DE20005360U1 - Schleifmaschine - Google Patents

Schleifmaschine

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Description

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OIPL-PHYS. DR. RER. NAT. JOST LEMPERT D-76207 KARLSRUHE (DURLACH)
POSTFACH 410760
DIPL-ING. HARTMUT LASCH TELEFON: (0721)9432815 TELEFAX: (0721)9432850
OTEC Präzisionsfinish GmbH Dieselstraße 12
7 53 34 Straubenhardt-Feldrennach
21. März 2000 17334.2 Le/bu
Schleifmaschine
Die Erfindung betrifft eine Schleifmaschine insbesondere eine Fliehkraftschleifmaschine zum Schleifen von Schleifgut mittels Schleifkörper mit wenigstens einer Schleifeinheit mit zwei relativ zueinander um eine vertikale Drehachse drehbaren Teilen in Form eines Behälters und eines in diesem befindlichen Drehtellers.
Es sind zum Beispiel Fliehkraft-Gleitschleifmaschinen bekannt, die aus einem zweiteiligen Behälter mit einem schalenartig drehbaren, einen Boden bildenden, Behälterunterteil und einem stationären zylindrischen Behälteroberteil bestehen.
Derartige Schleifmaschinen finden für die Oberflächenbearbeitung von Schleifgut, zum Beispiel von kleineren Teile und Werkstücken, Verwendung, die zusammen mit Schleifkörpern und gegebenenfalls einem flüssigen Verfahrensmittel in
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dem Behälter bewegt wird. Wird das Unterteil in Drehung versetzt, so werden die zu behandelnden Werkstücke auf dem Teller nach außen bewegt, bis sie auf die Innenwandung des Behälters auftreffen, an der sie abgebremst werden. Durch nachströmende Werkstücke stellt sich eine umlaufende Werkstückbewegung ein, die eine intensive Schleif- oder Polierbearbeitung bewirkt.
Nachteilig bei solchen Fliehkraft-Gleitschleifmaschinen ist insbesondere, dass die Abdichtung des Ringspaltes und die Führung der diesen begrenzenden Röhrchen erhebliche Probe aufweist, die nur mit großem Aufwand und entsprechender Kosten überwunden werden können. Es besteht die Gefahr, dass von Ober- und Unterteil, insbesondere das Unterteil, sich in Folge von Reibung sehr stark erwärmt, wenn Teile des Schleifgutes und/oder zusätzlich zugegebener Schleifkörper während des Betriebs in den Spalt zwischen Behälterboden und rotierendem Teller gelangen. Hierdurch resultiert einerseits eine nur verhältnismäßig kurze Standzeit der Schleifmaschine, andererseits muss diese während der Bearbeitung von Schleifgut häufig abgeschaltet werden, um eine Überhitzung sowohl der Schleifmaschine als auch des Schleif- bzw. Poliergutes zu vermeiden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfach ausgebildete und preiswerte Fliehkraft-Gleitschleifmaschine zu schaffen, die bei einer geringen Verschleißanfälligkeit zuverlässig arbeitet und eine hohe Standzeit aufweist.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit einer Schleifmaschine, insbesondere Poliermaschine, der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass der Drehteller einen begrenzten endlichen Vertikalabstand zum Boden des Behälters aufweist und einen unter einem Öffnungswinkel größer 90° zur Horizontalen nach oben geführten Tellerrand aufweist, wobei
Tellerrand und/oder Wandung des Behälters im Bereich des Tellerrandes flexibel sind. Der Öffnungswinkel beträgt dabei selbstverständlich weniger als 180°:
Der Teller weist auch einen Abstand vom Boden des Behälters auf. In äußerst bevorzugter Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Größe des Spaltes kleiner ist als der axiale Abstand des Tellers vom Behälterboden.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, dass der Tellerrand zu seiner freien Umfangskante sich verjüngend spitz zuläuft. Hierdurch kann dem Tellerrand, insbesondere in seinem äußeren freien Kantenbereich eine hohe Flexibilität gegeben werden.
Eine weitere äußerst bevorzugte Ausgestaltung sieht vor, dass der Tellerrand in unbelastetem Zustand die Behälterwand nicht berührt. Hierdurch wird erreicht, dass erst bei höheren Umdrehungszahlen der Tellerrand die Behälterwan-0 dung berührt und damit einen dichten Abschluss zu dieser hin bildet. In bevorzugter Ausgestaltung ist dabei vorgesehen, dass der Abstand mindestens 0,1 mm, vorzugsweise mehr als 0,5 mm, insbesondere aber nicht mehr als 2 mm beträgt. Bevorzugte Ausgestaltungen zeichnen sich dadurch aus, dass der Abstand des Umfangsrandes und auch des Bodentellers von der Gehäusewandung bzw. dem Gehäuseboden wenigstens 0,8 mm, höchstens aber 1 mm beträgt.
Eine weitere äußerst bevorzugte Ausgestaltung sieht vor, dass eine Antriebsachse des Schleiftellers flüssigkeitsdicht durch den Boden des Behälters geführt ist. Hierdurch wird insbesondere in Verbindung mit dem Merkmal des zu seiner freien Kante spitz zulaufenden Tellerrandes die für diese sinnvolle Flexibilität erreicht.
Weitere bevorzugte Ausgestaltungen sehen vor, dass die Öffnungswinkel (&agr;,&bgr;) wobei insbesondere die Öffnungswinkel des Tellers 120° bis 150° betragen. 5
Bei einer erfindungsgemäßen Vorrichtung wird vorzugsweise mit einer Korngröße des Schleifmaterials von 0,1 bis 0,3 mm gearbeitet. Der Umfangsrand wird insbesondere in seinem äußeren Kantenbereich im Betrieb gegen die Behälterwandung gedrückt, so dass sich der Umfangsrand und die Wand berühren. Es wurde festgestellt, dass keine erhöhte Erhitzung unter Reibung auftritt und insbesondere ein Verschweißen der üblicherweise aus PU bestehenden Teile nicht erfolgt. Dies mag daran liegen, dass feiner Polierstaub, der sich von den Polierkörnern beim Arbeiten löst zwischen Umfangswand und Behälterwandung gerät und dort als Schmiermittel wirkt.
Neben der Wahl eines flexiblen Materials trägt auch die Form des Umfangsrandes in dem dieser eben im Querschnitt schlank ausgebildet ist und vom Bodenbereich des Tellers zur freien Kante spitz zuläuft über Hohlflexibilität der Lippe bei.
Insbesondere bei Ausbildung der erfindungsgemäßen Schleifmaschine als Flüssigkeitsschleifmaschine mit einem im Behälter enthaltenen flüssigen Verfahrensmittel kann in bevorzugter Ausgestaltung vorgesehen sein, dass der gesamte Teller starr ist. In weiterer Ausgestaltung ist in diesem Falle vorgesehen, dass die Breite oder Stärke des Spaltes wenigstens 1/10 mm beträgt, wobei sie in der Regel 2 mm nicht übersteigen sollte. Es hat sich erstaunlicherweise herausgestellt, dass bei einer erfindungsgemäßen Fliehkraft-Gleitschleifmaschine mit in dem Behälter befindlicher
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Flüssigkeit diese aus dem Spalt zwischen drehbarem Teller und Boden des stationären Behälters ausgetrieben wird und sich dort keine Flüssigkeit befindet. Hierdurch wird verhindert, dass in diesen Bereich Schleifgut, auch abgebrochene Bruchteile von größeren Schleifkörpern geraten und damit zu einer Beeinträchtigung der Lagerung des Tellers bzw. der durch den Boden nach außen geführten Antriebsachse des Tellers führt.
Das gleiche, nämlich das Verhindern des Eindringens von Schleifkörnern oder Bruchteilen derselben bzw. Austreiben derselben aus dem Spalt zwischen drehbarem Teller und stationärem Boden kann bei einer trocken arbeitenden Fliehkraft-Schleifmaschine, also einer Trockenschleifmaschine, dadurch erreicht werden, dass der Teller zumindest auf seiner Unterseite nachgiebiges Material aufweist.
Durch diese erfindungsgemäße Ausgestaltung des Tellers wird ebenfalls sichergestellt, dass bei Eindringen eines Schleifkörper- oder Schleifgutteilchens in den Spalt dieses lediglich durch die relative Drehbewegung zwischen Teller und Behälterboden wieder nach außen gefördert wird, aber durch die Nachgiebigkeit des Tellers bzw. seiner Unterseite kein Verschleiß auftritt und insbesondere verhindert wird, dass die Lagerung des Tellers beeinträchtigt wird.
Durch die Erfindung ist die Konstruktion sehr preiswerter und betriebssicherer Fliehkraft-Gleitschleifmaschine möglich, die zudem den Einsatz sehr feiner Schleif- und /oder Polierkörper erlauben.
In weiterer bevorzugter Ausgestaltung ist insbesondere vorgesehen, dass eine Antriebsachse des Schleiftellers flüssigkeitsdicht durch den Boden des Behälters geführt ist.
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Der Teller oder der Belag auf seiner Unterseite kann beispielsweise aus einem elastomeren Kunststoff und insbesondere aus Gummi, aber auch aus Filz, Baumwo11gewebe oder einem üblich nachgiebigen Bodenbelag, wie PVC-Bodenbelag, Teppichboden jeder Art bestehen.
In bevorzugter Ausgestaltung ist weiterhin vorgesehen, dass der Teller einen nach oben gezogenen Umfangsrand hat. Der Teller weist einer über größten Teil seiner Fläche ebenen Boden auf, lediglich der Rand ist etwas hochgezogen, so dass ein oberhalb des Tellers angeordneter Umfangsrand an demselben vorgesehen ist.
Wenn auch insbesondere bei kleineren Tellern, bis etwa 250 mm Durchmesser, eine schleifende Abdichtung zwischen Tellerrand und umgebendes Topfteil vorgesehen sein kann, kann aufgrund der mit dem flexiblen Teller verbundenen geringen Verschleißanfälligkeit der erfindungsgemäßen Fliehkraft Gleitschleifmaschine kann der Spalt insbesondere auch größer als die minimalen Abmessungen der Schleif- bzw. Polierkörperteilchen sein, wobei er aber in deren Größenordnung bleibt, insbesondere nicht mehr als das doppelte oder dreifache betragen sollte, so dass diese beim Betrieb der Schleifmaschine unter den Teller wandern und sich aufgrund der Relativbewegung des flexiblen rotierenden Tellers bezüglich des Behälterbodens wieder lösen und radial nach außen in Richtung der Behälterwand transportiert werden können.
Bei sehr feinem Poliermaterial, wie Walnußgranulat, sollte der Spalt ebenfalls sehr klein sein. Die Breite b des Spaltes beträgt bei gröberem Granulat vorzugsweise wenigstens 2 mm und höchst vorzugsweise etwa zwischen 3 und 4 mm. Die Spaltbreite kann insbesondere auch veränderlich sein, um
den Spalt an das verwendete Granulat anzupassen. Dabei kann eine Einstellbarkeit des Spaltes mittels beliebiger bekannter Mittel, zum Beispiel durch zwischen Behälterboden und Teller einbringbare Unterlegscheiben oder dergleichen, vorgesehen sein, mittels denen eine den Behälterboden durchsetzende Welle zur Lagerung des flexiblen Tellers höhenverstellbar und auf beliebiger Höhe fixierbar ist. Alternativ kann auch der Behälter bezüglich des Tellers höhenverstellbar und in einer gewünschten Höhe fixierbar sein. 10
Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung ist dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb des Tellers im Boden des Behälters ein verschließbarer Auslaß vorgesehen ist.
In weiterer bevorzugter Ausgestaltung ist vorgesehen, dass das Gehäuse einstückig ist, wobei insbesondere das Gehäuse und/oder der Behälter aus Kunststoff besteht. Hierdurch lässt sich die erfindungsgemäße Schleifmaschine fertigungsökonomisch und damit preiswert herstellen. Dazu trägt auch bei, dass das Getriebe unterhalb des Tellers angeordnet ist. In alternativer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass der Antrieb als Getriebemotor mit integriertem Getriebe ausgebildet ist, wobei dann insbesondere der Motor mit seiner Achse vertikal ausgerichtet ist und eine Antriebswelle am unteren Ende des Motors austritt und die Oberseite des Motors im wesentlichen auf der gleichen Höhe die die Oberseite des Behälters ist.
Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Schleifeinhei-0 ten können in einer Maschine mit geringem konstruktivem Aufwand gegebenenfalls auch mehrere Schleifeinheiten vorhanden, sein um beispielsweise die rationelle Bearbeitung von schwereren und/oder stoßempflindlichen Werkstücken zu ermöglichen, die eine gemeinsame Bearbeitung mehrerer Werkstücke in einem einzigen Behälter nicht zulassen. Es
können dabei sogar sehr viele Einheiten vorgesehen sein, beispielsweise mehr als 30. Hierbei können die Teller der einzelnen Behälter entweder separat angetrieben sein oder die Schleifmaschine weist einen gemeinsamen Antrieb für alle Einheiten auf. In letztgenanntem Fall können die auf jeweils einer Well angeordneten Teller der Einheiten über Kupplungselemente, wie kämmende Zahnräder, Keilriemen oder dergleichen, mit dem zentralen Antrieb verbunden sein, wobei die Teller einzelner Behälter vorzugsweise separat vom zentralen Antrieb entkoppelbar sind, so dass während der Schleifbearbeitung von Werkstücken in einigen Behältern der Schleifmaschine die anderen Behälter beispielsweise gereinigt bzw. entleert und erneut mit Werkstücken beaufschlagt werden können. Eine erfindungsgemäße Schleifmaschine kann insbesondere zum Trockenpolieren von Schmuck, Dentalteilen etc. eingesetzt werden.
Nachstehend ist die Erfindung anhand einer bevorzugten Ausführungsform unter Bezugnahme auf die Zeichnung im einzelnen erläutert. Dabei zeigt:
Fig. 1 einen Behälter einer erfindungsgemäßen
Fliehkraft-Gleitschleifmaschine;
Fig. 2 eine andere Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Schleifmaschine;
Fig. 3 eine weitere Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Schleifmaschine in Seitenansicht;
Fig. 4 die wesentlichen Teile der Gleitmaschine
gemäß Figur 3 im Vertikalschnitt; und 25
Fig. 5 eine vergrößerte Darstellung des Bereichs
des Umfangsrandes des Drehtellers.
Die in Fig. 1 dargestellte Schleifeinheit 1 einer Fliehkraft-Gleitschleifmaschine in form einer Tellerfliehkraftmaschine weist einen Behälter 2 mit einem drehbaren Teller 3 auf. Ist der Teller starr, so wird mit Flüssigkeit im Behälter gearbeitet.
Grundsätzlich kann der Teller - für Nass- und Trockenbearbeitung - aber aus einem flexiblen Material, z.B. Gummi, sein. Der Teller wird durch eine Welle 3a angetrieben. Die Welle 3b durchsetzt, vorzugsweise flüssigkeitsdicht einen Behälterboden 2a und ist an diesem über Lager 4 drehbar gelagert. Der Teller 3 ist unter Ausbildung eines Spaltes 5 vom Behälterboden 2a beabstandet, wobei die Spaltbreite b beispielsweise bei Trockenbearbeitung etwa 3 mm beträgt. Der Teller 3 und/oder der Behälter 2 kann z. B. unter Variation der Spaltbreite b höhenverstellbar anordbar sein.
Beim Betrieb der Schleifmaschine ermöglicht der vergleichsweise breite Spalt 5, dass kleine Teilchen des Schleifgutes oder insbesondere der Schleifkörper zwischen Teller 3 und Behälterboden 2a gelangen könne, wobei diese aufgrund des rotierenden flexiblen Tellers 3 wieder in Richtung der Behälterwand 2b gefördert werden, ohne dass ein nennenswerter Verschleiß von Behälterboden 2a bzw. Teller 3 auftritt. Weiterhin wird aufgrund des flexiblen Tellers 3 die Erzeugung von Reibungswärme weitgehend verhindert, indem unter den Teller 3 gelangte Schleifkörper nicht etwa zermalmt, 0 sondern radial nach außen gefördert werden.
Eine erfindungsgemäße Schleifmaschine weist insbesondere mehrere, z.B. mehr als 30 Einheiten auf, die eine ratio-
nelle separate Bearbeitung relativ schwerer (z.B. schwerer als 10 g) und/oder stoßempfindlicher Werkstücke gewährleisten. Der Durchmesser D des Behälters 2 kann z.B. etwa 4 5 cm betragen.
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Die Figur 2 zeigt eine andere Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Schleifmaschine, die konstruktiv einfach ausgebildet ist und daher mit geringem Kostenaufwand hergestellt und preiswert angeboten werden kann, so dass sie auch im Privatbereich zum Aufpolieren privater Schmuckstücke eingesetzt werden kann.
Die Schleifmaschine 1 der Figur 2 weist ein einstückiges Gehäuse 2' auf, das vorzugsweise aus Kunststoff besteht, so dass insbesondere auch der Behälter 2 in Kunststoff ausgebildet ist. Im Behälter 2 ist wiederrum ein Teller 3 angeordnet. Der Teller 3 weist bei dieser Ausgestaltung einen schräg nach oben gezogenen Umfangsrand 3a auf, dessen Außenwandung der Kontur des Behälters in diesem Bereich folgt, so dass radial zwischen Teller 3 bzw. dessen Umfangsrand 3a und Behälter 2 bzw. Behälterwand 2b ein endlicher Spalt 5 gebildet ist, der über seine gesamte Höhe wesentlich die gleiche Abmessung hat. Durch den nach oben gezogenen Tellerrand 3a wird eine schüsseiförmige Aufnahme für das Schleifgut geschaffen.
Durch den Behälterboden 2b führt die Antriebswelle 3b für den Teller 3. Diese ist mit einer Antriebswelle 12a eines Getriebes 12 gekoppelt, welche durch einen Zentrierring 12b zentriert wird. In der dargestellten Ausführungsform ist der Antrieb 11 als Getriebemotor 14 ausgebildet, bei dem Motor 13 und Getriebe 12 miteinander integriert sind. Demgemäß ist nicht nur das Getriebe 12 sondern auch der Antriebsmotor 13 unterhalb des Behälters 2 in einem Fuß 2c 5 des Gehäuses 2' angeordnet. Der Getriebemotor 14 ist über
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Schraubverbindungen 16 am Gehäuse 21, genauer am Behälterboden 2b befestigt.
Die Figuren 3 und 4 zeigen eine weitere Ausgestaltung der Erfindung, bei der die erfindungsgemäße Schleifmaschine ebenfalls konstruktiv einfach ausgebildet und damit preisgünstig herstellbar ist.
Bei dieser Ausgestaltung weist das Gehäuse 2' einen Fuß 2c auf, der allerdings nicht einstückig mit dem Behälter 2 ausgebildet ist. Der Behälter 2 ist vielmehr in noch zu erläutender Weise an dem Fuß 2c festgelegt. Auf jeden Fall ist bei dieser Ausgestaltung, wie insbesondere die Figur 3 zeigt einen Motor 13 seitlich des Behälters 2 und des Fußes 2c.derart angeordnet, dass die Abtriebswelle des Motors 13 (selbst nicht dargestellt) nach unten hin aus dem Motor 13 austritt. Das Getriebe 12 ist ebenfalls unterhalb des Motors 13 angeordnet, wobei der Antrieb 11 ebenfalls als Getriebemotor 14 ausgebildet sein kann. Die Oberseite des Motors 13 liegt im wesentlichen auf der gleichen Höhe wie die Oberkante des Behälters 2. Zwischen Behälter 2 und Motor 13 ist eine Schutzwand 16 vorgesehen, die vorzugsweise teilbogenförmig insbesondere halbbogenförmig um den Behälter 2 herumgeführt ist. Alternativ kann auch der dem Motor 13 zugewandte Wandungsbereich gegenüber dem Motor 13 abgewandten Wandungsbereich des Behälters 2 erhöht ausgebildet sein, um eine solche Schutzwandwirkung zu erzeugen.
Unterhalb des Tellers ist weiterhin im Behälterboden 2b eine verschließbare Öffnung 15 vorgesehen, über die gegebenenfalls unter den Teller 3 gelangtes Schleifmaterial entfernt werden kann.
Aus der Figur 4 ist ersichtlich, dass im Fuß 2c des Gehäuses 2' ein U-förmiger Bügel 17 vorgesehen ist, der mit sei-
nen Schenkeln am Fuß 2c des Gehäuses angebracht ist. Mit seinem Steg trägt er den Behälter 2. Eine Antriebsachse 3b für den Teller 3 führt durch den Boden 2b und den Steg des Bügels 17 in das Getriebe 12 hindurch, dass von seinen Tei len unmittelbar unter dem Motor 13 bis mittig unter den Behälter 2 reicht, indem entsprechende Zwischenzahnräder oder andersartige Getriebeausgestaltungen wie durch gezähnte Bänder etc., vorgesehen sind.
Die Figur 5 zeigt eine Detaildarstellung des nach oben gezogenen Umfangsrandes 3a des um die Achse A im Behälter 2 drehbaren Drehtellers 3. Zumindestens der Umfangsrand 3a besteht in dem dargestellten Ausführungsbeispiels aus einem flexiblen Material mit einer Schohärte von 50 bis 95°. Der Drehteller selbst bzw. sein Boden 3b kann aus dem gleichen Material oder einem anderen Material bestehen. Zusätzlich oder alternativ kann auch die Behälterwandung 2b im Bereich des Umfangsrandes 3a flexibel oder elastisch ausgebildet sein.
Der Umfangsrand 3a läuft vom Bodenbereich 3b des Tellers 3 zu seiner freien Kante 3c verjüngend aus. Der Öffnungswinkel &agr; des Umfangsrandes 3a zum Boden 3b beträgt im dargestellten Ausführungsbeispiel etwa 150°. Der Winkel ß zwisehen Unterseite 3d des Bodens und Außenseite 3e des Umfangsrandes 3a beträgt demgemäss etwa 130°. Die Werte für beide Winkel &agr;, ß liegen vorzugsweise zwischen 110° und 150°.
Bei unbelasteten Drehteller 3, d.h. wenn dieser sich weder dreht und Fliehkräfte auf den Umfangsrand 3a ausgeübt werden noch der Umfangsrand 3a durch eingefülltes Material belastet ist berührt der Umfangsrand 3a insbesondere auch im Kantebereich 3c die Innenwandung 2b des Behälters 2 nicht,
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sondern weist vielmehr zu dieser einen endlichen Abstand oder Spalt 5 in der Größenordnung von höchst vorzugsweise 0,8 bis 1 mm auf. Auch zwischen der Unterseite 3d des Drehtellers 3 und der Oberwandung 2c des Bodens 2a des Behälters 2 hat einen Spalt 5a oder endlichen Abstand.
Beim Betrieb der erfindungsgemäßen Tellerschleifmaschine, insbesondere bei Arbeiten im Trockenprozess wird die freie Kante 3c des Umfangsrandes 3a durch die Fliehkraft und das im Behälter eingefüllte Schleifmaterial und Schleifgut gegen die Wandung 2b des Behälters 2 gedrückt, so dass der Eintritt von Schleifmaterial in die Spalte 5,6 weitgehend verhindert wird. Dennoch eingetretene Schleifkörner können aufgrund der Flexibilität insbesondere des Umfangsrandes 3a (oder aber auch der Wandung 2b) wieder durch die auf sie infolge der Bewegung des Drehtellers einwirkenden Fliehkräfte aus dem Spalt herausgedrückt werden. Überraschenderweise erfolgt trotz der Berührung des Umfangsrandes 3a an der Wandung 2b des Behälters keine übermäßige Erhitzung des Tellers und insbesondere des Umfangsrandes 3a, der in üblicher weise aus PU besteht, und insbesondere kein Verschweißen mit der Umfangswandung aufgrund von einer Erhitzung. Dies mag daran liegen, dass durch die Abtragung von Material von den Schleifkörner gebildetes Schleifmehl oder -pulver in den Spalt 5 zwischen Umfangsrand 3a, insbesondere im Bereich der Kante 3c und Behälterwandung 2a eintritt und dort eine Schmierwirkung erzeugt.

Claims (30)

1. Schleifmaschine, insbesondere Fliehkraftschleifmaschine zum Schleifen von Schleifgut mittels Schleifkörpern mit wenigstens einer Schleifeinheit (1) mit zwei relativ zueinander um eine vertikale Drehachse (A) drehbaren Teilen in Form eines Behälters (2) und eines in diesem befindlichen Drehtellers (3), dadurch gekennzeichnet, dass der Drehteller (3) einen begrenzten endlichen Vertikalabstand zum Boden (2a) des Behälters (2) aufweist und einen unter einem Öffnungswinkel größer 90° zur Horizontalen nach oben geführten Tellerrand (3a) aufweist, wobei Tellerrand und/oder Wandung (2b) des Behälters (2) im Bereich des Tellerrandes (3a) flexibel sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Tellerrand (3a) zu seiner freien Umfangskante (3c) sich verjüngend spitz zuläuft.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Tellerrand (3a) in unbelastetem Zustand die Behälterwand (2b) nicht berührt.
4. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite (b) des Spaltes (5) wenigstens 1/10 mm beträgt.
5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand von Tellerboden (3b) zu Behälterboden (2c) und/oder zwischen Tellerrand (3a) und Behälterwandung (2a) mindestens 0,5 mm beträgt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand von Tellerboden (3b) zu Behälterboden (2c) und/oder zwischen Tellerrand (3a) und Behälterwandung (2a) mindestens 0,8 mm beträgt.
7. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand von Tellerboden (3b) zu Behälterboden (2c) und/oder zwischen Tellerrand (3a) und Behälterwandung (2a) höchstens 2 mm beträgt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand von Tellerboden (3b) zu Behälterboden (2c) und/oder zwischen Tellerrand (3a) und Behälterwandung (2a) höchstens 1 mm beträgt.
9. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungswinkel (α, β) des Tellers 110 bis 160° betragen.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungswinkel (α, β) des Tellers (3) 120 bis 150° betragen.
11. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das die flexiblen Bereiche von Teller (3, 3a), insbesondere von Tellerrand (3a) und/oder Behälterwandung (2a) aus Material mit Shorehärten von 50 bis 95° bestehen bzw. ausgekleidet sind.
12. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine Antriebsachse des Schleiftellers (3) flüssigkeitsdicht durch den Boden des Behälters (2) geführt ist.
13. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Teller starr ist.
14. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Teller (3) zumindest auf seiner Unterseite nachgiebiges Material aufweist.
15. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 14 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Teller (3) im wesentlichen aus nachgiebigem, insbesondere flexiblen Material besteht.
16. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterseite eines starren Trägers des Tellers (3) mit nachgiebigem Material belegt ist.
17. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das nachgiebige Tellermaterial ein elastomerer Kunststoff ist.
18. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Tellermaterial aus Gummi ist.
19. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass das nachgiebige Material Filz, Baumwollgewebe oder nachgiebiges Fußbodenbelagmaterial ist.
20. Schleifmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Größe (a) des Spaltes (5) kleiner ist als axiale Abstand (b) des Tellers (3) vom Behälterboden (2a).
21. Schleifmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein einstückiges Gehäuse (2').
22. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gehäuse (2') und/oder der Behälter (2) aus Kunststoff besteht.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass ein Antriebsmotor für den Drehteller (3) unter diesem angeordnet ist.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass ein Antrieb (11) für den Teller (3) ein Getriebe (12) zwischen Antriebsmotor (13) und Teller (3) aufweist.
25. Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe (12) unterhalb des Tellers (3) angeordnet ist.
26. Vorrichtung nach Anspruch 24 oder 25, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (11) als Getriebemotor (14) mit integriertem Getriebe (12) ausgebildet ist.
27. Vorrichtung nach Anspruch 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet, dass der Getriebemotor (14) bzw. der Motor (13) unterhalb des Behälters (2) in einem Fuß (2c) des Gehäuses (2') angeordnet ist.
28. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 24 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor (13) seitlich des Behälters (2) angeordnet ist.
29. Vorrichtung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite des Motors (13) im wesentlichen auf der gleichen Höhe wie die Oberseite des Behälters (2) ist.
30. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb des Tellers (3) im Boden (2a) des Behälters (2) ein verschließbarer Auslaß (15) vorgesehen ist.
DE20005360U 2000-02-29 2000-03-23 Schleifmaschine Expired - Lifetime DE20005360U1 (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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CN104608041A (zh) * 2015-01-16 2015-05-13 太原理工大学 涡流式孔表面滚磨光整加工装置及其加工方法

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