DE20005012U1 - Batteriesystem in Kraftfahrzeugen - Google Patents

Batteriesystem in Kraftfahrzeugen

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    • B60R16/03Electric or fluid circuits specially adapted for vehicles and not otherwise provided for; Arrangement of elements of electric or fluid circuits specially adapted for vehicles and not otherwise provided for electric constitutive elements for supply of electrical power to vehicle subsystems or for

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Description

• ·
Peter Hogl
Robert-Bosch-Straße 7, 71154 Nufringen
Batteriesystem in Kraftfahrzeugen
Die Erfindung betrifft ein Batteriesystem in Kraftfahrzeugen mit einer Akkubatterie.
Mit Verbrennungsmotoren ausgestattete Kraftfahrzeuge sind mit einer Akkubatterie ausgestattet, durch die insbesondere die erforderliche Energie zum Speisen des als Elektromotor ausgebildeten Anlassers für das In-Betrieb-Setzen des Verbrennungsmotors bereitgestellt wird. Aber auch teilweise oder gänzlich durch elektrische Energie angetriebene Kraftfahrzeuge etwa mit sog. Hybridantrieb weisen natürlich eine Akkubatterie auf.
Die von derartigen Akkubatterien bereitgestellte, erhebliche elektrische Energie kann bei Unfällen zu Funkenbildung führen oder kann Leitungen bis zum Glühen erhitzen, wenn Kurzschlüsse auftreten oder wenn elektrische Leitungen abgerissen werden. Solche Funken oder solche starke Erhitzung können sehr leicht zu Fahrzeugbränden führen, wenn sie brennbares Material beaufschlagen, insbesondere wenn sie mit ausgelaufenem Benzin in Berührung kommen.
Um dies zu verhindern, war der Erfindung die Aufgabe gestellt, zu verhindern, daß die große elektrische Energie einer Autobatterie bei einem Unfall zu Schäden führen kann. Sie löst diese Aufgabe durch die im Kennzeichen des Hauptanspruches genannten Merkmale. Dadurch, daß die Batterie bei einem Unfall sofort vom Bordnetz des Kraftfahrzeuges elektrisch getrennt wird, wird zuverlässig verhindert, daß sich in diesem weit verzweigten Bordnetz durch Kurzschluß oder durch Abreißen von elektrischen Leitungen Funken oder Glutherde bilden können, die einen Brand auslösen könnten.
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-2-
Bevorzugt ist vorgesehen, das Öffnen des Trennschalters mittels elektrischer Energie vorzunehmen. Es versteht sich aber, daß dieses Öffnen auch mittels der in vielen Kraftfahrzeugen ohnehin zur Verfügung stehenden Druckluft erfolgen kann oder daß diese Druckluft etwa in einem PKW mittels einer Druckgaskartusche (CO2-Kartusche) bereitgestellt wird. Das Betätigungselement für den Trennschalter ist in diesen Fällen vorzugsweise als vom Sensor gesteuerte Kolben/Zylindereinheit ausgebildet. Auch ein Betätigen des Trennschalters über eine durch das Druckgas beaufschlagbare Membrane ist möglich.
In den Figuren der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 das Schartschema der erfindungsgemäßen Trennvorrichtung; Fig. 2 eine Variante der Fig. 1 in Teildarstellung.
Eine geläufige Autobatterie 1 weist einen Plus-Pol 2 und einen Minus-Pol 3 auf, von denen angeklemmte Leitungen 4 bzw. 5 in das hier nicht dargestellte elektrische Bordnetz des Kraftfahrzeuges ausgehen. In die vom Plus-Pol 2 ausgehende Leitung ist ein Trennschalter 6 eingefügt, der durch Beaufschlagen eines Hubmagneten 7 geöffnet werden kann und damit das Bordnetz von der Batterie 1 trennt. In manchen Fällen kann es vorteilhaft sein, den Trennschalter 6 in die vom Minus-Pol 3 ausgehende Leitung 5 einzufügen oder beide von der Batterie ausgehende Leitungen 4 und 5 mit Trennschaltern zu versehen.
Der Hubmagnet 7 des Trennschalters 6 ist in einen Stromkreis 8 eingefügt, der hinter dem Trennschalter von der Leitung 4 ausgeht und an Masse 9 endet oder an die Leitung 5 angeschlossen sein kann.
In diesem Stromkreis 8 liegt ein Kontakt 10, der mittels eines auf starke Verzögerung oder starke Schräglage des Kraftfahrzeuges ansprechenden^ hier symbolisch als auf der Spitze stehendes Quadrat dargestellten Sensors 11 geschlosajirwerden kann. Solche Sensoren sind als Auslöser von Airbags bekannt und geläufig. Falls das Kraftfahrzeug bereits einen solchen Sensor aufweist, kann er mit Vorteil auch zum Schließen des Kontaktes 10 herangezogen werden.
Bei einem Unfall, durch den der Sensor 11 anspricht, wird über den dadurch geschlossenen Stromkreis 8 der Hubmagnet 7 betätigt, öffnet den Trennschalter 6 und trennt damit die Batterie 1 vom Bordnetz, so daß kein Strom mehr fließen kann.
-3-
Dadurch, daß der Stromkreis 8 hinter dem Trennschalter 6 von der Leitung 4 abzweigt, wird erreicht, daß beim Abschalten der Batterie 1 auch dieser Stromkreis stromlos wird. Der bis zum Öffnen des Trennschalters 6 noch durch den Hubmagneten 7 fließende Strom reicht in aller Regel aus, den Hubmagneten ansprechen zu lassen und den Trennschalter zu öffnen. Es versteht sich, daß der Trennschalter 6 nach dem Öffnen durch Verriegelung offen gehalten werden muß.
Falls sich in manchen Fällen zeigen sollte, daß für das Aktivieren des Hubmagneten 7 der Stromstoß bis zum Öffnen des Trennschalters 6 nicht sicher ausreicht, kann der Stromkreis 8 gemäß Fig. 2 eine eigene Stromversorgung in Form einer gesonderten Batterie 12 aufweisen, die den Hubmagneten 7 speist und auch den Sensor 11 speisen kann. Der Energieinhalt dieser Hilfsbatterie 12 kann so gering sein, daß die von ihr ausgehende Stromstärke keinen Schaden anrichten kann. Sie kann über eine Ladeeinrichtung 13 aus dem Bordnetz 14 des Kraftfahrzeuges in geladenem Zustand gehalten werden. /

Claims (4)

1. Batteriesystem in Kraftfahrzeugen mit einer Akkubatterie, dadurch gekennzeichnet, daß in die Ableitung (4, 5) von mindestens einem der Pole (2, 3) der Batterie (1) ein Trennschalter (6) eingefügt ist, der mittels eines Betätigungselementes (7) geöffnet werden kann, das durch einen auf starke Verzögerung des Kraftfahrzeuges ansprechenden Sensor (11) aktivierbar ist.
2. Batteriesystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Trennschalter (6) mittels elektrischer Energie zu öffnen ist und das Betätigungselement als elektromagnetischer Hubmagnet (7) ausgebildet ist.
3. Batteriesystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Energie zum Öffnen des Trennschalters (6) von einer gesonderten Batterie (12) geringen Energieinhalts bereitgestellt wird.
4. Batteriesystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Trennschalter (6) mittels Druckgas zu öffnen ist und das Betätigungselement als Kolben/Zylindereinheit ausgebildet ist.
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