DE2000655A1 - Elektrisch beheizbare Autoscheibe - Google Patents

Elektrisch beheizbare Autoscheibe

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DE2000655A1 DE19702000655 DE2000655A DE2000655A1 DE 2000655 A1 DE2000655 A1 DE 2000655A1 DE 19702000655 DE19702000655 DE 19702000655 DE 2000655 A DE2000655 A DE 2000655A DE 2000655 A1 DE2000655 A1 DE 2000655A1
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Description

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Anmelder:
Spiegelglaswerke Germania, Zweigniederlassung der Glaceries Saint-Roch, Societe Anonyme, 505 Porz am Rhein, Concordiaplatz 3 j
Elektrisch beheizbare Autoscheibe
Die Erfindung betrifft eine elektrisch beheizbare Autoscheibe, und insbesondere eine Rückwandscheibo, mit Feldern verstärkter Heizleistung zur Erzielung bevorzugter Sichtfelder.
Es ist bekannt, bei elektrisch beheizbaren Autoscheiben die Heizleiter nur in einem ausgewählten Sichtbereich der Scheibe anzuordnen. Ferner ist es bekannt, bei Anordnung der Heizleiter quer über die ganze Scheibe auf diesen Heizleitern einen Bereich vorzusehen, in dem der elektrische Widerstand größer ist als außerhalb dieses Bereiches, so daß die Erwärmung der Heizleiter im wesentlichen auf diesen Bereich beschränkt wird (DP 1 291 64-7). Sinn dieser Maßnahmen ist es, die zur Verfügung stehende elektrische Leistung, die in der Regel bei Fahrzeugen verhältnismäßig begrenzt ist, auf das für die Durchsicht notwendige Feld zu konzentrieren, damit dieses Feld schnell und dauerhaft freigeheizt wird.
Bei den bekannten Ausführungen wird im Falle einer Autorückwandscheibe das verstärkte Heizfeld in der Mitte angeordnet, damit
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im Rückblickspiegel die hinter dem Fahrzeug liegende Straße vom Fahrer überblickt werden kann.
Die beheizbare Autoscheibe nach der vorliegenden Erfindung stellt eine weitere Verbesserung der bekannten Scheiben bei gleicher Energieaufnahme dar, die es ermöglicht, schnell im Rückblickspiegel nicht nur den zentralen, sondern auch die seitlichen Bereiche der Straße zu erfassen, was besonders bei Überholvorgängen und bei Fahrbahnwechseln die Sicherheit erhöht. Dabei findet die Erfindung in bevorzugter Weise Anwendung bei in horizontaler Richtung ausgedehnten Rückwandscheiben mit ggf. abgebogenen Endbereichen.
Die Erfindung besteht ihrem Grundgedanken nach darin, daß die Glasscheibe in horizontaler Richtung nebeneinander mehrere voneinander getrennte Felder mit verstärkter Heizleistung aufweist.
Bei einer Autorückwandscheibe sind zweckmäßigerweise drei Felder mit verstärkter Heizleistung vorgesehen, von denen eines in der Mitte der Scheibe und die beiden anderen in den seitlichen Endbereichen angeordnet sind.
Die Autoscheibe nach der Erfindung kann so realisiert werden, daß die Anordnung der Heizleiter sich auf diese Heizfelder beschränkt, oder daß die Heizleiter in diesen Heizfeldern dichter angeordnet sind als in den übrigen Bereichen.
Falls die Heizleiter gut sichtbar sind, kann es aus ästhetischen Gründen störend sein, wenn das Bild der Heizleiter über die gesamte Scheibe gesehen uneinheitlich ist. Man wird deshalb eine gleichmäßige Verteilung der Heizleiter über die ganze Scheibenfläche vorziehen, wobei bei gut sichtbaren Heizleitern mit einer Breite von etwa 0,5 nun, wie sie heute weitgehend üblich sind, allgemein die horizontale Anordnung über die gesamte Scheibenbreite vorgezogen wird. Bei einer solchen Heizscheibe, bei der die Leitstreifen sich in horizontaler Richtung von einer verti-
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kalen Scheibenkante "bis zur gegenüberliegenden erstrecken, läßt sich das Prinzip der Erfindung dadurch realisieren, daß jeder Leitstreifen mehrere Bereiche mit unterschiedlichem elektrischem Widerstand je Längeneinheit aufweist.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und werden im folgenden an Hand verschiedener Ausführungsbeispiele für die Herstellung einer erfindungsgemäßen Heizscheibe im einzelnen beschrieben.
Von Zeichnungen zeigt
Fig. 1 eine heizbare Autorückwandscheibe nach der Erfindung mit einem transparenten Oberflächenbelag als Heizwiderstand,
Fig. 2 eine heizbare Autorückwandscheibe nach der Erfindung mit senkrecht verlaufenden Heizleitern, und
Fig. 3 eine Autorückwandscheibe nach der Erfindung mit waagerecht verlaufenden Heizleitern.
Grundsätzlich existieren drei verschiedene Systeme von elektrisch beheizbaren Glasscheiben. Bei einem dieser Systeme ist auf der Glasoberfläcne eine elektrisch leitende transparente Schicht aus einem Metall oder einem Halbleiter wie Zinnoxyd aufgebracht. Bei diesem System erwärmt sich die elektrisch leitende Schicht auf ihrer ganzen Fläche. Bei einer derartigen Auto rückwandscheibe läßt sich die Erfindung in der Weise verwirklichen, daß, wie in Fig. 1 dargestellt ist, die elektrisch leitende Schicht in drei Feldern 1, 2 und 3 aufgetragen ist. Entlang der oberen und der unteren Kante sind Sammelschienen 4·,
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angeordnet, die zur Stromversorgung der Heizschichten dienen. Das Heizfeld 2 liegt in der Mitte der Scheibe, und die Heizfelder 1 und 3 sind in den seitlichen Endbereichen der Scheibe angeordnet.
Zur Erzielung einer ausreichenden Heizleistung bei gleichzeitig ausreichender Lichtdurchlässigkeit können in an sich bekannter Weise die Heizfelder 1, 2,3 mit drei übereinander angeordneten Schichten aus Wismutoxid, Gold und Wismutoxid versehen werden. Das Aufbringen dieser Schichten erfolgt zweckmäßigerweise durch Aufdampfen im Vakuum. Nach dem Aufbringen der dritten Schicht kann sich eine Wärmebehandlung bei einer Temperatur von höchstens 35O°C anschließen, wodurch die elektrische Leitfähigkeit der Goldschicht weiter verbessert wird.
Ein zweiter Typ von heizbaren Glasscheiben besteht aus durch eine plastische Zwischenschicht miteinander verbundenen Glasscheiben, sogenannten Verbundglasscheiben, bei denen in der plastischen Zwischenschicht Heizdrähte eingebettet sind. Die Heizdrähte werden in der Regel entweder in gerader oder in gewellter Form in Abständen von einigen Millimetern verlegt. Sie können in jeder beliebigen Richtung angeordnet sein. Bei Autoscheiben werden aus Zweckmäßigkeitsgründen die Heizdrähte oft in vertikaler Richtung gespannt.
In Figur 2 ist dargestellt, wie bei einer nach diesem System aufgebauten Autorückwandscheibe die Heizdrähte angeordnet- sein können. Im Mittelfeld 12 sind dabei die Heizdrähte so dimensioniert und in solchen Abständen voneinander angeordnet, daß sich hier eine spezifische Heizleistung von etwa 3 bis 6 Watt pro Qtairatdezimeter ergibt, wodurch eine schnelle und sichere Freiheizung dieses Mittelfeldes erfolgt. In den Endbereichen 11 und 13 sind ebenfalls vertikal verlaufende Heizdrähte angeordnet.
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Der gegenseitige Abstand der Heizdrähte ist in diesen Bereichen jedoch größer gewählt und zwar so, daß sich eine spezifische Heizleistung von etwa 2 bis 4 Watt pro Quadratdezimeter ergibt. Diese Heizleistung genügt in der Regel,, um eine ausreichende Sicht durch die seitlichen Bereiche der Scheibe zu erzielen.
In Figur 3 schließlich ist eine Einscheibensicherheitsglasscheibe aus thermisch vorgespanntem Glas dargestellt, bei der die Heizleiter als horizontal verlaufende, schmale Streifen aus eingebrannt ein Leitmetall angeordnet sind. Diese Leitstrei— fen haben eine Breite von etwa 0,5 mm. Sie v/erden zweckmäßigerweise mib Hilfe des Siebdruckverfahrens aufgetragen und können nach den Einbrennen auf galvanischem Wege verstärkt werden.
Zur Verwirklichung des Erfindungsprinzips bei einer solchen Heizscheibe muß dafür gesorgt werden, daß die eingebrannten Leibstreifen bei einem gegenseitigen Abstand von etwa 3 cm in den Heizfeldern 31) 32, 33 einen elektrischen Widerstand von etwa 3 bis 5 Ohm/dm, und in dem dazwischen liegenden.Feldern 34, 35 einen Widerstand von etwa 0,5 bis 2 Ohm/dm aufweisen. Das läßt sich durch eine Querschnittsänderung der Leitstreifen erreichen, die mit dem bloßen Auge gar nicht sichtbar ist. Nur der Anschaulichkeit halber ist diese Querschnittsänderung in der Figur 3 übertrieben dargestellt.
Falls die Leibstreifen nur aus einer eingebrannten Leitmetallschichb bestehen, ist der Querschnitt der Leitstreifen in den einzelnen Bereichen entsprechend zu dimensionieren. Das läßt sich beim Aufdrucken der Leitmetallpaste auf die Glasoberfläche mit Hilfe des Siebdruckverfahrens z.B. durch die Aufeinanderfolge mehrerer Druckvorgänge mit verschiedenen Siebdruckschablonen, oder auch mib einem einzigen Siebdruckvorgang erreichen,
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wenn man eine entsprechend ausgebildete Siebdruckschablone verwendet. Diese Siebdruclcschablone muß so ausgebildet sein, daß die Aussparungen für die Heizleiter in den Feldern 3;+> entweder breiter, oder vorzugsweise bei gleicher Streifenbreite die Schicht der Siebdruckschablone in diesen Feldern dicker ist.
Eine in der beschriebenen V/eise hergestellte heizbare Glasscheibe mit eingebrannten Leitstreifen kann in an sich bekannter V/eise in einem Galvanobad behandelt werden. Dadurch wird eine gleichmäßige Schicht eines duktilen Metalles auf den eingebrannten Leitstreifen abgeschieden, die die Widerstandsfähigkeit der Leitstreifen erhöht.
Der unterschiedliche elektrische Widerstand in den einzelnen Feldern 31 bis 35 läßt sich auch dadurch erreichen, daß Leitstreifen mit einheitlichem Querschnitt aufgetragen und eingebrannt v/erden, und nach dem Einbrennen der Leitstreifen im Galvanobad ein unterschiedlicher Metallauftrag erfolgt. So können z.B. die Felder 31» 32 und 33» wenn die Leitstreifen in diesen Bereichen den gewünschten Widerstand besitzen, durch zweckentsprechende Materialien, die von den Ionen des Verstärkungsmetalle s nicht durchdrungen werden, abgedeckt und anschließend die Galvanobehandlung fortgesetzt werden.
einem anderen Verfahren kann eine gezielte ungleichmäßige Metallabscheidung im Galvanobad auch dadurch, erreicht v/erden, daß die Anoden im Galvanobad so angeordnet werden, daß in den Bereichen 3^ und 35 eine größere Stromliniendichte entsteht. Auf diese V/eise ist die Metallabscheidung dort größer als in den Feldern 31, 32 und 33.
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Claims (11)

VE 142 - 7 - Pat ent anspräche
1. Elektrisch beheizbare Autoscheibe, insbesondere Rückwandscheibe, mit Bereichen verstärkter Heizleistung zur Erzeugung bevorzugter Sichtfelder, dadurch gekennzeichnet, daß die Glasscheibe in horizontaler Richtung nebeneinander mehrere voneinander getrennte Felder mit verstärkter Heizleistung auf v/eist.
2. Elektrisch beheizbare Autoscheibe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Rückwandscheibe drei Felder mit verstärkter Heizleistung vorgesehen sind, von denen eines in der Mitte der Scheibe und die beiden anderen in den seitlichen Endbereichen angeordnet sind.
3. Elektrisch beheizbare Autoscheibe nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizfelder in den seitlichen Endbereichen mit einer geringeren spezifischen Heizleistung je Flächeneinheit ausgelegt sind als das mittlere Heizfeld.
4-, Elektrisch beheizbare Autoscheibe nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, mit sich in vertikaler Richtung erstreckenden Heizleitern, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizleiter sich auf die verstärkten Heizfelder beschränken oder in diesen verstärkten Heizfeldern dichter angeordnet sind als in den außerhalb dieser Heizfelder liegenden Bereichen.
5. Elektrisch beheizbare Autoscheibe nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Heizwiderstände auf den Heizfeldern transparente durchgehende elektrische Viderstandsschichten aufgebracht sind.
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6. Elektrisch beheizbare Autoscheibe nach einen oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Autoscheibe sich in horizontaler Richtung von einer Scheibenkante bis zur gegenüberliegenden erstreckende V/ider-
Standsstreifen aufweist und daß jeder V/iderstandsstreifen mehrere Bereiche mit unterschiedlichem elektrischem Widerstand je Längeneinheit besitzt.
7. Elektrisch beheizbare Autoscheibe nach Anspruch 6, dadurch gekonnzeichnet, daß die V/iderstandsstreifen ggf. galvanisch verstärkte, in die Glasoberfläche eingebrannte Leitmetallstreifen sind, die in den Feldern mit verstärkter Heizleistung einen geringeren Querschnitt aufweisen als in den außerhalb dieser Felder liegenden Bereichen.
8. Elektrisch beheizbare Autoscheibe nach Anspruch 6 oder 7» mit galvanisch verstärkten eingebrannten Leitmetallstreifen, dadurch gekennzeichnet, daß der galvanische Niederschlag außerhalb von den Feldern mit verstärkter Heizleistung stärker ist als in den Feldern mit verstärkter Heizleistung.
9. Verfahren zur Herstellung einer elektrisch beheizbaren Glasscheibe nach Anspruch 6 und 7» unter Anwendung des Siebdruckverfahrens zum Auftragen der Einbrennpaste, dadurch gekennzeichnet, daß in die Siebdruckschablone den gewünschten Querschnittsabmessungen der Leitstreifen entsprechende Aussparungen eingearbeitet werden, so daß das Auftragen der Leitstreifen mit bereichsweisc unterschiedlichem Querschnitt in einem einzigen Druckvorgang erfolgt.
10.Verfahren zur Herstellung einer elektrisch beheizbaren Glasscheibe nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Felder mit verstärkter Heizleistung, ggf. vor oder
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nach einer kurzen Galvanisierungsbehandlung, mit von den Ionen des Verstärkungsmetalles nicht durchdringbarem Material abgedeckt und die außerhalb der Felder mit verstärkter Heizleistung liegenden Bereiche galvanisch verstärkt werden.
11. Verfahren zur Herstellung einer elektrisch beheizbaren Glasscheibe nach Anspruch 6 und 7i dadurch gekennzeichnet, daß durch Ausbildung und Anordnung der Anoden im Galvanisierungsbad in den Feldern mit verstärkter Heizleistung die Feldliniendichte und damit der galvanische Niederschlag des Verstärkungsmet all es niedriger gehalten wird als in den übrigen Bereichen der Scheibe.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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WO1993018634A1 (en) * 1992-03-04 1993-09-16 Luciano Peresano Device obviating the snow accumulation on the windscreen-wiper motion limit in the windscreen of the motor vehicles

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