DE2000787B2 - 2;n-Hydrocarbyl-butandiol- 1,4-disulfate und diese enthaltende Wasch- und Reinigungsmittel - Google Patents

2;n-Hydrocarbyl-butandiol- 1,4-disulfate und diese enthaltende Wasch- und Reinigungsmittel

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Description

Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind 2-n-Hydrocarbylbutandiol-l,4-disulfate der allgemeinen Formel
R — CH2 — CH2 — O — SO3X
CH2 — CH2 — O — SO3X
in der X ein Wasserstoffatom oder ein Alkali- cder Erdalkalimetall- oder Ammoniumion ist und in der R ein geradkettiger Alkyl- oder Alkenylrest mit 16 bis 22 Kohlenstoffatomen ist, welch letzlerer die Doppelbindung am zweiten Kohlenstoffatom aufweist, sowie ihre Verwendung in Wasch- und Reinigungsmitteln.
Biologisch abbaubare Wasch- und Reinigungsmittel weisen auch ohne Phosphatgerüststoffe eine hohe Waschkraft und hohes Schmutzlösevermögen auf, was im Hinblick auf die zunehmende Eutrophie von Gewässern durch phosphathaltige Abwässer einen erheblichen Vorteil darstellt. Das neue phosphatfreie Wasch- und Reinigungsmittel enthält (1) als aktiven Bestandteil eine der neuen Verbindungen oder deren Gemische und (2) nichtphosphathaltige Gerüst- und Zusatzstoffe vorzugsweise in einer Menge von 60 bis 900 Gewichtsteilen pro 100 Teile des aktiven Bestandteils. Es kann Wasser in Mengen von 100 bis 400 Gewichtsteilen pro 100 Teile des aktiven Bestandteils enthalten. Als nichtphosphathaltigen Gerüststoff verwendet man bevorzugt Natrium- oder Kaliumsulfat in Mengen von 60 bis 900 Teilen pro 100 Teile des aktiven Bestandteils.
Die erfindungsgemäßen Hydrocarbylbutandioldisulfate lassen sich durch Reduktion von Alkenylbernsteinsäureanhydriden und anschließende Sulfatierung der so gewonnenen Alkenyl- oder Alkyldiole herstellen. Die Alkenylbernsteinsäureanhydride lassen sich durch die bekannte Kondensation von Maleinsäure mit einem Olefin herstellen.
Nach einem Alternativverfahren läßt sich das Alkenylbernsteinsäureanhydrid mit einem Alkohol unter Bildung des Diesters umsetzen und anschließend zu Alkylbutandiol reduzieren. Bei Reduktion mit Lithiumaluminiumhydrid bleibt die Doppelbindung im Alkenylrest erhalten. Durch Hydrierung mit Wasserstoff unter Druck und in Gegenwart eines Palladiumauf-Kohle-Katalysators kann die Doppelbindung gewünschtenfalls hydriert werden.
Die Diole werden durch Sulfatierung mit Chlorsulfonsäure, SO3 rauchender Schwefelsäure oder anderen bekannten Sulfatierungsmitteln in Disulfate umgewandelt. Das sulfatierte Produkt läßt sich mit wäßrigen, basischen Lösungen neutralisieren, die Hydroxide. Carbonate oder Oxids von Alkalimetallen, Erdalkalimetallen oder Ammonium enthalten.
Unter n-Hydrocarbylresten werden geradkettige Alkyl- oder Alkenylreste verstanden, die jedoch nicht nur primär, sondern an einem beliebigen Kohlenstoffatom ihrer Kette mit dem Butandiol-l,4-disulfat-Stammkörper in 2-Stellung verbunden sein können.
Die nachstehenden Beispiele dienen der weiteren Erläuterung der Erfindung.
Beispiel 1
2-n-Hexadecyl-1,4-butandioldisulfat
a) Herstellung von 2-n-Hexadecyl- 1,4-butandioi
13,3 g Lithiumaluminiumhydrid wurden unter Rühren langsam in einen 250 ml Diäthyläther enthaltenden 2-1-DreihaIskolben gebracht. 81 g n-Hexadecylbernsteinsäureanhydrid wurden in 1000 ml Äthyläther gelöst und langsam in den Kolben gegeben. Das Gemisch wurde bis zur Rückflußtemperatur erhitzt und für insgesamt 33 Stunden weiter unter Rückfluß erhitzt, wobei mehrmals unterbrochen wurde, während man das Gemisch über Nacht und über das Wochenende stehenließ. Nach loV^tündigem Erhitzen wurden weitere 3,0 g Lithiumaluminiumhydrid zugesetzt. Nach einer Reaktionszeit von 33 Stunden ergab die Infrarotanalyse, daß keine Carbonylgruppen vorhanden waren
Das Gemisch wurde zum Aufbrauchen des restlichen Lithiumaluminiumhydrids mit 20 ml Äthylacetat versetzt und in einen 300 ml Eis und 72 g konzentrierte HCl enthaltenden 4-1-ErIenmeyerkolben gebracht, mit einem magnetischen Rührer gerührt und mit weiteren 72 g HCl in Portionen von je 10 g versetzt. Anschließend wurde es in einen Scheidetrichter gebracht. Nach dem Schütteln und Trennen der Schichten wurde die wäßrige Phase mit 200 ml Äther extrahiert. Die vereinigten Ätherextrakte wurden mit 150 ml Wasser und zweimal mit je 100 ml gesättigter Natriumbicarbonatlösung gewaschen. Die Lösung wurde über wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet und zum Entfernen des Magnesiumsulfats filtriert. Aus dem Rückstand von 67 g wurden 61 g (84% Ausbeute) Produkt durch etwa 3stündige Vakuumdestillation bei einem Druck von weniger als 0,6mm gewonnen; Fp. =.- 51 bis 53°C.
b) Sulfatierung von 2-n-Hexadecyl-i,4-butandiol
Ein 500-ml-, mit einem Rührer, einem Tropftrichter und einem Thermometer versehener Dreihalsrundkolben wurde mit Stickstoff ausgespült und mit 18,2 g (0,06 Mol) 2-n-Hexadecylbutan-l,4-diol und mit 50 ml trockenem Methylenchlorid beschickt. Nachdem die Lösung auf 10° C abgekühlt und kräftig gerührt worden war, wurde eine Lösung aus 11,3 ml (0,17MoI) Chlorsulfonsäure in 10 ml Methylenchlorid so zugesetzt, daß die Temperatur von 10° C beibehalten wurde. Nach dem Zusatz wurde weitere 15 Minuten gerührt.
Das gesamte Reaktionsgemisch wurde dann in einen Tropftrichter gegeben. Der Kolben wurde mit 6.4 g Natriumhydroxid, das in einem Gemisch aus 25 ml Wasser und 75 ml Äthanol gelöst war, beschickt und auf 5 bis 10° C abgekühlt. Anschließend wurde die saure Lösung tropfenweise zugesetzt, wobei die Temperatur unter 10cC gehalten wurde. Nachdem das Gemisch weitere 30 Minuten gerührt worden war. wurde der pH-Wert mit verdünntem Natriumhydeoxid auf 8 bis 9 eingestellt. Das Gemisch wurde mit Natriumbicarbonat (0,2 g) und Äthanol (100 ml) versetzt und dann zur Entfernung des Methylenchlorids erhitzt. Die Temperatur wurde 0,75 Stunden bei 55 C gehalten. Das ausgefallene Salz wurde heiß abgenutscht. Das Filtrat wurde gekühlt und mit 100 ml Wasser versetzt.
Um das Filtrat zu entölen, wurde es viermal mit 75 ml n-Pentan extrahiert (GesamtölgehaU = 0.2 g oder 0.5%). Das Lösungsmittel wurde von der wäßrigen Phase abgedampft. Es wurden 31 g (99%) Dinatriumsaiz des 2-n-HexadecyIbutan-l,4-dioidisulfats erhalten. Das Produkt wurde zweimal aus Äthanol umkristallisiert und im Vakuumofen getrocknet; die Schwefelanalyse ergab einen Gehalt von 12,3% (berechnet: 12,35%) S.
Beispiel 2
2-n-Eicosenyl-l,4-butandioldisulfat
a) Herstellung von 2-n-Eicosenyl-l,4-butandioi
Ein mit einem explosionssicheren Rührwerk, einem Trockenrohr und einem Tropftrichter versehener 1-1-Dreihalsrundkolben wurde mit Stickstoff ausgespült und mit 30 g (0,8 Mol) Lithiumaluminiumhydrid beschickt. 473 ml Tetrahydrofuran wurden unter Rühren vorsichtig zugesetzt. Eine Lösung von 189 g (0,5 Mol) n-Eicosenylbernsteinsäureanhydrid in 473 ml Tetrahydrofuran wurde mit einer zur Erhaltung des Rückflusses erforderlichen Geschwindigkeit zugesetzt. Der Rückfluß wurde 3 Stunden nach Zusatz des Anhydrids fortgesetzt. Das Gemisch wurde mit 3 g Lithiumaluminiumhydrid versetzt und weitere 2 Stunden erhitzt. Nachdem es über Nacht stehengeblieben war, wurde es mit 1 g Lithiumaluminiumhydrid versetzt und weitere 2 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Die Infrarotanalyse einer kleinen Probe zeigte, daß keine Carbonylbande vorhanden war.
Das Reaktionsgemisch wurde in Eis gekühlt, und es wurden 500 ml 10%iger Salzsäure vorsichtig zugesetzt. Das Gemisch wurde in einen 2500 ml Wasser und 500 ml Diäthyläther enthaltenden Scheidetrichter gegeben. Nach Schütteln und Trennen der Schichten wurde die wäßrige Phase mit 500 ml Äther extrahiert. Die vereinigten Ätherextrakte wurden mit 500-ml-Portionen Wasser, gesättigter Natriumbicarbonatlösung und Wasser gewaschen. Die Lösung wurde über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet, und anschließend wurde das Lösungsmittel entfernt. Der Rückstand (110 g, 60%ige Ausbeute) wurde aus Hexan umkristallisiert, wobei 2-n-Eicosenyl-l,4-butandiol erhalten wurde; Schmelzpunkt: 54,5 bis 55,5°C. Das Infrarot-Spektrum zeigte bei 965 cm"1 Absorption an, was auf das Vorliegen einer Doppelbindung hindeutete.
b) Sulfatierung des 2-n-Eicosenyl-l,4-butandiols
Man verfuhr nach Beispiel 1 b mit dem Unterschied, daß 22,1 g (0,06 Mol) 2-n-l;.ieosenyl-l,4-bulandiol und 9 ml (0,135 Mol) Chlorsulfonsäure verwendet wurden. 21,8 g Dinatriumsalz des 2-n-Eicosenyl-l,4-butandioldisulfats wurden erhalten; eine Schwefelanalyse ergab einen Gehalt von 10,9% (berechnet: 11,2) S. Die Doppelbindung befand sich am Kohlenstoffatom 2 der Alkenylgruppe.
Beispiel 3
ίο Dinatrium- sowie
Calcium-2-n-octadecylbutan-l,4-disulfat
Diese beiden Verbindungen wurden ausgehend von im Handel erhältlichem n-Octadecylbernsteinsäure-
is anhydrid hergestellt. Das Anhydrid wurde bei 65:iC mit Lithiumaluminiumhydrid in Tetrahydrofuran zum entsprechenden Butan-1,4-diol reduziert, welches einen Schmelzpunkt von 57,5 bis 58°C aufwies. Nach Umkristallisieren aus Methanol wurde das Diol mit Chlorsulfonsäure in Methylenchlorid bei 10 bis 150C sulfatiert. Durch Neutralisation des hierbei erhaltenen Produkts mit Natrium- bzw. Calciumhydroxid und Umkristallisieren aus 80%igem wäßrigem Äthanol wurde das Dinatrium- bzw. Calciumsalz erhalten.
Analyse
(für C22H44S2O8Na2 · 2H2O)
Die Wasserbestimmung nach Karl Fischer, Leco-Schwefelanalyse und nachfolgend beschriebene Äquivalenzgewichtsbestimmung zeigte, daß das Dinatriumsalz als Disulfat-dihydrat vorlag:
Berechnet:
H2O 6,2, S 11,0%, Äquivalenzgewicht 291;
gefunden:
H2O 6,4, S 11,2%, Äquivalenzgewicht 289.
Das Äquivalenzgewicht wurde durch Säurehydrolyse bestimmt, wobei jedes Alkylsulfatäquivalent zu einem Alkohol und einem Natriumbisulfatäquivalent hydrolysiert wurde; die Titration des gebildeten Natriumbisulfats mit Base ergab die Anzahl der Sulfatgruppen im Molekül.
Eine Probe von 0,5 g wurde 22 Stunden mit 0,05 n-H2SO4 hydrolysiert. Die Abwesenheit eines anionenaktiven Materials (durch kationische Titration) in einem Teil der Probe zeigte, daß die Hydrolyse vollständig war. Das Bisulfat wurde durch potentiometrische Titration bestimmt.
Beispiel 4
2-n-Eicosylbutan-l,4-disulfat
Dieses Produkt wurde nach dem Verfahren des Beispiels 3, ausgehend von n-Eicosylbernsteinsäure-
anhydrid, erhalten. Es lag in 86,6%iger Reinheit vor, bestimmt durch Hyaimin-Titration); eine Schwefelanalyse ergab einen Gehalt von 9,60% (berechnet: 9,67%) S. Der Alkylrest war primär gebunden.
Das Produkt ist auch durch Hydrierung von 2-n-Eicosenyl-l,4-butandiol (vgl. Beispiel 2a) mit PaI-ladium-auf-Kohle als Katalysator und Sulfatierung in üblicher Weise des erhaltenen 2-n-Eicosyl-l ,4-butandiols(Fp. = 65,5°C) erhältlich.
Beispiel 5
2-n-Docosylbutan-l ,4-disulfat
Dieses Produkt wurde in analoger Weise hergestellt; es lag in 82%iger Reinheit vor (bestimmt durch Hyamin-Titration). Eine Schwefelanalyse ergab einen Gehalt von 9,13% (berechnet: 8.74%) S. Der Alkylrest war primär gebunden.
!0
Beispiel 6
Gemisch von n-C18- bis CjQ-sekAlkylbutandiol-1,4-disulfaten
a) Herstellung von C18- bis
C20- gem.Alkenylbernsteinsäureanhydrid
Ein Gemisch aus 405 g (1,5 Mol) innerer Olefine mit 18 bis 20 Kohlenstoffatomen, die eine statistisch jo verteilte Lage der Doppelbindung aufwiesen, wurde in einem mit einem explosionssicheren Rührwerk, einem Trockenrohrkühler und einem Tropftrichter versehenen 1-1-Dreihalsrundkolben langsam mit 49 g (0,5 Mol) Maleinsäureanhydrid verrührt und mit Stickstoff kontinuierlich ausgespült. Die Reaktion wurde etwa 7 Stunden bei allmählich von 85 auf 2120C ansteigender Temperatur fortgesetzt. Danach zeigte die Infrarotanalyse einen Maleinsäureanhydridrest von weniger als 1,0%. Das Gemisch wurde in einen Destillierkolben gebracht. Der Überschuß an Olefinen wurde durch Destillation bei einem Druck von etwa 1 mm bis auf einen Rest von 5% Olefin entfernt, wie eine gaschromatographische Analyse zeigte. Das abgestrippte Bodenprodukt wurde anschließend erhitzt und durch Celit filtriert, wobei 101 g rohes C18- bis C20- gem.Alkenylbernstcinsäureanhydrid erhalten wurden.
b) Reduktion, Hydrierung und Sulfatierung des gem. C18- bis C20-Alkenylbernsteinsäureanhydrids ""
Das Produkt aus Stufe a) wurde nach dem Verfahren des Beispiels 2 a) zum entsprechenden 1,4-Butandiol reduziert und sodann in Lösung in absol. Äthanol mit Wasserstoff bei einem Druck 4s von etwa 4 atü in Gegenwart eines Palladium-auf-Kohle-Katalysators hydriert. Das erhaltene gem. C18-bis C20-sekAlkylbutan-l,4-diol wurde in der üblichen Weise sodann sulfatiert.
Das erhaltene Ι,'-Disulfat-Gemisch mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 270 lag in 81%iger Reinheit vor; die Stelle der Bindung an die Kohlenstoffkette der Alkylreste war auf Grund des benutzten olefinischen Ausgangsmaterials in Stufe a) eine statistisch verteilte und sekundär. Eine Schwefelanalyse ergab einen Gehalt von 9,33 (berechnet: 9,18%) S.
Beispiel 7
2-n-Docosenylbutandiol-l,4-disulfat ^
Dieses auf eine der zuvor beschriebenen analogen Weise hergestellte Produkt wies gemäß der Schwef'elanalyse (als Dinatriumsalz) einen Gehalt von 9,75% S (berechnet: 10,66) auf. Die Doppelbindung befand sich am /weiten Kohlenstoffatom des Alkenylrcstes. Das entsprechende 1,4-Diol-Zwischenprodukt hatte einen Schmelzpunkt von 60 bis 61 C.
Beispiel 8
Gemisch von n-d3- bis
C20-Alkeny Ibutandiol-1,4-disulfaten
Dieses Produkt, welches auf eine der zuver beschriebenen analogen Weise hergestellt wurde, wies (als Dinatriumsalz) gemäß der Analyse einen Schwefelgehalt von 11,1% (berechnet: 11,4%) auf. Das entsprechende 1,4-Diol-Zwischenprodukt hatte einen Schmelzpunkt von 35 bis 48° C.
Wenn die neuen Verbindungen und deren Gemische Seifen, z. B. Talgseifen, zugesetzt werden, so verhindern sie die Bildung und Ausfällung von Kalkseifen, die bei Verwendung gewöhnlicher Seifen in hartem Wasser als wasserunlösliche Fettsäuresalze anfallen; sie stellen infolgedessen wertvolle Kalkseifendispersionsmittel dar.
Derartige Gemische enthalten im allgemeinen 30 bis 99, vorzugsweise 50 bis 95 Gewichtsprozent Seife,
0 bis 69, vorzugsweise 0 bis 50 Gewichtsprozent synthetisches Detergens und 1 bis 50, vorzugsweise 5 bis 10 Gewichtsprozent des Kalkseifendispersionsmittels. bezogen auf die Seife.
Detergenzien sind unter anderem die wasserlöslichen Salze der Alkylbenzolsulfonate, lineare Alkylbenzolsulfonate, Alkylsulfonate, Alkylsulfate, Olefinsulfonate und der hydrierten Olefinsulfonate, wobei der kationische Anteil vorstehende Bedeutung besitzt.
Die Art und Weise der Zugabe des erfindungsgemäßen Zusatzstoffes ist nicht kritisch. Er kann dem Seifenmischer nach der Verseifung der Fette zugesetzt werden, oder er kann dem Seifenspan und dem Detergens in einem Amalgator zugegeben werden, gegebenenfalls zusammen mit anderen gewöhnlich verwendeten Zusatzstoffen.
Zur Bestimmung der zufriedenstellenden Menge an Kalkseifendispersionsmittel wurde folgendes Verfahren herangezogen: Eine Vorratslösung des Versuchs-Dispersionsmittels wurde durch Lösen von
1 Gewichtsteil Dispersionsmittel in 99 Teilen destillierten Wassers hergestellt. Ebenso wurde eine Vorratslösung der Talgseife hergestellt, wobei die Konzentration des organischen Stoffes in der Lösung wieder 1 Gewichtsprozent betrug.
Da die Vorratslösungen auf die gleichen Konzentrationen aufgefüllt wurden, bestimmte die relative Menge jeder Lösung den relativen Prozentgehalt an Talgseife und Dispersionsmittel für jeden Versuch. Beispielsweise wurde ein Test mit 10% Dispersionsmittel wie folgt durchgeführt: ImI der Dispersionsmittellösung und 9 ml der talgseifehaltigen Lösung wurden in einen 100 ml, mit einem Stöpsel versehenen Meßzylinder gebracht und leicht durchgeschüttelt. Nachdem gut gemischt worden war, wurde mit 90 ml Wasser mit einem Härtegrad von 18,7 (2 Teile Calcium zu 1 Teil Magnesium, berechnet ais Carbonate) bei 37,8°C verdünnt. Die Endhärte betrug 16,8°. Der Meßzylinder wurde anschließend 15 Sekunden kräftig geschüttelt und dann 5 Minuten stehengelassen. Danach wurden die Milliliter des entstandenen Seifenniedcrschlags gemessen und aufgezeichnet.
Die Ergebnisse der durchgeführten Vergleichsversuche sind in der Tabelle I zusammengestellt. Das zu Vergleiehszwecken herangezogene 2-n-Dodecylbutandiol-l,4-disulfonal hatte (als Dinatriumsalz) gemäß der Analyse einen Schwefelgchalt von 13,5 (berechnet: 13,85).
Tabelle I
Verbindung
des Beispiels
(Kontrolle)
(Vergleich)
(Vergleich)
(Vergleich)
(Vergleich)
Konzentratidii Talg
sei ic
Kohlen wasserstolTi esl Di 100
spersions
mittel
95
0 90
n-Decyl- 5 95
n-Decyl- 10 90
n-Dodecyl- 5 95
n-Dodecyl- 10 90
n-Hexadecyl- 5 95
n-Hexadecyl- 10 90
n-Octadecyl- 5 95
n-Octadecyl- 10
gemischtes 5 90
Alkenyl-
gemischtcs 10
n"C|8-20" 95
Alkenyl- 90
n-Eicosenyl- 5 95
n-Eicosenyl- 10 90
n-Docosenyl- 5
n-Docosenyl- 10
Scifennicdcrschliig
(mlL
2
1
2
0
0
I)
0
0
IO
Wie die Zahlenangaben der Tabelle 1 beweisen, bildet sich im wesentlichen kein Seifenniederschlag, wenn das Alkyl- oder Alkenylbutandioldisulfat als Kalkscifcndispersionsmittel 16 bis 22 Kohlenstoffatome im Hydrocarbylrest enthält.
Die Wasch- und Reinigungskraft der erfindungsgemäßen Verbindungen wurde an ihrem Vermögen, natürlichen Schmutz von Baumwollgewebe zu entfernen, gemessen. Bei dieser Methode wurden kleine Gewebestreifen, die durch Reiben über Gesicht und Hals verschmutzt wurden, mit der Tcstlösung des Detergens in einer Miniwaschmaschine gewaschen und das Reflexionsvermögen der verschiedenen Gewebe gemessen und verglichen. Die so erzielten Ergebnisse wurden als Waschkraft-Index ausgedrückt.
Der Waschkraft-Indcx wurde durch Vergleichen der Ergebnisse für die Reflex ionswerte, die mit der Testlösung erzielt wurden, mit den Ergebnissen, die mit zwei bestimmten Standardlösungen erzielt wurden, erhalten.
Die beiden Standardlösungen wurden so ausgewählt, daß die eine eine Waschmiuelformulicrung mit relativ hohen Wascheigenschaften und die andere eine Waschmittelformulierung mit relativ geringen Wascheigenschaften darstellte.
Wenn man jedes verschmutzte Baumwollgewebe sowohl mit den Standardlösungen als auch mit den Testlösungen prüfte, ließen sich die Ergebnisse genau vergleichen. Die beiden Standardlösungcn wurden aus den nachstehenden Waschmittelformulierungen hergestellt:
Bestandteil
(LAS) Lineare Alkylbenzolsulfonate
Natriumtriphosphat
Natriumsilikat
(iewichtsprivcnt
25
40
65
Bestandteil
Carboxymethylcellulose
Natriumsulfat
Wasser
Gewichtsprozent
1
19
Zur Herstellung des Standardwaschmittels mit hohen Wascheigenschaften wurden 1,5 g der vorstehenden Formulierung in 1 1 Wasser mit einem Härtegrad von 2,8 (berechnet als 2/3 Calciumcarbonat und V3 Magnesiumcarbonat) gelöst. Das Standardwaschmittel mit geringen Wascheigenschaften enthielt 1,0 g der Formulierung, gelöst in 11 Wasser mit einem Härtegrad von 10 (gleiche Basis).
Die Testlösungen bestanden aus den erfindungsgemäßen 2-Hydrocarbyl-l,4-butandiol-disul!'aten, die wie zuvor beschrieben hergestellt worden waren und unter Bildung der nachstehenden phosphatfreien Formulierung mit anderen Bestandteilen formuliert wurden. Das zu Vergleichszwecken benutzte 2-n-Dodecylbutandiol-l,4-disulfat wies gemäß der Analyse einen Schwefelgehalt von 13,6% (berechnet: 13,8%) auf.
Bestandteil
2-Hydrocarbyl-l,4-butandioldisulfat....
Natriumsulfat
Carboxymethylcellulose
Natriumsilikat
Wasser
Gewichtsprozent
25 59
7
8
Aus jeder Formulierung wurden zwei Testlösungen hergestellt. Die erste Lösung bestand aus 1 g der Formulierung, gelöst in 1 1 Wasser mit einem Härtegrad von 2,8. Die zweite Lösung bestand aus 1,5 g der Formulierung, gelöst in 1 1 Wasser mit einem Härtegrad von 10.
Bei dem Testverfahren wurde eine Seite der kleinen weißen Baumwollstreifen mit natürlichem menschlichem Gesichts- und Halsschmutz gleichförmig verschmutzt und dann in vier 12 mm große Quadrate geschnitten. Jedes dieser Quadrate wurde mit der verschmutzten Seite nach außen in der Mitte eines gesonderten, runden, sauberen weißen Baumwolltuches mit einem Durchmesser von 3,5 cm aufgenäht. Jedes Baumwolltuch wurde in ein gesondertes 8 cm großes Glasgefäß, das einen Durchmesser von 4.0 cm hatte, gelegt. Dann wurden 7 ml der Waschmittellösung zugesetzt; gleichzeitig wurden zehn rostfreie Stahlkugeln mit einem Durchmesser von 0.635 cm zugefügt.
Das eine der vier Glasgefäße wurde mit der Testlösung, die Wasser mit einer Härte von 2,8c enthielt, beschickt, das andere mit der Testlösung mit dem Wasser einer Härte von 10°, das dritte mit der Standardlösung mit hohen Wascheigenschaften, das vierte mit der Standardlösung mit geringen Wascheigenschaften.
Die Glasgefäße wurden verschlossen, in ein Bad mit einer konstanten Temperatur von 49"C gestellt und 10 Minuten bei 900 Schwingungen/Minute geschüttelt. Nach Ablauf dieser Zeit wurden die Streifen aus dem Glasgefäß entfernt und mit der Hand aus-
409 508/453

Claims (2)

Patentansprüche:
1. 2-n-Hydrocarbyl-butandiol-l,4-disulfate der allgemeinen Formel
R-CH2- CH2 — O — SO3X
CH2 — CH2 — O — SO3X
10
in der X ein Wasserstoffatom oder ein Alkali- oder Erdalkalimetall- oder Ammoniumion ist und in der R ein geradkettiger Alkyl- oder Alkenylrest mit 16 bis 22 Kohlenstoffatomen ist, welch letzterer die Doppelbindung am zweiten Kohlenstoffatom aufweist.
2. Phosphatfreies Wasch- und Reinigungsmittel, gekennzeichnet durch einen Gehalt an einer oder mehreren Verbindungen gemäß Anspruch 1 als alleinigem Wirkstoff.
DE2000787A 1969-01-10 1970-01-09 2-n-Hydrocarbyl-butandiol-1,4-disulfate und diese enthaltende Wasch- und Reinigungsmittel Expired DE2000787C3 (de)

Applications Claiming Priority (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US79048369A 1969-01-10 1969-01-10
US79047069A 1969-01-10 1969-01-10
US05/276,637 US3959334A (en) 1969-01-10 1972-07-31 Lime soap dispersant compounds

Publications (3)

Publication Number Publication Date
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