DE2000825A1 - Verfahren zur Herstellung mehrteiliger Werkstuecke - Google Patents
Verfahren zur Herstellung mehrteiliger WerkstueckeInfo
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Description
IBM Deutschland
Internationale Büro-Matthinen Geielbchaft mbH
Böblingen, 18,Dezember I969
wi-sk
•Anmelderin: International Business Machines
Corporation, Armonk, N.Y. 10
Amtl.Aktenzeichen: Neuanmeldung
Aktenz.d.Anmelderin: Docket RO 968 014
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung mehrteiliger Werkstücke, die aus einer Grundplatte und darauf
befestigten Einzelelementen bestehen. Es kann sich hierbei um Werkstücke der unterschiedlichsten Anwendung in den
verschiedensten Bereichen der Technik handeln.
Bei der Herstellung solcher 'Werkstücke besteht häux'ig die
Schwierigkeit, sowohl das geforderte Abstandsmaß zwischen den BinzeIelementen auf der Grundplatte einzuhalten, als
auch die Maßtreue der Einzelelemente zu der Grundplatte sowie deren Form und Abmessungen zu erhalten, wenn die
Einzelelemente auf der Grundplatte befestigt werden.
Denn aine Warmbehandlung beim Aufbringen der Einzelelemente bzw. eine Erwärmung der Teile während der Bearbeitung und
die daraus oder aus der mechanischen Bearbeitung resultierende
Verformung haben vielfach zur Folge, daß das fertige Werkstück den Anforderungen an die Maßhaltigkeit nicht
genügt und unbrauchbar ist oder nachbearbeitet v/erden muß, was oft höhere Kosten verursacht als die Herstellung des
Werkstücks selbst.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
zur Herstellung der eingangs bezeichneten mehrteiligen
tferkstücKe zu entwickeln, bei dem die aufgeführten IJachteile
vermieden sind. Das eriindungsgemäß* Verfahren ist
dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung eines aus
einer Grundplatte und ciarauf befestigten Einzelelementen bestehenden «erKStüe^n die Einzelelemente zunächst auf
einem das ^usKangsmatorial für die Grundplatte bildenden
Streifen befestigt werden und anschließend die- Grundplatte
unter gleichzeitiger .iusrichtung zwischen d-jm Stanzwerkzeug
und den Einzelelementen aus aem Streifen ausgestanzt
wird. Dabei wird durch uie befestigung der ,inzelelerr.ente
auf derr: Greifen vor dem ausstanzen der gar. ze η Grundplatte
e.ine nohj MaßLenauigkoit des fertigen .<jrkrrtücks erzielt,
was insbesondere darm von großer ;k;Ueutung i.trt, wenn es
bei der kontur α:r Grundplatte auf :ine sehr hohe Präzision
ankommt. Dit-i; ist z.b. der Fall bei aus Stahlblechstreifen
bzw.-Platten hergestellton Nockerischeiben, an denen die
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Lagerhüli?e oder ein Lagerzapfen befestigt ist.
weitere Bedeutung d3F cri'indungsgemäßen Verfahrens
liegt darin, daß es oft nur mit ^roßon Schwierigkelten
möglich ist, ein Einzelelement in umrittelbarar Nähe des
Außenrandes eines ausgestanzten Plattenteller zu bel'esti^en,
ohne daß dabei Verformungen an der Platte auftreten. Durch das erfindungsgemäße nachträgliche ausstanzen der Grundplatte
können somit die liinze Ie lernen te auch in unmittelbarer
Nähe des Außenrandes angeordnet werden, ohne daß die Gefahr einer Verformung oder Maßungenauigkeit beim fertigen >.orkstück
besteht.
Das erfindungsgemäße Verfahren verbilligt die Herstellung der eingange beschriebenen Werkstücke und verbessert deren
Qualität, und es bietet sich insbesondere bei der Serisnherstellung größerer Stückzahlen gleicher Werkstücke an. ^
In diesem Fall werden nach einer Weiterbildung des Vorfahrens
nach der Erfindung zweckmäßig die Einzelelemente
einzeln auf eirunde rf olgend auf dem schrittweise fortbewegten
Streifen befestigt und sodann die Grundplatten einzeln aufeinanderfolgend
aus tiem Streifen ausgestanzt.
DJle £rfindune wird Im folgenden anhand der Zeichnungen in
Aüsftälltingeljeililel beschrieben. Es aeigen:
C ao
00 9831 /1(U 6 BADORIQINAU
Fig.1 cine schaubildliche schematische Darstellung der wesentlichen Teile einer im Blockschnitt
arbeitenden Stanzpresse mit einer Mehrzahl von Bearbeitungsstationen, bei auselnander-(',ezogener
anordnung der Teile;
Fig.'d Linen Senkrechtschnitt durch die Stanzpresse
(;eniäß Fig. 1 in zusammengebautem Zustand;
Fig.3 'iinen vergrößerten Längsschnitt eines Stempels
zum Zuführen und Befestigen eines Einzel elemente, wie er in der dritten Station gemäß
Fig.1 verwendet fcird und
Mg.4 einen vergrößerten Schnitt durch einen weiteren
.'Jtempel, der zum Ausstanzen des fertigen Werkstückes
in der fünften Bearbeitungsstation dient.
In fig.1 ist ein metallischer Streifen 10 gezeigt, der durch
einen (nicht dargtstellten) Antrieb schrittweise durch eine
Anzahl aufeinanderfolgender Be-arbeitungsstationen vorgerückt
wird. Gemäb Fig.2 befinden sich die Werkzeuge der einzelnen
Stationen an der Unterseite eines Pressenblockes 12* der
für jeden Arb": ' -rvorganr aufeinanderfolgende Hubbewegungen
in hichtung und auf einen darunter stationär angeordneten
Katrizenbloc/ i.-. aur-:i'ührt. üie '-ir.ze Inen werkzeuge des'
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Pressenblocks 13 ragen dabei durch,eine Abstreifplattei^
hindurch (Pig.2).
An der ersten Bearbeitungsstation (rechts in den Pig.1 und 2)
wird ein Hülsenring 18, der einen Bestandteil des herzustellenden Befestigungselementes darstellt, mittels des
zylindrischen Ansatzes 20 eines Zapfens 21, der am Übergang zum zylindrischen Ansatz 20 eine ringförmige Pressfläche
aufweist, in ein Loch im Streifen 10 eingepreßt. Zum Festhalten des Hülsenrings 18 während des Abwärtshubes des
Zapfens 21 ist dieser mit einer entsprechenden Halteeinrichtung, z.B. einem Elektromagneten, ausgestattet; eine
andere Möglichkeit zum Festhalten des Hälsenringes 18 am Zapfen 21 ist die Ausnutzung der Adhäsivwirkung eines
dünnen Fettfilmes auf der Oberfläche des Zapfens 21. Der Hülsenring 18 ist axial ausgerichtet mit einer Scherkante
2;5 am oberen Rand einer Gesenkbohrung 24 und bewirkt beim Abwärtshub des Zapfens 21 das Ausstanzen eines Loches
entsprechender Größe im Streifen 10. Dur Sitz zwischen dem ausgestanzten Ausschnitt und dem Hülsenring 18 ist als
Preßsitz wirksam.
In der zweiten Bearbeitungsstation wird ein Führungsstempel
26 in den nunmehr mit 2J bezeichneten Hülsenring zentral eingeführt, um vor dem Aufbringen weiterer Teile für das
Befestigungselement den genauen Schrittvorschub des
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Streifens 10 zu kontrollieren und gegebenenfalls zu korrigieren.
In der dritten Bearbeitungsstation wird wiederum ein weiterer Führungsstempel 29 in den HUlsenring 27 eingeführt, während
gleichzeitig ein Stempel 30 einen Stift 33 in den Streifen 10 einsetzt. Während des Abwärtshubes des Stempefe 30
wird der Stift 33 in einer axialen Bohrung i><± (b'ig.3) in.
unteren Bereich des Stempels 30 festgehalten. Die Position
des Stiftes 33 im Streifen 10 weist somit einen festgelegten
Abstand vom HUlsenring 27 auf. Das Einsetzen des Stiftes in den Streifen 10 erfolgt in ähnlicher ./eise wie das Einsetzen
den Ilülsenringes 18 in der ersten Bearbeitun»;sstation,
nämlich mittels einer entsprechenden Scherkante in der Gesenkplatte y-j, wobei im Zusammenwirken mit dieser der Stift
33 als Stanzstempel wirksam ist und anschließend mittels
eines Preßsitz-äs im Streifen 10 festsitzt. Das Pesthalten
des Stiftes 33 in der Bohrung 32 des Stempels 30 kann auf
gleiche weise erfolgen, wie zuvor irn Zusammenhang mit eiern
HUlsenring 1ö in der ersten B^arbeitungsstation beschrieben,
nämlich beispielsweise elektromagnetisch oder durch adhäsion.
Beimnächsten Arbeitsgang in der vierten Bearbeitungrstation
wird ein Stempel 38 wirksam, an dessen Unterseite sich wiederum ein Führungsstempel 39 zur Ausrichtung mit dem
HUlsenring 27 befindet, und der weiterhin an seiner Unterseite,
wie. aus Fig.4 erkennbar, eine Bohrung 40 aufweist, Docket RO 968 01V 009831/1046
die während des Ausrichtprogrammes zur Aufnahme.des Stiftes
23 dient. Im V.rlauf des v/eiteren Abwärtshubes des Stempels
38 wird sodann, nach.der Ausrichtung zum Hülsenring 2J
und zum Stift j>3* die Scherkante 4i: des Stempels 38 wirksam,
so daß ein mit der Kontur den Stempels 38 übereinstimmendes
Tijil aus dem .streifen 10 ausgestanzt wird.In der darunter
befindlichen Gef-enkplatte ;\, befindet sich ein Haltekolben j
45 mit ei nur zylindrischen außenfläche 46 von etwas größeren
Abmessungen wie der Stempel ;c, desrun Oberfläche 47 normalerweise
unter der Wirkung eines elastischen Zylinderblockes υ an i:ur Unterkant« -*d der Gosenkplatte 35 anliegt,
so daß dl« üb'M-fläche 47 und die Unterseite der Geeenkplatte
3i> in einei' Ebene liegen. 3eini nbwärtshubdes Stempele ^8
Gibt jedoch der Haltekolben 45 elastisch nach, gelangt
jedoch unter der Wirkung des elastischen Zylinderblockes 50 sofort wieder in aeine Ausgangslage, sobald die Aufwärtshubbewegung
dee Stempels JQ einsetzt. Das aus dem Streifen "
10 ausgestanzte Teil kommt daher, wie in Pig.1 dargestellt,
wieder in die Ebene det Streifens 10 zurück.
In der fünften Bearbeitungsstation wird sodann das fertige
Befestigungaeleeent 55 mittels eines Auswerfstempeis 53
ausgestoßen und kann durch geeignete Transportmittel, z.B. ein (nicht gezeigtes)Pördjroand automatisch zu einem Behälter
t.'i-,r:rpcrtiert were2::.
00983 1 / 1046 —«.
BADORIQINAL
In der sechsten und letzten Dearbeitungsstation werden
mittels eines Schermessers 5J im Zusammenwirken mit einer
entsprechenden Scherkante in der äesenkplatte 35χ aus dem
Rest des Streifeno 10 Einzelstücke in einer für die
Schrottverwertung geeigneten Größe abgeschert.
009831/1 (JAG
Claims (2)
- Böblingen, 18. Dezember 1969 wi-skPatentans prücheVerfahren zur Herstellung mehrteiliger Werkstücke, die aus einer Grundplatte und darauf befestigten Einzelelementen bestehen, dadurch gekennzeichnet, · | daß die Einzelelemente zunächst auf einem das Ausgangsmaterial für die Grundplatte bildenden Streifen befestigt werden und anschließend die Grundplatte unter gleichzeitiger Ausrichtung zwischen Stanzwerkzeug und Einzelelementen aus dem Streifen ausgestanzt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelelemente einzeln aufeinanderfolgend auf dem schrittweise fortbewegten Streifen befestigt werden und sodann die Grundplatten einzeln aufeinander folgend aus dem Streifen ausgestanzt werden.ro 968 014 00 9831/104 6
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