DE2003402B2 - Schaltungsanordnung zur Reduzierung des Nebensprechens in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen mit Zeitvielfachbetrieb - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Reduzierung des Nebensprechens in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen mit ZeitvielfachbetriebInfo
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Description
30
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Reduzierung des Nebensprechens in Fernmelde-, insbesondere
Fernsprechvermittlungsanlagen mit Zeitvielfachbetrieb. In derartigen Anlagen führt eine zu geringe
Entkopplung der Zeitkanäle zu einem verständlichen Nebensprechen, sofern Pulsampihudenmodulaition
(PAM) verwendet wird, oder bei anderen Modulaitionsverfahren zu Störgeräuschen.
Aus der DT-AS 12 27 079 ist es zum Ausgleich von Dämpfungsverlusten bekannt den Eingang einer Zeitmultiplexleitung
mit einem Verstärker mit niederohmigem Eingangswiderstand abzuschließen.
In einer älteren Anmeldung wird zur Vermeidung des Nebensprechens bereits eine Schaltungsanordnung
zur impulsweisen Durchschaltung der an eine Multiplexleitung angeschlossenen Anschlußeinheiten in einer
Zeitmultiplex-Fernsprechvermittlungsstelle vorgeschlagen, bei der die einzelnen Anschlußeinheiten über
zugehörige Schalter gruppenweise an Gruppenmulti- so
plexleitungen angeschlossen sind und letztere über weitere Schalter durch eine Verbindungsleitung miteinander
verbunden sind, die dadurch gekennzeichnet ist daß die Gruppenmultiplexleitungen und die Verbindungsleitungen
jeweils über Schalter während der SS Sprechpausen mit ihrem jeweiligen Wellenwiderstand
abgeschlossen werden.
Für eine derartige Schaltungsanordnung wird vorliegend kein Schutz beansprucht Da die Schalter dort nur
in den Sprechpausen mit dem Wellenwiderstand abgeschlossen sind, ergibt sich bei jener Lösung das Problem,
einen Schalter in einem noch viel kürzeren Zeitraum als einer Kanalzeitdauer exakt synchron zu
schließen. Eine Differenzierung der Beschattung einer Zeitmultiplexleitung nach den Sprechrichtungen wird 6s
dort nicht geschützt
Aus der DT-AS 12 04 289 ist es bereits bekannt die
Kanaltrennung durch genügend lange Pausen zwischen den Sprachkanälen zu verbessern, in denen die Ausschwingvorgänge
auf der Leitung abklingen können. Es ist auch schon bekannt (DT AS 13 01 371). die Leitung
durch einen besonderen Kontakt in den Pausen zwischen zwei Kanälen mit Masse zu verbinden, cm die
Leitung rasch zu entladen. Diese bekannten Maßnahmen sind jedoch unbefriedigend, da im ersten Fall die
Nubzeit und damit die Anzahl der Ober eine Leitung durchschaltbaren Kanäle verringert wird, bzw. da im
zweiten Fall ein besonderer Aufwand für die exakt synchrone Steuerung des Entladekontakts erforderlich ist
Aufgabe der Erfindung ist die Reduzierung des Nebensprechens in Anlagen der eingangs bezeichneten
Art Die Schaltungsanordnung nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet daß die ankommende und die
abgehende Sprechrichtung der Zettvielfachleitungen jeweils mit einem Verstärker mit niederohmigem Ausbzw.
Eingangswiderstand und das entgegengesetzte Ende der Zeitvielfachleitungen jeweils mit einem
Widerstand gleich dem Wellenwiderstand der Leitung abgeschlossen sind. Diese Schaltungsanordnung stellt
eine erhebliche Verbesserung gegenüber dem Stand der Technik dar. da eine wirksamere Nebensprechreduzierung
ohne zusätzlichen Zeitaufwand und ohne Taktierungsprobleme erzielt wird.
Als Verstärker mit niederohmigem Ein- bzw. Ausgangswiderstand eignet sich z. B. ein Transistor in Basisschaltung
bzw. in Emitterfolgerschaltung. Bei Bedarf können bekannte Schaltungen mit noch niederohmigeren
Ein- oder Ausgangswiderständen als diese Transistorgrundschaltungen verwendet werden.
Eine Weiterbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet daß der Verstärker über einen zusätzlichen
Umschaltkontakt mit der Zeitvielfachleitung verbunden ist über den dieses Ende der Leitung bei abgeschaltetem
Verstärker ebenfalls mit einem Widerstand gleich dem Wellenwiderstand abgeschlossen wird.
Hierdurch läßt sich die Ausschwingzeit der Zeitvielfachleitung noch einmal halbieren.
Nachfolgend wird die Erfindung in Zusammenhang mit den Zeichnungen erläutert
F i g. 1 zeigt das Ersatzschaltbild einer Zeitvielfachleitung zur Berechnung des Nebensprechens durch
endliche Sperrwiderstände;
F i g. 2a bis 2c zeigt das Ersatzschaltbild zur Erläuterung des Nebensprechens durch Reflexionen;
F i g. 3a und 3b zeigen Ersatzschahbilder zur Erläuterung
der Dimensionierungsregeln zur Verbesserung der Nebensprechdämpfung nach der Erfindung;
F i g. 4 zeigt ein Blockschattbild einer Schaltungsanordnung
nach der Erfindung;
F i g. 5 zeigt eine Fortbildung der Schaltungsanordnung nach F i g. 4.
In der Schaltung nach F i g. 1 speist eine Quelle mit der Spannung Ut und dem Innenwiderstand Ri über
einen elektronischen Koppelpunkt mit dem Durchlaßwiderstand Rd eine Zeitvielfachleitung mit dem Eingangswiderstand
Re. Eine andere Quelle mit der Spannung Ul speist den Eingangswiderstand Re über den
Sperrwiderstand Rsp eines unvollständig gesperrten Koppelpunktes gemeinsam mit weiteren Quellen. Am
Verstärkereingang entsteht so die Spannung Ue, bzw. ein entsprechender Eingangsstrom.
Aus dem Ersatzschaltbild läßt sich die Nebensprechdämpfung aN ermitteln.
Man erhält im wesentlichen aw ~ Ig (Rsp: Re)- (Für
Re « Ri + Rd)
einen sehr kleinen Eingangswiderstand Re aufweisen. Dies läßt sich beispielsweise durch den Einsatz von
Verstärkern mit niederohmigem Eing-yigswiderstand
bzw. Ausgangswiderstand (ankommende Richtung) verwirklichen.
In Fig.2a gibt eine Quelle der Spannung UX entsprechend
einem Zeitvielfachsender Impulse auf eine Zeitvielfachleitung. Diese Impulse werden zunächst mit
geringen Verlusten in beiden Richtungen zum Leitungsende übertragen und stoßen auf die Abschlußwiderstände
Rt und /CL
Ist die Zeitvielfachleitung gemäß Fig.2b durch
Kurzschlüsse, z. B. mit Verstärkern mit im Vergleich zum Wellenwiderstand Z der Leitung niederohmigen
Eingangs- bzw. Ausgangswiderständen Re abgeschlossen, dann werden die Impulse reflektiert und durchlaufen
die Leitung mit umgekehrtem Vorzeichen in entgegengesetztem Sinn. Gemäß Fi g.2c erscheinen die Impulse
nach erneuter Reflexion in der ursprünglichen Polarität und Richtung. Die reflektierten Impulse können
bei ungenügender Bedämpfung erhebliche Störungen und verständliches Nebensprechen in fremden
Zeitkanälen verursachen. Aus der Übertragungstechnik ist es an sich bekannt, daß die Reflexionen auf einer
Leitung nicht auftreten, wenn die Leitung mit ihrem Wellenwiderstand Z abgeschlossen ist
Die F i g. 3a zeigt wieder entsprechend der F i g. 2a eine Quelle mit der Spannung Ui, die Impulse auf eine
Zeitvielfachleitung gibt Schließt man die Leitung gemäß F i g. 3b mit einem Widerstand R ab, der etwa
gleich dem Wellenwiderstand Z der Leitung ist, dann werden die Reflexionen nahezu unterdrückt, zumindest
sind die reflektierten Impulse stark bedämpft.
Die aufgestellten Forderungen zur Unterdrückung des Nebensprechens — niederohmiger Eingangswiderstand
und dem Wellenwiderstand angepaßter Abschlußwiderstand — widersprechen einander.
Die F i g. 4 zeigt eine Schaltungsanordnung nach der Erfindung, in der beide Forderungen berücksichtigt
sind. Die Teilnehmer T sind über eine Gabelschaltung G mit einer Nachbildung N und über elektronische
Torschaltungen 51 (die symbolisch als Kontakte dargestellt sind) mit einer Zeitvielfachleitung verbunden, deren
Wellenwiderstand z. B. 120 Ω beträgt. In abgehender
Richtung ist die Zeitvielfachleitung durch einen Verstärker V mit niederohmigem Eingangswiderstand
abgeschlossen, z. B. einem Transistor in Basisschaltung.
Am anderen Ende ist die Zeitvielfachleitung mit einem Widerstand R gleich dem Wellenwiderstand Z abgeschlossen.
In der nicht dargestellten ankommenden Sprechrichtung kommt als Verstärker mit niederohmigem
Ausgangswiderstand z. B. ein Transistor in Emitterfolgerschaltung in Betracht
Ein in die Zeitvielfachleitung eingespeister Impuls lauft zunächst in beiden Richtungen auf die Enden der
Leitung za An dem mit dem Wellenwiderstand abgeschlossenen Ende wird der Impuls sofort vernichtet
Am anderen Ende wird er reflektien und durchläuft die Leitung mit umgekehrter Polarität um dann auch an
dem mit dem Wellenwiderstand abgeschlossenen Ende vernichtet zu werden. Der geforderte kleine Eingangswiderstand
wird nach einem sehr kurzen Einschwingvorgang erreicht Diese Schaltungsanordnung nach der
Erfindung stellt also einen günstigen Kompromiß zwischen den beiden Forderungen für eine gute Nebensprechunterdrückung
her.
Die Schaltung nach F i g. 5 weist in Abwandlung der Schaltung nach Fig.4 einen zusätzlichen Umschaltekontakt
uk auf. Während des Arbeitstaktes, also während der Durchschaltung einer Verbindung, ist der Verstärker
V über den Umschaltkontakt uk mit der Zeitvielfachleitung verbunden. Während des Entladetaktes,
also zwischen zwei Zeitkanälen, ist die Zeitvielfachleitung über den Umschaltkontakt uk auch an diesem
Ende mit einem Widerstand R gleich dem Wellenwiderstand Z der Leitung angeschlossen. Durch diese
Fortbildung der Schaltungsanordnung nach der Erfindung läßt sich die Ausschwingzeit der Leitung etwa auf
die Hälfte reduzieren.
| Bezugszeichen | Ursprungssprache |
| öl, 1/2 | Spannungen |
| Ri | Innenwiderstand |
| Rd | Durchlaßwiderstand |
| Re | Eingangswiderstand |
| Rsp | Sperrwiderstand |
| <*n | Nebensprechdämpfung |
| R | Widerstand |
| R1,R2 | Widerstand |
| Z | Wellenwiderstand |
| T | Teilnehmer |
| G | Gabelschaltung |
| N | Nachbildung |
| V | Verstärker |
| uk | Umschaltkontakt |
| Sl, Si, Sk | Torschaltungen |
Claims (4)
1. Schaltungsanordnung zur Reduzierung des Nebensprechens
in Fernmelde-, insbesondere Fern- S sprechvermittlungsanlagen mit Zeitvielfachbetrieb,
dadurch gekennzeichnet, daß die ankommende und die abgehende Sprechrichtung der Zeitvielfachleitungen
jeweils mit einem Verstärker mit niederohmigem Aus- bzw. Eingangswiderstand und to
das entgegengesetzte Ende der Zeitvielfachleitungen jeweils mit einem Widerstand gleich dem Wellenwiderstand
der Leitung abgeschlossen sind.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als abgebender Verstärker
ein Transistor in Basisschaltung angeordnet ist
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als ankommender Verstärker
ein Transistor in Emitterfolgerschaltung angeordnet ist
4. Schaltungsanordnung nach einem der vorausgegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet
daß der Verstärker über einen zusätzlichen Umschaltkontakt mit der Zeitvielfachleitung verbunden
ist über den dieses Ende der Leitung bei abgeschaltetem
Verstärker ebenfalls mit einem Widerstand gleich dem Wellenwiderstand abgeschlossen wird.
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702003402 DE2003402C3 (de) | 1970-01-26 | 1970-01-26 | Schaltungsanordnung zur Reduzierung des Nebensprechens in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen mit Zeitvielfachbetrieb |
| CH96471A CH524293A (de) | 1970-01-26 | 1971-01-22 | Schaltungsanordnung zur Reduzierung des Nebensprechens in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen, mit Zeitvielfachbetrieb |
| ES387592A ES387592A1 (es) | 1970-01-26 | 1971-01-25 | Disposicion de circuito para sistemas de telecomunicacion yparticularmente para sistemas de conmutacion telefonica con funcionamiento en multiplex en division en el tiempo. |
| FR7102491A FR2076991A5 (de) | 1970-01-26 | 1971-01-26 | |
| GB2016971A GB1280278A (en) | 1970-01-26 | 1971-04-19 | Tdm telephone exchange |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702003402 DE2003402C3 (de) | 1970-01-26 | 1970-01-26 | Schaltungsanordnung zur Reduzierung des Nebensprechens in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen mit Zeitvielfachbetrieb |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2003402A1 DE2003402A1 (de) | 1971-10-07 |
| DE2003402B2 true DE2003402B2 (de) | 1975-07-17 |
| DE2003402C3 DE2003402C3 (de) | 1980-04-24 |
Family
ID=5760527
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19702003402 Expired DE2003402C3 (de) | 1970-01-26 | 1970-01-26 | Schaltungsanordnung zur Reduzierung des Nebensprechens in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen mit Zeitvielfachbetrieb |
Country Status (5)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH524293A (de) |
| DE (1) | DE2003402C3 (de) |
| ES (1) | ES387592A1 (de) |
| FR (1) | FR2076991A5 (de) |
| GB (1) | GB1280278A (de) |
-
1970
- 1970-01-26 DE DE19702003402 patent/DE2003402C3/de not_active Expired
-
1971
- 1971-01-22 CH CH96471A patent/CH524293A/de not_active IP Right Cessation
- 1971-01-25 ES ES387592A patent/ES387592A1/es not_active Expired
- 1971-01-26 FR FR7102491A patent/FR2076991A5/fr not_active Expired
- 1971-04-19 GB GB2016971A patent/GB1280278A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1280278A (en) | 1972-07-05 |
| ES387592A1 (es) | 1973-05-16 |
| DE2003402A1 (de) | 1971-10-07 |
| DE2003402C3 (de) | 1980-04-24 |
| CH524293A (de) | 1972-06-15 |
| FR2076991A5 (de) | 1971-10-15 |
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