DE20009737U1 - Notaus-Drehantrieb für Lasttrenn- oder Leistungsschalter - Google Patents
Notaus-Drehantrieb für Lasttrenn- oder LeistungsschalterInfo
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Description
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-1 Beschreibung
Die Erfindung betrifft einen Notaus-Drehantrieb für Lasttrenn- oder Leistungsschalter.
Für Leistungsschalter sind nach DE-C-3901260, DE-C-4312428, DE-C-4322214 und DE-U-9405568 Drehantriebe bekannt, die entweder zusammen mit ihrem Drehgriff unmittelbar auf dem Leistungsschalter zu montieren oder mit einem außerhalb einer Gehäusetür angeordneten Türkupplungs-Drehgriff versehen sind und die Verriegelungsmittel zum Abschließen durch Bügelschlösser enthalten. Weiterhin werden auf dem Markt abschließbare Drehgriffe angeboten, mit denen der damit ausgerüstete Lasttrenn- oder Leistungsschalter als Notaus-Einrichtung betrieben werden kann. Nachteilig bei den bekannten Notaus-Drehantrieben ist, dass nach einer Notabschaltung eine Wiedereinschaltung des Schaltgerätes erfolgt, ohne dass die wiedereinschaltende Person vorher auf die besondere sicherheitsrelevante Situation aufmerksam gemacht wird.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Notaus-Drehantrieb nur bewusst wiedereinschalten zu können.
Ausgehend von einem Notaus-Drehantrieb der eingangs genannten Art wird die Aufgabe erfindungsgemäß durch die Gesamtheit der Merkmale des unabhängigen Anspruches gelöst, während den abhängigen Ansprüchen vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung zu entnehmen sind.
Bei Notabschaltung des Leistungs- oder Lasttrennschalters über den Drehgriff gleitet das Gleitstück des Riegels innerhalb des ersten Teilstückes der Steuerkulisse vom ersten bis zum zweiten Ende, wo es durch den Einfluss des mit dem Riegel verbundenen Federmittels unter Überwindung der Federwirkung
-2-
des Rastmittels in das zweite Teilstück der Steuerkulisse fällt. Vor dem Wiedereinschalten muss das Gleitstück von dort aus zuerst unter bewusster Betätigung des Riegels entgegen der Wirkungsrichtung seines Federmittels und unter Überwindung der Federwirkung des Rastmittels in das dritte Teilstück der Steuerkulisse verbracht werden, d.h., der Riegel wird bewusst zurückgesetzt. Nach Loslassen des Riegels gelangt das Gleitstück unter dem Einfluss des Federmittels in Anlage an das Rastmittel, wobei der Rückweg zum zweiten Teilstück versperrt ist. Durch Verdrehen des Drehgriffes in Richtung Einstellung gelangt das Gleitstück wieder zurück in das erste Teilstück der Steuerkulisse. Ein direktes Verschieben des Gleitstückes vom zweiten in das erste Teilstück und damit ein unbewusstes Wiedereinschalten des Schalters wird dadurch wirksam verhindert. Der erfindungsgemäße Notaus-Drehantrieb kann entweder mit einem parallel zur Betätigungswelle oder mit einem senkrecht zur Betätigungswelle und für beide Fälle entweder durch Druck oder Zug zu verschiebenden Riegel ausgestattet sein.
Der Riegel und der Drehgriff sind vorzugsweise zum Verriegeln des Notaus-Drehantriebes in der Aus-Stellung durch mindestens ein Bügelschloss ausgebildet. Dabei befindet sich das Gleitstück in dem dritten Teilstück der Steuerkulisse und wird durch den abgeschlossenen Riegel daran gehindert, daraus entfernt zu werden. In analoger Weise kann ein viertes und/oder ein fünftes Teilstück in der Steuerkulisse ausgebildet sein, um den Drehantrieb in der Einstellung und/oder der Ausgelöst-Stellung abschließen zu können.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem folgenden, anhand von Figuren erläuterten Ausführungsbeispiel. Es zeigen
Figur 1 bis 3: einen erfindungsgemäßen Notaus-Drehantrieb in verschiedenen Stellungen;
Figur 4 und 5: Schnittdarstellungen gemäß Linie IV-IV von Fig. 1 und Linie V-V
von Fig. 3;
Figur 6: als Einzelheit die Abwicklung der Steuerkurve;
Figur 7: als Einzelheit den Bewegungsablauf innerhalb der Steuerkurve.
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Nach Fig. 1 bis 3 enthält der erfindungsgemäße Notaus-Drehantrieb eine Montageplatte 1, die ortsfest auf einem nicht weiter dargestellten Lasttrennoder Leistungsschalter oder auf einer dem Schalter vorgelagerten Tür montiert ist, sowie einen beweglichen Drehgriff 2. Die Montageplatte 1 weist eine zentrale Öffnung 3 zum Durchtritt einer Betätigungswelle 4 auf, die zum Ein- und Ausschalten des Schalters dient. Der Drehgriff 2 ist auf dem äußeren Ende der Betätigungswelle 4 montiert. Im Drehgriff 2 ist ein Riegel 5 parallel zur Betätigungswelle 4 verschieblich gelagert, der mit einer Eingriffsöffnung 51 zum Einhängen des Bügels 61 eines oder mehrerer Bügelschlösser 6 versehen ist, um den Notaus-Drehantrieb verriegeln zu können. Der Notaus-Drehantrieb wird in Fig. 1 in der Stellung unmittelbar nach einer Notabschaltung, in Fig. 2 nach Zurücksetzung in der Stellung zur Bereitschaft zum Wiedereinschalten und in Fig. 3 in der verriegelten Aus-Stellung gezeigt.
Fig. 4 und 5 lassen erkennen, dass der Riegel 5 durch ein Federmittel 7 in Form einer Druckfeder in Richtung zum Schalter beaufschlagt und endseitig mit einem Gleitstück 52 ausgestattet ist. Das Gleitstück 52 ist in einer Steuerkulisse 8 geführt, die in der Montageplatte 1 ausgeformt ist. Die Steuerkulisse 8 ist in Fig. 6 als Abwicklung dargestellt. Die Steuerkulisse 8 enthält ein bogenförmiges erstes Teilstück 81, in dem das Gleitstück 52 zwischen einem ersten Ende 86 und einem zweiten Ende 87 von der Ein-Stellung zur Aus-Stellung des Notaus-Drehantriebes verläuft. Ausgehend vom zweiten Ende 87 enthält die Steuerkulisse 8 weiterhin ein gerades zweites Teilstück 82, das in der durch das Federmittel 7 bewirkten Bewegungsrichtung des Riegels 5, d.h. in Richtung Schalter, verläuft, sowie ein gerades drittes Teilstück 83, das entgegen der durch das Federmittel 7 bewirkten Bewegungsrichtung des Riegels 8 verläuft. In der verriegelten Aus-Stellung des Notaus-Drehantriebes gemäß Fig. 3 und 5 befindet sich das Gleitstück 52 in dem dritten Teilstück 83. Die Steuerkulisse 8 enthält weiterhin ein vom ersten Ende 86 ausgehendes viertes Teilstück 84 sowie ein zwischen dem ersten Ende 86 und dem zweiten Ende 87, der Ausgelöst-Stellung des Drehantriebes zugeordnetes und vom ersten Teilstück 81 ausgehendes fünftes Teilstück 85. Beide Teilstücke 84 und 85
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verlaufen entgegen der durch das Federmittel 7 bewirkten Bewegungsrichtung des Riegels 5. In der Ein-Stellung bzw. Ausgelöst-Stellung des Notaus-Drehantriebes befindet sich das Gleitstück 52 in dem vierten bzw. fünften Teilstück 84 bzw. 85. In das zweite Ende 87 ragt ein mit Federwirkung ausgestattetes Rastmittel 9 hinein, das als zungenförmiges Kunststoffteil in der Montageplatte 1 angespritzt ist und an seinem freien Ende mit einem Rastkeil 91 ausgestattet ist.
Aus Fig. 7a bis g ist der Bewegungsablauf des Gleitstückes 52 innerhalb der Steuerkulisse 8 von einer Notabschaltung bis zur Wiedereinschalt-Bereitschaft ersichtlich. Bei einer Notabschaltung gleitet das Gleitstück 52 zum zweiten Ende 87 des ersten Teilstückes 81 (Fig. 7a), gelangt am zweiten Ende 87 in Berührung mit dem Rastkeil 91 des Rastmittels 9 und überwindet dessen Federwirkung (Fig. 7b), wodurch das Gleitstück 52 unter der Wirkung des Federmittels 7 in das zweite Teilstück 82 fällt (Fig. 7c). Durch diese Position des Gleitstückes 52 kann der Drehgriff 2 nicht mehr ohne weiteres zurück in die Ein-Stellung verdreht werden (siehe auch Fig. 4). Durch Anheben des Riegels 5 entgegen der Kraftwirkung des Federmittels 7 wird das Gleitstück 52 unter erneuter Überwindung der Federwirkung des Rastmittels 9 vom zweiten Teilstück 82 in das dritte Teilstück 82 verschoben (Fig. 7d), worauf das Rastmittel 9 wieder in seine entspannte Ausgangslage zurückgeht (7e). In dieser Position des Gleitstückes 52 kann der Notaus-Drehantrieb verriegelt werden (siehe auch Fig. 5). Wird der Riegel 5 jedoch losgelassen, dann legt sich das Gleitstück 52 an den Rastkeil 91 des Rastmittels 9 an, wobei das Zurückfallen des Gleitstückes 52 in das zweite Teilstück 82 verhindert wird (Fig. 7f). Nun befindet sich das Gleitstück 52 in einer Position, um durch Verdrehen des Drehgriffes 2 in Einschaltrichtung wieder in des erste Teilstück 81 eintreten zu können (Fig. 7g).
Claims (7)
1. Notaus-Drehantrieb für Lasttrenn- oder Leistungsschalter mit folgenden Merkmalen:
- eine Betätigungswelle (4) zum Ein- und Ausschalten des Schalters;
- eine Montageplatte (1) mit einer zentralen Öffnung (3) zum Durchtritt der Betätigungswelle (4) ist ortsfest auf dem Schalter angeordnet;
- ein Drehgriff (2) ist auf dem äußeren Ende der Betätigungswelle (4) montiert;
- ein Riegel (5) ist im Drehgriff (2) beweglich gelagert, durch ein Federmittel (7) beaufschlagt und mit einem endseitigen Gleitstück (52) ausgebildet,
- eine Steuerkulisse (8) ist in der Montageplatte (1) ausgeformt, führt das Gleitstück (52) und weist folgende Bestandteile auf:
- ein bogenförmiges erstes Teilstück (81), in dem das Gleitstück (52) zwischen einem ersten Ende (86) und einem zweiten Ende (87) von der Ein-Stellung zu der Aus-Stellung des Notaus-Drehantriebes verläuft,
- ein vom zweiten Ende (87) ausgehendes zweites Teilstück (82), das in der durch das Federmittel (7) bewirkten Bewegungsrichtung des Riegels (5) verläuft,
- ein vom zweiten Ende (87) ausgehendes drittes Teilstück (83), das entgegen der durch das Federmittel (7) bewirkten Bewegungsrichtung des Riegels (52) verläuft,
- ein in das zweite Ende (87) hineinragendes und mit Federwirkung ausgestattetes Rastmittel (9), das so ausgebildet und angeordnet ist, dass
- das Gleitstück (52) unter Überwindung der Federwirkung vom ersten Teilstück (81) zum zweiten Teilstück (82) verschiebbar ist,
- das Gleitstück (52) unter Überwindung der Federwirkung vom zweiten Teilstück (82) zum dritten Teilstück (83) verschiebbar ist,
- die Verschiebung des Gleitstückes (52) vom dritten Teilstück (83) zum zweiten Teilstück (82) gesperrt, jedoch zum ersten Teilstück (81) freigegeben ist.
2. Notaus-Drehantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rastmittel (9) ein angeformtes bzw. angespritztes zungenförmiges Kunststoffteil mit endseitigem Rastkeil (91) ist.
3. Notaus-Drehantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rastmittel ein eingesetztes zungenförmiges Kunststoff- oder Metallteil mit endseitigem Rastkeil ist.
4. Notaus-Drehantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rastmittel aus einem in der Montageplatte gelagerten Rastkeil und einer den Rastkeil beaufschlagenden Druckfeder besteht.
5. Notaus-Drehantrieb nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Riegel (5) und/oder am Drehgriff Eingriffsöffnungen (51) für den Bügel (61) eines Bügelschlosses (6) vorgesehen sind.
6. Notaus-Drehantrieb nach vorstehendem Anspruch, gekennzeichnet durch ein vom ersten Ende (86) ausgehendes viertes Teilstück (84), das entgegen der durch das Federmittel (7) bewirkten Bewegungsrichtung des Riegels (5) verläuft.
7. Notaus-Drehantrieb nach einem der beiden vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein zwischen dem ersten Ende (86) und dem zweiten Ende (87), der Ausgelöst-Stellung des Drehantriebes zugeordnetes und vom ersten Teilstück (81) ausgehendes fünftes Teilstück (85), das entgegen der durch das Federmittel (7) bewirkten Bewegungsrichtung des Riegels (5) verläuft.
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Cited By (2)
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|---|---|---|---|---|
| CN110957157A (zh) * | 2018-09-27 | 2020-04-03 | 西安铁路信号有限责任公司 | 一种安全开关控制零件防自复结构及方法 |
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2000
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
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| R071 | Expiry of right |