DE20006558U1 - Vorrichtung zum Auf- und Abrollen von flexiblem Strangmaterial, vorzugsweise von Elektrokabeln - Google Patents

Vorrichtung zum Auf- und Abrollen von flexiblem Strangmaterial, vorzugsweise von Elektrokabeln

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    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
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Description

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14703/mj/br
Gebrauchsinusteranmeldung
Herr Dieter Wieczorek, Eichenstraße 3, 26219 Bösel/Petersdorf
Vorrichtung zum Auf- und Abrollen von flexiblem Strangmaterial, vorzugsweise von Elektrokabeln
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Auf- und Abrollen von flexiblem Strangmaterial, vorzugsweise von Elektrokabeln und Schutzleerrohren ohne Trommelkörper, mit wenigstens einer in einer etwa horizontal ausgerichteten Ebene gelagerten, um eine durch ihren Mittelpunkt verläufende Achse drehbar gelagerten Scheibe, auf der wenigstens ein Umwickelelement angeordnet ist, um welches das Strangmaterial wickelbar ist.
Eine Vorrichtung der vorbezeichneten Gattung dient dazu, ein flexibles Strangmaterial während seines Auf- bzw. Abrollens aufzunehmen. Zur Aufnahme des Strangmaterials weist die Vorrichtung eine Scheibe auf, die in einer horizontalen Ebene angeordnet ist und als Auflageplatte für das Strangmaterial dient.
Das Strangmaterial ist zum Abrollen beispielsweise auf die Scheibe auflegbar und kann von dieser abgezogen werden, während sich die Scheibe dreht. Damit während des Abziehens des Strangmaterials dieses nicht von der Scheibe heruntergezogen wird, ist auf der Scheibe ein Umwickelelement angeordnet, um welches das Strangmaterial gewickelt ist.
Zum Abrollen von Strangmaterial wird dabei regelmäßig so vorgegangen, daß ein ringförmig aufgewickeltes Strangmaterial, beispielsweise ein ringförmig aufgewickeltes Elektrokabel vorliegt, das derart auf der Scheibe zur Auflage gebracht wird, daß das Umwickelelement von dem aufgewickelten Strangmaterial umschlossen ist. Das Umwickelelement steht durch den Ring aus Strangmaterial hindurch, so daß das Strangmaterial bei einem Abziehen etwa tagential von seiner Ringform nicht von der Scheibe, heruntergezogen wird, die Scheibe aber in eine Drehbewegung versetzt wird.
Bei bekannten Vorrichtung der eingangs genannten Gattung dienen mehrere Profilstangen, die aus der horizontalen Ebene der Scheibe vertikal vorstehen, als Umwickelelemente. Mit diesen Umwickelelementen wird zwar verhindert, daß das Strangmaterial beim Abrollen von der Scheibe gezogen wird, jedoch treten bei diesen Umwickelelementen Klemmerscheinungen auf.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Gattung aufzuzeigen, die ein leichtes Auf- und Abrollen von flexiblem Strangmaterial ohne das Auftreten von Klemmerscheinungen ermöglicht.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß durch das eine Umwickelelement oder mehrere Umwickelelemente eine Aufnahmeeinrichtung für das Strangmaterial ausgebildet ist, deren etwa parallel zur Ebene der Scheibe ausgerichtete Querschnittsfläche sich ausgehend von der Scheibe verjüngt.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist somit eine Aufnahineeinrichtung vorgesehen, die einen Querschnitt aufweist, der nicht über ihre gesamte Höhe gleich ist. Vielmehr verringert sich dieser Querschnitt ausgehend von der horizontal liegenden Scheibe. Diese Verjüngung . ist vorzugsweise kontinuierlich ausgebildet, beispielsweise konusartig ausgebildet.
Die beispielsweise aus mehreren Umwickelelementen, vorzugsweise aus mehreren Profilen ausgebildete Aufnahmeeinrichtung kann in einfacher Weise ein aufgewickeltes Strangmaterial aufnehmen, das anschließend abgerollt werden soll. Die von den Umwickelelementen bzw. von dem einen Umwickelelement bereitgestellten verschiedenen Querschnittsflächen sind dabei so ausgebildet, daß die von dem aufgewickelten Strangmaterial umschlossene Innenfläche abgedeckt ist. Das heißt, daß das aufgewickelte Strangmaterial von oben auf die Aufnahmeeinrichtung aufgesteckt werden kann und soweit in Richtung der Scheibe verschoben werden kann, bis das Strangmaterial auf der zum Beispiel konusförmigen Aufnahmeeinrichtung aufsitzt. Das abzurollende Strangmaterial fällt aufgrund der einwirkenden „ Schwerkräfte in Richtung Scheibe, wobei es sich an die konusförmige Aufnahmeeinrichtung anschmiegen kann. Dadurch erfolgt ein automatisches Spannen des Strangmaterials, wodurch ein erleichtertes Abrollen gewährleistet ist.
Nach einer Weiterbildung der.Erfindung ist vorgesehen, daß die Strangmaterial-Aufnahmeeinrichtung durch ein Umwickelelement als Strangmaterial-Aufnahmekörper ausgebildet ist. Statt mehrerer von der Scheibe vorstehender Profile ist ein Aufnahmekörper vorgesehen, der den konstruktiven Aufbau der erfindungsgemäßen Vorrichtung vereinfacht. Der Aufnahmekörper weist einen sich ausgehend von der Scheibe vorzugsweise kontinuierlich verjüngenden Horizontalquerschnitt auf . ·
Dabei ist nach einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, daß der Strangmaterial-Aufnahmekörper eine radialsymmetrische Form hat, wobei seine Symmetrieachse mit der verlängerten Drehachse der Scheibe zusammenfällt. Bei einer Drehung der Scheibe wird der Aufnahmekörper mitgedreht, aufgrund seiner radialsymmetrischen Form und aufgrund des Zusammenfaliens der Achsen ist dabei vorteilhaft eine Unwucht des Aufnahmekörpers verhindert.
Zur konstruktiven Ausbildung einer sich kontinuierlich verjüngenden Querschnittsfläche des Aufnahmekörpers ist dieser beispielsweise kegelförmig ausgebildet. Ein Kegel ist dadurch gekennzeichnet, daß seine Querschnittsfläche mit zunehmender Höhe abnimmt. Diese Bauform ist für die Ausbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung geeignet, wenn der Innendurchmesser eines aufgewickelten Strangmaterials, das abgerollt werden soll, gleich einem Durchmesser des kegelförmigen Aufnahmekörpers ist. Der
kegelförmige Aufnahmekörper hat in einer Höhe einen Durchmesser, der gleich dem Innendurchmesser des aufgewickelten Strangmaterials ist. Das aufgewickelte Strangmaterial kann dadurch über die Kegelspitze auf den Aufnahmekörper aufgesteckt werden und sich im Bereich dieser Höhe an diesen anschmiegen und feststecken. Der Strangmaterial^Aufnahmekörper kann auch kegelstumpfförmig ausgebildet sein.
Die Strangmaterial-Aufnahmeeinrichtung ist beispielsweise aus verzinktem Stahl gefertigt, so daß sie gegen Korrosion geschützt ist. Sie kann auch aus Kunststoff gefertigt sein.
Die in einer horizontalen Ebene drehbar gelagerte Scheibe ist vorzugsweise durch eine Welle getragen, die mit einem Drehantrieb in ihre Drehung bewirkender Wirkverbindung steht. Mit dem Drehantrieb, der beispielsweise einen Elektromotor umfaßt, ist eine definierte Drehung der Scheibe erreichbar, die das Abrollen und das Aufrollen eines Strangmaterials erleichtert. Weiterhin kann vorgesehen sein, daß der erfindungsgemäßen Vorrichtung eine Meßeinrichtung zum Messen der Länge des auf- bzw. abgerollten Strangmaterials zugeordnet ist. .
Der Strangmaterial-Aufnahmekörper steht auf der Scheibe auf und ist mit dieser vorzugsweise lösbar verbunden. Die lösbare Verbindung ermöglicht mit besonderem Vorteil, verschieden ausgebildete Strangmaterial-Aufnahmekörper mit ein und derselben Scheibe kombinieren zu können. Die verschiedenen
Aufnahmekörper können dabei verschiedene Formen, insbesondere verschiedene Kegelformen mit voneinander abweichenden Steigungen aufweisen. Darüber hinaus kann auch ein Aufnahmekörper vorgesehen sein, dessen Form veränderbar ist, insbesondere dessen Querschnittsverringerung über seine Höhe veränderbar ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, aus dem sich weitere erfinderische Merkmale ergeben, ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigen: ■
Fig. 1: eine Seitenansicht einer Vorrichtung zum Auf-
und Abrollen von flexiblem Strangmaterial und
Fig. 2: eine Draufsicht der Vorrichtung gemäß Fig. 1.
Die dargestellte Vorrichtung umfaßt ein Standgestell 1, das aus fünf, etwa sternförmig zueinander angeordneten Profilabschnitten 2 ausgebildet ist. Durch das Standgestell 1 wird ein vertikal ausgerichtetes Halteelement 3 getragen, das auf der einem Boden abgekehrten Seite des Standgestells 1 im Schnittpunkt seiner Profilabschnitte 2 angeordnet ist. Das Halteelement 3 ist als Rohr ausgebildet. Durch dieses Halteelement 3 wird eine in einer horizontalen Ebene angeordnete Scheibe 4 getragen, die kreisförmig ausgebildet . ist. . . · .
Die Scheibe 4 ist an dem Halteelement 3 um eine Drehachse 7 drehbar gelagert, wobei die Drehachse 7 durch den
Mittelpunkt der Scheibe 4 verläuft. Diese Drehbarkeit ist mit dem Pfeil 5 angedeutet.
Auf der dem Standgestell 1 abgekehrten Seite der Scheibe 4 ist auf diese ein kegelförmiger Aufnahmekörper 6 für ein Strangmaterial angeordnet. Der Aufnahme körper 6 ist mit der Scheibe 4 lösbar verbunden, so daß er bei einer Drehung der Scheibe 4 mitgedreht wird. Ein auf den Aufnahmekörper 6 aufgebrachtes Strangmaterial kann dabei abgerollt werden oder aufgerollt werden. Aufgrund der lösbaren Verbindung von Aufnahme körper 6 und Scheibe 4 ist der Aufnahme körper 6 von der Scheibe 4 abnehmbar. Auf die Scheibe 4 kann dann auch eine Trommel aufgelegt werden, auf die ein Strangmaterial aufgewickelt ist. Somit ist die erfindungsgemäße Vorrichtung neben dem Abrollen von flexiblem Strangmaterial ohne Trommelkörper auch zum Abrollen von flexiblem Strangmaterial· mit Trommeikörper geeignet. .

Claims (11)

1. Vorrichtung zum Auf- und Abrollen von flexiblem Strangmaterial, vorzugsweise von Elektrokabeln und Schutzleerrohren ohne Trommelkörper, mit wenigstens einer in einer etwa horizontal ausgerichteten Ebene gelagerten, um eine durch ihren Mittelpunkt verlaufende Achse drehbar gelagerten Scheibe, auf der wenigstens ein Umwickelelement angeordnet ist, um welches das Strangmaterial wickelbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß durch das eine Umwickelelement oder durch mehrere Umwickelelemente eine Aufnahmeeinrichtung für das Strangmaterial ausgebildet ist, deren etwa parallel zur Ebene der Scheibe (4) ausgerichtete Querschnittsfläche sich ausgehend von der Scheibe (4) verjüngt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Querschnittsfläche der Strangmaterial- Aufnahmeeinrichtung kontinuierlich verjüngt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verjüngung konusartig ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Strangmaterial- Aufnahmeeinrichtung durch ein Umwickelelement als Strangmaterial-Aufnahmekörper (6) ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Strangmaterial-Aufnahmekörper (6) eine radialsymmetrische Form hat, wobei seine Symmetrieachse mit der verlängerten Drehachse der Scheibe (4) zusammenfällt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Strangmaterial-Aufnahmekörper (6) kegelförmig ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 4 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Strangmaterial-Aufnahmekörper (6) kegelstumpfförmig ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Strangmaterial- Aufnahmeeinrichtung aus verzinktem Stahl gefertigt ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe (4) durch eine Welle getragen ist, wobei die Welle mit einem Drehantrieb in ihre Drehung bewirkender Wirkverbindung steht.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ihr eine Meßeinrichtung zum Messen der Länge des auf- bzw. abgerollten Strangmaterials zugeordnet ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Strangmaterial-Aufnahmekörper (6) mit der Scheibe (4) lösbar verbunden ist.
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