DE2000874A1 - Telephonhoerer aus Schichtstoff und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents
Telephonhoerer aus Schichtstoff und Verfahren zu seiner HerstellungInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08J—WORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
- C08J9/00—Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof
- C08J9/34—Chemical features in the manufacture of articles consisting of a foamed macromolecular core and a macromolecular surface layer having a higher density than the core
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Description
Dipl.-Chem. Dipl.-Ing. Dipl.-Chem.
8000 MÖNCHEN 2
TAL 33
TELEFON 0811/226894
München 9. Januar 1970 ' case P. 2163H / T 3462
Imperial Chemical Industries Limited London, Großbritannien
Telephonhörer aus Schichtstoff und Verfahren zu seiner Herstellung
Zusatz zu Patent (Patentanmeldung P 17 78 457.5)
Die Erfindung bezieht sich auf Telephone.
Erfindungsgemäß wird ein Telephonhörer aus Schichtstoff oder Schichtstofftelephonhörer geschaffen, von dem
wenigstens ein Teil aus einem Kern aus1geschäumtem thermoplastischem.
Material besteht, das vollständig von einer im wesentlichen kontinuierlichen und ungeschäumten Haut
aus Polymethylmethacrylat umschlossen ist.
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Mündlich« Abreden, Insbesondere durch Telefon, bedürfen schriftlicher Betätigung
Dresdner B»nk München Kto. 100103 · Postscheckkonto München 116974
Die Telephonhörer nach der Erfindung können vorteilhaft
im Spritzgußverfahren hergestellt werden, bei dem eine Charge aus Polymethylmethacrylat in eine Form eingespritzt
und anschließend und noch vor dem Verfestigen der Polymethylmethacrylatcharge in letztere eine Charge aus thermoplastischem
Material injiziert wird, die ein Treibmittel enthält. Die das Treibmittel enthaltende Charge aus thermoplastischem
Material läßt man dann innerhalb der Form schäumen; ferner läßt man beide Materialien verfestigen.
Wird der Telephonhörer dadurch hergestellt, daß lediglich zwei Chargen aus Material in die Form eingespritzt . .
werden,ist die Polymethylmethacrylathaut an einer Stelle unterbrochen, an der die zweite Charge eingespritzt wird;
derartige Telephonhörer, die einen derartigen Bruch an der Außenhaut haben, werden als mit einer im wesentlichen kontinuierlichen
Außenhaut versehen angesehen. Bei einem bevorzugten Verfahren für das Formen von Telephonen nach der
Erfindung wird nach dem Einspritzen der ein Treibmittel enthaltenden Charge aus thermoplastischem Material eine
zweite Polymethylmethacrylatcharge injiziert. Dies bringt.' zwei Vorteile: erstens wird dadurch gewährleistet, daß jegliches
in der Angußöffnung der Formmaschine nach einem Formzyklus verbleibendes Material Polymethylmethacrylat ist und
daher mit der ersten Charge des nächsten Formzyklus kein schäumbares Material vermischt wird; zweitens wird gewährleistet,
daß beim Abschneiden des Angußkegels vom Formling
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ein ungeschäumter und nicht ein geschäumter Bereich freigelegt wird. ■
Das Polymethylmethacrylat, das bei der Herstellung
von Telephonen nach der Erfindung verwendet wird, kann ein
Homopolymeres oder ein Mischpolymeres von Methylmethacrylat
sein, wobei für die Mischpolymerisation von Methylmethacrylat insbesondere Äthylacrylat ein geeignetes Monomeres ist»
Das Polymethylmethaerylat kann pigmentiert werden, um Telephone
beliebiger Farbe zu erzeugen. Beispiele für thermoplastische Materialien, die zur Herstellung des geschäumten
Kerns der Telephone verwendet werden können, umfassen Polymere und Mischpolymere von Vinylchlorid, Polymere und Mischpolymere
von Methylmethacrylat und Polymere und Mischpolymere von Butadien, insbesondere Mischpolymere, die Acrylo- "
nitril, Butadien und Styrol enthalten.
Die Charge aus schäurabarem thermoplastischem Material
läßt man .innerhalb der Form in geeigneter Weise schäumen.· Bei dem bevorzugten Verfahren wird das thermoplastische
Material bei einer Temperatur injiziert, die oberhalb der-·"
* ■
jenigen liegt, bei der das Blähmittel normalerweise sich zersetzt, wobei jedoch die Drücke in der Form so gewählt
v/erden, daß das Schäumen solange verhindert wird, bis die Form gefüllt ist. Ist die Form gefüllt, wird die Form vergrößert, damit das den Kern bildende thermoplastische Material
schäumen kann; die Form kann augenblicklich oder all-
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mählich vergrößert werden, indem man die Verriegelungskräfte an der Form vermindert, so daß sie durch die bei der Zersetzung
des Treibmittels erzeugten Kräfte vergrößert wird oder indem man die Form mechanisch öffnet. . ·
Bei einer weiteren Ausführungsform können nach dem Einspritzen der ersten Polymethylmethacrylatcharge in die Form
die beiden Formhälften zusammengedrückt werden, um das Polymethylmethacrylat zu den Enden der Form zu verteilen, wonach
dann das schäumbare thermoplastische Material einge-' spritzt wird; dabei kann der Formhohlraum vergrößert sein,
um das Einführen der zweiten Charge zu ermöglichen. Diese Ausführungsform überwindet den Nachteil, daß dann, wenn die
erste Charge aus Polymethylmethacrylat nicht zu den Enden ■ der Form vor dem Einspritzen der zweiten Charge verteilt
wird, sich eine Linie auf der Oberfläche des Formlings bildet , die der Lage des Rands der ersten Charge in der Form
entspricht.
Es wurde festgestellt, daß insbesondere dann gute Telephone erhalten werden, wenn sie eine äußere ungeschäumte
Oberflächenhaut aus Polymethylmethacrylat und einen geschäumten Kern haben, da das Polymethylmethacrylat einen
guten Außenhautfinish mit hohem Glanz gibt, wobei der geschäumte Kern nicht nur billig ist, sondern zu einer ver*· ·
besserten Steifigkeit und zu verbesserten SchlagzÄhigkeifseigenschaften„führt.
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Werden die Telephonhörer nach der Erfindung in der vorbeschriebenen Weise hergestellt, hängt das Ausmaß, bis·.
zu dem die ein Treibmittel enthaltende Charge aus thermo·'
plastischem Material in die erste Charge aus Polymethyl- '·. methacrylat in der Form eindringt, von der Größe und der · . ·
Form des hergestellten-.Telephonhörers ab. Wird Polymethylmethacrylat gezwungen, um scharfe Ecken in der Form zu
fließen, so dringt das den Kern bildende thermoplastische·. Material nicht so weit in das Polymethylmethacrylat ein,
wie dies bei einem ebenen Formling der Fall wäre. Es wurde, jedoch festgestellt, daß die Schlagzähigkeitseigenschaften
vom'Telephonhörer bereits verbessert werden, wenn lediglich Teile des Hörers insbesondere aus einem Kern aus geschäum-_
tem thermoplastischem Material bestehen, der im wesentlichen vollständig durch eine Polymethylmethacrylathaut überzogen
ist. Werden die Telephonhörer nach der Erfindung im .Spritzgußverfahren,
hergestellt, sollte die Ausgestaltung de.r. Form so sein, daß während des Formzyklus ein minimaler
Materialverlust auftritt. Es wurde festgestellt, daß ins-. besondere Vertikalgratformen geeignet sind, da sie es gestatten,
das Volumen des Formhohlraums nach Bedarf zu ver- .. größern oder zu verkleinern und dabei gleichzeitig verhin- .
dern, daß Material aus dem Formhohlraum entweicht.
Die Treibmittel, die in das thermoplastische Material eingegliedert werden können, lassen sich in zwei Gruppen
unterteilen. Eine geeignete Gruppe sind die flüssigen Bläh'r
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mittel, die vom Kunststoff abs'orbiert werden und beim Er- ■
hitzen zum Schäumen verdampfen. Beispiele für verwendbare .
flüssige Treibmittel sind Methylchlorid, Äthylchlorid, Vinylchlorid, Polyhalogenkohlenstoffe und flüchtige Kohlenwasserstoffe
wie beispielsweise Pentan. Die andere geeignete Gruppe von Blähmittel sind die festen Blähmittel, die .
sich bei Erhitzen zersetzen und ein Gas freigeben und die zweckmäßig mit dem gepulverten oder granulierten thermoplastischen
Material trocken vermischt werden, um eine innige Mischung zu erhalten. Beispiele derartiger fester .
Blähmittel sind Bicarbonate wie beispielsweise Natriumbicarbonat, das Kohlenstoffdioxyd beim Erhitzen freigibt;
ferner sind Treibmittel geeignet, die Stickstoff beim Err hitzen freisetzen. Beispiele für Stickstoff freisetzende
Treibmittel sind organische Verbindungen, die eine N-Nitrosogruppe, eine Azogruppe oder eine Hydrazogruppe wie beispielsweise
Azodicarbonamid, Dinitrosopentamethyltetramin, pp'-oxy-bis(benzolsulfonyl)hydrazid und Benzol 1,3-disulr
fonylhydrazid enthalten. Es .;ird bevorzugt, daß das das
Treibmittel enthaltene thermoplastische Material 0,01 bis.. 5 Gew.-% an Treibmittel enthält. ·. ·
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Claims (4)
1. Schichtstofftelephonhörer, dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens ein Teil des Telephonhörers aus einem Kern aus einem geschäumten thermoplastischen Material besteht,- ■
der ini wesentlichen vollständig durch eine im wesentlichen
kontinuierliche und ungeschäumte Haut aus Polymethylmethacrylat umschlossen ist.
2. Verfahren zur Herstellung von Telephonhörern nach' Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in eine Form einö
Charge aus Polymethylmethacrylat eingespritzt und vor dem Verfestigen dieser Charge in diese eine Charge aus thermoplastischem
Material injiziert wird, die ein Treibmittel/ enthält, wonach man das thermoplastische Material schäumen
und sich beide Polymere in der Form verfestigen läßt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß nach dem Einspritzen der das Treibmittel enthaltenden Charge aus thermoplastischem Material eine zweite Charge aus
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Polyinethylmethacrylat in die Form injiziert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das das Treibmittel enthaltende thermoplastische Material bei einer Temperatur eingespritzt wird, bei
der das darin enthaltene Blähmittel normalerweise ein Gas erzeugt, wobei die Drücke in der Form derart gewählt werden,
daß das Schäumen solange verhindert wird, bis die Form gefüllt ist und daß man das Volumen des Formhohlraums ver- ' ·
größert, damit das das Treibmittel enthaltende thermoplastische Material schäumen kann.
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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|---|---|
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Family Applications (1)
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Families Citing this family (2)
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Also Published As
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