DE200203C - - Google Patents
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- DE200203C DE200203C DENDAT200203D DE200203DA DE200203C DE 200203 C DE200203 C DE 200203C DE NDAT200203 D DENDAT200203 D DE NDAT200203D DE 200203D A DE200203D A DE 200203DA DE 200203 C DE200203 C DE 200203C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
- C07D211/00—Heterocyclic compounds containing hydrogenated pyridine rings, not condensed with other rings
- C07D211/02—Preparation by ring-closure or hydrogenation
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
- C07D211/00—Heterocyclic compounds containing hydrogenated pyridine rings, not condensed with other rings
- C07D211/04—Heterocyclic compounds containing hydrogenated pyridine rings, not condensed with other rings with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom
- C07D211/68—Heterocyclic compounds containing hydrogenated pyridine rings, not condensed with other rings with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom having one double bond between ring members or between a ring member and a non-ring member
- C07D211/70—Heterocyclic compounds containing hydrogenated pyridine rings, not condensed with other rings with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom having one double bond between ring members or between a ring member and a non-ring member with only hydrogen atoms, hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals, directly attached to ring carbon atoms
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 200203 KLASSE Λ2ρ. GRUPPE
Aceton löst bekanntlich reichliche Mengen Ammoniak auf, und beim längeren Stehen
einer solchen Lösung bilden sich basische Kondensationsprodukte, hauptsächlich Diacetonamin
neben wenig Triacetonamin. Die Homologen des Acetons absorbieren sehr viel weniger Ammoniak als das Aceton selbst, und
die Bildung basischer, dem Di- und Triacetonamin vergleichbarer Verbindungen bleibt
ίο in einer solchen Lösung völlig aus. Beim
Verarbeiten einer mehrere Wochen sich selbst überlassenen gesättigten Lösung von Ammoniak
in Methyläthylketon z. B. konnten stickstoffhaltige Kondensationsprodukte nicht beobachtet
werden.
Sättigt man jedoch Methyläthylketon, welches mit dem etwa gleichen Volumen Äthylalkohol
vermischt ist, mit Ammoniak, oder vermischt starkes alkoholisches Ammoniak mit Methyläthylketon, überläßt die Mischung
sich selbst und behandelt dann mit Säuren, so erhält man einen Körper, welcher aus
3 Molekülen Keton und 1 Molekül Ammoniak unter Austritt von 2 Molekülen Wasser entstanden
ist.
3 CiH8 O + NH3 = 2 H2O + C12 H2S NO.
Die neue Base ist hiernach dem Triacetonamin vergleichbar und besitzt wahrscheinlich
auch eine diesem ähnliche Konstitution, nämlich die folgende:
CO
-CH0
'CH3
NH
Die Verbindung soll als a-flj-ß-Trimethyla-aj-diäthyl-y-ketopiperidin
oder kürzer als Trimethyläthylketonamin bezeichnet werden. Die Analyse lieferte auf die Formel C12H23NO
stimmende Zahlen. Die Verbindung stellt ein gelblich gefärbtes, basisch riechendes, bewegliches
Öl dar, welches sich mit Alkohol und Äther mischt, in Wasser aber schwerer löslich ist. Der neue Körper siedet fast unzersetzt
bei 247 ° unter einem Druck von 740 rnm; unter einem Druck von 30 mm
siedet er ohne Zersetzung zwischen 157 bis 1590. Das bei 1830 unter Zersetzung schmelzende
saure Oxalat der Base ist schwer löslich in kaltem Alkohol, leichter in heißem
Alkohol. Auch in kaltem Wasser ist es nicht allzu leicht löslich. Das in Nadeln kristallisierende
neutrale Oxalat ist in Wasser löslicher. Das Chlorhydrat schmilzt bei 1280
und löst sich sehr leicht schon in kaltem Wasser, schwerer in Alkohol auf. Dieselben
Löslichkeitsverhältnisse zeigt das neutrale Sulfat, das bei i88° unter Zersetzung schmilzt.
Das in kaltem Wasser nicht allzu leicht lösliche Nitrat schmilzt bei 169 bis 1720.
Die Bildung reichlicher Mengen einer gerade dem Triacetonamin analogen Base bei der
oben geschilderten Arbeitsweise war in keiner Weise vorauszusehen, da bekanntlich Triacetonamin
bei der Einwirkung von Ammoniak auf Aceton nur in sehr geringer Menge, nämlich in einer Ausbeute von höchstens
ι Prozent entsteht (E. Fischer, Ber. d. D. ehem. Ges. XVII [1884], S. 1788). Als Lösungsmittel
für das Ammoniak werden am besten Äthylalkohol oder auch andere Alkohole verwendet. Es können aber auch Wasser,
sowie weiterhin Äther, Chloroform, Benzol
und ähnliche Flüssigkeiten in Anwendung gebracht werden.
In dem Archiv der Pharmacie (Bd. 243 [1905] S. 294 u. 295 und S. 393 u. 394) werden
Einwirkungsprodukte von Ammoniak auf Methyläthylketon beschrieben. Bei der Einwirkung
von Ammoniak auf Methyläthylketon erhielt der Verfasser dieser Arbeit einen Körper, der nach seiner Analyse die Formel
C12 H24 N2 besitzt und in ätherischer Lösung
beim Versetzen mit Oxalsäure ein ölförmig ausfallendes Oxalat bildet. Das Pikrat dieser
Base läßt sich aus Wasser nicht Umkristallisieren, sondern zerfällt hierbei in Keton und
Ammoniak, welch letzteres als Ammoniumpikrat vom Schmelzpunkt 2900 zum Vorschein
kommt.
Demgegenüber ist der aus Methyläthylketon erhältliche Körper des vorliegenden Verfahrens
nach der Formel C12H23 NO zusammengesetzt.
Er enthält also nur halbsoviel Stickstoff als die obige Base, ist aber zum Unterschied
von letzterer sauerstoffhaltig. Das Pikrat des neuen Körpers C12H23 NO, das
bei 165 bis i66° schmilzt, läßt sich im Gegensatz zu demjenigen der säuerstofffreien Base
ohne Schwierigkeit aus Wasser Umkristallisieren. Es bleibt hierbei unverändert und
spaltet weder Keton noch Ammoniak ab.
Beim Versetzen der neuen Base in ätherischer Lösung mit Oxalsäure bildet sich sofort das
feste Oxalat. Beim Zusammenbringen der Base C12 H23 NO mit 25 prozentiger Salpetersäure
erstarrt diese sofort unter Bildung des Nitrats, während die sauerstofffreie Base bei
der gleichen Behandlung nur sehr langsam Kristalle abscheidet.
Diese wesentlichen Unterschiede im Verhalten der beiden Körper sind auf folgende
Weise zu erklären.
Thomae erhält durch Einwirkung von Ammoniak z. B. auf Methyläthylketon ein sauerstofffreies
Produkt der Zusammensetzung C12H21N2, während sich nach dem vorliegenden
Verfahren ein sauerstoffhaltiges Produkt der Zusammensetzung C12 H23 NO
bildet. Die sauerstofffreie Base steht zu der neuen Base in solcher Beziehung, daß letztere
aus ersterer durch die hydrolytische Wirkung der Säure, z. B. der Oxalsäure, wie dies im
Beispiel beschrieben ist, entstehen kann, indem die Gruppe NH der bekannten Base
gegen Sauerstoff ausgetauscht wird, wie dies aus den Formeln der beiden Basen hervorgeht.
Nimmt man
CO
I
I
C H3 - CH-c
-CH2
C2H/
NH
als Formel für die Base C12 H23 NO an, so
ergibt sich als Formel für C12 H.2i N2 die
folgende:
C: NH
CH3-CH
,-CH2
CHz
NH.
Das vorliegende Verfahren besteht also darin, daß man die zuerst entstehenden sauerstoff
freien Verbindungen durch Hydrolyse in sauerstoffhaltige Basen verwandelt. Die Einwirkung
von Säurep auf das Produkt der Einwirkung von Ammoniak auf Methyläthylketon in einem Lösungsmittel, das Hydrolyse
zuläßt, ist bis jetzt noch nicht beschrieben worden. Es wurden nur Säuren auf eine
ätherische Lösung einwirken gelassen und konnte dabei natürlich nicht das Salz der
neuen Base entstehen.
Man sättigt eine Mischung etwa gleicher Raumteile Methyläthylketon und Äthylalkohol
unter Kühlung mit trockenem Ammoniakgas go und überläßt die Mischung einige Wochen
sich selbst. Darauf entfernt man durch gelindes Erwärmen die Hauptmenge des überschüssigen Ammoniaks sowie etwa nicht
angegriffenes Keton und vermischt unter Kühlung den alkoholischen, stark alkalisch
reagierenden Rückstand mit dem doppelten der zur Neutralisation der in ihm enthaltenen
Basen erforderlichen Menge Oxalsäure, welche ebenfalls in Alkohol gelöst bzw. suspendiert
ist.
Die alkoholische Flüssigkeit wird darauf erwärmt, wobei neben etwas Ammoniumbioxalat
das saure Oxalat des Trimethyläthylketonamins in gut filtrierbarer Form zur Abscheidung
gebracht wird.
Durch Auskochen des abfiltrierten Oxalats mit Alkohol kann das in heißem Alkohol
lösliche Oxalat der Base von dem im Alkohol unlöslichen Ammoniumoxalat getrennt werden.
Einfacher verfährt man jedoch in der Weise, daß man das von der Mutterlauge
abgetrennte Gemisch der Oxalate mit wässerigem Alkali behandelt und das sich hierbei
ausscheidende Trimethyläthylketonamin mit Äther aufnimmt. Man verdunstet darauf den
Äther und reinigt die Base durch Destillation unter vermindertem Druck. Die von den
schwer löslichen Oxalaten des Trimethyläthylketonamins und Ammoniak abfiltrierte Flüssigkeit
enthält noch erhebliche Mengen des in Alkohol leicht löslichen Oxalats einer
Base, welche sich als Nebenprodukt außer dem hauptsächlich entstehenden Trimethyl-
äthylketonamin bei der Einwirkung des Ammoniaks auf Methyläthylketon bildet.
Man gewinnt ihr Oxalat durch Eindampfen
der alkoholischen Lösung. Die aus dem Oxalat durch Alkali in Freiheit gesetzte Base siedet
niedriger als das Trimethyläthylketonamin, nämlich bei 1040 unter 30 mm Druck. Die
freie Base stellt ein gelbes, mit Alkohol und
Äther mischbares, basisch riechendes öl dar, welches mit den gewöhnlichen Säuren leicht
lösliche Salze bildet.
Die neuen Basen sollen zur Darstellung pharmazeutischer Präparate Verwendung finden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Darstellung basischer Verbindungen aus Methyläthylketon, dadurch gekennzeichnet, daß man die durch Einwirkung von Ammoniak auf Methyläthylketon erhältlichen Basen mit Säuren in Gegenwart von Alkoholen behandelt.Berlin, öedrKkt IK öer reiChsdrückerei.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE200203C true DE200203C (de) |
Family
ID=462853
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT200203D Active DE200203C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE200203C (de) |
-
0
- DE DENDAT200203D patent/DE200203C/de active Active
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