DE2007227C3 - Verfahren zur Gewinnung von Fruktose - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Fruktose

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DE2007227C3
DE2007227C3 DE19702007227 DE2007227A DE2007227C3 DE 2007227 C3 DE2007227 C3 DE 2007227C3 DE 19702007227 DE19702007227 DE 19702007227 DE 2007227 A DE2007227 A DE 2007227A DE 2007227 C3 DE2007227 C3 DE 2007227C3
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sugar solution
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DE19702007227
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Ryoki Goshogawara Aomori; Kubo Tetsujiro Tokio; Tatuki (Japan)
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Nippon Fruit Sugar Co. Ltd., Tokio
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Description

wendet wird und die Ausfällung im neutralen oder io tauschharzes oder einer dialytischen Membran oder sauren Bereich erfolgt, und daß nach dem Ab- mit Hilfe der Elektrodialyse unter Verwendung einer
Ionenaustauschmembran zu entsalzen. Da jedoch die Menge an hierbei vorhandenem Calciumchlorid ziemlich groß ist und deshalb die mit Ionenaustauschharz
trennen des Doppelsalzes die Fruktose aus diesem isoliert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Abtrennen der Fruktose aus 15 oder dialytischer Membran arbeitenden Verfahren dem Doppelsalz eine wäßrige Lösung des Doppel- nicht wirtschaftlich sind und andererseits die mit einem
Fällmittel arbeitenden bekannten Verfahren zu einem hohen Verlust an Fruktose führen, wurden bei der praktischen Durchführung Elektrodialyse und Ionen
salzes in einer eine Ionenaustauschmembran für Elektrodialyse aufweisenden Vorrichtung der Elektrodialyse unterworfen wird, wobei die Fruktose
und Glukose enthaltende Zuckerlösung als Kon- ao austauschmembran kombiniert eingesetzt, densierflüssigkeit verwendet wird. Bei der konventionellen Elektrodialysemethode, bei
der Wasser als Kondensierflüssigkeit verwendet wird, wandern jedoch 1 bis 6% Fruktose neben Calcium-
Chlorid in die Kondensierflüssigkeit (Wasser), und des-
25 halb ist es unmöglich, Calciumchlorid und Fruktose wiederzugewinnen. Außerdem ergibt sich der Nachteil höherer Produktionskosten und niedrigerer Ausbeuten Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung an Fruktose.
von Fruktose aus wäßrigen Lösungen, welche Fruktose Deshalb ist Aufgabe der Erfindung die Schaffung
und Glukose euthalten, durch Behandlung mit CaI- 3° eines Verfahrens zur Gewinnung von Fruktose mit ciumchlorid unter Abscheidung von Fruktose-Cal- hoher Reinheit in hoher Ausbeute durch vorteilhafte ciumchlorid-Doppelsalz. Abtrennung von Fruktose aus einer Glukose und
Die konventionellen Methoden zur Gewinnung von Fruktose enthaltenden Zuckerlösung, wie einer lnvert-Fruktose bestehen darin, daß Fruktose aus natürlichem, zuckerlösung oder einer isomerisierten Zuckerlösung, Fruktose enthaltenden Rohmaterial extrahiert wird 35 die durch Isomerisieren von Glukose erhalten wor- oder daß Fruktose aus einer Invertzuckerlösung, die den ist.
durch Inversion von Zucker mit Säure erhalten worden ist, oder aus einer isomerisierten Zuckerlösung, die durch Isomerisieren von Glukose mit Alkali oder
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß in überraschender Weise dadurch gelöst, daß bei dem eingangs genannten Verfahren eine alkoholfreie wäßrige Zucker-
Enzym erhalten worden ist, abgetrennt wird. Diese 40 lösung verwendet wird und die Ausfällung im neukonventionellen Verfahren sind jedoch nicht sonder- tralen oder sauren Bereich erfolgt, und daß nach dem lieh wirtschaftlich.
Die praktischen Maßnahmen zur Abtrennung der
Fruktose bei den bekannten Verfahren bestehen bei-
Abtrennen des Doppelsalzes die Fruktose aus diesem
isoliert wird.
Als Ausgangsmaterial bei dem Verfahren nach der spielsweise darin, daß Fruktose in Form von Fruktose- 45 Erfindung können eine Fruktose und andere Zucker, Kalk abgetrennt wird, daß die in der gemischten wie Glukose, enthaltende Zuckerlösung, wie eine In-Zuckerlösung vorliegende Glukose in Glukonsäure vertzuckerlösung oder die isomcrisierte Zuckerllösung umgewandelt wird, um diese in Form ihres Natrium- der Glukose, verwendet werden, salzes abzutrennen, und daß eine alkoholische ge- Beim Zusetzen von Calciumchlorid zu der Fruktose
mischte Zuckerlösung hoher Konzentration bereitet 50 und Glukose enthaltenden Zuckerlösung ist es erforwird, die zum Abtrennen von Fruktose in Form des derlich, die Rohmaterialzuckerlösung, die Fruktose Calciumchlorid-Doppelsalzes mit Calciumchlorid ver- und Glukose enthält, auf einen pH-Wert im neutralen setzt wird. Diese bekannten konventionellen Maß- oder sauren Bereich, d. h. auf 7 bis 2, einzustellen, nahmen bringen jedoch im Hinblick auf Ausbeute und Es ist möglich, das Calciumchlorid der Zuckerlösung
Produktionskosten keine zufriedenstellenden Ergeb- 55 in fester Form zuzusetzen, jedoch ist es zweckmäßig, nisse. das Calciumchlorid in Form einer wäßrigen Lösung
So wurde in neuerer Zeit ein Verfahren zum Ab- (Emulsion) zuzufügen, um so einen Temperaturanstieg trennen von Fruktose aus alkoholischer Lösung in der Zuckerlösung zu verhindern. Form des Calciumchlorid-Doppelsalzes entwickelt Wenn beim Zusetzen von Calciumchlorid die Tem-
(DT-AS 1618 492), und es wird berichtet, daß die 60 peratur der Zuckerlösung auf über 700C angestiegen Ausbeute an Fruktose-Calciumchlorid-Doppelsalz ein ist, wird die Reinheit des abgetrennten Fruktose-Cal-Maximum erreicht, wenn die Alkoholkonzentration ciumchlorid-Doppelsalzes vermindert, und deshalb 85% beträgt; jedoch ist erforderlich, eine große Aiko- sollte in dieser Hinsicht besondere Sorgfalt aufgewenholmenge zu verwenden und eine Anlage zur Wieder- det werden.
gewinnung des eingesetzten Alkohols vorzusehen, und 65 Es ist erforderlich, daß die zugesetzte Menge an es ist notwendig, im Hinblick auf die Abtrennung der Calciumchlorid, bezogen auf die Gesamtmenge an in Fruktose die Alkoholkonzentration konstant zu halten. der Rohmateriallösung vorhandenen Zuckern, mehr Deshalb ist dieses bekannte Verfahren vom Stand- als 15% beträgt.
Die gelöstes ualc.umchlond enthaltende Zucker- gelöste Calciumchlorid, welches nach dem Abtrennen
lösung wird durch Vakuumdestillation eingeengt, bis des Doppelsalzes in dem Rückstand verblieben ist,
die gemischte Zuckerlosung e.ne Bnxkonzentration oder durch Zusetzen von weiterem Calciumchlorid in
von etwa / / erreiche Bnx*onzentration wira durch das Doppelsalz umgewandelt werden, wonach Fruk-
Messung des Brechungsindex der Zuckerlösung er- 5 tose aus dem Doppelsalz auf die vorstehend beschrie-
mittelt (vgl. U. S. National Bureau of Standards bene Weise abgetrennt wird, wobei erforderlichenfalls
Circ. C 440, Pohlnmetry, Sacchar.metry and the die in der Rückstandlösung, die nach Abtrennen des
Sugars, 652 i}™\h Doppelsalzes verbleibt, gelöste Glukose oder die aus
Danach wird die eingeengte Zuckerlösung unter der Rückstandlösung abgetrennte Glukose isomeri-
langsamem Rühren allmählich abgekühlt, und nach io siert wird
etwa 90 bis 120 Minuten beginnt Fruktose-Calcium- Bei dieser Methode kann zum Isomerisieren der
chlorid-Doppelsalz auszukristallisieren. Nach etwa Glukose, die in der Rückstandlösung gelöst ist, welche
10 Stunden ist die Kristallisation beendet. „ach Abtrennen von Fruktose-Calciumchlorid-Dop-
Danach kann Fruktose-Calciumchlond-Doppelsalz pelsalz verbleibt, das Alkaliverfahren oder das Enzym-
von hoher Reinheit durch Filtration oder Zentrifu- i5 verfahren angewendet werden. Wenn jedoch mit CaI-
gieren abgetrennt werden. ciumhydroxid isomerisiert wird, wird durch Neu-
Im Anschluß daran wird gemäß einer bevorzugten tralisieren mit Chlorwasserstoffsäure nach dem Iso-
Ausführungsform des Verfahrens der Erfindung zum merisieren Calciumchlorid gebildet, und deshalb ist es
Abtrennen der Fruktose aus dem Doppelsalz eine nicht notwendig, Calciumchlorid zum Bilden von
wäßrige Lösung des Doppelsalzes in einer eine Ionen- ao Fruktose-Calciumchlorid-Doppelsalz zuzusetzen, was
austauschmembran für Elektrodialyse aufweisenden ein weiterer Vorteil ist.
der Elektrodialyse unterworfen, wobei die Fruktose Wenn mit einem Enzym, wie Glukoseisomerase, iso-
und Glukose enthaltende Zuckerlösung als Konden- merisiert wird, wird aus der Rückstandlösung durch
sierflüssigkeit verwendet wird. das nachstehend beschriebene Verfahren isolierte GIu-
AIs Vorrichtung zur Durchführung der Elektro- as kose isomerisiert.
dialyse sind solche, bei denen Ionenaustauschmem- Schließlich kann man noch die in der sich ergeben-
branen verwendet werden, geeignet, wobei auf der Seite den Rückstandflüssigkeit (Melasse) vorhandene GIu-
der Kondensierflüssigkeit die Rohmaterialzuckerlösung kose wiedergewinnen, indem man die Rohmaterial-
an Stelle von Wasser eingesetzt wird. zuckerlösung als Kondensierflüssigkeit der Elektro-
Wenn nämlich bei der Elektrodialyse die Rohmate- 30 dialyse unterwirft.
rialzuckerlösung als Kondensierflüssigkeit verwendet Neben Glukose enthält diese Rückstandlösung bewird, ist es möglich, die Zuckerlösung, in die neben trächtliche Mengen an Calciumchlorid, und wenn des-Calciumchlorid auch 1 bis 6% Fruktose auf die Seite halb die Rückgewinnung von Glukose aus dieser der Kondensierflüssigkeit gewandert sind, als Roh- Rückstandlösung erwünscht ist, ist es vom Wirtschaftmaterial für die Gewinnung von Fruktose-Calcium- 35 liehen Standpunkt aus unvorteilhaft, mit einem konchlorid-Doppelsalz wiederzuverwenden und dadurch ventionellen Ionenaustauschharz oder mit Elektrodieinen Verlust an Calciumchlorid und Fruktose zu ver- alyse zu arbeiten.
hindern. Das Ergebnis ist eine Erhöhung der Ausbeute In diesem Fall ist es deshalb möglich, die Glukose
an Fruktose und eine Senkung der Kosten für die Ge- vorteilhaft abzutrennen und das Calciumchlorid in der
winnung der Fruktose. Außerdem wirkt sich diese 40 Rohmaterialzuckerlösung wiederzugewinnen, wenn
Verfahrensweise in bezug auf Wirtschaftlichkeit, Ent- Elektrodialyse mit einer Ionenaustauschmembran
salzungswirksamkeit und Entsalzungsgeschwindigkeit unter Verwendung der Rohmaterialzuckerlösung an
günstig aus. Stelle von Wasser als Kondensierflüssigkeit angewen-
In der durch Elektrodialyse erhaltenen Fruktose- det wird, ebenso wie bei der Abtrennung von Fruktose lösung ist der Calciumchloridgehalt bis auf V200 bis 45 aus dem Fruktose-Calciumchlorid-Doppelsalz.
1I300 herabgesetzt, und wenn sie deshalb einen Ionen- Die auf die vorstehend beschriebene Weise wiederaustauscher durchläuft, kann sie vollständig und vor- gewonnene Glukose kann als Rohmaterialzuckerlösung teilhaft entsalzt werden. Andererseits ist die Menge an verwendet werden, indem man sie mit Enzym isomerieinzusetzendem Ionenaustauschharz niedrig, wodurch siert, und andererseits kann die CaCl2 enthaltende die Adsorption von Fruktose an dem Harz vermindert 50 Zuckerlösung als Rohmaterialzuckerlösung zur Wiewerden kann; gleichzeitig werden der Verlust an Ionen- dergewinnung von Fruktose verwendet werden, indem austauschharz und die für die Regenerierung des man sie in den Kreislauf zurückführt.
Harzes erforderlichen Kosten gesenkt. Die vorstehende Beschreibung gibt einen Überblick
Nachdem die auf vorstehend beschriebene Weise er- über das Verfahren nach der Erfindung, die an Hand
haltene Fruktose hoher Reinheit eingeengt worden ist, 55 der nachfolgenden Beispiele noch im einzelnen erläu-
wird sie unter langsamem Rühren allmählich abge- tert wird,
kühlt, wobei die Fruktose auskristallisiert. .
Die Fruktosekristalle werden auf konventionelle Beispiel 1
Weise abgetrennt und getrocknet. Auf diese Weise a) 1 kg raffinierter weißer Zucker wurde in 8O0C
wird Fruktose hoher Reinheit erhalten. 60 heißem Wasser in der Weise gelöst, daß die Lö-
Man kann darüber hinaus noch die Glukose, die in sung eine Brixkonzentration von 40 hatte. Als die
dem Rückstand gelöst ist, der durch Abtrennen von Temperatur der Lösung auf 69°C abgesunken
Fruktose-Calciumchlorid-Doppelsalz aus der Zucker- war, wurden 5,8 g Salzsäure zugesetzt, und die
lösung erhalten worden ist, oder die Glukose, die aus Lösung wurde ausreichend gerührt. Sie wurde
dem Rückstand abgetrennt worden ist, zu einer Zucker- 65 90 Minuten stehengelassen, während die Tempe-
lösung isomerisieren, in der Fruktose und Glukose ge- ratur des Lösungsgemisches auf 700C gehalten
mischt vorliegen, und die in dieser Zuckerlösung ge- wurde. Danach wurden zum Neutralisieren 2,9 g
bildete Fruktose kann durch das in der Zuckerlösung Calciumcarbonat zugesetzt.
b) Die auf diese Weise erhaltene Invertzuckerlösung wurde auf eine Temperatur von 62 bis 67° C gebracht, und 25 g Calciumchlorid wurden zum Auflösen in dem Lösungsgemisch langsam zugefügt. Das Lösungsgemifch wurde dann unter Rühren 60 Minuten lang stehengelassen.
Die so erhaltene Lösung wurde im Vakuum eingeengt, bis die Lösung eine Brixkonzentration von 82 erreichte. Dann wurde sie in einen Kolben übergeführt, der langsam geschwenkt wurde, wonach sie auf Raumtemperatur (26rC) abgekühlt wurde.
Innerhalb von 12 Stunden wurde eine Melasse erhalten, die viel weißes kristallines Fruktose-Calciumchlorid-Doppelsalz enthielt.
Diese Melasse wurde in eine kleine korbförmige Zentrifuge übergeführt, in der der kristalline Anteil von dem Melasseanteil getrennt wurde.
Es wurden 690 g Kristalle (mit 3,2% Wasser) und 825 β Melasse erhalten.
c) Zu den 690 g kristallinem Anteil wurden 140 ecm heißes Wasser (70°C) zugesetzt und unter Rühren gelöst. Dann wurde in einen Kolben übergeführt, der langsam geschwenkt wurde, und nach etwa 8 Stunden war die Umkristallisation beendet.
Das auf diese Weise erhaltene Produkt wurde zentrifugiert, wobei 425 g weiße Kristalle und 402 g Melasse erhalten wurden.
Die Analysenwerte des kristallinen Anteils sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt: vertzuckerlösung mit einer auf 20 eingestellten Brixkonzentration mit einer Geschwindigkeit von 100 l/h durch die Seite der Kondensierfiüssigkeit geschickt.
Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle zusammengesteik:
Mutterlaugenseite Kondensierflüssig-
keitsseite
Anfangs- End- Anfangs- Endzustand zustand zustand zustand
1,60 1,45
53 700 180
2,0
Kristall Fruktose Calcium Anderes
wasser chlorid (Wasser
usw.)
Gewichts 6,4 72,0 19,7 1,9
verhältnis
Molverhältnis 3,56 4,0 1,78
Geschätztes 2 2 1
Ganzzahl
verhältnis
Aus den vorstehenden Werten kann eine Zusammensetzung von Fruktose-Calciumchlorid von 2H2O-CaClj-2 (Fruktose) angenommen werden.
d) 402 g des vorstehend erwähnten Anteils wurden auf eine Brixkonzentration von 82 eingeengt, wobei 161 g weiße Kristalle und 148 g Melasse auf die vorstehend unter b) beschriebene Weise erhalten werden konnten.
Beispiel 2
500 g von den insgesamt 586 g weißen kristallinen Anteils, die gemäß Beispiel Ic) und d) erhalten worden waren, wurden in Wasser gelöst, und die Gesamtmenge der wäßrigen Lösung wurde auf 1,65 1 eingestellt. Diese Lösung wurde als Mutterlaugenprobe verwendet.
Die so erhaltene Zuckerlösung wurde mit einer Geschwindigkeit von 100 l/h (lineare Membranoberflächengeschwindigkeit 1,28 cm/sec) durch eine Elektrodialyscanlagc mit einer effektiven Oberfläche von 209 cm2 pro Kammer geschickt. Die benutzte Elektrodialyseanlage enthielt 11 Paare von Ionenaustauschmembranen, wobei jedes Paar aus einer stark sauren kationdurchlässigen Membran vom Na+-Typ und einer stark basischen aniondurchlässigen Membran vom Cl~-Typ bestand. Andererseits wurden 2,0 1 In-240 220
2,13 40100
45 800 45 810
Flüssigkeitsmenge (1)
Calciumkonzentration
(als CaCO3, ppm)
Gesamtkationen 61700 185
(als CaCO3, ppm)
Gesamtanionen 61850 180
(als CaCO3, ppm)
Dialysedauer 3,25 Stunden
Elektrizitäts- 5,95 Amperestunden
menge
a5 Spannung 15,0 V (konstant)
Der Verlust an Fruktose betrug in diesem Fall 3,2 %, jedoch wurde festgestellt, daß fast die gleiche Menge Fruktose auf die Seite der Kondensierflüssigkeit gewandert war. Andererseits war fast die gesamte Menge an Calciumchlorid auf die Seite der Kondensierflüssigkeit gewandert.
Die vorstehende Tabelle zeigt, daß sich kein Unterschied zu einem Versuch ergibt, bei dem Wasser als Kondensierflüssigkeit verwendet wurde.
Als Wasser als Kondensierflüssigkeit verwendet wurde, wurden die folgenden Ergebnisse erhalten:
Mutterlaugenseite Kondensierflüssig-
keitsseite
Anfangs- End- Anfangs- Endzustand zustand zustand zustand
45
Flüssigkeits 1,60 1,40 2,00 (als CaCO3, ppm) 61650 180 — (als CaCO3, ppm) 61780 170 — 3,25 Stunden 2,18
menge (1) Gesamtkationen Gesamtanionen (als CaCO3, ppm) 5,93 Amperestunden
Calcium- 53 600 175 — Dialysedauer 39 300
konzentration Elektrizitäts 15,0 V (konstant)
menge
Spannung 45 200
45 220
Der Verlust an Fruktose in der Mutterlauge betrug
3,8%.
a) 1,45 1 der auf vorstehend beschriebene Weise erhaltenen Zuckerlösung wurden durch eine Ionenaustauschsäule vom Mischbett-Typ geschickt und gereinigt und entsalzt.
Als Ionenaustauschharz wurden ein stark saures Kationharz vom Wässerstofftyp, wie Amberlite®
IR-120B, und ein stark basisches Anionharz vom Hydroxylgruppentyp, wie Amberlitc® IRA-41D, verwendet.
b) Die erhaltene raffinierte Fruktoselösung wurde im Vakuum eingeengt, und die Brixkonzentration der Lösung wurde auf 89 eingestellt. Dann wurden etwa 5 g kristalline Fruktose zugesetzt, und das Lösungsgemisch wurde unter langsamem Rühren allmählich abgekühlt; nach etwa 15 Stunden war die Kristallisation beendet, wonach das erhaltene Produkt zentrifugiert und getrocknet wurde.
Es wurden 241 g kristalline Fruktose und 143 g Melasse erhalten.
c) 143 g der Melasse wurden im Vakuum eingeengt, und die Brixkonzentration wurde auf 89 eingestellt.Dann wurden etwa 2 g kristalline Fruktose zugesetzt, wonach auf die vorstehend beschriebene Weise 84 g kristalline Fruktose und 76 g Melasse ^ erhalten wurden.
Die Ergebnisse von Messungen, die mit der unter b) und c) erhaltenen kristallinen Fruktose durchgeführt wurden, sind nachstehend zusammengestellt:
1. Spezifische Drehung: a5 [<x] = -92,8 b) erster Zucker, = —92,6 c) zweiter Zucker.
2. In Übereinstimmung mit der Resorcin-Chlor wasserstoffsäuremethode wurden bei b) 99,4% Fruktose und bei c) 99,1 % Fruktose ermittelt.
Beispiel 3
a) 100 kg raffinierter weißer Zucker wurden in 8O0C heißem Wasser in der Weise gelöst, daß die Brixkonzentration der Lösung 40 betrug. Als die Temperatur der Lösung auf 69° C abgesunken war, wurden 577 g Chlorwasserstoffsäure zugesetzt und das Gemisch dann ausreichend gerührt. Während die Temperatur des Lösungsgemisches auf 7O0C gehalten wurde, wurde sie 90 Minuten lang stehengelassen. Gleich danach wurden zum Neutralisieren der Lösung 293 g Calciumcarbonat zugesetzt.
b) Die auf vorstehend beschriebene Weise erhaltene Invertzuckerlösung wurde mit 25 g Calciumchlorid 4S versetzt, wonach unter Rühren 60 Minuten lang stehengelassen wurde. Dabei betrug die Temperatur der Lösung 72 bis 67°C.
Diese Lösung wurde nach Einengen im Vakuum auf eine Brixkonzentration von 82 in ein Gefäß, wie einen Polyäthyleneimer, übergeführt und langsam auf Raumtemperatur (26° Q abgekühlt. In etwa 12 Stunden konnte eine große Menge weißes kristallines Fruktose-Calciumchlorid enthaltende Melasse erhalten werden.
Diese Melasse wurde mit einer korbförmigen Zentrifuge in einen kristallinen und einen Melasseanteil getrennt, wobei die Menge an kristallinem Anteil
65.1 kg (mit 3,2 % Wasser) und die Menge an Melasse
82.2 kg betrug. Se
c) Zu den 82,2 kg Melasse wurde Wasser zugesetzt und die Brixkonzentration auf 60 eingestellt. Dann wurden der erhaltenen Lösung 2,5 kg Calciumhydroxid zugesetzt, und das Gemisch wurde gerührt und dann mittels eines plattenförmigen Wärmeaustauschers auf 93 bis 95 "C erhitzt. Sie wurde noch 10 Minuten auf dieser Temperatur gehalten und danach durch denselben Wärmeaustauscher rasch auf 15°C heruntergekühlt. Dann wurde zur Einstellung des pH-Wertes auf 5,8 Chlorwasserstoffsäure zugesetzt.
d) Die erhaltene Lösung wurde zur Einstellung auf eine Brixkonzentration von 30 mit Wasser verdünnt und dann zur Entfärbung durch eine Aktivkohleschicht geschickt. Dann wurden in dieser Lösung 65,1 kg Fruktose-Calciumchlorid gelöst, und die erhaltene Lösung wurde im Vakuum auf eine Brixkonzentration von 81,5 eingeengt. Dann wurde sie zum langsamen Abkühlen stehengelassen, und in etwa 8 Stunden wurde eine Melasse erhalten, die eine große Menge an weißen Kristallen enthielt. Diese Melasse wurde zentrifugiert, wobei 79,2 kg kristalliner Anteil und 63,9 kg Melasse erhalten wurden.
e) Zu den 79,2 kg kristallinem Anteil wurden 15 1 Wasser zugesetzt, und das Gemisch wurde bis zur vollständigen Auflösung des kristallinen Anteils gerührt. Dann wurde die erhaltene Lösung zum langsamen Abkühlen stehengelassen, und in etwa 8 Stunden war die Umkristallisation beendet.
Das erhaltene Produkt wurde zentrifugiert, wobei 71,1 kg weiter kristalliner Anteil und 22,5 kg Filtrat erhalten wurden.
Die Analysenwerte, die von dem kristallinen Anteil erhalten wurden, sind nachstehend zusammengestellt:
Kristallwasser
Fruktose Calcium Chlorid
Gewichtsverhältnis 6,4 72,0 19,7
Molverhältnis 3,56 4,0 1,78
Geschätztes Ganzzahl 2 2 1
verhältnis
Aus den vorstehenden Ergebnissen kann eine Zusammensetzung von Fruktose-Calciumchlorid von H2O-CaCl1^ (Fruktose) angenommen werden.
f) 3 kg der insgesamt erhaltenen 71,1 kg weißen Kristalle wurden abgenommen und in Wasser gelöst, wobei die gesamte Lösungsmenge auf 101 eingestellt wurde. Dann wurde die Lösung durch eine Aktivkohleschicht geschickt und mittels Ionenaustauschmembran-Elektrodialyse mit der in Beispiel 2 erläuterten Anlage entsalzt.
g) Die so behandelte Lösung wurde durch eine Ionenaustauschsäule vom Mischbett-Typ geschickt und gereinigt und entsalzt.
Als Ionenaustauschharz wurden ein stark saures Kationaustauschharz vom Wasserstofftyp, wie Amber· lite® IR 120B, und ein stark basisches Anionaus· tauschharz vom Hydroxylgruppentyp, wie Amberlite® IRA-410, verwendet.
h) Die erhaltene gereinigte Lösung wurde im Va kuum eingeengt, und die Brixkonzentration de: Lösung wurde auf 89 eingestellt. Dann wurdei etwa 10 g kristalline Fruktose zugesetzt, und nacl langsamem Rühren wurde allmählich abgekühlt In etwa 15 Stunden war die Kristallisation be endet. Es wurde zentrifugiert und dann im Va kuum getrocknet, wobei 1,95 kg kristalline Fruk tose erhalten wurden. Dies bedeutet, daß au 100 kg raffiniertem weißem Zucker 45,20 k Fruktose erhalten werden können.
609610/14;

Claims (1)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Gewinnung von Fruktose aus wäßrigen Lösungen, welche Fruktose und Glukose enthalten, durch Behandlung mit Calciumchlorid unter Abscheidung von Fruktose-Calciumchlorid-Doppelsalz, dadurch gekennzeichnet, daß eine alkoholfreie wäßrige Zuckerlösung ver-
punkt der Wirtschaftlichkeit und des Betriebs nicht günstig.
Andererseits wurde gemäß dem genannten konventionellen Verfahren, bei dem von einer alkoholischen 5 Lösung ausgegangen wird, zur Abtrennung der Fruktose aus dem Fruktose-Calciumchlorid-Doppelsalz vorgeschlagen, das Fällmittel zur Gewinnung des unlöslichen Salzes des Calciums, wie Carbonat, Sulfat oder Oxalat zuzusetzen und mit Hilfe eines Ionenaus-
DE19702007227 1969-02-17 1970-02-17 Verfahren zur Gewinnung von Fruktose Expired DE2007227C3 (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
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JP1105369 1969-02-17
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JP10209569 1969-12-20
JP10209569A JPS5337416B1 (de) 1969-12-20 1969-12-20

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Publication Number Publication Date
DE2007227A1 DE2007227A1 (de) 1970-08-27
DE2007227B2 DE2007227B2 (de) 1975-07-24
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