DE2004647A1 - Konservierungs bzw Desinfektion mittel - Google Patents

Konservierungs bzw Desinfektion mittel

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DE2004647A1
DE2004647A1 DE19702004647 DE2004647A DE2004647A1 DE 2004647 A1 DE2004647 A1 DE 2004647A1 DE 19702004647 DE19702004647 DE 19702004647 DE 2004647 A DE2004647 A DE 2004647A DE 2004647 A1 DE2004647 A1 DE 2004647A1
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Schulke & Mayr GmbH 2000 Hamburg
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    • A01N37/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a carbon atom having three bonds to hetero atoms with at the most two bonds to halogen, e.g. carboxylic acids
    • A01N37/18Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a carbon atom having three bonds to hetero atoms with at the most two bonds to halogen, e.g. carboxylic acids containing the group —CO—N<, e.g. carboxylic acid amides or imides; Thio analogues thereof
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Description

f.chülke St Mayr GmbH» (6722)
2000 Hamburg 63 Hamburg, den H, Pebruar 1970
Konservierungs bzw. Desinfektionsmittel
Die vorliegende Erfindung betrifft eine neue synergistische Kombination zur Verwendung in Konservierungsmitteln oder Desinfektionsmitteln auf Basis wäßriger Suspensionen um? Emulsionen unter Verwendung der an sich als bakteriostatisch, bakterizid oder fungizid wirksamen N-Oxymethylhalogenacetamide in Verbindung mit an sich nicht bakterizid wirksamen Substanzen O
Die desinfizierende oder konservierende Wirkung von N-Oxymethylhalogenacetamlden und Insbesondere von dem als MCA bezeichneten N-Oxyniethylehloracetamid ist an sich bekannt, Die Wirksamkeit dieser Verbindungen läßt sich nur durch Erhöhung der Konzentration steigern, was jedoch sowohl aus wirtschaftlichen Gründen als auch aus Gründen der Hautverträglichkeit oder Gesundheitsschädlichkeit nicht unbegrenzt möglich ist«
Überraschenderweise wurde nun festgestellt, daß durch einen Zusatz, und zwar in erheblich geringeren Mengen einer weiteren Komponente eine verstärkte konservierende oder desinfizierende Wirkung erreicht werden kann. Der
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BAD ORIGINAL
Mechanismus der Wirkungssteigerung selbst bei kl Zusätzen dieser zweiten Komponente ist noch nicht völlig geklärt« Jedoch wird angenommen, daß es sich hier Im wesentlichen um katalytische Vorgänge handelt.
Die Zusätze, die diesen Überraschenden syiiergistischen Effekt bewirken, sind in wäßriger LCsung dissoziierbare
Brom·» Jod- oder Nitratverbindungen und insbesondere Alkalijodide oder «nitrate bzw. Alfcyi. oder Aryl isothiocyanate. Insbesondere Phenyl-iso-thiocyanate
Demzufolge bezieht sich die vorliegende Erfindung auf die Verwendung einer synergistischen Kombination aus
a) N-Qxyalkylhalogenacetamiden und Insbesondere N~Oxymethyl
chloracetamid und ψ b) in wäßriger Lösung dissoziierbaren Brom-, Jod- oder
Nitratverbindungen, insbesondere AlkaliJoülden, bromiden
oder -nitraten, oder Alkyl- bzw. Aryl-is σ thiocyanates insbesondere Phenyl-iso-thiocyanat
als Desinfektions- oder Konservierungsmittel für wäßrige Suspensionen oder Emulsionen.
Die Verwendung dieser synergistischen Kombination aus den Komponenten a) und b) erfolgt vorzugsweise in einem
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Gewichtsverhältnis von 2 : 1 bis 2CO : I1, wobei die Gesamt wirkstoffkonzentration der Gebrauchelösung 0r0C5 bis 2,0 Ge w# beträgt ο
Überraschenderweise wurde auch festgestellt, daß die Verwendung dieser synergistischen Kombination mit anderen bekannten Konservierungs· und Desinfektionsmitteln und insbesondere mit den als Desinfektionsmitteln bekannten Hexahydrotriazinderivaten zu ausgezeichneten Ergebnissen führen.
Die N-Oxyalkylhalogenacetamide sind Verbindungen der allgemeinen Formel
H ~ CH - CO - NH ~ CHgGH
Hai
wobei der Rest R ein niederer Alkylrest und insbesondere Methyl ist und der Rest Hai Insbesondere Chlor bedeutet* Besonders geeignete Verbindungen sind außer dem N=Oxymethyl» ^ chloracetamid noch die N-Oxymethyl-Jod- und -bromacetamide.,
Die die synergistische Wirkungssteigerung hervorrufenden Zusätze sind einmal in wäßriger Lösung dissoziierbare Jod- bzwo Bromverbindungen, wie Metall ,Jod ide oder Metallbromide, wobei AlkallJjodide bzwo -bromide und insbesondere Kalljodid bzwο -bromid besonders geeignet sind» Außer Kaliumsalzen können noch Lithium·=, Natrium- oder Calciumsalze oder sndere
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wasserlösliche Halogenide verwendet v/erden.
Die ebenfalls die synergistische Wirkungssteigerung hervorrufenden Nitratverbindungen sind Ei*dalkali und Alkalinitrate und insbesondere Natriumnitrat sowie ferner Nitrate der Gruppe VIII des Periodensystems.
Die dritte synergistisch wirkende Gruppe von Verbindungen alnd Alkyl- oder Aryl-iso-thiocyanate, welche auch als Senföle bezeichnet werden« Aufler dem bevorzugt zu verwendenden Phenyl-iso-thiocyanat können noch Tolylsenföl und andere aromatische Senföle verwendet werden»
Die Wirkstoffkombination aus N-Oxyalkylhalogenacetamid bzw, N-Qxymethylchloracetamid und einem Jcdid, einem Nitrat oder einen Alkyl- bzw« Aryl-iso-thiocyanat kann noch durch andere DesInfektIons- oder Konservierungsmittel verstärkt werden, wobei insbesondere die als Desinfektionsmittel an sich bekannten Hexahydrotriazinderlvate besonders geeignet sind, wie beispielsweise Trisoxymethylhexahydrotriazin, Tris-2*-oxypropylhexahydrotrlazin» Trisoxyäthyloxyäthylhexahydrotriazin und dergleichen ο
Im folgenden soll die Erfindung anhand von Beispielen und Vergleichsversuchen näher erläutert werden.
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Beispiel 1
Es wurde eine Zusammensetzung aus MCA und einem Metall» jodld In einer 0,15 Jßigen Mischung mit Wasser in einem Mischungsverhältnis von 97 Gew# KCA und 3 Gew# KJ herge stellt, welches eine hervorragende desinfizierende Wirkung zeigte.
Beispiel 2
Es wurde analog Beispiel 1 eine 0,15 £ige Lösung einer Mischung aus 9? Gew£ MCA und 3 GewjG NaNO, hergestellt, die ebenfalls eine ausgezeichnete Wirkung als Desinfektionsmittel zeigte.
Beispiel 3
Bs wurde analog Beispiel 1 eine 0,15 £lge Mischung aus 75 Gew£ MCA und 25 Gew£ Phenylsenföl hergestellt, die hervorragende funzizide Eigenschaften besaß.
Beispiel 4
Es wurden analog Beispiel X 0,15 $ige Lösungen aus Hexahydrotriazin, MCA und Kaliumiodid bzw. Phenylsenföl mit der im einzelnen aufgeführten folgenden Zusammensetzung hergestellt:
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- 6 - IG B
A Beide Mischungen zeigten hervorragende .7ίί
MCA 46.875 % *1 Desinfektionsmittel. ,7 %
Hexahydrotrlazin 46,875 i> 41 Vergleichsversuch I ....
KJ 6,25 % ,6 %
Phenyleenföl Wirkungan als
Es wurde die Hemmung der Entwicklung von Asperglllu« niger und Penloillium glaucum an wäßrigen Suspensionen mit einem Gehalt an N-Oxymethylchloracetamid (MCA) und Kaliumjodid nach 7, 14 und 21 Tagen mit verschieden konzentrierten Lösungen einer Mischung aus 97 % MCA und 5 % KJ untersucht. Hierbei wurden die in der folgenden Tabelle 1 enthaltenen Werte ermittelt:
Tabelle 10 1 ag 14„ Tag 21. Tag
A, Mit PenicilHum glaucum KoI - - - 1 KoI
Konzentrat ο in Oewjt 7. T KoI - -
14 KoI + 4
0,15
0,1
0,05
Bo Mit Aspergillus
ni^er - 1
0,2
0,15
0,1
- 1
KoI
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Die obigen Werte zeigen deutlich, daß bereits geringe Mengen von 0,002 % KJ in wäßriger Lösung zu einer 0,2 $igen MCA - Lösung eins erhebliche Entwicklungshemmung beim Pilzbefall zeigen,.
ί-
Verftlelohsversuch II Es wurden in verschiedenen Wirkstoffkombinationen einmal >
die Gesamtlaufseit bestimmt, die bis zum vollständigen Befall einer entsprechend behandelten Probe gemessen werden konnte. Hierzu wurden Testkolben, die in entsprechend abgestufter Konzentration die Wirkstoffkombination in einer 1:25 verdünnten Bohrölemulsion enthielten, im Wasserband auf 25 bis 28°C erwärmt. Die Ansätze wurden täglich mit einer gebrauchten, stark bakterien« und pilzhalt igen Emulsion beimpft. Zusätzlich wurden Metallspäne und das Sediment aus einem Zentralversorgungssystem zur Belastung zugefügt. Um die Bedingungen der Praxis hinsieht- % Hch des Wechsels von aeroben und anaeroben Verhältnissen in der Emulsion nachzuahmen, wurden die Testkolben täglich etwa 7 bis 8 Stunden belüftet; nachts und Jeden 6. und 7, Tag befand sich die Emulsion in den Testkolben im Ruhestand, Die mikrobiologische Prüfung erfolgte durch Ausstreichen von Emulsionsproben nach verschiedenen Zeiten.
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Ίχι der Versuchsreihe Λ. bis A... wurden verscHiecietto Ki trat ionen von N* Oxymethylene oracetasnid (MCA) ülme jeden Zusatz untersuchte Xn der Versuchsreihe E, bis Iv wurden die synergistisch wirksamen Zusätze bei verschiedenen Konzentrationen an KCA und KJ f KBr4 NaNO-, unu PhenylsenfÖM (PhS) gemäss Erfindung untersucht,
In der Versuchsreihe Cj und Cg wurde ein Wirkstoffgemisch aus MCA mit einem an sich bekannten Desinfektionsmittel, nämlich mit einem Hexahydrotriezinderivat (HiO1) untersuchtt, welches dann in den Versuchsreihen C, und C^ einmal mit einem Zusatz von 0,01 % Kaliumiodid bzw„ 0,0? % Phenyl-iso» thioeyanat untersucht wurde« Die Werte sind in der folgenden Tabelle 2 aufgeführt:
Tabelle 2
b)Zusatz c) Zusatz Gesaratlauf-> Zelt bis zum
Versuch a)MCA I 17 zeit in Tgn Auftr„v»Fungl
Al 0,3-5 % ■= - KJ 63 27
0,J5 % ■" KJ 35 24
A5 O,i2556 - KBr - 33 7
Ajj ot\ % NaNO,- )8
O
to
A5 0,07 % 0,001Jfi PhS - 78 7
00 Bl 0.15 % 0,005% PhS 9^ 36
B2 0,25 % 0,00556 68 80
0,005i6 78 50
ui
crt
B4 0,15 % 0,05 % 95 27
0f>5 Ä 50
y B6 Ο/ ί· BAD ORIGINAL -
2004547
. 9
Portsetzung Tabelle 2
b)Zusatz G !zusatz Qesamtlauf^ Zeit bis aura
Versuch a )MCA * n zeit in T«« ^fi
C1 0,1 % 0,05# HM1 »55 22
C2 0,075 55 O,O75#HHT - 53 28
C, 0,075 % 0,01* KJ 0,Q75#HHT 64 44
C4 0,075 # 0,0556 PhS O,O75#HHT 40
Die obigen Werte zeigen, daß bei Verwendung einer Lösung mit nur 0,15 Gewjß MCA eine Gesamtlaufzeit im Durchschnitt von etwa 54 Tagen erreicht wurde» Dieser Wert wird auch erhalten, wenn man Insgesamt 0,15 % einer Mischung aus HCA und.Hexahydrotriazin verwendet»
Die Versuche B1 bis B^ zeigen, da8 die GesamtlaufzeIt erheblich gesteigert wird, wenn nur geringe Mengen KJ, NaNO« oder Phenyl<~iso~-thiocyanat zugesetzt werden „ Auch die Zelt bis zum Auftreten von Fungi ist erheblich vergrößert, wobei Überraschenderweise bei Zusatz von Phenylsenföl auch nach Über 100 Tagen überhaupt keine Fungi auftraten.
Auch die Versuche C-, und C1. zeigen, daß der Zusatz von Kaliumiodid oder Phenyl-iso°thiocyanat die Gesamtlaufzeit bzw. die Zelt bis zum Auftreten von Fungi erheblich vergrößert.
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BAD OWGlNAl

Claims (2)

- ίο -Patentansprüche
1. Verwendung einer synergistischen Kombination aus
a) N-Oxyalkylhalogenacetamid und insbesondere ?J-0xy methylchloracetamld und
b) in wäßriger Lösung dissoziierbaren Jod-, Brom-Nitratverbindungen« insbesondere Alkalijodiden bzw ^ -broraiden oder »nitraten oder Alkyl- bzwc Aryl -isothiocyanate^ insbesondere Phenyl-iso-thiocyanat,
als Desinfektionsmittel oder Konservierungsmittel filr wäßrige Suspensionen oder Emulsionen.
2. Verwendung einer synergistischen Kombination nach Anspruch 1, bei der die Komponenten a) und b) in einem Oewlchtsverhältnis von 2 : 1 bis 200 : 1 in der Mischung vorhanden sind, und wobei die Gesamtwirkstoffkonzentration der Oebrauchslösung 0,05 bis 2,0 Gew$ beträgt.
3· Verwendung einer synergistischen Kombination nach Anspruch 1 und 2 in Verbindung mit anderen bekannten Konservierungs- und Desinfektionsmitteln und insbesondere mit Hexahydrotriazinderivaten.
ue:soh.
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BAD ORIGINAL
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DE2536975A1 (de) * 1975-08-20 1977-03-03 Henkel & Cie Gmbh Neue n-substituierte aminoalkanole, verfahren zu deren herstellung und deren verwendung
US4040977A (en) * 1973-10-16 1977-08-09 Sterling Drug Inc. Preservative and disinfectant
US4614748A (en) * 1981-02-19 1986-09-30 Rocador Sociedad Anonima Topical use composition for the treatment of seborrhea affections of the human scalp
US4996146A (en) * 1987-02-20 1991-02-26 Kessler Jack H Rapid sterilization enzymatic process with persistence

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ZA71655B (en) 1971-10-27
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CA949448A (en) 1974-06-18

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C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
E77 Valid patent as to the heymanns-index 1977