DE20004942U1 - Scherengelenk für Dreh/Kippbeschlag - Google Patents
Scherengelenk für Dreh/KippbeschlagInfo
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Description
Beschreibung:
Die Erfindung betrifft eine Ausstellvorrichtung für Fenster oder Türen mit Dreh/Kippflügel, bestehend aus einem Ausstellarm, dessen erstes Ende um die Drehachse des Flügels drehbar angelenkt ist und dessen zweites Ende am Flügel drehbar und verschiebbar befestigt ist, und aus einem Zusatzarm, der einerseits am Ausstellarm zwischen dessen beiden Enden und andererseits am Flügel drehbar angelenkt ist, sowie aus einer Anordnung mit einem Führungsschlitz und einem an dem Flügel befestigten Bolzen, der mittels eines Betätigungsgetriebes zum zwangsweisen An- und Abdrücken des Flügels innerhalb des Führungsschlitzes verschiebbar ist.
Eine derartige Ausstellvorrichtung ist beispielsweise bekannt aus der DE 33 45 870 C3 und der DT 1 708 852.
In beiden Fällen läuft mindestens ein über eine Treibstange verschiebbarer Bolzen in einer Steuerkurve innerhalb eines Arms der aus Ausstellarm und Zusatzarm bestehenden Gelenkschere und bewirkt auf diese Weise eine Zwangsöffnung und ein Zwangsschließen des Flügels beim Betätigen eines Bedienelements, in der Regel des Fenstergriffs.
Derartige Zwangssteuerungen haben den Vorteil, daß eine Fehlbedienung des Flügels kaum möglich ist. Bei herkömmlichen, manuell kippbaren Flügeln kann der Flügel aufgrund eines Windstoßes sehr schnell aufgekippt werden, was zu einer Beschädigung des Scherengelenkes führen kann. Auch ist es möglich, den Fenstergriff von der Kippstellung in die Drehstellung zu bewegen, bevor der gekippte Flügel vollständig verschlossen ist. Beides ist bei einer zwangsgesteuerten Öffnungsbewegung des Flügels ausgeschlossen. Ein Öffnen oder Schließen des Flügels ohne Bewegung des Fenstergriffs ist wegen der Kopplung der Bewegung des Treibstangen-Beschlages an die Kippstellung des Flügels nicht möglich.
Darüber hinaus erleichtert die Zwangssteuerung das Kippen schwerer Flügel.
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Nachteil der Zwangssteuerung der Kippbewegung ist eine sehr aufwendige und kostenintensive Beschlagkonstruktion. Da der Treibstangenbeschlag mit einer Ausstellungsvorrichtung gemäß dem Stand der Technik nicht nur Riegelzapfen in entsprechende Zapfenaufnahmen bewegen muß, sondern auch der Kraftübertragung dient, muß er sehr stabil ausgebildet werden. Gleiches gilt für die Arme, die Bolzen und die anderen Elemente des Beschlages, insbesondere im Bereich der Gelenkschere.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Ausstellvorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die eine einfache und kostengünstige Ausbildung des gesamten Flügelbeschlags erlaubt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Führungsschlitz an einem Ende offen ist und der Bolzen innerhalb des Führungs-Schlitzes den Flügel in einer bestimmten Kippstellung nahe der Schließstellung fixiert und nach dem Austreten aus dem offenen Ende des Führungsschlitzes ein weiteres Aufkippen des Flügels freigibt.
Durch den an einem Ende offenen Führungsschlitz erfährt der Flügel nur in einem gewissen Bereich seiner Kippbewegung eine Zwangssteuerung. Vorzugsweise umfaßt die Zwangssteuerung einen Schwenkbereich, der das obere Flügelprofil um etwa 8 bis 12 mm in bezug auf das obere Rahmenprofil bewegt. Anschließend wird der Bolzen aus dem Führungsschlitz herausbewegt, so daß die weitere Öffnungsbewegung des oberen Flügelrandes durch manuelle Betätigung freigegeben ist. Der Fensterflügel kann dann manuell aufgekippt werden und wieder verschlossen werden. Der erfindungsgemäße Fensterbeschlag entspricht somit einem üblichen manuellen Dreh/Kippbeschlag. Er weist jedoch die zusätzliche Funktionalität auf, daß der obere Flügelrand um etwa 1 cm in bezug auf den Rahmen bewegt werden kann, so daß sich eine Spaltöffnung ergibt. Diese Spaltöffnung ermöglicht das kontinuierliche Lüften von Räumen, ohne daß zuviel kalte Luft einströmt oder daß es durch eine Fensteröffnung in die Räume hineinregnen kann.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Ausstellvorrichtung wird der Führungsschlitz zur Bewirkung der Spaltöffnung an einem Zusatzarm angeordnet, der einstückig an den Ausstellarm angeformt ist. Zusatzarm und Ausstellarm bestehen in diesem Fall aus einem stab- oder schienenartigen
Element, welches im mittleren Bereich drehbar mit dem Ausstellarm verbunden ist. Das eine Ende dieses Elementes ist drehbar an der Deckschiene des in der oberen Rahmenfalz angeordneten Treibstangen-Beschlages befestigt. Das andere, freie Ende dieses Elements bildet den Verlängerungsarm und weist den Führungsschlitz auf.
Zur Bewirkung der Ausstellbewegung sollte der Führungsschlitz an seinem offenen Ende schräg zur Richtung des Verlängerungsarms verlaufen. An diesen schrägen Abschnitt schließt sich ein parallel zur Längsrichtung des Verlängerungsarms und vorzugsweise in seinem mittleren Bereich verlaufender gerader Abschnitt des Führungsschlitzes an, der ein weiteres Verschieben des Bolzens mittels der Treibstange erlaubt, wenn das Treibstangengetriebe in die Drehstellung des Flügels und in die Schließstellung des Flügels, in der der Flügel mit dem Rahmen verriegelt ist, bewegt wird.
Durch das Anformen eines Verlängerungsarms an den Zusatzarm wird vermieden, daß der Führungsschlitz das Material des Zusatzarms schwächt, welcher bei in Kippstellung geöffnetem Flügel einen Teil seines Gewichts trägt.
Vorzugsweise wird die erfindungsgemäße Ausstellvorrichtung durch einen Bolzen betätigt, der über einen Treibstangenantrieb und über Eckumlenker mit einem Kantengetriebe gekoppelt ist, welches durch den Tür- oder Fenstergriff betätigt wird, wobei das Treibstangengetriebe zumindest in der oberen Flügelfalz und in der in Drehfunktion des Flügels aufschwenkbaren Flügelfalz befindliche Treibstangen umfaßt. In der aufschwenkbaren Flügelfalz ist im Bereich der unteren Flügelecke ein Kippzapfen an der Treibstange befestigt, der beim Verstellen des Griffs von der Drehstellung in die Kippstellung in ein unteres Kippzapfenlager am Rahmen eingreift. Beim Einschieben des Kippzapfens in das Kippzapfenlager mittels der Treibstange bewirkt der Kippzapfen vorzugsweise ein Herausbewegen der unteren Flügelecke aus der Ebene des Rahmens. Diese Bewegung führt dazu, daß der Kippunkt des Kippzapfens in Öffnungsrichtung verlagert wird. Hierdurch wird einerseits der Kippunkt des Kippzapfens dem Kippunkt des Ecklagers in der anderen unteren Flügelecke angenähert, welches in der Regel auf die Oberfläche des Flügels aufgesetzt ist. Zum anderen wird der Aufdeck des Flügels, d.h. der den Flügel umgebende Bund, welcher die Oberfläche des
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Rahmens abdeckt, etwas von der Oberfläche des Rahmens wegbewegt. So wird vermieden, daß bei der Kippbewegung des Flügels die untere Kante des Aufdecks gegen die Oberfläche des Rahmens stößt. Es ist also ein zerstörungsfreies Aufkippen des Fensters möglich, selbst wenn der Kippzapfen fest in dem Kippzapfenlager geführt ist, ohne daß der untere Rand des Aufdecks gegen die Oberfläche des Rahmens stößt und diese beschädigt.
Weiterhin hat die Öffnungsbewegung des Kippzapfens zur Folge, daß auch in der unteren Ecke mit dem Kippzapfenlager ein gewisser Spalt erzeugt wird. Eine optimale Kinematik des Kippzapfenlagers wird erreicht, wenn der Kippzapfen beim Verschieben der Treibstange von der Drehstellung in die Kippstellung um etwa 5 bis 10 mm in Öffnungsrichtung verlagert wird. Synchronisiert mit der Öffnungsbewegung der Gelenkschere wird nahezu eine umlaufende Spaltöffnung erzeugt, wobei lediglich im Bereich des festen Ecklagers keine Relativbewegung zwischen Flügel und Rahmen erfolgt. Der umlaufende Spalt von etwa 5 bis 10 mm ermöglicht - wie oben erwähnt eine angenehme Frischluftzufuhr in das Rauminnere, wobei ein unerwünscht starker Durchzug oder ein starkes Abkühle der Raumluft aufgrund der geringen Bereite des Spaltes vermieden wird.
Manuell betätigbare Dreh/Kippbeschläge werden in der Regel mit Fenstergriffen oder Türgriffen betätigt, welche um eine senkrecht zur Flügelebene verlaufende Schwenkachse um 180° schwenkbar sind. In der nach unten geschwenkten Stellung ist der Flügel verschlossen und mit dem Rahmen verriegelt. In der nach oben geschwenkten Stellung ist der Flügel kippbar. In der waagerecht zur Seite verlaufenden Drehstellung des Griffs befindet sich der Beschlag des Flügels in Drehstellung, in der der Flügel um die seitliche Drehachse aufgeschwenkt werden kann.
Die Spaltstellung der erfindungsgemäßen Ausstellvorrichtung wird vorzugsweise in einer Zwischenstellung des Griffs erzeugt, in der er etwa im mittleren Winkelbereich zwischen der senkrechten Kippstellung und der waagerechten Drehstellung des Flügels liegt. In dieser Stellung befindet sich der Kippzapfen in der in Öffnungsrichtung herausbewegten Position innerhalb des Kippzapfenlagers und der Bolzen in dem Abschnitt des Führungsschlitzes, der den Flügel vom Rahmen um einige Millimeter abdrückt, ohne das weitere Aufkippen des Flügels vollständig freizugeben.
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Vorzugsweise wird die erfindungsgemäße Ausstellvorrichtung mit einer Kippschaltsperre gekoppelt, die bei aufgekipptem Flügel ein Verdrehen des Griffes von der Kippstellung des Treibstangenbeschlags in die Drehstellung des Treibstangenbeschlags vermeidet. Hierzu ist an der Deckschiene des Treibstangenbeschlags in der oberen Flügelfalz ein entgegen einer Rückstellkraft bewegliches Rastelement angeordnet, welches mit einem Rastelement an der Treibstange zusammenwirkt. In der Kippstellung des Treibstangen-Beschlages steht das Rastelement bei aufgekipptem Flügel mit dem Rastelement an der Treibstange im Eingriff. Das Rastelement an der Treibstange wird vorzugsweise von einer einfachen Rastausnehmung oder Rastkerbe gebildet. In dieser Eingriffsstellung wird die Längsverschiebung der Treibstange und damit das Verdrehen des Griffes von der Kippstellung in die Drehstellung blockiert. Beim Schließen des Flügels wird das Rastelement durch einen Arm der Gelenkschere in eine Entriegelungsposition gedrückt, in der kein Eingriff mit dem Rastelement der Treibstange besteht. Die Kippschaltsperre bewirkt also, daß die Treibstange gegen Verschieben gesperrt ist, solange der Flügel aufgekippt ist. Nur bei geschlossenem Flügel, wenn die Arme der Gelenkschere sich im wesentlichen oberhalb der Deckschiene des Treibstangenbeschlags befinden und das Rastelement in die Entriegelungsposition gedrückt ist, kann die Treibstange verschoben werden, wobei die Arme der Gelenkschere mit der Deckschiene des Treibstangenbeschlags mittels Riegelbolzen verriegelt werden.
Vorzugsweise ist an einem Arm der Gelenkschere ein Betätigungszapfen angeordnet, der beim Schließen der Gelenkschere gegen eine Anlagefläche des Rastelements drückt. Das Rastelement ist vorzugsweise schwenkbar an der Deckschiene befestigt, wobei die Rückstellkraft durch eine Spiralfeder erzeugt wird, deren eines Ende mit der Deckschiene und deren anderes Ende mit dem Rastelement verbunden ist.
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Optimalerweise drückt die Gelenkschere im Bereich der gelenkigen Verbindung zwischen Ausstellarm und Zusatzarm gegen das Rastelement, da in diesem Bereich schon bei geringer Öffnung des Flügels eine recht große Bewegung der Arme der Gelenkschere relativ zu der Deckschiene erfolgt.
Obwohl die erfindungsgemäße Ausstellvorrichtung optimalerweise die Spaltöffnung und die Kippschaltsperre gleichzeitig aufweist, ist für den Fachmann ersichtlich, daß sowohl Spaltöffnung als auch Kippschaltsperrung
Obwohl die erfindungsgemäße Ausstellvorrichtung optimalerweise die Spaltöffnung und die Kippschaltsperre gleichzeitig aufweist, ist für den Fachmann ersichtlich, daß sowohl Spaltöffnung als auch Kippschaltsperrung
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alleine einen Vorteil gegenüber bekannten Dreh/Kippbeschlägen für Fenster und/oder Türen aufweisen. Somit kann auch ein in der oberen Flügelfalz vorhandener Scherenbeschlag mit der vorangehend beschriebenen Kippschaltsperre versehen sein, der kein zwangsgesteuertes Abdrücken des Flügels beim Verstellen in die Kipposition bewirkt.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben. Die Zeichnungen zeigen in:
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Fig. 1 eine Draufsicht auf ein Fenster mit Dreh/Kippflügel;
Fig. 2 die verschiedenen Teile eines Dreh/Kippbeschlages gemäß dem
Stand der Technik für das Fenster aus Fig. 1;
Fig. 3 eine Draufsicht auf den oberen Teil des Beschlages mit erfin-
dungsgemäß ausgebildeter Gelenkschere sowohl in verriegelter
Stellung als auch in Kippstellung,
Fig. 4 den Beschlag aus Fig. 3 in geschnittener Seitenansicht in
Fig. 4 den Beschlag aus Fig. 3 in geschnittener Seitenansicht in
geschlossener Kippstellung,
Fig. 5 bis 9 Draufsichten auf den Beschlag gemäß Fig. 3 bei verschiedenen Stellungen des Treibstangengetriebes,
Fig. 10 eine Draufsicht auf eine andere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Beschlages mit Gelenkschere und Kippschaltsperrvorrichtung in aufgekippter Stellung,
eine der Fig. 10 entsprechende Ansicht des Beschlages in geschlossener Stellung,
eine der Fig. 10 entsprechende Ansicht des Beschlages in geschlossener Stellung,
eine vergrößerte, geschnittene Einzelteildarstellung der Kippschaltsperre des Beschlages aus den Fig. 10 und 11,
eine vergrößerte Draufsicht der Kippschaltsperre,
eine erfindungsgemäß weitergebildetes Kippzapfenlager in Draufsicht.
eine vergrößerte Draufsicht der Kippschaltsperre,
eine erfindungsgemäß weitergebildetes Kippzapfenlager in Draufsicht.
Der in Fig. 1 dargestellte Fensterflügel 1 ist in einem Fensterrahmen 2 aufgenommen und weist am linken Flügelprofil 3 einen Fenstergriff 4 auf. Das rechte Flügelprofil 5 ist über ein oberes Drehgelenk 6 und ein unteres Ecklager 7 an dem rechten Rahmenprofil 8 befestigt. Wenn der Fenstergriff 4 um 90° nach rechts in die waagerechte Lage geschwenkt wird, ist der
| Fig. | 11 |
| Fig. | 12 |
| Fig. | 13 |
| Fig. | 14 |
Fensterflügel 1 um die vertikale Drehachse 9, welche durch das obere Drehgelenk 6 und das untere Ecklager 7 hindurch verläuft, drehbar.
Wird der Fenstergriff 4 bei geschlossenem Fensterflügel 1 weiter nach oben in die vertikale Lage gedreht, verriegelt eine Kipplagerung in der unteren linken Ecke des Flügels 1, so daß der Flügel 1 um die horizontale Kippachse 10 aufgekippt werden kann, die entlang des unteren Flügelrandes verläuft.
Die Fig. 2 zeigt ein herkömmliches Treibstangen-Beschlagsystem, welches eine derartige Dreh/Kippbewegung ermöglicht. Es besteht aus den an dem Rahmen 2 zu befestigenden Gelenkbändern, nämlich dem oberen Drehgelenk 6 und dem unteren Ecklager 7, welches eine Dreh/Kippbewegung ermöglicht. Ferner umfaßt das Beschlagsystem einen Treibstangenbeschlag, der an allen vier Flügelprofilen in die Falzflächen eingefügt ist. Der Treibstangenbeschlag besteht im wesentlichen aus einem Kantengetriebe 11, in welches ein Vierkantdorn des Fenstergriffs 4 eingreift und welches eine Treibstange antreibt, die hinter einer Deckschiene 12 in einer Falznut des linken Flügelprofils 3 eingefügt wird. Die Deckschiene 12 und die dahinter liegende Treibstange können für verschiedene Flügelhöhen unterschiedliche Längen aufweisen. Im Endbereich der aufschwenkbaren Flügelfalz ist die Treibstange mit Treibstangenabschnitten verbunden, welche Schließzapfen 13 am oberen und unteren Ende der aufschwenkbaren Flügelfalz in Längsrichtung der Flügelfalz verschieben. Ein weiterer Schließzapfen 13 ist im mittleren Bereich der Flügelfalz nahe dem Kantengetriebe 11 angeordnet. Für den oberen Schließzapfen 13 und den mittleren Schließzapfen 13 sind Schließzapfenaufnahmen 14 vorgesehen, die in der gegenüberliegenden Falzfläche des Festrahmens befestigt werden. Im unteren Abschnitt der Rahmenfalz ist ein Schließteil 15' zu erkennen, welches gemäß dem Stand der Technik eine obere Schließzapfenaufnahme 16' und ein unteres Lager 17' für einen Kippzapfen 18 aufweist. Es ist zu erkennen, daß der Kippzapfen 18 mit einem relativ großen Spiel in dem Kippzapfenlager 17' gehalten ist, so daß er sich beim Aufkippen des Flügels 1 darin um einige Millimeter in der Richtung senkrecht zur Rahmenebene bewegen kann.
Im Bereich der unteren Ecke ist eine Eckumlenkung 19 vorgesehen, welche die vertikale Bewegung der durch das Kantengetriebe 11 angetriebenen Treibstange in eine horizontale Bewegung einer Treibstange 20 umlenkt, die
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in der unteren Flügelfalz angeordnet ist. An der Treibstange 20 ist ein weiterer Schließzapfen 13 angeordnet, der mit einer Schließzapfenaufnahme 14 zusammenwirkt, die in der unteren Rahmenfalz zu befestigen ist. Eine weitere Eckumlenkung 21 koppelt die in der aufschwenkbaren vertikalen Flügelfalz angeordnete Treibstange mit einer Gelenkschere 22', die in der oberen Flügelfalz befestigt wird und einen Ausstellarm 23' umfaßt, dessen Ende mittels des oberen Drehgelenks 6 drehbar am Rahmen befestigt ist. Ein Zusatzarm 24' ist drehbar im mittleren Bereich des Ausstellarms 23' angelenkt und verschiebbar in der Deckschiene 25 in der oberen Flügelfalz gehalten. In der Drehstellung des Flügels wird der Ausstellarm 23' mit der Deckschiene 25 über mittels des Treibstangenantriebs betätigte Verriegelungszapfen verriegelt, so daß der obere Rand des Fensterflügels 1 um das Drehlager 6 drehbar gehalten ist. In der Kippstellung des Beschlages kann der Ausstellarm 23' in bezug auf die Deckschiene 25 verschwenkt werden und ermöglicht ein Aufkippen des oberen Randes des Fensterrahmens 1 in bezug auf den Rahmen 2. In Fig. 2 ist die Kippstellung dargestellt. Eine weitere Eckumlenkung 26 lenkt die Bewegung des Kantengetriebes 11 auf eine zweite vertikale Treibstange 27 um, welche in der Schließstellung des Fensters ein Verriegeln weiterer Schließzapfen 13 mit Schließzapf enaufnahmen 14 bewirkt.
Die Fig. 3 zeigt die erfindungsgemäß weitergebildete Gelenkschere 22 in zwei Stellungen, die in der Realität nur alternativ und nicht - wie in Fig. 3 dargestellt - gleichzeitig eingenommen werden können. Diese Stellungen sind die Drehstellung des Beschlages, d.h. die Stellung, in der der Ausstellarm 23 mit der Deckschiene 25 des Beschlages verriegelt ist, und die Kippstellung, in der die aufgeklappte Gelenkschere 22 die obere Kante des Flügels auf Abstand zur Rahmenebene hält. Die Deckschiene 25 verschließt eine Nut in der oberen Falz des Flügels 1, so daß ihre Lage im wesentlichen der Lage der oberen Falz des Flügels 1 entspricht.
Wie erwähnt, ist der Ausstellarm 23 der Gelenkschere 22 mit einem Ende, nämlich hier dem rechten, drehbar mit dem oberen Drehgelenk 6 verbunden. Sein zweites Ende ist über einen Verbindungsbolzen 28 drehbar und verschiebbar an der Deckschiene 25 in der oberen Flügelfalz befestigt. Über einen Gelenkbolzen 29 ist etwa in der Mitte des Ausstellarms 23 ein Zusatzarm 24 angelenkt, dessen Ende über einen weiteren Gelenkbolzen 30 drehbar
mit der Deckschiene 25 verbunden ist. Unterhalb der Deckschiene 25 verläuft eine Treibstange 31 in der oberen Flügelfalz.
Mit der Treibstange 31 sind Riegelbolzen 32 und 33 verbunden. Die Riegelbolzen 32,33 sind in Bolzenaufnahmen 34,35 an der Unterseite des Ausstellarms 23 eingeschoben, so lange der Kippmechanismus gesperrt ist. Diese Position der Riegelbolzen 32,33 ist im oberen Abschnitt der Fig. 3, in der Fig. 4 sowie in den Fig. 5 und 6 dargestellt. Die Fig. 5 repräsentiert die vollständig geschlossene Position des Beschlagsystems, bei der der Fenstergriff 4 (auf der linken Seite der Fig. 5 erkennbar) vertikal nach unten ragt. Die Riegelbolzen 32,33 befinden sich nahe dem geschlossenen Ende der Bolzenaufnahmen 34,35. Die Fig. 6 zeigt die Drehstellung des Beschlags des Flügels. In dieser Stellung sind die Riegelbolzen 32,33 weiterhin innerhalb der Bolzenaufnahmen 34,35 gehalten, befinden sich jedoch nahe der trichterförmig geöffneten Enden 36,37 der Bolzenaufnahmen 34,35. Bei einem weiteren Verdrehen des Fenstergriffs 4 werden die Riegelbolzen 32,33 aus den Bolzenaufnahmen 34,35 herausgeschoben, bis sie zum Aufkippen des Fensterflügels vollständig freiliegen (vgl. Fig. 9 bzw. den unteren Abschnitt der Fig. 3). In dieser Position befindet sich der Fenstergriff in der vertikal nach oben ragenden Stellung (siehe Fig. 9).
Ebenfalls an der Treibstange 31 befestigt ist der Bolzen 38, welcher der Zwangssteuerung der Öffnungsbewegung der Gelenkschere 22 zur Erzeugung eines Öffnungsspalts dient. Der Bolzen 38 greift in einen Führungsschlitz 39 ein, der in einem Verlängerungsarm 40 angeordnet ist, welcher einstückig an den Zusatzarm 24 angeformt ist. Der Führungsschlitz 39 ist an einem Ende geöffnet. Ausgehend von dem offenen Ende umfaßt er einen ersten Abschnitt 41, der schräg zur Längsachse des Verlängerungsarms 40 verläuft. An diesen schrägen Abschnitt 41 schließt sich ein gerader Abschnitt 42 an. Die Funktion des Führungsschlitzes 39 in Verbindung mit dem Bolzen 38 ist insbesondere in den Fig. 5 - 9 zu erkennen. In der geschlossenen Stellung (Fig. 5) des Flügels befindet sich der Bolzen 38 im Bereich des geschlossenen Endes des Führungsschlitzes 39 und fixiert somit den Zusatzarm 40 und damit die Gelenkschere 22 innerhalb der oberen Flügelfalz.
Ausstellarm 23, Zusatzarm 24 und der sich daran anschließende Verlängerungsarm 40 erstrecken sich parallel zueinander und parallel zur Längsachse der Treibstange 31 und der Deckschiene 25.
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Beim Verstellen des Fenstergriffs 4 in die Drehstellung (Fig. 6) wird der Bolzen 38 zum schrägen Abschnitt 41 hin verschoben, befindet sich aber weiterhin innerhalb des geraden Abschnitts 42. Auch die Riegelbolzen 32,33 befinden sich weiterhin innerhalb der Bolzenaufnahmen 34,35. Die Gelenkschere ist weiterhin in der geschlossenen Stellung fixiert. Wird nun der Fenstergriff 4 bei im Rahmen geschlossenen Flügel weitergedreht, so wird der Bolzen 38 zum offenen Ende des Führungsschlitzes 39 hin verschoben (siehe Fig. 7). Dabei bewegt er sich durch den schrägen Abschnitt 41 des Führungsschlitzes 39. Dies bewirkt ein Verschwenken des Verlängerungsarms 40 sowie des damit einstückig verbundenen Zusatzarms 24 bezüglich der Treibstange 31 und somit bezüglich der oberen Flügelfalz. Dieses Verschwenken bewirkt ein Öffnen der Gelenkschere 22, so daß die obere Flügelfalz um einige Millimeter (vorzugsweise weniger als 10 mm) aus der Rahmenebene herausgedrückt wird. Dabei wird der Bolzen 38 jedoch weiterhin innerhalb des schrägen Abschnitts 41 gehalten, so daß ein freies Aufkippen des Flügels nicht möglich ist. Die Fig. 7 zeigt den Bolzen 38 etwa in der Mitte des schrägen Abschnitts 41. Die Fig. 8 zeigt den Bolzen 38 nahe dem Ende des schrägen Abschnitts, kurz bevor ein freies Aufkippen des Flügels ermöglicht wird. In dieser Position erzeugt auch der Riegelbolzen 32 einen Halt des Flügels, da er in das trichterförmige Ende 36 der entsprechenden Bolzenaufnahme 34 eingreift. Der Fenstergriff 4 befindet sich etwa in der mittleren Winkelstellung zwischen der horizontalen Drehstellung des Flügels (Fig. 6) und der vertikalen Kippstellung des Flügels (Fig. 9).
Bei einem weiteren Verdrehen des Fenstergriffs 4 in die Kippstellung (Fig. 9) wird der Bolzen 38 aus dem Führungsschlitz 39 herausgeschoben und die Gelenkschere 22 kann in die maximale Kippstellung (in Fig. 3 dargestellt) bewegt werden. Auch die Riegelbolzen 32 und 33 sind dabei außerhalb der entsprechenden Bolzenaufnahmen 34 und 35.
Die Spaltöffnung bei der Griffstellung der Fig. 7 und 8, bei der die obere Flügelkante um etwa 8 mm aus der Rahmenebene herausbewegt ist, ermöglicht eine kontinuierliche Lüftung des durch das Fenster verschlossenen Raumes, ohne daß ein unangenehmer Durchzug oder ein unangenehmer Temperaturabfall entsteht. Die Erstreckung des Öffnungsspaltes kann von
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der oberen Flügelkante nach unten ausgedehnt werden, indem das in Fig. 2 dargestellte Schließteil 15' ausgetauscht wird. Die Fig. 14 zeigt neuartiges Schließteil 15, welches im unteren Bereich ein Kippzapfenlager 17 aufweist, das einen oberen schrägen Abschnitt 43 und einen unteren vertikalen Abschnitt 44 umfaßt. Beim Verstellen des Fenstergriffs 4 von der Drehstellung in die Kippstellung wird der in Fig. 2 erkennbare Kippbolzen 18 in dieses Kippzapfenlager 17 eingeschoben. Durch den schrägen Abschnitt 43 wird der längsverschieblich in der Flügelfalz gehaltene Kippbolzen 18 dabei in Öffnungsrichtung X (am oberen Ende der Fig. 14 dargestellt) des Flügels verschoben. Diese Verschiebung erzeugt auch an der unteren Flügelecke im Bereich des Kippzapfenlagers einen Spalt, so daß die Effektivität der Lüftung erhöht wird. Da der Kippzapfen 18 (Fig. 2) synchron zum Bolzen 38 durch das Treibstangengetriebe bewegt wird, kann auch die Ausstellbewegung durch den Kippzapfen 18 im Kippzapfenlager 17 synchronisiert werden mit der Ausstellbewegung der oberen Flügelkante durch die Gelenkschere 22.
Die Fig. 10 bis 13 zeigen ein weiteres vorteilhaftes Merkmal der Erfindung. An der die Treibstange 31 abdeckenden Deckschiene 25 ist ein schwenkbares Rastelement 45 vorgesehen. Das Rastelement 45 befindet sich etwa im Bereich der gelenkigen Verbindung zwischen dem Zusatzarm 24 und dem Ausstellarm 23. Das Rastelement 45 weist eine Anlagefläche 46 (Fig. 13) auf. An dem Zusatzarm 24 der Gelenkschere 22 ist nahe dem Gelenkbolzen 29 ein nach unten ragender Betätigungszapfen 47 angebracht. In Fig. 12 liegt der Betätigungszapfen 47 vor der Schnittebene und ist daher strichpunktiert dargestellt. Wie in Fig. 11 erkennbar, drückt der Betätigungszapfen 47 bei geschlossener Gelenkschere 22 gegen die Anlagefläche 46 des Rastelements 45, so daß das Rastelement 45 im wesentlichen gerade zur Längserstreckung der oberen Flügelfalz ausgerichtet wird. Das Rastelement 45 weist eine nach unten durch die Deckschiene 25 und die Treibstange 31 ragende Zunge 48 auf. Diese Zunge 48 liegt bei geschlossener Gelenkschere (Fig. 11) etwa mittig innerhalb einer länglichen Ausnehmung 49 der Treibstange 31.
Das schwenkbar an der Deckschiene 25 befestigte Rastelement 45 wird mittels einer Spiralfeder 50, die einerseits am Rastelement 45 und andererseits über den Befestigungsbolzen 51 für das Rastelement 45 an der Deck-
schiene 25 befestigt ist, auf Vorspannung in der in den Fig. 10 und 13 dargestellten Positionen gehalten. In dieser Position wird die Zunge 48 des Rastelementes 45 einseitig gegen den Rand der länglichen Ausnehmung 49 der Treibstange 31 gedrückt und hintergreift einen Rastvorsprung 52, der von einer in der länglichen Ausnehmung 49 der Treibstange 31 vorgesehenen Einkerbung 53 gebildet wird. Der Rasteingriff ist in der Fig. 13 dargestellt. Er arretiert die Treibstange 31 in der Kippstellung des Beschlages und verhindert bei aufgekipptem Fenster eine Bewegung der Treibstange und somit ein Verdrehen des Fenstergriffs.
Erst wenn der Flügel geschlossen wird und das Scherengelenk 22 die in der Fig. 11 dargestellte Position einnimmt, drückt der Befestigungszapfen 47 gegen die Anlagefläche 46 des Rastelementes 45, so daß dessen Zunge 48 aus der Einkerbung 53 heraus in die Mitte der länglichen Ausnehmung 49 der Treibstange verschwenkt wird. In dieser Stellung ist die Treibstange 31 in Längsrichtung frei verschiebbar und der Fenstergriff 4 kann von der Kipposition zurück in die Drehposition geschwenkt werden, wobei die Einkerbung 53 der Treibstange 31 aus der in Fig. 13 dargestellten Rastposition in die in Fig. 12 dargestellte Position verschoben wird. Da der Fenstergriff 4 und der Treibstangenbeschlag aus der Kippstellung nur herausbewegt werden können, wenn die Gelenkschere - wie in Fig. 11 dargestellt geschlossen ist, ist sichergestellt, daß bei diesem Verdrehen des Fenstergriffs die Riegelbolzen 32 und 33 mit den trichterförmigen Enden 36,37 der zugeordneten Bolzenaufnahmen 34 und 35 fluchten. Ferner befindet sich der Bolzen 38 im Bereich der Mündung des Führungsschlitzes 39. Bei dem darauffolgenden Verschieben der Treibstange durch Betätigung des Fenstergriffs 4 ist somit ein Anziehen der oberen Fensterkante durch Einschieben des Bolzens 38 in den Führungsschlitz 39 sowie durch Einschieben der Riegelbolzen 32,33 in die trichterförmigen Enden 36,37 ihrer Aufnahmen 34,35 gewährleistet. Danach ist der Scherenbeschlag fest innerhalb der Flügelfalz arretiert.
S34G002 -13-
Bezugszeichenliste:
| 1 | ,15' | Fensterflügel | |
| 2 | ,16' | Fensterrahmen | |
| 5 | 3 | ,17' | rechtes Flügelprofil |
| 4 | Fenstergriff | ||
| 5 | linkes Flügelprofil | ||
| 6 | oberes Drehgelenk | ||
| 7 | unteres Ecklager (Dreh/Kipplager) | ||
| 10 | 8 | ,22' | linkes Rahmenprofil |
| 9 | ,23' | vertikale Drehachse | |
| 10 | ,24' | horizontale Kippachse | |
| 11 | Kantengetriebe | ||
| 12 | Deckschiene | ||
| 15 | 13 | Schließzapfen | |
| 14 | Schließzapfenaufnahme | ||
| 15 | Schließteil | ||
| 16 | Schließzapfenaufnahme | ||
| 17 | Kippzapfenlager | ||
| 20 | 18 | Kippzapfen | |
| 19 | Eckumlenkung | ||
| 20 | Treibstange | ||
| 21 | Eckumlenkung | ||
| 22 | Gelenkschere | ||
| 25 | 23 | Ausstellarm | |
| 24 | Zusatzarm | ||
| 25 | Deckschiene | ||
| 26 | Eckumlenkung | ||
| 27 | Treibstange | ||
| 30 | 28 | Verbindungsbolzen | |
| 29 | Gelenkbolzen | ||
| 30 | Gelenkbolzen | ||
| 31 | Treibstange | ||
| 32 | Riegelbolzen | ||
| 35 | 33 | Riegelbolzen | |
| 34 | Bolzenaufnahme | ||
| 35 | Bolzenaufnahme | ||
♦ · · 1
| 36 | trichterförmiges Ende |
| 37 | trichterförmiges Ende |
| 38 | Bolzen |
| 39 | Führungsschlitz |
| 5 40 | Verlängerungsarm |
| 41 | schräger Abschnitt |
| 42 | gerader Abschnitt |
| 43 | oberer Abschnitt |
| 44 | unterer Abschnitt |
| 10 45 | Rastelement |
| 46 | Anlagefläche |
| 47 | Betätigungszapfen |
| 48 | Zunge |
| 49 | längliche Ausnehmung |
| 15 50 | Spiralfeder |
| 51 | Befestigungsbolzen |
| 52 | Rastvorsprung |
| 53 | Einkerbung |
S34G002 -14-
Claims (10)
1. Ausstellvorrichtung für Fenster oder Türen mit Dreh/Kippflügel (1), bestehend aus einem Ausstellarm (23), dessen erstes Ende um die Drehachse des Flügels drehbar angelenkt ist und dessen zweites Ende am Flügel (1) drehbar und verschiebbar befestigt ist, und aus einem Zusatzarm (24), der einerseits am Ausstellarm (23) zwischen dessen beiden Enden und andererseits am Flügel (1) drehbar angelenkt ist, sowie aus einer Anordnung mit einem Führungsschlitz (39) und einem an dem Flügel (1) befestigten Bolzen (38), der mittels eines Betätigungsgetriebes zum zwangsweisen An- und Abdrücken des Flügels (1) innerhalb des Führungsschlitzes (39) verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungsschlitz (39) an einem Ende offen ist und der Bolzen (38) innerhalb des Führungsschlitzes (39) den Flügel (1) in einer bestimmten Kippstellung nahe der Schließstellung fixiert und nach dem Austreten aus dem offenen Ende des Führungsschlitzes (39) ein weiteres Aufkippen des Flügels (1) freigibt.
2. Ausstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatzarm (24) einen sich über die Anlenkung (29) am Ausstellarm (23) hinaus erstreckenden Verlängerungsarm (40) aufweist, in dessen Ende der Führungsschlitz (39) angeordnet ist.
3. Ausstellvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungsschlitz (39) einen von dem offenen Ende aus schräg zur Längsrichtung des Verlängerungsarm (40) verlaufenden ersten Abschnitt (41) und einen sich daran anschließenden zweiten Abschnitt (42) aufweist, der parallel zur Längsrichtung des Verlängerungsarms (40) verläuft.
4. Ausstellvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Bolzen (38) an einer Treibstange (31) befestigt ist und ein Langloch in einer die Treibstange (31) abdeckenden Deckschiene (25) durchragt.
5. Ausstellvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Treibstange (31) durch einen Eckumlenker mit einer zweiten Treibstange gekoppelt ist, an der ein Kippzapfen (18) im Bereich der unteren Flügelecke gegenüber der Drehachse (9) des Flügels (1) befestigt ist, wobei der Kippzapfen (18) mit einem Kippzapfenlager (13) derart zusammenwirkt, daß die genannte Flügelecke in Öffnungsrichtung aus der Rahmenebene herausbewegt wird, wenn durch Verschieben des Bolzens (38) in dem Führungsschlitz (39) der obere Flügelrand abgedrückt wird.
6. Ausstellvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß beide Treibstangen über einen in ein Kantengetriebe (11) eingreifenden Griff (4) betätigt werden, der von einer den Flügel (1) im Rahmen festlegenden Schließstellung über eine das Aufschwenken des Flügels (1) ermöglichende Drehstellung in eine das Kippen des Flügels (1) ermöglichende Kippstellung schwenkbar ist, wobei vor der Kippstellung eine Zwischenstellung des Griffs (4) vorgesehen ist, in welcher die obere Flügelkante um einen Spalt geöffnet ist und der Kippzapfen (8) in seiner aus der Rahmenebene herausbewegten Position innerhalb des Kippzapfenlagers (17) gehalten ist.
7. Ausstellvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Griff (4) um eine zur Flügelebene senkrechte. Schwenkachse schwenkbar ist, wobei der Griff (4) in Schließstellung von der Schwenkachse aus vertikal nach unten ragt, in der Drehstellung von der Schwenkachse aus horizontal zur Seite ragt und in der Kippstellung von der Schwenkachse aus vertikal nach oben ragt, und wobei der Griff (4) in der Zwischenstellung von der Schwenkachse aus um etwa 45° zur Horizontalen schräg nach oben ragt.
8. Ausstellvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an einer Deckschiene (25) des Treibstangenbeschlags in der oberen Flügelfalz ein entgegen einer Rückstellkraft bewegliches Rastelement (45) angeordnet ist, welches in Kippstellung des Treibstangenbeschlags bei aufgekipptem Flügel (1) mit einem Rastvorsprung (52) an der Treibstange (31) in Eingriff steht und die Verschiebung der Treibstange (31) in die Drehstellung sperrt und welches bei geschlossenem Flügel (1) durch einen Arm der Gelenkschere (22) in eine Entriegelungsposition gedrückt ist, in der kein Eingriff mit dem Rastelement (52) der Treibstange (31) besteht.
9. Ausstellvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß an einem Arm (24) der Gelenkschere (22) ein Betätigungszapfen (47) angeordnet ist, der beim Schließen der Gelenkschere (22) gegen eine Anlagefläche (46) des Rastelements (45) drückt.
10. Ausstellvorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Rastelement (45) schwenkbar an der Deckschiene (25) befestigt ist und die Rückstellkraft durch eine Spiralfeder (SO) erzeugt wird, deren eines Ende mit der Deckschiene (25) und deren anderes Ende mit dem Rastelement (45) verbunden ist.
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