DE2003322C - Verfahren zur Gewinnung von Pulver aus unter 100 Grad C flussigen Legierungen fur die Herstellung von Sauerstoffelektro den fur Brennstoffelemente und nach diesem Verfahren hergestellte Elektroden - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von Pulver aus unter 100 Grad C flussigen Legierungen fur die Herstellung von Sauerstoffelektro den fur Brennstoffelemente und nach diesem Verfahren hergestellte ElektrodenInfo
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Description
und getrocknet werden.
Die Erfindung erstreckt sich ferner auf eine Sauer-35 Stoffelektrode für Brennstoffelemente, die dadurch ge-
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Ge- kennzeichnet ist, daß sie aus einem Zylinder aus nicht
winnung von Pulver aus unter 100°C flüssigen Legie- oxydierbarem Stahl besteht, der nach dem vorgenannrungen
für die Herstellung von Sauerstoffelektroden ten Verfahren hergestelltes, stark zusammengepreßtes
für Brennstoffelemente und nach diesem Verfahren her- Legierungspulver enthält, und daß i'ie äußere Obergestellte Elektroden. 40 fläche des Stahlzylinders mit siner elektrisch isolieren-
Bei der Untersuchung elektrischer Gleitkontakte den Schicht überzogen ist.
unter Verwendung von flüssigen Metallen oder Le- Bei einer derartigen Elektrode können Metallfasern
gierungen und insbesondere Amalgamen des Indiums in dem Legierungspulver eingebettet sein. Bei einer bewurde
durch Versuche die folgende Erscheinung ge- vorzugten Ausführungsform besteht das Legierungsfunden : Dieflüssige Legierung, die bei geringer Dreh- 45 pulver aus einer Quecksilber-Indium-Legierung,
zchl keine Änderung ihres physikalischen Zuslandes Die Erfindung wird nachstehend ?n Hand der
zchl keine Änderung ihres physikalischen Zuslandes Die Erfindung wird nachstehend ?n Hand der
erfährt, verwandelt sich bei höheren Geschwindig- Zeichnungen und hinsichtlich ihrer Vorteile beispielskeiten
rasch in ein schwärzliches pulverförmiges weise erläutert, ausgehend von Indium-Amalgam, das
Material. zur Fertigung einer Sauerstoff-Elektrode bestimmt ist.
Diese Erscheinung scheint allgemeiner Natur zu sein 50 Es zeigt
und wirkt sich unter bestimmten Bedingungen bei F i g. 1 ein Schaubild zur Darstellung des Einflusses
unter 100 C flüssigen Legierungen aus. Es ist sehr der Temperatur auf das elektrochemische Verhalten
wahrscheinlich, daß diese Umwandlung mit dem Ober- eines pulverförmigen Indium-Amalgams, das gemäß
flächenzustand des ursprünglichen Amalgams zu- der Erfindung hergestellt wurde, und
sammenhängt, der durch die Gegenwart einer absor- 55 F i g. 2 ein Diagramm, das eine gemäß der Erfindung Werten Gasseeicht oder von Verunreinigungen be- hergestellte Sauerstoffelektrode enthält,
einflußt sein kann. Das Verfahren der Herstellung eines Legierungs-
sammenhängt, der durch die Gegenwart einer absor- 55 F i g. 2 ein Diagramm, das eine gemäß der Erfindung Werten Gasseeicht oder von Verunreinigungen be- hergestellte Sauerstoffelektrode enthält,
einflußt sein kann. Das Verfahren der Herstellung eines Legierungs-
Diese Umwandlung bleibt auf eine der Oberfläche pulvers, bei dem man von einem flüssigen Amalgam
der flüssigen Masse benachbarte Zone lokalisiert; ausgeht, umfaßt die beiden folgenden Hauptphasen:
wenn diese Masse jedoch auf ein Tröpfchen kleinen 60 Zuerst wandelt man z. B. ein Idium-Amalgam in
Durchmessers herabgesetzt ist, überwiegt diese Zone, einen Schaum starker Viskosität durch Rühren der
und das flüssige Tröpfchen wird zu einem festen Teil- Flüssigkeit in einer Sauerstoffatmosphäre um. Die zu
chen. Wenn man dieses Teilchen genügend lange, näm- diesem Zweck verwendete Vorrichtung besiizt z. B.
lieh so lange isoliert hält, daß die Verunreingungen eine Schaufel, die sich mit einer Drehzahl von 200
gegen seine Oberfläche hin diffusieren, so wird es un- 65 Umdr./Min. dreht und in die Flüssigkeit eintaucht,
möglich, das Teilchen wieder in der Masse verschwin- wobei eine Umhüllung erlaubt, über dem Amalgam
den zu lassen, aus der heraus es gewonnen und isoliert die gewünschte Atmosphäre aufrechtzuerhalten,
wurde. Auf diese Weise vollzieht sich unter einem Sauerstoff-
wurde. Auf diese Weise vollzieht sich unter einem Sauerstoff-
druck von 1 bar die Umwandlung von 1 kg Indium- seine mechanischen Eigenschaften und seine elektri-
Amalgam (Gewichtsanteil an Indium: 10%) in etwa sehe Leitfähigkeit zu verbessern, wird in einen Träger
10 Minuten. " aus nicht oxydierbarem Stahl eingebracht.
Hierauf taucht man den so gebildeten Schaum in Das Gemisch aus Metallfasern und aktivem Pulver
Wasser ein, das man zum Sieden bringt. Im Schaum 5 wird unter einem Druck von 15 t/cm2 derart gepreßt,
tritt eine plötzliche und starke Gasausscheidung auf. daß man eine Pastille erhält, deren Festigkeit sowohl
Der entweichende Sauerstoff zerstreut die Trägerphase, in m?ohanischer als auch chemischer Hinsicht befrie-
indem er sie fein zerteilt. Die so erhaltenen Teilchen digend ist ,
sind genügend fest, um beim Rühren im Wasser in Die Außenfläche des metallischen Trägers wird elek-
Suspension zu verbleiben. io trisch, z. B. mittels einer Schicht aus Epoxydharz, iso-
Das Indium hat Zeit zu diffundieren, wodurch die liert.
Oberfläche der Teilchen eine Anreicherung an Indium Die auf diese Weise hergestellte Elektrode wird in
erfährt. Kaliumcarbonat eingebracht, dessen Konzentration
Nach Filtrierung und Trocknung bei 800C er- 5 η (5fach normal) in bezug auf eine Gegenelektrode
hält man das Legierungspulver, das aus Teilchen 15 aus nicht oxydierbarem Stahl ist
besteht, deren Durchmesser zwischen 5 und 40 μπ\ F i g. 1 ist ein Schaubild, das für ein erfindungs-
liegt; das Pulver ist physikalisch beständig und kann gemäßes Brennstoffelement die Veränderung der
mechanische Drücke von 20 t/cm2 aufnehmen. Stromdichte / (Abszisse) in Abhängigkeit von der an-
Die röntgenspektrographische Analyi.^ dieses Pul- gelegten Spannung V (Ordinate) lür die Temperatu-
vers zeigt, daß das flüssige Amalgam eine tiefgehende ao ren (T) 20 und 80° C darstellt.
Änderung seines physikalischen Zustandes erfährt, Die Spannungen sind in bezug auf eine Hg-HgO-
wenn es sich in Pulver verwandelt. Im Innern dieser Elektrode angegeben. Der Druck des Sauerstoffs bleibt
Amalgam-Teilchen tritt eine gewisse Anzahl von netz- im Bereich von 2,5 bis 3 bar. Unter diesen Bedingungen
förmigen Ebenen auf. stabilisiert sich das Gleichgewichtspotential nach
Der spezifische Leitungswiderstand dieses Legie- 35 Verlauf von 3 Stunden auf die Spannungsgröße
rungspulvers hängt, wenn es zu einem porösen festen V = +10 mV (bei 200C).
Körper gepreßt wurde, von dem ausgeübten Druck, F i g. 2 zeigt als Schaubild die elektrische Leistung P
vom Feingewicht des Ausgangs-Amalgams und auch eines Elements mit einer Sauerstoffelektrode, die nach
von seiner Teilchengröße ab. dem erfindungsgemäßen, oben beschriebenen Verfah-
Wenn z. B. der Anteil an Indium im Ausgangs-Amal- 30 ren hergestellt ist, und mit einer Natriumamalgam-
gam 10% betrug, so besitzt das nach dem erfindungs- elektrode, deren Natriumgehalt 0,75% beträgt. Der
gemäßen Verfahren erhaltene und unter einem Druck Abstand zwischen den Elektroden beträgt 2 mm. Der
von 15t/cma gepreßte Pulver bei 200C einen spezi- Sauerstoffdruck ist 3 bar, und die mittlere Temperatur
fi , T ...... , „. , !Ω-cm» der Zelle liegt zwischen 50 und 85°C. Die eine Kurve
fischen Leitwiderstand von 1 Ohm . cm bzw. -^-. ^ ^dJe Le*tmg aQdenElektroden bei 50>
dieandere
Dieses'ndium-Amalgam adsorbiert in beträchtlichem bei 850C.
Maße den Sauerstoff. Die katalytischen Eigenschaften Bei diesen Beispielen beträgt der Gewichtsanteil des
eines Körpers stehen in Verbindung mit seinem Ad- pulverförmigen Materials an Indium 10%.
Sorptionsvermögen, und somit ist das Indium-Amalgam Die maximale elektrische Leistung wird für die fol-
besonders für die Herstellung von Sauerstoff-Elektro- 4° genden Werte der Stromstärke und der Spannung (bei
den für Brennstoffelemente in basischem Milieu ge- 85°C) erreicht:
eignet, weil das Indium-Amalgam gegenüber den al- _ _. „,- . ,, , „. ,. , .
kaiischen Lösungen chemisch beständig ist. Strom I = 26° m.A (d- ^- ™* Stromdichte
Das gemäu der Erfindung erzeugte Legierungspulver, von l /υ mA/cm
dem Metallfasern einverk ibt sind oder werden, um 45 Spannung V = 900 mV (d. h. 160 mW/cm2)
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Verfahren zur Gewinnung von Pulver aus Le- Das erste Verfahren besteht darin, daß man einen
gierungen, die bei Temperaturen unter 1000C S vorgeformten Körper mit einem gewählten Katalyflüssig
sind, für die Herstellung von Sauerstoff- satormaterial imprägniert. Dieses Verfahren wird im
elektroden für Brennstoffelemente, dadurch wesentlichen dann angewendet, wenn der Katalysator
gekennzeichnet, daß Hüssiges Amalgam aus einem teuren Metall besteht oder hergestellt wird
durch Rühren in einer Sauerstoffatmosphäre in und seine Sint':ung Schwierigkeiten bereitet, wie es
einen Schaum mit großer Viskosität umgewandelt io bei Platin der Fall ist
wird, daß der gebildete Schaum in Wasser getaucht Bei dem zweiten Verfahren wird das Katalysatorwird,
das zum Sieden gebracht wird, so daß eine material selbst gesintert und trägt zur mechanischen
plötzliche und starke Gasentwicklung eintritt, Festigkeit der Elektrode bei. Dieses Verfahren wird
wodurch die Trägerphase fein zerteilt und die Be- z. B. zur Herstellung von Elektroden aus aktiviertem
wegung der Teilchen aufrechterhalten wird, und 15 Kohlenstoff angewendet.
daß dann die Teilchen bei geeigneter Temperatur Die Erfindung geht zur Herstellung von Sauerstoffgefiltert
und getrocknet werden. Elektroden davon aus, diese ähnlich der zweitgenann-
2. Sauersioffelektrode für Brennstoffelemente, ten Art herzustellen. Jedoch soll dabei ein Katalysator
dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einem Zylinder verwendet werden, der in besonderer Weise auf Grund
aus nicht oxydierbarem Stahl besteht, der stark ao der obigen Erkenntnisse bei einem mit Oxydation und
zusammengepreßtes, nach dem Verfahren nach An- Redukti ,1 arbeitenden Verfahren zur Gewinnung
spruch 1 hergestelltes Legierungspulver enthält, eines Pulvers aus Legierungen, die bei Temperaturen
und daß die äußere Oberfläche des Stahlzylinders unter 1000C flüssig sind, hergestellt wird.
mit einer elektrisch isolierenden Schicht überzogen Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß
ist. 35 flüssiges Amalgam durch Rühren in einer Sauerstoff-
3. Elektrode nach Anspruch 2, dadurch gekenn- atmosphäre in einen Schaum mit großer Viskosität
zeichnet, daß Metallfasern in dem Legierungspulver umgewandelt wird, daß der gebildete ScncUir. in
eingebettet sitvl Wasser getaucht wird, das zum Sieden gebracht wird.
4. Elektrode nach Anspruch 2 oder 3, dadurch so daß eine plötzliche und starke Gasentwicklung eingekennzeichnet,
daß das Legierungspulver aus 30 tritt, wodurch die Träg~rphase fein zerteilt und die
einer Quecksilber-Indium-Lsgien'ng besteht. Bewegung der Teilchen aufrechterhalten wird, und daß
dann die Teilchen bei geeigneter Temperatur gefiltert
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR6901569 | 1969-01-27 | ||
| FR6901569A FR2029388A1 (de) | 1969-01-27 | 1969-01-27 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE2003322A1 DE2003322A1 (de) | 1971-02-11 |
| DE2003322B2 DE2003322B2 (de) | 1972-07-27 |
| DE2003322C true DE2003322C (de) | 1973-02-22 |
Family
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