DE20005470U1 - Ausstellhebelvorrichtung - Google Patents

Ausstellhebelvorrichtung

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DE20005470U1
DE20005470U1 DE20005470U DE20005470U DE20005470U1 DE 20005470 U1 DE20005470 U1 DE 20005470U1 DE 20005470 U DE20005470 U DE 20005470U DE 20005470 U DE20005470 U DE 20005470U DE 20005470 U1 DE20005470 U1 DE 20005470U1
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    • E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05C—BOLTS OR FASTENING DEVICES FOR WINGS, SPECIALLY FOR DOORS OR WINDOWS
    • E05C17/00—Devices for holding wings open; Devices for limiting opening of wings or for holding wings open by a movable member extending between frame and wing; Braking devices, stops or buffers, combined therewith
    • E05C17/02—Devices for holding wings open; Devices for limiting opening of wings or for holding wings open by a movable member extending between frame and wing; Braking devices, stops or buffers, combined therewith by mechanical means
    • E05C17/04—Devices for holding wings open; Devices for limiting opening of wings or for holding wings open by a movable member extending between frame and wing; Braking devices, stops or buffers, combined therewith by mechanical means with a movable bar or equivalent member extending between frame and wing
    • E05C17/32—Devices for holding wings open; Devices for limiting opening of wings or for holding wings open by a movable member extending between frame and wing; Braking devices, stops or buffers, combined therewith by mechanical means with a movable bar or equivalent member extending between frame and wing consisting of two or more pivoted rods

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

esco Metallbaubeschlag-Handel
Gesellschaft mbH
Dieselstrasse 2
71254 Ditzingen
Ausstellhebelvorrxchtung Gebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Ausstellhebelvorrichtung für Fenster- oder Türflügel relativ zu einem feststehenden Rahmen.
Ausstellhebel zwischen Fensterflügel oder Türflügel und einer Rahmenkonstruktion sind in der Technik bekannt. Diese Hebel stellen eine definierte Öffnungsweite zwischen Flügel und Rahmen sicher und werden vom Benutzer von Hand aus einer Schließstellung in eine Öffnungsposition gebracht. Hierbei besteht stets die Gefahr, dass der Benutzer bei der Öffnungsoder Schließbewegung die Hand oder einen Finger zwischen dem Ausstellhebel und dem Rahmen oder zwischen dem Flügel und dem Rahmen einquetscht.
Darstellung der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ausstellhebelvorrichtung vorzuschlagen, die von einem Benutzer leicht und gefahrlos bedient werden kann.
Diese Aufgabe wird mit einer Ausstellhebelvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, den Hebel so auszubilden, dass der Angriffspunkt der Hand außerhalb jeglicher Quetschgefahr ist. Dies wird erreicht, indem ein Zwischenhebel einerseits an einem Rahmenteil und andererseits an einem Griffteil angebracht ist. Das Griffteil ist mit einer ersten Gelenkverbindung an dem am Flügel befestigbaren Flügelteil angebracht und mit einer zweiten Gelenkverbindung mit dem Zwischenhebel verbunden, wobei der Zwischenhebel über eine weitere Gelenkverbindung an dem am Rahmen befestigbaren Rahmenteil angebracht ist. Mit dem Zwischenhebel lässt sich die Öffnungskinematik steuern und die Öffnungsweite sicherstellen. Indem das Handangriffselement am Griffteil entfernt vom Zwischenhebel angebracht ist, ist weiterhin gewährleistet, dass ein Quetschen der Finger bzw. der Hand am Ausstellhebel selbst und auch mit den umgebenden Bauteilen, wie Rahmen und Flügel ausgeschlossen ist.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind durch die übrigen Ansprüche gekennzeichnet.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die erste Gelenkverbindung eine erste Verstelleinrichtung auf, um bei der Befestigung der Ausstellhebelvorrichtung an Flügel und Rahmen diese relativ zueinander auszurichten. Mit dieser Verstelleinrichtung lässt sich erreichen, dass der Dichtschluss zwischen Flügel und Rahmen eingestellt werden kann.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die zweite Gelenkverbindung eine zweite Verstelleinrichtung auf, um die Relativlage des Gelenks einzustellen. Durch die Lageanpassung des zweiten Gelenks ist es möglich, eine Höhenverstellung zu realisieren, wodurch Fertigungstoleranzen von Flügel und Rahmen ausgeglichen werden können.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die
erste und/oder zweite Verstelleinrichtung ein Exzenter. Auf
diese Weise lässt sich eine fein abgestufte Verstellung der
relativen Lage des Gelenks verwirklichen.
Nach einer alternativen Ausführungsform der Erfindung ist die erste und/oder zweite Verstelleinrichtung in Form einer
Stellschraube ausgeführt. Diese Lösung bietet zwar keine so
einfache Verstellmöglichkeit wie ein Exzenter, ist jedoch
sehr kostengünstig auszuführen und kann daher die
Gesamtkosten der Ausstellhebelvorrichtung gering halten.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das
Griffteil als zumindest an einer Seite offenes Hohlprofil mit einem inneren Hohlraum ausgebildet und der Zwischenhebel kann in der Schließstellung weitgehend in den inneren Hohlraum
einrücken. Durch diese Ausgestaltung lässt sich ein insgesamt ansprechendes optisches Erscheinungsbild sicherstellen, da
nur in der Öffnungsstellung der Zwischenhebel in
nennenswertem Maß aus dem inneren Hohlraum austritt. Darüber
hinaus kann der Benutzer nicht einen Finger in dem Hohlraum
einquetschen.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besitzt
das Griffteil eine abgewinkelte Gestalt und ist an dem ersten Ende der erste Gelenkverbindung angeordnet und an dem zweiten Ende das Handangriffselement angeordnet. Durch diese Maßnahme ist das Handangriffselement weit von der ersten
Gelenkverbindung entfernt und wird darüber hinaus sowohl
aufgrund der abgewinkelten Gestalt wie auch aufgrund der
Anordnung des Handangriffselements am zweiten Ende ein
wirkungsvoller Hebelarm für den Benutzer erzielt, so dass die Betätigung der Ausstellhebelvorrichtung mit geringem
Kraftaufwand möglich ist.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung befindet sich am zweiten Ende des Griffteils zusätzlich die zweite
Gelenkverbindung. Diese Ausführungsform ist insbesondere in Verbindung mit der Ausgestaltung des Griffteils als Hohlprofil bevorzugt, da auf diese Weise trotz der relativen Nähe zwischen der zweiten Gelenkverbindung und dem Handangriffselement keine Verletzungsgefahr für den Benutzer besteht, da der Zwischenhebel nur von einer Seite her an das Griffteil herangeführt wird und in dieses einrückt. Der Vorteil der Anordnung der zweiten Gelenkverbindung am zweiten Ende des Griffteils liegt jedoch darin, dass sich in der vollständig geöffneten Position der Ausstellhebelvorrichtung ein im bezug auf die Gesamtabmessungen des Griffteils großer Öffnungsspalt zwischen Rahmen und Flügel verwirklichen lässt.
Vorzugsweise stellt das Griffteil und der Zwischenhebel in der geschlossenen Stellung des Flügels zum Rahmen ein selbstarretierenden Übertotpunkt-Gelenk dar. Auf diese Weise lässt sich ohne das Vorsehen zusätzlicher Arretierungsmaßnahmen sicherstellen, dass der Flügel geschlossen bleibt und sich nicht, z.B. bei Windzuglast, selbsttätig öffnet.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform stellt das Griffteil und der Zwischenhebel auch in der vollständig geöffneten Stellung der Aufstellhebelvorrichtung ein selbstarretierenden Übertotpunkt-Gelenk dar. Diese besitzt den Vorteil, dass auch in der vollständig geöffneten Stellung der Ausstellhebelvorrichtung diese ohne die Notwendigkeit weiterer Maßnahmen in der arretierten Position bleibt.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird beim Betätigen des Griffteils von der geschlossenen in die geöffnete Position zunächst der Flügel an den Rahmen herangezogen, bevor der Flügel im weiteren Verlauf der Betätigung des Griffteils sich von dem Rahmen entfernt. Diese Maßnahme stellt eine zusätzliche Sicherheit gegen ein unbeabsichtigtes Öffnen des Aufstellhebelmechanismus dar. Bei dem anfangs bei der Betätigung des Griffteils zum Öffnen des
Flügels erfolgenden Annäherung zwischen Flügel und Rahmen wird diese Annäherungsbewegung von der Elastizität der Dichtungsanordnung aufgenommen. Allerdings ist hierbei eine mit zunehmender Annäherung größer werdende Rückstellkraft der elastischen Dichtungen zu überwinden. Aus diesem Grund wird das selbsttätige, unbeabsichtigte Öffnen des Flügels weiter erschwert.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Nachfolgend wird die Erfindung rein beispielhaft anhand der beigefügten Figuren beschrieben werden, in denen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Ausstellhebels ist;
Fig. 2 den Ausstellhebel nach Fig. 1 im Fenster- oder Türflügel in der geschlossenen Stellung zeigt;
Fig. 3 den Ausstellhebel nach Fig. 1 in der geöffneten Stellung des Fenster- oder Türflügels darstellt;
Fig. 4a und 4b: eine Seitenansicht und eine Draufsicht auf eine alternative Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Ausstellhebels zeigen;
Fig. 5 den Ausstellhebel nach Fig. 4a und 4b in der geschlossenen Position eines Fenster- oder Türflügels zeigt; und
Fig. 6 den Ausstellhebel nach Fig. 4a oder 4b während des Verschwenkens und in der geöffneten Position des Fenster- oder Türflügels darstellt.
Wege zur Ausführung der Erfindung
In den nachfolgenden Figuren werden in den verschiedenen Ausführungsformen jeweils gleiche oder einander korrespondierende Bauteile mit den selben Referenzziffern bezeichnet.
Fig. 1 zeigt eine erste Ausführungsform eines Ausstellhebels 10 nach einer ersten Ausführungsform der Erfindung. Der Ausstellhebel 10 besteht aus einem Griffteil 12, das eine langgestreckte Form besitzt und in bezug auf die Längsachse mehrfach abgewinkelt ist. Am Griffteil ist ein Handangriffselement 14 in Form zweier miteinander verschraubter Griffkugelhälften angebracht, das eine für den Benutzer bequeme Griffmöglichkeit darstellt, aber auch nicht zuletzt im Hinblick auf das gewünschte Design des Ausstellhebels hin gewählt werden kann. Daher kann anstelle des in Fig. 1 dargestellten Handangriffselements in Form von Griffkugelhälften auch eine beliebige andere Gestaltung vorgesehen sein.
Das Griffteil 12 ist über ein erstes Gelenk 16 mit einem Flügelteil 18 verbunden, das am Fenster- oder Türflügel fixierbar ist, wie aus den Darstellungen nach Fig. 2 und 3 deutlich werden wird.
Das erste Gelenk 16 kann auf eine beliebige Weise ausgeführt sein, doch wird vorzugsweise durch miteinander fluchtende Öffnungen in den mit ebenen Kontaktflächen aneinander liegenden Griffteil 12 und Flügelteil 18 ein Nietstift gesteckt und gegen Herausfallen gesichert. Die genaue Gestaltung des Bereichs des ersten Gelenks 16 zwischen Griffteil 12 und Flügelteil 18 ist nicht auf die gezeigte Ausgestaltung beschränkt, sondern lediglich auf die Funktion der gelenkigen Anbringung des Griffteils am Flügelteil. So kann beispielsweise auch entweder das Flügelteil oder das Griffteil im Bereich des ersten Gelenks gabelförmig
ausgebildet sein und das jeweils andere gelenkig zu verbindende Teil zwischen den Schenkeln aufnehmen.
Am Griffteil 12 befindet sich ein Ansatz 20, der einstückig mit dem Griffteil ausgebildet sein kann. Im Bereich des Ansatzes 2 0 ist ein Zwischenhebel 22 über ein zweites Gelenk 24 angebracht. Im bezug auf die Ausbildung des zweiten Gelenks wird auf die obigen Erläuterungen zum ersten Gelenk verwiesen. Vorzugsweise sind am Griffteil 12 zwei Ansätze 20 vorgesehen, die zwischen sich den Zwischenhebel 22 aufnehmen können, so dass der Benutzer bei der Betätigung des Ausstellhebels nicht mit den bewegten Teilen in Berührung kommen kann. Der Zwischenhebel 22 ist wiederum über ein drittes Gelenk 26 gelenkig mit einem Rahmenteil 28 verbunden, das der Befestigung am Rahmen dient. Somit sind über das Griffteil und den zwischengeschalteten Zwischenhebel 22 das Flügelteil 18 und Rahmenteil 28 miteinander verbunden.
Das Griffteil 12, das Handangriffselement 14, der Zwischenhebel 22 und das Flügelteil 18 und Rahmenteil 28 sind vorzugsweise aus Edelstahl gefertigt und die Oberfläche korrundgestrahlt.
Fig. 2 zeigt den Ausstellhebel 10 nach Fig. 1, der an einem Fenster- oder Türprofil befestigt ist. Hierzu ist das Flügelteil 18 am Flügel 30 angebracht, der in üblicher Weise aus einem Innenprofil und Außenprofil besteht, die durch eine Isolierstegverbindung 32 voneinander getrennt sind. Das im vorliegenden Fall als Isolierglasscheibe ausgebildete Glaselement 34, dessen Befestigung, oder aber auch die Dichtungsanordnung 36 sind nur beispielhaft dargestellt und für das Wesen und Verständnis der Erfindung ohne Belang. Gleiches gilt für das Rahmenprofil 40, die Ausbildung und Befestigung der Pressleiste 42 und die Gestaltung des Innen- und Außenprofils sowie die Abdichtung gegen das Flügelprofil. Entscheidend ist, dass das Rahmenteil 28 mit dem Rahmenprofil 14 fest verbunden ist.
In der in Fig. 2 dargestellten geschlossenen Position des Ausstellhebels 10 ist der Zwischenhebel 22 so angeordnet, dass dieser mit dem dritten Gelenk in eine erste Vertiefung 38 (siehe Fig. 3) eingreift. Beim Einrücken des dritten Gelenks 26 in die erste Vertiefung 38 ist der Zwischenhebel zwischen zweitem Gelenk und drittem Gelenk nicht genau senkrecht zur Ebene des Glaselements 34, sondern in einem geringen Winkel hierzu angeordnet. Wie sich aus dem Vergleich der Positionen des Zwischenhebels in Fig. 2 und 3 ergibt, ist somit bei dem Schließen des Ausstellhebels der Zwischenhebel über die Totpunktposition hinaus bewegt worden, so dass sich eine selbstarretierende Übertotpunkt-Stellung ergibt. Über die Ausbildung der ersten Vertiefung 3 8 lässt sich im Zusammenwirken mit dem Zwischenhebel 22 und den Gelenken die Öffnungskinematik steuern. So wird bei der in den in Fig. 1 bis 3 gezeigten Ausführungsform beim Öffnen des Ausstellhebels 10 zunächst das Flügelteil 3 0 gegen die Elastizität der Dichtungselemente ein geringes Maß in Richtung auf das Rahmenteil zu bewegt, wobei die Dichtungen komprimiert werden. Bei einer weiteren Betätigung des Ausstellhebels in Richtung der in Fig. 3 gezeigten Öffnungsstellung entfernt sich das Flügelprofil vom Rahmenprofil und wandert schließlich in die in Fig. 2 dargestellte zweite Vertiefung 39, in der der Ausstellhebel in der Position einer vollständigen Öffnung ist und darüber hinaus der Zwischenhebel 22 ebenfalls arretiert ist.
Wie aus der Darstellung in Fig. 3 deutlich wird, ist auch in der vollständig geöffneten Position das Rahmenteil 28 einen ausreichenden Abstand d von dem Handangriffselement entfernt, so dass sich der Benutzer nicht die Finger oder die Hand beim Betätigen des Ausstellhebels einklemmen kann. Die spezielle Formgebung des in den Figuren 1 bis 3 dargestellten Ausstellhebels 10 mit einem Winkel &agr; von ca. 150° zwischen den zueinander winklig angeordneten Schenkeln des Ausstellhebels und eine Entfernung Di, die etwas größer als
die Entfernung D2 ist, ist nicht für die Funktion des Ausstellhebels erforderlich, doch sollte eine entsprechende Geometrie gewählt werden, bei der die Hand des Benutzers ausreichend weit von dem Zwischenhebel entfernt ist und zudem eine elegante Formgebung und bequeme Bedienung möglich ist. Darüber hinaus sollte auch gewährleistet sein, dass nicht nur ein Quetschen der Finger bzw. der Hand am Ausstellhebel selbst, sondern auch mit den umgebenden Bauteilen, wie Rahmen und Flügel ausgeschlossen ist.
In den Fig. 4a und 4b sind eine Seitenansicht und eine Draufsicht auf einen Ausstellhebel nach einer zweiten Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Der Ausstellhebel nach den Fig. 4a und 4b umfasst wiederum ein Flügelteil 18, in dem sich Befestigungsöffnungen 44 zur Aufnahme von Befestigungsschrauben zur Anbringung am Flügel befinden. In gleicher Weise ist ein Rahmenteil 28 vorgesehen, das ebenfalls Befestigungsöffnungen 46 zur Aufnahme von Schrauben zur Anbringung am Rahmen besitzt. Zwischen dem Griffteil 12 und dem Flügelteil 18 ist das erste Gelenk 16 angeordnet und zwischen dem Rahmenteil 28 und einem Zwischenhebel das dritte Gelenk 26. Der Zwischenhebel 22 ist im vorliegenden Fall zwischen den beiden Schenkeln 12a und 12b des Griffteils einschiebbar und das zweite Gelenk 24 zwischen Griffteil 12 und Zwischenhebel 22 an dem zu dem ersten Gelenk 16 entgegengesetzten Ende des Griffteils 12 angeordnet.
Das Handangriffselement 14 ist bei dieser Ausführungsform als eine zylinderförmige Stange ausgebildet, die sich senkrecht zur Längserstreckung des Griffteils wie auch Zwischenhebels erstreckt. Wie aus der Darstellung in Fig. 4b ersichtlich ist, kann das zweite Gelenk einstückig mit dem Befestigungselement zur Anbringung des Handangriffelements am Griffteil 12 ausgebildet sein und hierzu neben dem zylinderförmigen Abschnitt 24a, der als Lagerzapfen zwischen Griffteil und Zwischenhebel dient, einen Gewindeansatz 24b besitzen, der mit einem Kleber gegen ein ungewünschtes Lösen
der Verbindung zwischen Griffteil und Handangriffselement bei der Montage versehen wird. Ein Kopf 24c besitzt einen Durchmesser, der größer als die Größe der Bohrung durch das Griffteil 12 ist, und bildet den Abschluss des Elements 24.
Der Ausstellhebel nach den Fig. 4a und 4b besitzt Einstellmöglichkeiten für die Gelenke, die allerdings nicht auf die Ausführungsform in den Fig. 4a und 4b beschränkt ist, sondern in gleicher Weise auch bei dem Hebel nach den Fig. 1 bis 3 ausgebildet sein könnte.
Bei dem Ausstellhebel ist integriert in einen oder mehreren Gelenkpunkten eine Verstellmöglichkeit gegeben. Derartige Verstellmöglichkeiten können z.B. über einen Exzenter, Stellschrauben, Unterlagen, Langlöcher oder ähnliches erfolgen. Im vorliegenden Fall wurde als Beispiel die Verstellung des ersten und dritten Gelenks über einen Exzenter dargestellt. Der Exzenter im ersten Gelenk 16 wird über die Stellschraube 46 verstellt. Der Exzenter im ersten Gelenk 16 ermöglicht eine Verstellung zwischen dem Flügelteil 18 und dem Griffteil 12. Durch diese Maßnahme kann der Dichtschluss zwischen Flügel und Rahmen eingestellt werden und Fertigungstoleranzen von Flügel und Rahmen können ausgeglichen werden. In ähnlicher Weise kann ein Exzenter im dritten Gelenk 2 6 vorgesehen werden, wodurch eine Höhenverstellung realisiert werden kann.
In Fig. 5 ist der Ausstellhebel nach der Ausführungsform der Fig. 4a, 4b in der geschlossenen Stellung an einem Flügelelement 3 0 sowie Rahmenelement 40 montiert dargestellt. Bei der in Fig. 5 dargestellten geschlossenen Stellung verläuft der Zwischenhebel 22 im wesentlichen zwischen den Schenkeln 12a und 12b des Griffteils 12. Nur das Befestigungsauge zur Aufnahme des dritten Gelenks 2 6 ragt aus dem Raum zwischen den Schenkeln des Griffteils heraus. In diesem Zusammenhang sollte erwähnt werden, dass das Griffteil 12 nicht nur aus zwei parallel verlaufenden Schenkeln,
sondern auch aus einer darüber angeordneten Abschlussfläche 12c bestehen kann, welche die beiden Schenkel 12a, 12b miteinander verbindet und ein unbeabsichtigtes Einquetschen des Fingers eines Benutzers vermeiden hilft.
Fig. 6 zeigt die Bewegung des Ausstellhebels 10 von der vollständig geschlossenen Position A in die vollständig geöffnete Position B. Aufgrund der einfacheren Darstellung ist die Lage des Zwischenhebels und des Flügelprofils 3 0 mit der Verglasung 34 nur in der vollständig geschlossenen und vollständig geöffneten Position dargestellt.
Während das Rahmenteil 28 stets eine feste Position an dem nicht bewegbaren Rahmenelement 4 0 besitzt, verschenkt das Flügelteil 18 mit der Öffnungsbewegung des Ausstellhebels nach außen, bis die in Fig. 6 gezeigte, vollständig geöffnete Position erreicht ist, bei der aus dem Griffteil 12B der Zwischenhebel 22B über das zweite Gelenk 24B vollständig herausgeklappt ist und sich zu dem stationären dritten Gelenk 26 erstreckt. Zur einfacheren Darstellung sind all diejenigen Elemente, die ihre Position beim Öffnen des Ausstellhebels unverändert beibehalten ohne eine nachfolgende Positionsangabe "A" oder "B" gegeben. Daraus wird ersichtlich, dass das dritte Gelenk 26 seine Position beibehält, während das erste Gelenk 16 und das zweite Gelenk 24 ihre Position verändern.
Wie aus der Winkelkennzeichnung &bgr; in Fig. 6 ersichtlich ist, ist in der Position "B" der vollständigen Öffnung des Fenster- oder Türflügels die Längsachse des Zwischenhebels 22B in einem geringen Winkel &bgr; von ca. 3° gegenüber der senkrechten zur Glasebene 34A in der geschlossenen Stellung über seinen Totpunkt hinaus geneigt. Durch die resultierende Übertotpunkt-Stellung tritt eine Selbstarretierung des Ausstellhebels in der vollständig geöffneten Position B ein.
Die Ausführungsform nach den Fig. 4 bis 6 besitzt gegenüber der vorangehend beschriebenen Ausführungsform nach den Figuren 1 bis 3 einen deutlich längeren Zwischenhebel 22, so dass sich bei ansonsten ähnlichen Gesamtabmessungen des Ausstellhebels ein größerer Öffnungswinkel &ggr; verwirklichen lässt als bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 3 mit kürzerem Zwischenhebel.
Bei beiden Ausführungsformen ist der Griffbereich so gestaltet, dass der Angriffspunkt der Hand außerhalb jeglicher Quetschgefahr ist, indem ein Zwischenhebel vorgesehen wird, der das Rahmenteil und Griffteil verwendet. Darüber hinaus lässt sich durch die Gestaltung des Zwischenhebels und der Position der Teile zueinander die Öffnungsweite sicherstellen und die Öffnungskinematik steuern.

Claims (11)

1. Ausstellhebelvorrichtung für Fenster- oder Türflügel, umfassend:
- ein am Flügel (30) befestigbares Flügelteil (18); und
- ein am Rahmen (40) befestigbares Rahmenteil (28); sowie
- ein Griffteil (12), das mit einer ersten Gelenkverbindung (16) am Flügelteil (18) angebracht ist und mit einer zweiten Gelenkverbindung (24) an einem Zwischenhebel (22) angebracht ist; wobei
- der Zwischenhebel (22) über eine dritte Gelenkverbindung (26) am Rahmenteil (28) angebracht ist; und
- ein Handangriffselement (14) am Griffteil (12) entfernt vom Zwischenhebel (22) vorgesehen ist.
2. Ausstellhebel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Gelenkverbindung (16) eine erste Verstelleinrichtung (46) aufweist, um bei der Befestigung der Ausstellhebelvorrichtungen (10) am Flügel (30) und Rahmen (40) diese relativ zueinander auszurichten.
3. Ausstellhebel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Gelenkverbindung (24) eine zweite Verstelleinrichtung aufweist, um die relative Lage des Gelenks (24) einzustellen.
4. Ausstellhebelvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und/oder zweite Verstelleinrichtung ein Exzenter ist.
5. Ausstellhebelvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und/oder zweite Verstelleinrichtung in Form einer Stellschraube (46) ausgeführt ist.
6. Ausstellhebelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Griffteil (12) als zumindest an einer Seite offenes Hohlprofil (12a, 12b, 12c) mit einem inneren Hohlraum ausgebildet ist und der Zwischenhebel (22) in der Schließstellung des Ausstellhebels weitgehend in den inneren Hohlraum einrücken kann.
7. Ausstellhebelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Griffteil (12) eine abgewinkelte Gestalt besitzt und an dem ersten Ende die erste Gelenkverbindung (16) angeordnet ist und an dem zweiten Ende das Handangriffselement (14) angeordnet ist.
8. Ausstellhebelvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich am zweiten Ende des Griffteils (12) zusätzlich die zweite Gelenkverbindung (24) befindet.
9. Ausstellhebelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Griffteil (12) und der Zwischenhebel (22) in der geschlossenen Stellung des Flügels (30) zum Rahmen (40) ein selbstarretierendes Übertotpunkt-Gelenk darstellen.
10. Ausstellhebelvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass beim Betätigen des Griffteils (12) von der geschlossenen in die geöffnete Position zunächst der Flügel (30) an dem Rahmen (40) herangezogen wird, bevor der Flügel (30) sich im weiteren Verlauf der Betätigung des Griffteils (12) von dem Rahmen (40) entfernt.
11. Ausstellhebelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Griffteil (12) und der Zwischenhebel (22) in der vollständig geöffneten Stellung der Ausstellhebelvorrichtung (10) ein selbstarretierendes Übertotpunkt-Gelenk darstellen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE10031815A1 (de) * 2000-06-30 2002-01-10 Winkhaus Fa August Ausstellvorrichtung für einen an einem Rahmen schwenkbar angebrachten Kipp- oder Dreh-Kipp-Flügel

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE10031815A1 (de) * 2000-06-30 2002-01-10 Winkhaus Fa August Ausstellvorrichtung für einen an einem Rahmen schwenkbar angebrachten Kipp- oder Dreh-Kipp-Flügel

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Legal Events

Date Code Title Description
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R150 Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years

Effective date: 20030430

R151 Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years

Effective date: 20060419

R152 Utility model maintained after payment of third maintenance fee after eight years

Effective date: 20080924

R071 Expiry of right