordnung (6) abgesenkten Tragabschnitt (30) zum Tragen der Last (3) bzw. des Schlittens (2) aufweist.
3. Transportvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragabschnitt (30) als längliche Vertiefung an der Ladeflächenanordnung (6) ausgebildet ist, in welche eine Kufe (7) des Schlittens (2) oder ein Teil der Last einführbar ist.
4. Transportvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragabschnitt (30) als sich zur Oberseite (28) der Ladeflächenanordnung (6) öffnende, im wesentlichen U-profilförmige Schiene ausgebildet ist, die eine gegenüber der Oberseite (28) der Ladeflächenanordnung (6) abgesenkte Trag- und Gleitfläche aufweist.
5. Transportvorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 oder einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ladeflächenanordnung (6) mehrere drehbar gelagerte Tragrollen (32) zum Tragen der Last (3) aufweist.
6. Transportvorrichtung nach Anspruch 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragrollen (32) innerhalb der länglichen Vertiefung angeordnet sind.
7. Transportvorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die längliche Vertiefung sich beginnend von einem Endbereich der Ladeflächenanordnung (6) über die gesamte Länge der Ladeflächenanordnung (6) oder einen wesentlichen Abschnitt der Ladeflächenanordnung (6) erstreckt.
8. Transportvorrichtung nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere Rollen im Endbereich der Ladeflächenanordnung (6) benachbart zu den länglichen Vertiefungen angeordnet sind.
9. Transportvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die länglichen Vertiefungen mittels Abdeckplatten (36) abdeckbar sind.
10. Transportvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckplatten (36) fluchtend relativ zu der Oberseite (28) der Ladeflächenanordnung (6) angeordnet sind.
11. Transportvorrichtung nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ladeflächenanordnung (6) mittels wenigstens eines Hydraulikzylinders (16) kippbar ist und der Hydraulikzylinder (16) mittels einer manuell betätigbaren Hydraulikpumpe mit Hydrauliköl beaufschlagbar ist.
12. Transportvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Seilenwindenanordnung (20) an einer der Kippachse (5) der Ladeflächenanordnung (6) gegenüberliegenden Seite der Ladeflächenanordnung (6) befestigt ist, um eine Last (3) auf die Ladeflächenanordnung (6) ziehen bzw. die Last (3)von der Ladeflächenanordnung (6) herablassen zu können.
13. Transportvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kufen (7) auf dem abgesenkten Tragabschnitt (30), vorzugsweise in den länglichen Vertiefungen der Ladeflächenanordnung plazierbar und in diesen längsverschiebbar sind.
14. Transportvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitten (2) einen Befestigungsabschnitt zur Anbringung eines Seils aufweist, so dass er mittels einer Seilwindenanordnung (20) oder einer Kettenzugeinrichtung auf die Ladeflächenanordnung (6) heraufziehbar oder herablassbar ist.
15. Schlitten zum Aufnehmen von Lasten für eine Verwendung mit einer Transportvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, mit mindestens zwei länglichen Kufen (7) und einem Traggestell (40) zur Aufnahme einer Last.
16. Schlitten nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Traggestell (40) oder einer Kufe (7) ein oder mehrere höhenverstellbares Tragrad/Tragräder (44) befestigt ist/sind.
17. Schlitten nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Schlitten eine Sanitärkabine mit mehreren einen geschlossenen Raum bildenden Wänden und mit mindestens einer Türöffnung oder ein Wohnwagenaufbau oder ein Tiertransportaufbau, insbesondere ein Pferdetransportaufbau oder ein Behälter, insbesondere zum Transport von Flüssigkeiten montiert ist.
18. Transportvorrichtung nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Hebehilfsvorrichtung (52) zum Anheben eines Last- Schlittens (2), die im wesentlichen aus einem auf die Ladeflächenanordnung (6) aufsetzbares Gestell (54) und Seilführungsabschnitte aufweist, mit denen ein Seil (24) einer Seilwindenanordnung (20) an dem Gestell (54) geführt werden kann.
19. Transportvorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebehilfsvorrichtung (2) beabstandete Tragschienen (60, 62)) aufweist, die auf die Ladeflächenanordnung (6) aufsetzbar sind und die Seilführungsabschnitte als Seilrollen (56, 58) ausgebildet sind.
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