DE20020008U1 - Windlastsicherung - Google Patents
WindlastsicherungInfo
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Classifications
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Description
Wolff GmbH, Industriestraße 21-23, 26188 Edewecht
Windlastsicherung
Die Erfindung betrifft eine Windlastsicherung für auf geneigten ebenen Flächen ausgerollte Dichtungsbahnen, Folien, Vliese, Dränmatten usw. Ein besonderer Anwendungsfall der Erfindung ist auch die Windlastsicherung von Deponie- oder Silageabdeckungen, welche regelmäßig aus einer Dichtungsbahn bestehen, mittels welcher die Deponie kurz- oder mittelfristig oder auch sehr langfristig abgedeckt werden soll. Die Erfindung ist aber auch beispielsweise anwendbar bei an Böschungen verlegten Geokunststoffen, Dichtungsbahnen, Vliesen, Dränmatten usw.
Wenn immer solche Dichtungsbahnen verlegt werden, tritt das Problem auf, dass diese gegen den auftretenden Wind so gesichert werden müssen, dass sie nicht nur liegen bleiben, sondern auch weiterhin ihre Dichtfunktion erfüllen.
Für eine solche Windlastsicherung werden bislang Sandsäcke oder beispielsweise auch alte Autoreifen per Hand auf die Dichtungsbahnen in einem bestimmten System verlegt. Hierzu müssen die Sandsäcke einzeln verfüllt werden und, wenn sie auf den Dichtungsbahnen liegen, müssen Sandsäcke wie aber auch Altautoreifen mit Leinen und Seilen miteinander verbunden werden, um einen ausreichenden Schutz zu gewährleisten. Da für die bisherige Windlastsicherung häufig direkt auf den Dichtungsbahnen gearbeitet werden muss, um beispielsweise die Altautoreifen oder auch die Sandsäcke auszutragen bzw. wieder von den Flächen herunter zu holen, besteht ständig auch die Gefahr, dass die Folien hierbei beschädigt werden. Außerdem ist der Anteil der Handarbeit sehr groß, schließlich kann man sich gut vorstellen, dass es sehr viel Zeit und Anstrengung benötigt, wenn mehrere hundert Sandsäcke auf einer größeren Fläche von 1 bis 2 ha Deponiefläche ausgebracht werden müssen.
Die Erfindung hat sich zum Ziel gesetzt, die bisherigen Nachteile bei Windlastsicherungen für Dichtungsbahnen, insbesondere im Deponiebereich, Böschungsabdekkung oder auch Silageabdeckung zu vermeiden, in jedem Fall deutlich zu reduzieren.
Erfindungsgemäß wird zur Lösung dieser Aufgabe eine Windlastsicherung gemäß den Mermalen des Anspruchs 1 vorgeschlagen, vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
Die erfindungsgemäße Windlastsicherung hat nicht nur den Vorteil, dass sie äußerst variabel ist, sondern auch, dass die Windlastsicherung deutlich schneller herzustellen als auch zurückzubauen ist, als bisher. Hierzu wird beispielsweise bei einer Deponie, einer Silagefläche oder auch einer Böschung, ein Schlauch oder mehrere Schläuche über die zu sichernde Fläche verlegt oder ausgerollt und anschließend der Schlauch mit einem entsprechenden Medium, wie beispielsweise Wasser oder auch Sand gefüllt. Die Bef üllung mit Sand kann auch dadurch geschehen, dass ein Wasser-Sand-Gemisch in den Schlauch gepumpt wird und das
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Wasser dann aus dem Schlauch wieder heraustritt, wenn dieser entsprechend dafür ausgelegt ist, z. B. für Wasser durchlässig (porös), für Sandkörner (z.B. Kies) aber nicht durchlässig ist. Der Vorteil dererfindungsgemäßen Windlastsicherung ist offensichtlich und zeichnet sind insbesondere durch eine große Einfachheit, Schnelligkeit, geringe Kosten, größere Langlebigkeit gegenüber bisherigen Lösungen aus und vor allem ist hervorzuheben, dass die erfindungsgemäße Windlastsicherung erheblich schneller als bisher wieder zurückzubauen ist. So braucht beispielsweise zum Rückbau nur am unteren Niveau bzw. an der untersten Stelle des Schlauches dieser geöffnet werden, so dass dann beispielsweise das Wasser abfließen kann. Der Schlauch kann auf einfache Art und Weise dann wieder zusammengerollt und später wieder verwendet werden.
Gerade die schnelle Rückbaumöglichkeit ist dann wichtig, wenn die Deponie (Silage) nur vorübergehend, beispielsweise für einige Wochen, Monate oder wenige Jahre, abgedeckt sein soll, um dann später wieder in Betrieb genommen zu werden.
Als Schlauchmaterial kommen alle gängigen Schlauchmaterialien in Frage, beispielsweise auch alle Geokunststoffe, aber auch Schläuche, die aus einer mit einem Gewebe versetzten Kunststofffolie gebildet werden. Der Schlauchdurchmesser kann im Bereich von ca. 5 - 30 cm liegen.
Sollten die Schläuche sehr lang, z. B. mehr als 30 m, sein, kann es auch sinnvoll sein, innerhalb der Schläuche Kammern auszubilden, so dass für den Fall eines Schlauchlecks sichergestellt ist, dass nicht der gesamte Schlauch entleert wird, sondern nur die Kammer, in der das Leck auftritt.
Dieaufderwindzusichernden Fläche ausgerollten Schläuche werden an wenigstens einer Stelle, vorzugsweise am Rand der zu schützenden Fläche mechanisch fixiert (eingespannt), damit sichergestellt ist, dass die Schläuche beispielsweise nicht zum niedrigsten Punkt hinrutschen, was beispielsweise bei einer Böschung oder auch
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Deponie mit sehr hoher Neigung im schlimmsten Fall bei ungenügender Sicherung eintreten könnte.
Wie man auch erkennt, ist es mit der erfindungsgemäßen Windlastsicherung nicht mehr notwendig, so viel wie bisher die mit Dichtungsbahn bedeckte Fläche zu betreten, weil nach dem Verlegen des Schlauches die eigentlichen Arbeiten nur noch an einem Schlauchende stattfinden, wenn der Schlauch befüllt wird bzw. entleert werden soll.
Die beigefügte Fig. 1 zeigt eine Aufsicht auf eine mit der erfindungsgemäßen Windlastsicherung versehene Fläche am Beispiel einer Deponie 4.
Fig. 2 zeigt die Anordnung nach Fig. 1 im Querschnitt, wobei insbesondere zu erkennen ist, dass die windlastzusichernde Fläche 2 eine relativ große Neigung aufweist und daher auch in nicht geringem Maße dem Wind ausgesetzt ist.
Selbstverständlich können die Schläuche 1 je nach ihrer Länge in verschiedener Art und Weise auf den Flächen 2 ausgelegt werden. So kann beispielsweise nicht nur die Verlegung vom äußeren Rand zur Mitte hin, sondern auch von einem Rand zum gegenüberliegenden Rand hin erfolgen. Auch ist es möglich, unter Umständen die Schläuche spiralförmig auf der gesamten Fläche auszulegen. Weiterhin ist es möglich, statt sehr langer Schläuche einzelne kurze Schlauchstücke von z. B. 2 bis 5 m jeweils zu verlegen, wenn in ungünstigen Ecken eine Windlastsicherung zu besorgen ist.
Ist der Schlauch mit Wasser gefüllt, sollte er so ausgebildet sein, dass er auch beim Frieren des Wassers nicht platzt. Erste Versuche haben aber gezeigt, dass selbst bei Temperaturen bis zu minus 28 0C ein Platzen des Schlauches vermieden werden kann, wenn dieser aus Kunststoff besteht und dieser Kunststoff bevorzugt mit einem zumindest zum Teil elastischen Gewebe versehen ist.
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Schließlich ist es auch noch vorteilhaft, wenn die ausgelegten Schläuche äußerlich mit Mitteln versehen sind, um beispielsweise Vögel, wie Krähen oder Möwen, die sich gerne auf Deponie herumtreiben, zu vergrämen. Ein solches Mittel kann beispielsweise eine Flüssigkeit oder Chemikalie sein, welche so übel riechend oder schmeckend für die Tiere ist, dass diese erst gar nicht versuchen, die Schläuche zu beschädigen.
Claims (7)
1. Windlastsicherung für eine mit einer Abdeckung, z. B. Dichtungsbahn, Folie, Vlies, Dränmatte oder einem Geokunststoff versehene Fläche (2), die geneigt und/oder eben ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Abdeckung (4) der Fläche (2) eine oder mehrere Schläuche (1) ausgelegt sind, die mit einem Medium, wie beispielsweise Wasser oder Sand, gefüllt sind.
2. Windlastsicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schläuche eine Länge von mehr als 3 m und einen Durchmesser aufweisen, der im Bereich von ca. 10 bis 40 cm liegt.
3. Windlastsicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Schlauchmaterial PVC verwendet wird und/oder die Schläuche aus mit Gewebe verstärkten Folien hergestellt sind.
4. Windlastsicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schläuche an ihren Enden eine Verschlussvorrichtung aufweisen, so dass das Entleeren des Schlauches durch Öffnung des Verschlusses bewirkbar ist.
5. Windlastsicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der zu sichernden Fläche in einem vorbestimmten Abstand, z. B. 5 bis 10 m, jeweils ein oder mehrere Schläuche, vorzugsweise vom Flächenrand zur Flächenmitte hin verlegt sind.
6. Windlastsicherung für eine Deponieabdeckung (4), dadurch gekennzeichnet, dass auf der Deponieabdeckung eine oder mehrere Schläuche verlegt sind, die mit einem Medium, wie z. B. Wasser oder Sand, gefüllt sind.
7. Windlastsicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der zu bedeckenden Fläche um eine Silagefläche bzw. einen Silo handelt.
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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Family
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Family Applications (1)
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| DE20020008U Expired - Lifetime DE20020008U1 (de) | 2000-11-24 | 2000-11-24 | Windlastsicherung |
Country Status (1)
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Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3838833A1 (de) | 1988-11-17 | 1990-05-23 | Wag Apparatetechnik Gmbh | Windsicherung |
| DE4336940A1 (de) | 1992-11-02 | 1994-05-05 | Schwarz Gerhard | Deponieauskleidung |
| DE19643735A1 (de) | 1996-10-23 | 1997-05-22 | Andreas Schmitt | Deckschicht für weiche Untergründe sowie Vorrichtung und Verfahren zum Auftragen derselben |
-
2000
- 2000-11-24 DE DE20020008U patent/DE20020008U1/de not_active Expired - Lifetime
Patent Citations (3)
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|---|---|---|---|---|
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