DE2004182B2 - Röntgenuntersuchungsgerät - Google Patents

Röntgenuntersuchungsgerät

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DE2004182B2
DE2004182B2 DE2004182A DE2004182A DE2004182B2 DE 2004182 B2 DE2004182 B2 DE 2004182B2 DE 2004182 A DE2004182 A DE 2004182A DE 2004182 A DE2004182 A DE 2004182A DE 2004182 B2 DE2004182 B2 DE 2004182B2
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Alfred Hahn
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Description

Die gffJndunf bezieht sich auf ein Röntgenuntersuchungsgerät, mit einem steh for die fernsteuerbare Dre hung des Patienten um seine Längsachse wenigstens annähernd über die ganze Lange der Patientenlagerstatt erstreckenden, Ober Walzen quer zur Patientenlagerstatt bewegbaren Rolltuch sowie mit beidseitig s unmittelbar oberhalb der Ebene der Patientenlagerungsplatte parallel zu den beiden Längskanten der Lagerstatt angetriebenen Begrenzungswalzen, mit einer Umfangsgeschwindigkeit nahezu gleich der Geschwindigkeit des Rolltuches und einem Drehsinn derart, daß die Bewegungsrichtung der Begrerzungswal- zen auf ihrer der Patientenlagerstatt zugewandten Seite gegensinnig zu der Bewegungsrichtung des Rolltuchs ist
Ein solches Röntgenuntersuchungsgerät, bei dem ein \j endloses Rolltuch über zwei angetriebene Walzen um die Patientenlagerungsplatte herumgeführt ist, ist durch die DT-OS 1466 914 bekannt Bei diesem Röntgenuntersuchungsgerät stört aber das unterhalb der Patientenlagerungsplatte verlaufende Roü^jrrirumm bei allen Untersuchungen mit Obertischröhre, weil damit ein größerer Objekt-Bildschicht-Abstand und infolgedessen auch eine größere Bildunschärfe verbunden ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Röntgenuntersuchungsgerät zu konstruieren, bei dem der Patient zwar ferngesteuert um seine Längsachse gedreht werden kann, bei dem aber der Objekt-BiIdschicht-Abstand bei Geräten mit Obertischröhre gegenüber dem bekannten Röntgenuntersuchungsgerät noch weiter vermindert werden kann.
Bei der Suche nach einer geeigneten Lösung ergab es sich, daß der Patient beim Aufwickeln eines endlichen Rolltuches auf den beiden Begrenzungswalzen je nach Wickeirichtung entweder gar nicht gedreht werden könnte oder bei entgegengesetzter Wickelrichtung
von dem Rolltuch auf dessen Zug&eite je nach Zugspannung unterschiedlich stark hochgezogen werden würde. Mit einer solchen Konstruktion ließe sich keine definierte Lage des Patienten erreichen. Darüber hinaus würde sie auch noch den Abstand zur Bildschicht und die damit zusammenhängende Bildschärfe in Abhängigkeit von der Zugspannung des Rolltuches vergrößern. Ferner ergab es sich, daß das Aufwickeln des Rolltuches auf seitlich der Patientenlagerstatt vorzusehenden Walzen zu anderen Nachteilen führen würde. Da der Durchmesser von seitlich der Patientenlagerstatt angeordneten Walzen stark beschränkt werden müßte, würde »ich der Wickeldurchmesser dieser Walzen beim Auf- und Abwickem des Rolltuches merklich ändern. Das Rolltuch müßte daher bei kleinem Wickeldurch messer über die Tischkante gezogen werden. Da der Reibungskoeffizient des Rolltuches, um ein entsprechendes Drehmoment auf den Patienten übertragen zu können, aber relativ groß gewählt werden muß, würde diese Konstruktion zu erheblichen Verschleißerschei nungen an dem ohnehin aus Gründen der Strahlen durchlässigkeit so dünn wie möglich ausgeführten Rolltuch führen. Um all diese Mängel zu vermeiden, hat daher erfindungsgemäß das Rolltuch bei einem Röntgenuntersuchungsgerät der eingangs genannten Art
eine endliehe Unge und ist auf den beiden Begrenzungswalzen aufgewickelt, sind Umlenkwalzen unmittelbar neben und parallel zu den Begrenzungswalzen zur Führung und Spannung des Rotttuches vorgesehen und tangieren diese Umlenkwalzen für die Halterung
6$ und Führung des Rolltuehes in der Ebene der Patien» tenfagemngsplatte in etwa die Ebene der das Rolltuch unterstützenden Patientenlagerungtplatte mit ihrem unteren Umfang, Durch diese Konstruktion ist der
Raum unmittelbar unterhalb der Patientenlagerungsplatte fur die Anbringung einer Flachblende oder einer Bildverstärker-Fernseheinrichtung frei gehalten worden, ohne daß hinsichtlich der Dreheigenschaften, der Lebensdauer des Rolltuches und der definierten Lage s des Patienten Nachteile in Kauf genommen werden mußten.
Die Ein- und Auslagerung insbesondere von bettlägerigen Patienten wird erleichtert, wenn in vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung längs wenigstens einer der beiden Längsseiten der Patientenlagerstatt eine Seitenwalze angeordnet ist, die mit ihrem Umfang bis etwa in die Ebene der Lagerungsplatte aufragt, die Begrenzungswalze eben dieser Seite der Patientenlagerstatt um mindestens eine in etwa seitlich der Patientenlagerstatt gelegene, zu ihrer Längsachse parallele Schwenkachse an Schwenkhebeln von der Patientenlagerstatt weg nach außen und unten schwenkbar gelagert ist, zur Halterung der Achse der Umlenkwalze eben dieser Seite zwei mit der Achse der Seitenwalze starr verbundene seitliche Schwenkhebel und zur Halterung der Achse der Begrenzungswalze zwei mit der Achse der Umlenkwalze starr verbundene weitere seitliche Schwenkhebel sowie Anschläge zur Begrenzung der Schwenkbewegungen der einzelnen Schwenkhebel vorhanden sind, die die Begrenzungswalze im von der Lagerungsebene weggesohwenkten Zustand direkt neben der Seitenwalze und im herangeschwenkten Zustand direkt über der Lagerungsebene festhalten. Bettlägerige Patienten können so auf dem Krankenwagen angefahren und seitlich auf die heruntergeklappte angetriebene Begrenzungswalze geschoben werden. Beim Betätigen des Rolltuches werden sie dann selbsttätig auf die Patientenlagerungsplatte gezogen.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der Figuren an zwei Ausführungsbeispielen erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine schaubildliche Darstellung einer auf dem Kippgestell eines Röntgenuntersuchungsgerätes montierten Rolltuchanordnung,
F i g. 2 eine schematische Darstellung einer besonders zweckmäßigen Rolltuchführung.
Die F i g. 1 zeigt einen auf einem Fußgestell 1 um eine horizontale Achse 2 kippbaren Rahmen 3 eines sonst nicht weiter dargestellten Röntgenuntersuchungsgerätes. An diesem Rahmen sind U-Schienen 4, 5 angebracht, längs denen eine Patientenlagerungsplatte 6 längsverschieblich gelagert ist. Über der Patientenlagerungsplatte ist ein Rolltuch 7 geführt und beidseitig auf parallel zu den Längsseiten der Patientenlagerungsplatte angeordneten Begrenzungswalzen 8,9 aufgewikkelt. Damit der Patient beim Anpressen an eine der Begrenzungswalzen angehoben und gedreht werden kann, muß das Rolltuch erst unter der Begrenzungswalze durch, um eine parallel zur Begrenzungswalze geiagerte Umlenkwalze 10, 11 geführt sein und dann von unten her um die Begrenzungswalze gewickelt und auf dieser befestigt werden. Die Begrenzungs- und Umlenkwalzen sind zur besseren Ein- und Auslagerung des Patienten um eine parallele, etwa in Höhe der Längs· seite der Patientenlagerungsplatte 6 angeordnete Seitenwalze 12,13 wegschwenkbar gelagert Am Fußende der Patientenlagerungsplatte 6 ist eine Fußbank 14 befestigt. Auf der Fußbank ist ein synchron mit dem Rolltuch angetriebener Drehteller 15 angeordnet Die Zwischenräume zwischen den einzelnen Walzen 8 bis 13 sind mit einer Schutzkappe 16,17 versehen, die verhindert, daß man sich die Finger und Haare zwischen den Walzen einklemmen kann.
In der F i g. 2 ist die Tuchführung im einzelnen schematisch dargestellt. Das Rolltuch 7 ist unter der Begrenzungswalze 8 durchgezogen, um die vom Patienten her gesehen hinter der Begrenzungswalze gelegene Umlenkwalze 10 geführt und von unten her auf die Begrenzungswalze aufgewickelt. Die Umlenkwalze ermöglicht es, das Rolltuch 7 in gespanntem Zustand eben über der Patientenlagerungsplatte 6 zu führen und trotzdem den Drehsinn der Begrenzungswalze so zu wählen, daß die an die Begrenzungswalze angedrückte Patientenseite hochgehoben wird.
Die Seitenwalzen 12, 13 sind beide über je eben am Kopf- und Fußende der Pa*::ntenlagerungsplatte 6 angeordneten starren Träger Ϊ8 parallel zu den Längskanten der Patientenlagerungsplatte gelagert. Die Achse 19 der Seitenwalze ist um die Tiäger 18 drehbar gelagert und an ihren beiden Enden mit zwei Schwenkhebeln 20 starr verbunden. Die Seitenwalze 12 selbst ist auf ihrer Achse 19 über Kugellager frei drehbar gelagert. An den beiden Schwenkhebeln 20 ist die Achse 21 für die Umlenkwalze 10 gelagert, die wiederum an ihren beiden Enden mit weiteren Schwenkhebeln 22 für die Begrenzungswalze 8 starr verbunden ist Auch die Umlenkwalze 10 ist über Kugellager auf ihrer Achse 21 frei drehbar gelagert. Die Begrenzungswalze 8 ist mit einem elektromotorischen Antrieb versehen und über Kettenräder (nicht dargestellt) mit der anderen Begrenzungswalze 9 und mit dem Drehteller 15 auf der Fußbank 14 gekuppelt. Um die Ketten auch bei den Schwenkbewegungen der Begrenzungswalzen und der Umlenkwalzen gespannt zu halten, ist die Kette über auf den Achsen der Umlenkwalzen und Seitenwalzen frei drehbar gelagerten Kettenräder geführt.
Zur Begrenzung der Schwenkbewegung der Begrenzungswalze und der Umlenkwalze sind am Fußbankrahmen Anschläge 23,24,25,26 für die entsprechenden Schwenkhebel vorgesehen. Sie sind in der F i g. 2 schematisch dargestellt, wobei die ausgeschwenkte Stellung der Umlenkwalze und Begrenzungswalze gestrichelt dargestellt ist. Die Seitenwalzen werden in diesem Ausführungsbeispiel nur bei ausgeschwenkter Umlenk- und Begrenzungswalze benötigt, um das Rolltuch um die jeweilige Längskante der Patientenlagerungsplatte herumzuführen. An der Längsseite der Patientenlagerungsplatte, an der keine Patienten aus- bzw. eingelagert werden und bei der folglich die Begrenzungswalze nicht weggeklappt zu werden braucht, kann die Seitenwalze entfallen.
Durc!. diese Art der Rolltuchführung ist es möglich geworden, das Rolltuch mit seinen vielfältigen Vorzügen betreffend der Patientenlagerung auch bei Geräten mit Obertischröhren ohne jede Beeinträchtigung der Bildqualität einzusetzen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Röntgenuntersuchungsgerät mit einem sich für die fernsteuerbare Drehung des Patienten um seine Üngsachse wenigstens annähernd ober die ganze I^änge der Patientenlagerstatt erstreckenden, über Waken quer zur Patientenlagerstatt bewegbaren Rolltuch sowie mit beidseitig unmittelbar oberhalb der Ebene der Patientenlagerungsplatte parallel zu den beiden Ungskanten der Lagerstatt angetriebenen Begrenzungswalzen, mit einer Umfangsgeschwindigkeit nahezu gleich der Geschwindigkeit des Rolltuches und einem Drehsinn derart, daß die Bewegungsrichtung der Begrenzungswalzen auf ihrer der Patientenlagerstatt zugewandten Seite gegensinnig zu der Bewegungsrichtung des Rolltuches ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Rolltuch (7) eine endliche Länge hat, auf den beiden Begrenzungswalzen (8,9) aufgewickelt ist, Umlenkwalzen (110, Hi unmittelbar neben und parallel zu den Bcgrenzungswalzen zur Führung und Spannung des Rolhuches in der Ebene der Patientenlagerungsplatte die Umlenkwalzen die Ebene der das Rolltuch unterstützenden Patientenlagerungsplatte (6) mit ihrem unteren Umfang in etwa tangieren.
2. Röntgenuntersuchungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß längs wenigstens einer der beiden Längsseiten der Patientenlagerstatt eine Seitenwalze (12, 13) angeordnet ist, die mit ihrem UmUng bis etwa in die Ebene der Patientenlagerungsplatte aufragt, die Begrenzungswalze (8, 9) eben dieser Seite der Paiientenlagerstatt zur Ein- oder Auslagerung von Pa enten um mindestens eine in etwa seitlich der Patientenlagerstatt gelegene, zu ihrer Längsachse parallele Schwenkachse (19) an Schwenkhebel (20,22) von der Patientenlagerstatt weg nach außen und unten schwenkbar gelagert ist, zur Halterung der Achse der Umlenkwalze (10) eben dieser Seite zwei mit der Achse (19) der Seitenwalze (12) starr verbundene seitliche Schwenkhebel (20) und zur Halterung der Achse der Begrenzungswalze (8) zwei mit der Achse (21) der Umlenkwalze (10) starr verbundene weitere Seitliche Schwenkhebel (22) sowie Anschläge (23 bis 26) und zur Begrenzung der Schwenkbewegungen der einzelnen Schwenkhebel (20, 22) vorhanden »ind, die die Begrenzungswalzen im von der Lagerungsebene weggeschwenkten Zustand direkt neben der Seitenwalze (12) und im herangeschwenkten Zustand direkt über der Lagerungsebene festhalten.
3. Röntgenuntersuchungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spalten zwischen Hen einzelnen Walzen (8 bis 13) durch Schutzkappen (16,17) verdeckt sind.
4. Röntgenuntersuchungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Drehfeder zum Sparmen des Rölltuches verwendet ist, die in den Antriebswög zitier der Begrenzungswateen (8, 9), auf denen das Rolltuch (7) aufgewickelt ist, eingebaut ist
DE2004182A 1970-01-30 1970-01-30 Röntgenuntersuchungsgerät Expired DE2004182C3 (de)

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