DE2003807C3 - Eisenbahnrangieranlage mit mehreren Wirbelstromgleisbremsen - Google Patents
Eisenbahnrangieranlage mit mehreren WirbelstromgleisbremsenInfo
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61K—AUXILIARY EQUIPMENT SPECIALLY ADAPTED FOR RAILWAYS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B61K7/00—Railway stops fixed to permanent way; Track brakes or retarding apparatus fixed to permanent way; Sand tracks or the like
- B61K7/02—Track brakes or retarding apparatus
- B61K7/10—Track brakes or retarding apparatus electrodynamic
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- Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)
Description
Gegenstand des Hauptpatentes ist eine Einsenbahnrangieranlage mit mehreren Wirbelstromgleisbremsen,
in denen die magnetischen Flüsse zum Bremsen beider Räder der Radsätze von Schienenfahrzeugen in je
einem oberseitig offenen U-förmigen Magnetjoch er- !eueT werden zwischen dessen Schenkeln das betreffende
Rad auf einer entgegengesetzten gesonderten Fahrschiene rollt, unterhalb aeren Lauff.achc bcdcrseits
mehrere isolierte elektrische LeUer fur den Eregerstrom der Bremse zwischen der Fahrschiene und
den Schenkeln des Mgnetjoches eingelegt sind die
über die in das jeweils andere Magnetjoch der Gleisbremse
eingelegten Leiter so in Reihe geschaltet s.nd, Saß sie vom Speisestrom in gleicher Richtung durchflossen
werden, wobei die für die Bremse vorgesehenen , Schaltkontakte die Zuleitungen von einer aus einem
Wechselstromnetz gespeisten Gleichstromquelle zu den~eingelegten Leitern unmittelbar ein- bzw. ausschalten
und dieselbe Gleichstromquelle für mehrere Gleisbremsen gemeinsam vorgesehen ist.
Einsenbahnrangieranlagen werden heute in zunehmendem
Maße mit Wirbelstromgleisbremsen ausgerüstet um die ablaufenden Fahrzeuge auf eine bestimmte
Auslaufgeschwindigkeit abzubremsen. Der Vorteil derartiger Wirbelstromgleisbremsen gegenüber mechanisch
wirkenden Bremseinrichtungen ist allgemein bekannt und braucht hier nicht näher erläutert zu werden.
Bei der praktischen Erprobung von mit starken Wirbelstromgleisbremsen
ausgerüsteten Rang.eranlagen hat sich herausgestellt, daß nach dem Abschalten der
Bremse in den Magnetjochen ein Remanenzfluß verbleibt der so groß ist, daß über die aufgelegten Bremsschienen
eine unerwünschte Bremswirkung auf die bereits auf die Anlaufgeschwindigkeit abgebremsten
Fahrzeugräder hervorgerufen wird. Bei einem Reibungskoeffizienten zwischen Radbandagen und Bremsleisten
von etwa 0,1 kann diese unerwünschte Bremskraft etwa 150 kp pro Achse betragen. Hierdurch werden
die Fahrzeugräder je nach Anzahl der nach dem Abschalten der Bremse innerhalb des Bremsbereiches
befindlichen Achsen und deren Laufweg innerhalb der Bremse auf Geschwindigkeiten abgebremst, die teilweise
erheblich unterhalb der vorgegebenen Auslaufgeschwindigkeit liegen. Die Ablaufleistung derartiger
Rangieranlagen wird hierdurch ungünstig beeinflußt und es kann in extremen Fällen zum Stillstand von
Fahrzeugen kommen, bevor diese ihr Laufziel erreichen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine
Eisenbahnrangieranlage der obengenannten Art zu schaffen, bei der diese Mängel beseitigt sind.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß für jede Wirbelstromgleisbremse Einrichtungen zur Kompensation
des nach dem Abschalten der Bremse in den Magnetjochen verbliebenen Remanenzflusses vorgesehen
sind.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind nachstehend an Hand der Zeichnung näher erläutert.
Die F i g. 1 bis 4 zeigen schematisch Wirbelstromgleisbremsen
mit unterschiedlicher Anordnung der für die Erregung des Magnetflusses notwendigen elektrischen
Leiter und unterschiedlichen Einrichtungen zur Kompensation des Remanenzflusses. Für einander entsprechende
Bauteile sind die im Hauptpatent gewählten Bezugszeichen beibehalten worden.
F i g. 1 zeigt schematisch ein aus den Schenkeln und 11 und der Bodenplatte 13 bestehendes Magnetjoch
einer Wirbelstromgleisbremse mit den oben aufliegenden Bremsschienen 14 und 15. Etwa in der Mitte
des Magnetjoches befindet sich eine Fahrschiene normaler Bauart, auf der ein Fahrzeugrad 17 abrollt
und infolge Wirbelstrombremsung und mechanischer Bremskräfte abgebremst wird. Die elektrischen Leiter
16 zum Erzeugen des Magnetfeldes sind schematisch als Wicklungspakete angedeutet und rechts und links
der Fahrschiene im Magnetjoch untergebracht. Oberhalb dieser Wicklungspakete etwa in Höhe der Mitte
der Schenkel des Magnetjoches sind die Einrichtungen zur Kompensation des nach dem Abschalten der Bremse
im Magnetjoch verbliebenen Remanenzflusses angeordnet. Diese Einrichtungen bestehen in F i g. 1 aus
zusätzlich zu den für die Erzeugung des Magnetflusses zum Abbremsen der Fahrzeugräder benötigten elektrischen
Leitern 16 aus in gleicher Weise verlegten Zusatzleitern 26, die mindestens nach dem Abschalten der
Bremse mindestens kurzzeitig an eine Gleichstromquelle anschaitbar sind um zum Erzeugen eines dem
Magnetfluß entgegengerichteten Magnetfeldes zur Kompensation des im Magnetjoch veroliebenen Remanenzflusses
dienen. Es genügt, die Zusatzleiter 26 nach dem Abschalten des in den elektrischen Leitern 16 fließenden
Speisestromes kurzzeitig anzuschalten; da die Amperewindungszahl der Zusatzleiter nur einen Bruchteil
der Amperewindungszahl der elektrischen Leiter für den Magnetfluß beträgt, ist es aber auch möglich,
die Zusatzleiter gleichzeitig mit den elektrischen Leitern anzuschalten, ohne daß dadurch der Wirkungsgrad
der Wirbelstromgleisbremsen wesentlich herabgesetzt wird. Auch in diesem Falle muß aber dafür gesorgt
werden, daß die Zusatzleiter 26 nach dem Abschalten des in den elektrischen Leitern 16 fließenden Erregerstromes
mindestens kurzzeitig angeschaltet bleiben. Sowohl die elektrischen Leiter 16 als auch die Zusatzleiter
26 sind nach oben hin durch Schutzplatten 18 abgedeckt, die eine Beschädigung der Leiter durch von
oben in das Magnetjoch hineinfallende Fremdkörper verhindern sollen.
F i g. 2 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei dem die elektrischen Leiter 16 und die Zusatzleiter 26
in Längsnuten 25 der Schenkel 10 und 11 des Magnetjoches untergebracht sind. Die elektrischen Leiter und
die Zusatzleiter sind durch gegen die Nuten 25 anliegende Schutzplatten 18 gegen Beschädigung geschützt.
Auch bei dieser Anordnung baut sich beim Erregen der Zusatzleiter 26 ein Magnetfeld auf, das dem Magnetfluß
der elektrischen Leiter 16 entgegengerichtet ist und zur Kompensation des nach dem Abschalten des
Erregerstromes im Magnetjoch verbliebenen Remanenzflusses dient.
F i g. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem an Stelle von Zusatzleitern etwa in Hohe der Mitte der
Schenkel 10 und 11 des Magnetjoches jeweils rechts und links der Fahrschiene 12 angeordnete Kompensationsmagnete
36 vorgesehen sind, die paarweise magnetisch in Reihe geschaltet sind, deren Magnetfelder
dem Magnetfluß der elektrischen Leiter 16 entgegengerichtet sind und die zur Kompensation des im Magnetjoch
verbliebenen Remanenzflusses dienen. Die magnetische Reihenschaltung der Kompensationsmagnete
36 ist durch die Bezeichnung N und S entsprechend der Lage ihrer Pole verdeutlicht. Das von den
Kompensationsmagneten aufgebaute Magnetfeld schließt sich einerseits über die Schenkel 10 und 11 des
Magnetjoches, die Bremsschienen 14 und 15 und das Fahrzeugrad 17 und andererseits über die Schenkel 10
und 11 und die Bodenplatte 13 des Magnetjoches.
Als Kompensationsmagnete können Dauermagnete und/oder bedarfsweise anschaltbare Elektromagnete
vorgesehen sein. Beispielsweise ist es möglich, beim Abschalten der Bremse grundsätzlich eine bestimmte
Mindestanzahl von Kompensationsmagneten wirksam zu schalten, deren Magnetfeld ausreicht, den nach dem
Abschalten einer zuvor auf die geringste Bremskraft eingestellten Bremse im Magnetjoch verbliebenen Remanenzfluß
zu kompensieren. Entsprechend der jeweils tatsächlich eingestellten Bremskraft der Bremse kann
dann eine mehr oder weniger große Anzahl von Kompensationsmagneten zusätzlich angeschaltet werden.
Diese Maßnahme stellt sicher, daß der sich bei unterschiedlicher Bremskraft unterschiedlich stark einstellende
Remanenzfluß durch die Magnetfelder der Kompensationsmagnete in jedem Falle vollständig aufgehoben
wird.
Bei dem in F i g. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die elektrischen Leiter 16 und die Kompensationsmagnete 36 ähnlich wie bei dem Ausführungsbeispiel
nach F i g. 2 in Längsnuten 25 der Schenkel 10 und 11
des Magnetjoches untergebracht und durch an den Längsnuten anliegende Schutzplatten 18 gegen mechanische
Beschädigung geschützt.
Man kann die Zusatzleiter 26 bzw. die Kompensalionsmagnete
36 auch an anderen Stellen oder in anderer Lage im Magnetjoch unterbringen. Wichtig ist in
jedem Falle, daß das von den Zusatzleitern bzw. den Kompensationsmagneten aufgebaute Magnetfeld noch
nach dem Abschalten der Bremse wirksam ist und ausreicht, den in den Magnetjochen verbliebenen Remanenzfluß
zu kompensieren.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Eisenbahnrangieraniage mit mehreren Wirbelstromgleisbremsen,
in denen die magnetischen Flüsse zum Bremsen beider Räder der Radsätze von
Schienenfahrzeugen in je einem oberseitig offenen U-förmigen Magnetjoch erzeugt werden, zwischen
dessen Schenkeln das betreffende Rad auf einer eingesetzten, gesonderten Fahrschiene rollt, unterhalb
deren Lauffläche beiderseits mehrere isolierte elektrische Leiter für den Erregerstrom der Bremse
zwischen der Fahrschiene und den Schenkeln des Magnetjoches eingelegt sind, die über die in das jeweils
andere Magnetjoch der Gleisbremse eingcleg- '5
ten Leiter so in Reihe geschaltet sind, daß sie vom Speisestrom in gleicher Richtung durchflossen werden,
wobei die für die Bremse vorgesehenen Schaltkontakte die Zuleitungen von einer aus einem
Wechselstromnetz gespeisten Gleichstromquelle zu den eingelegten Leitern unmittelbar ein- bzw. ausschalten
und dieselbe Gleichstromquelle für mehrere Gleisbremsen gemeinsam vorgesehen ist, nach
Patent 1297 126, dadurch gekennzeichnet, daß für jede Wirbelstromgleisbremse Einrichtungen
(26 in F i g. 1 und 2, 36 in F i g. 3 und 4) zur Kompensation des nach dem Abschalten der Bremse
in den Magnetjoch verbliebenen Remanenzflusses vorgesehen sind.
2. Eisenbahnrangieranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur- Kompensation des
Remanenzflusses zusätzlich zu den für die Erzeugung des Magnetflusses zum Abbremsen der Fahrzeugräder
(17 in F i g. 1 und 2) benötigten elektrischen Leitern (16) in gleicher Weise verlegte Zusatzleiter
(26) vorgesehen sind, die mindestens nach dem Abschalten der Bremse mindestens kurzzeitig
an eine Gleichstromquelle anschaltbar sind.
3. Eisenbahnrangieranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils rechts und links
der Fahrschiene (12 in Fig.3 und 4) angeordnete Kompensationsmagnete (36) vorgesehen sind, die
paarweise magnetisch in Reihe geschaltet sind, deren Magnetfelder dem Magnetfluß der elektrischen
Leiter (16) entgegengerichtet sind und die zur Kornpensation des in den Magnetjochen verbliebenen
Remanenzflusses dienen.
4. Eisenbahnrangieranlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kompensationsmagnete
(36) etwa in Höhe der Mitte der Schenkel (10, 11) der Magnetjoche angeordnet sind.
5. Eisenbahnrangieranlage nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kompensationsmagnete (36) als Dauermagnete oder/und bedarfsweise
anschaltbare Elektromagnete ausgebildet sind.
6. Eisenbahnrangieranlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die bedarfsweise Anschaltung
der Elektromagnete in Abhängigkeit von der jeweils eingestellten Bremskraft der Bremse erfolgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702003807 DE2003807C3 (de) | 1966-03-23 | 1970-01-28 | Eisenbahnrangieranlage mit mehreren Wirbelstromgleisbremsen |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1966S0102695 DE1297126B (de) | 1966-03-23 | 1966-03-23 | Eisenbahnrangieranlage mit mehreren Wirbelstromgleisbremsen |
| DE19702003807 DE2003807C3 (de) | 1966-03-23 | 1970-01-28 | Eisenbahnrangieranlage mit mehreren Wirbelstromgleisbremsen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2003807A1 DE2003807A1 (de) | 1971-08-12 |
| DE2003807B2 DE2003807B2 (de) | 1975-04-30 |
| DE2003807C3 true DE2003807C3 (de) | 1976-01-02 |
Family
ID=25758552
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19702003807 Expired DE2003807C3 (de) | 1966-03-23 | 1970-01-28 | Eisenbahnrangieranlage mit mehreren Wirbelstromgleisbremsen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2003807C3 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4143283C2 (de) * | 1991-12-30 | 1998-09-10 | Deutsche Bahn Ag | Einrichtung zur Magnetkreisanpassung bei elektrodynamischen Gleisbremsen |
-
1970
- 1970-01-28 DE DE19702003807 patent/DE2003807C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE2003807B2 (de) | 1975-04-30 |
| DE2003807A1 (de) | 1971-08-12 |
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|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
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