DE2000829C - Verfahren zur Herstellung metallisierter Polymerer und deren Verwendung als Katalysatoren - Google Patents
Verfahren zur Herstellung metallisierter Polymerer und deren Verwendung als KatalysatorenInfo
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Description
ρ Q^ _ Q^ C H PR Dekantieren, abgetrennt wird.
2 β42 6o Bei der zweiten Ausführungsform des Verfahrens zur
hergestellt worden sind, und Copolymeren derartiger Herstellung metallisierter Polymerer gemäß der Erfin-Monomerer
mit Styrol. In der vorstehenden Formel dung wird ein Metallkomplex, der mindestens einen
ist R vorzugsweise eine Arylgruppe, z. B. eine Phenyl- polymerisierbaren Styrolphosphin-Liganden enthält,
oder eine niedrigere Alkylgruppe mit nicht mehr als polymerisiert. Wenn es beabsichtigt ist, in dieser Weise
6 Kohlenstoffatomen, wie die Methyl- oder Äthyl- 6S Copolymerisate herzustellen, wird das Comonomere
gruppe. · zum Polymerisationssystem zugegeben. Die Polymeri-
Bei den Übergangsmetallen, die im Polymeren, her- sation wird in einem Lösungsmittel, vorzugsweise in
Bestellt nach dem Verfahren der Erfindung, vorhanden Abwesenheit von Luft, unter Bedingungen durchge-
3 4
führt, die im allgemeinen für die Polymerisation von eine gerührte Lösung von 100 Teilen Poly-(diphenyl-
Vinylmonomeren gefordert werden. So können Initia- styrolphosphin) (1 Äquivalent) in 9000 Teilen THF bei
toren vom Typ freier Radikale, z. B. Peroxyd oder Raumtemperatur gegeben.
Azobisisobutyromtnl, zweckmäßigerweise verwendet. Der resultierende blaue Niederschlag wurde nach
werden. Das Comonomere kann gleichzeitig das 5 V2 Stunde abfiltriert und mit trockenem THF zur EntLösungsmittel
sein. Der Metallkomplex, der den poly- fernung überfiüssiger Reaktionsteilnehmer gewaschen,
merisierbaren Styrolphosphin-Liganden enthält, kann Das getrocknete kobalthaltige Polymere (103 Teile,
entweder durch Mischen von monomerem Styrol- 83 %) besaß die folgende Zusammensetzung: .
phosphin mit einem Metallsalz oder durch Liganden-
phosphin mit einem Metallsalz oder durch Liganden-
austausch mit einem Metallkomplex, der austauschbare ίο Berechnet... Cl 10,1, Co 8,34, P 8,79;
Liganden, wie Phosphin, Acetylacetonat oder Nitril, gefunden ... Cl 8,94, Co 6,68, P 8,80.
enthält, hergestellt worden sein.
enthält, hergestellt worden sein.
Diese an sich bekannten Verfahren können bei B e i s ρ i e 1 2
Raumtemperatur durchgeführt werden, obgleich höhere oder niedrigere Temperaturen, falls gewünscht, an- 15 Zu einer gerührten Lösung von 98 Teilen Poly-(digewendet werden können. Im allgemeinen sind Tempe- phenylstyrolphosphin) (1 Äquivalent) in Chloroform raturen von 25 bis 1300C geeignet. Umgebungsdruck wurden 148 Teile Bis-(benzonitril)-palladiumchlorid reicht im allgemeinen aus, jedoch können erhöhte (2,2 Äquivalente), ebenfalls in Chloroform, gegeben. Di ticke angewendet werden, wenn diese das Verfahren Nach einer Stunde bei Raumtemperatur wurde der nicht nachteilig beeinflussen. Luft muß nicht unbedingt »o resultierende Niederschlag abfiltriert, mit Chloroform ausgeschlossen werden, es sei denn, daß der Metall- und Aceton gewaschen und getrocknet; es fielen komplex an Luft unbeständig ist, obgleich luftfreie 126 Teile (96%) eines palladiumhaltigen Polymeren Systeme erwünscht sein können, wenn katalytische mit folgender Analyse an:
Materialien hergestellt werden, um einen unbeabsichtig- , _ Λ „ _,„_. η,.ΛΛ,
ten Aktivitälsverlust zu vermeiden. a5 Berechnet ... Cl 9,43, P 8,21, Pd 14,11;
Raumtemperatur durchgeführt werden, obgleich höhere oder niedrigere Temperaturen, falls gewünscht, an- 15 Zu einer gerührten Lösung von 98 Teilen Poly-(digewendet werden können. Im allgemeinen sind Tempe- phenylstyrolphosphin) (1 Äquivalent) in Chloroform raturen von 25 bis 1300C geeignet. Umgebungsdruck wurden 148 Teile Bis-(benzonitril)-palladiumchlorid reicht im allgemeinen aus, jedoch können erhöhte (2,2 Äquivalente), ebenfalls in Chloroform, gegeben. Di ticke angewendet werden, wenn diese das Verfahren Nach einer Stunde bei Raumtemperatur wurde der nicht nachteilig beeinflussen. Luft muß nicht unbedingt »o resultierende Niederschlag abfiltriert, mit Chloroform ausgeschlossen werden, es sei denn, daß der Metall- und Aceton gewaschen und getrocknet; es fielen komplex an Luft unbeständig ist, obgleich luftfreie 126 Teile (96%) eines palladiumhaltigen Polymeren Systeme erwünscht sein können, wenn katalytische mit folgender Analyse an:
Materialien hergestellt werden, um einen unbeabsichtig- , _ Λ „ _,„_. η,.ΛΛ,
ten Aktivitälsverlust zu vermeiden. a5 Berechnet ... Cl 9,43, P 8,21, Pd 14,11;
Metallisierte Polymere, gemäß der Erfindung her- gefunden ... Cl 11,56, P 7,41, Pd 20,28.
gestellt, können als Katalysatoren bei verschiedenen
gestellt, können als Katalysatoren bei verschiedenen
organischen Flüssig- oder Gasphasenreaktionen ver- Beispiel 3
wendet werden. Zum Beispiel können metallisierte
wendet werden. Zum Beispiel können metallisierte
Polymere, die Metalle der VIII. Gruppe, z. B. Kobalt, 30 Die Arbeitsweise von Beispiel 2 wurde mit 100 Teilen
Nickel, Palladium und Platin enthalten, zur Katalysie- Poly-(diphenylstyrolphosphin)undl82Teilen(2,2Äqui-
rung von Hydroformylierungen, Hydrierungen und valente) Bis-(benzonitril)-platinchlorid wiederholt. Das
Oligomerisationsreaktionen verwendet werden. Es platinhaltige Polymere wurde in guter Ausbeute erhal-
wird jedoch angenommen, daß der Wirkungsgrad von ten und besaß die folgende Zusammensetzung:
nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten, 35 o . . „. o .. D ., ,, Ot.,, ..
metallisierten Polymeren bei einer spezifischen Reak- Berechnet ... C 8,42, P 7,36, Pt 23,14;
tion von der Wahl des Metalls, Phosphins und Poly- gefunden ... Cl 8,70, P 7,37, Pt 23.U7.
nieren zusammen mit den angewendeten Reaktions- . .
bedingungen abhängt. Zum Beispiel können bestimmte B e 1 s ρ 1 e I 4
metallisierte Polymere mit einem Gehalt an Über- *o Es wurde eine Lösung von 23,7 Teilen Bis-(benzo-
gangsmetallen der Gruppen IVa bis VIa zur Kataly- nitril)-palladiumchlorid in überschüssigem Chloroform
sierung von Polymerisations- und Disproportionie- zu einer gerührten Lösung von 50 Teilen Diphenyl-
rungsreaktionen verwendet werden. styrolphosphin-Styrol-Copolymerem, ebenfalls in ChIo-
Speziell wird bei einem Verfahren zur Herstellung roform, im Verlauf von 10 Minuten bei Raumtemperavon
Aldehyden und/oder Alkoholen ein Olefin mit 45 tür gegeben. Die Reaktionsmischung wurde 1I2 Stunde
Kohlenmonoxyd und Wasserstoff in Gegenwart eines lang unter Rückfluß gehalten und danach bis auf eine
Katalysators umgesetzt, der aus einem Polymerisat des kleine Menge eingedampft. Spuren von in Chloroform
Styrolphosphins besteht, das Metalle der Gruppe VIII unlöslichem Material wurden abfiltriert, und das Filtrat
des Periodensystems, insbesondere Kobalt, mit den wurde tropfenweise in gerührtes Hexan gegeben.
Phosphoratomen koordiniert enthält. 50 Der resultierende Niederschlag wurde abfiltriert und
Phosphoratomen koordiniert enthält. 50 Der resultierende Niederschlag wurde abfiltriert und
Vorzugsweise wird der Katalysator dabei in die getrocknet; es ergab sich ein tiefgelbes, palladium-
Reaktionszone als Suspension in einem Lösungsmittel haltiges Copolymeres (40 Teile, 72%) mit folgender
eingeführt, das unter den Bedingungen der Hydro- Analyse:
formylierungsreaktion flüssig ist. Das Lösungsmittel . n. . Λ D , ,_ D , , n_
kann ein zu behandelndes Olefin sein; sonst soll es 55 Berec"net ... U 4,03, P J,5A ™o.™.
kann ein zu behandelndes Olefin sein; sonst soll es 55 Berec"net ... U 4,03, P J,5A ™o.™.
unter den Reaktionsbedingungen inert sein oder ein gefunden ... Cl 4,55, P 3,95, Pd 7,81.
Produkt des Hydroformylierungsverfahrens. Geeignete B . 15
Lösungsmittel sind gesättigte Kohlenwasserstoffe, im ^
Kreislauf geführte Produkte oder hochsiedende Rück- Es wurde eine Lösung von 16,35 Teilen Bis-(tristände
der nachfolgenden Gewinnungsverfahren. 60 phenylphosphinj-nickeldibromid in Toluol tropfen-
Nachstehend wird die Erfindung durch Beispiele weise in eine gerührte Lösung von 50 Teilen Diäthyl-
näher erläutert, wobei alle Teile durch Gewicht ausge- styrolphosphin-Styrol-Copolymerem in Toluol bei
drückt sind. Raumtemperatur im Verlauf von 15 Minuten gegeben.
R . -Ii Die rote Lösung wurde weitere 30 Minuten bei
e's p 'e 65 Raumtemperatur gerührt und danach zur Trockne ein-
Es wurde eine Lösung von 49 Teilen (2,2 Äquiva- gedampft. Der rosa Feststoff wurde mit warmem
lente) wasserfreiem Kobalt-(II)-chlorid in 9000 Teilen Hexan zur Entfernung von Triphenylphosphin verrie-
trockenem Tetrahydrofuran (THF) tropfenweise in ben und danach abfiltriert. Nach Trocknung bei 900C
5 . 6
wurde das nickelhaltige Copolymere in einer Ausbeute 2 Stunden wurde ein dunhta^^g ge-
von85»/omitfolgenderAnalyseerhaIten: bildet Die Reaktionsmischung wurde abfiltnert und
10 B J der Niederschlag nut Xylol gewaschen; das mangan-
Berechnet ... Ni 1,95, P 2,06; · haltige Polymere fiel in einer Ausbeute von 78 % an.
gefunden ... Ni 1,27, P2,45. 5 Beispiel 9
Beispiel5a £s ^^ ejne Mischung aus 22 Teilen Chromhexa-
Verwendung zur Oligomerisiemng carbonyl und 60 Teilen Poly-(diphenylstyrolphosphin)
Es wurden 25 Teile dieses nickelhalügen Polymeren 6 Stunden lang in Diäthylenglykoldimethyläther unter
mit Bimssteinkörnern fei ein senkrecht angeordnetes i. Rückfluß gehalten. Die Reaküonsmischung wurde ab-
Mikroreaktionsrohr gegeben. gekühlt und in Petrolather (100 tos 120 C) gegeben.
Es wurde trockener sauerstofffreier Stickstoff über Der Niederschlag wurde abfiltnert, mit Toluol geNacht
durch die Vorrichtung geleitet; danach wurde waschen, getrocknet und gewogen; es fiel ein schwachtrockenes sauerstofffreies gasförmiges Propylen mit gelbes metallisiertes Polymeres an (/3 /„}.
einer Rate von 100 bis 150 ml/Min, eingeleitet 15 B e i s ρ i e 1 10
einer Rate von 100 bis 150 ml/Min, eingeleitet 15 B e i s ρ i e 1 10
Es wurde Äthylaluminiumdichlorid (in einer zur
Einstellung eines Al/Ni-Verhältnisses von 10:1 aus- Zu einer gerührten Losung von 63 I eilen PoIy-
reichenden Menge) in die Säule unter Verwendung von (diphenylstyrolphosphin) in Benzol wurde eine Losung
Propylen als Trägergas eingeleitet. Nach 4stündigem von 22 Teilen Vanadiumhexacarbonyl in Benzol gege-
Durchleiten von Propylen durch das Reaktionsgefäß 20 ben. Die Reaktionsmischung wurde bei1 Raumtempera-
bei Atmosphärendruck wurde das flüssige Produkt, das tür 4 Stunden lang gerührt; das metallisierte Polymere
sich in einer Vorlage am Fuß der Säule angesammelt wurde in üblicher Weise durch Fallung aus Petrolather
hatte, einer Gas-Flüssig-Chromatographie-Analyse (100 bis 1200C) isoliert,
unterworfen. Das Produkt bestand in der Hauptsache Beispiel 11
aus Hexenen (85°/0) zusammen mit einer kleineren 25
aus Hexenen (85°/0) zusammen mit einer kleineren 25
Menge Nonenen (12%) und Spuren höher siedender Eine Lösung von 41,3 Teilen Poly-(diphenylsiyrol-
Produkte. phosphin) in 870 Teilen trockenem Toluol wurde
. . tropfenweise in eine gerührte Lösung von 27 Teilen
Beispiel 6 Co2(CO)8 in 3500 Teilen Toluol bei Raumtemperatur
Es wurde 1 Teil Azobisisobutyronitril zu einer 30 im Verlauf von 15 Minuten gegeben. Die Reaktions-Lösung
von 100 Teilen Bis-(diäthylstyrolphosphin)- mischung wurde eine weitere Stunde lang bei Raumnickeldibromid
in Benzol gegeben und die Lösung temperatur gerührt, wonach das unlösliche metalli-5
Stunden lang zwecks Polymerisation unter Rückfluß sierte Polymere abfiltnert wurde, von überschüssigem
gehalten. Kobaltcarbonyl mit Toluol freigewaschen, getrocknet
Das feste Polymere, das sich während der Reaktion 35 und analysiert wurde,
abgesetzt hatte, wurde abfiltnert, mit Benzol gewaschen o , rv.nm pa7S·
und getrocknet; es ergab sich ein mckelhaltiges Poly- f , n *, fi, ρ 7 70
meres in einer Ausbeute von 48%. gefunden ... Co 12,83, V l,£).
Berechnet... Ni 9,6, P 10,3; 40 Beispiel 11a
gefunden ... Ni 9,19, P 8,52. Verwendung zur Hydroformylierung
B e i s ρ i e 1 7 ' Das vorstehend angeführte Material (12,5 Teile)
wurde in einer 25%igen (Vol./Vol.) Lösung von
Verfahren A Hexen-1 in 6100 Teilen Benzol suspendiert. Die
Es wurde eine Lösung von 19 Teilen Titantetrachlo- 45 Mischung wurde in einem Glasfutter-Autoklaven bei
rid in Benzol (über Natrium getrocknet) tropfenweise 60 Atmosphären (abs.) und 1700C 5 Stunden lang mit
in eine gerührte Lösung von 63 Teilen Poly-(diphenyl- einem CO/H2-Gemisch (1:1) umgesetzt. Am Ende der
styrolphosphin) in Benzol unter Stickstoff gegeben. Reaktion wurde der unlösliche Katalysator durch FiI-
Nach 3stündigem Rühren bei Raumtemperatur wurde tration entfernt. Eine Gas-Flüssig-Chromatographie-
das ausgefällte Material unter Stickstoff abfiltriert und 50 Analyse des Filtrats zeigte, daß 93% des Hexen-1
mit Benzol gewaschen; das rosarotgefärbte titanhaltige hydroformyliert worden waren. Das Filtrat enthielt nur
Polymere fiel in 82%iger Ausbeute an. eine vernachlässigbare Co-Menge (<
1 % des vorhan-
denen Gesamt-Co), woraus hervorgeht, daß die Kata-
Verfahren B lysatorentfernung in einfacher Weise und wirksam
Zu einer gerührten Aufschlämmung von 6 Teilen Di- 55 durchgeführt wurde.
äthylstyrolphosphin-Styrol-Copolymerem wurde unter R . . . 1 _
Stickstoff eine Lösung von 17 Teilen Titantetrachlorid Beispiel^
in Isooctan gegeben. Die Reaktionsmischung wurde Es wurde eine Lösung von 78,9 Teilen Diäthylstyrol-
bei 700C 4 Stunden lang unter Stickstoff gerührt. Die phosphin-Styrol-Copolymerem in 1300 Teilen trocke-
Suspension wurde unter Stickstoff abfiltnert und mit 60 nem Toluol tropfenweise bei Raumtemperatur zu einer
Isooctan gewaschen. Eine Analyse zeigte, daß der gerührten Lösung von 24,6 Teilen COj(CO)8 im Verlauf
Metallgehalt des metallisierten Polymeren 65% des von 15 Minuten gegeben. Die Reaktionsmischung
theoretisch möglichen Wertes betrug. wurde weitere I1/: Stunden lang gerührt, wonach das
. . . metallisierte Polymere abfiltnert, mit Toluol ge-Beispiele
6j wasc]ier,) getrocknet und analysiert wurde.
Es wurde eine Lösung von 24 Teilen Mangancarbo-
Es wurde eine Lösung von 24 Teilen Mangancarbo-
nyl und 60 Teilen Poly-(diphenylstyrolphosphin) in Berechnet ... Co 7,9, P 4,1;
Xylol 6 Stunden lang unter Rückfluß gehalten. Nach gefunden ... Co 6,86, P 3,82.
Verwendung zur Hydroformylicrung
Das vorstehend angeführte Material (45 Teile) wurde in einer 25%igen (Vol./Vol.) Lösung von Hexen-1 in 6100 Teilen Benzol gelöst. Die Mischung wurde in einem GlasfuUer-Auloklav bei 60 Atmosphären und 1700C mit einem CO/H2-Gemisch (1: 1) umgesetzt; in Abständen wurden Proben entnommen und einer Gas-Flüssig-Chromalographie-Analyse unterworfen. Diese Analyse einer Probe, die nach 45 Minuten abgezogen
Das vorstehend angeführte Material (45 Teile) wurde in einer 25%igen (Vol./Vol.) Lösung von Hexen-1 in 6100 Teilen Benzol gelöst. Die Mischung wurde in einem GlasfuUer-Auloklav bei 60 Atmosphären und 1700C mit einem CO/H2-Gemisch (1: 1) umgesetzt; in Abständen wurden Proben entnommen und einer Gas-Flüssig-Chromalographie-Analyse unterworfen. Diese Analyse einer Probe, die nach 45 Minuten abgezogen
wurde, ergab 12°/0 Hexen-1, 82% Heptaldehyd und
6% Heptanol.
Ein Vorteil, der durch Anwendung von metallisierten Polymeren, hergestellt gemäß dem Verfahren der Crfindung,
als Katalysatoren bei dem durch die Beispiele Il a und 12a erläuterten Reaktionstyp erzielt
wird, beruht auf der Tatsache, daß die Katalysatorreste leicht vom Produkt, z. B. durch Filtration, entfernt
werden können. Es bleibt nur eine geringe Menge der ίο Metallkomponente (im allgemeinen
< 1 °/0 des enthaltenen Metalls) im Produkt zurück.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung metallisierter Poly- die Metalle der Gruppen IVa bis VIII und der
merer, dadurch gekennzeichnet, daß 5 Gruppe Ib des Periodensystems der Elemente, insbeman
ein Styrolphosphinpolymerisat in Losung oder . sondere die Metalle der Gruppe VIII am wichtigsten
in Suspension mit einer Lösung eines Obergangs- (vgl Periodensystem in Cotton und W i I k i nmetällsalzes
oder eines Übergangsmetallkomplexes son, Advanced Inorganic Chemistry, 2. Auflage
in an sich bekannter Weise umsetzt oder einen [Interscience Publishers], 1966, Einbandrückseite).
Übergangsmetallkomplex mit mindestens einem io Beispiele geeigneter Metalle sind Kobalt, Nickel, Pallapolymerisierbaren
Styrolphosphinliganden in Lö- dium, Platin, Titan, Vanadium, Chrom und Mangan,
sung in an sich bekannter Weise mit freie Radikale Bei der ersten Ausführungsform des erfindungsbildenden
Katalysatoren polymerisiert. gemäßen Verfahrens wird ein Styrolphosphinpoly-
2. Verwendung von metallisierten Polymeren merisat mit einer Lösung des Metallsalzes oder -komgemäß
Anspruch 1 mit einem Gehalt an Metallen 15 plexes, welcher geeignet ist, einen Ligandenaustausch
der Gruppe VIII des Periodensystems als Kataly- zu bewirken, direkt umgesetzt. Das Styrolphosphinsator
bei der Hydroformylierung von Olefinen zur polymerisat ist durch Polymerisation eines Styrol-Bildung
von Alkoholen und/oder Aldehyden durch phosphinmonomeren in Masse oder in Lösung z. B.
Umsetzung der Olefine mit Kohlenmonoxyd und mit einem üblichen freie Radikale erzeugenden Initia-Wasserstoff.
ao tor, wie Azobisisobutyronitril, hergestellt worden. Das
Polymerisat wird in einem trocknen Lösungsmittel, wie
Tetrahydrofuran, Chloroform oder Toluol, gelöst. Die
Metallverbindung wird ebenfalls in einem Lösungsmittel gelöst, vorzugsweise in dem gleichen, das zur
Es ist bereits bekannt, Übergangsmetallkomplexe as Lösung des Polymerisats verwendet worden ist; die
von polymerisierbaren Monomeren, wie Vinylpyridi- beiden Lösungen werden vermischt. Es kann sich ein
nen, der radikalischen Homo- oder Copolymerisation Niederschlag des metallisierten Polymeren bilden; in
zu unterwerfen. Es sind auch schon metallisierte Poly- diesem Fall kann er abfiltriert, gewaschen und getrockmere
durch Umsatz von Copolymerisaten mit Salzen net werden, jedoch kann es erforderlich sein, die
oder Komplexen von Übergangsmetallen hergestellt 30 gesamten Lösungsmittel oder einen Teil derselben zur
worden. Es wurde nun ein Verfahren zur Herstellung Erlangung von festem Polymeren zu verdampfen. Auch
von metallisierten Polymeren gefunden, bei dem man kann eine Fällung durch Zugabe eines Lösungsmittels,
ein Styrolphosphinpolymerisat in Lösung oder in Sus- das mit dem Reaktionslösungsmittel mischbar ist, in
pension mit einer Lösung eines Übergangsmetallsalzes dem jedoch das Polymere unlöslich ist, typischerweise
oder eines Übergangsmetallkomplexes in an sich be- 35 eines aliphatischen Kohlenwasserstoffs, bewirkt werkannter
Weise umsetzt oder einen Übergangsmetall- den. Es können Verdampfungstechniken angewandt
komplex mit mindestens einem polymerisierbaren werden, um Polymerisatfilme oder andere Formen zu
Styrolphosphinliganden in Lösung in an sich bekannter gießen, während Fällungsverfahren bevorzugt werden,
Weise mit freie Radikale bildenden Katalysatoren wenn es erwünscht ist, Polymeren mit einer großen
polymerisiert. 40 Oberfläche für katalytische Zwecke herzustellen.
Bei den Styrolphosphinpolymerisaten handelt es sich Wenn ein Metallkomplex verwendet wird, ist es vor-
um solche, die durch die Polymerisation eines substi- zugsweise ein solcher, bei dem ein austauschbarer kotuierten
Styrols gebildet werden, das mindestens eine ordinierter Ligand oder austauschbare koordinierte
Phosphingruppe PR2 als Substituenten im Benzolring Liganden an ein Metallelement der Gruppe Vb oder
enthält, wobei R eine Kohlenwasserstoffgruppe, z.B. 45 VIb gebunden sind, da sie leicht den geforderten
eine Alkyl-, Aryl-, Alkaryl-, Aralkyl- oder Alkenyl- Ligandenaustausch eingehen. Beispiele für Metallgruppe
ist. komplexe sind solche, bei denen der austauschbare Unter der Bezeichnung »Styrolphosphinpolymeri- koordinierte Ligand bzw. die austauschbaren koordisate«
sind Homopolymerisate oder Copolymerisate zu nierten Liganden Carbonyl, Nitril, z. B. Benzonitril,
verstehen. Styrol ist ein bevorzugtes Comonomeres. S" oder Phosphin, z. B. Triphenylphosphin, sind.
Es können andere Substituenten im Benzolring unter Es ist ferner möglich, das Polymerisat in feinzerteilter
der Voraussetzung vorhanden sein, daß sie weder Form in einem Lösungsmittel, welches das Polymerisat
Reaktionen, die zur Bildung von Polymerisaten führen, nicht, jedoch das Metallsalz oder den Komplex löst,
noch Reaktionen, bei denen die Polymeren anschlie- z. B. in einem aliphatischen Kohlenwasserstofflösungsßend
verwendet werden, nachteilig beeinflussen. Die 55 mittel, wie Isooctan, zu suspendieren. Danach wird das
Erfindung richtet sich besonders auf die Metallisierung Metallsalz zu der Suspension gegeben und gerührt, bis
von Polymerisaten, die aus Monomeren der allgemei- es sich mit dem Polymerisat umgesetzt hat, das danach
nen Formel vom Reaktionsmedium, z. B. durch Filtration oder
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