DE2000874A1 - Telephonhoerer aus Schichtstoff und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents

Telephonhoerer aus Schichtstoff und Verfahren zu seiner Herstellung

Info

Publication number
DE2000874A1
DE2000874A1 DE19702000874 DE2000874A DE2000874A1 DE 2000874 A1 DE2000874 A1 DE 2000874A1 DE 19702000874 DE19702000874 DE 19702000874 DE 2000874 A DE2000874 A DE 2000874A DE 2000874 A1 DE2000874 A1 DE 2000874A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mold
injected
thermoplastic material
batch
polymethyl methacrylate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19702000874
Other languages
English (en)
Inventor
Oxley David Fairclough
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Imperial Chemical Industries Ltd
Original Assignee
Imperial Chemical Industries Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Imperial Chemical Industries Ltd filed Critical Imperial Chemical Industries Ltd
Publication of DE2000874A1 publication Critical patent/DE2000874A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J9/00Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof
    • C08J9/34Chemical features in the manufacture of articles consisting of a foamed macromolecular core and a macromolecular surface layer having a higher density than the core

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Injection Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)
  • Manufacture Of Porous Articles, And Recovery And Treatment Of Waste Products (AREA)

Description

Dr.D. Thomson H. Tiedtke G.Bühling
Dipl.-Chem. Dipl.-Ing. Dipl.-Chem.
8000 MÖNCHEN 2
TAL 33
TELEFON 0811/226894
TELEGRAMMADRESSE: THOPATENT
München 9. Januar 1970 ' case P. 2163H / T 3462
Imperial Chemical Industries Limited London, Großbritannien
Telephonhörer aus Schichtstoff und Verfahren zu seiner Herstellung
Zusatz zu Patent (Patentanmeldung P 17 78 457.5) Die Erfindung bezieht sich auf Telephone.
Erfindungsgemäß wird ein Telephonhörer aus Schichtstoff oder Schichtstofftelephonhörer geschaffen, von dem wenigstens ein Teil aus einem Kern aus1geschäumtem thermoplastischem. Material besteht, das vollständig von einer im wesentlichen kontinuierlichen und ungeschäumten Haut aus Polymethylmethacrylat umschlossen ist.
009836/1195
Mündlich« Abreden, Insbesondere durch Telefon, bedürfen schriftlicher Betätigung Dresdner B»nk München Kto. 100103 · Postscheckkonto München 116974
Die Telephonhörer nach der Erfindung können vorteilhaft im Spritzgußverfahren hergestellt werden, bei dem eine Charge aus Polymethylmethacrylat in eine Form eingespritzt und anschließend und noch vor dem Verfestigen der Polymethylmethacrylatcharge in letztere eine Charge aus thermoplastischem Material injiziert wird, die ein Treibmittel enthält. Die das Treibmittel enthaltende Charge aus thermoplastischem Material läßt man dann innerhalb der Form schäumen; ferner läßt man beide Materialien verfestigen.
Wird der Telephonhörer dadurch hergestellt, daß lediglich zwei Chargen aus Material in die Form eingespritzt . . werden,ist die Polymethylmethacrylathaut an einer Stelle unterbrochen, an der die zweite Charge eingespritzt wird; derartige Telephonhörer, die einen derartigen Bruch an der Außenhaut haben, werden als mit einer im wesentlichen kontinuierlichen Außenhaut versehen angesehen. Bei einem bevorzugten Verfahren für das Formen von Telephonen nach der Erfindung wird nach dem Einspritzen der ein Treibmittel enthaltenden Charge aus thermoplastischem Material eine zweite Polymethylmethacrylatcharge injiziert. Dies bringt.' zwei Vorteile: erstens wird dadurch gewährleistet, daß jegliches in der Angußöffnung der Formmaschine nach einem Formzyklus verbleibendes Material Polymethylmethacrylat ist und daher mit der ersten Charge des nächsten Formzyklus kein schäumbares Material vermischt wird; zweitens wird gewährleistet, daß beim Abschneiden des Angußkegels vom Formling
009836/1195
ein ungeschäumter und nicht ein geschäumter Bereich freigelegt wird. ■
Das Polymethylmethacrylat, das bei der Herstellung von Telephonen nach der Erfindung verwendet wird, kann ein Homopolymeres oder ein Mischpolymeres von Methylmethacrylat sein, wobei für die Mischpolymerisation von Methylmethacrylat insbesondere Äthylacrylat ein geeignetes Monomeres ist» Das Polymethylmethaerylat kann pigmentiert werden, um Telephone beliebiger Farbe zu erzeugen. Beispiele für thermoplastische Materialien, die zur Herstellung des geschäumten Kerns der Telephone verwendet werden können, umfassen Polymere und Mischpolymere von Vinylchlorid, Polymere und Mischpolymere von Methylmethacrylat und Polymere und Mischpolymere von Butadien, insbesondere Mischpolymere, die Acrylo- " nitril, Butadien und Styrol enthalten.
Die Charge aus schäurabarem thermoplastischem Material läßt man .innerhalb der Form in geeigneter Weise schäumen.· Bei dem bevorzugten Verfahren wird das thermoplastische Material bei einer Temperatur injiziert, die oberhalb der-·"
* ■
jenigen liegt, bei der das Blähmittel normalerweise sich zersetzt, wobei jedoch die Drücke in der Form so gewählt v/erden, daß das Schäumen solange verhindert wird, bis die Form gefüllt ist. Ist die Form gefüllt, wird die Form vergrößert, damit das den Kern bildende thermoplastische Material schäumen kann; die Form kann augenblicklich oder all-
009836/1195
mählich vergrößert werden, indem man die Verriegelungskräfte an der Form vermindert, so daß sie durch die bei der Zersetzung des Treibmittels erzeugten Kräfte vergrößert wird oder indem man die Form mechanisch öffnet. . ·
Bei einer weiteren Ausführungsform können nach dem Einspritzen der ersten Polymethylmethacrylatcharge in die Form die beiden Formhälften zusammengedrückt werden, um das Polymethylmethacrylat zu den Enden der Form zu verteilen, wonach dann das schäumbare thermoplastische Material einge-' spritzt wird; dabei kann der Formhohlraum vergrößert sein, um das Einführen der zweiten Charge zu ermöglichen. Diese Ausführungsform überwindet den Nachteil, daß dann, wenn die erste Charge aus Polymethylmethacrylat nicht zu den Enden ■ der Form vor dem Einspritzen der zweiten Charge verteilt wird, sich eine Linie auf der Oberfläche des Formlings bildet , die der Lage des Rands der ersten Charge in der Form entspricht.
Es wurde festgestellt, daß insbesondere dann gute Telephone erhalten werden, wenn sie eine äußere ungeschäumte Oberflächenhaut aus Polymethylmethacrylat und einen geschäumten Kern haben, da das Polymethylmethacrylat einen guten Außenhautfinish mit hohem Glanz gibt, wobei der geschäumte Kern nicht nur billig ist, sondern zu einer ver*· · besserten Steifigkeit und zu verbesserten SchlagzÄhigkeifseigenschaften„führt.
009836/1195
Werden die Telephonhörer nach der Erfindung in der vorbeschriebenen Weise hergestellt, hängt das Ausmaß, bis·. zu dem die ein Treibmittel enthaltende Charge aus thermo·' plastischem Material in die erste Charge aus Polymethyl- '·. methacrylat in der Form eindringt, von der Größe und der · . · Form des hergestellten-.Telephonhörers ab. Wird Polymethylmethacrylat gezwungen, um scharfe Ecken in der Form zu fließen, so dringt das den Kern bildende thermoplastische·. Material nicht so weit in das Polymethylmethacrylat ein, wie dies bei einem ebenen Formling der Fall wäre. Es wurde, jedoch festgestellt, daß die Schlagzähigkeitseigenschaften vom'Telephonhörer bereits verbessert werden, wenn lediglich Teile des Hörers insbesondere aus einem Kern aus geschäum-_ tem thermoplastischem Material bestehen, der im wesentlichen vollständig durch eine Polymethylmethacrylathaut überzogen ist. Werden die Telephonhörer nach der Erfindung im .Spritzgußverfahren, hergestellt, sollte die Ausgestaltung de.r. Form so sein, daß während des Formzyklus ein minimaler Materialverlust auftritt. Es wurde festgestellt, daß ins-. besondere Vertikalgratformen geeignet sind, da sie es gestatten, das Volumen des Formhohlraums nach Bedarf zu ver- .. größern oder zu verkleinern und dabei gleichzeitig verhin- . dern, daß Material aus dem Formhohlraum entweicht.
Die Treibmittel, die in das thermoplastische Material eingegliedert werden können, lassen sich in zwei Gruppen unterteilen. Eine geeignete Gruppe sind die flüssigen Bläh'r
009836/1195
mittel, die vom Kunststoff abs'orbiert werden und beim Er- ■ hitzen zum Schäumen verdampfen. Beispiele für verwendbare . flüssige Treibmittel sind Methylchlorid, Äthylchlorid, Vinylchlorid, Polyhalogenkohlenstoffe und flüchtige Kohlenwasserstoffe wie beispielsweise Pentan. Die andere geeignete Gruppe von Blähmittel sind die festen Blähmittel, die . sich bei Erhitzen zersetzen und ein Gas freigeben und die zweckmäßig mit dem gepulverten oder granulierten thermoplastischen Material trocken vermischt werden, um eine innige Mischung zu erhalten. Beispiele derartiger fester . Blähmittel sind Bicarbonate wie beispielsweise Natriumbicarbonat, das Kohlenstoffdioxyd beim Erhitzen freigibt; ferner sind Treibmittel geeignet, die Stickstoff beim Err hitzen freisetzen. Beispiele für Stickstoff freisetzende Treibmittel sind organische Verbindungen, die eine N-Nitrosogruppe, eine Azogruppe oder eine Hydrazogruppe wie beispielsweise Azodicarbonamid, Dinitrosopentamethyltetramin, pp'-oxy-bis(benzolsulfonyl)hydrazid und Benzol 1,3-disulr fonylhydrazid enthalten. Es .;ird bevorzugt, daß das das Treibmittel enthaltene thermoplastische Material 0,01 bis.. 5 Gew.-% an Treibmittel enthält. ·. ·
009836/1195

Claims (4)

Patentansprüche
1. Schichtstofftelephonhörer, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Teil des Telephonhörers aus einem Kern aus einem geschäumten thermoplastischen Material besteht,- ■ der ini wesentlichen vollständig durch eine im wesentlichen kontinuierliche und ungeschäumte Haut aus Polymethylmethacrylat umschlossen ist.
2. Verfahren zur Herstellung von Telephonhörern nach' Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in eine Form einö Charge aus Polymethylmethacrylat eingespritzt und vor dem Verfestigen dieser Charge in diese eine Charge aus thermoplastischem Material injiziert wird, die ein Treibmittel/ enthält, wonach man das thermoplastische Material schäumen und sich beide Polymere in der Form verfestigen läßt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Einspritzen der das Treibmittel enthaltenden Charge aus thermoplastischem Material eine zweite Charge aus
009836/1195
Polyinethylmethacrylat in die Form injiziert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das das Treibmittel enthaltende thermoplastische Material bei einer Temperatur eingespritzt wird, bei der das darin enthaltene Blähmittel normalerweise ein Gas erzeugt, wobei die Drücke in der Form derart gewählt werden, daß das Schäumen solange verhindert wird, bis die Form gefüllt ist und daß man das Volumen des Formhohlraums ver- ' · größert, damit das das Treibmittel enthaltende thermoplastische Material schäumen kann.
009836/1195
DE19702000874 1969-01-09 1970-01-09 Telephonhoerer aus Schichtstoff und Verfahren zu seiner Herstellung Pending DE2000874A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB0317/69A GB1271871A (en) 1969-01-09 1969-01-09 Improvements in or relating to telephones

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2000874A1 true DE2000874A1 (de) 1970-09-03

Family

ID=9719895

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19702000874 Pending DE2000874A1 (de) 1969-01-09 1970-01-09 Telephonhoerer aus Schichtstoff und Verfahren zu seiner Herstellung

Country Status (5)

Country Link
BE (1) BE744280R (de)
DE (1) DE2000874A1 (de)
FR (1) FR2037038A6 (de)
GB (1) GB1271871A (de)
NL (1) NL7000240A (de)

Families Citing this family (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4512720A (en) * 1983-04-12 1985-04-23 Barry Wright Corporation Pump impellers and manufacture thereof by co-injection molding
CN112876326A (zh) * 2021-03-16 2021-06-01 攀枝花学院 混装型乳化炸药及其应用

Also Published As

Publication number Publication date
FR2037038A6 (de) 1970-12-31
NL7000240A (nl) 1970-07-13
GB1271871A (en) 1972-04-26
BE744280R (fr) 1970-07-09

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69112979T2 (de) Verfahren zur Verarbeitung von Polypropylen-Kunststoff.
DE2850700A1 (de) Verbessertes spritzgussverfahren fuer schaumstoffe
DE1778457B1 (de) Verfahren zum herstellen von mehrschichtgegenstaenden
DE10122887A1 (de) Geschäumtes Thermoplastharzformteil für den Kraftfahrzeuginnenraum und Verfahren zu seiner Herstellung
DE2159345A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Schichtstoffgegenständen
DE1504494A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines aufgeschaeumten Zell-Formkoerpers aus einem verschaeumbaren,thermoplastischen Ausgangsstoff,vorzugsweise Kunstharz
DE2320098A1 (de) Spritzgiessverfahren
DE1494914A1 (de) Aktivierte Azodicarbonamid-Treibmittelmischung,schaeumbare Kunststoff -oder Plastomermischung mit einem Gehalt an aktivierter Azodicarbonamid-Treibmittelmischung und Verfahren zur Erhoehung der Zersetzungsgeschwindigkeit von Azodicarbonamid
DE1544745A1 (de) Verfahren zur Herstellung von vernetzten Polyaethylenschaeumen
DE2105198A1 (de) Verfahren zur Herstellung laminierter Gegenstande
DE2911719A1 (de) Verfahren zur herstellung von leichtgewichtigem schaumstoffen aus thermoplastischen kristallinen kunststoffen
DE2000874A1 (de) Telephonhoerer aus Schichtstoff und Verfahren zu seiner Herstellung
DE2425569A1 (de) Verfahren zur herstellung eines vernetzten schaumstoffs
JP4506924B2 (ja) 合成樹脂成型物の製造方法
DE1243872B (de) Herstellung von Schaumkunststoffen aus Polyestern und Polycarbonaten
US3927159A (en) Method of forming a dimensionally accurate foamed polyethylene resin products
DE1803979A1 (de) Verschaeumbare Polystyrolmassen fuer das Spritzgussverfahren,Spritzgussformkoerper und Verfahren zu deren Herstellung
DE4390938C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines geformten Verbundpolster-Gegenstandes
DE2045362A1 (de) Spritzgußform
DE2335310C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Strukturschaumstoffen mit ungeschäumter Außenhaut und glatter und glänzender Oberfläche aus thermoplastischen Kunststoffen
DE1965367A1 (de) Geschichteter Lebensmittelkuebel und Verfahren zu dessen Herstellung
DE2000159A1 (de) Sanitaere Artikel und Verfahren zu deren Herstellung
DE1554910A1 (de) Verfahren zur Herstellung von poroesen Kunststoff-Formteilen
DE2000157A1 (de) Behaelter aus Schichtstoff
DE2216213A1 (de) Verstärkte schäumbare thermoplastische Zusammensetzungen und Verfahren zu deren Herstellung

Legal Events

Date Code Title Description
SH Request for examination between 03.10.1968 and 22.04.1971