DE20009678U1 - Zisternen-Einbausatz für Versickerungsschächte und Zisterne - Google Patents
Zisternen-Einbausatz für Versickerungsschächte und ZisterneInfo
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Description
30. Mai 2000
Zisternen-Einbausatz für Versickerungsschächte und Zisterne
Die Erfindung bezieht sich auf einen Zisternen-Einbausatz für Versickerungsschächte.
Sickerschächte für Regenwasser bestehen im allgemeinen aus einem aus Betonringen aufgebauten zylindrischen Behälter, auf den ein schief-kegelstumpfförmiges und mit einer Abdeckplatte abgedecktes Oberteil aufgesetzt ist. Die Außenwand des Sicker-Schachtes ist nach unten offen, so daß eingeflossenes Regenwasser nach unten abfließen kann. Auch die Außenwand der Zisterne ist in der Regel mit Löchern versehen, zumindest sind die Fugen zwischen den einzelnen Betonringen nicht gegeneinander abgedichtet.
Will man das Regenwasser für die Gartenbewässerung oder auch als Brauchwasser im Haushalt nutzbar machen, muß der Sickerschacht zur Zisterne umgebaut, also zur Seite und nach unten abgedichtet werden. In der maximal zulässigen Wasserstandshöhe muß, im allgemeinen durch seitliche Bohrungen, eine Überlaufmöglichkeit geschaffen werden, damit das angestaute Regenwasser in ausreichender Tiefe unterhalb der Abdeckplatte abfließen und keine oberirdische Überschwemmungen verursachen kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfache Möglichkeit zum Umbau eines Sickerschachtes in eine Zisterne anzugeben.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Zisternen-Einbausatz gelöst, der in seiner einfachsten Ausführungsform aus einem Behälter, zum Beispiel einer Regentonne besteht.
Ein seitlich und nach unten dichter Behälter läßt sich leicht in einen Sickerschacht einsetzen. In diesem Behälter wird das Regenwasser gesammelt, bis es die Behälteroberkante erreicht und in üblicher Weise durch die Seitenwände und den offenen Boden des Sickerschachtes versickert. Allerdings ist ein starrer Behälter ungünstig, weil zum Einbau im allgemeinen nicht nur der Deckel, sondern auch das Oberteil des Schachtes entfernt werden muß.
Vorzugsweise besteht der Behälter aus einer nach unten und zur Seite geschlossenen Folie, einem Foliensack, dessen Form der des Sickerschachtes angepasst ist. Der obere Rand des Foliensackes ist an der Innenwand des Sickerschachtes, zum Beispiel mittels verdübelter Schrauben, befestigt oder mittels eines Ringständers gehalten. Oberhalb des oberen Randes des Foliensackes sind dann Löcher in die Wand des Sickerschachtes zu bohren oder zu schlagen, damit das Regenwasser seitlich absickern kann.
Da das Einbringen der Löcher arbeitsaufwendig ist und der Querschnitt der Löcher sowie die Aufnahmefähigkeit des seitlichen Kiesbettes oft unzureichend ist, ist vorzugsweise zwischen Außenwand des Sickerschachtes und dem seitlichen, annähernd zylindrischen Teil des Foliensackes ein Abstandhalter angeordnet, so daß das überlaufende Wasser die gesamte Seitenwand und den offenen Boden des Sickerschachtes erreichen kann.
Der Abstandhalter besteht vorzugsweise aus einer zwischen Außenwand des Sickerschachtes und Seitenwand der Folie angeordneten Noppenbahn, so daß das Wasser zwischen der inneren Oberfläche des Sickerschachtes und der äußeren Oberfläche des Foliensackes, durch die von Noppen gebildeten Zwischenräume ein- oder beidseitig der Noppenbahn seitlich durch die Außenwand des Sickerschachtes und nach unten abfließen kann.
Führt man den Regenwasserzulauf, im allgemeinen ein einfaches Rohr, bis kurz vor den Boden der Regenwasserzisterne, so wird bei einlaufendem Regenwasser das im oberen Bereich des Behälters stehende alte Wasser durch das zufließende frische nach oben gedrückt und ersetzt.
Zum Schutz des Folienbodens ist zwischen diesem und dem unter dem Sickerschacht liegenden Kiesbett eine Vliesmatte vorgesehen.
Es empfiehlt sich, auch die Oberseite des Folienbodens zu schützen, beispielsweise durch eine stärkere Kunststoffplatte, vorzugsweise aber durch eine ausreichend dicke Schicht aus Rollkies, die den Sackboden zum Beispiel vor den Holmenden einer Leiter schützt.
Die Erfindung umfaßt auch eine Zisterne, die mit vorstehend beschriebenen Merkmalen ausgestattet ist. Dabei ist unerheblich, ob die einzelnen Bestandteile Bestandteile eines Einbausatzes sind.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Regenwasserzisterne wird an Hand der Zeichnung erläutert. Die Zeichnung zeigt eine zum Teil aufgebrochene schematische Perspektivansicht eines zur Zisterne umgebauten Sickerschachtes.
Die in der Zeichnung gezeigte Zisterne besteht aus einem zylindrischen, aus mehreren Betonringen 2 aufgebauten Sickerschacht 1. Auf den obersten Betonring 2 ist ein schief-kegelstumpf förmiges Oberteil 3 aufgesetzt, das durch eine Abdeckplatte 4 abgedeckt ist. In den Sickerschacht 1 ist ein seitlich und nach unten dichter Behälter 5 eingesetzt. Der Behälter 5 besteht aus einem Foliensack 6, dessen Querschnitt dem der Zisterne nachgebildet, hier also zylindrisch ist. Sackbo-
den und -seitenwand sind wasserdicht miteinander verschweißt oder verklebt.
Zwischen dem Foliensack 6 und der innerern Oberfläche des Sickerschachtes 1 ist eine ausreichend steife Noppenbahn 7 angeordnet, und zwar derart, daß das überlaufende Wasser zumindest durch die Zwischenräume zwischen den der Außenwand des Sickerschachtes 1 zugewandten Noppen abfließen kann. Die mit einseitigen Noppen versehene Noppenbahn oder -folie 7 sollte zweckmäßigerweise so angeordnet werden, daß die Oberseiten der Noppen nach außen zu liegen kommen, also bei gefülltem Behälter 6 an der Innenwand des Sickerschachtes 1 anliegen. Die im eingebauten Zustand entsprechend der Form des Sickerschachtes zylindrische Noppenbahn 7 braucht zur Seite hin nicht dicht zu sein, so daß es ausreicht, sie einfach in den Sickerschacht zu stellen und die beiden Enden einander überlappen zu lassen.
Damit der Foliensack 6 im leeren Zustand nicht kollabieren kann, sind der obere Rand des Foliensackes 6 und der Noppenbahn 7 mechanisch miteinander verbunden, beispielsweise mittels eines Spannringes oder Nieten. Alternativ können die beiden oberen Ränder auch miteinander verschweißt oder verklebt werden. Auch sollten die beiden übereinandergelegten Enden der Noppenbahn 7 zur Erhöhung der Standsicherheit miteinander verschweißt oder verklebt werden. Auch ist denkbar, die oberen Ränder von Noppenbahn 7 und Foliensack 6 an der Innenwand des Sickerschachtes 1 zu befestigen.
Auf dem Boden des Foliensackes 6 befindet sich eine etwa 20 bis 3 0 cm hohe Schicht 8 aus Rollkies, die den Sackboden in ausreichendem Maße vor mechanischer Beschädigung schützt.
Das einlaufende Regenwasser (s. Pfeile) wird durch ein Rohr bis dicht vor den Boden des Foliensackes 6 geführt. Eine auf
der Kieselschicht 8 aufliegende Prallplatte 10 verhindert, daß die Kiesel der Rollkiesschicht 8 seitlich weggespült werden.
Unterhalb des Bodens des Foliensackes 6 befindet sich eine Vliesmatte 11, die den Boden des Foliensackes 6 auch von unten schützt. Komplettiert wird die Anlage durch eine mechanisch von oben betriebene Pumpe oder eine in die Zisterne eingesetzte Tauchpumpe.
Als Material für den Foliensack 6 eignet sich übliche Gartenteichfolie aus synthetischem Kautschuk. Die Noppenbahn 7, wie sie für die Bauwerksdrainage üblich ist, besteht z. B. aus einem Spezial-PE. Die Vliesmatte 11 schließlich kann aus PP ausgeführt werden. Wichtig ist, daß die Materialien unverrottbar und bezüglich Trinkwasser unbedenklich sind.
Der erfindungsgemäße Innenbehälter 5 kann als Bausatz vertrieben und auch von Laien mühelos eingebaut werden. Soll der Innenbehälter 5 in größerer Höhe ausgeführt werden, als bei der Bemessung des Bausatzes vorgesen, so lassen sich ringsum geschlossene zylindrische Folien- und Noppenbahnringe mit dem Foliensack 6 beziehungsweise dem Noppenbahnmantel 7 verschweißen oder verkleben.
Claims (9)
1. Zisternen-Einbausatz für Versickerungsschächte, gekennzeichnet durch einen im Versickerungsschacht angeordneten Behälter (5), in den anfallendes Regenwasser (Zulauf 9) einläuft und aus dem es nach Erreichen der Behälteroberkante in den Innenraum des Versickerungsschachts ausläuft.
2. Einbausatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (5) aus einer nach unten und zur Seite geschlossenen Folie (6) besteht.
3. Einbausatz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Außenwand des Sickerschachtes und dem seitlichen, annähernd zylindrischen Teil des Foliensackes ein Abstandhalter angeordnet ist.
4. Einbausatz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstandhalter als zwischen innerer Oberfläche des Versickerungsschachts und äußerer Oberfläche des Foliensackes (6) angeordnete Noppenbahn (7) ausgebildet ist.
5. Einbausatz nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Regenwasser-Zulauf (9) bis kurz vor den Boden der Zisternen-Einbausatz für Versickerungsschächte geführt ist.
6. Einbausatz nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb des Sackbodens eine Vliesmatte (11) angeordnet ist.
7. Einbausatz nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Sackboden eine Kieselschicht (8) angeordnet ist.
8. Einbausatz nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb des Regenwasser-Zulaufs (9) auf der Kieselschicht (8) eine Prallplatte (10) angeordnet ist.
9. Zisterne, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit Merkmalen der kennzeichnenden Teile der vorstehenden Ansprüche ausgestattet ist.
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| DE3934633C1 (en) | 1989-10-17 | 1991-02-14 | Bernhard Maria Dr.Med. 8000 Muenchen De Schroff | Collector for rain water - tank sealed at bottom and mounted coaxially in drainage pit |
| DE29715802U1 (de) | 1997-09-03 | 1997-10-23 | REHAU AG + Co., 95111 Rehau | Schluckbrunnen |
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2000
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|---|---|---|---|---|
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Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| Prospekt: MALL-SICO-REGENSPEICHER, mallbeton, Pfohren, u.a., 1996 |
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