DE20005496U1 - Erfassungssystem für chirurgische Instrumente und Materialien - Google Patents

Erfassungssystem für chirurgische Instrumente und Materialien

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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
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Description

A 55 280 u AESCULAP AG & Co. KG
t-256/248 Am Aesculap-Platz
22. März 2000 78532 Tuttlingen
ERFASSUNGSSYSTEM FÜR CHIRURGISCHE
INSTRUMENTE UND MATERIALIEN
Die Erfindung betrifft ein Erfassungssystem für chirurgische Instrumente und Materialien.
Es kommt immer wieder vor, daß nach Operationen verwendete Instrumente und/oder Materialien wie Tupfer oder
Bauchtücher im Körper des Patienten zurückbleiben. Dies führt postoperativ in den meisten Fällen zu beträchtlichen Gesundheitsstörungen.
Um dies zu verhindern ist es vorgeschrieben, daß alle
in ein Operationsfeld bei einer Operation gelangenden
Instrumente und Materialien vor Beginn und nach Beendigung des Eingriffes gezählt werden und dies entsprechend
im Operationsbericht protokolliert wird. Dieses
Verfahren hängt aber stark von der Zuverlässigkeit der
daran beteiligten Personen ab.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Erfassungssystem zu schaffen, mittels dem das Zurückbleiben von chirurgischen Instrumenten und/oder Materialien in einem Patientenkörper sicher überwachbar ist.
Diese Aufgabe wird bei einem Erfassungssystem für chirurgische Instrumente und Materialien erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß dieses umfaßt:
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einen Satz chirurgischer Instrumente und Materialien, bei dem jedes Element des Satzes mit einer nicht-entfernbaren Kennzeichnungseinrichtung versehen ist, welche ein das jeweilige Element individuell identifizierendes Kennzeichen speichert, wobei die jeweilige Kennzeichnungseinrichtung einen Sender umfaßt, durch den ein elektromagnetisches Wellenfeld zum Auslesen des Kennzeichens aussendbar ist;
eine Abfragevorrichtung, mittels der das in einer Kennzeichnungseinrichtung gespeicherte Kennzeichen abfragbar ist;
eine Speichervorrichtung, in welcher die Kennzeichen der Elemente eines vollständigen Satzes von chirurgischen Instrumenten und Materialien speicherbar und dem Satz zugehörig kategorisierbar sind und
eine Vergleichsvorrichtung, durch die ermittelbar ist, ob nach dem Auslesen von Kennzeichen einer Menge von chirurgischen Instrumenten und/oder Materialien ein vollständiger Satz vorliegt oder ob Elemente fehlen.
Eine Kennzeichnungseinrichtung, welche als Sender für elektromagnetische Wellen wirkt, läßt sich berührungslos abfragen, ohne daß ein optischer Kontakt zwischen der Kennzeichnungseinrichtung und einer entsprechenden
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Abfrageeinrichtung vorliegen muß. Dadurch wird das Abfrageergebnis auch nicht durch Verschmutzung der Instrumente und Materialien beispielsweise durch Blut beeinflußt.
Jedem chirurgischen Instrument und den entsprechenden Materialien ist ein individuelles unveränderliches nicht-entfernbares Kennzeichen zugeordnet, das sich auf elektronischem Wege auslesen läßt. Dadurch lassen sich vor Wundverschluß die Elemente gewissermaßen elektronisch zählen und somit läßt sich ermitteln, ob ein oder mehrere Elemente fehlen, bevor eine Wunde verschlossen wird. Dadurch ist man nicht angewiesen auf ein explizites Zählen durch Operationspersonal mit der entsprechend hohen Fehlerwahrscheinlichkeit. Es läßt sich insbesondere vor Wundverschluß mit einer erfindungsgemäßen Abfragevorrichtung ein Körper eines Patienten abscannen, um so zu ermitteln, ob evtl. Elemente noch im Körper sind.
Eine Kennzeichnungseinrichtung läßt sich insbesondere so ausbilden, daß sie ein passives Element darstellt, welches selber nur Energie bei entsprechender Anregung abgibt. Dadurch kann dieses sehr klein ausgebildet werden und es stellt grundsätzlich kein Problem dar, chirurgische Instrumente und Materialien mit einer solchen Kennzeichnungseinrichtung zu versehen.
Da vor einer Operation die entsprechenden Elemente eines Satzes erfindungsgemäß elektronisch erfaßt werden, läßt sich die dadurch erhaltene Information auch
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für die Zyklenerfassung von chirurgischen Instrumenten und Materialien in einem Krankenhaus verwenden. Chirurgische Instrumente sind in der Regel der Fälle zwar resterilisierbar, weisen aber aufgrund mechanischem Verschleiß und dergleichen eine begrenzte Lebenszeit auf. Mittels den erfaßten Daten lassen sich dann chirurgische Instrumente nach einer gewissen Einsatzhäufigkeit aus dem Verkehr ziehen, um so die Gefahr von Operationsverletzungen durch schadhafte chirurgische Instrumente zu vermindern.
Es ist vorgeschrieben, daß beispielsweise Tupfer mit einem röntgendichten Faden aus Bariumsulfat oder dergleichen versehen sind. An Bauchtüchern sind insbesondere metallische Kennzeichnungsschilder unverlierbar angeordnet. Dies dient dazu, um im Körper eines Patienten verbliebene Instrumente und/oder Materialien im Röntgenbild erkennen zu können. Es ist jedoch nicht üblich, vor dem Wundverschluß aufgrund des erforderlichen hohen Aufwands eine Röntgenaufnahme durchzuführen. Ein Abtasten eines Patientenkörpers mittels einer Abfragevorrichtung und insbesondere einer Antenne vor Wundverschluß läßt sich jedoch schnell und auf einfache Weise ohne großen apparativen Aufwand durchführen.
Es ist auch denkbar, daß bestimmte Arten von chirurgischen Instrumenten und Materialien mit einem charakteristischen "Gattungskennzeichen" versehen sind, so daß sofort, ohne daß das vollständige individuelle Kennzeichen genau mit einem gespeicherten Wert verglichen werden muß, erkennbar ist, ob beispielsweise ein chirurgi-
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sches Instrument detektiert wurde, oder ein Tupfer, oder eine mit einem Transponder versehene Prothese usw.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn ein Sender ein passiver Empfänger-Sender ist. Insbesondere ist ein Sender als Transponder (Tag) ausgebildet. Ein solcher Sender muß dann keine Energieversorgungseinrichtungen aufweisen und läßt sich dadurch entsprechend klein halten und so auch leicht in praktisch alle verwendeten chirurgischen Instrumente und Materialien nicht-entfernbar einbauen. Ein Empfänger-Sender wird erst dann zum Senden angeregt, wenn er entsprechend durch ein elektromagnetisches Wellenfeld von außen beaufschlagt ist. Es braucht dann nur ein elektromagnetisches Wellenfeld gesendet werden, wenn ein entsprechender Prüfungsvorgang durchgeführt wird. Dadurch läßt sich auch Elektrosmog vermeiden.
Ganz besonders vorteilhaft ist es, wenn ein Sender über ein Radiofrequenz-Signal anregbar ist. Ein solches Radiofrequenz-Signal liegt insbesondere in der Größenordnung von 10 bis 1000 kHz. Ein Signal mit einer solchen Frequenz stellt keine Belastung für den Körper eines Patienten oder für das Operationspersonal dar und andererseits können die entsprechenden elektromagnetischen Wellen auch durch den Körper eines Patienten dringen, um so auch verborgene Instrumente und/oder Materialien detektieren zu können.
Ganz besonders vorteilhaft ist es, wenn das in einer Kennzeichnungseinrichtung gespeicherte individuelle
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Kennzeichen unveränderlich ist. Beim Herstellen wird dann einer Kennzeichnungseinrichtung ein Kennzeichnen eingeprägt und während der Lebensdauer der Kennzeichnungseinrichtung geht dieses nicht verloren. Es läßt sich dann insbesondere der Lebenszyklus von chirurgischen Instrumenten und Materialien überwachen, da einem solchen Element ständig ein individuelles Kennzeichen zugeordnet ist.
Vorteilhafterweise weist die Abfragevorrichtung eine Sender-Empfänger-Antenne auf. Die Antenne stellt dadurch dem Sender die Energie bereit, die dieser benötigt, um ein elektromagnetisches Wellenfeld auszusenden, daß das gespeicherte Kennzeichen charakterisiert. Die Antenne kann gleichzeitig dieses Wellenfeld empfangen, um so dann das Kennzeichen ermitteln zu können.
Günstigerweise ist eine Antenne so ausgebildet, daß mittels ihr ein Körper eines Patienten abtastbar ist. Insbesondere ist die Antenne transportabel und/oder beweglich ausgebildet. Es lassen sich dann gezielt Raumbereiche und insbesondere ein Patientenkörper darauf abscannen, ob in dem entsprechenden Bereich mit Kennzeichnungseinrichtung versehene Instrumente und/oder Materialien zu finden sind.
Günstig ist es, wenn die Speichervorrichtung als Verwaltungsspeicher ausgebildet oder mit einer Verwaltungsvorrichtung verbindbar oder verbunden ist, um den Einsatz von chirurgischen Instrumenten, Materialien und gegebenenfalls Zubehör verwalten zu können. Dadurch
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lassen sich die eingelesenen Daten auch dazu verwenden, die Zyklen von chirurgischen Instrumenten und/oder Materialien zu erfassen. Es läßt sich dadurch dokumentieren und verwalten, wie oft beispielsweise ein bestimmtes Instrument eingesetzt wurde, so daß ein spezifisches Instrument rechtzeitig aus dem Verkehr gezogen werden kann, wenn es eine bestimmte Einsatzhäufigkeit erreicht hat. Es läßt sich dadurch weiterhin der Bedarf einer Klinik an neuen Instrumenten und/oder Materialien ermitteln. Insbesondere läßt sich dadurch der Materialfluß in einem Krankenhaus überwachen und steuern. Ein Verfahren zur Überwachung und Steuerung des Materialflusses in einem Krankenhaus ist in der DE 196 14 719 Al beschrieben, auf die hiermit ausdrücklich Bezug genommen wird.
Günstig ist es dann, wenn ein Operationscontainer mit einer Kennzeichnungseinrichtung versehen ist. Dadurch läßt sich insbesondere die Zuführung von Operationsmaterial zu einem Operationssaal steuern und überwachen.
Die nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung dient im Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung. Es zeigen:
Figur 1 eine schematische Darstellung eines
Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Erfassungssystems;
Figur 2 einen Satz von chirurgischen Instrumenten und Materialien, welche mit einer
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Kennzeichnungseinrichtung versehen sind, in einem Operationscontainer und
Figur 3 ein Ausschnitt aus einem chirurgischen Instrument, welches mit einer Kennzeichnungseinrichtung versehen ist.
Ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Erfassungssystems, welches in Figur 1 als Ganzes mit 10 bezeichnet ist, umfaßt eine Abfragevorrichtung 12. Diese weist eine Antenne 14 auf, welche als Sender-Empfänger-Antenne ausgebildet ist. Durch die Antenne 14 ist ein elektromagnetisches Wellenfeld als Anregungssignal abgebbar, durch das, wie untenstehend beschrieben, ein Transponder als Kennzeichnungseinrichtung angeregt wird und entsprechend ein elektromagnetisches Wellenfeld aussendet, das charakteristisch ist für die Kennzeichnungseinrichtung, und die Antenne 14 empfängt dieses Wellenfeld. Die Abfragevorrichtung ermittelt dann ein in der Kennzeichnungseinrichtung gespeichertes charakteristisches Kennzeichen.
Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Antenne 14 derart beweglich mit der Abfragevorrichtung 12 verbunden, daß mit der Antenne 14 ein Raumgebiet abgetastet werden kann, um beispielsweise einen Patientenkörper zu scannen.
Es kann bei einer Variante einer Ausführungsform auch vorgesehen sein, daß die Antenne starr mit der Abfragevorrichtung verbunden ist und die Abfragevorrichtung
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als Ganzes zum Abtasten eines Raumgebietes beweglich und insbesondere transportabel ist.
Die Abfragevorrichtung 12 ist mit einer Auswertevorrichtung 16 verbunden. Die Auswertevorrichtung 16 umfaßt eine Vergleichsvorrichtung 18 und eine Speichervorrichtung 20. Die Vergleichsvorrichtung 18 läßt sich über externe Schalter 22, 24 in einen Aufnahmespeichermodus versetzen, bei dem Kennzeichen eines Satzes von chirurgischen Instrumenten und Materialien 26 (Figur 2) registriert, gespeichert und die dem Satz zugeordneten Kennzeichen in der Speichervorrichtung 20 gespeichert werden; oder die Vergleichsvorrichtung 18 läßt sich in einen Modus versetzen, bei dem Kennzeichen über die Antenne 14 aufgenommen werden und die aufgenommenen Kennzeichen mit den in der Speichervorrichtung 20 gespeicherten Kennzeichen verglichen werden, um so insbesondere ermitteln zu können, ob bei der Aufnahme alle Kennzeichen, die ursprünglich in der Speichervorrichtung 20 gespeichert wurden, vorhanden sind. Dadurch lassen sich fehlende chirurgische Instrumente oder Materialien bei der zweiten Aufnahme detektieren oder es läßt sich ermitteln, ob chirurgische Instrumente und/ oder chirurgische Materialien in einem Patientenkörper verblieben sind. Die zweite Aufnahme ist also eine Überwachungsaufnähme.
Es kann auch ein Scanmodus vorgesehen sein, bei dem das elektromagnetische Wellenfeld von einer Kennzeichnungseinrichtung detektiert werden soll. Ein solcher Betriebsmodus dient beispielsweise dazu, einen Patienten-
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körper vor Wundverschluß auf in ihm verbliebene chirurgische Instrumente und/oder Materialien abzutasten.
Die Vergleichsvorrichtung 18 ist mit einer Ausgabeeinheit 28 verbunden, auf der ein Signal bezüglich eines Aufnahmevorganges anzeigbar ist. Insbesondere wird auf der Ausgabeeinheit 28 angezeigt, ob ein Speicher-Aufnahmevorgang, bei dem die Kennzeichen eines Satzes von chirurgischen Instrumenten und Materialien 26 eingelesen wurden, erfolgreich verlaufen ist.
Wird eine Überwachungsaufnahme durchgeführt, um zu ermitteln, ob Instrumente oder Materialien aus einem Satz fehlen oder ob ein Instrument und/oder Material im Körper verblieben ist, dann wird, wenn eine Abweichung zwischen den dadurch aufgenommenen Kennzeichen und den in der Speichervorrichtung 20 gespeicherten Kennzeichnen vorliegt oder wenn aus dem Körper eines Patienten ein Signal detektiert wird, ein entsprechendes Warnsignal auf die Ausgabeeinheit 28 gegeben.
Die Auswerteeinrichtung 16 ist mit einer Verwaltungsvorrichtung 30 verbindbar. Diese Verwaltungsvorrichtung 30 ist insbesondere zentral beispielsweise in einem Krankenhaus angeordnet und weist verschiedene Anschlüsse 32 auf. Diese Anschlüsse sind mit entsprechenden Anschlüssen beispielsweise in Operationssälen, Materiallagern und dergleichen verbunden. Dadurch läßt sich das Ergebnis eines Speichervorgangs insbesondere beim Einlesen der Kennzeichen eines Satzes von chirurgischen Instrumenten und Materialien an die Verwaltungsvorrich-
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tung 30 übertragen, so daß der Einsatz der Instrumente und Materialien selber dokumentierbar ist.
In der Figur 2 ist ein Satz 26 von chirurgischen Instrumenten und Materialien gezeigt, wobei dieser Satz beispielhaft einen Operationscontainer 34, eine Zange 36, eine Pinzette 38, eine Klammer 40 und einen Tupfer 42 umfaßt. Jedes Element dieses Satzes 26 ist mit einer Kennzeichnungseinrichtung 44 versehen.
Eine solche Kennzeichnungseinrichtung 44 ist, wie in Figur 3 gezeigt, durch ein Glasröhrchen 46 gebildet, welches beispielsweise in der Größenordnung von 1 cm lang und einen Durchmesser in der Größenordnung von 1 mm bis 2 mm aufweist. In dem Glasröhrchen 46 ist eine elektronische Schaltung 48 angeordnet, die eine Spule und insbesondere Kupferspule 50 umfaßt und einen Mikrochip 52 mit einem Festspeicher.
Die Kennzeichnungseinrichtung 44 stellt einen Transponder dar, der als passiver Sender wirkt. Die Schaltung 48 weist keine interne Energieversorgung auf. Wird die Schaltung 48 einem elektromagnetischen Wellenfeld ausgesetzt, dann wird - bei geeigneter Frequenz des Wellenfeldes - die Spule 50 zum Schwingen angeregt und entsprechend gibt die Schaltung 48 dann ein elektromagnetisches Wellenfeld ab. Dieses wird dann von der Antenne 14 detektiert.
Bei der Herstellung des Transponders 44 wird der Schaltung 48 ein charakteristischer Parameter eingeprägt.
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beispielsweise über den Mikrochip 52 ein bestimmter Widerstandswert, welcher dann wiederum insbesondere die Eigenfrequenz der Schaltung 48 und/oder eine Dämpfungskonstante bestimmt. Dieser eingeprägte Parameter ist nach der Einprägung unveränderlich und geht nicht verloren. Dadurch ist in dem Transponder 44 ein unveränderliches Kennzeichen gespeichert, so daß ein mit einem solchen Transponder versehenes chirurgisches Instrument oder chirurgisches Material ein individuell identifizierendes Kennzeichen aufweist.
Zur Anordnung der Kennzeichnungseinrichtung 44 an einem chirurgischen Instrument, beispielsweise der Zange 36, ist diese mit einer Ausnehmung 54 versehen, in welche der Transponder 44 eingelegt wird und dann die verbleibende Ausnehmung mit einem Gußmaterial 56 ausgegossen wird. Bei dem Gußmaterial 56 kann es sich beispielsweise um Kunststoff, einen Kleber oder dergleichen handeln.
Weist ein chirurgisches Instrument Kunststoffteile auf oder ist ganz aus Kunststoff, so kann ein Versehen dieses Instrumentes mit einem Transponder 44 bereits bei der Herstellung durch Einspritzung erfolgen.
Gewebeartiges chirurgisches Material wie beispielsweise ein Bauchtuch oder ein Tupfer 42 läßt sich beispielsweise über ein Kunststoffteil mit einem Transponder 44 versehen, in welches dieser eingelegt oder eingespritzt ist. Das Kunststoffteil kann beispielsweise über einen
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fest angebrachten Schnappring oder dergleichen fest mit dem Gewebeteil verbunden sein.
Jedes Element 36, 38, 40, 42 des Satzes 26 von chirurgischen Instrumenten und Materialien einschließlich des Operationscontainers 34 ist dadurch auf nicht-entfernbare Weise mit einer Kennzeichnungseinrichtung 44 versehen, in der ein individuelles Kennzeichen gespeichert ist. Auch durch Aufbereitung eines Instruments und insbesondere Sterilisierung geht eine solche individuelle Identifikationsnummer nicht verloren, denn die Kennzeichnungseinrichtung 44 wird auch bei den hohen thermischen, chemikalischen und Kraft-Belastungen beim Aufbereiten nicht gestört und insbesondere wird das gespeicherte Kennzeichen nicht verändert.
Das erfindungsgemäße Erfassungsverfahren für chirurgische Instrumente und Materialien funktioniert wie folgt:
Vor einer Operation werden die Kennzeichen des benötigten Satzes 26 von chirurgischen Instrumenten und Materialien gespeichert, wobei die Information mitgespeichert wird, daß die jeweiligen Kennzeichen der Elemente des Satzes zu einem Satz gehören.
Dazu wird die Antenne 14 über den benötigten Satz 26 geführt, beispielsweise über den Operationscontainer 34 mit den darin befindlichen Instrumenten und dem chirurgischen Material, welche die Elemente des Satzes 26 bilden.
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Die Antenne 14 sendet dazu ein elektromagnetisches Wellenfeld aus, welches die Schaltung 48 und insbesondere die Spule 50 jedes Elements zum Schwingen anregt, wodurch diese wiederum ein elektromagnetisches Wellenfeld abgibt, welches von der Antenne 14 empfangen wird und über die Abfragevorrichtung 12 läßt sich dann aus dem elektromagnetischen Wellenfeld der Spule 50 ein Kennzeichen ermitteln, das der jeweiligen Kennzeichnungseinrichtung 44 eines Elements zugeordnet ist.
Es kann dabei vorgesehen sein, daß die entsprechenden Daten an die Verwaltungsvorrichtung 30 weitergegeben werden, um so den Einsatz der Elemente des Satzes 26 dokumentieren zu können. Beispielsweise kann dadurch mittels der Verwaltungsvorrichtung 30 der Einsatzzyklus von chirurgischen Instrumenten erfaßt werden, um so rechtzeitig spezifische Instrumente aus dem Einsatz entfernen zu können, wenn ihre Einsatzhäufigkeit eine in der Nähe ihrer Lebenszeit liegende Grenze erreicht hat.
Ebenfalls kann dadurch ermittelt werden, welche Instrumente, wieviele Instrumente usw. in einer Klinik umlaufen und welche Instrumente beispielsweise besonders häufig benutzt werden und dergleichen. Es läßt sich auf diese Weise der Materialfluß in einem Krankenhaus überwachen und steuern, wobei die dazu benötigten Daten bezüglich der chirurgischen Instrumente und Materialien über Antennen wie die Antenne 14 auslesbar sind.
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Der Materialfluß in einem Krankenhaus läßt sich insbesondere dadurch steuern, daß man die den Materialfluß erzeugenden Einheiten jeweils mit einer eigenen Individualkennzeichnung, wie beispielsweise einem Transponder 44, versieht, diese Individualkennzeichnung an verschiedenen Durchgangsstationen im Krankenhaus liest, die gelesenen Daten der Individualkennzeichnung und der Durchgangsstationen einer zentralen Überwachungs- und Steuereinheit, also der Verwaltungsvorrichtung 30, zuführt, in ihr speichert und/oder verarbeitet und in Abhängigkeit von den gespeicherten und/oder Daten Überwachungssignale oder den Materialfluß steuernde Steuersignale erzeugt. Ein solches Verfahren ist in der DE 196 14 719 Al beschrieben, auf die hiermit ausdrücklich Bezug genommen wird.
Vor Beendigung einer Operation und vor Wundverschluß wird ein erneuter Erfassungsvorgang vorgenommen. Dazu werden die chirurgischen Instrumente und Materialien gesammelt und in einen Abstand von dem Patientenkörper gelegt, welcher größer ist als der Ansprechabstand einer Antenne 14 auf eine Kennzeichnungseinrichtung 44. Es ergeben sich dann zwei alternative Vorgehensweisen, die auch vorteilhaft gemeinsam nacheinander durchgeführt werden können:
Mit der Antenne 14 wird der Patientenkörper abgescannt, ob sich ein Signal ergibt. Ergibt sich ein Signal, dann bedeutet dies, daß ein Element des Satzes 26 in dem Patientenkörper verblieben ist und vor Wundverschluß entfernt werden muß.
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Es kann auch vorgesehen sein, daß mit der Antenne 14 die gesammelten Elemente des Satzes 26 abgetastet werden und entsprechend dadurch die Kennzeichen eingelesen werden. Die Vergleichsvorrichtung 18 ermittelt dann, ob die eingelesenen Kennzeichen dem Satz von Kennzeichen in der Speichervorrichtung 20 entsprechen. Sollte dies nicht der Fall sein, dann darf die Wunde erst verschlossen werden, wenn sorgfältig geprüft wurde, daß kein Element des Satzes 26, d.h. kein chirurgisches Instrument und/oder Material im Körper des Patienten verblieben ist.
Bevorzugterweise werden beide Testverfahren durchgeführt, um so mit hoher Sicherheit ausschließen zu können, daß kein chirurgisches Instrument und/oder chirurgisches Material im Körper des Patienten verbleibt.
Die Prüfung mittels einer Antenne 14 kann auch beim Umbetten in einer Schleuse erfolgen.
Da sich die Kennzeichnungseinrichtung 44 berührungsfrei abfragen läßt und das gespeicherte Kennzeichen sich bei Stillstand oder in Bewegung der Antenne 14 oder eines mit einer Kennzeichnungseinrichtung 44 versehenen Elementes auslesen läßt, ergibt sich eine hohe Erfassungsgenauigkeit. Es lassen sich auch die Kennzeichnen einer Vielzahl von Elementen, d.h. insbesondere des gesamten Satzes 26, in einem Abtastvorgang ermitteln.
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Durch routinemäßiges Einlesen der Kennzeichen eines benutzten Satzes 26 vor einer Operation (Speicheraufnahme) und durch routinemäßige erfindungsgemäße Überprüfung der Elemente vor Wundverschluß (Überwachungsaufnahme) läßt sich dann mit hoher Sicherheit vermeiden, daß Elemente im Patientenkörper verbleiben.
Ein mit einer Kennzeichnungseinrichtung 44 versehener Operationscontainer 34 läßt sich auch auf einfache Weise zusammenstellen und gezielt für einen Operationssaal bereitstellen, da über sein Kennzeichen mittels der Verwaltungsvorrichtung 30 der benötigte Satz von Elementen für die jeweilige Operation sich zeitsparend zusammenstellen läßt.

Claims (8)

1. Erfassungssystem für chirurgische Instrumente und Materialien, umfassend:
- einen Satz (26) chirurgischer Instrumente und Materialien, bei dem jedes Element des Satzes mit einer nicht-entfernbaren Kennzeichnungseinrichtung (44) versehen ist, welche ein das jeweilige Element individuell identifizierendes Kennzeichen speichert, wobei die jeweilige Kennzeichnungseinrichtung (44) einen Sender (48) umfaßt, durch den ein elektromagnetisches Wellenfeld zum Auslesen des Kennzeichens aussendbar ist;
- eine Abfragevorrichtung (12), mittels der das in einer Kennzeichnungseinrichtung (44) gespeicherte Kennzeichen abfragbar ist;
- eine Speichervorrichtung (20), in welcher die Kennzeichen der Elemente eines vollständigen Satzes (26) von chirurgischen Instrumenten und Materialien speicherbar und dem Satz (26) zugehörig kategorisierbar sind und
- eine Vergleichsvorrichtung (30), durch die ermittelbar ist, ob nach dem Auslesen von Kennzeichen einer Menge von chirurgischen Instrumenten und/oder Materialien ein vollständiger Satz (26) vorliegt oder ob Elemente fehlen.
2. Erfassungssystem für chirurgische Instrumente und Materialien nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Sender (48) ein passiver Empfänger- Sender ist.
3. Erfassungssystem für chirurgische Instrumente und Materialien nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Sender (48) über ein Radiofrequenz- Signal anregbar ist.
4. Erfassungssystem für chirurgische Instrumente und Materialien nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das in einer Kennzeichnungseinrichtung (44) gespeicherte individuelle Kennzeichen unveränderlich ist.
5. Erfassungssystem für chirurgische Instrumente und Materialien nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Abfragevorrichtung (12) eine Sender-Empfänger-Antenne (14) aufweist.
6. Erfassungssystem für chirurgische Instrumente und Materialien nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Antenne (14) so ausgebildet ist, daß mittels ihr ein Körper eines Patienten abtastbar ist.
7. Erfassungssystem für chirurgische Instrumente und Materialien nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Speichervorrichtung (30) als Verwaltungsspeicher ausgebildet ist oder mit einer Verwaltungsvorrichtung (30) verbindbar oder verbunden ist, um den Einsatz von chirurgischen Instrumenten und Materialien und gegebenenfalls Zubehör (34) verwalten zu können.
8. Erfassungssystem für chirurgische Instrumente und Materialien nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Operationscontainer (34) mit einer Kennzeichnungseinrichtung (44) versehen ist.
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