DE2000922C - Mit Axialdreschmaschine ausgestatte ter Mähdrescher - Google Patents
Mit Axialdreschmaschine ausgestatte ter MähdrescherInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen mit einer Axialdreschmasehine ausgestatteten Mähdrescher, hei
dem die Drescheinrichtung aus einem sich angenähert horizontal in Längsrichtung der Maschine erstrekkenden
und eine drehbar gelagerte Trommel umgehenden Gehüusezylinder besteht, wie beschrieben in
der deutschen Patentschrift 1 279 414. Das anfallende Getreide wird diesem Gehäusezylinder vorn durch
die Einlaufoffnung zugeleitet; die in mehreren aufeinanderfolgenden
Dreschvorgängen ausgedroschenen Körner werden durch den Siebboden abgeführt, während
die Dreschrückstände, geführt durch schrauhenlinienförmige
Förderrippen. längs der Trommel bis zum hinteren Auslauf des Gehäuses befördert
werden, wo sie in die freie Atmosphäre ausgestoßen werden Als Folge des für d;ese Dreschmaschinenausführung
charakterislischen mehrmaligen Dresch- und Trennvorgani'-'S wird das Stroh weitaus stärker
zerschlagen als dies bei sonnigen Bauarten von Dreschmaschinen der Fall ist. Diese bei einer Axialdreschmaschine
stark zerkleinerten, von einem Druckluftstrom getragenen Dreschrückstände erzeugen,
wenn sie in die Atmosphäre ausgestoßen werden, eine mit diesen Rückständen beladtne dichte Staubwolke.
Diese die nähere Umgebung der Maschine umschließende Wolke behindert nicht nur den Fahrer
in Sicht und Atmung, sondern verunreinigt auch die Maschinenteile, und von Nachteil ist besonders,
daß auch die für das Brennstoffgemisch, für die Kühlung im Radiator und für dk- Reinigungsvorrichtung
benötigte Luft stark verunreinigt ist Dieser Übelstand soll gemäß der Erfindung in neuartiger Weise
dadurch behoben werden, daß die Dreschrückstände vor dem Ausstoß in die freie Atmosphäre durch
eine Absetzkammer geleitet werden.
Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß die am Gehäusezylinderauslaß ausgestoßene, reichlich
mit Dreschrückständen angereicherte Wolke dann weitgehend entstaubt werden kann, wenn man
ihr Gelegenheit gibt, vor dem Austritt in die freie Atmosphäre die mitgeführten Teilchen absetzen zu
lassen. Dies läßt sich bei dem eingangs umschriebenen, mit einer Axialdreschmaschine ausgestatteten
Mähdrescher gemäß der Erfindung durch eine im Bereich der Strohaustragöffnung des Gchäusezylinders
vorgesehene, langgestreckte, mit einer vorderen Einlaßöffnung und einer hinteren Auslaßöffnung versehene
Absetzkammer erreichen, längs deren Boden zwischen den beiden öffnungen ein das anfallende
Material rückwärtslcitender Förderer angeordnet ist. Die Höhe dieser Absetzkammer ermöglicht Jen festen
Materialtcilch-.:n, die in der vom Gehäusezylinder ausgcstoßencn
Wolke enthalten sind, sich zu senken und sich auf dem am Boden der Kammer angeordneten
Förderer abzulagern, während die von diesen Teildien weitgehend befreite Luft im Oberteil der Kammer
bis zur Auslaßöffnung streichen und durch diese weitgehend gereinigt verlassen kann. Die am hinteren
Ende des Förderers durch die Auslaßöffnung niederfallenden festen Dreschrückstände werden von
der ausströmenden Luft kaum noch erfaßt. Die die Maschine umgebende Luft ist daher weitgehend entstaubt
und kann nicht mehr zu den vorgenannten Mißständen führen.
In bevorzugter Weise ist unterhalb der Auslaßöffnung
der Absetzkammer eine Streuvorrichtung angeordnet, die beispielsweise als ein umlaufendes Armkreuz
ausgebildet ist, Wenn die aus der Auslaßöffnung niederfallenden festen Bestandteile in den Bereich
dieser .Streuvorrichtung gelangen, werden sie in einem breiten Fächer hinter der Maschine ju·*-
gestreut.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt; in der Zeichnung ist
F i g. 1 eine Seitenansicht eines Mähdreschers mit Axialdreschmaschine, von der die dem Beschau.r
zugekehrte Wand abgenommen ist,
Fi α. 2 eine in größerem Maßstab gehaltene Draulsieht
auf die erfindungsg>'mäße Absetzkammer.
Der in Fig. ! gezeigte, allgemein mit 10 bezeiclv neie Mähdrescher besitzt in herkömmlicher Weise
den sich an die Plattform anschließenden Förderer M, Antriebsräder 12, die auf der Hinterachse angeordneten
steuerbaren Räder 13, die Fahrerkabine 14, den Korntank 15, den Antriebsmotor 18, die mti
einem umlaufbaren Flügelrad versehene Reinigung:, vorrichtung 16 und die hierzu gehörenden Antriebsmittel
17. Für den Ausdrusch ist das mit Einlauf 11 und Auslauf 23 und einer Strohaustragsöffnung 24
versehene zylinderförmige Gehäuse 20 vorgesehen, dessen Mittelachse X-X nach hinten gegenüber der
Waagerechten leicht -cnsteigt. Im Einlauf ist eine mit Flügeln 31 versehene, vom Motor 13 über Antriebsmittel
34 in Umlauf setzbare Rotorwelle 30 angeordnet. Weiterhin umschließt das Gehäuse eine Mehrzahl
offener Blätter 32 sowie Auswerfschaufeln 33
zum Auswerfen des Strohs.
Rechtsseitig des Gehäuses 20 (bei Betrachtung des Mähdreschers von vorn) ist eine sich in Längsrichtung
erstreckende Absetzkammer 40 vorgesehen, die in Fig. 2 vergrößert dargestellt ist. Diese Kammer
weist eine Decke 41, eine äußere Seitenwand 42, eine innere Seitenwand 43, eine Vorderwand 45 und eine
Rückwand 47 auf. Im Bereich des Vorderteils 44 dieser Kammer ist eine sich über die Decke 41 und die
innere Seitenwand 43 erstreckende Öffnung 48 vorgesehen. Die Strohaustragöffnung 24 steht mit dei
Öffnung 48 über eine Leitvorrichtung 49 in Verbindung.
Innerhalb der Absetzkammer und in der Nähe von deren Boden ist ein Förderer 50 angeordnet,
der aus einem mit abstehenden Fingern 58 versehenen, über Walzen 51, 54 laufenden Förderband 56
besteht, welches die sich in der Kammer absetzenden Teile vom Vorderende 44 nach dem hinten befindlichen
Kammerteil befördert; auch ein mit Latten besetzter Kettenförderer wäre hierfür verwendbar.
Die hintere Walze 54 befindet sich in größerem Abstand von der Rückwand 47, so daß zwischen der
hinteren Förderbandbegrenzung 57, der Rückwand 47 und den beiden Seitenwänden 42, 43 eine Auslaßöffnung
59 gebildet wird, die hinter der Hinterachse liegt. Das aus der Absetzkammer durch diese
öffnung ausgestoßene Material wird somit hinter dem Mähdrescher verteilt. Die vordere Walze Sl
trägt auf ihrer Achse eine Riemenscheibe 52, die mit der Achse des Flügelrades der Reinigungsvorrichtung
über einen Riemen 53 verbunden ist.
Unterhalb der öffnung 59 ist eine mit 60 bezeichnete
Streuvorrichtung vorgesehen, welche das herabfallende Material über einen breiten Schwaden hinter
der Maschine ausstreut. Diese Vorrichtung besteht aus einer in einem Lager 65 geführten vertikalen
Welle 64, die mit einer Mehrzahl radial abstehender Arme 66 versehen ist, deren Nabe durch einen Konus
67 nach obenhin abgedeckt ist. Ein auf dieser Welle
angebrachtes Kegelrad 68 steht mit einem Kegelrad
69 auf einer kurzen horizontal angeordneten Welle 62 im Eingriff, die sich durch die äußere Seitenwand
42 nach außen erstreckt, dort in einem Lager 61 abgestützt ist und außerhalb der Kammer eine Riemenscheibe
73 trägt, die mit einer auf der Achse der hinteren Walze 54 angebrachten Riemenscheibe 55
über einen Riemen 63 verbunden ist. Über diese Antriebsverbindung wird den Streuarmen 66 eine in der
Draufsicht der Fig. 2 entgegen dem Uhrzeigersinn verlaufende Umlaufbewegung erteilt, so daß sich ein
nach links hin abgeschrägtes Streubild ergibt.
Das bei der Fahrt über das Feld anfallende Getreide wird über den Förderer 11 dem Einlauf 22
des Trommelgehäuses 20 zugeführt und in der Trommel
gedroschen und getrennt. Die Körner werden abgesiebt und die Rückstände gelangen bis zur Strohaustragöffnung
24. Infolge der Schlag- und Schleifwirkung in der Trommel bestehen diese Rückstände
aus kleinen Stücken, und es wird ein^ erhebliche Menge Staub erzeugt. Wurden diese fein zerschlagenen,
als Spreu oder Kaff bekannten Rückstände in die freie Atmosphäre ausgeblasen werden, würden
sie eine dichte Staubwolke erzeugen.
Werden dagegen diese Rückstände nach dem Vorschlag der Erfindung durch eine Absetzkammer geleitet,
kann sich die Luft ausweiten, wobei sich die mitgeführten Teilchen auf dem am Boden der Kammer
angeordneten Förderer 50 absetzen können, welcher sie durch die Öffnung 59 der Streuvorrichtung
60 zuleitet, die sie in einem breiten Fächer hinter der Maschine ausstreut.
Claims (8)
1. Mit Axialdreschmaschine ausgestatteter Mähdrescher niit einem sich angenähert horizontal
in Längsrichtung der Maschine erstreckenden und eine drehbar gelagerte Trommel aufnehmenden
Gehäusezylinder, gekennzeichnet durch eine im Bereich der Strohauslragöffnung
(24) des Gehäusezylinders (20) vorgesehene, langgestreckte, mit einer vorderen Einlaßöffnung (48)
und einer hinteren Auslaßöffnung (59) versehene Absetzkammer (40), liings deren Boden zwischen
den beiden öffnungen (48, 59) ein das anfallerde Material rückwärtsleitender Förderer (50) angeordnet
ist.
2. Mähdrescher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle der Dreschtrommel
im Bereich der Strohaustragöffnung (24) mit die Dreschrückstände durch diese öffnung herausdrückenden
Schlagschaufeln (33) versehen ist.
3. Mähdrescher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Strohaustragöffnung
(24) und der Einlaßöffnung (48) der Absetzkammer (40) eine Leitvorrichtung (49) vorgesehen
ist.
4. Mähdrescher nach Aopruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Förderer (50) als endloses Förderband (56) ausgebildet ist, dessen oberes
Trum beim Antrieb in Richtung auf die hintere Auslaßöffnung (59) umläuft.
5. Mähdrescher nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Förderband (56) mit abstehenden
Fingern (58) versehen ist.
6. Mähdrescher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlaßöffnung (48) nahe
der Vorderwand (45) und die Auslaßöffnung (59) zwischen der hinteren Umlenkwalze (54) und der
Rückwand (47) der Absetzkammer (40) angeordnet sind.
7. Mähdrescher nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch
eine unterhalb der Auslaßöffnung (59) angeordnete Streuvorrichtung (60).
8. Mähdrescher nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Streuvorrichtung (60) ein
gegenüber dem Gehäusezylinder (20) schräglicgendes Streubild erzeugt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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