DE2004385A1 - Hammerbrecher fur heißes Gut - Google Patents
Hammerbrecher fur heißes GutInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Hammerbrecher für heißes Gut, insbesondere einen Brecher für heißen Zementklinker, der vorzugsweise zwischen zwei Kühlerstufen angeordnet ist, mit von einer Welle getragenen, die Hämmer haltenden Scheiben, in den von einem Wellenende her Kühlluft eingeführt wird, wie dies für einen Prallbrecher in der deutschen Auslegeschrift 1 158 894 erwähnt wird, ohne daß ersichtlich wäre, wie die dort beabsichtigte Kühlung der Hämmer konstruktiv ermöglicht wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen solchen Hammerbrecher zu schaffen, bei dem in erster Linie die Welle des Brechers und die mit der Welle verbundenen Teile gekühlt werden.
Die erfindungsgemäße Lösung besteht darin, daß die Scheiben zur Bildung eines Kühlluftkanals miteinander verbunden sind, der mindestens am einen Ende mit der Kühlluftquelle verbunden ist und in Abstand von diesem Ende eine oder mehrere Luftaustrittsöffnungen aufweist.
Diese Ausführung hat den Vorteil, daß die Kühlluft zunächst den Wellenbereich durchströmt und damit in erster Linie die Welle kühlt. Danach dringt sie durch die Luftaustrittsöffnungen in den unmittelbar der Wärmeeinwirkung ausgesetzten Bereich der Scheiben und der Hämmer ein und setzt dort die Temperatur herab.
Die Scheiben können miteinander zu einem einstückigen Hohlkörper verbunden sein. Vorteilhafter ist eine Ausführungsform, bei der die einzelnen Scheiben durch Hülsen, die die Welle mit Abstand umgeben, miteinander verbunden sind und axiale Luftdurchtrittsöffnungen aufweisen. Das bedeutet mit anderen Worten, daß die Scheiben, wie bekannt, auf der Welle sitzen, von ihr zentriert sind und daß ihnen gegebenenfalls auch von der Welle her das erforderliche Drehmoment übertragen wird, daß aber um die Welle herum ein Kanal gebildet ist, der von der Kühlluft durchströmt wird und damit einen Schutzmantel für die Welle bildet. Die in den Scheiben vorgesehenen axialen Luftdurchtrittsöffnungen sichern nicht nur die Kontinuität des Kühlluftkanals in axialer
Richtung, sondern vermindern auch den radialen Wärmestrom durch die Scheiben zur Welle hin.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann eine Vielzahl von Luftaustrittsöffnungen über die gesamte Brecherlänge vorgesehen sein, was den Vorteil hat, daß die Kühlluft-Wolke gleichmäßig in den Scheiben- und Hammerbereich eintritt. Das schließt nicht aus, daß nach einem weiteren Merkmal der Erfindung wenigstens ein Teil der Luftaustrittsöffnungen derart angeordnet ist, daß die ausströmende Luft die Hammerlager kühlt. Vorzugsweise sind dabei die bzw. einige Öffnungen so angeordnet, daß die ausströmende Kühlluft unmittelbar die Hammerlager trifft oder an ihnen vorbeistreicht.
Die Kühlluftquelle kann nach der Erfindung eines der ohnehin vorhandenen Klinkerkühlluftgebläse sein. Selbstverständlich kann statt dessen aber auch ein gesondertes Gebläse vorgesehen werden, was beispielsweise dann zu empfehlen ist, wenn die Pressung der Klinkerkühlluftgebläse für die Kühlung des Brechers unzureichend ist.
Die Hülsen, die eine mittlere Welle zur Bildung des Kühlluftkanals umgeben und die einzelnen Scheiben miteinander verbinden, können so steif ausgeführt werden, daß sie nicht nur die Aufgabe der Begrenzung des Kühlluftkanals erfüllen, sondern auch noch eine aussteifende Wirkung haben. Die aus Welle, Scheiben und Hülsen zusammengesetzte Konstruktion besitzt dann ein sehr großes Widerstandsmoment, was gerade unter den schweren Bedingungen des heißen Brecherbetriebs von großer Bedeutung ist,
wobei das Merkmal hinzutritt, daß man die Hülsen aus einem anderen, wärmebeständigeren Material herstellen kann als die Welle, für die wieder andere konstruktive Gesichtspunkte gültig sind. Die Hülsen können einstückig mit je einer oder mehreren Scheiben angefertigt sein, sind aber vorzugsweise gesonderte Teile, die mit den Scheiben verspannt sind. Man kann zwar jede Hülse einzeln mit jeder Scheibe fest verbinden; vorteilhafter ist aber eine Ausführung, bei der sämtliche Scheiben und Hülsen in axialer Richtung von den Enden her zusammengespannt sind. Die Gesamtkonstruktion läßt sich dabei so bemessen, daß die Hülsen unter der Biegebeanspruchung der Konstruktion ausschließlich auf Druck beansprucht werden, während die Zugbeanspruchung von der innenliegenden, eigentlichen Welle übernommen wird. Dies ergibt besonders günstige Verhältnisse für die Materialwahl. Wie weiter oben ausgeführt, kann jede Scheibe einzeln mit der innenliegenden, eigentlichen Welle drehfest zur Übertragung des Antriebsmoments verbunden sein; selbstverständlich kann aber eine entsprechende drehfeste Verbindung auch zwischen den Hülsen und den Scheiben vorgesehen sein, so daß das Antriebsmoment über die Hülsen übertragen wird.
Wenn im vorliegenden Zusammenhang von Scheiben gesprochen wird, so soll damit nicht gesagt sein, daß diese Teile auch außerhalb der den Kühlluftkanal bildenden Teile scheibenförmig in Erscheinung treten müssen. Die Scheiben können vielmehr reduziert sein zu einzelnen radialen Vorsprüngen an dem den Kühlluftkanal bildenden Hohlkörper, an denen die Hämmer gelagert sind.
Wenn einzelne, auf einer inneren Welle sitzende Scheiben außen durch Hülsen miteinander verbunden sind, braucht der Durchmesser dieser Scheiben mit Ausnahme der die Hammerlager bildenden Vorsprünge nicht größer zu sein als der Hülsendurchmesser.
Die Erfindung wird im folgenden näher unter Bezugnahme auf die Zeichnung erläutert, die ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel veranschaulicht. Sie zeigt in:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen Teil des Brechers und in
Fig. 2 einen Querschnitt durch die Brecherwelle mit Hämmern zwischen zwei Scheiben.
In dem gehäusefesten Lager 1 ist die Welle 2 gelagert, die mit dem Antriebsrad 3 außerhalb des Brecherinnenraums drehfest verbunden ist und durch die Wand 4 in den Brecherinnenraum eintritt. Zur Kühlung des Bereichs des Lagers 1 sitzt auf der Welle 2 auf der Brecherseite des Lagers 1 ein Gebläserad 5, das Kühlluft durch die Kanäle 6, 7 saugt und damit einen erheblichen Teil der aus dem Brecher in der Welle ausströmenden Wärme vor Erreichen des Lagers 1 abführt.
Die Lagerung der Welle 2 auf der anderen Brecherseite hat man sich ähnlich, jedoch normalerweise ohne Antriebsrad 3 und gegebenenfalls ohne Kühlvorrichtung 5 - 7 vorzustellen.
Im Innern des Brechers trägt die Welle 2 die Hämmer 8, und zwar vermittels eines über Naben 9, 10 auf der Welle 2 sitzenden Hohlkörpers 11, der Vorsprünge 12 zur Lagerung der Hammerbolzen 13
trägt. Die Naben 9, 10 sind mit dem Hohlkörper 11 über radiale Streben 14 verbunden, zwischen denen sich Luftdurchtrittsöffnungen 15 befinden. Die Naben 9, 10 sind mittels Paßfedern 16 drehfest mit der Welle 2 verbunden.
Die bekannten Scheiben sind in diesem Ausführungsbeispiel somit repräsentiert durch je eine Nabe, die Streben 14, einen Teil des Hohlkörpers 11 und die außerhalb der jeweiligen Nabe befindlichen Vorsprünge 12. Dabei sind aber einige bzw. alle Scheiben zu einem einheitlichen Hohlkörper zusammengefaßt. Gegebenenfalls kann dabei ganz oder teilweise auf die Abstützung der Vorsprünge 12 über Streben 14 und Naben 10 an der Welle 2 verzichtet werden.
Im Hohlkörper 11 sind Luftaustrittsöffnungen 17, 18 gebildet, wobei die Öffnungen 18 sich von den Öffnungen 17 dadurch unterscheiden, daß sie in unmittelbarer Nähe der Vorsprünge 12 münden, so daß die aus ihnen ausströmende Kühlluft die Hammerlager trifft oder an ihnen vorbeistreicht und dadurch kühlt. Die Öffnungen 17, 18 sind etwa gleichmäßig über die gesamte Länge des Rotors verteilt, so daß die ausströmende Kühlluft den Rotor mit einer Kühlluftwolke umgibt.
Die Luft wird dem Rotor von einem oder beiden Wellenenden her zugeführt, und zwar mittels einer Haube 20, die bei 21 direkt oder über eine weitere Leitung an eine Kühlluftquelle angeschlossen ist und im Bereich 22 als Verteilerring ausgebildet ist, der einerseits bei 23 gegenüber der Welle bzw. einem damit dicht verbundenen Teil und bei 24 gegenüber dem Hohlkörper 11
abgedichtet sein kann, jedoch nicht abgedichtet sein muß, da kühlender Luftaustritt an diesen Stellen auch erwünscht sein kann. Der Verteilerring steht unmittelbar mit den Durchlaßöffnungen 15 der Nabe 9 in Verbindung.
Wie ausgeführt wurde, können die einzelnen Scheiben auch gesondert hergestellt und auf die Welle 2 aufgebracht sein und untereinander durch gesonderte Hülsen verbunden sein. Die Anordnung gleicht dabei im wesentlichen der dargestellten mit Ausnahme der Tatsache, daß die Hülsen von den Scheiben getrennt sind, aber an diesen durch Zentrieransätze zentriert sind. Die axiale Verspannung der Scheiben und Hülsen kann etwa in der Form geschehen, wie dies auch in der Zeichnung bei 25 angedeutet ist.
Claims (6)
1. Hammerbrecher für heißes Gut, insbesondere Brecher für heißen Zementklinker, der vorzugsweise zwischen zwei Kühlerstufen angeordnet ist, mit von einer Welle getragenen, die Hämmer haltenden Scheiben, in den von einem Wellenende her Kühlluft von einer Kühlluftquelle eingeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheiben (9, 11, 12, 14) zur Bildung eines Kühlluftkanals miteinander verbunden sind, der mindestens an einem Ende mit der Kühlluftquelle verbunden ist und im Abstand von diesem Ende eine oder mehrere Luftaustrittsöffnungen (17, 18) aufweist.
2. Hammerbrecher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheiben einen einstückigen Hohlkörper bilden.
3. Hammerbrecher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Scheiben axiale Luftdurchtrittsöffnungen (15) aufweisen und durch gesonderte Hülsen, die die Welle mit Abstand umgeben, miteinander verbunden sind.
4. Hammerbrecher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vielzahl von Luftaustrittsöffnungen über die gesamte Brecherlänge vorgesehen ist.
5. Hammerbrecher nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Teil (18) der Luftaustrittsöffnungen derart angeordnet ist, daß die ausströmende Luft die Hammerlager kühlt.
6. Hammerbrecher nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Kühlluftkanal an ein Klinker-Kühlluftgebläse angeschlossen ist.
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