DE20007737U1 - Hinter dem Ohr tragbares Hörhilfegerät - Google Patents

Hinter dem Ohr tragbares Hörhilfegerät

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Description

GR OO G 3294
Beschreibung
Hinter dem Ohr tragbares Hörhilfegerät
Die Erfindung betrifft ein hinter dem Ohr tragbares Hörhilfegerät mit einem Gehäuse, einem Tragehaken und wenigstens zwei Mikrofonen.
Aus der EP 0 499 699 Bl ist ein hinter dem Ohr tragbares Hörhilfegerät mit wenigstens zwei Mikrofonen bekannt, die zum Erzeugen einer Richtmikrofoncharakteristik elektrisch miteinander verschaltbar sind. Nachteilig bei der bekannten Anordnung ist, dass die Anordnung mehrerer Mikrofone im Hörhilfegerät dem Wunsch nach einer möglichst kleinen Bauform des hinter dem Ohr tragbaren Hörhilfegeräts entgegensteht.
Aus der DE 196 35 229 Al ist eine richtungsempfindliche Hörhilfe bekannt, bei der mehrere Mikrofone innerhalb eines schlauchartigen Schallkanals angeordnet sind. Diese Hörhilfe 0 hat den Nachteil, dass der schlauchartige Schallkanal über das eigentliche Gehäuse der Hörhilfe hinausragt und damit die Ausmaße der Hörhilfe vergrößert.
Aus der US 5,483,599 ist eine Hörbrille bekannt, bei der Mikrofone entlang der Brillenbügel angeordnet sind.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Mikrofonanordnung bei einem hinter dem Ohr tragbaren Hörhilfegerät zu verbessern.
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Diese Aufgabe wird bei einem hinter dem Ohr tragbaren Hörhilfegerät mit einem Gehäuse, einem Tragehaken und wenigstens zwei Mikrofonen dadurch gelöst, dass wenigstens ein Mikrofon vollständig im Tragehaken oder in einem am Gehäuse des Hör-5 hilfegerätes angeformten Ausleger angeordnet ist.
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Die Anordnung wenigstens eines Mikrofons im Tragehaken oder in einem Ausleger bietet den Vorteil, dass hierfür kein zusätzlicher Platz innerhalb des Hörgeräte-Gehäuses aufzubringen ist. Dieser ist durch Hörgeräte-Komponenten, wie Signal-Verarbeitungseinheit, Batterie, Bedienelemente usw., eng begrenzt. Dem Wunsch nach weiteren Mikrofonen müsste daher eventuell durch ein größeres Gehäuse Rechnung getragen werden, was dem Verlangen vieler Hörgeräteträger nach einer möglichst kleinen und unauffälligen Bauform entgegensteht.
Weiterhin ist zum Erreichen einer bestimmten Richtcharakteristik einer Mikrofonanordnung ein bestimmter Mindestabstand zwischen den Mikrofonen, insbesondere deren Schalleintrittsöffnungen, erforderlich. Generell gilt: Je weiter die Mikroföne und insbesondere deren Schalleintrittsöffnungen voneinander beabstandet sind, um so besser ist die damit erreichbare Richtwirkung. Die Auslagerung wenigstens eines Mikrofons in den Tragehaken oder in einen Ausleger trägt somit zu einem größeren Abstand zwischen den Mikrofonen und dadurch zu einer 0 besseren Richtwirkung der Mikrofonanordnung bei.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist das Mikrofon, beispielsweise über einen Verbindungssteg, am Hörhilfegerät gehaltert. Der Tragehaken weist hierbei eine zur äußeren Form des Mikrofons negativ geformte Öffnung zur Aufnahme des Mikrofons auf. Diese Ausführungsform bietet den Vorteil, dass der Tragehaken auch weiterhin sehr einfach aufgebaut werden kann. Über den Tragehaken müssen somit keine elektrischen Verbindungsleitungen zwischen dem Mikrofon und dem Hörhilfe-0 gerät geführt werden, da diese bei dieser Ausführungsform an oder in der Mikrofonhaiterung angeordnet sein können.
Der Tragehaken ist vorzugsweise lösbar, z.B. mittels einer Schraubverbindung, mit dem Hörhilfegerät verbunden. Der Tra-5 gehaken kann aber auch beim Zusammenbau des Hörhilfegeräts in die Gehäuseschalen gesteckt und somit für den Benutzer nicht austauschbar mit dem Hörhilfegerät verbunden sein.
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Eine andere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass das Mikrofon lösbar mit dem Hörhilfegerät verbunden ist. Das Mikrofon kann somit wahlweise, eventuell auch nachträglich, am Hörhilfegerät angebracht werden. Das Einsetzen des Mikrofons erfolgt vorteilhaft mittels einer Steckverbindung. Über diese können auch die elektrischen Kontakte hergestellt werden.
Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist das Mikrofon im Tragehaken befestigt und nur über Signalleitungen mit dem Hörhilfegerät verbunden. Auch bei dieser Ausführungsform hat ein Benutzer die Möglichkeit, ein zusätzliches Mikrofon mit dem Hörhilfegerät zu verbinden, nämlich durch Wahl eines entsprechenden Tragehakens. Selbstverständlich können auch mehrere Mikrofone im Tragehaken angeordnet und mit dem Hörhilfegerät elektrisch verbunden sein.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist das Mikrofon lösbar mit dem Tragehaken verbunden.
0 Dann kann beim Austausch des Tragehakens das Mikrofon in den neuen Tragehaken eingebracht werden. Umgekehrt kann bei einem defekten Mikrofon das Mikrofon allein, ohne den Tragehaken, ausgetauscht werden.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Signal- und Spannungsversorgungsleitungen zwischen dem Mikrofon und dem Hörhilfegerät jeweils durch wenigstens ein lösbares Kontaktelement unterbrochen. Dies erleichtert den Austausch des Mikrofons und macht hierfür eventuell den Einsatz 0 von Werkzeugen überflüssig.
Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist das Hörhilfegerät Mittel zum Erkennen der Anzahl der angeschlossenen Mikrofone auf. Abhängig von der Anzahl der angeschlos-5 senen Mikrofone werden dann Parameter der Signalverarbeitungseinheit des Hörhilfegeräts automatisch eingestellt.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand einer Zeichnung näher erläutert. Darin zeigt die Figur schematisch das Gehäuse 1 eines hinter dem Ohr tragbaren Hörhilfegeräts. Mit dem Gehäuse verbunden ist ein Tragehaken 2 mit einem Mikrofon 3. Dieses Mikrofon ist zusätzlich zu den beiden im bzw. am Gehäuse 1 des Hörhilfegeräts angeordneten Mikrofonen 4 und 5 mit der Signalverarbeitungseinheit 6 des Hörhilfegeräts verbunden und befindet sich, wie aus der Figur
ersichtlich ist, vollständig im Tragehaken. Zur elektrischen Verbindung mit dem Hörhilfegerät dienen die Signal- und Spannungsversorgungsleitungen 7. Die Verbesserung der Richtwirkung
der beiden im Gehäuse 1 des Hörhilfegeräts angeordneten Mikrofone 4 und 5 beträgt gegenüber einem omnidirektionalen
Mikrofon ca. 4 dB. Durch das zusätzliche Mikrofon 3 wird diese auf ca. 7 dB erhöht. Wie der Figur weiterhin zu entnehmen ist, wird durch das zusätzliche Mikrofon 3 kein Platz im Gehäuse 1 des Hörhilfegeräts 1 beansprucht. Die Gehäusebauform braucht daher nicht vergrößert zu werden. Weiterhin sind die Schalleinlassöffnungen 8, 9 und 10 der Mikrofone 3, 4 und 5
relativ weit voneinander beabstandet. Auch diese Maßnahme
wirkt sich positiv auf die mit der Mikrofonanordnung erzielbare Richtwirkung aus.
Im Übergangsbereich zwischen dem Tragehaken 2 und dem Gehäuse 5 1 des Hörhilfegeräts weisen die Signal- und Spannungsversorgungsleitungen 7 Kontaktelemente 11 auf, so dass beim Abnehmen des Tragehakens auch die elektrische Verbindung zwischen dem Mikrofon und dem Hörhilfegerät lösbar ist. Der Tragehaken kann somit leicht gegen einen Tragehaken mit mehreren Mikro-0 fönen oder gegen einen herkömmlichen Tragehaken ohne Mikrofon ausgetauscht werden.
Die Signalverarbeitungseinheit 6 umfasst vorteilhaft ein Erkennungs- und Steuerelement 12, welches erkennt, ob ein oder 5 mehrere zusätzliche Mikrofone angeschlossen sind. In Abhängigkeit
von der Anzahl der angeschlossenen Mikrofone werden
dann Parameter der Signalverarbeitungseinheit 6 generiert.
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Diese Parameter können sich für unterschiedliche Hörprogramme unterscheiden und bewirken eine optimierte Anpassung des Richtmikrofonsystems an die jeweilige Hörsituation unter Berücksichtigung der Anzahl der am Hörhilfegerät angeschlossenen Mikrofone.

Claims (7)

1. Hinter dem Ohr tragbares Hörhilfegerät mit einem Gehäuse (1), einem Tragehaken (2) und wenigstens zwei Mikrofonen (3, 4, 5), dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Mikrofon (3) vollständig im Tragehaken oder in einem am Gehäuse des Hörhilfegerätes angeformten Ausleger angeordnet ist.
2. Hinter dem Ohr tragbares Hörhilfegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Mikrofon (3) am Hörhilfegerät gehaltert ist und der Tragehaken (2) eine zur äußeren Form des Mikrofons (3) negativ geformte Öffnung zur Aufnahme des Mikrofons aufweist.
3. Hinter dem Ohr tragbares Hörhilfegerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Mikrofon (3) lösbar mit dem Hörhilfegerät verbunden ist.
4. Hinter dem Ohr tragbares Hörhilfegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Mikrofon (3) im Tragehaken (2) gehaltert ist.
5. Hinter dem Ohr tragbares Hörhilfegerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Mikrofon (3) lösbar mit dem Tragehaken (2) verbunden ist.
6. Hinter dem Ohr tragbares Hörhilfegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Signal- und Spannungsversorgungsleitungen (7) zwischen dem Hörhilfegerät und dem Mikrofon (3) jeweils durch wenigstens ein lösbares Kontaktelement (11) unterbrochen sind.
7. Hinter dem Ohr tragbares Hörhilfegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Hörhilfegerät Mittel (12) zum Erkennen der Anzahl der angeschlossenen Mikrofone sowie eine Signalverarbeitungseinheit (6) aufweist und Parameter der Signalverarbeitungseinheit (6) in Abhängigkeit der ermittelten Anzahl an Mikrofonen automatisch einstellbar sind.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1377120A3 (de) * 2002-06-27 2008-11-05 Siemens Audiologische Technik GmbH Modulares Hörhilfsgerät
EP1432278A3 (de) * 2002-12-20 2009-12-02 Siemens Audiologische Technik GmbH Mikrofonmodul für ein Hörhilfegerät

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP1377120A3 (de) * 2002-06-27 2008-11-05 Siemens Audiologische Technik GmbH Modulares Hörhilfsgerät
EP1432278A3 (de) * 2002-12-20 2009-12-02 Siemens Audiologische Technik GmbH Mikrofonmodul für ein Hörhilfegerät
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