DE20007175U1 - Anordnung zum Wickeln von Spulen für einen elektrischen Transformator, insbesondere für einen Mittelleistungstransformator - Google Patents

Anordnung zum Wickeln von Spulen für einen elektrischen Transformator, insbesondere für einen Mittelleistungstransformator

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DE20007175U1 DE20007175U DE20007175U DE20007175U1 DE 20007175 U1 DE20007175 U1 DE 20007175U1 DE 20007175 U DE20007175 U DE 20007175U DE 20007175 U DE20007175 U DE 20007175U DE 20007175 U1 DE20007175 U1 DE 20007175U1
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F - 75116 Paris
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Titel: Anordnung zum Wickeln von Spulen für einen
elektrischen Transformator, insbesondere für einen Mittelleistungstransformator
Beschreibung
Die Erfindung geht aus von einer Anordnung zum Wickeln von Spulen für einen elektrischen Transformator, insbesondere für einen Mittelleistungstransformator, bei dem ein Leiter von einem Abroller abgezogen und auf einen Aufwickler aufgewickelt werden kann, wobei dem Leiter mittels einer Bremsvorrichtung eine Zugspannung zugeordnet werden kann.
Eine derartige Anordnung zum Wickeln von Spulen ist allgemein bekannt. Dabei ist beispielsweise der Aufwickler mit einem Antrieb versehen, der von einer Bedienperson ein- und ausgeschaltet werden kann. Damit wird der Aufwickler von der
Bedienperson in eine Drehbewegung versetzt, so daß der Leiter auf den Aufwickler aufgewickelt wird. Damit der Leiter eine möglichst gleichbleibende Zugspannung beim Aufwickeln besitzt, ist die Bremsvorrichtung vorgesehen.
Als Bremsvorrichtung sind beispielsweise zwei Bremsbacken vorgesehen, zwischen denen der Leiter hindurchgezogen wird, und die z.B. mit Hilfe von Schraubzwingen oder dergleichen zusammengedrückt werden. Es ist ersichtlich, daß mit einer derartigen Bremsvorrichtung nur bedingt eine gleichbleibende Zugspannung erreichbar ist. Ebenalls ist ersichtlich, daß die Zugspannung bei einer derartigen Bremsvorrichtung andauernd von der Bedienperson kontolliert und korrigiert werden muß. Letztlich kommt es auf die Erfahrung und Geschicklichkeit der Bedienperson an, ob die hergestellten Spulen eine hohe Qualität aufweisen, und ob die Herstellung in einer akzeptablen Zeitdauer durchführbar ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Anordnung zum Wickeln von Spulen zu schaffen, mit denen eine möglichst hohe Qualität der erzeugten Spulen in einer möglichst kurzen Zeitdauer erreichbar ist.
Diese Aufgabe wird bei einer Anordnung der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein Steuergerät vorgesehen ist, das dazu geeignet ist, die von der
Bremsvorrichtung erzeugte Zugspannung zu steuern und/oder zu regeln.
Durch die Steuerung und/oder Regelung der Zugspannung wird die Qualität der erzeugten Spulen wesentlich verbessert. Es kommt nicht mehr auf die Erfahrung oder Geschicklichkeit der Bedienperson an, um qualitativ hochwertige Spulen herzustellen. Stattdessen wird durch die Steuerung und/oder Regelung der Zugspannung eine gleichbleibend hohe Qualität der erzeugten Spulen erreicht.
Ebenfalls wird durch die Steuerung und/oder Regelung der Aufwickelvorgang des Leiters und damit die Herstellung der Spulen wesentlich beschleunigt. Es ist keine andauernde zeitintensive Kontrolle und Korrektur der Zugspannung des Leiters mehr erforderlich. Stattdessen wird die Zugspannung automatisch von dem Steuergerät auf einen erwünschten Wert gesteuert und/oder geregelt. Diese Steuerung und/oder Regelung erfolgt dabei wesentlich schneller und - wie bereits gesagt wesentlich genauer als dies bisher von einer Bedienperson durchführbar war.
Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung, bei der der Leiter mittels einer Kröpfvorrichtung an einer Kröpfstelle gekröpft werden kann, ist die Kröpfstelle des Leiters vorab von dem Steuergerät berechenbar. Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn der Leiter in Abhängigkeit von der berechneten
Kröpfstelle mittels der Bremsvorrichtung festgehalten und dann mittels der Kröpfvorrichtung gekröpft wird.
Damit ist es möglich, das Kröpfen des Leiters automatisch mit Hilfe des Steuergeräts durchzuführen. Dies stellt eine weitere Verbesserung der Qualität der erzeugten Spulen dar. Ebenfalls kann ein derart automatisiertes Kröpfen wesentlich schneller durchgeführt werden als ein manuelles, von der Bedienperson durchgeführtes Kröpfen des Leiters.
Bei einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung, bei der der Leiter zum nachfolgenden Stürzen auf einer Stürzvorrichtung zwischengespeichert werden kann, ist eine Stürzstelle des Leiters vorab von dem Steuergerät berechenbar, an der das Stürzen des Leiters durchzuführen ist. Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn der Leiter in Abhängigkeit von der berechneten Stürzstelle mittels der Bremsvorrichtung festgehalten, dann gestürzt und dann mittels des Aufwicklers festgezogen wird.
Damit ist es möglich, das Stürzen des Leiters zumindest halbautomatisch mit Hilfe des Steuergeräts durchzuführen. Wiederum wird auf diese Weise eine weitere Verbesserung der Qualität der erzeugten Spulen erreicht. Ebenfalls kann ein derart automatisiertes Stürzen wesentlich schneller durchgeführt werden als ein manuelles, von der Bedienperson durchgeführtes Stürzen des Leiters.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung werden die Bremsvorrichtung und/oder die Kröpfvorrichtung dem Verlauf des Leiters nachgeführt. Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist dem Aufwickler eine Arbeitsplattform zugeordnet, die ebenfalls dem Verlauf des Leiters nachgeführt wird. Entsprechend kann der Abroller dem Verlauf des Leiters nachgeführt werden. Durch all diese Maßnahmen kann eine für die Bedienperson möglichst ergonomische Arbeitsstellung erreicht werden. Ebenfalls wird auf diese Weise gewährleistet, daß die erfindungsgemäße Anordnung sich möglichst immer in einem möglichst optimalen Zustand für das Aufwickeln des Leiters befindet.
Bei einer Weiterbildung der Erfindung wird die Drehzahl und/oder die Drehrichtung des Aufwicklers von dem Steuergerät gesteuert und/oder geregelt. Dabei ist es möglich, daß der Aufwickler mittels eines Schalters in eine Drehbewegung versetzt wird, und daß die Maximaldrehzahl des Aufwicklers von dem Steuergerät gesteuert und/oder geregelt wird. Auch durch diese Maßnahmen kann eine weitere Verbesserung insbesondere der Qualität der erzeugten Spulen erreicht werden.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist die Bremsvorrichtung ein Band oder dergleichen auf, das an dem Leiter anliegt und mit diesem bewegbar ist, und dessen Bewegungsgeschwindigkeit beeinflussbar ist. Dies stellt eine
besonders einfache, aber trotzdem sehr genau arbeitende Realisierung der Bremsvorrichtung dar.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Aufwickler vertikal angeordnet, und es sind der Abroller und/oder die Bremsvorrichtung in vertikaler Richtung verstellbar. Ebenfalls ist dem Aufwickler eine Arbeitsplattform zugeordnet, die in vertikaler Richtung verstellbar ist. Durch die vertikale Ausrichtung des Aufwicklers wird eine besonders einfache Konstruktion der gesamten erfindungsgemäßen Anordnung erreicht. Inbesondere wird dadurch eine kürzere Umrüstzeitdauer erreicht, in der die Anordnung für einen neuen Wickelvorgang vorbereitet bzw. umgebaut werden kann.
Weitere Merkmale, Anwendungsmöglichkeiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung, die in der Zeichnung dargestellt sind. Dabei bilden alle beschriebenen oder dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination den Gegenstand der Erfindung, unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Patentansprüchen oder deren Rückbeziehung sowie unabhängig von ihrer Formulierung bzw. Darstellung in der Beschreibung bzw. in der Zeichnung.
Die einzige Figur der Zeichnung zeigt ein schematisches Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels einer
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erfindungsgemäßen Anordnung zum Wickeln von Spulen für einen elektrischen Transformator, insbesondere für einen Mittelleistungstransformator.
Die in der Figur dargestellte Anordnung zum Wickeln von Spulen weist einen Abroller 10, eine Bremsvorrichtung 11, eine Kröpfvorrichtung 12, einen Aufwickler 13 und eine Arbeitsplattform 14 auf.
Auf dem Abroller 10 ist ein Leiter 15 aufgewickelt, der vorzugsweise einen rechteckförmigen Querschnitt aufweist. Bei dem Leiter 15 kann es sich um einen Einzel- oder um einen Mehrfachleiter handeln. Der Leiter 15 ist vorzugsweise mit Papier und Lack isoliert, kann aber auch nur lackisoliert sein.
Bei dem Abroller 10 handelt es sich um eine Trommel, die um eine vorzugsweise vertikal angeordnete Achse 16 drehbar ist. Der Abroller 10 ist mittels eines Scherenhubtisches oder mittels einer Arbeitsbühne in vertikaler Richtung verstellbar. Dies ist in der Figur mit einem Pfeil 17 angedeutet. Von dem Abroller 10 wird der Leiter 15 abgewickelt.
Dem Abroller 10 kann eine Bremse 18, beispielsweise eine Sicherheitsscheibenbremse zugeordnet sein, die unabhängig von der Bremsvorrichtung 11 auf die Drehbewegung des Abroller 10 einwirken kann. Mit der Bremse 18 wird erreicht, daß der von
dem Abroller 10 abgewickelte Leiter 15 immer eine Zugspannung aufweist.
Von dem Abroller 10 ist der Leiter 15 der Bremsvorrichtung 11 zugeführt. Bei der Bremsvorrichtung 11 handelt es sich vorzugsweise um zwei umlaufende Bänder, die beidseits des Leiters 15 angeordnet sind. Die Bänder liegen an dem Leiter an und sind in Richtung des Leiters 15 bewegbar. Die Bänder sind über Walzen geführt, wobei die maximale Drehzahl der Walzen beeinflussbar ist. Durch eine entsprechend vorgegebene maximale Drehzahl der Walzen ist die Bewegungsgeschwindigkeit der Bänder beeinflussbar und damit die Zugspannung des Leiters 15 einstellbar.
Von der Bremsvorrichtung 11 wird der Leiter 15 der Kröpfvorrichtung 12 zugeführt. Bei der Kröpfvorrichtung handelt es sich vorzugsweise um mindestens eine hydraulisch oder pneumatisch angetriebene Kröpfbacke sowie ein Gegenstück, wobei die Kröpfbacke dem Leiter 15 zustellbar ist, und zwischen denen der Leiter 15 dann gekröpft werden kann.
Der Bremsvorrichtung 11 ist die Kröpfvorrichtung 12 nachgeordnet. Vorzugsweise bilden die Bremsvorrichtung 11 und die Kröpfvorrichtung 12 eine gemeinsame Brems-/Kröpfeinheit 19. Diese Brems-/Kröpfeinheit 19 ist in vertikaler Richtung verstellbar. Dies ist in der Figur mit einem Pfeil 20 angedeutet.
Die vorgenannte vertikale Verstellbarkeit kann dabei unabhängig von anderen Bauteilen oder auch zusammen mit anderen Bauteilen realisiert sein. Letzteres wird noch erläutert werden.
Von der Kröpfvorrichtung 12 ist der Leiter 15 dem Aufwickler 13 zugeführt. Bei dem Aufwickler 13 handelt es sich um eine Trommel, die um eine vertikal angeordnete Achse 21 drehbar ist. Der Aufwickler 13 ist auf einem Untergund aufgestellt und ist in vertikaler Richtung nicht verstellbar.
Der Aufwickler 13 ist mit einem Antrieb 22 versehen, der den Aufwickler 13 in eine Drehbewegung versetzt. Die Drehrichtung ist vorzugsweise rechtsdrehend. Damit wird der Leiter 15 auf den Aufwickler 13 aufgewickelt und es werden die Spulen für den elektrischen Transformator gebildet.
Der Außendurchmesser der Trommel des Aufwicklers 13 ist verstellbar, so daß nach einem vollständigen Aufwickeln des · Leiters 15 auf den Aufwickler 13 dieser Druchmesser verringert werden kann. Danach können die gewickelten Spulen von dem Aufwickler 13 abgezogen werden.
Die Arbeitsplattform 14 ist um den Aufwickler 13 herum derart angeordnet, daß der Aufwickler 13 für eine Bedienperson von allen Seiten zugänglich ist. Vorzugsweise stellt die Arbeitsplattform 14 eine quadratische oder kreisförmige Fläche
23 dar, in deren Zentrum eine Ausnehmung 24 vorhanden ist, durch die der Aufwickler 13 hindurchragt. Die Fläche 23 ist horizontal angeordnet. Gegebenenfalls ist die Arbeitsplattform 14 von einem Geländer 25 oder dergleichen begrenzt.
Die Arbeitsplattform 14 ist vorzugsweise mit einer hydraulischen Hebebühne versehen, mit der dieselbe in vertikaler Richtung verstellbar ist. Dies ist in der Figur mit einem Pfeil 26 angedeutet.
Die Bremsvorrichtung 11 und/oder die Kröpfvorrichtung 12 oder die gemeinsame Brems-/Kröpfeinheit 19 können mit der Arbeitsplattform 14 fest verbunden sein. In diesem Fall ist die vertikale Verstellbarkeit der vorgenannten Bauteile durch die vertikale Verstellbarkeit der Arbeitsplattform 14 realisiert.
Es ist ein Steuergerät 27 vorgesehen, bei dem es sich vorzugsweise um einen üblichen Personalcomputer handelt. Das Steuergerät ist mit Peripheriegeräten 28 verbunden, insbesondere mit einem Bildschirm und einer Tastatur.
Das Steuergerät 27 ist mit denjenigen Bauteilen gekoppelt, mit denen der Abroller 10 in vertikaler Richtung verstellbar ist. Dies ist in der Figur mittels der Bezugsziffer 29 angedeutet. Das Steuergerät 27 kann damit die vertikale Lage des Abrollers 10 verändern.
Sofern der Abroller 10 mit einer Bremse 18 versehen ist, so ist das Steuergerät 27 entsprechend dem Bezugszeichen 30 mit dieser Bremse 18 verbunden.
Das Steuergerät 2 7 ist mit der Bremsvorrichtung 11 und der Kröpfvorrichtung 12 verbunden. Dies ist in der Figur mittels der Bezugszeichen 31, 32 angedeutet. Das Steuergerät 27 kann damit die Bremsvorrichtung 11 und die Kröpfvorrichtung 12 ansteuern. Dies wird noch näher erläutert werden.
Das Steuergerät 27 ist mit der Brems-/Kröpfeinheit 19 verbunden, wie dies mittels des Bezugszeichens 33 angedeutet ist. Das Steuergerät 27 kann damit die vertikale Lage der Brems-/Kröpfeinheit 19 verändern.
Das Steuergerät 27 ist mit dem Antrieb 22 des Aufwicklers 13 verbunden. Dies ist in der Figur mit dem Bezugszeichen 34 angedeutet. Damit kann das Steuergerät 2 7 die Drehzahl und die Drehrichtung des AufWicklers 13 verändern.
Das Steuergerät 27 ist mit denjenigen Bauteilen gekoppelt, mit denen die Arbeitsplattform 14 in vertikaler Richtung verstellbar ist. Dies ist in der Figur mittels der Bezugsziffer 35 angedeutet. Das Steuergerät 27 kann damit die vertikale Lage der Arbeitsplattform 14 verändern.
Es ist ein Schalter 36 vorgesehen, bei dem es sich vorzugsweise um einen auf der Arbeitsplattform 14 angeordneten Fußschalter handelt. Der Schalter 36 ist mit dem Antrieb 22 für den Aufwickler 13 verbunden. Über den Schalter 3 6 kann der Antrieb 22 ein- und ausgeschaltet werden.
Die vorstehend beschriebene Anordnung zum Wickeln von Spulen kann wie folgt betrieben werden.
Der Leiter 15 wird von dem Abroller 10 über die Bremsvorrichtung 11 und die Kröpfvorrichtung 12 zu dem Aufwickler 13 geführt. Der Leiter 15 wird zuerst in einer vorgebbaren etwa horizontalen Ebene dem Aufwickler 13 zugeführt. Eine auf der Arbeitsplattform 14 stehende Bedienperson kann die vertikale Position der Arbeitsplattform 14 manuell oder über das Steuergerät 27 derart im Hinblick auf die horizontale Ebene der Zuführung des Leiters 15 verändern, daß sich für ihn eine ergonomische Arbeitsstellung ergibt.
Danach wird die vertikale Position der Arbeitsplattform 14 von dem Steuergerät 27 automatisch derart verändert, daß sich während des gesamten Wickelvorgangs und insbesondere auch bei sich ändernden horizontalen Ebenen, in denen der Leiter 15 dem Aufwickler 13 zugeführt wird, die anfangs eingestellte ergonomische Arbeitsstellung für die Bedienperson erhalten bleibt. Dies wird vorzugsweise dadurch erreicht, daß das Steuergerät 27 diejenige horizontale Ebene im voraus
ermittelt, in der der Leiter 15 dem Aufwickler 13 zugeführt werden wird, und daß das Steuergerät 27 dann in Abhängigkeit davon die vertikale Position der Arbeitsplattform 14 nachführt.
Weiterhin werden Stürzvorrichtungen an den zu erzeugenden Außendurchmesser des AufWicklers 13 angepaßt. Die Stürzvorrichtungen werden zusammen mit der Brems-/Kröpfeinheit 19 in eine für die Bedienperson ergonomische Arbeitsstellung gebracht. Zusätzlich wird die Brems-/Kröpfeinheit 19 in horizontaler Richtung in eine zu dem Aufwickler 13 optimale Stellung gebracht. Nach diesen Einstellungen werden die vertikalen Positionen der Brems-/Kröpfeinheit 19 und des Abrollers 10 in gleicher Weise wie bei der Arbeitsplattform von dem Steuergerät 27 verändert.
Insgesamt verläuft damit der Leiter 15 während des gesamten Wickelvorgangs etwa horizontal, und zwar unabhängig von der jeweiligen horizontalen Ebene, in der der Leiter 15 auf den Aufwickler 13 aufgewickelt wird, oder in der der Leiter 15 von dem Abroller 10 abgewickelt wird.
Zum Aufwickeln des Leiters 15 auf den Aufwickler 13 kann die Bedienperson über den Schalter 36 den Antrieb 22 einschalten und damit den Aufwickler 13 mit einer vorgebbaren Drehzahl in eine Drehbewegung versetzen. Der Leiter 15 wird dann von dem Abroller 10 abgezogen, durch die Bremsvorrichtung 11 und die
Kröpfvorrichtung 12 hindurchgezogen und auf den Aufwickler aufgewickelt.
Die Bremsvorrichtung 11 wird von dem Steuergerät 27 derart angesteuert, daß der Leiter 15 in Bewegungsrichtung nach der Bremsvorrichtung 11 eine vorgebbare Zugspannung aufweist. Zusätzlich kann vorgesehen sein, daß das Steuergerät 27 die Drehzahl des Antriebs 22 in Abhängigkeit von der erwünschten Zugspannung verändert. Ebenfalls kann eine Begrenzung der maximalen Drehzahl des Antriebs 22 durch das Steuergerät 27 vorgesehen sein, die beispielsweise in Abhängigkeit von dem Querschnitt des Leiters 15 abhängen kann.
Nach dem Start des Wickelvorgangs steuert das Steuergerät den Abroller 10, die Bremsvorrichtung 11, den Aufwickler 13 und die Arbeitsplattform 14 in der vorbeschriebenen Weise.
Nach einer Mehrzahl von Umdrehungen des Aufwicklers 13 wird eine Kröpfstelle erreicht. Diese Kröpfstelle wird vorab automatisch von dem Steuergerät 27 berechnet. Bei Erreichen der Kröpfstelle wird der Antrieb 22 des Aufwicklers 13 von dem Steuergerät 27 ausgeschaltet. Gleichzeitig wird die Bremsvorrichtung 11 derart von dem Steuergerät 27 angesteuert, daß der Leiter 15 von der Bremsvorrichtung 11 und gegebenenfalls von der Bremse 18 festgehalten wird. Diese Maßnahmen werden von dem Steuergerät 27 derart durchgeführt, daß der Leiter 15 zwischen der Bremsvorrichtung 11 und dem
Aufwickler 13 weiterhin etwa die erwünschte Zugspannung aufweist.
Nunmehr wird von dem Steuergerät 27 die Kröpfvorrichtung 12 derart angesteuert, daß der Leiter 15 an der Kröpfstelle abgebogen bzw. gekröpft wird. Danach wird die Steuerung des Wickelvorgangs durch das Steuergerät 2 7 wie beschrieben fortgesetzt.
Zusätzlich kann das Steuergerät 27 dazu vorgesehen sein, ein Stürzen des Leiters 15 zu steuern. Hierzu sind die bereits genannten Stürzvorrichtungen vorgesehen, die vorzugsweise fest mit der Arbeitsplattform 14 verbunden sind, oder die bei einer alternativen Ausführung von der Bedienperson manuell zwischen die bereits aufgewickelten Leiter 15 in den Aufwickler 13 eingesteckt wird. Auf diese Stürzvorrichtungen wird dann - gesteuert von dem Steuergerät 27 - der Leiter 15 weiter "aufgewickelt", wobei es sich dabei um kein tatsächliches Aufwickeln handelt, sondern um eine Zwischenspeicherung des Leiters 15 für das nachfolgend durchzuführende Stürzen desselben.
Das Steuergerät 27 ermittelt bei dem vorstehend beschriebenen Zwischenspeichern des Leiters 15 nicht nur diejenige Stelle, ab der der Leiter 15 auf die Stürzvorrichtung "aufgewickelt" wird, sondern auch diejenige Stelle, ab der eine ausreichende Länge des Leiters 15 auf der Stürzvorrichtung
zwischengespeichert ist. Danach schaltet das Steuergerät 27 den Antrieb 22 wieder aus. Ebenfalls wird die Bremsvorrichtung 11 derart angesteuert, daß der Leiter 15 festgehalten wird.
Nunmehr wird der auf der Stürzvorrichtung zwischengespeicherte Leiter 15 entweder von der Bedienperson und damit manuell oder mit Hilfe entsprechender, von dem Steuergerät 27 angesteuerter Mittel, beispielsweise mittels eines Schiebers oder dergleichen, gestürzt.
Danach wird der Antrieb 22 des Aufwicklers 13 derart von dem Steuergerät 27 angesteuert, daß die Drehzahl relativ klein ist. Auf diese Weise wird dann der gestürzte Leiter 15 auf dem Aufwickler 13 festgezogen. Der Leiter 15 wird dabei weiterhin von der Bremsvorrichtung 11 festgehalten.
Durch eine entsprechende Ansteuerung des Antriebs 22 kann das Festziehen des Leiters 15 auf dem Aufwickler 13 mit einem vorgebbaren Moment erfolgen. Zusätzlich kann der Antrieb 22 und damit der Aufwickler 13 zum Festziehen des Leiters 15 pulsförmig angesteuert werden. Es versteht sich, daß die Bremsvorrichtung 11, der Antrieb 22 und der Aufwickler 13 sowie deren Tragteile derart ausgebildet sein müssen, daß sie den bei dem Festziehen des Leiters 15 auftretenden Kräften standhalten.
Sämtliche Steuerungen des Steuergeräts 27 werden auf dem Bildschirm desselben der Bedienperson angezeigt. So weiß die Bedienperson in jedem Moment des Wickelvorgangs, in welchem Zustand sich die gesamte Anordnung befindet. Ebenfalls werden auf dem Bildschirm Hinweise an die Bedienperson ausgegeben,
mit denen die Bedienperson über das weitere Vorgehen, insbesondere über vorzunehmende Tätigkeiten informiert und instruiert wird.
Die Ansteuerung des Antriebs 22 ist derart gestaltet, daß das Steuergerät 27 die Vorgaben macht, wie der Antrieb 22 und damit der Aufwickler 13 betrieben werden kann. So gibt das Steuergerät 2 7 die Drehzahl für den normalen Wickelvorgang, wie auch für das Festziehen nach einem Stürzen vor. Üblicherweise wird der Antrieb 22 jedoch von dem Steuergerät 27 noch nicht tatsächlich eingeschaltet. Dies wird erst über den Schalter 3 6 und damit durch die Bedienperson erreicht. Damit bleibt der Bedienperson in jedem Zustand des Wickelvorgangs die eigentliche Ausführung desselben vorbehalten.
Zusätzlich ist es möglich, daß sämtliche Aktoren, mit denen der Abroller 10, die Brems-/Kröpfeinheit 19 und die Arbeitsplattform 14 über das Steuergerät 27 verstellbar sind, mit jeweils zugehörigen Sensoren versehen sind. Die Sensoren dienen in diesem Fall zur Messung der von den Aktoren auszuführenden Funktionen. Die Sensoren sind mit dem
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Steuergerät 27 verbunden und liefern Istwerte der genannten Funktionen. Über die Tastatur können dem Steuergerät 27 für sämtliche Funktionen Sollwerte vorgegeben werden. Mit Hilfe der Sensoren ist dann die Ausführung von Regelungen zu den einzelnen Funktionen möglich. Während des Wickelvorgangs können dann die Sollwerte von dem Steuergerät 27 verändert werden, wodurch die Istwerte über die Regelungen automatisch den Sollwerten nachgeführt werden. Es versteht sich, daß derartige Regelungen auch nur für einzelne der Funktionen realisierbar sind.
Bei dem vorstehend beschriebenen Betrieb der gesamten Anordnung ist es möglich, daß die Bedienperson den WickelVorgang in jedem beliebigen Augenblick über das Steuergerät 27 unterbricht. Die Bedienperson kann dann beispielsweise Noppenbänder, Distanzstücke oder dergleichen in den auf den Aufwickler 13 bereits aufgewickelten Leiter 15 einlegen.
Als Alternative ist es möglich, die anhand der Figur beschriebene Anordnung zum Wickeln von Spulen vollständig manuell zu betreiben, also ohne jegliche Einflußnahme durch das Steuergerät 27.
Bei beiden Ausführungsarten, also bei einem von dem Steuergerät 27 gesteuerten und/oder geregelten Wickelvorgang, wie auch bei einem von der Bedienperson manuell durchgeführten
Wickelvorgang ist es möglich, daß Betriebsgrößen des Wickelvorgangs, beispielsweise die Zugspannung bei einem normalen Wickelvorgang oder das Moment beim Festziehen nach dem Stürzen gemessen und von dem Steuergerät 27 gespeichert werden.

Claims (15)

1. Anordnung zum Wickeln von Spulen für einen elektrischen Transformator, insbesondere für einen Mittelleistungstransformator, bei der ein Leiter (15) von einem Abroller (10) abgezogen und auf einen Aufwickler (13) aufgewickelt werden kann, wobei dem Leiter (15) mittels einer Bremsvorrichtung (11) eine Zugspannung zugeordnet werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß ein Steuergerät (27) vorgesehen ist, das dazu geeignet ist, die von der Bremsvorrichtung (11) erzeugte Zugspannung zu steuern und/oder zu regeln.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuergerät (27) dazu geeignet ist, den Leiter (15) mittels der Bremsvorrichtung (11) festzuhalten.
3. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei der Leiter (15) mittels einer Kröpfvorrichtung (12) an einer Kröpfstelle gekröpft werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuergerät (27) dazu geeignet ist, die Kröpfstelle des Leiters (15) vorab von dem Steuergerät (27) zu berechnen.
4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuergerät (27) dazu geeignet ist, den Leiter (15) in Abhängigkeit von der berechneten Kröpfstelle mittels der Bremsvorrichtung (11) festzuhalten und mittels der Kröpfvorrichtung (12) zu kröpfen.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der Leiter (15) zum nachfolgenden Stürzen auf einer Stürzvorrichtung zwischengespeichert werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuergerät (27) dazu geeignet ist, eine Stürzstelle des Leiters (15) vorab zu berechnen, an der das Stürzen des Leiters (15) durchzuführen ist.
6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuergerät (27) dazu geeignet ist, den Leiter (15) in Abhängigkeit von der berechneten Stürzstelle mittels der Bremsvorrichtung (11) festzuhalten, zu stürzen und mittels des Aufwicklers (13) festzuziehen.
7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuergerät (27) dazu geeignet ist, die Bremsvorrichtung (11) und/oder die Kröpfvorrichtung (12) dem Verlauf des Leiters (15) nachzuführen.
8. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehzahl und/oder die Drehrichtung des Aufwicklers (13) von dem Steuergerät (27) steuerbar und/oder regelbar ist.
9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei der Aufwickler (13) mittels eines Schalters (36) in eine Drehbewegung versetzt werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß die Maximaldrehzahl des Aufwicklers (13) von dem Steuergerät (27) steuerbar und/oder regelbar ist.
10. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei dem Aufwickler (13) eine Arbeitsplattform (14) zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuergerät (27) dazu geeignet ist, die Arbeitsplattform (14) dem Verlauf des Leiters (15) nachzuführen.
11. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuergerät (27) dazu geeignet ist, den Abroller (10) dem Verlauf des Leiters (15) nachzuführen.
12. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei dem Abroller (10) eine Bremse (18) zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehbewegung des Abrollers (10) mittels der Bremse (18) von dem Steuergerät (27) steuerbar und/oder regelbar ist.
13. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsvorrichtung (11) ein Band oder dergleichen aufweist, das an dem Leiter (15) anliegt und mit diesem bewegbar ist, und dessen Bewegungsgeschwindigkeit beeinflussbar ist.
14. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei der Aufwickler (13) vertikal angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Abroller (10) und/oder die Bremsvorrichtung (11) in vertikaler Richtung verstellbar sind.
15. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei dem Aufwickler (13) eine Arbeitsplattform (14) zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitplattform (14) in vertikaler Richtung verstellbar ist.
DE20007175U 2000-04-19 2000-04-19 Anordnung zum Wickeln von Spulen für einen elektrischen Transformator, insbesondere für einen Mittelleistungstransformator Expired - Lifetime DE20007175U1 (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE2938509A1 (de) 1979-09-24 1981-04-02 Transformatoren Union Ag, 7000 Stuttgart Verfahren zum wickeln von doppelspulen fuer scheibensplenwicklungen von transformatoren
DE3709687A1 (de) 1987-03-25 1988-10-06 Ruoss Spezialmaschinen Wickelvorrichtung
DE3732258A1 (de) 1987-09-22 1989-04-06 Siemens Ag Drahtbremsvorrichtung
DE4035862A1 (de) 1989-12-20 1991-06-27 Prosys S A Z A E Findrol Vorrichtung zur spannungsregulierung eines drahtes fuer eine spule
DE19754943A1 (de) 1997-12-11 1999-06-17 Asea Brown Boveri Wicklung für eine elektrische Maschine

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