DE20005694U1 - Walzgerüst für Walzstraßen zum Walzen von metallischen Rohren, Stäben oder Drähten - Google Patents
Walzgerüst für Walzstraßen zum Walzen von metallischen Rohren, Stäben oder DrähtenInfo
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Description
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Walzgerüst für Walzstraßen zum Walzen von metallischen Rohren,
Stäben oder Drähten
Beschreibung:
Die Erfindung betrifft ein Walzgerüst für Walzstraßen zum Walzen von metallischen Rohren, Stäben oder Drähten mit mindestens drei, eine Walzachse sternförmig umgebenden Walzen, von denen jede einen gesonderten Eintrieb besitzt und die mittels je einer Walzenwelle sowie beiderseits der Walze angeordneter Lager drehbar und radial verstellbar in einem Gerüstgehäuse gelagert sind.
Ein solches Walzgerüst ist bereits durch die WO 98/06515 bekannt. Dort sind die Walzen in Einbaustücken gelagert, mit denen sie innerhalb des Gerüstgehäuses relativ zur Walzachse in radialer Richtung verstellt werden können. Einrichtungen zum Verstellen und Halten der Einbaustücke und damit der Walzen in radialer Richtung sind an einem Gerüstrahmen angeordnet, der das Gerüstgehäuse umgibt. Die zum Antreiben der Walzen vorgesehenen Antriebseinheiten befinden sich außerhalb des Gerüstrahmens.
Ein solches Walzgerüst hat den Nachteil, daß seine Außenabmessungen relativ groß sind und sich daraus ein erheblicher Platzbedarf für die gesamte Walzstraße ergibt. Das liegt vor allem an der Anordnung sowie der Ausbildung seiner Einrichtungen zum radialen Verstellen und Halten der Einbaustücke. Diese Einrichtungen benötigen in radialer Richtung viel Platz. Hinzu kommt noch der Platz für die Mittel zum Erzeugen einer Vorspannung zwischen den Einrichtungen zum radialen Verstellen und den Einbaustücken selbst, damit dann, wenn gerade kein Walzgut gewalzt wird, kein Spiel zwischen diesen Teilen auftritt. Folglich ergeben sich für den diese Einrichtungen und das Gerüstgehäuse tragenden Gerüstrahmen ebenfalls besonders große äußere Abmessungen. Der Gerüstrahmen und das Gerüstgehäuse sind bei der bekannten Bauart zwar
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gesonderte Bauteile, aber sie bilden funktionell eine Einheit und nur gemeinsam ein vollständiges Walzgerüst mit radial verstellbaren Walzen, daß jedoch besonders groß ist. Da die Antriebseinheiten für die Walzen außerhalb des Gerüstrahmens angeordnet sind, ergeben sich beträchtliche Abstände der Antriebseinheiten von der Walzachse und damit erhebliche Abmessungen der Walzstraße in radialer Richtung. Aber auch in axialer Richtung, also in Richtung der Walzachse, haben die bekannten Walzgerüste eine große Breite, weil die Einbaustücke von Schwenkbolzen gehalten werden, die seitlich neben dem Gerüstgehäuse angeordnet sind. Daraus ergibt sich ein großer Abstand der Walzgerüste und damit auch der von den Walzen gebildeten Kaliberöffnungen voneinander, was zur Folge hat, daß die Länge der unbrauchbaren, weil nicht maßhaltigen Endabschnitte des Walzgutes, also der Schrottanteil der Produktion, entsprechend größer wird.
Außerdem ist der Herstellungsaufwand bei dem bekannten Walzgerüst besonders hoch, weil wegen der Verwendung von Einbaustücken sowie von Einrichtungen zum radialen Verstellen, Führen und Halten der Einbaustücke zahlreiche Einzelteile angefertigt und montiert werden müssen.
Ferner haben die zahlreichen Einzelteile zur Folge, daß das bekannte Walzgerüst eine weiche Konstruktion bildet, die den beim Walzen auftretenden Kräften zu sehr nachgibt. Das bekannte Walzgerüst ist deshalb nicht in der Lage, unter der heute üblichen hohen Belastung durch die beim Walzen auftretenden Kräfte die Walzen in der erforderlichen Weise stets zuverlässig und genau genug in ihren vorgesehenen Positionen zu halten und damit die geforderten engen Toleranzen des Walzgutes einzuhalten. Die Nachgiebigkeit der bekannten Bauart gegenüber den Kräften, die auf die Walzen einwirken, beruht vor allem darauf, daß die Einbaustücke lediglich von Schwenkbolzen gehalten sind. Außerdem werden die Kräfte durch mehrere Einzelteile hindurch und damit über weite Wege geführt, was große elastische Verformungen ergibt. Darüber hinaus wird ein genaues Einstellen der Walzen durch Verschleißerscheinungen beeinträchtigt, die im
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Bereich der Funktionsflächen zwischen den linear sich bewegenden Einrichtungen zum radialen Verstellen der Einbaustücke und den auf einer Kreisbahn schwenkbaren Einbaustücken zu erwarten sind, zumal diese Funktionsflächen bei entferntem Gerüstgehäuse zeitweilig einer erheblichen Verschmutzungsgefahr ausgesetzt sind.
Ein weiterer wesentlicher Nachteil des bekannten Walzgerüstes besteht darin, daß bei ihm der Durchmesser der von den Walzen gebildeten Kaliberöffnung nicht in der Gerüstwerkstatt eingestellt und dort auch nicht gemessen werden kann. Das liegt daran, daß in der Gerüstwerkstatt die Einbaustücke und damit die Walzen jede beliebige Position innerhalb des Gerüstgehäuses einnehmen und diese jederzeit verändern können. In der Gerüstwerkstatt werden nämlich die Einbaustücke und Walzen im Gerüstgehäuse zwar in radialer Richtung geführt, aber in keiner Position festgehalten. Dazu fehlen dort die Einrichtungen zum radialen Verstellen und Halten der Einbaustücke und Walzen. Wie bereits erwähnt, sind diese Einrichtungen am Gerüstrahmen angeordnet, der fest mit der Walzstraße verbunden ist, weshalb sie nicht zusammen mit dem Gerüstgehäuse in die Gerüstwerkstatt transportiert werden können. Erst wenn das Gerüstgehäuse wieder in den Gerüstrahmen und damit in die Walzstraße eingeschoben ist und die Einrichtungen zum radialen Verstellen und Halten wirksam werden können, nehmen die Einbaustücke und Walzen eine bestimmte einstellbare Position zur Walzachse ein. Aber auch dann ist die Position der Walzen und damit der Durchmesser der Kaliberöffnung bei den meisten Walzgerüsten nicht zu messen, weil ihre Gerüstgehäuse innerhalb der Gerüstrahmen und damit in der Walzstraße dicht hintereinander stehen, so daß man nur die Kaliberöffnung des ersten und letzten Waizgerüstes der Walzstraße erreichen und nur dort messen kann. Selbst wenn man in der Gerüstwerkstatt mit einer speziellen Vorrichtung die Walzen auf den gleichen Durchmesser der Kaliberöffnung einstellen könnte wie er von den Einrichtungen zum radialen Verstellen und Halten der Einbaustücke und Walzen in der Walzstraße eingestellt wird, so wäre auch dies noch nicht ausreichend, wenn nicht zusätzlich noch die Mittellage des Gerüstgehäuses
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relativ zu dieser Vorrichtung in der Werkstatt einerseits sowie relativ zu den Einrichtungen zum radialen Verstellen und Halten der Einbaustücke in der Walzstraße andererseits mit extremer Genauigkeit gleich ist. Jede Abweichung führt selbst bei gleichgehaltenem Durchmesser der Kaliberöffnung zu einer axialen Fehlstellung der Walzen und damit zwangsläufig zu Walzfehlern.
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, ein Walzgerüst für Walzstraßen zum Walzen von metallischen Rohren, Stäben und Drähten zu schaffen, dem die vorstehenden Nachteile nicht anhaften, sondern das bei möglichst kleinen Abmessungen und relativ geringem Herstellungsaufwand eine stabile, aber trotzdem radial einstellbare Lagerung der Walzen ermöglicht.
Dieses Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Lager der Walzenwellen aus Wälzlagern bestehen und diese sich innerhalb von Exzenterbuchsen befinden, wobei die Exzenterbuchsen drehbar in Lagerbohrungen eines geschlossenen, ungeteilten Gerüstgehäuses angeordnet sind und sich die Drehpositionen der Exzenterbuchsen mittels einer Verstelleinrichtung stufenlos verändern sowie die Exzenterbuchsen in allen Drehpositionen festhalten lassen.
Hierdurch ergibt sich ein sehr kompaktes Walzgerüst mit nur noch geringen Außenabmessungen. Das wird erreicht, weil die Einrichtungen zum Verstellen und Halten der Walzen im wesentlichen nur noch aus den Exzenterbuchsen bestehen. Die Exzenterbuchsen benötigen im Gegensatz zu den bekannten Einbaustücken und den bei ihnen erforderlichen Einrichtungen zum Verstellen und Halten derselben einen sehr geringen Raum, so daß sie vollständig innerhalb des Gerüstgehäuses untergebracht werden können und das Gerüstgehäuse trotzdem relativ klein bleibt. Ein Gerüstrahmen ist auch nicht mehr erforderlich. Schwenkbolzen zum Halten von Einbaustücken benötigt man ebenfalls nicht. Folglich besitzt das erfindungsgemäße Walzgerüst sowohl in radialer als auch in axialer Richtung wesentlich kleinere Abmessungen als das bei der bekannten Bauart. Deshalb können die Antriebseinheiten mit wesentlich kürzeren Abständen
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von der Walzachse angeordnet werden und es ergibt sich eine Walzstraße, die in allen Richtungen deutlich kleinere Abmessungen besitzt und erheblich weniger Platz benötigt als eine Walzstraße mit den bekannten Walzgerüsten. Darüber hinaus ist es bei dem neuen Walzgerüst möglich, den Abstand der Walzgerüste voneinander klein zu halten. Damit bleiben die unvermeidbaren verdickten Endabschnitte des Walzgutes kurz und der Schrottanteil der Produktion bleibt gering.
Außerdem wird durch die erfindungsgemäße Ausbildung die Anzahl der Einzelteile des Walzgerüstes erheblich reduziert, was den Arbeitsaufwand und die Kosten für Fertigung und Montage wesentlich verringert. Bei einem solchen kostengünstigen und trotzdem verstellbare Walzen besitzenden Walzgerüst braucht man nicht mehr wie bei der bekannten Bauart für die meisten der Gerüstplätze auf Walzgerüste mit verstellbaren Walzen zu verzichten, sondern jeden Gerüstplatz oder die meisten Gerüstplätze kann man jetzt mit einem solchen Walzgerüst bestücken und hat dann die Möglichkeit, die Walzen besser auszunutzen.
Ferner ergibt sich durch die kompakte Ausbildung des neuen Walzgerüstes eine große Stabilität und das Walzgerüst ist in der Lage, besonders hohe Walzkräfte aufzunehmen. Die auftretenden Kräfte werden auf kürzesten Wegen in das Gerüstgehäuse geleitet und direkt von diesem aufgenommen, so daß nennenswerte elastische Verformungen nicht auftreten können. Alle Teile, die zum Verstellen und Halten der Walzen benötigt werden, sind im Innern des Gerüstgehäuses angeordnet und dort vor Verschmutzung geschützt. Der Verschleiß dieser Teile ist gering, was ein exaktes Einstellen der Walzen auch auf Dauer sicherstellt.
Da das Einstellen der Walzen durch Verdrehen der Exzenterbuchsen erfolgt, kann der Aufwand für die Verstelleinrichtung, insbesondere die Anzahl ihrer Einzelteile, niedrig gehalten werden. Mit der stufenlosen Verstellung wird sichergestellt, daß die Drehachsen der Walzen innerhalb ihres Einstellbereiches
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auf jeden gewünschten und erforderlichen Abstand zur Walzachse eingestellt werden können. Beim Bearbeiten der Arbeitsflächen der Walzen kann jeder dieser einstellbaren Abstände zugrunde gelegt werden, so daß man die Werkstoffabnahme beim Nacharbeiten der Walzen besonders gering halten und die Walzen optimal ausnutzen kann. Mit den zu den nachgearbeiteten Walzen gehörenden Exzenterbuchsen lassen sich dann die Drehachsen in die richtige Position bringen, wobei der Durchmesser der Kaliberöffnung gemessen und eingestellt wird. Letzteres ist jederzeit und vor allem in der Gerüstwerkstatt möglich, weil die Walzen nach ihrem Einbau schon dort die vorherbestimmte Position einnehmen und beibehalten. Wegen des gesonderten Antriebes kann man Walzgerüste mit verschiedenen ideellen Walzendurchmessern, das heißt mit unterschiedlichen Abständen der Drehachsen der Walzen von der Walzachse, verwenden. Das ermöglicht ein besonders weitgehendes Ausnutzen der Walzen und verringert die Betriebskosten.
Die Exzenterbuchsen, der Einzelantrieb der Walzen und das dadurch bedingte Fehlen von Antriebskegelrädern im Gerüstgehäuse ermöglichen bei radial verstellbaren Walzen eine ungeteilte Ausbildung des Gerüstgehäuses. Dabei lassen sich die Gerüstgehäuse mit erheblich weniger Aufwand herstellen, weil die sorgfältig und in mehreren Schritten zu bearbeitenden und nach außen hin abzudichtenden Teilflächen der beiden Teile des Gerüstgehäuses ebenso entfallen wie die zahlreichen Bohrungen für Paßstifte und Verbindungsschrauben, welche die Teile sonst paßgenau zusammenhalten müssen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind jeweils die zwei beiderseits einer Walze angeordneten Exzenterbuchsen mit einem die Walze umgreifenden Verbindungsbügel drehfest und distanzhaltend, aber lösbar miteinander verbunden. Es genügt dann, von den beiden Exzenterbuchsen einer Walzenwelle, die sich beiderseits der Walze befinden, nur eine direkt in axialer Richtung und hinsichtlich ihrer Drehposition zu arretieren, weil die andere Exzenterbuchse dann über den Verbindungsbügel auch axial und in ihrer
Drehposition gehalten wird. Beim Verstellen der Walzen braucht man dann nur eine der beiden Exzenterbuchsen zu drehen, denn die zweite Exzenterbuchse wird über den Verbindungsbügel mitgedreht.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn mindestens eine Exzenterbuchse jeder Walzenwelle einen kegelradartigen Zahnkranz oder ein Zahnsegment besitzt, mit dem sie in einem entsprechenden Zahnkranz oder Zahnsegment einer anderen Exzenterbuchse einer benachbarten Walzenwelle unmittelbar im Eingriff ist. Hierdurch wird ein synchrones radiales Verstellen aller Walzenwellen und damit aller Walzen eines Walzgerüstes möglich. Verwendet man dann auch noch die Verbindungsbügel, so genügt es, wenn die Verstelleinrichtung nur an einer Exzenterbuchse angreift, um alle Exzenterbuchsen in ihren Drehpositionen in gleichem Maße zu verstellen. Dabei empfiehlt es sich, wenn zwei benachbarte Exzenterbuchsen von zwei verschiedenen Walzenwellen keinen kegelradartigen Zahnkranz und kein Zahnsegment, sondern einen radialen Abstand voneinander besitzen. Das erleichtert die Montage und Ersteinstellung der Exzenterbuchsen.
Bei einer zweckmäßigen Ausführungsform der Erfindung ist jede Walzenwelle in zwei Teilwellen unterteilt und jede Walze zwischen zwei einander zugekehrten Stirnflächen der beiden Teilwellen fest, jedoch lösbar eingespannt. Die mehrteilige Ausbildung der Walzenwellen erlaubt ein axiales Einspannen der Walzen jeweils zwischen den einander zugekehrten Stirnflächen von zwei Teilwellen. Damit vermeidet man festigkeitsmindemde Verbindungen zwischen Walzen und Walzenwellen mit radial vorragenden Paßfedern und ähnlichen Elementen auf den Walzenwellen und in den Bohrungen der Walzen. Vor allem jedoch ermöglicht die mehrteilige Ausbildung der Walzenwellen einen schnellen Walzenwechsel. Dazu wird die axiale Spannkraft zwischen den beiden Teilwellen aufgehoben, diese werden nur wenig auseinanderbewegt und die Walzen können in radialer Richtung aus dem Walzgerüst entnommen werden. Danach läßt sich eine andere Walze in radialer Richtung in das Walzgerüst zwischen die beiden Teilwellen einsetzen und dort festspannen. Eine aufwendige Demontage des
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Gerüstgehäuses und/oder der Lager der Walzen erfolgt dabei nicht. Ein solcher schneller Walzenwechsel ermöglicht wiederum, daß man mit insgesamt weniger Walzgerüsten auskommt, weil die Vorbereitungszeit auf einen neuen Einsatz bei den nicht in der Walzstraße befindlichen Walzgerüsten dadurch so kurz wird, daß sie schon wieder zur Verfügung stehen, wenn die im Einsatz befindlichen Walzgerüste ausgetauscht werden müssen. Es werden deshalb kaum mehr als zwei Sätze der neuen Walzgerüste bei einer Walzstraße erforderlich sein. Darüber hinaus macht der schnelle und einfache Walzenwechsel auch ein Nacharbeiten der Walzen in eingebautem Zustand und die dazu benötigte Spezialmaschine überflüssig, weil die Walzen zum Nacharbeiten auf Standardwerkzeugmaschinen schnell aus- und eingebaut werden können.
Bei der zweiteiligen Ausbildung der Walzenwellen ist es ratsam, wenn die Stirnflächen der Teilwellen und die Stirnflächen der Walzen einander entsprechende Vorsprünge und Vertiefungen besitzen, die formschlüssig ineinander greifen. Diese Vorsprünge und Vertiefungen sind nicht mit den oben erwähnten radial vorragenden Paßfedern und ähnlichen Elementen zu verwechseln, weil die hier gemeinten Vorsprünge und Vertiefungen sich in axialer Richtung erstrecken und daher nicht die genannte festigkeitsmindernde Wirkung haben, sondern die Übertragung eines hohen Drehmomentes zulassen ohne Relativbewegung zwischen Walzen und Walzenwellen.
In aller Regel sollen die einander zugekehrten Stirnflächen der Teilwellen einen kleineren Durchmesser besitzen als die zwischen dem außen befindlichen Eintrieb und den Walzen angeordneten Lagerbohrungen des Gerüstgehäuses. Außerdem ist es zweckmäßig, jede Lagerbohrung des Gerüstgehäuses zur Aufnahme der Exzenterbuchsen von dem außen befindlichen Eintrieb zum Innern des Gerüstgehäuses hin stets kleiner als oder gleich groß wie die davor befindliche Lagerbohrung zu bemessen. Bei einer solchen Bemessung ist es möglich, die Teilwellen der Walzenwellen, ihre Lager und Exzenterbuchsen außerhalb des Gerüstgehäuses zusammen zu bauen und dann von der
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Eintriebsseite her in das Gerüstgehäuse einzuschieben. Insbesondere bei der ungeteilten Ausbildung des Gerüstgehäuses verringert eine solche Bemessung die im Gerüstgehäuse angeordneten Teile und vereinfacht ihre Montage.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist die Verstelleinrichtung an einer Stirnseite des Gerüstgehäuses angeordnet und sie besitzt ein Kegelrad, das in einen kegelradartigen Zahnkranz oder ein Zahnsegment einer der Exzenterbuchsen eingreift. Eine solche Verstelleinrichtung ist einfach gestaltet, kostengünstig herstellbar und mit wenig Aufwand zu montieren.
In der Zeichnung ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles dargestellt. Es zeigt:
Figur 1 ein erfindungsgemäßes Walzgerüst im Schnitt; Figur 2 das Walzgerüst nach Figur 1 in der Seitenansicht.
Das in Figur 1 dargestellte Walzgerüst 1 besitzt ein Gerüstgehäuse 2, in dem drei Walzen 3 sternförmig angeordnet sind, die dabei eine Walzachse 4 umschließen. Jede der Walzen 3 besitzt einen gesonderten Eintrieb 5, auf den von einer nicht dargestellten Antriebseinheit her ein Antriebsdrehmoment für die Walze 3 ausgeübt wird. Über eine Kupplungshälfte 6, die drehfest auf einer Walzenwelle 7 aufgebracht ist, wird das Drehmoment auf die Walze 3 übertragen.
Die Walzenwellen 7 bestehen aus jeweils zwei Teilwellen 8 und 9. Zwischen den einander zugekehrten Stirnflächen dieser Teilwellen 8, 9 sind die Walzen 3 eingespannt. Die dazu erforderliche axiale Kraft wird von einem Zuganker 10 ausgeübt, der mit einem Endabschnitt 11 in die Teilwelle 9 eingeschraubt ist und der an seinem anderen Endabschnitt eine Spannmutter 12 trägt. Mit einer solchen bekannten mechanisch, hydraulisch oder pneumatisch zu betätigenden Spannmutter 12 wird der Zuganker 10 vorgespannt. Dabei stützt sich die Spannmutter 12 auf der Teilwelle 8 ab. Zum Wechseln der Walzen 3 wird die Spannmutter 12 gelöst und damit der Zuganker 10 entlastet. Dessen Endabschnitt
&Pgr;7:
-&Igr;&Ogr;&Igr; 1 läßt sich dann aus der Teilwelle 9 herausschrauben und der Zuganker 10 kann aus dem Bereich der Walze 3 herausgezogen werden, so daß diese gewechselt werden kann, nachdem die beiden Teilwellen 8, 9 etwas auseinander gezogen sind. Ist eine andere Walze 3 zwischen den Stirnflächen der Teilwellen 8, 9 eingesetzt, wird der Zuganker 10 mit seinem Endabschnitt 11 wieder in die Teilwelle 9 eingeschraubt und danach mit Hilfe der Spannmutter 12 erneut vorgespannt.
Beiderseits sind die Walzen 3 mittels der Walzenwellen 7 in Wälzlagern 13 drehbar gelagert. Die Wälzlager 13 befinden sich dabei in Exzenterbuchen 14 und 15, von denen die Exzenterbuchsen 14 auf der Eintriebsseite der Walzen 3 angeordnet sind und zwei Wälzlager 13 besitzen, wogegen die Exzenterbuchsen 15 auf der anderen Seite der Walzen 3 nur ein Wälzlager 13 haben, in dem die kurze Teilwelle 9 gelagert ist.
Von der horizontal sich erstreckenden Walzenwelle 7 besitzt die Exzenterbuchse 15 ein kegelradartiges Zahnsegment 16, daß in ein Zahnsegment 16 der benachbarten Exzenterbuchse 14 eingreift. Dasselbe gilt auch für die Exzenterbuchsen 15 und 14 der beiden geneigt zur Horizontalen sich erstreckenden Walzenwellen 7. Deren Zahnsegmente 16 befinden sich senkrecht unterhalb der Walzachse 4. Die Exzenterbuchse 14 der horizontalen Walzenwelle 7 besitzt allerdings kein Zahnsegment 16 und greift nicht in ein solches der benachbarten Exzenterbuchse 15 ein, sondern diese beiden Exzenterbuchsen 14 und 15 haben einen radialen Abstand voneinander.
An einer der Stirnflächen des Gerüstgehäuses 2 ist eine Verstelleinrichtung 17 angeordnet mit einer drehbar gelagerten Welle 18 und einem Kegelrad 19. Das Kegelrad 19 greift in ein Zahnsegment 20 einer der Exzenterbuchsen 14 ein. Auf ein mit der Welle 18 drehfest verbundenes Kupplungsstück 21 kann ein Schlüssel aufgesteckt werden zum Drehen der Welle 18, des Kegelrades 19 und damit über das Zahnsegment 20 auch der zugeordneten Exzenterbuchse 14. Da diese - wie alle Exzenterbuchsen 14 - über einen die Walze 3 umgreifenden
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Verbindungsbügel 22 mit der zugehörenden Exzenterbuchse 15 drehfest und distanzhaltend, aber lösbar verbunden ist und die Zahnsegmente 16 die Drehbewegung auf die Exzenterbuchsen 14, 15 aller Walzenwellen 7 übertragen, werden alle Exzenterbuchsen 14, 15 synchron verstellt und damit die Walzen 3 in radialer Richtung.
Figur 2 läßt erkennen, daß die Verstelleinrichtung 17 eine Scheibe 23 besitzt, die drehfest mit dem Kupplungsstück 21 und der Welle 18 verbunden ist. Auf der Scheibe 23 ist eine Skala 24 angebracht, die zusammen mit einem Zeiger 25 die aktuelle radiale Position der Walzen 3 anzeigt. Eine Klemmvorrichtung 26 ermöglicht eine Arretierung der Scheibe 26 und damit aller Exzenterbuchsen 14 und 15 sowie der Walzen 3 in radialer Richtung.
Außerdem zeigt Figur 2, daß die Kupplungshälfte 6 mit einer Verzahnung 27 versehen ist, in welche eine nicht dargestellte zweite Kupplungshälfte einer Antriebseinheit eingreift.
Claims (9)
1. Walzgerüst für Walzstraßen zum Walzen von metallischen Rohren, Stäben oder Drähten mit mindestens drei, eine Walzachse sternförmig umgebenden Walzen, von denen jede einen gesonderten Eintrieb besitzt und die mittels je einer Walzenwelle sowie beiderseits der Walze angeordneter Lager drehbar und radial verstellbar in einem Gerüstgehäuse gelagert sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Lager der Walzenwellen (7) aus Wälzlagern (13) bestehen und diese sich innerhalb von Exzenterbuchsen (14, 15) befinden, wobei die Exzenterbuchsen (14, 15) drehbar in Lagerbohrungen eines geschlossenen, ungeteilten Gerüstgehäuses (2) angeordnet sind und sich die Drehpositionen der Exzenterbuchsen (14, 15) mittels einer Verstelleinrichtung (17) stufenlos verändern sowie die Exzenterbuchsen (14, 15) in allen Drehpositionen festhalten lassen.
2. Walzgerüst nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils die zwei beiderseits einer Walze (3) angeordneten Exzenterbuchsen (14, 15) mit einem die Walze (3) umgreifenden Verbindungsbügel (22) drehfest und distanzhaltend, aber lösbar miteinander verbunden sind.
3. Walzgerüst nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Exzenterbuchse (14, 15) jeder Walzenwelle (7) einen kegelradartigen Zahnkranz oder ein Zahnsegment (16) besitzt, mit dem sie in einem entsprechenden Zahnkranz oder Zahnsegment (16) einer anderen Exzenterbuchse (14, 15) einer benachbarten Walzenwelle (7) unmittelbar im Eingriff ist.
4. Walzgerüst nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwei benachbarte Exzenterbuchsen (14, 15) von zwei verschiedenen Walzenwellen (7) keinen kegelradartigen Zahnkranz und kein Zahnsegment (16), sondern einen radialen Abstand voneinander besitzen.
5. Walzgerüst nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß jede Walzenwelle (7) in zwei Teilwellen (8, 9) unterteilt und jede Walze (3) zwischen zwei einander zugekehrten Stirnflächen der beiden Teilwellen (8, 9) fest, jedoch lösbar eingespannt ist.
6. Walzgerüst nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnflächen der Teilwellen (8, 9) und die Stirnflächen der Walzen (3) einander entsprechende Vorsprünge und Vertiefungen besitzen, die formschlüssig ineinander greifen.
7. Walzgerüst nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die einander zugekehrten Stirnflächen der Teilwellen (8, 9) einen kleineren Durchmesser als die zwischen dem außen befindlichen Eintrieb (5) und den Walzen (3) angeordneten Lagerbohrungen des Gerüstgehäuses (2) besitzen.
8. Walzgerüst nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß jede Lagerbohrung des Gerüstgehäuses (2) zur Aufnahme der Exzenterbuchsen (14, 15) von dem außen befindlichen Eintrieb (5) zum Innern des Gerüstgehäuses (2) hin stets kleiner als oder gleich groß wie die davor befindliche Bohrung bemessen ist.
9. Walzgerüst nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstelleinrichtung (17) an einer Stirnseite des Gerüstgehäuses (2) angeordnet ist und ein Kegelrad (19) besitzt, das in einen kegelradartigen Zahnkranz oder ein Zahnsegment (20) einer der Exzenterbuchsen (14, 15) eingreift.
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN113059000A (zh) * | 2021-03-18 | 2021-07-02 | 艾姆亿(南京)装备制造有限公司 | 一种用于热轧无缝钢管的二维可调整精密轧机机芯 |
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2000
- 2000-03-28 DE DE20005694U patent/DE20005694U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN113059000A (zh) * | 2021-03-18 | 2021-07-02 | 艾姆亿(南京)装备制造有限公司 | 一种用于热轧无缝钢管的二维可调整精密轧机机芯 |
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