DE2000624A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Verhinderung der Entkalkung des menschlichen Knochengeruestes - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Verhinderung der Entkalkung des menschlichen KnochengeruestesInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zur Verhinderung der Entkalkung des menschlichen Kochengerüstes Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Verninderung der Erschlaffung der Muskulatur, der Entkalkung des Knochengerüstes, usw. im menschlichen Körper, insbesondere beim Liegen und im längerandauernden schwerelosen Zustand.
- Wenn der statische Druck auf die unteren Extremitäten und die Wirbelsäule des menschlichen Körpers fehlt, tritt die sogenannte Inaktivitätsatrophie auf. Zu dem Erscheinungs bild der Inaktivitätsatrophie gehören insbesondere die Entkalkung des Knochengerüsbes, die Versinderung der Konsistenz und des icassergehaltes der FetQgewebe, der Muskeln und der Haut, und die Verminderung der Durchblutung der Extremitäten. Den Ärzten sind solche Zustände, die durch längere Bettruhe entstehen, gut bekannt.
- Damit durchaus vergleichbar sind die folgen einer längerdauernden Schwerelosigkeit bei Raumfahrten in verhältnismäßig engen Kapseln. Wie die bisherigen Mondflüge gezeigt haben, ist es nicht immer möglich, einen schwereähnlichen Zustand durch eine Rotation der Raumkapsel zu erzeugen.
- Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Vei fahren und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zu schaffen, die es ermöglichen, im schwerelosen Zustand die Inaktivitätsatrophie weitgehend zu verhindern.
- Erfindungsgemäß wird die aufgabe dadurch gelöst, daX der menschliche Körper und seine Extremitäten unter leichte Zugapannungen gesetzt werden, deren Widerstand der Körper bei der Dulchführung von Bewegungen überwinden muß.
- Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens besteht aus einer bis zur Taille reichenden Weste, Schuhen, Handschuhen, Knie und Ellenbogen umschlielienden Manschetten, sowie die Weste mit den Manschetten und die Manschetten mit den ;Iichullen und Handschuhen jeweils verbindenden und unter leichten Zugspannungen stehenden Kunststoffäden0 Nach Ueberzug eines derartigen Anzuges über den Körper muß dieser bei jeder Bewegung die Zugspannung der Fäden überwinden, so daß besonders die Wirbelsäule und die Muskulatur des menschlichen Körpers fortgesetzt beansprucht werden.
- Vorzugsweise wird die Gesamtzugspannung der die Weste über die Kniemanschetten mit den Schuhen verbindenden Kunststoffläden gleich dem Körpergewicht des jeweiligen Trägers gewählt, wodurch etwa die auf der Erde gegebenen Verhältnisse simuliert werden.
- Es hat sich als sehr ZwecKmäBig erwiesen, für die von der Weste über die Kniemanschetten zu den Schuhen verlaufenden Kunststoffäden solche Fäden zu verwenden, die lür eine Zugbelastung bis etwa 30 kp verwendbar sind.
- In der Zeichnung ist ein Ausfilrungsbeispiel der Erfindung wiedergegeben.
- Das erfindungspemäße Verzehren zur Verhinderung der Erschlaffung der Muskulatur, der Entkalkung des Knochengerüstes, usw. des menschlichen Körpers, insbesondere im längerandauernden schwerelosen Zustand sieht vor, daß der menschliche Körper und seine Extremitäten unter leichte Druckepannungen gesetzt werden, deren Widerstand der Körper bei der Durchführung von Bewegungen überwinden muß. Diese möglichst auf den gesamten Körper wirkenden Druckkräfte erzeugen einen der Verhältnissen auf der Erde ähnlichen Zustand, wo fast aede Bewegung des Körpers nur nach Uberwindung der Schwerkraft möglich ist.
- Eine Vorrichtunh zur Durchführung des erfindungsgemäBen Verfahrens besteht aus einer bis zur taille des Trägers reichenden Weste 1 aus nicht-elastischem Material. Ferner sind aus dem gleichen Material bestehende, die Knie und Ellenbogen umschließende Manschetten 2a, 2b, an den Füßen Schuhe 3, und an den Händen Handschuhe 4 vorgesehen. Zwischen der in Taillenhöhe endenden Unterkante 5 der Weste 1 und den die Knie umschließenden Manschetten 2a sind hunststofI-fäden 7a gespannt. Desgleichen sind auch Kunststotiäden 7b zwischen den Kniemanschetten 2a und der Oberkante 9 der Schuhe 3 gespannt. Der Zug der Kunststoffäden 7a, 7b wird dabei so eingestellt, daß er insKeslmt etwa dem Körpergewicht des jeweiligen Trägers auf der Erde entspricht. Hierdurch wird die Wirbelsaule des die Vorrichtung cragellden 'i'rägers etwa wie unter irdischen Verhältnissen belastet. Es hat sich als sehr zweckmäßig erwiesen, Kunststoffäden zu verwenden, die mit einer Zugspannung bis etwa 30 kp belastet werden können. Im Liegen, beispielsweise beim Raketenstart, ist es möglich, durch Anwinkelung der knie den auf die Schultern ausgeübten Druck nach Wunsch einzustellen.
- Das gleiche rrinzip kann auch für die bewegung der Arme angewandt werden. Hierbei erstrecken sich jeweils Spannfäden zwischen dem Rand der Armlöcher 6 de Weste 1, und den die Ellenbogen umschließenden Manschetten 2b und von diesen zum Rand 10 der Handschuhe 4. Die Zug spannung der hier verwendeten Kunst;stoffäden 8a, 8b ist in Anpassung an die schwächere Armmuskulatur selbsSverständlich nicht so groß gewählt wie die Zugspannung der an den beinen verwendeten KunststofLäden 7a, 7b.
- Als Material für die verwendeten elastischen Kunststofffäden hat sich besonders Nylon als geeignet erwiesen, es kommen hierfür jedoch durchaus auch noch andere geeignete Materialien in Frage.
- In einer Ausgestaltung der Erfindung sind an der Unterkante 5 und am Rand der Armlöcher 6 der Weste 1 sowie an den Oberkanten 9 der Schuhe 3 und an den Rändern 10 der Handschuhe 4 jeweils formstabile Kunststoffringe befestigt. Die Kunststoffringe besitzen in entsprechenden Abständen angeordnete Löcher zum Hindurchziehen der Kunststoffäden 7a, 7b bzw. 8a, 8b. In diesem Falle bestehen die Ainschetten 2a, 2b aus offenen Spangen, die einmal die Kniescheiben und zum anderen die Ellenbogen außen offen lassen und ein Einknicken bzw. Beugen der Arme und Beine gestatten. Auch die Spangen besitzen in entsprechenden Abständen voneinander angeordnete Löcher zur Aufnahme der Fäden.
- Außerdem kann es zwecksmäßig und von Vorteil sein, die Kunststoffäden 7a, 7b; 8a, 8b in ein lockeres, die Weste 1, Schuhe 3, Handschuhe 4 und Ma'nschetten 2a,2b zu einem kompletten Anzug zusammenfassendea Gewebe einzubetten. hierdurch wird es erlichtert, die Vorrichtung anzuziehen und auch beim Tragen eines derartigen Anzuges besteht weniger die Gefahr, daß die einzelnen Zugfäden 7a, 7b oder 8a, 8b sich verfangen.
- Das vorbeschriebene Verfahren und die vorbeschriebene Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens stellen lediglich ein Ausführungsbeispiel des allgemeinen Erfindungsgedankens dar, die Erschlaffun der Muskulatur, die Entkalkung des Knochengerüstes, usw. im menschlichen Körper, insbesondere beim längeren Liegen und im längerandauernden schwerelosen Zustand durch Kräfte zu verhindern, gegen die der Körper bei Bewegungen Arbeit leisten muß. Dieser allgemeine 3-;rfindungsgedanke läßt ohne weiteres noch Abwandungen und Veränderungen zu, ohne daß hierdurch der Rahmen der Erfindung überschritten würde.
Claims (6)
- PatentansprücheVerfahren zur Verhinderung der brschlalfung der Muskulatur, der Entkalkung des Knochengerüstes, usw. des menschlichen Körpers, insbesondere im längerandauernden schwerelosen Zustand, dadurch gekennzeichnet, daß der menschliche Körper und seine Extremitäten unter leichte Druckspannungen gesetzt werden, deren Widerstand der Körper bei der Durchführung von Bewegungen überwinden muß.
- 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine bis zur Taille des Trägers reichende Weste (1), Schuhe (3), Handschuhe (4), Knie und Ellenbogen umschließende Manschetten (2a, 2b), sowie jeweils die Weste (1) mit den Manschetten (2a, 2b) und die Manschetten mit den Schuhen (3) und handschuhen (4) verbindende und unter leichten Zugspannungen stehende Kunststotiäden (ya, 7b).
- 3. Vorrichtung, nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gesamtzugspannung der die Weste (1) über die Kniemanschetten (2a) mit den Schuhen (3) verbindenden Kunststoffäden (7a, 7b) gleich dem Körpergewicht des Trägers gewählt ist.
- 4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Weste (1) über die Kniemanschette (2a) zu den Schuhen (3) verlaufenden Kunststoffäden (7a, 7b) für eine Zugbelas-tung bis etwa 30 kp verwendbar sind.
- 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an der Unterkante (5) und am Rand der Armlöcher (6) der Weste (1), an den Oberkanten (9) der Schuhe (3) und an den Rändern (io) der Handschuhe formstabile Kunststoffringe befestigt und die Manschetten (2a, 2b) als offene Spangen ausgebildet sind, wobei die Kunststoffäden (7a, 7b; 8a, 8b) an den formstabilen Kunststoffringen und an den Spangen befestigt sind.
- 6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffäden (7a, 7b; 8a, 8b) in ein lockeres, die Weste (1), Schuhe (3), Handschuhe (4) und Manschetten (2a, 2b) zu einem kompletten Anzug zusammenfassendes Gewebe eingebettet sind.Leerseite
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Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| US5659895A (en) * | 1993-02-18 | 1997-08-26 | Ford, Jr.; Thomas J. | Full-body stress transfer suit |
-
1970
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