DE2004107B2 - Deckelplatte aus stahl zum verschliessen einer im sockelabschnitt eines lichtmastes aus stahlrohr angeordneten montageoeffnung - Google Patents
Deckelplatte aus stahl zum verschliessen einer im sockelabschnitt eines lichtmastes aus stahlrohr angeordneten montageoeffnungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine zum Verschließen einer im Sockelabschnitt eines Lichtmastes aus Stahlrohr angeordneten, etwa rechteckigen Montageöffnung vorgesehene Deckelplatte aus Stahl, die seitlich auf Stützflächen der Öffnungsränder aufliegt und an einem Endabschnitt mindestens eine hinter den Öffnungsrand einsteckbare Zunge und nahe dem anderen Ende eine an der Innenseite befestigte Verriegelung trägt, die eine etwa radial zum Rohr in einer Büchse der Deckelrückseite gelagerte Spannschraube aufweist, mittels welcher ein gegen Drehung gesperrter, mit Gewindebohrung versehener Klemmbügel gegen die Rohrinnenseite verspannbar ist.
Eine mit Mitteln zur Verriegelung versehene Deckelplatte für die Montageöffnung eines Lichtmastes im Sinne der vorgenannten Gattung zeigt die belgische Patentschrift 547 303. Bei dieser bekannten Deckelplatte weist die Verriegelung eine Spannschraube auf, die in einer zylindrischen Büchse gelagert und darin mit einem Bund abgestützt ist. Die Büchse ist von einem hufeisenartig gekrümmten Sperrkörper umschlossen. Der Klemmbügel ist U-förmig ausgebildet und unter brückenartiger Anordnung mit einem Stützschenkel auf der Deckelrückseite, mit dem anderen Stützschenkel auf der Innenseite des Sockelabschnittes des Lichtmastes oberhalb der Montageöffnung abgestützt. Nachteilig ist bei dieser Verriegelung, daß die Spannschraube in unsymmetrischer Art in dem Rücken des Klemmbügels gelagert ist und daß der untere Stützschenkel dieses Klemmbügels in dem hufeisenartig gekrümmten Sperrkörper in erheblichem Abstand von der zylindrischen Büchse für die Spannschraube gegen Seitenverschwenkung abgestützt ist. Die Verriegelung dieser Art neigt zum Verkanten und Verklemmen sowie zu solchen Verbiegungen, die bald zu Störungen beim Öffnen und auch beim Verschließen führen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die der Montageöffnung zugeordnete Deckelplatte mit einer besonders einfachen, dabei aber funktionssicheren Verriegelung auszurüsten.
Die Deckelplatte einschließlich Verriegelung gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß auf der Deckelrückseite ein etwa ovaler, napfartiger Führungskörper befestigt ist, der die Lagerbüchse für die Spannschraube und zugleich die Sperre gegen Verdrehung für einen rinnenförmigen Klemmzungenbügel bildet, der zu beiden Seiten des Führungskörpers je eine federnd ausgebildete Klemmzunge aufweist, daß der Führungskörper bezüglich seiner langen Achse quer zur Mastlängsachse angeordnet ist und da an seinen zueinander parallelen oberen und unteren Wandabschnitten der Klemmzungenbügel geführt ist.
Bei der vorstehend gekennzeichneten Deckelplatte besitzt die Verriegelung einen Klemmzungenbügel, der die Form eines Rinnenprofilabschnittes hat und entgegengesetzt zueinander schwingenartig nach außen gerichtete stabile Klemmzungen aufweist. Durch den napfartigen Führungskörper ist das obere Ende der Deckelplatte in Querrichtung stabilisiert. Ein solcher annähernd ovaler Führungskörper ist besonders verformungssteif und bildet gute Führungs- und Stützflächen für den Klemmzungenbügel. Dieser Klemmzungenbügel kann im Falle einer einseitigen Beschädigung um 180° geschwenkt werden, so daß die zunächst untere Zunge in die obere Lage gelangt und dadurch bis zur Erneuerung dieses Bügels immerhin noch das Verschließen der Montageöffnung erlaubt.
Bei dem Klemmzungenbügel der Deckelplatte gemäß der Erfindung arbeiten die beiden entgegengesetzt zueinander gerichteten Klemmzungen als federnde Sicherungselemente, wodurch die Spannschraube derart unter Spannung gehalten wird, daß sie sich unter normalen Verhältnissen nicht selbsttätig lösen kann. Bei der federnden Eigenschaft des Klemmzungenbügels tritt im Falle einer Vereisung sofort ein Absprengen störender Eisschichten auf.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß der Klemmzungenbügel bezüglich seiner vertikalen Querschnittsfläche symmetrisch ausgebildet ist.
In der Zeichnung ist der mit der Montageöffnung versehene Sockelabschnitt eines Lichtmastes aus Stahlrohr einschließlich Deckelplatte und Verriegelung veranschaulicht.
Fig. 1, 2 und 3 zeigen den mit der Montageöffnung versehenen Sockelabschnitt des Lichtmastes einschließlich Deckelplatte und Verriegelung in vertikalem Längsschnitt bei verschiedenen Stellungen der Deckelplatte und der Verriegelung;
Fig. 4 zeigt den Sockelabschnitt gemäß Fig. 1 in Vorderansicht,
Fig. 5 ist ein Querschnitt gemäß Linie V-V der Fig. 4,
Fig. 6 ist ein vertikaler Längsschnitt durch die Verriegelung gemäß Linie VI-VI der Fig. 4,
Fig. 7 ist ein Schnitt nach Linie VII-VII der Fig. 6.
Bei Lichtmasten aus Stahlrohr ist es üblich, im Sockelabschnitt eine Montageöffnung 1 vorzusehen, die in Richtung der Längsachse des Mastes langgestreckt und meistens etwa rechteckig geformt ist. Hinter der Montageöffnung befinden sich innerhalb des Mastes in der Zeichnung nicht dargestellte Klemmenkästen für die Verbindung der Leitungen.
Zum Verschließen der Montageöffnung 1 dient eine deren Form angepaßte gewölbte Deckelplatte 2. Diese Deckelplatte ist seitlich auf Stützflächen der Öffnungsränder aufgelegt. Die Deckelplatte trägt an einem Ende entweder zwei Steckzungen 3 oder eine einzige mittlere Steckzunge.
Auf der Rückseite der Deckelplatte ist in der Nähe des anderen Endes eine Verriegelung angebracht, die einen Führungskörper 4, einen Klemmzungenbügel 5 und eine Spannschraube 6 aufweist.
Der Führungskörper 4 besitzt eine etwa ovale, napfartige Form. Die Tiefe des Napfes entspricht etwa dem vertikalen Abstand der oberen und unteren, parallel zueinander gerichteten Wandabschnitte 7 und 8. Die quer zur Mastlängsachse gemessene Breite b des Führungskörpers ist etwa doppelt so groß wie die bereits vorerwähnte Höhe h. Der napfartige Führungskörper ist auf der Rückseite der Deckelplatte aufgeschweißt. In der Wandung der Deckelplatte ist ein der Querschnittsform des Napfes entsprechendes großes Loch 9 vorgesehen, welches den Zugang zum Schraubenkopf der Spannschraube 6 ermöglicht.
Diese ovale Form des Führungskörpers versteift das mit der Verriegelung ausgerüstete Ende der Deckelplatte. Die Wandabschnitte 7 und 8 bilden Stütz- und Führungsflächen für die beiden Schenkel 11 des rinnenförmigen Klemmzungenbügels 5, der damit undrehbar ist, jedoch in ausreichendem Maße axial zur Spannschraube 6 verschoben werden kann. Der Klemmzungenbügel ist symmetrisch zum Führungskörper und zur Spannschraube mit zwei schwingenartig entgegengesetzt gerichteten Klemmzungen 10 einerseits auf der Rückseite der Deckelplatte, andererseits auf der Rückseite der Rohrwand des Sockelabschnittes des Mastes abgestützt. Die beiden Klemmzungen sind im Sinne von Federn leicht vorwärtsgebogen. Die federnde Verspannung überträgt sich in das Gewinde der Spannschraube und sichert letztere in der Spannstellung.
An den Längsseiten der Montageöffnung 1 können in manchen Fällen in der aus Fig. 1 angedeuteten Weise zusätzliche Stützflächen 12 vorgesehen sein.
Das Ein- und Ausbauen der Deckelplatte bzw. die Handhabung der Verriegelung ergibt sich aus den Fig. 1 bis 3. In Fig. 1 ist der geschlossene Zustand veranschaulicht. Die Deckelplatte liegt an dem Öffnungsrand auf seitlichen Stützflächen der Montageöffnung bzw. zusätzlichen Stützflächen 12 auf. Die Steckzunge 3 hintergreift den unteren Rand der Montageöffnung 1. Der Klemmzungenbügel 5 stützt sich mit der oberen Klemmzunge an der Innenseite der Wand des Sockelabschnittes des Mastes und mit der unteren Klemmzunge an der Deckelrückseite ab.
Fig. 2 zeigt den Zustand nach dem Lösen der Spannschraube 6. Zunächst entsteht zwischen dem oberen Rand der Deckelplatte und der oberen Klemmzunge 10 des Klemmzungenbügels 5 ein Spalt, so daß die Deckelplatte nach außen um ein begrenztes Maß abgezogen werden kann. Das vollständige Abheben der Deckelplatte erfordert nun ein Hochschieben der Deckelplatte um das Maß x. Erst nach dem Herausschwenken der Steckzunge 3 in eine der Fig. 3 entsprechende Stellung kann die Deckelplatte nach unten entfernt werden.
Der Einbau der Deckelplatte erfolgt in der umgekehrten Reihenfolge, d.h., es muß erst das obere Ende der Deckelplatte in die Öffnung eingesetzt werden, derart, daß sich der Öffnungsrand auf dem oberen Wandabschnitt 7 des Führungskörpers 4 vorübergehend abstützt.
Die Ausbildung des Klemmzungenbügels 4 ist weitestgehend symmetrisch, so daß die Möglichkeit besteht, den Klemmzungenbügel auf dem Führungskörper um 180° geschwenkt aufzusetzen.
Claims (2)
1. Zum Verschließen einer im Sockelabschnitt eines Lichtmastes aus Stahlrohr angeordneten, etwa rechteckigen Montageöffnung vorgesehene Deckelplatte aus Stahl, die seitlich auf Stützflächen der Öffnungsränder aufliegt und an einem Endabschnitt mindestens eine hinter den Öffnungsrand einsteckbare Zunge und nahe dem anderen Ende eine an der Innenseite befestigte Verriegelung trägt, die eine etwa radial zum Rohr in einer Büchse der Deckelrückseite gelagerte Spannschraube aufweist, mittels welcher ein gegen Drehung gesperrter, mit Gewindebohrung versehener Klemmbügel gegen die Rohrinnenseite verspannbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Deckelrückseite ein etwa ovaler, napfartiger Führungskörper (4) befestigt ist, der die Lagerbüchse für die Spannschraube (6) und zugleich die Sperre gegen Verdrehung für einen rinnenförmigen Klemmzungenbügel (5) bildet, der zu beiden Seiten des Führungskörpers (4) je eine federnd ausgebildete Klemmzunge (10) aufweist, daß der Führungskörper (4) bezüglich seiner langen Achse quer zur Mastlängsachse angeordnet ist und da an seinen zueinander parallelen oberen und unteren Wandabschnitten (7 und 8) der Klemmzungenbügel (5) geführt ist.
2. Deckelplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmzungenbügel (5) bezüglich seiner vertikalen Querschnittsfläche symmetrisch ausgebildet ist.
Priority Applications (4)
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