DE20008793U1 - Saiteninstrument mit flächenreduzierender Vorrichtung in der Schallaustrittsöffnung - Google Patents
Saiteninstrument mit flächenreduzierender Vorrichtung in der SchallaustrittsöffnungInfo
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Description
Saiteninstrument mit flächenreduzierender Vorrichtung in der Schallaustrittsöffiiung.
Schallaustrittsöffhungen, bei Saiteninstrumenten Schalllöcher genannt, werden üblicherweise in die Resonanzdecke des Instrumentes geschnitten. Bei Westerngitarren zum Beispiel beträgt der Schalllochdurchmesser meist um die zehn Zentimeter. Damit sind nach Helmholtz^ neben dem Resonanzkörpervolumen mit der Länge und dem Durchmesser der Schallaustrittsöffiiung die drei resonanzfrequenzbestimmenden baulichen Größen festgelegt. Die Resonanzfrequenz des sogenannten Helmholtz-Resonators ist durch ein maximales Hinundherströmen der Luftmoleküle in der Schallaustrittsöffiiung messtechnisch zu ermitteln. So findet sich bei Gitarren üblicher Ausführung eine schallverstärkte Abstrahlung bei etwa 115 Hz, das entspricht ungefähr dem Ton der &Agr;-Saite. Bis zum E der tiefsten Saite schwächt sich die Abstrahlung kontinuierlich ab.
Hörpsychologisch ist es aber vorteilhaft, wenn die Tiefen etwas hervortreten gegenüber den Mitten bzw. zumindest nicht zurücktreten. Eine solche Gitarre wird auf 82 Hz, ein Akustik-Bass auf 41 Hz und ein Kontrabass auf etwa 33 Hz eingestellt. Ein Instrument, das so abgestimmt ist, klingt ausgewogener - hifi-mäßiger. Dabei ist es unerheblich, an welcher Stelle des Resonanzkörpers sich die Schallaustrittsöffiiung befindet. Nach der Theorie des Helmholtz Resonators kann die Schallaustrittsöffiiung an beliebiger Stelle der begrenzenden Fläche des Volumens angebracht werden. Bei der Gitarre zum Beispiel stehen die Zarge, der Boden und die Decke zur Auswahl. Vorteilhaft ist zum Beispiel der Bereich der Decke am Hals-Zarge-Übergang, da die Decke in diesem Fall nicht von einem zentralen Schallloch durchbrochen und mechanisch wie akustisch geschwächt wird.
Um dies zu erreichen, wird die Fläche der Schallaustrittsöffiiung gemäß Schutzanspruch 1 mit einer Vorrichtung in der Schallaustrittsöffiiung verkleinert eingestellt (Fig.l). Dabei ist deren Form und Befestigung von untergeordneter Bedeutung; sie kann sich beispielsweise als kreisrunde Scheibe befestigt am Boden, an der Decke oder an der Schallaustrittsöffiiung symmetrisch in der Schallaustrittsöffnung befinden. Wird eine Flächenreduzierung zum Beispiel bei einer üblichen Westerngitarre auf etwa ein Drittel der ursprünglichen Größe vorgenommen, sollte die Resonanzfrequenz bei etwa 82 Hz liegen.
Schutzanspruch 2 beschreibt eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung, mit der die Resonanzfrequenz des Systems verändert werden kann. So ist es zum Beispiel möglich, das Instrument auf den Grundton der verwendeten Tonart oder nach der Vorliebe des Musikers abzustimmen. Wird die Vorrichtung in der Schallaustrittsöffiiung zum Beispiel konisch und dazu in der Schallaustrittsöffiiung auf und ab beweglich gestaltet, lassen sich verschiedene wirksame Schallaustrittsöffhungsflächen realisieren (Fig.2).
Schutzanspruch 3 gibt eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung an. Je nach akustischer Gegebenheit kann es sich als vorteilhaft erweisen, den Schall aus dem Resonanzraum und/oder den Schall, der an der Schallaustrittsöffnung abgestrahlt wird, durch eine entsprechende Gestaltung der Vorrichtung in der Schallaustrittsöffnung so umzulenken, dass er in die Abstrahlrichtung der Decke und damit auf den Zuhörer weist. Dazu kann die Fläche der flächenreduzierenden Vorrichtung, die der längenbestimmenden Fläche der Schallaustrittsöffiiung gegenüberliegt, zu dieser einen Winkel von 45° einnehmen oder hohlkehlenartig ausgeführt werden (Fig.3).
Bei der Ausgestaltung der Vorrichtung nach Schutzanspruch 1 und 2 verändert sich in geringem Maße auch der Parameter Resonanzvolumen, je nach dem wie weit die Vorrichtung in das
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Resonanzvolumen hineinreicht. Die wirksame Länge der Schallaustrittsöflhung kann sich erheblich ändern, wenn es durch die Gestaltung der Vorrichtung zu einer Art Schallführung kommt. Auch in dem Fall ist die richtige Position der Vorrichtung in der Schallaustrittsöffiiung erreicht, wenn bei der anvisierten Frequenz ein maximales Hinundherströmen der Luftmoleküle in der Schallaustrittsöffiiung festzustellen ist.
Die Schutzansprüche 4, 5 und 6 beruhen auf der Überlegung, dass die bis jetzt vorgestellten Ausführungen der Schutzansprüche 1, 2 und 3 so gestaltet sind, dass sie nachträglich in ein Instrument eingebaut werden können.
Die Schutzansprüche 7, 8 und 9 gehen davon aus, dass neben den bis jetzt vorgestellten Ausführungen der Schutzansprüche 1,2 und 3 jeweils mindestens eine weitere Schallaustrittsöffiiung vorhanden ist (zum Beispiel in der Zarge). So könnte die Schallabstrahlung wahlweise auf den Musiker und/oder das Publikum erfolgen, wenn sich die einzelnen Flächen mit der Vorrichtung zum Beispiel so weit verkleinern ließen, dass sie praktisch geschlossen wären. Die Stärke der Schallabstrahlung aus den einzelnen Schallaustrittsöffnungen und die Resonanzfrequenz sind dann von dem Abgleich und Einstellung beider Vorrichtungen abhängig. Sinnvoll wären in diesem Fall zum Beispiel Markierungen an den Vorrichtungen und den Rändern der Schallaustrittsöffnungen, um dem Musiker eine Orientierungshilfe zu geben.
1) Lit.: Klinger, H. H., Technische Akustik, Franzis-Verlag München, 1966, S.64f.
2/2
a flächenreduzierende Vorrichtung b Schallloch c Griffbrett d Randbefestigung e Steg
f Resonanzkörper g Befestigungsbügel h Hals
i Decke
k Schraubelement 1 Boden
m Befestigungsfuß
Claims (6)
1. Schallaustrittsöffnung bei Saiteninstrumenten, dadurch gekennzeichnet, dass die Schallaustrittsöffnung nach dem Festlegen ihres Durchmessers durch Ausschneiden bzw. Ausstanzen aus den begrenzenden Flächen des Resonanzkörpers eine mechanische Vorrichtung in der Schallaustrittsöffnung erhält, mit der ihre Öffnungsfläche verkleinert wird (Fig. 1).
2. Schallaustrittsöffnung bei Saiteninstrumenten, dadurch gekennzeichnet, dass die Schallaustrittsöffnung nach dem Festlegen ihres Durchmessers durch Ausschneiden bzw. Ausstanzen aus den begrenzenden Flächen des Resonanzkörpers eine mechanische Vorrichtung in der Schallaustrittsöffnung erhält, mit der ihre Fläche verändert werden kann (Fig. 2).
3. Schallaustrittsöffnung nach Schutzanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mechanische Vorrichtung in der Schallaustrittsöffnung so gestaltet ist, dass der Schall aus dem Resonanzkörper und abgestrahlt vom Deckenausschnitt in die Abstrahlrichtung der Decke umgelenkt wird (Fig. 3).
4. Schallaustrittsöffnung nach Schutzanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die wirksame Schallaustrittsöffnungsfläche aus mehreren einzelnen Öffnungsflächen besteht und mindestens eine davon eine mechanische Vorrichtung in der Schallaustrittsöffnung zur Verkleinerung ihrer Fläche besitzt.
5. Schallaustrittsöffnung nach Schutzanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die wirksame Schallaustrittsöffnungsfläche aus mehreren einzelnen Öffnungsflächen besteht und mindestens eine davon eine mechanische Vorrichtung in der Schallaustrittsöffnung zur Veränderung ihrer Fläche besitzt.
6. Schallaustrittsöffnung nach Schutzanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die wirksame Schallaustrittsöffnungsfläche aus mehreren einzelnen Öffnungsflächen besteht und bei mindestens einer davon die mechanische Vorrichtung in der Schallaustrittsöffnung so gestaltet ist, dass der Schall aus dem Resonanzkörper und abgestrahlt vom Deckenausschnitt in die Abstrahlrichtung der Decke umgelenkt wird.
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2000
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