DE2003221A1 - Verfahren zur Herstellung von Citronensaeure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Citronensaeure

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DE2003221A1
DE2003221A1 DE19702003221 DE2003221A DE2003221A1 DE 2003221 A1 DE2003221 A1 DE 2003221A1 DE 19702003221 DE19702003221 DE 19702003221 DE 2003221 A DE2003221 A DE 2003221A DE 2003221 A1 DE2003221 A1 DE 2003221A1
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citric acid
corynebacterium
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Takashi Suzuki
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    • C12P7/00—Preparation of oxygen-containing organic compounds
    • C12P7/40—Preparation of oxygen-containing organic compounds containing a carboxyl group including Peroxycarboxylic acids
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    • C12P7/48—Tricarboxylic acids, e.g. citric acid
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Citronensäure, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man Citronensäure anreichernde und Kohlenwasserstoffe assimilierende Bakterien der Gattung Corynebacterium in ein wässriges Kulturmedium impft, das als hauptsächliche Kohlenstoffquelle wenigstens ein Normalparaffin mit 9 bis 20 C-Atomen im Molekül enthält, die Kultur bei einem p^- Wert von etwa 5 bis 8 bebrütet, bis sich Citronensäure in der Kulturbrühe stark angereichert hat, und die so angereicherte Citronensäure aus der Kulturbrühe gewinnt·
Für Citronensäure besteht ein großer Bedarf. Sie wird beispielsweise als Säuerungsraittel in Getränken und in pharmazeutischen Sirupen verwendet. Für die Herstellung von Citronensäure durch Fermentation sind Verfahren, bei denen Mikroorganismen wie Pilze der Gattungen Penicillium, Aspergillus usw. verwendet werden, bekannt und in zahlreichen Veröffentlichungen und Patenten beschrieben. Bei diesen Verfahren ist nan jedoch stets auf die Verwendung von Zuckern und anderen teuren Kohlenstoffquellen ange- ! wiesen, und die Fermentationedauer ist sehr long und
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beträgt 5 bis 12 Tage. Kürzlich wurden Verfahren beschrieben, bei denen Hefen und Bakterien verwendet v/erden, aber die auf die verwendeten Kohlenstoffquellen bezogenen Ausbeuten an Citronensäure waren nie so gut, wie dies wünschenswert ware.
Es wurde nun gefunden, daß eine Gruppe von Bakterien, insbesondere solche der Gattung Corynebacterium, Citronensäure aus n-Paraffinen unter aeroben Bedingungen in ungewöhnlich hohen Ausbeuten bilden. Der Erfindung liegt diese Feststellung zugrunde.
Für die Großherstellung und vom wirtschaftlichen Standpunkt ist das Verfahren den üblichen Verfahren weit überlegen, da 1) Kohlenwasserstoffe aus der Reihe der Normalparaffine, die als Kohlenstoffquelle verwendet werden, in großen Mengen zu niedrigen Preisen verfügbar sind, 2) die erforderliche Fermentationsdauer nur 2 bis J Tage, d.h. weniger als die Hälfte der bei bekannten Verfahren erforderlichen Zeit beträgt, 5) die geringeren Mengen an Verunreinigungen in der Kultur die Reinigung vereinfachen und 4) Citronensäure in Ausbeuten angereichert wird, die nicht geringer sind als das Gewichteäquivalent des als Kohlenstoffquelle verwendeten n-Paraffins.
Die Erfindung ermöglicht somit die Herstellung von Citronensäure in guter Ausbeute bei verkürzter Fermentationsdauer und vereinfachter Reinigung und macht somit ein vorteilhaftes, großtechnisch durchführbares Verfahren zur Herstellung von Citronensäure verfügbar.
Beim Verfahren gemäß der Erfindung impft man ein Citronensäure anreicherndes und Kohlenwasserstoffe assimilierendes Bakterium der Gattung Corynebacterium in ein wässriges Kulturmedium, das als hauptsächliche Kohlenetoffquelle wenigstens ein η-Paraffin mit 9 bis 20 C-Atomen im Mole-; kül enthält, bebrütet die Kultur bei einem Pjj-Wert von etwa 5 bis 8, bis Citronensäure sich in der Kulturbrühe
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stark angereichert hat, und isoliert die angereicherte Citronensäure aus der Kulturbrühe·
Als Bakterien der Gattung Corynebacterium eignen sich für die Zwecke der Erfindung alle Stämme, solange sie den oben genannten Kohlenwasserstoff zu verwerten vermögen und ihn in Citronensäure umwandeln. Einige typische Stämme, die vorteilhaft für die Zwecke der Erfindung verwendet werden können, sind nachstehend genannt:
Corynebacterium sp. Hr. 1304 (IFO 12731) Corynebacterium sp. Nr. 177 (IFO 12728) Corynebacterium sp. Nr. 416 (IFO 12729) Corynebacterium sp. Nr. 803 (IFO 12730) Corynebacterium sp. Nr. 981 (IFO 13114) Corynebacterium sp. Nr. 218 (IFO 13113) Corynebacterium sp. Nr. 117 (IFO 13115) Corynebacterium sp. Nr. 279 (IFO 13112) Corynebacterium sp. Nr. 384 (IFO 13117) Corynebacterium sp. Nr. 628 (IFO 13116)
In der vorstehenden Aufzählung sind die Zahlen hinter
■» Abkürzung "IFO" die Hinterlegungsnummern beim Institute for Fermentation, Osaka.
Die mikrobiologischen Eigenschaften der oben genannten typischen Bakterien sind nachstehend in Tabelle 1 und angegeben.
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Corynebacterium sp.Nr.177 IgQ 12728
Tabelle 1 Corynebacterium
sp. Nr. 4-16 IFQ 12729
Corynebacterium sp.Nr.981 IPO
Form und Größe
Stäbchenförmig, unterschiedliche Größe; verhältnismäßig lange Zellen sind keulenförmig.
0,7-0,9x1,2-1,8λ Stäbchenförmig, unter- Stäbchenförmig, unterschiedliche Größe*, schiedliche Größe; verhältnismäßig lange verhältnismäßig lange Zellen sind keulen- Zellen sind keulenförmig, förmig. 0,8-0,9x1,3-1,8 Ai
Beweglichkeit unbeweglich unbeweglich unbeweglich
Sporulation asporogen asporogen asporogen
Färbun- nach Gram positiv positiv TDOsitiv
Kultureigenschaften;
Bouillonagar-Platte
Mittleres Wachstum; unregelmäßiger Rand, in der Mitte konvex; undurchsichtig, stunpf; grau mit gelblichem Stich.
Mittleres Wachstum; unregelmäßiger Rand; flach, undurchsichtig, stumpf; grau mit gelblichem Stich.
Gutes Wachstum; unregelmäßiger Rand und konvex; trocken, undurchsichtig, stumpf; grau mit gelblichem Stich.
Bouillonagar-Schrägkultur
Mittleres Wachstum; wulstförmig (beaded or echinulate); undurchsichtig, stumpf , grau mit gelblichem Stich, trocken.
Mittleres Wachstum; wulstförmig (beaded or echinulate); undurchsichtig, stumpf; grau mit gelblichem Stich, trocken.
Gutes Wachstum; wulstförmig (beaded or echinulate); grau mit gelblichem Stich.
tJouillon-Flussigkultur
Dicke Pellicula gebildet, transparent, mit leichtem Sediment Dicke Pellicula gebildet, transparent, mit Sediment
Dicke Pellicula gebildet, transparent, mit Sediment
Optimale Temperatur
370G
32°C
28-37°C
Optimaler Pg-7/ert
6-8 5-8
6-8
O CD GO tvj
-P-CO
Corynebacterium sp.Nr.21S IFO 13113
Corynebacterium
spJr.117
Corynebacterium so.Nr.279 HO
Form und Größe
Stäbchenförmig, unterschiedliche Größe; verhältnismäßig lange Zellen sind keulenförmig, einige gekrümmt Stäbchenförmig, unterschiedliche Größe; verhältnismäßig lange Zellen sind keulenförmig.
Stäbchenförniig, unterschiedliche Größe; verhältnismäßig lange Zellen sind keulenförmig, einige gekrümmt
Beweglichkeit unbeweglich unbeweglich unbeweglich
Sporulation asporogen asporogen asporogen
Färbung nach Gram positiv positiv positiv
Kultureigenschaften, Bouillonagar-Platte
Gutes Wachstum; unregelmäßiger Rand und konvex; trocken, undurchsichtig, stumpf; grau mit gelblichem Stich.
Gutes Wachstum; unregelmäßiger Rand und konvex; trocken, undurchsichtig, stumpf; grau mit gelblichem Stich.
Gutes Wachstum; unregelmäßiger Rand und flach; trocken,
undurchsichtig, strunpf; grau mit leiblichem Stich.
VJl
Bouillonagar-Schrägkultur
Gutes Wachstum; wulstförmig (beaded or echinulate); grau mit gelblichem Stich.
Gutes Wachstum;
wulstförmig (beaded or echinulate);
gelbbraun.
Gutes Wachstum; wulstförmig (echinulate), grau mit gelblichem Stich.
Bouillon-Flüssigkultur
Dicke Pellicula gebildet, transparent, mit Sediment.
Dicke Pellicula gebildet, transparent, mit Sediment
Dicke Pellicula gebildet, transparent, mit Sediment.
Optimale Temperatur
28 - 37 28
370C
28 - 37 C
Optimaler pH-Wert
6 6-8
6-8
CD CO* INJ
Form und Größe
Kultureigenschaften, 3ouillonagar-Platte
Bouillonagar-Scbxägkultur
Optimale Temperatur
Optimaler
Corynebacterium sp.Nr.384 IFO 13117
Corrnebacterium "spT IFO
Stäbchenförmig, unterschiedliche Größe; verhältnismäßig lange Zellen haben eine Größe von 0,8-0,9« χ
1,8-2,3/1.
Stäbchenförmig, unterschiedliche Größe; verhältnismäßig lange Zellen sind keulenförmig.
Beweglichkeit unbeweglich unbeweglich
Sporulation asporogen asporogen
Färbung nach Gram positiv positiv
Gutes Wachstum; unregelmäßiger Rand und flach; trocken, undurchsichtig, stumpf; grau mit gelblichem Stich.
Gutes Wachstum; unregelmäßiger Hand und flach; trocken, undurchsichtig, stumpf; grau mit gelblichem Stich.
Gutes Wachstum; wulstförmig (echinulate); grau mit gelblichem Stich.
Gutes Wachstum; wulstförmig (beaded or echinulate), grau mit gelblichem Stich.
Dicke Pellicula gebildet, transparent, mit Sediment,
Dicke Pellicula gebildet, transparent, mit Sediment.
28 - 37 O
28 - 37 O
6-8
6-8
N) O O CO K)
CD CD CD
Corynt .et er ium
sp. Nr".BQ5 IFQ 12730
Oorynebacterium
sp. Nr. 1304· IgQ 12751
Form und Größe
Stäbchenförmig, unterschiedliche Größe. Längere Zellen sind keulenförmig. 0,9-11,1x2-3 η Stäbchenförmig, unterschiedliche Größe, längere Zellen sind keulenförmig.
0,9-11,1x2-3ya
Beweglichkeit
unbeweglich unbev/e glich
Snorulation
asporogen asporogen
Färbung nach Gram
positiv positiv
Bouillonagar-Platte
Gutes Wachstum; unregelmäßiger Rand, trocken, undurchsichtig, matt, hellgelblichbraun.
Gutes Wachstum; unregelmäßiger Rand; nabeiförmig, trocken, undurchsichtig, stumpf, grau mit gelblichem Stich.
Bouillonagar-Schrägkultur
Gutes Wachstum; wulstförmig (beaded or echinulate), undurchsichtig, stumpf, heilgelblichbraun.
Gutes Wachstum; wulstförmig (beaded or echinulate), undurchsichtig, stumpf, grau mit gelblichem Stich.
Bouillon-Flüssigkultur
Dicke Pellicula gebildet; transparent, mit leichtem Sediment.
Dicke Pellicula gebildet, transparent, mit leichtem Sediment,
Optimale Temperatur
28 -
320C
Optimaler p„.-Wert
6-7 5 -9
O CO K)
Tabelle 2
Corynebacterium
sp. Nr.
Corynebacterium
sp. Nr. 416
Corynebacterium sp. Nr.803
Corynebacterium sp. Hr. 1304
O O CO CO
Sauerstoffbedarf Lackrcusmilch Gelatine
Schwefelwasserstoff Indol Stärke
Nitrate Katalasetest Urease-Test
Zuckerstoffwechsel (Leifson-Xethode)
Fermentation von Zuckern
aerob
unverändert nicht verflüssigt
gebildet nicht gebildet
nicht hydrolysiert
nicht reduziert
positiv
positiv
Säure anaerob gebildet
aerob
unverändert nicht verflüssigt
gebildet
nicht gebildet
nicht
hydrolysiert
nicht reduziert
positiv
negativ
Säure anaerob gebildet
aerob alkalisiert nicht verflüssigt
gebildet nicht gebildet
nicht hydrolysiert reduziert positiv positiv unverändert
aerob
alkalisiert nicht verflüssigt
gebildet nicht gebildet
nicht hydrolysiert
reduziert
positiv
positiv
Säure anaerob gebildet
Säurebildung ohne sichtbare Gasbildung
Die Bakterien sind stets keulenförmige Stäbchen, asporogen, unbeweglich, grampositiv, aerob und von unregelmäßiger Größe. Nach doiAngaben in Bergey's Manual of Determinative Bacteriology, 7·Auflage, gehören die Bakterien zur Familie Corynebacteriacea,
Die Familie Corynebacteriacea umfaßt die Gattungen Corynebacterium, Lysteria, Erysipelothrix, Microbacterium, Cellulomonas und Arthrobacter. Bakterien der Gattung Lysteria sind jedoch beweglich, während Bakterien der Gattung Erysipelothrix längliche fadenförmige Zellen und schwach aerob sind. Während Bakterien der Gattung Microbacterium Milchsäure bilden undLackmusmilch säuern, vermögen Mikroorganismen der Gattung Cellulomonas Cellulose zu zersetzen. Alle vorstehend genannten Bakterien sind somi't von den gemäß der Erfindung verwendeten Bakterien verschieden·
Das vorstehende Ergebnis läßt den Schluß zu, daß die Bakterien gemäß der Erfindung entweder zur Gattung Arthrobacter oder zur Gattung Corynebacterium gehören· Es gibt jedoch Unterschiede zwischen diesen beiden Gattungen. Erstens sind junge Zellen von Bakterien der Gattung Arthrobacter grainnegativ und ihre reifen Zellen grampositiv. Mit anderen Worten, sie sind Gramvarianten. Zweitens bilden Bakterien der Gattung Arthrobacter charakteristische kugelförmige Zellen im Gegensatz zu den gemäß der Erfindung verwendeten Bakterien, die diese Eigenschaften nicht zeigen.
Es ist somit offensichtlich, daß die erfindungsgemäß verwendeten Bakterien zu der Gattung Corynebacterium gehören.
Mikroorganismen unterliegen natürlich der Mutation, die entweder spontan oder induziert ist, und die erfindungsgemäß verwendeten Bakterien sind keine Ausnahme von dieser Hegel. Es ist jedoch zu bemerken, daß auch diese Varianten und Mutanten für das Verfahren gemäß der Erfin-
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- ίο -
dung verwendet werden können, solange sie Kohlenwasserstoffe unter Bildung von Citronensäure zu verwerten vermögen.
Das beim Verfahren gemäß der Erfindung verwendete Kulturmedium ist in Abhängigkeit von den verwendeten Stämmen verschieden, jedoch können Kohlenstoffquellen wie η-Paraffine oder verschiedene Rohstoffe, die n-Paraffine enthalten, z.B. Gasöl und schweres Gasöl, verwendet werden. Besonders vorteilhaft sind Kohlenwasserstoffe mit 9 bis 20 C-Atomen im Molekül, z.B. n-Nonan, n-Decan, n-Undecan, n-Dodecan, n-Tridecan, n-Tetradecan, n-Pentadecan, n-Hexadecan, n-Heptadecan, n-Octadecan, n-Nonadecan und n-Eicosan, und Gemische dieser Kohlenwasserstoffe.
Diese Kohlenwasserstoffe werden im allgemeinen in einer solchen Menge verwendet, daß die Normalparaffine mit 9 bis 20 C-Atomen im Molekül insgesamt etwa 3 bis 20 Vol.-% des Kulturmediums ausmachen.
Da diese Kohlenwasserstoffe in Wasser schwer löslich sind, erfolgt die Zugabe zu einem wässrigen Kulturmedium unter Rühren oder Schütteln, wobei eine Suspension gebildet wird, die sehr feine Teilchen enthält. Gegebenenfalls kann ein Suspendiermittel, z.B. ein oberflächenaktives Mittel vom Typ des Polyoxyäthylensorbitanmonostearats, verwendet werden.
Diese Kohlenwasserstoffe sind als solche als Kohlenstoffquellen geeignet, jedoch können gegebenenfalls gebräuchliche Kohlenstoffquellen, z.B. Kohlehydrate (z.B. Glucose) zusammen mit den Kohlenwasserstoffen verwendet werden.
Als notwendige Stickctoffquellen können verschiedene anorganische Ammoniumsalze, z.B. NH^Cl, (NH^gSO^, (NH^)2HPO4, NH^OH und NH4NO5, Harnstoff, die Ammonium- · salze von organischen Säuren, z.B. Ammoniumacetat, und verschiedene organische stickstoffhaltige Materialien,
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z.B. Trockenhefe, Hefeextrakt, Fleischextrakt, Fischmehl, Sojabohnenmehl, Maisquellwasser, Pepton und Brennereirückstände verwendet werden. Diese Stickstoffquellen können allein oder in Kombination verwendet werden.
Gegebenenfalls können die üblicherweise verwendeten anorganischen Salze, z.B. solche von Eisen, Mangan, Calcium, Magnesium, Kalium und Natrium, sowie verschiedene Nährstoffe dem Medium zugesetzt werden.
Der pjT-Wert des Mediums kann innerhalb eines weiten Bereichs liegen, der das Wachstum der verwendeten Bakterien ermögli'nä. Im allgemeinen liegt der p^-Wert im Bereich von 5 bis 8, wobei ein Wert von 6 bis 8 besonders bevorzugt wird. Wenn· im Laufe der Kultivierung der powert durch die Bildung von Citronensäure fällt, ist es zweckmäßig', den prr-Wert des Mediums von Zeit zu Zeit unter Fortsetzung der Kultivierung zu korrigieren. Zu diesem Zweck kann die Kultivierung unter gelegentlicher Zugabe eines Neutralisationsmittels, z.B. CaCO,, Ca(OH^* NH^OH, NaOH oder Na^CO,, durchgeführt werden. Es ist auch möglich, dem Medium eine ausreichende Pufferwirkung zu verleihen,
dem mit beispielsweise CaCO, vorher in einer Menge zugesetzt wird, die dem möglichen Abfall des ρττ-Wertes entspricht.
Die Bebrütungstemperatur kann in Abhängigkeit von dem jeweils verwendeten Mutanten innerhalb gewisser Grenzen variieren. Sie liegt im allgemeinen im Bereich von 20 bis 4O°C.
Für das Verfahren gemäß der Erfindung wird vorzugsweise ein flüssiges Kulturmedium verwendet, wobei die Bebrütung aerob, d.h. unter Belüftung und unter statischen Bedingungen oder Submersbedingungen durchgeführt wird. Während der Kultivierung kann nach Bedarf eine Schaumverhütung , vorgenommen werden, wozu die üblichen Schaumverhütungsmittel wie Polyoxypropylenderivate, ßojabohnenöl, Silicon-
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öl und Schmalzöl verwendet werden.
Die im Medium angereicherte Citronensäure kann nach beliebigen üblichen Verfahren isoliert und gewonnen werden. Geeignet sind beispielsweise Neutralisation, Erhitzen, Kühlung, Ausfällung, Filtration, Zentrifugieren, Einengen, Entfärbung, Kristallisation und Trocknung sowie gegebenenfalls Behandlungen mit Ionenaustauscherharzen. Diese Verfahren können allein oder in Kombination durchgeführt werden und ermöglichen die leichte Gewinnung der Citronensäure in kristalliner Form.
In den folgenden Beispielen sind die Prozentsätze auf
Basis von Gewicht/Volumen berechnet. Die Ausbeuten sind in Gewichtseinheiten der erzeugten Citronensäure pro
Gewichtseinheit des verbrauchten η-Paraffins angegeben. Gewichtsteile verhalten sich zu Raumteilen wie Gramm zu Kubikzentimeter.
Beispiel 1
Eine Kultur von Corynebacterium sp.Nr.416 (IFO 12729) wird in 120 Raumteile eines Mediums (p™ 7*0) geimpft, das eine Erdclfraktion (4%), die 92% η-Paraffine mit 10 bis 12 C-Atomen enthält, 0,2% KH2PO4, 0,05% MgSO4.7HgO, 0,02% PeSO4.7H2O, 0,4% NH4Cl, 0,1% Hefeextrakt und 3% CaCO, enthält, worauf 64 Stunden bei 320C bebrütet wird. Hierbei werden 41,4 mg Citronensäure/ml erhalten.
Die Kultur wird durch Zusatz von 3n-NaOH auf p„ 6,8 eingestellt. Die Brühe wird etwa 15 Minuten auf 95°C erhitzt und dann auf Raumtemperatur gekühlt. Das erhaltene Sediment wird abfiltriert. Das Produkt wird in 50 Raumteilen Wasser suspendiert. Der pjr-V/ert der Suspension wird durch Zusatz von 5U-H2SOk auf 2,0 eingestellt. Das hierbei gebildete Sediment wird abfiltriert und das Filtrat unter vermindertem Druck auf die Konsistenz eines Sirups eingeengt. Der Sirup wird in einem kaiton Raum stehengelassen, wobei sich Kristalle von Citronensäure abscheiden. Die Ausbeute beträgt ;i,4 Gew.-Teile als Citronensiiuronnhydrnl.
Ü Π 9 8 A 9 / 1 2 1 9 BAD
Beispiel 2
Eine Kultur von Corynebacteriuni: sp.Nr. 803 (U1O 12730) wird in 40 Räumt ei Ie eines Mediums (pH 7,0). geimpf t j das,. eine Erdölfraktion (4?0, die 87% n-Paraffin ,mit 16 bis ■ 20 C-Atomen enthält, 0,2% KH2PO4, 0,05% MgSO^..7HgO, Q,002% KUiSO4.7H2O, 0,01% FeSO4.7H2O, 0,5% NH4-NO5, 0,1% Harnstoff, 0,05% Trockenhefe und 3% CaCO^ enthält, worauf 3 Tage frei-280O bebrütet wird. Hierbei werden 36 mg Citronensäure/ml Brühe erhalten. 100 Raumteile der Brühe werden auf die in Beispiel 1 beschriebene Weise behandelt, wobei 3,24 Gew.-Teile Citronensäure in Kristallform erhalten werden.
Beispiel 3
Eine Kultur von Coryneb act er ium sp. Nr. 1304 (Ii1O I'273'O wird in das Me'dium der in Beispiel 2 genannten Zusammensetzung geimpft und 2 Tage bei 320C bebrütet. Hierbei v/erden 32 mg Citronensäure pro ml Brühe angereichert. 100 Raumteile der Kulturbrühe werden auf die in Beispiel 1 beschriebene-Weise behandelt. Hierbei werden 2,8 Gew,-TeiIe Citronensäure in Kristallform erhalten.
. Beispiel 4 . .--
Eine Kultur von Corynebacterium sp. ¥r. 803 (ΙΡΟ 12730) wird in 120 Raumteile eines Mediums (p„ 7,0) geimpft, das 4%--.n-Qctade can, 0,2% KH2PO^, 0,05% .Mg'SO^, 7H2O, 0?001% MiUSO4.7H2P, 0,01%. PeSO4, 0,5% NH4NO3, 0,1% llarnsboff, 0,05% Maistiuellwasser und 3% CaCO.-, enthält, und 2 Tage bei, 28°G bebrübet. .Hierbei werden 44,2 mg Citroiien-B.aure pro ml. der KuI turbrühe gebild.et. 100 2aumt;eile. der Kulburbrühe v/erden. auf die in, Bei spiel 1 beschriebene y/eiijo behandelt, wobei .3,66 Gew.-Teile Citronensäure in KriutälIfprra erhalten v/erden...... ., ...
iol 5
Einef^ltur:Λτρη Corynebaeterium· sp* lir* I77 , (IJjO 12728) wird in das in Beispiel 1 beschriebene Medium geimpft
009849/1219 . -
: - -; - ■■.'." BAD
und 3 Tage bei 34 C bebrütet. Hierbei wird eine Kulturbrühe erhalten,-die 24 mg Citronensäure pro ml enthält. 100 Raumteile der Kulturbrühe werden auf die in Beispiel 1 beschriebene Weise behandelt, wobei 1,7 Gew.-Teile Citronensäure in Kristallform erhalten werden.
Beispiel 6
Die nachstehend genannten Kulturen werden in das in Beispiel 2 beschriebene Medium geimpft und 3 Tage bei 280C bebrütet. Die Kulturbrühe wird auf die in ßeispiel 1 beschriebene 7/eise behandelt. Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle genannt.
Stamm Hinter- Citronen- Ausbeute, Ausbeute
legungs- säure, bezogen aus 100 ml nummer mg/ml auf n- Kultur-Brühe Paraffin, brühe,
/o K
Corynab ac ter Lum sp. Nr. 901
Corynebacterium sp. Nr. 218
Corynebacterium sp. Nr. 117
Corynebacterium sp. Nr. 279
Corynebacterium sp. Nr. 384
Corynebac terium sp. Nr. 628
IFO 15114 55
IFO 13115 44
EFO I3I
IFO 13
IFO 1
IFO 13116 38
92 5 2,7
110 3,1
102, 5 2,9
115 3,55
107, 5,05
95 2,7
0098 4 9/1219

Claims (1)

1) Verfahren zur Herstellung von Citronensäure, dadurch gekennzeichnet, daß man- ein wäßriges Kulturmedium, das als hauptsächliche Kohlenstoffquelle wenigstens ein Normalpa- . raffln mit 9 bis 20 Kohlenstoffatomen enthält, mit einem Citronensäure ansammelnden und Kohlenwasserstoffe verbrauchenden Bakterienstamm der Gattung Corynebäcterium impft., die Kultur bei einem p„-Wert von etwa 5 bis 8; bis zu einer ^ wesenLachen Anreicherung von Citronensäure in der Kultur- ™ brühe bebrütet und die Zitronensäure aus dem Kulturmedium abtrennt.
2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man bei Temperaturen zwischen 20 und 4O°C bebrütet.
5) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das Kulturmedium bei p„-VJerten zwischen 6 und 8 hält.
/erfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Bakterium Corynebäcterium sp. Nr. 177, IPO 12728 verwendet. . · ■ φ
5) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Bakterium Corynebäcterium sp. Hr.. 416, IPO 12729 verwendet.
6) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Bakterium Corynebäcterium sp. Nr. 803, IPO 12730 verwendet. '
7) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Bakterium Corynebäcterium sp. Kr.'1304, IFO-12731 verwendet.
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8) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Bakterium Corynebacterium sp. Nr. 98I, IPO 13114 verwendet.
9) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennaelohnet, daß man als Bakterium Corynebacterium sp. Nr. 218, IPO 13113 verwendet.
10) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Bakterium Corynebacterium sp. Nr. II7, IPO I3II5 ver-
w wendet.
11) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Bakterium Corynebacterium sp. Nr. 279, IPO I3II2 verwendet.
12) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Bakterium Corynäbaoterlum ep. Nr. 384, IPO I3II7 verwendet.
13) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Bakterium Corynebacterium sp. Nr. 628, IPO I3II6 verwendet.
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DE2003221A 1969-01-30 1970-01-24 Verfahren zur Herstellung von Citronensäure Withdrawn DE2003221B2 (de)

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