DE20008076U1 - Platte, überwiegend aus Glasbausteinen - Google Patents

Platte, überwiegend aus Glasbausteinen

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    • E04—BUILDING
    • E04C—STRUCTURAL ELEMENTS; BUILDING MATERIALS
    • E04C2/00—Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels
    • E04C2/54—Slab-like translucent elements
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    • A—HUMAN NECESSITIES
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    • A47B13/00—Details of tables or desks
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Description

GS 00/001 GM 05.05.2000
Platte, überwiegend aus Glasbausteinen Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Platte aus Körpern mit gleichartigen Außenflächen für den Einsatz bei Möbeln wie Tischen oder Regalen, wobei die Mehrzahl der Körper als Glasbausteine ausgebildet ist.
Als Körper mit gleichartigen Außenflächen sind Quader definiert, die jeweils gleiche Abmessungen und im wesentlichen gleich geformte Seitenflächen aufweisen.
Platten aus Glasbausteinen sind im Bauwesen bekannt als Elemente für den Einsatz in Wänden oder Decken. Wird eine Vielzahl von Glasbausteinen neben- und/oder hintereinander verwendet, werden sie in den Fugen mit Mörtel praktisch unlösbar verbunden; ggf. wird in den Fugen vor dem Vermörteln Baustahl eingesetzt. Durch diese Verbindung ist es möglich, Druck- und Zugkräfte sowie Biegemomente in der Platte aus Glasbausteinen aufzunehmen, die weitestgehend starr ist.
Aus der US 4,951,181 ist der Einsatz von Glasbausteinen in Möbeln bekannt. Mehrere Glasbausteine sind hier flächig in einem Rahmen befestigt und untereinander sowie mit dem Rahmen durch Klebstoff wie z.B. Silikon fest verbunden. Der Rahmen mit den Glasbausteinen kann als Wand für z.B. Schränke oder Bettuntergestelle eingesetzt werden. Es sollen insbesondere Lichteffekte in Verbindung mit mindestens einer Lichtquelle erzielt werden. Nachteil dieser bekannten, als senkrechte Elemente eingesetzten Platten ist, daß sie fest installiert und somit nicht variabel einsetzbar ist. Rahmen und Verklebung erfordern einen hohen Montageaufwand.
Eine Platte aus Körpern mit gleichartigen Außenflächen, wobei die Mehrzahl der Körper als Glasbausteine ausgebildet ist, als waagerechtes ebenes Bauteil von Möbeln, z.B. als Tischplatte oder Regalboden, ist dem Anmelder nicht bekannt.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Platte aus Körpern mit gleichartigen Außenflächen zu schaffen, wobei die Mehrzahl der Körper als Glasbausteine ausgebildet ist, die einfach in Größe und/oder Aussehen veränderbar ist.
Die Aufgabe ist durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Dadurch daß die Platte durch lose aneinandergesetzte Körper gebildet ist und daß die Körper allein durch eine am Umfang der Platte angreifende Verspannvorrichtung aneinander gepreßt sind, kann die Platte einfach zerlegt und in anderer Größe und/ oder
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mit anderen Körpern wieder montiert werden. Weiterhin ist die erfindungsgemäße Platte einfach und günstig herstellbar. Einzelne zerstörte Körper können einfach ausgetauscht werden.
Die Verspannvorrichtungen nach Anspruch 2 oder 3 erbringen sicher die erforderliehen Spannkräfte und sind leicht zu bedienen. Weiterhin sind sie handelsüblich und daher leicht zu beschaffen.
Die Ausführungen der Körper nach Ansprüchen 4 bis 6 erlauben spezielle optische Wirkungen.
In Öffnungen von Fugen eingesetzte Stangen nach Anspruch 7 erhöhen die Stabilität der Platte, indem z.B. die Reibung zwischen den Glasbausteinen erhöht wird.
Die Erfindung wird anhand eines Beispiels einer Tischplatte, die in den Zeichnungen dargestellt ist, weiter erläutert.
Figur 1 zeigt eine Tischplatte aus Glasbausteinen senkrecht von oben.
Figur 2 zeigt die Tischplatte gemäß Figur 1 von einer Längsseite gesehen, wobei zusätzlich eine Fußkonstruktion dargestellt ist.
Figur 3 zeigt den Querschnitt der Tischplatte gemäß Figur 1.
Wie aus den Figuren 1 bis 3 ersichtlich ist, besteht eine Platte 1 im Ausführungsbeispiel aus 3x5 Glasbausteinen 2.
Jeder Glasbaustein 2 ist quaderförmig und hat eine Oberfläche, eine Unterfläche und vier Seitenflächen, wobei jede Seitenfläche eine Rinne in Form eines flachen gerundeten W, das um 90°gedreht ist, aufweist. Das heißt, daß die Seitenfächen oben und unten auskragen und so jeweils Stirnflächen bilden, zwischen welchen die Rinne mit einem mittig angeordneten Steg gebildet ist.
Die Glasbausteine 2 sind so aneinander gesetzt, daß sie jeweils an ihren benachbarten Seitenflächen mit den auskragenden Stirnflächen aneinander stoßen und als Gesamtheit einen flachen Quader mit weitgehend ebener Oberfläche bilden. Die Stoßseiten der Glasbausteine, welche Fugen 4, 8 bilden, sind jeweils lose, das heißt die Fugen 4, 8 sind nicht durch z.B. Klebemittel oder Mörtel miteinander verbunden.
Die Fugen 4, 8 sind einerseits aus den sich berührenden, oberen und unteren Stirnflächen gebildet. Zwischen diesen bilden die Rinnen andererseits eine Öffnung 5.
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Um den Umfang der Platte 1 ist als Verspannvorrichtung ein Spanngurtband 3 mit einem Spannschloß so angeordnet, daß es in der Rinne geführt ist. Es hat in etwa die Breite, die der Höhe der Rinne (zwischen den Stirnflächen) entspricht. Die Enden des Spanngurtbands 3 sind mit Hilfe des nicht dargestellten Spannschlosses verbunden. Dabei ist das Spanngurtband 3 derart stramm gespannt, daß es praktisch an allen Stellen Druck in Richtung der Platte 1 ausübt und so die Glasbausteine jeweils an ihren gegenseitigen Berührungsflächen fest aneinander gepreßt sind.
In Figur 2 ist das Spanngurtband 3 aus Gründen der Übersichtlichkeit nur zum Teil dargestellt, d.h. ein langes Mittelstück fehlt in der Zeichnung.
In jeder Längsfuge 4 ist in der Öffnung 5 jeweils eine Stange 6 mit rechteckigem Querschnitt angeordnet. Die Stange 6 ist so dick, daß die gegenseitige Berührung der Glasbausteine nicht behindert ist.
Die Platte 1 liegt auf zwei Fußgestellen 7, die aus einfachen Böcken bestehen. Insbesondere bei langen Tischen kann z.B. ein zick-zack- artig aufgestelltes Fußteil angeordnet sein.
Die Glasbausteine 2 sind handelsüblich und strukturiert mit z.B. glatten oder gewellten Innenflächen standardmäßig lieferbar.
Die Glasbausteine 2, die standardmäßig an ihren Seitenflächen mit einem weißen Anstrich beschichtet sind, können aus farbigem Glas hergestellt sein. Für die Beschichtung kann eine beliebige andere Farbe oder unterschiedliche Farben gewählt sein. Es ist auch möglich, keinen Anstrich vorzusehen.
Einzelne Glasbausteine 2 können durch andere Körper aus z.B. Metall oder Holz mit gleichen Außenflächen ersetzt sein.
Das Spanngurtband 3 ist z.B. aus der Sicherung von LKW- Ladung bekannt und besteht aus einem Gurt, der z.B. aus Textilgewebe besteht, und aus dem Spannschloß, mit dem der Gurt gespannt und gegen ungewolltes Lösen gesichert ist.
Statt des Spanngurtbandes 3 ist auch ein oder mehrere Seile mit jeweils mindestens einem Seilspanner einsetzbar. Ein Seilspanner, wie er z.B. als Wantenspanner bei Segelbooten bekannt ist, besteht aus zwei Gewindestangen, die jeweils mit einem Ende an einem Seilende befestigt sind und eine gegenläufige Steigung haben. Das andere Ende der Gewindestangen ist jeweils in eine längliche Hülse mit entsprechenden Innengewinden geschraubt.
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Die Stangen 6 sind &zgr;. B. aus Holz, Kunststoff oder Metall gefertigt. Es können auch andere geeignete Querschnitte als rechteckige verwendet sein.
Es ist möglich, die Stangen sowohl in die Längsfugen 4 als auch in die Querfugen 8 einzusetzen. Hierbei sind an den Kreuzungsstellen entsprechende Vorkehrungen wie z.B. Aussparungen in den Stangen 6 zu treffen.
Es ist auch denkbar, anstatt der durchgehenden langen Stangen 6 kurze Stangen 6 anzuordnen, wobei diese in die Kreuzungsstellen von zwei Fugen abwechselnd längs und quer eingesetzt sind.
Bezugszeichenliste
1 Platte
2 Glasbaustein
3 Spanngurtband
4 Längsfuge
5 Zwischenraum
6 Stange
7 Fußgestell
8 Querfuge
* ti » &igr; ·
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Claims (7)

1. Platte aus Körpern mit gleichartigen Außenflächen für den Einsatz bei Möbeln wie Tischen oder Regalen, wobei die Mehrzahl der Körper als Glasbausteine ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (1) durch die lose aneinandergesetzten Körper gebildet ist, und daß die Körper allein durch eine am Umfang der Platte (1) angreifende Verspannvorrichtung aneinander gepreßt sind und so in Plattenform gehalten sind.
2. Platte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verspannvorrichtung ein Spanngurtband (3) aufweist.
3. Platte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verspannvorrichtung mindestens ein Seil mit jeweils mindestens einem Seilspanner ist.
4. Platte nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß einzelne Glasbausteine (2) unterschiedlich gefärbt oder strukturiert sind.
5. Platte nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Glasbaustein (2) auf seinem Umfang farbig beschichtet ist.
6. Platte nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß einzelne Körper aus z. B. Holz, Metall oder Kunststoff gebildet sind.
7. Platte nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß Stangen (6) in Öffnungen (5) von Fugen (4, 8) eingesetzt sind.
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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR908935A (fr) 1944-04-05 1946-04-23 Perfectionnements à la fabrication de meubles ou articles analogues, de construction industrielle, domestique et pour d'autres usages
US4951181A (en) 1989-10-04 1990-08-21 Hardman And Phillips Partnership Light diffusing glass block furniture
DE9112250U1 (de) 1991-10-01 1991-12-19 Liu, Chen-Shiao, Kaohsiung Befestigungskonstruktion für Glasbausteine
US5992111A (en) 1997-01-15 1999-11-30 Round Top Window Products Inc. Glass block construction kit

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