DE20006092U1 - Reinigungsgerät für Rohrleitungen - Google Patents

Reinigungsgerät für Rohrleitungen

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    • E03—WATER SUPPLY; SEWERAGE
    • E03F—SEWERS; CESSPOOLS
    • E03F9/00—Arrangements or fixed installations methods or devices for cleaning or clearing sewer pipes, e.g. by flushing
    • E03F9/002—Cleaning sewer pipes by mechanical means
    • E03F9/005—Apparatus for simultaneously pushing and rotating a cleaning device carried by the leading end of a cable or an assembly of rods
    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B08—CLEANING
    • B08B—CLEANING IN GENERAL; PREVENTION OF FOULING IN GENERAL
    • B08B9/00—Cleaning hollow articles by methods or apparatus specially adapted thereto
    • B08B9/02—Cleaning pipes or tubes or systems of pipes or tubes
    • B08B9/027—Cleaning the internal surfaces; Removal of blockages
    • B08B9/04—Cleaning the internal surfaces; Removal of blockages using cleaning devices introduced into and moved along the pipes
    • B08B9/049—Cleaning the internal surfaces; Removal of blockages using cleaning devices introduced into and moved along the pipes having self-contained propelling means for moving the cleaning devices along the pipes, i.e. self-propelled
    • B08B9/0495—Nozzles propelled by fluid jets
    • B08B9/0497—Nozzles propelled by fluid jets provided with additional mechanical cleaning tools

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Description

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Wilhelm Lebküchner
Dieselstraße 14
74211 Leingarten
Reinigungsgerät für Rohrleitungen
Die Erfindung betrifft ein Reinigungsgerät für Rohrleitungen, insbesondere Abwasserrohre, bestehend aus einem dem Rohrdurchmesser anpassbaren Führungsschlitten, einem daran frontseitig drehbar gelagerten und durch einen Bohrmotor antreibbaren Bohrkopf und einem durch einen Druckwasserschlauch mit einem eine Wasserdruckpumpe aufweisenden Versorgungsfahrzeug verbundenen Druckwasserverteiler mit an diesem angeschlossenen, entgegengesetzt zur Bohrrichtung gerichteten Strahldüsen.
Bei den bekannten Reinigungsgeräten der eingangs genannten Gattung wird der Bohrmotor durch das zugeführte Druckwasser angetrieben. Letzteres dient somit sowohl zur Erzeugung des Andruckes an die Bohrstelle infolge des Rückstoßes als auch zum Betrieb des Bohrmotors. Da beide Verbraucherstellen eine zugeordnete Druckwassermenge benötigen, kann der Bohrmotor nur mit einer Antriebswassermenge betrieben werden, die bei annehmbarer Bohrleistung zur Beseitigung von im wesentlichen weichem Abraum ausreichend ist. Bei hartem Abraum, insbesondere falls dickere Schichten zu beseitigen sind, ist die Bohrleistung unzureichend. Wird jedoch die Druckwassermenge für den Bohrmotor erhöht, dann ist der Vortrieb durch die entgegengesetzt zur Bohrrichtung gerichteten Druckwasserstrahlen unzureichend. Hinzu kommt noch, dass die Spülwir-
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kung des Strahlwassers reduziert ist. Durch diese reduzierte Bohrleistung wird in nachteiliger Weise die Arbeitszeit der Rohrreinigung verlängert und damit zwangsläufig die Bearbeitungskosten erhöht.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Reinigungsgerät zu schaffen, welches bei erhöhter Bohrleistung einen dieser Bohrleistung angepassten Vortrieb und eine ausreichende Ablösung und Ausspülung des im Rohrinnern befindlichen Abraumes aufweist.
Diese Aufgabe wird durch die Erfindung dadurch gelöst, dass als Bohrmotor ein ölhydraulisch betreibbarer Öldruckmotor vorgesehen ist, der durch schlauchförmige Zu- und Rückleitungen mit einer stationären Öldruckpumpe verbunden ist.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass durch die getrennten Antriebssysteme mit Drucköl und Druckwasser jeder Antriebsstelle ausreichend Druckmedium zur Verfügung steht, um maximale Leistung zu erreichen. Da das Drucköl im Kreislauf umgepumpt wird, kann mit höheren Drücken als bisher gearbeitet und damit eine höhere Leistung erzielt werden. Andererseits steht für den Vortrieb und das Spülen die volle Druckwassermenge zur Verfügung, so dass die durch die höhere Bohrleistung anfallende größere Abraummenge sicher ausgespült wird. Infolge der höheren Bohrleistung und des höheren Arbeitsdruckes können auch größere Bohrstrecken in kürzerer Zeit in einem Arbeisgang bearbeitet werden, was sich vorteilhaft für den Arbeitsablauf auswirkt, denn die Geräte brauchen nicht so oft umgesetzt zu werden. Dies erspart Zeit und Kosten. Ferner werden Verkehrsbehinderungen durch die auf Straßen und Plätzen stehenden Versorgungsfahrzeuge reduziert. Durch das Reinigungsgerät nach der Erfindung werden somit eine Reihe von Vorteilen und Erleichterungen erreicht, die sich auch auf die Umwelt positiv auswirken.
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Weitere zweckdienliche Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand von Unteransprüchen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im Folgenden näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht des Reinigungsgerätes;
Fig. 2 eine Teilansicht mit radbestückten Kufen;
Fig. 3 eine Teilansicht mit einzeln verstellbaren Rollen.
Reinigungsgeräte für Rohrleitungen, wie insbesondere Abwasserrohren, dienen dazu, diese Rohre von Ablagerungen weicher wie auch harter Beschaffenheit, wie z.B. Mörtel- oder Betonrückständen, zu befreien, um einen störungsfreien Durchfluss der Abwässer sicherzustellen. Die Fig. 1 zeigt ein derartiges Abwasserrohr 1, in das ein Reinigungsgerät 2 eingesetzt ist. Dieses weist einen Führungsschlitten 3 mit mehreren, z.B. vier, umfangsmäßig verteilt angeordneten und sich axial erstreckenden Kufen 4 auf, die mit geringem Spiel naher der Rohrwandung liegen. Die Kufen 4 sind an radialen Stützen 5 befestigt, die wiederum an einem zentralen Tragring 6 angebracht sind. In letzterem ist ein zylinderförmiger Geräteträger 7 gelagert. In dessen hinteren Längsbereich ist ein Druckwasserverteiler 8 angeordnet, der rückseitig über ein Drehgelenk 9 mit einem Druckwasserschlauch 10 an eine Wasserdruckpumpe angeschlossen ist, die in einem oberirdisch aufgestellten Versorgungsfahrzeug angeordnet ist. Letzteres enthält auch einen Wasserbehälter und eine Filtereinrichtung zur Reinigung des rückgepumpten Wassers, damit dieses wieder zum Ausspülen in die Rohrleitung gepumpt werden kann.
Der Druckwasserverteiler 8 dient zum Umleiten des Druckwassers und zur gleichmäßigen Zuführung zu Strahldüsen 11 an der Rückseite des Geräteträgers 7. In Bohrrichtung vor dem Druckwasserverteiler 8 ist im Geräteträger 7 ein Bohrmotor
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12 angeordnet, der antriebsmäßig mit einem Bohrkopf 13 verbunden ist. Dieser sitzt in Bohrrichtung stirnseitig vor dem Führungsschlitten 3 und ist mit dem zu beseitigenden Abraum angepassten Schneidwerkzeugen 14 bestückt. Der Bohrkopf 13 weist einen dem Innendurchmesser des Abwasserrohres 1 angepassten Außendurchmesser auf und ist daher auswechselbar an der Antriebswelle des Bohrmotors 12 befestigt.
Erfindungsgemäß ist der Bohrmotor 12 als ölhydraulisch antreibbarer Öldruckmotor ausgebildet. Dieser ist durch schlauchförmige Zu- und Rückleitungen 15 an eine mit einer ÖLdruckpumpe ausgestattete stationäre Anlage angeschlossen. Letztere steht oberirdisch in der Nähe eines Abwasserschachtes. Zweckmäßigerweise ist die Öldruckpumpe im Versorgungsfahrzeug eingebaut und in weiterer Ausgestaltung als fahrzeugeigene Öldruckpumpe ausgebildet. Dadurch entfällt die Aufstellung eines eigenen Pumpenaggregats. Der Bohrmotor 12 weist einen Motorteil 16 auf, der an einen Getriebeteil 17 angeflanscht ist und von einem Steuerteil 18 in seiner Arbeitsweise gesteuert wird. In letzteren münden die Zu- und Rückleitungen 15 sowie erforderliche Steuer leitungen. Es ist ersichtlich, dass der Bohrmotor 12 infolge des separaten Druckmittel systems von der Druckwasserzuführung unabhängig ist und daher mit einem anderen, insbesondere höheren Öldruck beliefert werden kann. Entsprechend höher ist auch die Antriebs- und damit die Bohrleistung.
Um das dadurch entsprechend höhere Rückdrehmoment aufzunehmen, kann die Auflagereibung der Kufen 4 am Abwasserrohr 1 genügen. Bei dickeren und/oder härteren zu beseitigenden Schichten kann zwar zusätzlich ein Belastungsgewicht am Reinigungsgerät 2 angebracht werden, jedoch reduziert dieses infolge der erhöhten Wandreibung den Vortrieb der aus den Strahldüsen 11 austretenden Wasserstrahlen 11'. Zur Behebung dieses Nachteils können die Kufen 4 radial ver-
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stellbar gelagert sein, so dass das Reinigungsgerät 2 während der Bohrphase durch den erhöhten Kufendruck an der Rohrwand feststellbar ist. Zweckmäßigerweise ist bei einem solchen Bohrverfahren der Geräteträger 7 im Tragring 6 verschiebbar gelagert, so dass der Bohrkopf 13 während der Bohrphase eine vorbestimmte Bohrstrecke infolge des auf ihn wirkenden Wasserdruckes vorgetrieben wird, wie in Fig. 1 strichpunktiert angedeutet ist. In der Endposition wird der Geräteträger 7 bei ausgeschaltetem Druckwasser in seine Ausgangsposition zurückgezogen, verriegelt und das gesamte Reinigungsgerät 2 durch den wieder eingeschalteten Wasserdruck in die neue Position vorgeschoben. Danach beginnt der Arbeitsablauf von vorn.
Um das Rückdrehmoment wirksamer auffangen zu können und gleichzeitig den Vorschub auf den Bohrkopf 13 zu vergrößern, sind gem. Fig. 2 an den Kufen 4 Rollen 19 angebracht. Zweckmäßigerweise sind die Kufen 4 dann radial verstellbar am Geräteträger 7 gelagert. Im Ausführungsbeispiel ist zu diesem Zweck auf dem Geräteträger 7 ein Doppelstellzylinder befestigt, dessen beidseitig und entgegengesetzt zueinander bewegbare Kolbenstangen 21 an axial auf dem Geräteträger verschiebbare Stützringe 22 angeschlossen sind. An diesen lagern schwenkbar Druckhebel 23, die ihrerseits an den Kufen 4 angelenkt sind. Die Druckhebel 23 befinden sich in der dargestellten Druckstellung in nahezu radialer Lage, so dass sie beim Einfahren der Kolbenstangen 21 in eine schrägere Lage gestellt werden, in welcher die Rollen 19 vom Abwasserrohr 1 abgehoben sind oder mindestens deren Andruck reduziert ist. Es ist ersichtlich, dass das Reinigungsgerät 2 auch bei angedrückten Rollen 19 infolge des relativ kleinen Rollwiderstandes durch den Wasserdruck gegen die abzulösenden Ablagerungen gedrückt wird, wobei gleichzeitig ein hoher Widerstand in Umfangsrichtung des Abwasserrohres 1 vorhanden ist. Dadurch entsteht ein kontinuierlicher Arbeitsablauf, der durch die erhöhte Bohrleis-
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tung und den ebenfalls erhöhten Vortrieb noch verbessert wird.
Die Rollen 19 können gem. Fig. 3 auch für sich radial verstellbar gelagert sein. Beispielsweise sind hierfür die Rollen 19 an Stellhebeln 24 angeordnet, die an einen ortsfest am Geräteträger 7 angebrachten Rahmen 25 schwenkbar gelagert sind. Am den Rollen 19 entgegengesetzten Ende der Stellhebel 24 sind Stellzylinder 26 angeschlossen, die paarweise an einer Mittelstrebe 27 schwenkbar gelagert sind.
Der Doppelstellzylinder 20 oder die Stellzylinder 26 können in dargestellter Weise an den Steuerteil 18 des Bohrmotors 12 oder auch an den Druckwasserverteiler 8 angeschlossen sein. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung können auch die Rollen 19 zur Erzeugung eines Vortriebs öl- oder wasserhydraulisch antreibbar sein. Zweckmäßigerweise sind mehrere der Schläuche 10 und 15 und eventueller Steuerleitungen zwischen Versorgungsfahrzeug und Reinigungsgerät 2 zu einem Mehrfachschi auch zusammengefasst.

Claims (9)

1. Reinigungsgerät für Rohrleitungen, insbesondere Abwasserrohre, bestehend aus einem dem Rohrdurchmesser radial anpassbaren Führungsschlitten, einem daran frontseitig drehbar gelagerten und durch einen Bohrmotor antreibbaren Bohrkopf und einem durch einen Druckwasserschlauch mit einem eine Wasserdruckpumpe aufweisenden Versorgungsfahrzeug verbundenen Druckwasserverteiler mit an diesem angeschlossenen, entgegengesetzt zur Bohrrichtung gerichteten Strahldüsen, dadurch gekennzeichnet, dass als Bohrmotor ein ölhydraulisch betreibbarer Öldruckmotor (12) vorgesehen ist, der durch schlauchförmige Zu- und Rückleitungen (15) mit einer stationären Öldruckpumpe verbunden ist.
2. Reinigungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Bohrmotor (12) als Getriebemotor ausgebildet ist.
3. Reinigungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Öldruckpumpe am Versorgungsfahrzeug gelagert ist.
4. Reinigungsgerät nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Öldruckpumpe die fahrzeugeigene vorgesehen ist.
5. Reinigungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsschlitten (3) ölhydraulisch beaufschlagbare, radial verstellbare Kufen (4) aufweist.
6. Reinigungsgerät nach den Ansprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass an den Kufen (4) Rollen (19) angebracht sind.
7. Reinigungsgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Teil der Rollen (19) einen ölhydraulischen Drehantrieb aufweist.
8. Reinigungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Führungsschlitten (3) durch Stellzylinder (20, 26) radial verstellbare Rollen (19) gelagert sind. 9. Reinigungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Schläuche (10, 15) zu einem Mehrfachschlauch miteinander verbunden sind.
10. Reinigungsgerät nach den Ansprüchen 1 und 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kufen (4) und/oder Rollen (19) unmittelbar an Stellzylinder angeschlossen sind.
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