DE200229C - - Google Patents
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 200229 KLASSE 54 c. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. Juli 1907 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zur Herstellung von Zigarrenspitzen
aus Papier mit Federkielmundstück, bei der ein mit Klebstoff versehenes Papierblatt um
einen kegelförmigen Wickeldorn umgerollt wird, der an seinem spitzen Ende den Federkiel
aufgeschoben trägt. Das Neue besteht darin, daß die Maschine außer der eigentlichen
Wickelarbeit auch alle anderen bei der Herstellung der Zigarrenspitzen aus Papier notwendigen
Arbeiten, wie einzelweises Zuführen der Blätter zu dem Wickeldorn aus einem Vorratsbehälter,
Auftragen des Klebstoffes auf die Blätter und Abstreifen der fertigen Zigarrenspitze
von dem Wickeldorn selbsttätig besorgt, was den bekannten Maschinen gegenüber durch vollständigen Ausschluß der Handarbeit
wesentliche Vorteile in Ansehung rascherer, billigerer und gleichartiger Erzeugung
mit sich bringt.
In der Zeichnung zeigen Fig. 1 eine Rückansicht der Aufgabevorrichtung für die
Wickel, Fig. 2 einen Grundriß, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie χ aus Fig. 2, Fig. 4
einen Schnitt nach y von rechts gesehen, Fig. 5 eine Seitenansicht von rechts gesehen,
Fig. 6 eine Vorderansicht der Wickelvorrichtung, Fig. 7 einen Grundriß derselben, Fig. 8
und 9 zwei verschiedene Ansichten des Wick-, lers, Fig. ιό einen Querschnitt nach ζ - ζ aus
Fig. 8, Fig. 11 einen Querschnitt nach u-u
aus Fig. 8, Fig. 12 einen Querschnitt nach t-t aus Fig. 8, Fig. 13 und 14 einen Einzelteil im
. Längsschnitt und Grundriß.
Die Aufgabevorrichtung bestellt aus einem Behälter 1, in dem die Papierblätter 2 in
Stapelform durch eine durch Feder oder Gewicht beanspruchte Scheibe 3 nach aufwärts
gedrückt werden. Der Stapel wird dadurch in dem Behälter 1 festgehalten, daß in das
oberste Blatt eine Nadel 4 sticht, die mit einem an dem Behälter 1 befestigten Arm 5 verbunden
ist. Die Blätter werden einzeln von der Nadel 4 abgerissen und in folgender Weise
über den Rand des Behälters 1 geschoben:
Oberhalb des Behälters 1 ist eine Welle 6 zwischen Schienen 7 (Fig. 3 und 5) wagerecht
geführt. Mittels Kurbelscheibe 8 und Zugstange 9 (Fig. 4) wird die Welle hin und
her bewegt. Die Welle 6 steckt an ihren beiden Enden in Hülsen 10, 11. Von diesen ist
die Hülse 11 überdies an einer in Blöcken 12
geführten Stange 13 befestigt. Auf der Welle 6 ist ein Arm 14 festgeschraubt, der den
Abstreifer 15 trägt. Am rechtsseitigen Ende der Welle 6 sitzt ein von der Daumenscheibe
16 beeinflußter Hebel 17, während das linksseitige Ende der Welle 6 einen festgeschraubten
Arm 18 trägt. Mit der Hülse 11 ist ein
Arm 19 verbunden, an dessen unterem Ende ein Bolzen 20 befestigt ist. Am freien Ende
dieses Bolzens sitzt ein Winkelhebel, dessen senkrechter Arm 21 mit der Anschlagschraube
22 zusammenarbeitet, dessen wagerechter Arm
23 durch eine Feder 24 mit dem auf der Welle 6 festgeschraubten Arm 18 verbunden
ist. Die Feder 24 ist derart gespannt, daß sie den Arm 23 des Winkelhebels und den Arm 18
gegeneinander zu bewegen versucht. Durch den Anschlag eines Nabenansatzes des Winkelhebels
an einen durch den Bolzen 20 durchgesteckten Stift 25 wird die durch die Feder
24 angestrebte Annäherung des Winkelhebels 21, 23 zum Arm 18 begrenzt, und ist dabei die
Feder 24 derart gespannt, daß der Arm 14 bzw. der Abstreifer 15 auf das oberste Papierblatt
in dem Behälter 1 drückt.
Die Wirkungsweise dieser Aufgabevorrichtung ist folgende:
Wird von der in Fig. 1 bis 5 dargestellten Lage der Teile ausgegangen und die Welle 6
durch die Kurbelscheibe 8 und die Zugstange 9 nach vorwärts bewegt, so wird zunächst der
Winkelhebel 21, 23 von der Anschlagschraube 22 freigegeben. Winkelhebel 21, 23 dreht sich
■ um den Bolzen 20 bis zum Anschlag seines Nabenansatzes an den Stift 25. Der Abstreifer
15 drückt auf den Stapel im Behälter 1 und reißt das oberste Blatt von der Nadel 4 bei
weiterem Vorschub der Welle 6 ab. Ist das Ende des Blattes zwischen die beiden gegeneinander
sich drehenden Walzen 26,27 gebracht, dann beginnt der Rückhub der Welle 6,
zugleich aber auch ihre Verdrehung, indem der Hebel 17 durch die Daumenscheibe 16 angehoben
wird. Dadurch wird der Abstreifer 15 hochgehoben, um den Rückwärtsgang frei
über den Behälter 1 durchführen zu können. Am Ende des Rückwärtshubes der Welle 6
stößt der Arm 21 des Winkelhebels 21, 23 wieder an die Anschlagschraube 22 an und führt
die Teile in die in den Fig. 1 bis 5 gezeichnete Lage zurück.
Durch diese Arbeitsweise werden bei jedem Doppelhub der Welle 6 die Blätter 2 einzeln
aus dem Behälter 1 heraus- und zwischen die Walzen 26, 27 geschoben. Die Walze 26 sitzt
auf der von der Wickelvorrichtung angetriebenen Welle 28, von der aus die obere Walze
27 durch Zahnräder 29, 30 angetrieben wird (Fig. 1). Die untere Walze 26 hat einen dem
Papierblatt 2 entsprechenden umfänglichen Ausschnitt 31 (Fig. 3), in dem das Blatt 2 auf
einzelnen Erhöhungen 32 aufruht, um ein vollständiges Aufliegen des Blattes an seiner
Unterseite auf der Walze 26 zu vermeiden.
Auf der Welle 28, auf welcher die oben genannte Daumenscheibe 16 sitzt, ist noch ein
Kettenrad 33 (Fig. 5) aufgeschoben, das mittels Kette und Kettenrades 34 eine in den Seitenwänden
eines Klebstoffbehälters 35 gelagerte Welle 36 entgegengesetzt zur Drehrichtung der Walze 26 in Drehung versetzt.
Die Welle 36 ist mit einer Bürstenwalze 37 ■ ausgestattet, die den Klebstoff auf die Walze
26 aufträgt. Überschüssiger Klebstoff wird durch die Abstreifer 38, 39 von dem Blatt 2
abgehalten. Das zwischen die Walzen 26 und
27 hindurchbewegte Blatt 2 gelangt auf eine Fördervorrichtung, die aus folgenden Einrichtungen
besteht:
Vor den Walzen 26, 27 sind auf einer Welle 40 Kettenrollen 41 angeordnet. Die Welle 40
wird von der angetriebenen Welle 28 aus mittels Zahnräder 42, 42' und 43 bewegt. Förderketten
44 sind über die Kettenrollen 41 der Aufgabevorrichtung und über die Kettenrollen
45 der Wickelvorrichtung (Fig. 6) geschlungen und mit kurzen vorstehenden Nadeln ausgestattet,
welche in die Papierblätter 2, ohne diese erheblich zu verletzen, einstechen und
dadurch die Mitnahme der Blätter 2 durch die Förderketten bewirken. Die Ketten 44 laufen
auf einem Tisch 46. Zur Überführung der Blätter 2 von den Walzen 26, 27 auf die Ketten
dient eine Führungsplatte 47. Damit die Blätter 2 sich auf ihrem Wege zur Wickelvorrichtung
nicht aufrollen, sind über die Ketten 44 Drähte 48 gespannt, die über Rollen 49 laufen
und an ihren Enden über Stangen 50 verschlungen sind. Die Rollen 49 der Aufgabevorrichtung
sitzen auf einer von der Kettenradwelle 40 aus mittels Zahnräder 52 in Drehung gesetzten Welle 53.
Zusammenhängend mit der bereits beschriebenen Aufgabevorrichtung stellt sich die gesamte
Wirkungsweise dieses Teiles der Maschine mit der Fördervorrichtung in folgender Art dar:
Die einzeln aus dem Behälter 1 herausgeschobenen Blätter 2 gelangen zwischen die
Walzen 26 und 2J. Hierbei werden die Blätter auf ihrer Unterseite durch die Bürstenwalze
37 mit dem Klebstoff bestrichen und durch die Führungsfläche 47 auf die Ketten 44
knapp unterhalb der Drähte 48 geleitet und der Wickelvorrichtung einzeln zugeführt, die im
nachstehenden beschrieben werden soll:
Die wesentlichsten Bestandteile der Wickelvorrichtung sind ein Wickler, welcher das auf
den Wickeldorn aufgebrachte Ende des Papierblattes um den Dorn herumschnellt, um
bei der nachfolgenden raschen Drehung des Domes das Zusammenrollen des Papierblattes
zur Hülse zu ermöglichen, und ein Abstreifer, der die fertige Zigarrenspitze von dem Wickeldorn
abwirft. '
Der in den Fig. 8 bis 12 in seinen Einzelteilen ersichtliche Wickler besteht aus einer
lose auf den Wickeldorn 54 aufgeschobenen Hülse 55, an deren Enden nach einer Seite hin
verbreiterte Flansche 56, 57 angeordnet sind, no
In dem Flansch 57 ist um Bolzen 58 eine in einem Ausschnitt des Flansches 56 geführte
Stange 59 gelagert, deren Ende 60 gegabelt und zur Aufnahme des in Form eines halben
Hohlkegels hergestellten Wickelbleches 61 bestimmt ist. Das Wickelblech 61 ragt mit einem
Ansatz 62 in das gegabelte Ende der Stange 59 und ist hier um Bolzen 63 drehbar. Eine
Feder 64 drückt das Wickelblech 61 an den Dorn 54 an, während die Stange selbst durch
eine Feder 65 gegen den Dorn 54 gedrückt wird. Mit der Hülse 55 ist ein Zahnrad 66
verbunden, in welches das auf dem einen Ende eines Hebels 67 angeordnete Zahnradsegment
68 eingreift. Der doppelarmige Hebel 67 ist auf der Welle 69 lose aufgeschoben und mit
einer Rolle 70 ausgestattet, die mit einer Daumenscheibe 71 zusammenarbeitet. Letztere
sitzt auf der angetriebenen Welle 72 und wird ein kraftschlüssiges Anliegen der Rolle 70 auf
der Daumenscheibe 71 durch eine das andere
to Ende des Doppelhebels 67 beanspruchende Feder 73 bewirkt. In der Richtung des Uhrzeigers
dreht sich der Wickler 55 sehr rasch um den Dorn 54 (Herumschnellen des Blattes 2) zufolge Einwirkung der Feder 73,
die Drehung in entgegengesetzter Richtung erfolgt langsamer in dem Maße, als die Rolle
70 durch die Daumenscheibe 71 angehoben wird. Auf der Welle 72 sind noch zwei Daumenscheiben
73' und 74 aufgeschraubt oder festgekeilt. Die Daumenscheibe 73' arbeitet
mit einer Rolle 74' zusammen, die am Ende eines auf der Welle 69 fest gelagerten Doppelhebels
75 angeordnet ist. Das freie Ende des Doppelhebels 75 wird durch eine Feder 76
nach oben gezog'en, und dadurch wird das beständige Andrücken der Rolle 74' auf den Umfang
der Däumenscheibe 73' bewerkstelligt. Diese Einrichtung hat den Zweck, in bestimmten
Zeitabschnitten einen am Ende der Welle 69 befestigten Arm JJ zu bewegen und dadurch
eine kleine Druckwalze 78 an den Dorn 54 anzudrücken und von dem Dorn abzuheben.
Die Druckwalze 78 ist in einem Gehäuse 79 (Fig. 13 und 14) gelagert, das mittels eines
Zapfens 80 in dem Ende des Armes JJ steckt. Die Druckwalze 78 ist mit vorstehenden Ringen
81 ausgestattet, denen entsprechende Ausschnitte 82 (Fig. 8.) an den Kanten des Wickelbleches
61 entsprechen, so daß das auf Dorn 54 auflaufende Papierblatt 2 von den Druckringen
81 an den Dorn 54 angedrückt und zugleich neben diesen Druckstellen von den
. Kanten des Wickelbleches 61 erfaßt werden kann.
Die Daumenscheibe 73' arbeitet mit einer Rolle 82' zusammen, welche an dem einen
Ende eines Doppelhebels 83 angeordnet ist. Letzterer ist um Bolzen 84 drehbar gelagert
und wird das beständige. Aufliegen der Rolle 82' auf den Umfang der Daumenscheibe 74
durch die eigene Schwere des Doppelhebels 83 bewirkt. Der kurze Arm 85 des Doppelhebels
83 dient zur Feststellung des Abstreifers, der im wesentlichen aus einem auf den Dorn 54
lose aufgeschobenen Ring 86 besteht. Dieser Ring ist am Ende einer Stange 87 befestigt,
die mit einer längsverschiebbar gelagerten Welle 88 verbunden ist. Auf der Welle 88 ist
ein Arm 89 befestigt und hat eine um die Welle 88 geschlungene Schraubenfeder 90 das
Bestreben, die Stange 87 und zugleich den Abstreifring 86 gegen das vordere Ende des
Domes 54 zu schnellen. Dies wird für gewöhnlich dadurch verhindert, daß sich der
kurze Arm 85 des Doppelhebels 83 vor einen 65 , Ansatz 91 der Stange 87 legt. Erst wenn der
Doppelhebel derart verdreht wird, daß sein kurzer Arm 85 den Ansatz 91 freigibt, schnellt
der Abstreifring 86 vor und wirft die fertige Zigarrenspitze von dem Dorn 54 ab.
Die Zurückführung des Abstreifringes in
seine rückwärtige Lage besorgt ein über eine Rolle 92 geführter Seilzug 93, der mit einem
Ende an dem Arm 89, mit seinem anderen Ende an einem Arm 94 befestigt ist. Dieser
ist auf einen Ständer 95 gelagert und an seinem Ende mit einer Rolle 96 ausgestattet, die
bei ihrem Anlaufen auf ein Daumensegment 97 der Kettenscheibe 98 in die in Fig. 6 dargestellte
Lage gebracht wird. In dieser Lage wird der Arm 94 durch eine Feder 99 nach vorheriger Feststellung der Stange 87 durch
den Arm 85 gehalten, wodurch der Seilzug 93 gespannt bleibt.
Die Wirkungsweise des Abstreifers ist folgende:
Nach vollzogenem Zusammenrollen des Papierblattes 2 zur Hülse wird der Ansatz 91 der Stange 87 frei. Die Feder 90 kommt
zur Wirkung und schnellt den Abstreif ring 86 ■ nach vorn, wodurch die Zigarrenspitze von
dem Dorn 54 abgeworfen wird. Bei der Weiterbewegung der Vorrichtungen wird der durch das Vorschnellen der Welle 88 verdrehte
Arm 94 durch Auflaufen seiner Rolle 96 auf das Daumensegment 97 in die in Fig. 6 dargestellte
Lage zurückgebracht und hat der kurze Arm 85 des Doppelhebels 83 die Stange 87 in
ihrer rückwärtigen Lage festgestellt, bevor die Rolle 96 das Daumensegment 97 verlassen ·
hat.
Zur Vervollständigung der Bauart der Maschine sei noch folgendes erwähnt. Der Antrieb
der Maschine erfolgt an der Wickelvorrichtung durch die Welle 100. Von dieser
Welle wird mittels Zahnräder 101, 102 eine
Welle 103 angetrieben. Die Übertragung der Drehbewegung von der Welle 103 auf die
Welle 72, auf welcher die Kettenscheibe 98 und die Daumenscheiben 71, 73'-und 74 befestigt
sind, erfolgt durch exzentrische Zahnräder 104, 105. Diese Übertragung hat den
Zweck, die Drehung der einzelnen Teile, wie noch nachträglich beschrieben werden wird,
mit veränderlicher Geschwindigkeit vor sich geh'en zu lassen. Von der Welle 72 wird die
Drehbewegung mit Hilfe eines Vorgeleges 106, 107, 108, 109 und 110 auf den Wickeldorn
54 übertragen. Auf der Welle 28 der Aufgabevorrichtung sitzt eine zweite Kettenscheibe
(in der Zeichnung nicht ersichtlich), welche von der Kettenscheibe 98 aus angetrieben
wird.
Kurz zusammengefaßt stellt sich die Gesamtarbeitsweise der Maschine wie folgt dar:
Die in bestimmten Zwischenräumen auf den Förderketten 44 liegenden Papierblätter 2 gelangen
einzeln über eine Gleitfläche in auf den Dorn 54. Die fortschreitende Bewegung
der Förderkette ist dabei derart eingerichtet, daß nach Aufbringen eines Blattes 2 auf den
Dorn ^4 und vollzogenem Zusammenrollen des Blattes 2 zur Hülse die Bewegung der Förderketten
verzögert wird. Dies wird durch den oben genannten.Exzcnterzahnradeingriff 104,
105 bewirkt, welcher mittels Kettenantrieb 98 und Räderübersetzung 42, 42' und 43 (Fig. 4)
die Kettenrollen der Fördervorrichtung in Drehung setzt. Durch diese zeitweilig verzögerte
Bewegung der Fördervorrichtung gewinnt man Zeit, um zum Aufbringen eines neuen Kieles auf den Dorn 54 die Teile der
Wickelvorrichtung in ihre Ausgangslage zurückführen und die fertige Zigarrenspitze von
dem Dorn 54 abwerfen zu können.
Bei dem Weiterarbeiten der Maschine, ausgehend von der in Fig. 6 dargestellten Lage
der'Einzelteile, bei der das Zusammenrollen des Blattes 2 auf dem Dorn 54 beginnt, wird
zunächst der Hebel 67 durch die Daumenscheibe 71 entgegen der Wirkung der Feder
73 angehoben. Dadurch wird der Wickler 55 im entgegengesetzten Sinne des Uhrzeigers
gedreht (mittels Eingriffes des Zahnradsegments 68 in das Zahnrad 66) und in die Ausgangslage
zurückgebracht. Gleichzeitig wurde auch die Druckwalze 78 unter Vermittlung der den Arm jy bewegenden Daumenscheibe
J2>' in ihre höchste Lage gehoben und auch der
Doppelhebel 83 von der Daumenscheibe 74 aus
■ gedreht. Ein am Doppelliebel 83 befestigter
und zwischen den Dorn 54 und die Stange 59 des Wicklers ragender Arm 112 ist hierbei in
die in Fig. 8 in punktierten Linien gezeichnete Stellung gedreht worden, wodurch die Stange
59 von dem Dorn 54 wegbewegt wird und das Wickelblech 61 die auf den Dorn 54 zusammengerollte
Hülse 113 (Fig. 8) freigibt. Gleich darauf hat auch der kurze Arm 85 des
Doppelhebels 83 den Ansatz 91 der Stange 87 freigegeben, und die Welle 88 schnellt durch
die Wirkung der Feder 90 nach vorn, indem hierbei der Abstreifring 86 die fertige Zigarrenspitze
von dem Dorn abwirft. Nun setzt der langsame Vorschub der Papierblätter auf der Förderkette 44 ein. Zunächst
wird der Abstreifring" 86 in seine Ausgan'gslage nach rückwärts zurückgebracht. Gleichzeitig
wurde der Doppelhebel 83 derart verdreht, daß er einerseits durch seinen kurzen Arm 85 die Stange 87 feststellt, andererseits
durch die in Fig. 8 in vollen Linien gezeichnete Stellung des Armes 112 das Andrücken
des Wickelbleches an den Dorn 54 gestattet, auf dem bereits ein Kiel 114 (Fig. 8) von
Hand aus aufgesteckt und der Wickel 2 derart mit seinem Ende aufgebracht wurde, daß das
Ende des Kieles durch den Rand des Papierblättes überdeckt wird. Kurz vorher wurde
die Druck\valze 78 gegen den Dorn gedrückt, die Kante des Papierblattes um den Dorn 54
gelegt und gleich darauf das Zusammenrollen des Blattes zur Hülse durch das angedrückte
Wickelblech 61 gesichert. In diesem Augenblick kommt die Feder 73 am Doppelhebel 67
zur Wirkung". Das Zahnradsegment 68 be- wtgt sich rasch nach abwärts, das Zahnrad 66
des Wicklers wird rasch gedreht, und der Wickler 55 selbst schnellt, den Rand des Papierblatte.s
2 an dem Dorn 54 angedrückt haltend, um den Dorn 54, wodurch bei der noch immer verlangsamten Drehung des Domes 54
die erste Lage des Papierblattes um den Dorn 54 nahezu geschlossen wird. Nun setzt die
raschere Drehung der Wellen durch den eigenartigen Exzenterradeingriff 104, 105 ein. Der
Dorn 54 wird in rasche Drehung gesetzt, das auf der Gleitfläche 111 aufliegende Papierblatt
von dieser abgestreift und zusammengerollt, wodurch die Hülse 113 (Fig. 8) fertiggestellt
ist. Das Abstreifen der Hülse und die Zurückführung der Einzelteile in ihre Ausg'ang'slage
erfolgt in der vorher beschriebenen Weise.
Claims (6)
1. Maschine zur Herstellung von Zigarrenspitzen aus Papier mit Federkielmundstück,
bei der ein mit Klebstoff versehenes Papierblatt um einen kegelförmigen Wickeldorn umgerollt wird, der an
seinem spitzen Ende den Federkiel aufgeschoben trägt, dadurch gekennzeichnet, daß von einem Papierblätterstapel (2) das
oberste Blatt von einem Abstreifer (15) vorgeschoben, nach dem Durchgang durch
eine Klebstoffauftragvorrichtung (26,27, 37) von kurzen, vorstehenden Nadeln von
, Förderketten (44) erfaßt und der Wickelvorrichtung
(54, 55) zugeführt wird, worauf nach Fertigstellung der Papierspitze
ein den Wickeldorn umgebender Ring (86) vorschnellt und die fertige Spitze abwirft.
2. Maschine nach Patent-Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb des
durch Federkraft oder Gewichte nach oben gedrückten und oben durch eine Nadel (4)
gehaltenen Papierblätterstapels (2) eine hin und her verschiebbare Welle (6) gelagert
ist, an deren Enden Arme (17, 18) befestigt sind, wobei ersterer durch eine
Daumenscheibe (16) zur Drehung der AVelle (6) nach oben und zum Anheben
eines auf den Stapel (2) drückenden und
bei jedesmaligem Vorschub der Welle (6) das oberste Papierblatt von der Nadel (4)
abstreifenden Abstreifers (15) gedreht wird, während der Arm (18) durch eine
Feder (24) mit dem einen Arm (23) eines Winkelhebels (21,23) verbunden ist, der
um einen Bolzen (20) eines mit einer auf die Welle (6) aufgesteckten Hülse (11)
verbundenen Armes (19) bis zum Anschlag seines Nabenansatzes an einen
Bolzen (25)· im Sinne der Zugrichtung der Feder (24) drehbar ist, und mit seinem
senkrechten Arm (21) gegen eine Schraube (22) stößt, wodurch der Winkelhebel (21,
23) und die Welle (6) in entgegengesetzter Richtung verdreht werden, sobald
die Welle (6) in ihre äußerste Lage nach rückwärts gelangt und der Abstreifer (15)
auf den Stapel (2) niedergedrückt werden soll.
3. Maschine nach Patent-Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die dem Stapel (2) entnommenen Papierblätter einzeln
zwischen Walzen (26,27) hindurchgeschoben werden, von denen die untere,
durch, eine Bürstenwalze (37) mit Klebstoff bestrichene Walze (26) einen dem
Papierblatt (2) entsprechenden umfänglichen Ausschnitt (31) besitzt, in dem das
Papierblatt (2) auf einzelnen Erhöhungen (32) aufliegt, so daß das zwischen die Walzen (26, 27) durchgeschobene Papierblatt
an seiner Unterseite auf der zum Kleben nötigen Fläche leicht mit dem Klebstoff
bestrichen und in flachem Zustande über eine Gleitfläche (47) auf Förderketten (44) gebracht, von diesen durch in
den Wickel sich einsteckende kleine Nadeln mitgenommen und durch aufliegende gespannte
Drähte (48) in flacher Lage gehalten der Wickelvorrichtung zugeführt wird.
4. Maschine nach Patent-Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine auf den sich
drehenden Wickeldorn (54) aufgeschobene Hülse (SS), in deren einem verbreiterten
Flansch (57) eine durch Feder (65) gegen den Dorn (54) gedrückte Stange (59) drehbar gelagert ist, die an ihrem gegabelten
Ende (60) mit dem in Form eines haiben Hohlkegels ausgeführten Wickelblech
(61) verbolzt und durch einen an einem durch Daumenscheibe (74) verdrehbaren
Doppelhebel (83) befestigten Arm (in) von dem Dorn (54) abgedrückt werden
kann, während in ein mit der Hülse (55) verbundenes Zahnrad (66) ein Zahnradsegment (68) eingreift, das am Ende eines
Doppelhebels (67) angeordnet, mit dem durch eine Daumenscheibe (71) erfolgenden
langsamen Anhub des Doppelhebels (67) die Hülse (55) in ihre Ausgangslage führt, bei der Wirkung einer den'Doppelhebel {6y) angreifenden Feder (73) die
Hülse (55) um den Wickeldorn (54) herumschnellt, um das Ende des Papierblattes (2) um den Dorn (54) herumzulegen.
5. Maschine nach Patent-Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der über den
Wickeldorn geschobene Abstreifring (86) am Ende einer Stange (87) befestigt ist,
die mit einer in der Richtung der Dornachse längsverschiebbaren und durch Feder (90) vorschnellbaren Welle (88) verbunden
ist, die durch einen einerseits an einem mit ihr verbundenen Arm (89), andererseits
an einem verschwenkbaren Arm (94) befestigten Seilzug (93) durch Auflaufen einer an dem Arm (94) befestigten Rolle
(96) auf ein Daumensegment (97) einer auf der angetriebenen Welle (72) sitzenden
Kettenscheibe (98) in ihre Ausgangslage zurückgebracht und durch den kurzen Arm (85) des Doppelhebels (83) an dem
Ansatz (91) der Stange (87) festgehalten wird.
6. Maschine nach Patent-Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine das Papierblatt
(2) an den Wickeldorn (54) andrückende, von dem Dorn (54) abhebbare, mit Druckringen
(81) ausgestattete Walze (78), deren Ringe (81) in entsprechende Ausschnitte
(82) an den Kanten des Wickelbleches (61) passen, so daß das Wickelblech
(61) mit seinen Kanten das Papierblatt (2) zwischen den Druckringen (81)
erfassen und an den Dorn (54) andrücken kann.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE200229C true DE200229C (de) |
Family
ID=462878
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT200229D Active DE200229C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE200229C (de) |
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- DE DENDAT200229D patent/DE200229C/de active Active
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