DE20008897U1 - Klimawand - Google Patents

Klimawand

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Description

Beschreibung
Stand der Technik
Die Erfindung bezieht sich auf das Problem der Erwärmung der Innenräume eines Gebäudes bzw. einer Wohnung.
Üblicherweise geschieht dies mittels mit Wasser gefüllter Heizkörper oder mit von Wasser durchflossenen Rohren im Fußboden (sog. Fußbodenheizungen).
Seit einiger Zeit werden auch Systeme mit in der Wand verlegten Rohren aus unterschiedlichen Materialien, meist jedoch mit Kunstoffrohren, als Wandheizung angeboten. Die Installation ist jedoch sehr aufwendig und teuer und teilweise problematisch. Vereinzelt sind auch mit dem Medium Luft durchflossene Systeme im Einsatz. System Aura Ritter Energietechnik 76307 Karlsbad
System Hypothermal Ökohaus 96050 Bamberg
oder ähnliche Verfahren.
Solche Systeme können sich im derzeitigen Baumarkt nicht durchsetzen, da die Bauausführung fur das Bauhauptgewerbe meist zu kompliziert ist und die endgültige Entscheidung für ein bestimmtes Heizsystem oft erst nach der Rohbauphase getroffen wird. Zudem sind diese Verfahren realistischerweise fast nur im Neubausektor einsetzbar (Massivbau).
Diese Systeme arbeiten nach dem bereits bei den Römern bekannten System der Hypokaustenheizung. Neu ist lediglich die Erzeugung der Wärme mit einer Warmwasserheizung und die Wärmeverteilung mit Rippenrohren unterschiedlicher Ausführung.
Es ist noch ein System "Kälberer" 73054 Eislingen bekannt, welches mit großflächigen Strahlunsplatten, vorzugsweise in der Rauminnenwand arbeitet. Auch hier stellt sich durch die senkrechte Anordnung der Heizpaneele die Luftansammlung im oberen Bereich als Problem dar. Die Wärmeverteilung in der Wand bietet grundsätzlich den Vorteil eines besseren Raumklimas durch die Wärmestrahlung (Strahlungswärme = Behaglichkeit).
Es wird auf zahlreiche Untersuchungen diesbezüglich verwiesen.
Systeme die mit Konvektion vor der Wand und dem sog. "Koanda" Effekt der Luft arbeiten haben den Nachteil der Staubaufwirbelung und unterschiedlicher Temperaturzonen innerhalb des Raumes. Die Außenwandbekleidungen (Putz oder Paneelplatten) werden meist nur unzureichend erwärmt, (z. B. System Wanpan und andere Konvektionsleistensysteme) Naßsysteme (hochgeklappte Fußbodenheizungen) haben den Nachteil, daß die Herstellung teuer und kompliziert ist und zudem die Gefahr einer Beschädigung der Heizrohre besteht. Ferner stellt sich in Jahren das Problem der Verschlammung bei Kunststoflsystemen. Die dauerhafte Funktion ist dadurch gefährdet. Durch Ansammeln von Luft im oberen Bereich kann, da physikalisch leichter als Wasser, die Funktion auch beeinträchtigt und verhindert werden. Zudem ist der Wärmedurchgang nach außen nur durch zusätzliche Isolierung lösbar und damit sehr kostenintensiv.
Da Luft hingegen ist ein schlechter Wärmeleiter ist und nur relativ geringe Wärmeinhalte hat, ist bei der vorgeschlagenen EWG- Klimawand eine geringere Isolierung ausreichend, bzw. nicht erforderlich.
Problem
Der im Schutzanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Beheizungsart eines bewohnten Raumes zu finden die möglichst alle Nachteile der vorhandenen Wärmeverteilungssysteme vermeidet und Vorteile in bezug auf:
a) den zu erreichenden Zweck
b) die Kosten des Heizsystems
c) den Primärenergieeinsatz (bei der Herstellung und beim Betrieb)
d) die Einfachheit in der Herstellung und mit bekannten Montagetechniken
e) die Breite der Einsatzmöglichkeiten
für den Nutzer und den Ersteller der Bauleistung bietet.
Dieses Problem wird mit den im Schutzanspruch 1 aufgeführten Merkmalen gelöst.
Vorteile der Erfindung
Demgegenüber hat die erfindungsgemäße EWG -Klimawand mit den kennzeichneten Merkmalen des Hauptanspruches folgende Vorteile:
a) größtmögliche Behaglichkeit (Strahlungswärme)
b) einfache Bauweise (gängige Kontruktionssysteme u. Materialien)
c) geringe Baukosten (preisgünstige Baustoffe)
d) Schonung der Ressourcen (geringer Einsatz von Primärenergie für Herstellung u.Betrieb)
e) Vielseitige Verwendbarkeit (Massiv- und Fertigteilbau, Altbausanierung)
f) Gute Regelungseigenschaften (Selbstregulierungseffekt durch thermischen Auftrieb)
g) Nachträgliche Installation im Bestand (größtes Energiesparpotential)
h) Geringer Raumbedarf (0,3 bis 0,5 m2 bei üblicher Raumgröße)
i) Absolute Raumhygiene (keine Staubaüfwirbelung und -verschwelung)
j) keine unnötigen Verschleißteile und Hilfsenergien (Thermischer Antrieb - mech. Regelung)
k) zusätzliche Isoliereigenschaften im Sommer (Luftzwischenräume)
1) Integration einer Kontrollierten Lüftung (unter Fensterbrüstung-Lüftschleier)
m) Geringe Vorlauftemperaturen (Voraussetzung für Einsatz regenerativer Energien)
n) Ihtegrierung eines Vakuumisolierpaneels und dessen Schutz vor Beschädigung
Damit sind alle Anforderungen an eine modernes Wohn- und Arbeitsumfeld erfüllt.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung:
- ist die Gebäudewand eine Außenwand unterschiedlicher Bauart entweder aus massiven Bauteilen oder auch einer Holz-, Holzverbund-, oder einer Metallkonstruktion
- ist die Außenwand werkmäßig aus Holz und/oder anderen Bauteilen vorgefertigt.(Fertighaus)
- ist an der Innenseite der Außenwand eine Vakuumdämmung aufgebracht, die Wärmeverluste des Gebäudes nach außen verhindert
- ist auf der Innenseite der Außenwand eine Lage geeigneten Isohermaterials in erforderlicher Stärke fachgerecht montiert
- werden auf der Innenseite der Außenwand Abstandhalter in Form von Holzleisten oder U-Profilen aus Metall angebracht um einen Hohlraum (Abströmkanal) zu erhalten. An dieser senkrechten Konstruktion wird eine Trennwand aus Holz oder anderen Werkstoffen mit einer geringen Dicke (3-9 mm) angebracht mit einem Tacker oder mit dafür geigneten Schrauben hi dieser Trennwand liegen im Bereich über der unteren Überströmöffhung Wärmetauscher aus CU- oder einem anderen gut die Wärme leitendem Material z.B. Aluminium (siehe Zeichnung). Im oberen Bereich unter der Decke verbleibt eine durchgehende Öffnung (obere ÜberstrÖmöfmung ). Auf der Trennwand wird die zweite senkrechte Konstruktion (Aufströmkanal) deckungsgleich über den äußeren Abstandhaltern befestigt aus dem gleichen Werkstoff wie im Abströmkanal Dieser wird mit einer gut speichernden Bekleidung vorzugsweise aus Gipswerkstoffen verkleidet. Es werden entweder direkt unter der Fensterbank bzw. in dieser genau definierte Luftöffnungen zum Raum hin werkmäßig erstellt. In diesem Bereich kann auch die Führung der Zuluft bei Bedarf auf die Wärmetauscherbleche zur Nacherwärmung geleitet werden. Zugerscheinungen werden dadurch weitgehend verhindert
- ist die Kondensatbildung durch Wärme/Kältebrücken im Problemzonenbereich der Außenwand und der Decke unterbunden
- ist eine Anbindung an das vorhandene Rohrleitungssystem im Gebäudebestand ohne Probleme mit einer sog. Unibox z.B. von Oventrop, USH, Heimeier oder dgl. leicht und kostengünstig zu realisieren, (siehe Zeichnung 2 und 3)
- ist ein geringer Konstruktionsaufbau ab 5 cm Dicke zu erreichen
- ist die Konstruktion aus diffussionsoffenen Bauteilen hergestellt um Bauschäden zu verhindern
- ist es möglich im unteren Bereich des Konstruktionsaufbaues ein Leitungssystem für den Betrieb der kontrollierten Wohnungslüftung zu integrieren. z.B.Profil 127 &khgr; 53 (Westaflex Ovalrohre)
- weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind den Zeichnungen sowie den Beschreibungen und Patentansprüchen entnehmbar
In Zeichnung 1 wird der Querschnitt der erfindungsgemäßen EWG - Klimawand systematisch dargestellt.
Die Gebäudewand 1 ist die äußere Begrenzung des Heizungssystems. Soweit nach der gültigen Wärmeschutzverordnung notwendig, kann eine Wärmedämmung aufgebracht werden. Aus Gründen der erforderlichen Dämmstärke und des dazu nötigen Platzbedarfes ist eine Vakuumdämmung von Vorteil, welche mittels eines geeigneten Klebstoffes auf der Wand angebracht werden kann.
Daran anschließend wird mittels senkrechter Konstruktionselemente z. B. UD - Profile 28x27x0,6 ein Hohlraum 5 geschaffen. Dies ist auch mit Holzlatten im Fertigteilbau möglich, wenn die Außenwand ausreichend gedämmt und mit einer Dampfsperre versehen ist. Das gleiche gilt für eine von außen gedämmte Wand. Die senkrechten Konstruktionselemente erstrecken sich von der Decke bis zum Fußboden, falls keine Lüftung integriert werden soll.
Hier ist die Konstruktion mit einer Lüftungsleitung 11 dargestellt, bi diesem Fall empfiehlt es sich eine Konstruktion aus Metallprofilen zu wählen.
Das ist auch erforderlich ist, falls die dargestellte Vakuumisolierung 3 in das Wandheizungsystem integriert wird.
Auf dieser Konstruktion wird eine Faserplatte 3 mm 4 befestigt. Dadurch entsteht eine Trennwand. Es kann auch eine Gips oder Holzfaserplatte mit größerer Stärke gewählt werden, falls die Stärke des Wandaufbaues eine untergeordnete Rolle spielt, oder Gründe des Schall-und/oder Wärmeschutzes dafür sprechen.
Die Überströmöffhungen 2 im oberen Bereich und 10 im unteren Bereich werden entsprechend nach Heizleistung und Wand- und Deckenaufbau bemessen.
Anschließend wird der Wärmetauscher oben 8 und der Wärmetauscher unten 9 auf der äußeren Hohlraumkonstruktion befestigt. Dies erfolgt bei Holzwerkstoffen mit Tacker sonst mit geeigneten Schrauben.
In gleicher Weise wird vor der Trennwand 4 deckungsgleich ein Hohlraum 6 wie 5 konstruiert. Darauf wird die Innenwandbekleidung 7 befestigt.
Hinter dieser strömt die von den Heizpaneelen 8 und 9 erwärmte Luft nach oben und erwärmt die Innenwandbekleidung und fallt im Abströmkanal 5 nach unten.
Die erkaltete Luft kann über die untere Überströmöffhung 10 in den Aufströmkanal 6 gelangen und wird dabei von den aus einem speziellen gut die Wärme leitenden Material z.B. aus Kupfer und/oder Aluminium hergestellten Heizpaneelen 8 und 9 erwärmt.
Die Paneele werden in einem speziellen Verfahren hergestellt und die Rohre aus Cu-Rohr der Dimension 12 oder 15 mm in eine eingewalzte Sicke zwecks besserer Wärmeübertragung gepreßt.
Die in Kammer 5 nach unten fallende Luft ist durch Wärmeabgabe an die Inenwandbekleidung 7 abgekühlt und kann so eine gewissen Isoliereffekt in Verbindung mit der Trennwand 4 erzielen.
Es ist darauf zu achten, daß die Vorlauftemperatur nicht zu hoch gewählt wird um diesen Effekt zu unterstützen.
Die Wärmeabgabe an den Wohnraum durch eine gleichmäßige milde Wärmestrahlung bewirkt eine sonst nicht zu erzielende Behaglichkeit bei wesentlich niedrigerer Raumtemperatur.
Die Raumluft braucht nicht aufgeheizt zu werden, was eine enormen Vorteil für die Luftqualität und die Energieeinsparung bedeutet. Durch die 2 Hohlräume ist die evtl. erforderliche Vakuumdämmung und/oder eine Dampfsperre optimal vor Beschädigungen geschützt
In Zeichnung 2 ist die erfindungsgemäße EWG - Klimawand in der Seitenansicht ohne Integrierung einer Lüftungsanlage dargestellt.
Hier sieht man den Anschluß des Heizungssystems mit einer Unterputzbox 15 in der wahlweise ein Thermostatventil 14 und/oder ein Rücklauftemperaturbegrenzerventil zur Regelung der Raumtemperatur eingebaut ist. In dieser Einheit ist eine Schraube zur Entlüftung integriert. Es sind hier alle gängigen Fabrikate z.B. USH, Heimeier, Oventrop, usw. geeignet. Der Einbau von Hohlwanddosen für die elektrische Installation in die Innenwandbekleidung 7 ist ohne großen Aufwand möglich. Die Kabel werden an der Trennwand vorne mit Kabelbinder befestigt und durch die vorbereiteten Bohrungen in der Innenwandbekleidung gesteckt. Sollten Wasserinstallationsanschlüsse im Bad oder in der Küche erforderlich sein, ist dies möglich,
da diese erforderlichenfalls in der Abströmkammer 5 verlegt werden können und in Höhe der Heizpaneele 8 und 9 normalerweise keine Wandauslässe erforderlich sind.
Bei der nachträglichen Installation werden die bauseits vorhanden UP Dosen zum Anklemmen der Kabel genutzt und wie vor beschrieben Steckdosen und/oder Schalter installiert.
In Zeichnung 3 ist die erfindungsgemäße EWG - Klimawand in der Vorderansicht dargestellt.
Hier sieht man die Anordnung der Heiapaneele 8 und 9 sowie die Verbindung zum Rücklauf 17 und Vorlauf 16 eines früher vorhandenen Heizkörpers vor der Sanierung.
In dieser Zeichnung ist die Einbindung des Lüftungskanals 11 und die LuftaustrittsöShung 18 ,die auf den Frischluftbedarf des entsprechenden Raumes abgestimmt wird, dargestellt.
Bei der Variante einer Abluftanlage oder bei einer Verlegung der Zuluftkanäle in Fußbodenaufbau kann der Lüftungskanal 11 entfallen.
Ist keine Lüftungsanlage eingebaut, muß die Lufteintrittsöffhung 22 auf der Breite des Fensters in entsprechender Länge und Breite über dem fertigen Fußboden eingebaut werden.
In Zeichnung 4 ist die erfindungsgemäße EWG - Ktimawand mit dem Anschluß an einen Etagenverteiler dargestellt.
Die Regulierung der Raumtemperatur erfolgt durch einen Raumthermostaten und einem Stellantrieb im Rücklauf auf dem zentralen Heizungsverteiler. Die Entlüftung wird mit einem T- Stück 25 mit einer Entlüfterschraube bewerkstelligt. Der hydraulische Abgleich erfolgt mit Durchflussregelventilen im Heizungsvorlauf mit Anzeige (z. B. Taco Setter oder SBK Verteiler Typ 4000). Die Zuführung von Frischluft bei einer Abluftanlage mit Zuluftventilen 24 sollte im Bereich der beiden Segmente unter dem Fenster mit geeigneten Zuluftventilen die entweder thermostatisch oder hygrostatisch geregelt sind z.B. System Fresh oder System Aides erfolgen.
Es sind am besten 2 Ventile der kleineren Dimension zu wählen, wobei in der Mitte jedes Segmentes je ein Zuluftventil positioniert wird.
Dadurch wird die Frischluft im Vorbeistreichen von den Heizpaneelen vorgewärmt. Bei diesem System entfällt auch die Luftöffhung. 22 . Hierbei muß auch im Bereich unterhalb des Fensters die Trennwand 4 ausgeführt werden, im Gegensatz zum System ohne Lüftung oder der kontrollierten Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung.
An der Decke und am Boden wird bei der Version mit Dämmung ein U-Profil z.B. das CD Profil 60x27x0,6 von Knauf befestigt.
An den Zwischenwänden und/oder der seitlichen Außenwand wird ein U-Profil 28x26 xO,6 für den Abströmkanal 5 befestigt.
Dann werden links und rechts des Fensters, sofern vorhanden die gleichen Profile befestigt. Die restlichen Felder werden so eingeteilt, södaß gleichgroße Felder mit Abständen von maximal 70-80 cm entstehen.
Das weitere Vorgehen ist wie in Zeichnung I beschrieben.
Für die Version ohne Dämmung und ohne ausreichende Wärmedämmung der Außenwand sollte ein Kanal wie in Zeichnung 3 beschrieben neben dem Fenster zur Temperierung des oberen Bereiches ausgebildet werden.
Dies kann erreicht werden durch Ausklinkung der Fensterbank im Bereich des Aufströmkanals 6 und des Abströmkanals 5 auf je einer Seite des Fensters.
In Zeichnung 3 und 4 sind die Trennwand 4 und die Innenwandbekleidung 7 zeichnerisch nicht dargestellt.
Über der Zeichnung 3 ist ein Schnittmodell der Heizungspaneele 8 und 9 abgebildet.
Zeichnungen
Einige Ausfuhrungsbeispiele der Erfindung sind zeichnerisch dargestellt und wie nachfolgend beschrieben. Es zeigen im einzelnen:
Zeichnung 1
die Seitenansicht der erfindungsgemäßen EWG - Klimawand mit Integrierung des Zuluftkanals z. B. im Fertighausbereich und bei Modernisierung eines bestehenden Gebäudes. Es ist der Wandaufbau mit Isolierschicht dargestellt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurden die senkrechten Konstruktionselemente und die Zuleitungen nicht eingezeichnet(siehe Zeichnung 3). Die Wärmetauscherpaneele können wie in Zeichnung 2 dargestellt oder auch an einen zentralen Verteiler im Geschoß angeschlossen werden, (auf EntlüftungsmögUchkeit z. B. mit T - Stück achten!)
Dabei ist auf einen Anschluß nach dem Tichelmann System zu achten, speziell wenn mehrere Wandheizungsflächen in einem Raum sind, um einen hydraulischen Ausgleich zu erhalten.
Zeichnung 2
die Seitenansicht der erfindungsgemaßen EWG - Klimawand ohne Lüftung und die Anbmdung an einen früher vorhandenen Heizkörperanschluß mittels einer Anschlußbox von Fa. USH oder ähnlicher Fabrikate.
Eine Entlüftungsmöglichkeit ist in der Anschlußbox integriert.
Zeichnung 3
die Vorderansicht der erfindungsgemäßen EWG - Klimawand mit Integrierung der Lüftungsleitung. Hinter dieser ist ein spezielles Profil am Boden befestigt, welches die senkrechten Konstruktionsteile aufnimmt. Da es durch den Kanal verdeckt wird konnte es nicht zeichnerisch dargestellt werden. Für die senkrechten Konstruktionselemente können z.B. UD Profile der Fa. Knauf oder Kantleisten aus Holz z.B. Dachlatten verwendet werden. Die Trennwand und die Innenwandbekleidung wurden nicht dargestellt.
Die beiden Felder über dem Fenster werden nicht durchströmt, was in der Praxis für die Wärmeübertragung unbedeutend ist, da es sich um relativ kleine Flächen handelt. Sollte die Ausführung ohne Isolierung erfolgen, werden die senkrechten Profile an die in der Regel ca. 3 cm überstehende Fensterbank angelegt. Es entsteht dadurch ein kleiner Kanal in der Fensterlaibung mit Gipsplatten, der zur Temperierung der kondensatgefahrdeten Bereiche von Decke und Außenwand genügt.
Zeichnung 4
die Vorderansicht der erfindungsgemäßen EWG - Klimawand mit dem Anschluß an den Geschoßverteiler und die Ihtegrierung der Zuluftventile bei einer Wohnungslüftung mit Abluftanlage.
Bezugszeichenliste
1 Außenwand
2 obere Uberströmöffiiung
3 Vakuumisolierung
4 Trennwand
5 Abströmkanal
6 Aufströmkanal
7 Innenwandbekleidung
8 Wärmetauscher oben
9 Wärmetauscher unten
10 untere Uberströmöffiiung
11 Lüftungskanal
12 Fußboden
13 Decke
14 Thermostatventil
15 Unterputzbox mit Armaturen und Entlüftung
16 Vorlauf Heizung
17 Rücklauf Heizung
18 Luftaustritt oben
19 Fensterbank
20 UD Profile 28x26x0,6 mm
21 CD Profile 60x27x0,6 mm
22 Lufteintritt unten
23 Fenster
24 Zuluftventile
25 T- Stück mit Entlüfter

Claims (4)

1. EWG-Klimawand vor der Gebäudehülle, welche innen vor der statischen Außenwand 1 (Massiv-, Ständer-, Fachwerk-, oder Fertigteilbauweise) angeordnet ist. Die erfindungsgemäße EWG-Klimawand kann auch Bestandteil der Außenwand 1 sein. Die erfindungsgemäße EWG-Klimawand kann in Ausnahmefällen z. B. bei sehr großem Glasflächenanteil der Außenwand auch an einer Innenwand angeordnet sein. Der Raum ist oben begrenzt durch die Geschoßdecke 13 und unten durch die OK Rohfußboden 12 Die untere und obere Begrenzung verläuft im wesentlichen waagerecht. Der Wandaufbau verläuft im wesentlichen senkrecht, bei Dachgeschoßen auch diagonal an der Dachschräge bis zur Decke. Die senkrechte Begrenzung ergibt sich durch eine Zwischenwand und/oder die Außenwand und eine evtl. vorhandene Fensteraußenkante. Die erfindungsgemäße EWG-Klimawand ist ausgestattet:
- mit mindestens einer Strahlungsfläche 7 welche mit einem geeigneten Material (vorzugsweise Gips- oder Gipsfaserplatten) die innere Gebäudewand 7 gegenüber dem beheizten Innenraum dicht abschließt
- mit einer Luftöffnung 18 unter oder in der Fensterbank 19 bei einem vorhandenen Fenster 23 zur Erzeugung eines Luftschleiers vor der Fensterfläche und zur Belüftung des Innenraumes bei einer eingebauten kontrollierten Wohnungslüftung
- mit 2 gleichmäßigen Hohlräumen als Aufströmkanal 6 und als Abströmkanal 5 mittels einer vorgesetzten senkrechten verlaufenden Konstruktion aus Holz oder metallischen Werkstoffen in einer Stärke von 2-3 cm
- mit einem oder mehreren in der Trennwand 4 über der unteren Überströmöffnung 10 angebrachten Wärmetauschern 8/9 wie in Zeichnung 3 dargestellt
- wie vor jedoch mit schmäleren oder auch mit breiteren gleichmäßigen Hohlräumen 5 und 6 und mit einem oder mehreren im Aufströmkanal 6 über der unteren Überströmöffnung 10 angeordneten Wärmetauschem z. B. der Firmen AKG oder KM Schmölle
- mit einer Durchströmung der Wärmnetauscher sowohl mit Wasser oder anderen Medien zur Heizung oder zur Kühlung der Innenräume
dadurch gekennzeichnet,
- daß der Zwischenraum zwischen Fußboden 12 und Decke 13 in eine Auf- 6 und eine Abtriebskaninier 5 mittels einer sich in einem exakt definierten Abstand zwischen oberer 2 und unterer 3 Begrenzung montierten Trennwand 4 unterteilt ist.
- daß im oberen Bereich 2 und im unteren Bereich 10 auf der gesamten Länge zwischen den Auf- 6 und Abströmkammern 5 eine genau berechnete Öffnung den Luftaustausch zwischen den beiden Kammern zuläßt
- daß in der Trennwand 4 über der unteren Überströmöffnung 10 Wärmetauscher 8/9 montiert sind zur Erwärmung bzw. Kühlung der Luft wie in Zeichnung 3 dargestellt
- daß über der unteren Überströmöffnung 10 Wärmetauscher in Aufströmkanal 6 z. B. AKG, KM Schmölle oder anderer Fabrikate z. B. bei größeren Raumhöhen, Heiz-und/oder Kühlleistungen und anderen Wandaufbauten montiert sind
2. EWG-Klimawand nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet:
- daß die Wärmetauscherflächen von einem bereits bestehenden Leitungssystem dadurch versorgt werden, daß am Vorlauf eine sog. "Unibox" im Bereich der Fensterbrüstung montiert die Versorgung und Entlüftung des Wärmetauschers sowie die Regelung der Raumtemperatur übernimmt.
- daß die Wärmetauscherflächen von einem zentralen Verteiler in der Etage bzw. Wohnung versorgt und mittels Stellantrieb und Raumthermostat geregelt werden
- daß auf einer oder mehrerer bestehender Außenwände eines Raumes Vakuumisolierplatten vollflächig aufgebracht werden, die dadurch vor Beschädigung geschützt werden
- daß eine herkömmliche Isolierung in der erforderlichen Stärke vollflächig auf die Außenwände aufgebracht wird
- daß eine kontrollierte Weimungslüftung in der EWG-Klimawand integriert werden kann Außenwand nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet:
- daß sie als statische Wand eines Ferrigteilelementes dient
- daß sie Bestandteil eines Massivbauteiles ist
- daß sie werkmäßig vor Ort erstellt ist
- daß sie Bestandteil eines Fertighauses ist
3. Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekenzeichnet:
- daß er aus Metallblechen mit einem eingepressten Rohr, aus Kupfer oder einem anderen gut wärmeleitenden Material, gängiger Bauart und Dimension, wie in Zeichnung 3 hergestellt ist
- daß die Wärmetauscher je nach Wärmebedarf ein- oder mehrreihig übereinander angeordnet sind
- daß der Wärmetauscher bei größerem Wärmebedarf und bei größeren Raumhöhen auch in der Aufströmkammer 6 oberhalb der Überströmöffnung 10 ein- oder mehrlagig eingebaut werden kann. Es können z. B. die Fabrikate AKG Hofgeismar Typ R1 oder R2 eingebaut werden. Der Wandaufbau wird dadurch ca. 4 cm stärker. Bei Einbau z. B. der Trufin Rippenrohre der KM Schmölle GmbH Fröndenberg ist ein stärkerer Wandaufbau nicht erforderlich, da diese Rippenrohre in den Außendurchmessern ab 13 mm lieferbar sind und such im Fertigteilbau (Fertighäuser) mit geringeren Durchmessern bei einem relativ geringen Wärmebedarf gearbeitet werden kann. Dadurch sind Wandaufbaustärken auch unter 5 cm zu realisieren. Bei dieser Bauweise sollte jedoch mit einer Revisionsmöglichkeit, speziell bei der Integrierung der kontrollierten Wohnungslüftung, gearbeitet werden, um die Wärmetauscher reinigen zu können. Bei Systemen mit den Wärmetauschern wie auf der Zeichnung 3 dargestellt ist durch die relativ glatte Oberfläche der Wärmetauscher eine Reinigung nur im Bereich der Zuluft unter dem Fenster in größeren Zeitabständen nötig und sinnvoll.
4. EWG-Klimawand nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet:
- daß durch die beiden Luftkammern ein mehr oder weniger starker Auftrieb je nach Temperaturdifferenz der Innen- und der Außenwand erfolgt und sich so ein physikalischer Selbstregelungseffekt einstellt
- daß durch die geschlossene Bauweise keine Luftwalzen im Wohn- bzw. Arbeitsraum erzeugt werden, und Staubverwirbelungen und -verschwelung vermieden werden
- daß mit einer genau berechneten Öffnung unter bzw. in der Fensterbank und über OKFFB in der Innenwandbekleidung im Bereich der Sockelleiste die einfallende Kaltluft vom Fenster abgefangen wird. Der restliche Wandbereich ist durch die senkrechten Konstruktionselemente abgeschottet
- mit einer genau berechneten Öffnung unter bzw. in der Fensterbank und der Zuführung der Zuluft einer kontrollierten Wohnungslüftung auf die in diesem Bereich verlaufenden Wärmetauscher 8-9 der notwendige Luftaustausch einer Wohnung und die erforderliche Behaglichkeit durch eine Vorwärmung der Zuluft erreicht wird
- daß durch die Stärke von 5-7 cm des Gesamtaufbaues problemlos mittels eines Ovalrohres DN 100 oder eines Rechteckprofiles im Bereich direkt über dem Fußboden der nachträgliche Einbau einer kontrollierten Wohnungslüftung möglich wird.
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