DE2007287C3 - Verfahren zum Herstellen von kugelförmigen Kohlekörpern - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von kugelförmigen KohlekörpernInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von kugelförmigen Kohlekörpern aus feuchter Feinkohle
durch Pressen, die für die schnelle Hochtemperatur-Verkokung in kontinuierlichen Verkokungsanlagen
bestimmt sind, wobei sie ihre Gestalt beibehalten.
Sowohl für die Verkokung von nicht vorgeformten Kohlen selbst als auch für die der Verkokung
vorausgehende Brikettierung ist es an sich bekannt, wasserfeuchte Feinkohle einzusetzen.
Bekannt sind kugelförmige (DT-OS 14 71 585) und prismaförmige Kohlepreßlinge, letztere mit durchgehenden
kanalartigen Ausnehmungen (DT-PS 1 92 153) sowie tablettenförmige Kohlepreßlinge mit durchgehenden
doppelkegelartigen Ausnehmungen (FR-PS 8 82 627). Ferner sind an sich bekannt extrudierte
Hohlzylinderformlinge, die mit einem Wassergehalt von
6 bis 12% und einem Bindemittelgehalt, z. B. Pech, von 6
bis 14% zubereitet werden (US-PS 30 10 882).
Formkoks in Ei-, Kissen-, Ellipsoid-, Kugel- oder Tonnenform ist für die Erzverhüttung hochbegehrt. Zu
seiner Herstellung werden Kohlekörper entsprechender Form verkokt Die Kohlekörper, die durchweg
regelmäßige Gastalt haben, werden auf kontinuierlich arbeitenden Pressen hergestellt.
Wenn solche Kohlekörper langsam verkokt werden, z. B. auf Wanderrosten, so ergeben sich für gewöhnlich
keine besonderen Probleme bezüglich ihrer Haltbarkeit. Diese treten aber in besonderem Maße bei der schnellen
Verkokung in der Länge nach unterschiedlich beheizten Rohren, z. B. nach der DT-PS 14 71 585, auf, wobei u. a.
kugelförmige Kohlekörper von ca. 60 mm Durchmesser ein Verkokungsrohr etwa innerhalb von 60 bis 80
Minuten durchlaufen und es völlig verkokt wieder verlassen. Hierbei zeigen die Kohlekörper eine Neigung
zum Zerbersten in schalenartige oder anders geformte Bruchstücke. Am häufigsten ist die Neigung anzutreffen,
längs der Preßnaht in zwei Stücke zu zerfallen.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe ist deshalb, ein Verfahren vorzuschlagen, nach dem
kugelförmige Kohlekörper hergestellt werden können, die die schnelle Hochtemperaturverkokung überstehen,
ohne daß von ihnen Teile abplatzen, sie völlig
auseinanderfalten oder sie in irgendeiner anderen Weise ihre Form wesentlich verändern.
der eingangs definierten Art vorgeschlagen, daß die
bis 13 g pro cm3 gepreßt wird und dabei im Preßling von
der Oberfläche her in dessen Inneres führende, diametral gegenüberliegende, kegelförmige Ausnehmungen
erzeugt werden.
und ihre Spitzen einen 2 bis 10 Prozent des
voneinander.
Die erfindungsgemäßen Kohlekörper zeigen keinerlei Neigung beim schnellen Verkoken zu zerbersten.
Durch das Zusammenwirken von Körnung, Wassergehalt und Preßdruck mit den angelegten Kanälen aus
zo flüchtige Bestandteile enthaltenen Feinkohlen werden
Kohlekörper mit Eigenschaften erhalten, die beim schnellen Verkoken nicht zerbersten. Als Ursache des
Berstens -der Kohlekörper wird vermutet, daß die Entgasungsgase nicht hinderungsfrei aus dem Innern
des Kohlekörpers entweichen können.
Die Wichte, bis zu der die Kohlekörper gepreßt werden, hängt weitgehend davon ab, ob und in welcher
Menge der Feinkohle Bindemittel zugesetzt wird.
gen wird man im allgemeinen die Wichte 1,1 g/cm3 nicht überschreiten, während man ohne Bindemittel näher an
die Dichte der gewachsenen Kohle, nämlich bis etwa 130 g/cm3 herangehen muß.
Die F i g. 1 und 2 dienen als Beispiel der Erläuterung der Erfindung.
F i g. 1 stellt einen zentralen Schnitt durch einen Kohlekörper von Kugelform mit 50 mm Durchmesser
dar,
Fig.2 ist die Ansicht des Körpers nach der Verkokung.
1 ist der Kohlekörper, die strichpunktierte Linie 2 die Preßnaht and 3 sind die kegeligen, diametral gegenüberliegenden
Ausnehmungen, 4 ist der Steg, der dazwischen stehengeblieben ist Man erkennt, daß der Kohlekörper
an der Preßnaht bei 5 leicht aufgeweitet ist Die Form wurde entsprechend ausgearbeitet, damit die fertigen
Kohlekugeln sich leichter aus den Halbformen lösen.
F i g. 2 zeigt, daß der Kokskörper dem ursprünglichen Kohlekörper gegenüber um ca. 5 mm geschrumpft ist.
Die ehemaligen Kanäle sind im wesentlichen nur daran erkennbar, daß sich über der Kegelöffnung eine haubenartige Ausbuchtung gebildet hat.
Die ehemaligen Kanäle sind im wesentlichen nur daran erkennbar, daß sich über der Kegelöffnung eine haubenartige Ausbuchtung gebildet hat.
SS 78,2 g Kohle mit 20,7% flüchtigen Bestandteilen und
4,0% Wasser mit folgender Körnung:
f>5 werden in bekannter Weise in einer zweiteiligen
Matrize zu einer Kugel mit einem Durchmesser von 50 mm und der Wichte 1,20 g/cm3 gepreßt. Zum
besseren Ausbringen der geformten Kugel aus den
| über 3 mm | 5,1% |
| von 3,0—1,2 mm | 20,3% |
| von 1,2—0,5 mm | 32,1% |
| von 03—03 mm | 20,3% |
| von 0,3—0,09 mm | 203% |
| von 0,09—0,00 mm | 1,9% |
Halbformen waren diese am Rande geringfügig aufgeweitet worden. Zum unbehinderten Entweichen
der Luft aus der Kohle bei der Verdichtung waren die Halbformen weitgehend zu Viertelkugeischalen aufgeschlitzt
Man preßte eine Anzahl von Kohlekugeln und verkokte sie einzeln in einer innen mit keramischer
Masse ausgekleideten Trommel von 54 mm Innendurchmesser, indem man die Kugeln in die auf 450° C
vorgeheizte Trommel einbrachte, 22 Minuten bei dieser Temperatur beließ und anschließend die Temperatur
innerhalb von 46 Minuten bis auf 950° C steigerte. Während der Verkokung wurde die Trommel mit 1 U
pro 3 see gedreht Danach wurde auf etwa 200° C abgekühlt und der Koks aus der Trommel entnommen.
Es zeigte sich, daß die Kugeln nicht erhalten geblieben waren, sondern in zahlreiche Einzelteile von durchweg
garem, sehr harten Koks zerborsten waren.
Es wurde von der vorstehend spezifischen Kohle ausgegangen, jedoch wurden die Korn-Anteile die
gröber als 3 mm waren, abgesiebt, die Feinkohle auf
S 6,1% Wassergehalt gebracht, und 65,6 g davon unter
Einsatz von diametral angeordneten Stahlkegeln von 10 mm Durchmesser und 24 mm Höhe in die Halbkugelformen
eingebracht und unter den vorstehend angegebenen Bedingungen gepreßt Man erhielt Kohlekugeln
ίο mit diametralen kegeligen Ausnehmungen, die dem
Schnitt nach der F i g. 1 entsprechen und die bei der vorstehend geschilderten Verkokung als Kugeln aus
festem garen Koks erhalten blieben. Die Kanäle waren zugewachsen; die Ansicht der Kokskugeln entsprach
derFig.2.
Der Koks hatte noch 03 bis 1,2% restliche flüchtige
Bestandteile und seine Wichte betrug 1,08 g/cm3.
Claims (2)
1. Verfahren zum Herstellen von kugelförmigen Kohlekörpern aus feuchter Feinkohle durch Pressen,
die für die schnelle Hochtemperatur-Verkokung in kontinuierlichen Verkokungsanlagen bestimmt sind,
wobei sie ihre Gestalt beibehalten, dadurch
gekennzeichnet, daß die Feinkohle mit 5 bis 8 Prozent Wasser auf eine vom Bindemittelgehalt
abhängige Dichte von 1,0 g/cm3 bis 13 g/cm3
gepreßt wird und dabei im Preßling von der Oberfläche her in dessen Inneres fahrende, diametral
gegenüberliegende, kegelförmige Ausnehmungen erzeugt werden.
2. Kugelförmiger Kohlekörper der gemäß Verfahren nach Anspruch 1 hergestellt ist, dadurch
gekennzeichnet, daß die kegelförmigen Ausnehmungen Grundflächen von 1 bis 5 Prozent der
Kugeloberfläche besitzen und ihre Spitzen einen 2 bis 10 Prozent des Durchmessers der Kohlekugel
betragenden Abstand voneinander haben.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702007287 DE2007287C3 (de) | 1970-02-18 | Verfahren zum Herstellen von kugelförmigen Kohlekörpern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702007287 DE2007287C3 (de) | 1970-02-18 | Verfahren zum Herstellen von kugelförmigen Kohlekörpern |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2007287A1 DE2007287A1 (en) | 1971-09-02 |
| DE2007287B2 DE2007287B2 (de) | 1977-05-26 |
| DE2007287C3 true DE2007287C3 (de) | 1978-01-12 |
Family
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