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Vorrichtung zum Spreizen und Falten des oberen Endes von gefüllten.
oben offenen Säcken Zusatz zu Patent ... (Patentanmeldung P 15 86 170.8-27) Das
Hauptpatent betrifft eine Vorrichtung zum Spreizen und Falten des oberen Endes von
gefüllten, oben offenen Säcken od.dgl. Beuteln aus Papier, Kunststoff od.dgl., insbesondere
zur unmittelbaren Einführung der gefalteten Sackränder in eine Näh-, Schweiß- od.
dgl. Verschließmaschine, bei der oberhalb einer Förderbahn für die Säcke mittels
einer Betätigungseinrichtung gemeinsam nach unten in die Sacköffnung bewegbare und
in entgegengesetzten Richtungen parallel zur Sackfördereinrichtung schwenkbare Spreizglieder
vorgesehen sind.
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Diese Vorrichtung wird nach dem Hauptpatent dadurch weitergebildet,
daß bei kontinuierlich antreibbarer Förderbahn für die Säcke od.dgl. die Spreizglieder
jeweils als Koppeln einer Vier- oder Mehrgelenkkette ausgebildet sind. Dadurch wird
sichergestellt, daß den zum Spreizen dienenden Kanten der Spreizglieder mit einfachen
Antriebs- oder Betätigunge einrichtungen praktisch jede gewünschte Bewegungsbahn
und
Bewegungsfolge verliehen werden können. Die Anordnung ist dabei
so getroffen, daß die gestellfesten Gelenkpunkte der Vier- oder Mehrgelenkketten
so angeordnet sind, daß die Spreizkoppeln aus ihrer Ausgangsstellung heraus zunächst
i wesentlichen senkrecht zur Förderbahn nach unten bewegbar sind. Die Bewegungsbahn
kann dabei jeweils aus zwei Abschnitten bestehen, wobei die ersten Abschnitte in
entgegengesetzten Richtungen verlaufen und den erforderlichen Spreizweg entsprechen,
während die zweiten Abschnitte jeweils gleichsinnig in Förderrichtung der Förderbahn
verlaufen. Damit die Faltung möglichst dicht über dem Füllgut liegt und daher wenig
Luft eingeschlossen bleibt, ist nach dem Patent weiterhin vorgesehen, daß die Koppeln
bei ihrer gleichsinnigen Bewegung während der zweiten Abschnitte ihrer Bewegungsbahnen
durch die Vier- oder Uehrgelenkketten zugleich in Richtung auf die Förderbahn absenkbar
sind.
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Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Vorrichtung nach dem
Hauptpatent so weiterzubilden, daß die im Hauptpatent als vorteilhaft herausgestellten
Bewegungsfolgen auch bei schneller Sackfolge mit hoher Geschwindigkeit zuverlässig
ablaufen und zugleich die Vorrichtung in ihrem Aufbau noch erheblich einfacher gestaltet
werden kann und gewährleistet, daß die Spreizglieder bezüglich des reinen Spreizvorganges
i. wesentlichen gleiche Bewegungsbahnen durchlaufen.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Gelenkketten
und Betätigungseinrichtungen für beide Spreizglieder an einer gemeinsamen Schwinge
gelagert sind, die in einer die Sackförderrichtung enthaltenden lotrechten Ebene
bewegbar ist.
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Die Schwinge bildet dabei zweckmäßigerweise zugleich die Koppel einer
weiteren Viergelenkkette, die ortsfest aufgehängt ist.
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Die Bewegungen sind hierbei aufgeteilt und zwar derart, daß die reine
Spreizbewegung durch die Mehrgelenkketten bestimmt wird, zu denen die Spreizglieder
als Koppeln gehören, während die Mitbewegung der Vorrichtung mit der kontinuierlich
bewegten Förderbahn sowie die Absenkung der Spreizglieder, die maßgeblich dafür
ist, daß die Sackfalte gut über dem Materialspiegel anliegt, durch die Schwinge
gewährleistet werden. Diese beiden Bewegungen lassen sich ohne Veränderung der Vorrichtung
beliebig in optimaler Weise überlagern. Hierdurch wird gleichzeitig die Voraussetzung
dafür geschaffen, daß die Spreizglieder für den reinen Spreizvorgang gleiche aber
entgegengesetzte Bahnen durchlaufen und daß ihnen gleichzeitig gleiche und in gleicher
Richtung weisende Bewegungen in Förderrichtung und senkrecht nach unten überlagert
werden.
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Die neue Vorrichtung weist einen besonders einfachen Aufbau auf, da
die Spreizglieder und zugehörigen Mehrgelenkketten und ihre Antri ebseinrichtungen
identisch ausgebildet und spiegelbildlich zu einer zur Förderrichtung senkrechten
Ebene durch die Schwinge an dieser angeordnet sein können.
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Die Erfindung wird nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen an
einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
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Fig. 1 zeigt die neue Vorrichtung in ihrer Ausgangsstellung in Seitenansicht,
während Fig. 2 die Vorrichtung im Zustand nach Beendigung des Arbeitsspieles und
vor Rückführung in die Ausgangsstellung zeigt.
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Die neue Vorrichtung umfaßt eine Schwinge 33 in Form einer Traverse,
die an ihren Enden mit Hilfe gleicher Lenker 31, 32 gelenkig unterstützt ist. Die
Lenker sind mit ihren anderen Enden jeweils ortsfest gelagert, so daß die Lenker
zusammen mit der Schwinge 33 ein Gelenkviereck bilden, und die Traverse 33 als Koppel
zwischen den beiden Lenkern 31 und 32 wirksam ist. An dem Lenker 32 greift die Kolbenstange
eines pneumatischen in beiden Richtungen wirksamen Arbeitszylinders 34 an, der andererseits
ortsfest abgestützt ist.
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An der Schwinge 33 sind die Mehrgelenkketten für die Spreizglieder
und deren Betätigungseinrichtungen angeordnet. Wie am besten aus Fig. 2 hervorgeht,
sind die beiden Spreizglieder 39 und 40 und die zugehörigen Mehrgelenkketten und
Betätigungseinrichtungen gleich ausgebildet und spiegelbildlich zu einer senkrecht
zur Bewegungsrichtung der Schwinge 33 stehenden Ebene
an der Schwinge
angeordnet. Wie aus Fig. 2 weiter hervorgeht, greifen an dem Spreizglied zwei Gestängeglieder
35 und 36 bei 39a und 39b gelenkig an, die an entsprechenden Gelenkstellen 35a und
36a der Schwinge 33 gelagert sind. Die Schwinge 36 geht über die Lagerstelle 36a
an der Schwinge 33 hinaus, wobei an dem freien Ende des zweiten Arms die Kolbenstange
eines pneumatischen Zylinders 41 angreift. In gleicher Weise sind an der Koppel
40 Gestängeglieder 37 und 38 bei 40a und 40b angelenkt, die bei 37a und 38a an der
Schwinge 33 gelagert sind. Das Gestängeglied 37 weist einen zweiten über die Gelenkstelle
37a hinausgehenden Arm auf, an dem die Kolbenstange eines weiteren pneumatischen
Zylinders 42 angreift. Die pneumatischen Zylinder sind doppelwirkend und jeweils
mit ihrem anderen Ende an der Schwinge 33 gelagert.
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In der in Fig. 1 gezeigten Ausgangsstellung1 in der angenommen wird,
daß die Förderrichtung von rechts nach links in Fig. 1 verläuft, ist der pneumatische
Zylinder 54 für die Schwinge eingefahren, während die beiden pneumatischen Zylinder
41 und 42 für die Spreizglieder ausgefahren sind. Die Gestängeglieder der Mehrgelenkketten
der Spreizglieder liegen damit praktisch parallel zur Längserstreckung der Traverse
oder Schwinge 55, so daß die beiden Spreizglieder sich in der angehobenen Mittelstellung
überdecken, wie dies Fig. 1 zeigt. Wenn in dieser Ausgangsitellung die beiden pneumatischen
Zylinder 41 und 42 eingefahren werden, durchlaufen die Sprei8glieder 39, 40 die
durch
die Pfeile 43 und 44 angedeuteten Bahnen bis in die strichpunktiert
dargestellten Endstellungen 39 und 40. Die gleiche zuletzt beschriebene Stellung
sowohl der Schwinge als auch der ausgefahrenen Spreizglieder ist in Fig. 2 strichpunktiert
angedeutet. Nimmt man jetzt an, daß der pneumatische Zylinder 34 ausgefahren wird,
bewegt sich die Schwinge entlang der Kreisbögen, die durch die Pfeile 45 angedeutet
sind. Bei dieser Bewegung folgt die Schwinge zusammen mit den Spreizgliedern der
Förderrichtung, während gleichzeitig die Spreizglieder um ein erhebliches Stück
abgesenkt werden.
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In der Praxis erfolgets die zuletzt beschriebenen Bewegungen jedoch
nicht nacheinander, sondern werden in einer optimalen Weise überlagert.
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Der Spreizvorgang wird in bekannter Weise durch einen Kontakt, der
an der Sackfördereinrichtung angeordnet ist, in Gang gesetzt. Die Auslösung des
Spreizvorganges erfolgt, kurz bevor die Mitte des Sackes unter den Spreizgliedern39
und 40 in der Ausgangsstellung nach Fig. 1 angekommen ist. In der Praxis werden
nunmehr gleichzeitig alle drei pneumatischen Zylinder 34 und 41, 42 über entsprechende
Magnetventile eingeschaltet.
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Der in die Spri8eleitungen eingeschaltete Querschnittsdrosseln werden
jedoch die Geschwindigkeiten der Luftzylinder im gewünschtn Maße einreguliert. Der
pneumatische Zylinder 34 wird beisplelsweise so gesteuert, daß die horizontale Bewegung
der
Traverse oder Schwinge 33 mit der gleichen Geschwindigkeit wie
der Sacktransport verläuft. Die pneumatischen Zylinder 41, 42 der Spreizglieder
werden so gesteuert, daß die Spreizglieder 39, 40 zunächst sehr schnell im wesentlichen
senkrecht nach unten und dann in die Spreizstellung nach Fig. 1 fahren. Der Spreizvorgang
verläuft damit mit großer Geschwindigkeit und beim Beginn der Arbeitsbewegung der
Schwinge 33 ab. Nach dem Spreizen folgen die Spreizglieder der Bewegung der Schwinge
33 entlang der Kreisbögen 45. Dadurch wird erreicht, daß auch die Sackfalte auf
einer Kreisbahn mitbewegt wird, so daS sie sehr dicht über dem Gutspiegel in dem
Sack nach unten gedrückt wird.
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Durch den gleichen Aufbau und die symmetrische Anordnung der Mehrgelenkketten
und Betätigungseinrichtungen und der Form der Spreizglieder selbst wird ein sehr
einfacher zuverlässiger Aufbau der Vorrichtung erreicht. Die '? tenkstellen der
Schwinge und der Mehrgelenkketten lassen sictr Xeicht auch unter schtieringen Bedingungen,
insbesondere in staubhaltiger Atmosphäre, warten, so daß ein zuverlässiger Betrieb
gewährleistet ist. Da die Steuerungen für die pneumatischen Zylinder 34 bzw. 41
und 42 individuell und unabhängig voneinander verändert werden können, lassen sich
die gewünschten Bewegungsabläufe mit größter Genauigkeit einstellen. Auch ist die
Länge der Bewegungsbahnen der Mehrgelenkketten für die Spreizglieder merklich verkleinert
gegenüber der Anordnung.nach dem Hauptpatent.
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Ansprüche