DE20006623U1 - Vorrichtung zum Ummanteln von langgestreckten Gegenständen - Google Patents
Vorrichtung zum Ummanteln von langgestreckten GegenständenInfo
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Description
TERMEER STEINMEISTER & PARTNER GBR PATENTANWÄLTE - EUROPEAN PATENTATTORNEYS
Dr. Nicolaus ter Meer, Dipl.-Chem. Peter Urner, Dipl.-Phys, Gebhard Merkle, Dipl.-Ing. (FH) Mauerkircherstrasse 45 D-81679 MÜNCHEN
Helmut Steinmeister, Dipl.-Ing. Manfred Wiebusch
Artur-Lade beck-Strasse D-33617 BIELEFELD
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MHFPOl /OO/G
St/ec
6.4.2000
MHF GmbH
Gewerbestr. 19 33397 Rietberg
VORRICHTUNG Z. UMMANTELN V. LANGGESTRECKTEN GEGENSTÄNDEN
MHF GmbH
6.4.2000
VORRICHTUNG Z. UMMANTELN V. LANGGESTRECKTEN GEGENSTÄNDEN
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ummanteln von langgestreckten Gegenständen, insbesondere Leisten oder Brettern, mit einem streifenförmigen Beschichtungsmaterial, mit einer Vorschubeinrichtung zum Tranportieren der Gegenstände in Längsrichtung unter gleichzeitigem Zulauf des Beschichtungsmaterials und wenigstens einem Haltering, der die Bahn der Gegenstände in deren Querrichtung umgibt und an dem wenigstens ein nach innen gerichteter Haltearm verstellbar befestigt ist, der Andruckrollen zum Andrücken des Beschichtungsmaterials an die Gegenstände trägt.
Ummantelungsvorrichtungen der hier beschriebenen Art sind seit längerer Zeit bekannt. Zum Stand der Technik soll auf die DE-AS 25 32 855 Bezug genommen werden, die auch einen Haltering zeigt und beschreibt, wie er bei Ummantelungsvorrichtungen im Bestreben zur Verkürzung der Umrüstzeiten verwendet wird.
In Ummantelungsvorrichtungen werden langgestreckte Gegenstände in ihrer Längsrichtung transportiert, und zunächst wird ein bahnförmiges Beschichtungsmaterial kontinuierlich zugeführt, mit Klebstoff bestrichen und an die langgestreckten Gegenstände herangeführt. Anschließend wird das Beschichtungsmaterial mit einer Anzahl von Andruckrollen gegen die Gegenstände, also etwa Leisten gedrückt. Je nach Kompliziertheit der Kontur dieser Leisten kann eine relativ große Anzahl von Andruckrollen erforderlich sein, die aus allen Winkelrichtungen auf die Leisten auftreffen. Da die Andruckrollen sehr genau eingestellt werden müssen, erfordert die Einrichtung einer Vorrichtung viel Zeit. Da üblicherweise mit einer Vorrichtung nicht kontinuierlich ein- und derselbe Leistentyp beschichtet wird, sondern die Vorrichtungen für unterschiedliche Leisten genutzt werden, ergibt sich von Zeit zu Zeit die Notwendigkeit eines Umrüstens, insbesondere einer neuen Einstellung der Andruckrollen. Dies ist ein sehr zeitraubender Vorgang, der nicht nur zum Stillstand der Ummantelungsvorrichtung führt, sondern in aller Regel auch vor- und nachgeschaltete Bearbeitungsanlagen betrifft.
Es besteht daher ein erhebliches Interesse an einer Verkürzung der genannten Rüst- und Umrüstzeiten.
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Dabei ergibt sich eine Beschleunigungsmöglichkeit aus der Verwendung von Halteringen, die quer zur Vorschubrichtung der Gegenstände um deren Bahn herum angeordnet werden und eine oder mehrere Andruckrollen tragen können, die vorab außerhalb der Anlage an dem Haltering montiert und dann zusammen mit dem Haltering in einem Vorgang in einer vorgegebenen Position der Vorrichtung montiert werden können. An den Halteringen sind üblicherweise die einzelnen Haltearme mit Klemmmechanismen befestigt, die vor allem Klemmschrauben einschließen, die mit Hilfe von Schraubenschlüsseln betätigt werden können. Dabei ist bei den bekannten Lösungen für jeden "Freiheitsgrad", also etwa für die Verstellung des Haltearms auf dem Ring, für die Drehung des Haltearms um seine Achse und für die Längsverschiebung des Haltearms in bezug auf den Ring ein gesonderter Klemmmechanismus notwendig.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Ummantelungsvorrichtung der obigen Art eine Anordnung aus Haltering und Haltearmen zu schaffen, die die Einstellung der Andruckrollen vereinfacht.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist die erfindungsgemäße Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, daß der Haltearm in einem auf dem Ring verstellbaren Klemmstück verstellbar gehalten ist, das einen Klemmmechanismus zum gleichzeitigen Verklemmen des Klemmstücks auf dem Ring und des Haltearms am Klemmstück aufweist.
Vorzugsweise ist das Klemmstück reiterartig von außen auf den Haltering aufgesetzt und zwar derart, daß die beiden nach innen über den Haltering überstehenden Endabschnitte der beiden Schenkel des Klemmstücks zwei miteinander fluchtende Bohrungen aufweisen können, die die Möglichkeit der Aufnahme eines Haltearms bieten. Ferner ist ein Spannmechanismus vorgesehen, der es gestattet, das reiterartige Klemmstück radial nach außen in bezug auf den Haltering zu verspannen. Dabei wird der Haltearm, der an sich frei drehbar und längs verschiebbar in den fluchtenden Bohrungen gehalten ist, von innen gegen den Haltering gedrückt, bis sowohl der Haltearm in bezug auf das Klemmstück als auch das Klemmstück in bezug auf den Haltering fest verspannt ist.
Diese Verspannung kann mit Hilfe eines von außen in das Brückenteil des reiterförmigen Klemmstücks eingedrehten Klemmbolzen erfolgen, der sich an der Außenfläche des Halteringes abstützt. Dieser Klemmbolzen weist vorzugsweise
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eine Handhabe auf, die es gestattet, den Bolzen werkzeuglos zu drehen. Als Handhabe in Betracht kommen beispielsweise Flügel, wie sie bei Flügelschrauben üblich sind, oder auch ein einfacher, am Kopf des Spannbolzens befestigter, von diesem abstehender Hebel.
Zweckmäßigerweise wird zwischen die Endabschnitte des Klemmstücks auf der Innenseite des Halterings ein Druckstück eingesetzt, das sowohl an die Kontur des Haltearm als auch an die Innenkontur des Halterings angepaßt ist, so daß beim Verspannen des Klemmstücks eine flächige Berührung auf beiden Seiten gewährleistet ist.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine teilweise geschnittene Ansicht mit Blickrichtung in
Transportrichtung der zu beschichtenden Gegenstände und insbesondere einen Haltering mit drei Andruckrollen;
Fig. 2 ist eine schematische Seitenteilansicht zu Fig. 1
In Fig. 1 ist ein Untergestell einer erfindungsgemäßen Vorrichtung lediglich angedeutet durch zwei seitliche und ein unteres Längsprofil 10,12,14. An den Außenseiten der beiden seitlichen oder äußeren Längsprofile 10,12 befinden sich Teile von senkrechten Stützen 16,18, und an der Unterseite der seitlichen Längsprofile 10,12 sind Querstreben 20 befestigt, die ihrerseits an der Unterseite mit dem mittleren Längsprofil 14 verbunden sind. Auf diesem mittleren Längsprofil 14 ist mit Hilfe eines Halterprofils 22 ein Haltering 24 befestigt. Bei dem dargestellten Beispiel ist dieser Haltering 24 nicht kreisförmig, sondern in waagerechter Richtung länglich ausgebildet und damit an im Querschnitt längliche Gegenstände, wie etwa die in Fig. 1 gezeigten Bretter 26, angepaßt. Bretter 26 dieser Art bilden hier die erfindungsgemäß zu beschichtenden Gegenstände.
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Auf dem rechts in Fig. 1 liegenden Längsprofil befinden sich ein Lagerbock 28, in dem eine nach innen, d. h. nach links in Fig. 1 gerichtete Welle 30 fliegend gelagert ist. Auf dieser Welle 30 sind zwei Antriebsräder 32,34 in Abstand zueinander befestigt, auf deren oberem Scheitelpunkt sich das dargestellte Brett 26 abstützt. Eine ganze Reihe derartiger Anordnungen von Lagern, Wellen und Antriebsrädern erstreckt sich über den gesamten Längsmittelbereich der erfindungsgemäßen Vorrichtung als Antriebs- und Transportmittel für die zu beschichtenden Gegenstände. Die Antriebsräder 32 und 34 können in ihrer Position auf der Welle 30 verstellt und ggfs. auch ganz fortgelassen oder durch anders geformte Antriebsräder ersetzt werden. Der Antrieb der Welle 30 erfolgt mit Hilfe von Zahnrädern 36,38, die mit Hilfe einer endlosen Doppelkette 40 gedreht werden, die in Längsrichtung über das rechts in Fig. 1 gezeigte Längsprofil 12 gezogen und an dessen Unterseite zurückbewegt wird.
Die bisher beschriebenen Einzelheiten sind im wesentlichen bereits bekannt und sollen nur die Möglichkeit einer Einordnung der erfindungsgemäßen Lösung schaffen.
Auf dem Haltering 24 sind drei Klemmstücke 42,44,46 befestigt. Diese Klemmstücke 42,44,46, zu deren Erläuterung insbesondere auch auf Fig. 2 Bezug genommen werden soll, sind insgesamt gabelförmig ausgebildet und können daher reiterartig von außen auf den Haltering 24 aufgeschoben werden. Der Haltering 24 weist einen schmalen Rechteckquerschnitt auf, wie eine Betrachtung von Fig. 1 und 2 zeigt.
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Die Klemmstücke 42,44,46 ragen nach innen über den Haltering 24 hinaus und sind in diesen Endabschnitten 48,50 mit fluchtenden Bohrungen 52,54 versehen, der die Aufnahme eines Haltearms 56 gestatten. Dieser Haltearm 56 besteht aus einem ersten Armabschnitt 58 und einem zweiten Armabschnitt 60, der längsverschiebbar und drehbar in einer nicht bezeichneten Bohrung eines Haltekopfs 62 am Ende des ersten Armabschnitts 58 angeordnet ist.
Der erste Armabschnitt 58 ist in den fluchtenden Bohrungen 52,54 längsverschiebbar und drehbar.
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In dem Brückenabschnitt 64, der die beiden Schenkel der Klemmstücke verbindet, befindet sich mit Gewindeeingriff ein Spannbolzen 66, dessen inneres Ende auf die Außenfläche des Halteringes 24 gerichtet ist. Der Spannbolzen weist anstelle oder zusätzlich zu einem Bolzenkopf einen nach außen vorstehenden Knebeigriff 68 auf, der ein manuelles Drehen des Spannbolzens 66 mit ausreichend hohem Drehmoment gestattet.
Wenn der Spannbolzen 66 angezogen wird, stützt er sich mit seinem vorderen Ende auf die Außenfläche des Halteringes 24 ab, so dajS das jeweilige Klemmstück radial nach außen geschoben wird. Dabei wird schließlich der Haltearm 56 bzw. dessen innerer Armabschnitt 58 gegen die Innenfläche des Halteringes 24 gezogen. Wenn der Spannbolzen 66 jetzt festgezogen wird, dann ist sowohl das Klemmstück 42,44,46 in seiner Position auf dem Umfang des Halterings 24 als auch der Haltearm 56 in bezug auf den Haltering und das Klemmstück festgelegt. Dies geschieht mit Hilfe eines einzigen Spannmittels, während beim Stand der Technik für die drei hier bestehenden "Freiheitsgrade" oft mehrere Bolzen oder Schrauben gelöst und wieder befestigt werden müssen und hierzu stets spezielle Schraubenschlüssel erforderlich sind.
In Fig. 2 ist die Andruckrolle des mittleren Haltearms 56 mit 70 bezeichnet. Sie drückt gemäß Fig. 1 und 2 von oben auf das Brett 26, während gemäß Fig. 1 zwei weitere Andruckrollen 72,74, die über Haltearme 76,78 befestigt sind, auf den abgeschrägten seitlichen oberen Kanten des Bretts 26 abrollen.
In Abweichung von Fig. 1 ist in Fig. 2 eine Andruckrolle 80 gezeigt, die von der Seite oder sogar von schräg unten gegen das Brett 26 gerichtet ist.
Damit es beim Heranziehen des ersten Armabschnitts 58 an den Haltering 24 nicht zu Kantenpressungen und vorzeitigem Verschleiß kommt, kann ein Druckstück vorgesehen sein, das zwischen die beiden Schenkel des Klemmstücks 64 im Bereicht zwischen der Innenseite des Halterings 24 und den fluchtenden Bohrungen 52,54 eingefügt wird und an die Konturen des Halterings einerseits und des Haltearms andererseits angepaßt ist. Dieses Druckstück ist in der Zeichnung nicht dargestellt, ergibt sich jedoch hinsichtlich seiner Form aus den in der Zeichnung erkennbaren Randbedingungen.
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Claims (6)
1. Vorrichtung zum Ummanteln von langgestreckten Gegenständen, insbesondere Leisten oder Brettern, mit einem streifenförmigen Beschichtungsmaterial, mit einer Vorschubeinrichtung zum Tranportieren der Gegenstände (26) in Längsrichtung unter gleichzeitigem Zulauf des Beschichtungsmaterials und wenigstens einem Haltering (24), der die Bahn der Gegenstände in deren Querrichtung umgibt und an dem wenigstens ein nach innen gerichteter Haltearm (56, 76, 78) verstellbar befestigt ist, der Andruckrollen (70, 72, 74) zum Andrücken des Beschichtungsmaterials an die Gegenstände trägt, dadurch gekennzeichnet, daß der Haltearm (56, 76, 78) in einem auf dem Haltering verstellbaren Klemmstück (42, 44, 46) verstellbar gehalten ist, daß einen Klemmmechanismus (66, 68) zum gleichzeitigen Verklemmen des Klemmstücks auf dem Haltering und des Haltearms (56, 76, 78) am Klemmstück (42, 44, 46) aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Klemmstück (42, 44, 46) den Haltering (24) von außen reiterartig übergreift und daß die Schenkel des Klemmstücks nach innen über den Haltering (24) hinausgehen und in den überstehenden Endabschnitten (48, 50) miteinander fluchtende Bohrungen (52, 54) zur Aufnahme eines Haltearms (56, 76, 78) aufweisen und daß das Klemmstück durch eine Spanneinrichtung (66, 68) radial-auswärts in bezug auf den Haltering (24) verspannbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Haltearm (56, 76, 78) in den fluchtenden Bohrungen (52, 54) längsverschiebbar und drehbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Rückenteil (64) des reiterartigen Klemmstücks (42, 44, 46) ein auf den Haltering (24) gerichteter Spannbolzen (64), der in dem Klemmstück mit Gewindeeingriff geführt ist, vorgesehen ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannbolzen eine Handhabe (68) zur werkzeuglosen Betätigung aufweist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Druckstück vorgesehen ist, das auf der Innenseite des Halterings (24) zwischen dem Haltering und den fluchtenden Bohrungen (52, 54) zwischen die Endabschnitte (48, 50) des Klemmstücks eingesetzt ist.
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2006008578A1 (en) * | 2004-06-22 | 2006-01-26 | Delle Vedove Levigatrici Spa | Apparatus for covering an object such as a profiled element, a panel or suchlike |
| DE102007046794A1 (de) * | 2007-09-29 | 2009-04-02 | Düspohl Maschinenbau Gmbh | Profilummantelungsmaschine |
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2000
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Cited By (3)
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| DE102007046794A1 (de) * | 2007-09-29 | 2009-04-02 | Düspohl Maschinenbau Gmbh | Profilummantelungsmaschine |
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