DE20006088U1 - Vorrichtung zum Zusammenheften eines Stapels von Unterlagenblättern - Google Patents
Vorrichtung zum Zusammenheften eines Stapels von UnterlagenblätternInfo
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Description
Vorrichtung zum Zusammenheften eines Stapels von Unterlagenblättern
Die Erfindung richtet sich auf eine Vorrichtung zum Zusammenheften eines Stapels von Unterlagenblättern sowie ggf. zum Ablegen eines derartigen Heftstapels in einem Ordner mit Abheftmechanik, umfassend eine unter dem Unterlagenstapel anzuordnende Basislasche, eine auf dem Unterlagenstapel anzuordnende Decklasche, mindestens einen biegsamen, an der Basislasche festlegbaren und/oder befestigten Heftzungenstreifen, dessen zwei Heftzungen
&iacgr;&ogr; zwecks Zusammenheftens der Unterlagenblätter durch paarweise Lochungen des Unterlagenstapels und der Decklasche hindurchgefädelt werden und oberhalb des Unterlagenstapels endseitig auf die Decklasche umgebogen werden, sowie wenigstens einer auf die Decklasche unter Einschluß der Heftzungenenden aufschiebbaren Abdeckprofilschiene mit hinterschnittenen Längskanten zum Umgreifen der Längskanten der Decklasche.
Eine gattungsgemäße Vorrichtung ist in der europäischen Patentschrift 0 654 362 des Anmelders offenbart. Diese weist eine erste Besonderheit dahingehend auf, dass die umgebogenen Heftzungenlaschen gegenüber der Längsachse der Decklasche leicht geneigt und damit nebeneinander vorbeilaufen. Die einstückige, aufgeschobene Abdeckprofilleiste findet daher allenfalls reibschlüssigen Halt, da in der Schließstellung weder eine Verrastung noch ein Verhaken an den umgebogenen Heftzungenenden möglich ist. Die Abdeckprofilleiste kann daher von der Decklasche herabrutschen, wenn der betreffende Unterlagenstapel aus einem Ordner genommen wird, so dass die alle Lagen des Stapels sowie der Heftmechanik durchsetzenden Lochungen nicht mehr von den Ordnerbügeln durchgriffen werden. Solchenfalls besteht die Gefahr, dass die Abdeckprofilleiste unbemerkt in eine exponierte Stellung gelangen und dort bspw. abgeknickt werden kann. Ferner ist es zum Öffnen der Heftmechanik erforderlich, die Abdeckleiste vollständig von der Decklasche herunterzuschieben, da sie ansonsten ebenfalls umknicken könnte. Dies hat zur Folge, dass sie nach jedem Entnehmen eines Blattes anschließend wieder umständlich auf die Decklasche aufgefädelt werden muss.
Aus den Nachteilen des beschriebenen Stands der Technik resultiert das die Erfindung initiierende Problem, eine gattungsgemäße Heftvorrichtung derart weiterzubilden, dass die Abdeckprofilschiene möglichst auch zum Entnehmen eines oder mehrerer Blätter mit der Decklasche verbunden bleiben kann, so dass die Handhabung der Heftvorrichtung weiter vereinfacht wird. Ferner soll die Heftvorrichtung derart ausgestaltet sein, dass die Gefahr einer versehentlichen Beschädigung infolge unsachgemäßer Handhabung so gering als möglich ist.
Die Lösung dieses Problems gelingt erfindungsgemäß dadurch, dass die &iacgr;&ogr; Abdeckprofilschiene in ihrer Längsrichtung zweigeteilt ist, derart, dass die beiden Teile von entgegengesetzten Stirnseiten auf die Decklasche aufschiebbar sind.
Indem durch die Aufteilung der Abdeckprofilschiene die effektive Länge eines Teils derselben deutlich herabgesetzt wird, reduziert sich die ungünstige
is Hebelwirkung zwischen der Decklasche und der von dem mittleren Heftzungenbereich derselben herabgeschobenen Abdeckleiste, so dass keine Gefahr einer Beschädigung der Heftmechanik gegeben ist, auch wenn die beiden Abdeckprofiischienenteile nicht vollständig von der Decklasche herabgeschoben werden. Deshalb erleichtert sich die Handhabung, da nach der Entnahme oder dem Einsortieren eines oder mehrerer Blätter die Abdeckprofilschiene nicht zeitaufwendig erst auf die Decklasche wieder aufgeschoben werden muss, vielmehr müssen die darin verbliebenen Abdeckprofiischienenteile nur wieder zusammengeschoben werden.
Es hat sich als günstig erwiesen, dass die Abdeckprofilschiene mittig geteilt ist, so dass die Abdeckprofiischienenteile identische Form aufweisen. Durch diese Maßnahme kann erreicht werden, dass beide Abdeckprofiischienenteile mit derselben Spritzgußform hergestellt werden, so dass der Aufwand für die Anfertigung von Spritzgußformen trotz der Erhöhung der Anzahl beweglicher Teile der erfindungsgemäßen Heftvorrichtung minimal ist.
Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Abdeckprofiischienenteile an ihrer Stoßkante jeweils einen sich etwa über deren halbe Länge erstreckenden Fortsatz aufweisen, der mit einer Vertiefung in dem anderen Abschnitt der Stoßkante korrespondiert. Solchenfalls ergibt sich eine blickdichte Verbindung zwischen den
beiden Abdeckprofilschienenteilen, so dass die Decklasche nicht sichtbar ist, auch wenn die Abdeckprofilschienenteile sich geringfügig verschieben.
Weitere Vorteile ergeben sich, wenn die Abdeckprofilschienenteile vorzugsweise im Bereich ihrer Stoßkante eine die Griffigkeit erhöhende Profilierung, bspw. in Form einer Riffelung, aufweisen. Bei der Öffnungs- und Schließbewegung der Abdeckprofilschienenteile erfährt deren an die Stoßkante angrenzender Bereich permanent eine Führung entlang der gemeinsamen Decklasche, so dass sich dieser Bereich zur Betätigung der Abdeckprofilschienenteile besonders eignet. Da &iacgr;&ogr; die Abdeckprofilschienenteile aufgrund ihres geringen Querschnitts vor allem oberflächlich berührt, jedoch nicht richtig ergriffen werden können, sorgt die erfindungsgemäße Profilierung für einen ausreichenden Reibschluß während des Öffnens oder Schließens.
Ferner hat es sich bewährt, dass die profilierten Griffbereiche an der Oberseite sowie an beiden Längskanten der Abdeckprofilschienenteile vorgesehen sind. Somit hat eine Person die Möglichkeit, zur Betätigung nur einen Finger auf das betreffende Abdeckprofilschienenteil zu legen, oder aber mit zwei Fingern dessen beiden Längskanten zu ergreifen.
Die Bedienerfreundlichkeit kann weiterhin dadurch erhöht werden, dass die profilierten Griffbereiche erhaben ausgebildet sind. Solchenfalls kann die reibschlüssige Wirkung der Profilierung durch einen Formschluß an der durch den erhabenen Bereich gebildeten Abstufung ergänzt werden, so dass die Zuverlässigkeit bei der Betätigung weiter verbessert wird.
Die Erfindung erlaubt eine Weiterbildung dahingehend, dass die profilierten und/oder erhabenen Griffbereiche eine in Einschubrichtung weisende, pfeilartige Form haben. Somit deuten diese Bereiche unmißverständlich die Schließrichtung der erfindungsgemäßen Abdeckprofilschienenteile an, und diese Pfeile können sich in vollständig aneinandergeschobenem Zustand zu einem „X" ergänzen, welches auf einen Blick erkennen lässt, dass die Abdeckprofilschiene geschlossen ist.
Die Erfindung sieht weiterhin vor, dass die Hinterschneidung der Abdeckprofilschienenteile an ihrer peripheren Stirnseite durchgehend herumgeführt ist. Dadurch ist die Schließbewegung eines Abdeckprofilschienenteils begrenzt, auch wenn das andere Abdeckprofilschienenteil noch geöffnet ist, so dass dieselben keine Undefinierten Stellungen einnehmen können. Ferner erhöht diese rundumlaufende Hinterschneidung die Stabilität des betreffenden Abdeckprofilschienenteils in Querrichtung, so dass eine unerwünschte Querdurchwölbung vermieden wird.
&iacgr;&ogr; Die Erfindung bietet weiterhin die Möglichkeit, dass die Abdeckprofilschienenteile je eine Lochung aufweisen, die mit je einer Lochung der Basislasche und der Decklasche fluchtet. Diese Lochungen dienen einerseits dem Zweck, eine zusätzliche Ablagemöglichkeit des zusammengehefteten Stapels in einem Ordner od. dgl. zu erlauben, andererseits bilden die Abdeckprofilschienenteile solchenfalls einen Formschluß mit den Bügeln des betreffenden Ordners und werden dadurch auch in ihrer Verschieberichtung längs der Decklasche fixiert, so dass ein versehentliches Aufschieben völlig ausgeschlossen ist.
Die Erfindung lässt sich dahingehend fortbilden, dass die Abdeckprofilschienenteile an den der Stoßkante benachbarten Bereichen in den Hinterschneidungsbereich hineinragende Fortsätze aufweisen, die in Eingriff mit seitlichen Vorsprüngen und/oder Abstufungen an den Längskanten der
' Decklasche gelangen können, um dadurch einer Öffnungsbewegung des betreffenden Abdeckprofilschienenteils entgegenzuwirken. Dieses Konstruktionsmerkmal dient dem Zweck, ein versehentliches Lösen der Abdeckprofilschienenteile von der Decklasche zu vermeiden, auch wenn die Verschiebebewegung nicht durch entsprechende Lochungen durchgreifende Bügel eines Lochers unterbunden ist. Solchenfalls können auch bei einem Aktentransport od. dgl. keine Teile der erfindungsgemäßen Abheftmechanik verloren gehen, so dass deren Funktionsfähigkeit dauerhaft sichergestellt ist.
Diese Konstruktionsvorschrift lässt sich dahingehend konkretisieren, dass an den Längskanten der Decklasche nahe deren Stirnseiten sich zu denselben hin erweiternde Abstufungen vorgesehen sind, welche in der Öffnungsposition der Abdeckprofilschienenteile an deren in den Hinterschneidungsbereich ragenden
Fortsätzen zur Anlage gelangen und dadurch die Öffnungsbewegung begrenzen. Indem die einem Lösen der Abdeckprofilschienenteile von der Decklasche entgegenwirkenden Gestaltungselemente der Decklasche als Abstufung ausgebildet sind, erhalten sie ein Höchstmaß an Stabilität, so dass eine unerwünschte Verformung der Decklasche in diesem Bereich nahezu ausgeschlossen ist, so dass die Abdeckprofilschienenteile nicht unbemerkt über die betreffenden Abstufungen hinweggleiten können. Da andererseits diese Abstufungen vorzugsweise seitlich jeweils außerhalb innerer Lochungen für das Zusammenheften einzelner Blätter des betreffenden Unterlagenstapels
&iacgr;&ogr; angeordnet sind, können die beiden Abdeckprofilschienenteile dennoch soweit auseinandergezogen werden, dass die Heftzungenlaschen bequem aufgerichtet und sodann die Decklasche mit den daran hängenden Abdeckprofilschienenteilen abgehoben werden können, um einzelne Blätter des Unterlagenstapels zu entfernen oder weitere Blätter hinzuzufügen.
Bei einer weiter verbesserten Ausführungsform können an den Längskanten der Decklasche nahe von deren Mitte seitliche Vorsprünge vorgesehen seien, hinter welche die in den Hinterschneidungsbereich ragenden Fortsätze der Abdeckprofilschienenteile zum Verrasten in deren Schließstellung greifen können.
Diese Vorsprünge erlauben es, ein oder beide Abdeckprofilschienenteile in der Schließposition zu fixieren, so dass die während eines Lagerzeitraums auf die Abdeckprofilschienenteile einwirkenden Öffnungskräfte aufgefangen werden, auch wenn die Lagerung nicht in einem Ordner erfolgt, dessen Bügel periphere Lochungen der verschiedenen Lagen der erfindungsgemäßen Abheftmechanik durchgreifen.
Insbesondere bei dieser letzteren Ausführungsform können zusätzliche Plombierungsösen an den Längskanten oder der Oberseite der Abdeckprofilschienenteile nahe von deren Stoßfuge vorgesehen sein, durch welche ein bspw. mit einer Plombe versehener Draht durchgefädelt werden kann, so dass eine Öffnung der Abdeckprofilschienen notgedrungen eine Zerstörung der Plombierung mit sich bringt und somit sofort erkennbar ist.
Vorzugsweise sind an beiden Längskanten der Abdeckprofilschienenteile derartige Plombierungsösen vorgesehen, so dass bei Verwendung identischer
Abdeckprofilschienenteile jeweils zwei Ösen an derselben Längskante der Abdeckprofilschienen zur Verfügung stehen. Ähnliches könnte zwar auch dadurch erreicht werden, dass eine Öse auf der Oberseite der Abdeckprofilschienenteile vorgesehen ist, dies würde jedoch eine zusätzliche Vergrößerung der Bauhöhe der erfindungsgemäßen Heftmechanik bedingen, so dass die Ablagekapazität eines Ordners reduziert würde. Dieser Nachteil kann durch Anordnung der Plombierungsösen an den Längskanten der Abdeckprofilschienenteile weitgehend vermieden werden.
&iacgr;&ogr; Die Erfindung erlaubt eine weitere Ausgestaltung dahingehend, dass die Decklasche etwa mittig zwischen den beiden Stirnseiten eine Verbreiterung aufweist, derart, dass die in der Schließstellung daran anliegenden, in den Hinterschneidungsbereich hineinragenden Fortsätze der
Abdeckprofilschienenteile die Längskanten der Decklasche unter Ausbildung einer geringen Querwölbung derselben zusammendrücken. Da die Abdeckprofilschienenteile die Decklasche untergreifen, könnte dieselbe von den Unterlagenstapel abgehoben werden, so dass sich eine unschöne Aufwölbung der mittig geteilten Abdeckvorrichtung einstellen könnte. Durch die Querwölbung der im Bereich ihrer Längskanten hochgebogenen Decklasche erhält dieselbe eine innere Spannung, welche eine geradegestreckte Gestalt der Decklasche und damit auch der daraufgeschobenen Abdeckprofilschiene begünstigt, so dass auch trotz deren mittiger Unterteilung die einzelnen Abdeckprofilschienenteile eine exakt miteinander fluchtende Position einnehmen, was die Kompaktheit des zusammengehefteten Unterlagenstapels fördert.
Von der Erfindung wird eine Anordnung bevorzugt, wobei die Decklasche in dem Bereich zwischen ihren inneren Lochungen eine nutartige Vertiefung zum Einlegen der umgebogenen Heftzungenenden aufweist. Indem diese Vertiefung vorzugsweise zwischen den inneren Lochungen durchgehend ausgebildet ist, können die Heftzungenenden darin Platz finden, unabhängig davon, wie dick der zusammengeheftete Unterlagenstapel ist. Wichtig hierfür ist vor allem, dass der Querschnitt der nutartigen Vertiefung etwa dem Querschnitt der Heftzungenenden entspricht oder geringfügig größer ist. Solchenfalls können die Abdeckprofilschienenteile über die umgebogenen Heftzungenenden bequem hinweggleiten, wobei ein Verfangen derselben ohnehin dadurch ausgeschlossen
ist, dass die beiden Abdeckprofilschienenteile nur jeweils bis zur Mitte der Decklasche geschoben werden und dabei automatisch die Heftzungenenden nach unten drücken.
Schließlich entspricht es der Lehre der Erfindung, dass die Decklasche und/oder die Abdeckprofilschienenteile über die äußeren Lochungen hinaus verlängert sind, und zwar vorzugsweise etwa um die 1,5- bis 2,5-fache Breite der Decklasche bzw. etwa um den 3- bis 4-fachen Lochungsdurchmesser. Dadurch ist sichergestellt, dass die geöffneten Abdeckprofilschienenteile stets um ein ausreichendes Maß
&iacgr;&ogr; auf der Decklasche aufgeschoben bleiben, auch wenn dieselben bis zu der die Öffnungsbewegung begrenzenden Abstufung herausgezogen sind, so dass die auf die als Führung wirkende Decklasche von den Innenseiten der Hinterschneidungen der Abdeckprofilschienenteile ausgeübten Kräfte gering bleiben und dadurch Beschädigungen der Heftmechanik auch bei einer unsachgemäßen Handhabung weitgehend ausgeschlossen sind.
Weitere Merkmale, Einzelheiten, Vorteile und Wirkungen der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung sowie anhand der Zeichnung.
Hierbei zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines mit einer erfindungsgemäßen
Heftvorrichtung zusammengehefteten Unterlagenstapels,
Fig. 2 eine Draufsicht auf eine Basislasche der Heftvorrichtung,
Fig. 3a/b eine Draufsicht auf eine Decklasche der Heftvorrichtung bzw. deren perspektivische Ansicht,
Fig. 4 eine Draufsicht auf die Decklasche mit den Heftzungenenden in
Gebrauchsstellung,
Fig. 5 eine Draufsicht auf die zweigeteilte Abdeck-Profilschiene der
Heftvorrichtung,
Fig. 6 eine Draufsicht der Abdeckprofilschiene im offenen Zustand über
der Deck- und Basislasche mit den Heftzungen,
Fig. 7 eine Draufsicht der geschlossenen Abdeck-Profilschiene,
Fig. 8a/b eine Unteransicht der Abdeck-Profilschiene bzw. eine Draufsicht des Einschubanschlags,
&iacgr;&ogr; Fig. 8c eine perspektivische Unteransicht der geschlossenen Abdeckprofilschiene,
Fig. 9 eine Explosionsdarstellung der Heftvorrichtung,
Fig. 10 einen Vertikalschnitt gemäß der Schnittlinie A-A nach Fig. 1,
Fig. 11 eine Draufsicht auf die zweigeteilte Abdeckschiene mit den
Plombierungsösen im offenen Zustand, sowie
Fig. 12 eine Draufsicht auf die zweigeteilte Abdeckschiene mit den
Plombierungsösen im geschlossenen Zustand.
Wie aus Fig. 1 deutlich wird, dient die Heftvorrichtung 1 zum Zusammenheften eines Unterlagenstapels 2, der z.B. aus einer Vielzahl von DIN-A4-Blättern 3 besteht. Die Heftvorrichtung 1 sitzt dabei DIN-gerecht mittig am linken Rand - dem sog. Heftrand 4 - des Unterlagenstapels 2.
Aus den Fig.2 bis 10 wird der Aufbau der Heftvorrichtung 1 deutlich. Sie besteht aus einer im wesentlichen rechteckigen, aus biegeelastischem Flachmaterial gefertigten Basislasche 5 mit gerundeten Ecken (Fig. 2), einer streifenförmigen, profilierten Decklasche 6 (Fig. 3a bzw. 3b) aus biegesteifem Kunststoffmaterial oder vorzugsweise Metallblech, einem Heftzungenstreifen 7 (Fig. 10), der aus einem Metallblech, eventuell kunststoffbeschichtet, oder aus biegesteifem Kunststoffmaterial gefertigt ist, und einer relativ biegesteifen, aus Kunststoff gefertigten, mittig zweigeteilten Abdeckprofilschiene 8 (Fig. 5, 6 und 7).
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Die Basislasche 5 (Fig. 2) weist mittig zu ihrer Längsmittellinie 9 eine Lochung 10 auf, die aus zwei mit genormtem Abstand zueinander sitzenden Löchern 11 besteht. Die Basislasche 5 ist ferner mit zwei quer zu ihrer Längsmittellinie 9 verlaufenden Befestigungsschlitzen 12 versehen, die auf der Verbindungsgeraden zwischen den beiden Löchern 11 innerhalb derselben sitzen.
Wie aus Fig. 9 deutlich wird, dienen die beiden Befestigungsschlitze 12 zur Befestigung des Heftzungenstreifens 7 an der Basislasche 5. Dazu wird der
&iacgr;&ogr; Heftzungenstreifen 7 von unten mit seinen beiden Heftzungenenden 13, 14 durch die Befestigungsschlitze 12 gesteckt, bis der zentrale Abschnitt 15 in Anlage an die Unterseite der Basislasche 5 gelangt. Im Bereich der Befestigungsschlitze 12 wird der Heftzungenstreifen 7 jeweils um einen Winkel von 90° nach oben abgebogen, so daß die Heftzungen 13, 14 vertikal zur Basislasche 5 nach oben abstehen. Auf diese Heftzungen 13,14 werden die Blätter 3 des Unterlagenstapels 2 aufgeschoben (Fig. 10)
Weiter wird auf die Heftzunge 13,14 die Decklasche 6 wie folgt aufgeschoben (Fig. 9). Die streifenförmige Decklasche 6 (Fig. 3a und 3b) weist einerseits eine Lochung 16 auf, die aus den beiden Löchern 17 besteht. Letzere fluchten in Gebrauchsstellung (Fig. 9) in vertikaler Richtung mit den Löchern 11 der Basislasche 5. Andererseits ist eine weitere Lochung 18 mit Löchern 19 in der Decklasche 6 vorgesehen, die auf der Verbindungsgeraden zwischen den Löchern 17 innerhalb derselben liegen. Die Löcher 19 fluchten in vertikaler Richtung mit den Befestigungsschlitzen 12 in der Basislasche 5 und dienen zum Durchgriff der Heftzungen 13, 14 des Heftzungenstreifens 7 (Fig. 9 und 10).
Die Decklasche 6 weist innerhalb der Lochung 18 parallel zur Längslinie 9 eine Vertiefung 40 auf, in welche die Heftzungenenden 13', 14' im zusammengesetzten Zustand eingelegt werden (Fig. 4). Durch diese Vertiefung 40 wird die Gesamthöhe des Heftmechanismus reduziert.
Die Profilschienenteile 22, 22' werden auf die Decklasche 6 aufgeschoben und bilden sodann eine diese vollständig umgebende Abdeckung. Die Decklasche 6 weist beidseitig an ihren Längskanten 38 je zwei Einkerbungen oder sich zu den
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Decklaschenenden hin stufig verbreiternde Endbereiche 20, 20' auf. Die Profilschienenteile 22,22' haben an ihrer Innenseite je zwei zu diesen Abstufungen 20, 20' komplementäre Stufen und rasten daher beim Aufschieben von den beiden entgegengesetzten Enden der Decklasche 6 her an den Einkerbungen oder Abstufungen 20, 20' ein.
Zudem weist die Decklasche 6 parallel zur Längsmitte beidseitig je eine Auswölbung 21 auf, die beim Zusammenschieben der Abdeckprofilschienenhälften 22, 22' durch ein leichtes Aufwölben der Decklasche &iacgr;&ogr; 6 mehr Steifigkeit verleiht.
Ferner ist unterhalb der Stoßkante 30, zwischen den Abdeckprofilschienenteilen 22, 22' ein Einschubanschlag 31 an den Längsseiten 23 angeformt, der in den Einschubkanal 25 hineinragt und mit seitlichen Rastelementen 44 der Decklasche 6 wie auch mit den Abstufungen 20, 20' verrasten kann.
Wie aus Fig. 9 ersichtlich, sind die Abdeckprofilschienenteile 22, 22' in zusammengesetztem Zustand der Heftmechanik mit einer Lochung 33 versehen, deren Löcher 34 mit den Löchern 11 der Lochung 10 in der Basislasche 5 und mit den Löchern 17 der Lochung 16 in der Decklasche 6 in vertikaler Richtung fluchten.
Wie aus den Fig. 8 bis 10 deutlich wird, weist die etwa mittig zweigeteilte Abdeckprofilschiene 8 einen klammerartigen Querschnitt mit zwei in Gebrauchsstellung oben liegenden Abdeckteilen auf. Bei jedem Abdeckteil der Profilschiene 8 schließen sich an den Längsseiten 23 nach innen umgebogenen Greifstege 24 an. Diese Greifstege bilden mit dem Abdeckteil je einen Einschubkanal 25 für die Decklasche 6 und die auf die Oberseite der Decklasche 6 umgebogenen Heftzungenenden 13, 14. Der Einschubkanal 25 weist längsseitige und an den Enden 29 halbrund umlaufende Hinterschneidungsbereiche 26 (Fig. 9) auf. Die längsgerichteten Endkanten 27 der Greifstege 24 weisen in Querrichtung einen Abstand zueinander auf, der genügend groß ist, daß durch den Abstandsspalt 28 die Heftzungen 13, 14 sowie die Bügel einer nicht dargestellten Heftmechanik eines Ablageordners hindurchtreten können.
Auf der Oberseite jedes Abdeckprofilschienenteils 22, 221 ist im Bereich der Stoßkante 30 eine Riffelung 32 vorgesehen (Fig. 6 und 7), die im zusammengeschobenen Zustand der Abdeckprofilschiene 8 die Form eines "X" bilden kann. Diese Riffelung 32 erleichtert in der Handhabung das Auf- und Zuschieben der Abdeckprofilschienenhälften. Die beiden, dreieckigen Bereiche 35 zwischen den oberen bzw. unteren Ästen des geriffelten „X" sind jeweils einteilig mit einer der beiden Profilschienenhälften 22, 22' ausgebildet.
&iacgr;&ogr; Durch diese dreieckigen Vorsprünge 35 wird ein nahtloser Übergang zwischen den Profilschienenhälften 22, 22' im zugeschobenen Zustand erreicht.
Fig. 6 zeigt die Heftvorrichtung im gebrauchsfertigen Zustand. Dabei sind die beiden Abdeckprofilschienenhälften 22, 22' nur soweit auseinandergefahren, dass die Lochung 18 mit den Löchern 19 der Decklasche 6 und den durch diese gezogenen Heftzungenenden 13', 14' sichtbar ist.
Zum Gebrauch der Heftvorrichtung 1 wird der Unterlagenstapel mittels handelsüblicher Locher mit zwei Paaren von Lochungen versehen, deren eine mit den Lochungen 10, 16 und 33 in Basislasche 5, Decklasche 6 und Abdeckprofilschiene 8 im Lochabstand übereinstimmen. Die übrigen zwei Lochungen in dem Unterlagenstapel 2 stimmen in ihrer Anordnung mit den inneren Lochungen 18 in der Decklasche 6 überein.
Zum Abheften des Unterlagenstapels 2 werden die Heftzungen 13, 14, die durch die Schlitze 12 der Basislasche 5 ragen, von unten durch die Lochung 18 (Fig. 9) der Decklasche gesteckt, bis die Basislasche 5 an der Unterseite 36 des Unterlagenstapels 2 anliegt (Fig. 10).
Abschließend wird die Decklasche 6 mit den beiden aufgeschobenen Abdeckprofilschienenteilen 22, 22' mit ihren inneren Lochungen 18 auf die nach oben stehenden Heftzungen 13, 14 aufgesteckt, bis die Decklasche 6 auf der Oberseite 37 (Fig. 10) des Unterlagenstapels 2 zu liegen kommt. Danach werden die Heftzungenenden 13', 14' nach innen in die Vertiefung 40 umgebogen.
Wie Hg. 9 zeigt, wird anschließend die zweigeteilte Abdeckprofilschiene 8 auf die Decklasche 6 unter Einschluß der umgebogenen Heftzungenenden 13, 14 aufgeschoben. Die umlaufenden Längsränder 38 der Decklasche 6 kommen dabei in den Hinterschneidungsbereichen 26 der Profilschiene 8 zu liegen. Durch den Einschubanschlag 30 an den beiden Teilen der Abdeckprofilschienenteile 22, 22' rasten beide Abdeckprofilschienenteile 22, 22' ein, so dass beide Teile an einer selbsttätigen rückläufigen Bewegung gehindert sind. Nur unter leichtem Schiebedruck nach außen lassen sich beide Teile 22, 22' wieder aus der Position
&iacgr;&ogr; an der Decklasche 6 lösen. Dabei sind der Einschubanschlag 30 und die Lochungen 33 in der zweigeteilten Abdeckprofilschiene 8 so ausgerichtet, dass in der Anschlagstellung die Löcher 34 der zweigeteilten Abdeckprofilschiene 8 mit den Löchern 11 bzw. 17 der Basislasche 5 bzw. der Decklasche 6 in vertikaler Richtung fluchten. Das Aufschieben der beiden Abdeckprofilschienenteile 22 wird im übrigen durch die Riffelung 32 erleichtert, die darüber hinaus deutlich die Einschubrichtung markiert.
Die zweigeteilte Abdeckprofilschiene 8 bietet zudem den Vorteil, dass an den Seiten der Abdeckprofilschienenhälften 22, 22' je zwei einander gegenüberliegende Plombierungsösen 42 bzw. 43 angeformt sein können. Fig. 11 zeigt die Heftvorrichtung mit der zweigeteilten Abdeckprofilschiene und den angeformten Plombierungsösen 42 bzw. 43 im geöffneten Zustand der Abdeckprofilschiene, wo die weitere Öffnungsbewegung durch Anschlagen der in den Hinterschneidungsbereich 26 der Abdeckprofilteile 22, 22' hineinragenden Fortsätze 31 an den Abstufungen 20, 20' der Decklasche 6 begrenzt wird.
Fig. 12 demonstriert, wie die geschlossenen Abdeckprofilschienenteile 22, 22' mit ihren seitlichen Ösen 42, durch welche ein mit einer Plombe 44 versehener Plombierungsdraht gezogen werden, miteinander an der gegenüberliegenden Längsseite verbunden sind. Alternativ ist dieses auch für die Plombierungsösen 43 möglich.
Durch die in vertikaler Richtung durch alle Lagen durchgehenden äußeren Lochungen 10, 16, 33 kann der Unterlagenstapel 2 mit der beschriebenen Heftvorrichtung in eine genormte Abheftmechanik eines Ordners od. dgl.
eingehängt werden, wobei deren Bügel die Löcher 11,17 und 34 der Basislasche 5, Decklasche 6 und Abdeckprofilschiene 8 durchgreifen.
Claims (16)
1. Vorrichtung zum Zusammenheften eines Stapels von Unterlagenblättern sowie ggf. zum Ablegen eines derartigen Heftstapels in einem Ordner mit Abheftmechanik, umfassend eine unter dem Unterlagenstapel (2) anzuordnende Basislasche (5), eine auf dem Unterlagenstapel (2) anzuordnende Decklasche (6), mindestens einen biegsamen, an der Basislasche (5) festlegbaren und/oder befestigten Heftzungenstreifen (7), dessen zwei Heftzungen (13, 14) zwecks Zusammenheftens der Unterlagenblätter durch paarweise Lochungen des Unterlagenstapels (2) und der Decklasche (6) hindurchgefädelt werden und oberhalb des Unterlagenstapels (2) endseitig auf die Decklasche (6) umgebogen werden sowie wenigstens einer auf die Decklasche (6) unter Einschluß der Heftzungenenden (13', 14') aufschiebbaren Abdeckprofilschiene (8) mit Hinterschneidungen der Längskanten zum Umgreifen der Längskanten der Decklasche dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckprofilschiene (8) in ihrer Längsrichtung zweigeteilt ist, derart, dass die beiden Teile (22, 22') von entgegengesetzten Stirnseiten auf die Decklasche (6) aufschiebbar sind. .
2. Heftvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckprofilschiene (8) etwa mittig geteilt ist, so dass die Abdeckprofilschienenteile (22, 22') identische Form aufweisen.
3. Heftvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckprofilschienenteile (22, 22') an ihrer Stoßkante jeweils einen sich etwa über deren halbe Länge erstreckenden Fortsatz aufweisen, der mit einer Vertiefung in dem anderen Abschnitt der Stoßkante korrespondiert.
4. Heftvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckprofilschienenteile (22, 22') vorzugsweise im Bereich ihrer Stoßkante eine die Griffigkeit erhöhende Profilierung (32), bspw. in Form einer Riffelung, aufweisen.
5. Heftvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die (profilierten) Griffbereiche (32) an der Oberseite sowie an beiden Längskanten vorgesehen sind.
6. Heftvorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Griffbereiche (32) erhaben ausgebildet sind.
7. Heftvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch . gekennzeichnet, dass die profilierten und/oder erhabenen Griffbereiche (32) eine in Einschubrichtung weisende, pfeilartige Form haben.
8. Heftvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hinterschneidung der Abdeckprofilschienenteile (22, 22') an deren peripherer Stirnseite durchgehend herumgeführt ist.
9. Heftvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckprofilschienenteile (22, 22') je eine Lochung (33) aufweisen, die mit je einer Lochung (10, 17) der Basislasche (5) und der Decklasche (6) fluchtet.
10. Heftvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckprofilschienenteile (22, 22') an den der Stoßkante benachbarten Bereichen in den Hinterschneidungsbereich hineinragende Fortsätze (31) aufweisen, die in Eingriff mit seitlichen Vorsprüngen und/oder Abstufungen (20, 20') an den Längskanten der Decklasche (6) gelangen können, um dadurch einer Öffnungsbewegung des betreffenden Abdeckprofilschienenteils (22, 22') entgegenzuwirken.
11. Heftvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass an den Längskanten der Decklasche (6) nahe deren Stirnseiten sich zu denselben hin erweiternde Abstufungen (20, 20') vorgesehen sind, welche in der Öffnungsposition der Abdeckprofilschienenteile (22, 22') an deren in den Hinterschneidungsbereich ragenden Fortsätzen (31) zur Anlage gelangen und dadurch die Öffnungsbewegung begrenzen.
12. Heftvorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass an den Längskanten der Decklasche (6) nahe von deren Mitte seitliche Vorsprünge vorgesehen sind, hinter welche die in den Hinterschneidungsbereich ragenden Fortsätze (31) der Abdeckprofilschienenteile (22, 22') zum Verrasten in deren Schließstellung greifen können.
13. Heftvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass zusätzliche Plombierungsösen (42, 43) an den Längskanten oder der Oberseite der Abdeckprofilschienenteile (22, 22') nahe von deren Stoßfuge vorgesehen sind, durch welche ein bspw. mit einer Plombe versehener Draht durchgefädelt werden kann, so dass eine Öffnung der Abdeckprofilschiene (8) notgedrungen eine Zerstörung der Plombierung mit sich bringt und somit sofort erkennbar ist.
14. Heftvorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Decklasche (6) etwa mittig zwischen ihren beiden Stirnseiten eine Verbreiterung (21) aufweist, derart, dass die in der Schließstellung daran anliegenden, in den Hinterschneidungsbereich hineinragenden Fortsätze (31) der Abdeckprofilschienenteile (22, 22') die Längskanten der Decklasche (6) unter Ausbildung einer geringen Querwölbung derselben zusammendrücken.
15. Heftvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Decklasche (6) in dem Bereich zwischen ihren inneren Lochungen (18) eine nutartige Vertiefung (40) zum Einlegen der umgebogenen Heftzungenenden aufweist.
16. Heftvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Decklasche (6) und/oder die Abdeckprofilschiene (8) bzw. deren Teile (22, 22') über die äußeren Lochungen (16, 17, 33, 34) hinaus verlängert sind, und zwar vorzugsweise etwa um die 1,5- bis 2,5- fache Breite der Decklasche bzw. etwa um den 3- bis 4-fachen Lochungsdurchmesser.
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